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Wie Phönix aus der Asche

von Catweazle
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Het
04.09.2021
05.12.2021
21
52.624
8
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Dieses Kapitel
4 Reviews
 
21.11.2021 2.723
 
Hi,

mein Dankeschön für die lieben Kommentare gehen heute an Bella-2017, Miwi, Dani Leseratte, Krokodil30 und SunriseAve66. Danke auch fürs mitlesen.

Und nun zu dem was Vicky vorhat und was für Mikko so gar nicht lustig ist ...

Liebe Grüße
Cat
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Kapitel 19:    Wir sind nicht verliebt


Verständlicher Weise war Mikko jetzt nicht der besten Laune, es würde verdammt harte Arbeit bedeuten Phoebe weichzukochen. Durch ihren bescheuerten Glauben Vicky mit ihrem Verzicht auf ihn einen Gefallen zu tun nahm sie schon fast die Rolle einer Märtyrerin ein. Am liebsten hätte er ihr genau diese Worte um ihre schön geformten Ohren geballert, aber damit hätte er sich dann wohl doch sein Beziehungsgrab zu ihr geschaufelt.

„Wann habt ihr euch kennengelernt, Phoebe und du?“, erkundigte er sich und langte nach einem der Lachshäppchen. Mikki biss von einem halben Ei ab auf dem sich Kaviar befand. Na ja, kein echter Kaviar, lediglich Kaviarersatz, aber er schmeckt auch.

„Magst du?“, hielt sie ihm das angebissene Ei vor den Mund. Mikko hob kopfschüttelnd die Hand an.

„Nein, Danke.“

„Ah, ein Herr Saukkonen isst inzwischen natürlich nur echten Kaviar.“ Sie ließ auch den Rest hinter ihren vollen, knallroten Lippen verschwinden.

„Denkt du? Was glaubst du denn? Etwa, dass ich den ganzen Tag Kaviar futtere und Champus saufe?“ Amüsiert sah er sie an. Mikki legte ihre Hand auf seine.

„Dann verrate mir doch was du den ganzen Tag machst“, forderte sie ihn auf.

„Nein, das verrate ich nicht.“

„Ah, Mister Unnahbar. Außen Eis, innen heiß“, hauchte sie ihm gespielt lasziv entgegen.

„Sag mir lieber endlich woher ihr euch kennt“, verlangte er. Mikkis Tonlage normalisierte sich wieder.

„Wir haben zusammen das Psychologie Studium aufgenommen.“

„Ach du heilige Sch...!“, entfuhr es ihm. „Was sagst du denn dann zu Phoebes Vorhaben mich aus ihrem Leben zu streichen, nur weil Madame Vicky unsere ...“, er überlegte kurz, „Verbindung nicht genehm ist?“ Mikki setzte sich mit ihrem Häppchenteller in der Hand auf das cremefarbene Sofa.

„Ich weiß nicht wie tief Phoebes Gefühle für dich sind, ich weiß nur ... na ja, die andere Sache.“

„Die da wäre?“, fragte Mikko misstrauisch nach.
Mikki rollte mit den Augen.

„Nun sag bloß du weißt nicht was ich meine! Aber keine Angst, du bist sehr gut dabei weggekommen. Äußerst gut sogar.“ Ihr Blick wanderte von seinem Gesicht abwärts.

„Das freut mich, ich gebe mein Bestes, wobei ich sagen muss, dass ich längst nicht mit allen Frauen in meinem Leben diese andere Sache so sehr genossen habe wie mit Phoebe.“

„Da könnte man ja glatt neidisch werden“, flirtete sie weiter. „Wenn ich ein herzloses Biest wäre würde ich alles daran legen um mitreden zu können, aber ich will einem verliebten Pärchen nicht dazwischenfunken, das gehört sich nicht.“ Mikko schmunzelte leicht.

„Wir sind nicht verliebt. Ich kann nicht einmal behaupten, dass wir uns sonderlich gut verstehen. Außer im Bett natürlich", schränkte er nachdenklich ein. „Allerdings ist Phoebe eine willkommene Bereicherung, um meine Gehirnzellen zu fordern. Mitunter werden mir von der Presse so blöde Fragen gestellt, dass ich auch nur blöde Antworten gebe. Mich mit Phoebe auseinander zu setzten bedeutet Sport für Körper und Geist.“

„Oh wow, das ist ja schon beinahe so etwas wie eine Liebeserklärung! Eine Liebeserklärung á la kaltschnäuziger Manager?“ Fragend sahen ihre großen, braunen Augen ihn an.

