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Change his mind

GeschichteRomance, Schmerz/Trost / P16 / Het
Hermine Granger Lucius Malfoy Severus Snape
07.09.2021
17.09.2021
7
14.683
15
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Dieses Kapitel
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15.09.2021 2.157
 
-Erzähler Sicht-

Es war wieder mal einmal einer dieser düsteren Tage im Leben von Severus Snape, er hatte ihn überlebt, den Krieg wenn auch nur knapp und die Folgen daraus ihn sein Leben lang begleiten würden. Severus saß verborgen in der hintersten Ecke des Astronomieturms. Er ließ seinen Blick über die verregneten Ländereien von Hogwarts schweifen und hing seinen Gedanken nach. An diesem Tag der Schlacht als er da lag Blut überströmt hatte er soweit mit meinem Leben, den Taten, die er begangen hatte, abgeschlossen, ja er war bereit zu sterben, bereit dort hinzugehen wo so viele andere vor ihm hingegangen waren. Anscheinend brauchte man ihn aber noch und so wurde er von jemanden gerettet, wo er bis heute nicht wusste, wer dieser, oder diejenige war. Zehn Monate verbrachte er im St. Mungo, um sein Blut von dem Gift reinzuwaschen so, dass auch seine Wunde am Hals zuwachsen konnte und nur noch, ein kaum sichtbare feine Narbe, an diese Nahtod Erfahrung erinnerte. Tief atmete ich die frische Luft ein, um sie danach mit einem Seufzer wieder auszuatmen. Severus hatte geahnt das Minerva kommen würde und um seine Hilfe bitten würde, allerdings schon eher nicht erst nach zwei Wochen. Er hätte sich lieber außerhalb von Hogwarts mit Hermione getroffen. Severus hasste es hier zu sein und an all das erinnert zu werden, doch am Ende hatte er klein beigegeben. Als Kingsley bei ihm Zuhause im Prince Manor erschienen war, ahnte er schlimmes. Die Verurteilten Todesser zu rehabilitieren und deren Denkweise zu ändern, fand er nicht als eine vollkommend idiotische Idee, wusste er das einige dem Dunklen Lord nur aus Angst gefolgt waren. Granger damit zu beauftragen war am Ende seine Idee gewesen, nachdem Kingsley ihm von den Bewährunghelfern erzählt hatte. Gedankenverloren strich er sich über die feine Narbe am Hals und wandte seinen Blick zum Treppenabsatz. Er hörte Minerva mit Hermionr sprechen. Ja er wusste nicht welchen Todesser sie zu beaufsichtigen hatte, um so neugieriger war dies endlich zu erfahren. Die Stimmen verstummten und die unsichern Schritte hinauf auf das Plato hallten in der Dunkelheit wieder. Severus beobachtete seine ehemalige Schülerin einen Augenblick stirnrunzelnd, als er sie erblickte. Sie wirkte ernst und doch auf einer Seite ängstlich. Er sah die Wut in ihren Augen aufblitzen als sie niemand sehen konnte.

„Miss Granger.“ Hallte seine raue Stimme bestimmt, aber dennoch sanft in die Nacht hinein. Erschrocken drehte sich die Braunhaarige um, versuchte die Quelle der Stimme auszumachen und doch sah sie niemanden.

„Ich sitze hier wo normalerweise unterrichtet wird. Ich würde ihnen ja gerne entgegenkommen, nur ist es mir kaum möglich.“ Setze der ehemalige Tränkemeister leise nach und wartete darauf das Hermione zu ihm kommen würde. Unsicher ging sie langsam in die Richtung und starrte den vermeintlich toten Severus Snape mit einem Entsetzen Gesichtsausdruck an.

„Wie…“

„Wie das möglich ist? Nun ich würde sagen, in jener Nacht gab es wohl jemanden dem mein Schicksal nicht egal war. Derjenige hat mich wohl gerettet, nur weiß ich nicht wer es war, aber deswegen bin ich nicht hier. Minerva hat mir erzählt sie würden meine Hilfe benötigen?“ Unterbrach er sie und deutete neben sich.

