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Gerechtigkeit

GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Alexandra Rietz Christian Alsleben Gerrit Grass Michael Naseband Robert Ritter
05.09.2021
09.09.2021
13
10.091
2
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05.09.2021 712
 
Hinter ihm schlossen sich die Gefängnistore er war wieder frei . Frei er lachte bitter , und schaute zurück . Hier hatte er zwei Jahre seines Lebens verbracht , und darüber nachdenken können was er falsch gemacht hatte. Er war Polizist mit Leib und Seele gewesen . Ehrlich , gradlinig und korrekt für manche wahrscheinlich zu ehrlich. Er war kein einfacher Mann aber er packte die Dinge lieber an , als zu diskutieren . Er schaute auch hinter die Mauer , anstatt davor stehen zu bleiben . Seine Vorgesetzten schätzten seine Verbissenheit , seinen Ehrgeiz  und seinen Erfolg . Schließlich war sin Erfolg auch ihr Erfolg , aber als Mensch kamen sie nicht mit ihm klar. Er sagte was er dachte und sie fürchteten in vielen Dingen seine Meinung . Er hielt ihnen ihr eigenes Versagen vor , und ließ sich nicht viel sagen . Er war unbequem aber als Ermittler unschlagbar. Wenn er jetzt darüber nachdachte , er hatte seine ganze Kraft sein Können in diese Stadt gesteckt , und als er sie brauchte ließen sie ihn fallen .
Plötzlich war er nur noch ein Querulant, ein schwieriger nicht zu bändigende Mann der Anweisungen ignorierte . Ja er hatte diesen Mann erschossen ,aber nicht weil er es wollte. Es war die Situation die ihm keine andere Wahl ließ , und auch wenn es Zweifel an der Aussage der Freundin gab , warf man ihm vor zu schnell zur Waffe gegriffen zu haben. Er war viele Jahre Polizist und er hatte schon oft Schießen müssen . Aber gerade weil er ein so guter Schütze war glaubte man , das er ihn auch anders außer Gefecht hätte setzen können. Zum Schluß sagten einige Menschen gegen ihn aus , die ihm noch nicht mal in die Augen sehen konnten. Er wurde aus dem Polizeidienst entlassen und er bekam zwei Jahre ohne Bewährung . Sie wollten damit zeigen das ein Polizist versagt hatte , aber eben nur einer. Und das sie das nicht duldeten , aber zumindest hatten einige ein schlechtes Gewissen . Sie sorgten für seine Sicherheit , und das er nicht mit den anderen zusammenkam.  
Sie hätten ihn getötet viele die hier Lebenslänglich saßen , hätten nichts lieber getan . Einmal kamen sie an ihn ran , er hatte nie erzählt was in jener Nacht vorgefallen war , als sie ihn blutend und Schwerverletzt fanden.  Aber die Narben würden ihn immer daran erinnern . Er war sehr einsam die Wachleute  mochten diesen klugen ruhigen Mann . Sie alle kannten seine Geschichte , und unterhielten sich gern mit ihm . Er war verbittert aber nicht voller Hass , er schimpfte nicht pausenlos über die Ungerechtigkeit . Er versuchte sie zu verstehen  und sie mochten wie er viele Dinge beurteilte. Alle freuten sich für ihn als die Zeit vorbei war , sie waren sicher ihn würden sie hier nicht Wiedersehen. Jetzt stand er hier niemand erwartete ihn , die die an seine Unschuld geglaubt hatten waren vorsichtig. Sie waren wie viele Menschen , sie glaubten ihm , aber schwammen mit dem  Strom .Nur nicht auffallen oder mal aufstehen und seine Meinung vertreten. Sie hatten Angst um ihren Job , und wollten sich nicht gegen ihre Vorgesetzten wenden.
Nein solche Menschen brauchte er nicht um sich herum , sie hatten dafür gesorgt das es nicht ganz so hart für ihn geworden war . Dafür war er ihnen dankbar , aber Freunde , nein das waren sie mit Sicherheit nicht. Er war wieder ein freier Mann in einer lauten Welt , damit mußte er erst wieder klar kommen. Er brauchte sich keine Sorgen  zu machen  wohin . Er hatte sein Elternhaus schon vor Jahren verkauft , und das Geld gut angelegt . Ein Anwalt dem er vertrauen konnte hatte sich um alles gekümmert . Er war schon der Anwalt seiner Eltern gewesen und er wußte was für ein Mensch er war . Er hatte ihm nicht vor dem Gefängnis bewahren können , aber sich um alles gekümmert . Dafür war er ihm dankbar . Er besaß ein kleines Appartement in einer guten Gegend , da fuhr er mit einem Taxi hin . Der Anwalt hatte für alles gesorgt , der Schlüssel war da , es war alles Ordentlich und sauber. Sogar der Kühlschrank war gefüllt . Er lächelte und wollte ihn aufsuchen sobald er wieder in der Stadt war. Er legte sich aufs Bett und sah aus dem Fenster. Keine Gitter davor und er konnte gehen wohin er , wollte daran mußte er sich erst wieder gewöhnen. Wie es für ihn weiterging darüber konnte er sich an einem anderen Tag Gedanken machen .
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