„Ich muss dich enttäuschen Mikki“, erklärte er, „aber Liebeserklärungen sehen selbst bei mir anders aus.“

„Deshalb bin ich nicht enttäuscht, aber vielleicht ist Phoebe insgeheim enttäuscht und ein paar passende Worte könnten sie bekehren.“
Mikko lachte kurz und hart auf.

„Phoebe hat mir bereits die passenden Worte gesagt. Ich zitiere Madame:  Für ein bisschen – zugegebener Maßen – geilen Spaß gebe ich nicht meine Schwester auf! Klartext: Wenn wir nicht Vickys Segen bekommen kann ich das mit Phoebe vergessen.“

„Schlimm?“ Er zuckte mit den Schultern.

„Ich würde mich deshalb  nicht umbringen.“

„Kluge Entscheidung“, lobte ihn Mikki. „ – Ah, da ist ja das Geburtstagskind. Sag an, Mikko, wollen wir ein wenig ihre Eifersucht schüren?“

„Ich schüre hier gar nichts.“ Mikki stand auf und ging so dicht an Mikko vorbei, dass er ihren Duft einatmen konnte.

„Falls du es dir überlegst, ich stehe dir jederzeit zur Verfügung!“

Mikko sah ihr hinterher wie sie sich unter die anderen Partygäste mischte. Was war das bloß für eine verdrehte Welt? Da gab es Vicky die ihn wollte und Mikki die auch nicht abgeneigt war, beide sehr attraktive Frauen, und was machte er? Er nahm einen schier aussichtslosen Kampf um eine Frau auf die nicht mal seinem Beuteschema entsprach, so wie zumindest Mikki es tat, oder die ihn dermaßen anhimmelte wie Vicky in ihrer süßen Unschuld.
Es wäre ihm doch ein Leichtes mit einer der beiden eben erwähnten etwas Spaß zu haben. Mikko erschrak ein wenig als ihm klar wurde, dass er etwas ganz anders wollte als mit  irgendeiner Frau Spaß zu haben.
Eine wallende, rote Haarmähne tauchte vor seinem inneren Augen auf, schob sich dann gleich darauf in sein reales Blickfeld. Ja, mit  ihr wollte er Spaß. Spaß und noch so viel mehr. Er liebte die Wortplänkeleien mit ihr, genoss die kleinen Auseinandersetzungen, amüsierte sich darüber, wie verlässlich er sie provozieren konnte. Er musste sich wirklich in Acht nehmen, um sich für diese Frau nicht zum Deppen zu machen.

Mikko erstarrte als er plötzlich Vicky entdeckte. So entrüstet wie sie vor wenigen Stunden noch den Schauplatz des Geschehens verlassen hatte, so gut gelaunt, fröhlich und ausgelassen erschien sie ihm jetzt. Ob es nun um seinetwillen war oder weil Vicky es selbst so mochte, aber sie hatte sich derart  heiß zurechtgemacht, dass es wohl kaum einem Mann in diesem Raum gab dem bei ihrem Anblick keine unkeuschen Gedanken kamen. Dafür war er genauso empfänglich wie jeder seiner Geschlechtsgenossen. Ihre knallengen schwarzen Shorts endeten quasi mitten auf den wohlgeformten Pobacken. Ihr Oberteil, ein eng anliegendes Top, welches in der Mitte mit einem raffinierten Knoten zusammengebunden war und perfekt zu ihrer Augenfarbe passte, ermöglichte einen Blick auf ihr Bauchnabelpiercing. Mikko liebte Bauchnabelpiercings. Nicht bei sich, aber bei einer Frau fand er es schon sehr schön und auch sehr erregend wenn er es mit der Zunge umkreisen konnte.
Verflixt, was für Gedanken! Phoebe war natürlich zu vernünftig, um so ein Piercing zu besitzen. Ein Wunder, dass sie überhaupt Ohrringe trug die es erforderten ein Loch im Ohrläppchen zu haben.

„Ganz schöner Hingucker, meine kleine Schwester, nicht wahr?“ Unbemerkt war Phoebe an Mikkos Seite getreten. Mikko grinste.