„Aber, warum wurden sie dann für Tod erklärt?“ fragte Hermione und ignorierte gekonnt seine Frage.

„Lumos.“ Ein schwaches Licht drang aus dem Zauberstab von Severus, den er danach in seinen Schoß legte.

„Deshalb.“ Flüsterte er leise und beobachtete die Reaktion von Hermione ganz genau. Sie wirkte geschockt über dessen Anblick und auch seinen offensichtlichen Zustand, so dass es ihr scheinbar die Sprache verschlug.

„Ich bin noch nicht soweit das ich es schaffen könnte zu unterrichten, geschweige denn das ich Stunden lang im Labor stehen könnte. Ich sitze im Rollstuhl Miss Granger, größtenteils zumindest, aber es wird besser. Abgesehen davon, weiß ich nicht ob ich jemals wieder in die magische Welt zurückkehren möchte.“ Erklärte mit einem leichten Lächeln.

„Und wie wollen sie mir helfen?“ Hermione verzog das Gesicht bei ihrer eigenen dümmlichrn Frage, ihr war wohl im selben Augenblick bewusst geworden das diese Frage mehr als unpassend war, im Anbetracht seiner Lage.

„Sprechen habe ich nicht verlernt, ich kann nur nicht richtig laufen.“ Schmunzelte er was für mehr Verwirrung bei Hermione sorgte.

„So meinte ich das nicht Sir.“ Kam es mit einem entschuldigenden Blick von ihr.

„Ich bin nicht mehr dein Professor und würde es in dem Fall bevorzugen, wenn du mich mit Severus ansprichst. Nun erzähl, bei was sollte ich dir helfen.“ Forderte er sie ein zweites Mal auf und sah sie fragend an.

„Wie sie…“

„Du. Was ich weiß ist das du einen Todesser aufs Auge gedrückt bekommen hast. Was ich auch weiß ist, dass es einer sein muss der vielleicht nicht mehr alle Latten am Zaun hat was seine völlig veraltete Denkweise betrifft, aber im Gegensatz zu Bellatrix Lestrange doch noch irgendwo zu retten sein muss, ansonsten hätte Kingsley in nicht auf Bewährung rausgelassen. Also?“

„Okay. Er zieht sich völlig zurück ich komme nicht an ihn heran und das aller schlimmste er hat einfach niemanden mehr.“ Sprach sie schneller als gewöhnlich und sah verzweifelt zu ihren ehemaligen Professor.

„Hört sich schwierig an.“

„Ist es auch, aber warum warst du und die anderen dafür das ich das machen sollte?“ fragte sie leise und ließ ihren Blick in die Dunkelheit schweifen.

„Nun diese Frage ist leicht zu beantworten. Weil du mehr siehst als deine Freunde zum Beispiel. So warst du schon zu deiner Schulzeit. Potter hat sich beschwert über mich, du hast mich wiederum verteidigt, obwohl ich dich oft genug im Unterricht niedergemacht habe. Deswegen war ich der Meinung das du dafür gemacht bist, allerdings habe ich beiden gesagt solltest du Hilfe brauchen, werde ich dir helfen. Am Ende sind es Todesser und wir alle haben unsere Meinung über diese Menschen, was es für uns schwieriger macht, diese zu verstehen und ihnen zu helfen in ein normales Leben zurück zu finden.“ Antwortete er ehrlich und drehte seinen Zauberstab gedankenverloren in seiner Hand.

„Niemand ist von Grund auf Böse, oder?“

„Wir haben alle diese Seite in uns Hermione, am Ende entscheiden wir selbst welche uns dominiert. Wen hat Kingsley dir ins Haus gesetzt?“

„Lucius Malfoy.“ Antwortete sie kaum hörbar und beobachtete seine Reaktion. Eine leichtes Lächeln bildete sich auf seinen Lippen, bevor er den Kopf zu ihr drehte und sie genau bedrachtete.

„Lass mich raten er hat das Kleid gewählt?“

„Eher die Farbe, als ich es an hatte meine er es wäre doch etwas freizügig.“ Erwiderte sie leicht lachend.