„Ich habe mir gerade überlegt, dass dir so ein Piercing auch hervorragend stehen würde.“

„Kein Bedarf“, erwiderte Phoebe kühl.

„Ja, ich dachte mir schon, dass es bei dir an eine Art Selbstverstümmelung grenzt und eine psychologische Behandlung erfordert. Sicherlich lehnst du auch Tattoos ab.“

„Jeder nach seiner Fasson. Mein Gehirn funktioniert noch hervorragend, ich habe es also nicht nötig mir einen fremden, oder meinen Namen wie eine Art Hundemarke in die Haut stechen lassen zu müssen“, spielte sie auf eine seiner Tätowierungen, ein Herz mit seinem und Jessis Namen an.

„Ich hab eben vorgesorgt, man weiß ja nie was später wird. Alzheimer oder so“, fügte Mikko hinzu.

„Wunderbar, dann vergiss nicht deine Adresse gleich mit anzugeben!“
Mikko lachte leise auf.

„Ich weiß doch nicht wie oft ich meinen Wohnsitz noch wechseln werde, wenn ich mir jedes Mal die Adresse tätowieren lasse wird es am Ende auch nur ein Rätselraten sein.“ Mikko nahm einen Schluck aus seinem Glas. „Auf jeden Fall ist die Idee nicht schlecht und für den Fall dass ich nicht mehr umzuziehen gedenke werde ich das in Betracht ziehen. Dankeschön.“

„Aber gerne doch“, flötete sie zuckersüß, „ich bin dir immer gerne zu Diensten.“

„Wirklich?“, hauchte er ihr ins Ohr und augenblicklich wurde ihr bewusst was  er meinte.

„Mikko ... Vielleicht ist es besser wenn wir nur Freunde sind. Freunde ohne welche  Vorteile.“

„Freut mich, dass du es zumindest als Vorteil ansiehst wenn ich dich beglücke.“

„Könntest du das jetzt wohl lassen?“, zischte sie ihn an. „Das hier ist meine Geburtstagsfeier, also hör auf so zu reden!“

„Lieber so handeln?“, fragte er möglichst unschuldig.

„Frecher Kerl!“, bekam er von ihr zu hören und wurde stehengelassen.

Mikko beschloss Vicky zu interviewen in wie weit sich ihre Meinung – im besten Fall geändert oder im schlechtesten Fall verfestigt –  hatte.
„Vic“, grüßte er.

„Du bist einfach nicht klein zu kriegen“, spottete die jüngere der hübschen Schwestern. „Was willst du noch? Zisch ab.“

„Phoebe“, erwiderte er wahrheitsgemäß, „ich will Phoebe.“

„Aber Phoebe will dich nicht, kapiert?“ Vickys Augen begannen gefährlich zu funkeln.

„Hat sie das gesagt?“, erkundigte sich Mikko.

„Ich kenne sie. Phoebe wird nie zulassen, dass ich unglücklich bin.“

„Du wärst also unglücklich, wenn deine Schwester glücklich wäre? Mit  mir glücklich wäre? Was für eine Schwester bist du?“ Ernst sah Mikko Vicky in die Augen. „Warum machst du das, Victoria?“, sprach er sie mit ihrem richtigen Vornamen an. „Was hast du davon?“ Stumm blickte sie zu Boden. „Hör mal, du bist eine wirklich sehr, sehr attraktive Frau, aber wir beide ... tut mir leid. Eine Frau wie du hat es doch nicht nötig sich so anzubieten.“

„Und was machst du?“, keifte Vicky los. „Du bietest dich doch auch an! Du bietest dich Phoebe an! Wie ein räudiger Hund läufst du ihr hinterher, aber anscheinend hast  du das ja nötig!“
Mikkos Gesicht lief vor Zorn rot an. Der Höhepunkt war, als ihm Vicky den Mittelfinger zeigte, sich auf den Absätzen ihrer High-Heels umdrehte und davon stöckelte. Seine Halsschlagader die deutlich hervorgetreten war puckerte wie wild. Dieses kleine Biest! Nicht nur, dass sie ihrer großen Schwester alles vermasselte, nein, sie wurde auch noch frech und unverschämt, weil sie ihren Willen nicht bekam. Vielleicht war ihre  ich-bin-noch-Jungfrau-Nummer auch nur erstunken und erlogen, denn keine Frau die ihren Körper noch nie mit einem Mann geteilt hatte würde so dreist darum kämpfen diesen Umstand zu ändern. Glaubte sie etwa ihn damit locken zu können?
Für heute reichte es ihm, Mikko hatte genug von weiblicher Gesellschaft.