„Klingt nach Luc, allerdings muss ich ihn recht geben. Was stellt der alte Sturkopf an, dass er dich an den Rand der Verzweiflung treibt?“ fragte er interessiert nach.

„Eigentlich nichts. Es ist nur so schwer ihm zu helfen. Wie gesagt er zieht sich zurück.“ Murmelte sie und fing an nervös an ihren Lippen zu kauen, was Severus mit einem Schmunzeln quittierte.

„Das ist Lucius. Er zieht sich aus einem guten Grund zurück, nehme ich mal an.“

„Und der wäre?“

„Was war dein erster Eindruck als du ihn zum ersten Mal gesehen hast? Vor Askaban.“

„Arrogant hochnäsig so als wenn er Macht ausstrahlen wollte, also eine gewisse Stärke, gefühlskalt. Ich glaube das war alles.“ Erwiederte Hermione und zog die Stirn in Falten.

„Klingt nach einem Malfoy. Wie wirkt er jetzt?“

„Gebrochen, schwach…“

„Siehst du. Und das ist es was er vor dir verbergen will. Er ist gebrochen, alles was ihn ausgemacht hat, das hohe Ansehen, der Name Malfoy selbst, Narcissa und auch Draco, nichts davon ist mehr hier. Die Einzige, die ihm versucht zu helfen ist eine Person, die er Jahre lang als Dreck gesehen hat, die nichts wert war in seinen Augen. Er kämpft mit sich selbst. Wer weiß was in Askaban geschehen ist. Lucius ist nicht wie Rodolphus, Rabastan, Bellatrix oder Corban, er kann anders sein, nur gab es jemanden der ihm diese Seite, sagen wir, herausgeprügelt hat.“ Unterbrach Severus Hermione und erzählte ihr seine Vermutung über Lucius verhalten.

„Er ist recht handzahm.“ Murmelte Hermione verlegen, strich sich eine Haarsträhne hinter ihr Ohr und zog ihren Umhang enger, allmählich machte sich die Kälte der Nacht bemerkbar und sie fing an zu frieren.

„Ich werde mir morgen selbst ein Bild davon machen. Du sollest wieder nach unten gehen, bevor du hier erfrierst.“ Kam es kaum hörbar von Severus.

„Und du?“

„Der Vorteil ein Animagus zu sein.“ Erwiderte er schmunzelnd, erhob sich mühsam aus seinem Rollstuhl und verkleinerte diesen magisch.

„Wir sehen uns morgen früh. Pass auf dich auf.“ Verabschiedete er sich mit einem Lächeln, bevor er sich in einen Adler verwandelte und in die Dunkelheit der Nacht verschwand. Verwundert sah die braunhaarige ihm nach, bevor ihr die Kälte wieder bewusst wurde.

-Hermiones Sicht-

Ich wusste nicht was ich von all dem halten sollte. Snape lebte, galt aber als Tod, weil er körperlich nun ja beeinträchtigt war? Aber wo lag das Problem daran, warum zog er sich aus der magischen Welt zurück und ließ alle im Glauben, das er Tod war. Gedankenverloren ging ich zurück in die Große Halle, ignorierte alle Menschen um mich herum, ging geradewegs auf das Buffet zu, schnappte mir einen Feuerwhiskey und kippte diesen in einem Zug hinuter.

„War es so schlimm ihn wieder zusehen.“ fragte Kingsley mich Kopfschüttelnd.

„Eine Vorwarnung wäre nett gewesen.“ Antwortete ich und verzog das Gesicht.

„Vielleicht ja.“ Säuselte nun Minerva neben mir.

„Warum…“

„Er will seinen Frieden. Sich nicht rechtfertigen müssen und niemanden erklären müssen, wenn er mal für ein paar Tage nichts von sich hören lässt.“ Unterbrach Kingsley mich und sah sich um.