Oh Mann, es wäre super jetzt ein Bier mit Riku oder einem der anderen Jungs zu Zischen, irgendwo in der freien Natur wo höchstens das Geschnatter von Wildgänsen zu hören war.
Der Anstand gebot es sich zumindest zu verabschieden. Außerdem wäre es ganz gut sich weiterhin ein Türchen bei Phoebe offen zu halten, immerhin merkte er genau, dass er ihr auch nicht gleichgültig war.
Phoebe unterhielt sich gerade mit einem älteren Herrn den Mikko nicht kannte. Ruhig legte er seine Hand auf ihre Schulter über die ihre herrlich rote Lockenpracht fiel.
„Ich möchte mich verabschieden Phoebe.“

„Oh ... Entschuldige mich bitte kurz Ari“, wandte sie sich an den Herrn der verständnisvoll lächelte.
„Das ist nur ein guter Kollege!“, erklärte Phoebe schnell.

„Habe ich danach gefragt? Es steht dir frei mit jedem zu reden mit dem du reden willst. Allerdings ...“ Er sah ihr tief in die Augen. „Auf mich wirst du dabei verzichten müssen. Ich sehe ein, dass meine Gesellschaft hier heute Abend nicht sonderlich erwünscht ist, deine Schwester hat mir das eben noch mal verdeutlicht. Du musst selbst wissen was du dir, was du  uns antust. Es würde mir leid tun um mein Glühwürmchen, wirklich.“ Behutsam legte er eine Hand an ihre Wange, registrierte wie sie wiederum ihre Hand auf seine legte.

„Sie mag dich Mikko, das mit uns, das würde ihr wehtun.“ Langsam zog er seine Hand fort, klopfte auf die linke Seite seiner Brust.

„Und das ohne uns würde  mir wehtun Phoebe. Gute Nacht.“

„Gute Nacht“, hauchte sie gequält zurück.

Grüßend hob Mikko die Hand als er an Vicky vorbeiging, die diese Szene – da war sich Mikko sicher – ganz genau beobachtet hatte.

„Mikko“, hielt sie ihn zurück, „können wir noch mal reden?“

„Über was?“, sah er sie kalt an. Ihr Blick war so zerknirscht, dass Mikko automatisch aufseufzte. „Also gut, was ist?“
Vicky sah sich um.

„Lass uns irgendwo hingehen, wo wir ungestört reden können, in Ordnung?“

„Was schlägst du vor, mein Haus?“, spottete er, ihr noch immer misstrauend.

„Ich denke, du willst alles geklärt haben? So wird das nichts“, hob sie stolz ihr Kinn an. Zumindest darin war sie Phoebe ähnlich.

„Schlag was vor.“
Vicky schien kurz zu überlegen.

„Phoebes Schlafzimmer? Oder ist dir das zu gefährlich?“

Mikko sah sich kurz nach Phoebe um die bereits wieder in ihr Gespräch mit diesem Ari vertieft war.

„Mach schon, zackig.“
Fröhlich griff Vicky nach zwei Gläsern und einer Vodkaflasche. Mikko folgte ihr. Sie betraten Phoebes Schlafraum und er versuchte das zerwühlte Bett, und vor allem den Gedanken daran wie Phoebe und er es so zerwühlt hatten, zu ignorieren. Mikko schloss die Tür, lehnte sich dagegen.

„Wenn du denkst du kannst mich besoffen machen und dann mit mir ins Bett steigen, dann muss ich dich enttäuschen. Diese Flasche würde nicht ausreichen und ihre Wirkung sicherlich auch verfehlen.“

„Ich will dich nicht abfüllen, aber bei einem Gläschen redet es sich leichter.“ Sie stellte die Gläser auf Phoebes Nachttisch ab und goss etwas ein. „Würdest du das Fenster schließen Mikko?“, bat sie. „Ich möchte, dass das was ich dir sagen will auch wirklich unter uns bleibt.“
Mikko trat ans Fenster.

„Wer soll hier schon was hören? Das Fenster geht zum Hinterhof raus und liegt in der dritten Etage. Es bleibt auf.“ Er bemerkte Vickys kurzes Zögern und das hätte ihn misstrauisch werden lassen müssen, tat es aber nicht, da sie nachgab.

„Also gut, wie du willst“. Seufzend wandte sie sich den Gläsern zu während Mikko überlegte, dass es wohl gescheiter wäre aus der Fensternähe zu gehen, drei Stockwerke waren eine ziemliche Höhe die gefährlich werden konnte wenn Vicky nun womöglich der Gedanke kam ihn abwärts befördern zu wollen. Also entfernte er sich vom offen stehenden Fenster und nahm das Glas entgegen.

„Danke.“

„Auf unser Gespräch“, stieß Vicky mit ihm an. Beide nahmen einen Schluck. „Ich habe beschlossen“, begann sie, „dass Phoebe selbst entscheiden soll. Du hast Recht, sie muss sich selbst eine Meinung über dich bilden dürfen ohne sich nach mir zu richten.“ Mikko zog erstaunt die Augenbrauen in die Höhe.

„Ein Sinneswandel? So plötzlich?“

„Warum nicht? Ich habe nachgedacht. Eine Chance für uns alle. Kippis“, prostete sie ihm wieder zu und nippte an ihrem Glas während Mikko das seine mit einem Zug leerte.

„Hört sich fair an. Bedingungen?“ Er rieb sich über die Stirn, setzte sich auf die Bettkante.

„Alles in Ordnung Mikko?“

„Ja, aber ... Keine Ahnung, ich bin so müde, ich sollte nach Hause fahren.“

„Auf gar keinen Fall“, widersprach Vicky, „du würdest während der Fahrt einschlafen, falls du es überhaupt bis zum Auto schaffst, das Schlafmittel wirkt doch schon jetzt.“

„Schlafmittel?“ Entsetzt starrte Mikko auf das Glas in seiner Hand. „Du hast mir da ein Schlaf...mittel rei... reingemischt?“ Schon spürte er wie seine Augen immer schwerer wurden.

„Nichts was dich umbringen wird, keine Sorge, aber es wird reichen um dich kurzfristig außer Gefecht zu setzen. Und zwar so lange, bis Phoebe dich mit mir in ihrem Bett entdeckt. Ich denke, das wird ihr reichen, um sich ihre endgültige Meinung über dich zu bilden.“
Verzweifelt sah Mikko sie an.

„Das ... das kannst du nicht machen!“

„Bist du sicher?“
Sie versetzte ihm einen Stoß vor die Brust, sodass er rückwärts im Bett landete.
Verflixtes Zeug, er hatte kaum noch Kraft sich zu wehren. Vicky öffnete bereits seinen Gürtel, wandte sich danach seinen Schuhen zu, um sie ihm auszuziehen. Fieberhaft begann sein Hirn zu arbeiten. Gab es jetzt überhaupt noch eine Möglichkeit Vickys hinterhältigem Plan zu entkommen? Er konnte nur noch darauf hoffen, dass Phoebe ihm glauben würde und nicht dem, was ihre Augen ihr vorgaukeln würden.
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Hallo,
Ich merke natürlich, dass euch diese Story, auch wenn ihr fleißig mitlest, nicht wirklich gefällt, vielleicht ist alles einfach zu vertrackt und die durchaus berechtigten (unsympathischen) Gefühle für Phoebe sind der Grund dafür. Es ist schwer eine Story zu mögen wenn man nicht 'mitleiden' kann, das kenne ich von mir selbst. Daher habe ich mir die Freiheit genommen die Überarbeitung erneut zu überarbeiten und ein wenig zu verkürzen.
Das Ende bleibt aber so wie ich es geplant habe, nur, dass ich es etwas mildere und 'entzerre.' Habt bitte etwas Verständnis dafür, aber ich möchte mir den Spaß am Schreiben (und Posten) erhalten. Womöglich war ich anhand des Erfolges mit dem Original einfach zu optimistisch, wobei ich mir durchaus der treuen Reviewer bewusst bin denen ich sehr danke.
Wie dem auch sei, ich hoffe, dass ihr auch bei den verbleibenden Kapiteln dabei bleibt.
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