„Kann ich verstehen, nur verstehen das nur sehr wenige Menschen. Ich bin gespannt was mein Mitbewohner dazu sagen wird, wenn er vor ihm steht, sitzt. Keine Ahnung das ist doch…, ach vergesst es. Es wird Zeit das ich nachhause gehe. Mir ist entgültig die Lust an dieser für mich sinnlosen Veranstaltung vergangen. Ich vermisse diejenigen die von uns gegangen sind, keine Ahnung wie ihr es schafft alle gute Laune zu haben an diesem Tag. Ich schicke dir meinen Bericht, Ende dieses Monats wie immer. Macht es gut.“ Gab ich gereizt von mir und flüchtete schon fast aus der Großen Halle aus Angst in ein weiters Gespräch verwickelt zu werden. Ich wollte nach Hause meine Gedanken sortieren und vor allem Ruhe. Barfuß lief ich hinter ins Dorf und apparierte auf der Stelle als ich sah wie Harry mir nach lief, so schnell ich konnte in diesem verdammten Kleid lief ich zu meinem Haus und war binnen Sekunden darin verschwunden.

„Gawain ich bin zurück du kannst gehen! Am besten sofort!“ schrie ich durchs Haus. Es dauerte eine Weile, bis ich hörte wie oben die Tür aufging und der braunhaarige mit einem süffisanten Grinsen die Treppen herunter kam.

„Hat dir heute schon jemand gesagt das du verdammt heiß aussiehst?“

„Verschwinde Gawain.“ Zischte ich leise als er auf mich zu kam.

„Kein Wunder, das doch niemand will so biestig wie du bist.“ Knurrte er und umfasste mein Kinn schmerzhaft.

„Nimm deine dreckigen Finger von ihr.“

„Was willst du dagegen tun Malfoy? Du kannst nichts tun richtig. Kein Zauberstab meine Magie und jede kleinste Drohung bringt dich zurück nach Askaban. Was ich begrüßen würde schließlich sehe ich dann jeden Tag wieder.“ Erwiderte er und ließ seinen Blicke über meinen Körper schweifen.

„Du vergisst Gawain dass diese Auflagen nicht für mich gelten.“ Fauchte ich und trat ihm mit voller Wucht zwischen die Beine.

„Ich denke der Minister wird nicht gerade erfreut sein über dein Verhalten und jetzt raus hier, bevor es nur das ist was dir wehtut.“ Setzte ich wütend nach und sah ihm auffordernd an.

„Biest.“ Zischte er zwischen zusammengebissen Zähnen.

„Malfoy wir sehen uns.“ Setzte er bedrohlich leise nach, bevor er schließlich mein Haus verließ. Kaum fiel die Tür ins Schloss ließ ich mich an der Wand zu Boden gleiten. Er als ich Lucius Hand an meiner Schulter spürte hob ich meinen Kopf und sah in besorgte Sturmgraue Augen.

„Alles in Ordung?“

„Es war ziemlich viel heute und das eben hat mir den Rest gegeben. Ich will einfach nur eine rauchen, denn ich habe es momentan mehr als nötig dies zu tun und dann will ins Bett. Morgen wird ein aufregender Tag.“ Murmelte ich leise und zwang mich zu einem Lächeln.

„Was ist morgen?“ fragte er irritiert nach, erhob sich mühsam, was mich besorgt zu ihm blicken ließ, bevor ich seine dargeboten Hand ergriff und mich von ihm hochziehen ließ.

„Wir bekommen Besuch.“ Erwiederte ich leicht lächelnd und ging hinaus in den Garten.

„Von wem?“

„Lass dich überraschen und glaub mir ich war mehr als überrascht.“ Meinte ich und hielt ihm die Zigerettenschachtel entgegen.

„Du verleitest einen zu Dingen die man eigentlich nicht will.“ Murmelte er Kopfschüttelnd, bevor er sich eine Zigarette nahm.

„Lüg nicht.“ Lachte ich leise und übergab ihm das Feuer.

„Ist ja schon gut.“ Murrte er, bevor ein angenehmes Schweigen zwischen uns ausbrach und wir beide die Stille der Nacht auf uns wirken ließen.



Ja Severus ist zurück, wie wahrscheinlich alle schon vermutet, oder gehofft haben.
Wie wird wohl Lucius darauf reagieren?

Bleibt gesund und bis bald :)
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