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Wie Phönix aus der Asche

von Catweazle
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Het
04.09.2021
05.12.2021
21
52.624
8
Alle Kapitel
106 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
14.11.2021 2.728
 
Hi!

Vielen Dank an JayJillsKleineWelt, Miwi, SunriseAve66, Rakker, Koersi und Krokodil30 für die lieben Reviews!
Dann wollen wir mal sehen wie Vicky darauf reagiert, dass Mikko Phoebes Lover ist ...

Gute Unterhaltung
Cat
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Kapitel 18:     Ihr seid doch krank. Alle beide!


Alle Farbe war Vicky aus dem Gesicht gewichen, mit großen Augen starrte sie Mikko an. Ohne den Manager aus ihrem Blickfeld zu lassen drehte sie den Kopf ein wenig in Phoebes Richtung. „Du ... du hast mit ihm geschlafen?“, keuchte sie. „Mit ihm?“

„Bin ich ein Untier, oder was?“ Mikko blieb erstaunlich ruhig. „Ja, deine Schwester und ich haben miteinander geschlafen, na und? Weder sie noch ich haben ein Verbotsschild um den Hals hängen, oder?“ Angesichts von Vickys vorwurfsvollem Blick wurde Mikko nun doch langsam ärgerlich.

„Phoebe!“ Die jüngere Schwester wandte sich jetzt der Älteren zu. „Wie konntest du nur! Du hast genau gewusst, dass ich ... Pfui, was bist du nur für ein Mensch?!“
Phoebe war von Vickys Anklage so geschockt, dass sie keinen Ton hervorbrachte. „Du hältst es nicht mal nötig dich zu verteidigen, nein?“, schrie Vicky los.

„Vicky, das geht zu weit!“ Hart griff Mikko nach Vickys Arm. „Phoebe braucht dafür niemandem Rechenschaft ablegen! Und verteidigen muss sie sich erst recht nicht, genau so wenig wie ich!“

„Das denkst du!“, zischte sie, „du suchst doch nur eine Frau die bereit ist die Beine für dich breit zu machen!“ Wütend und aufgebracht strich sie sich das Haar aus der Stirn und riss ihren Arm los.

„Wohl kaum“, kam es kalt von Mikko, „denn dann hätte ich es durchaus leichter haben können als bei deiner Schwester, nicht wahr?“ Süffisant lächelte er sie an.
Vicky keuchte und deutete mit ihrer rechten Hand auf Phoebe, die immer noch völlig geschockt dastand.

„Und warum dann ausgerechnet sie? Mikko, ich war doch deutlich genug! Bitte Mikko, überleg es dir, du bedeutest Phoebe doch gar nichts, aber ich, ich wäre perfekt für dich, ich ...“

„Victoria!“ Phoebes Stimme war so laut, dass auch Mikko schlagartig zu ihr herumfuhr. Phoebe war völlig außer sich. Wie konnte Vicky sich nur so erniedrigen? War sie tatsächlich derart in den Mann verliebt? Ihre Stimme wurde milder. „Vicky, ich wollte dir nicht wehtun ...“

„Nein, natürlich nicht! Ich hasse dich, Phoebe! Ich hasse dich Phoebe Alina Virtanen! Ah ja, bevor ich es vergesse, hier hast du mein Geschenk, viel Spaß damit!“ Ein in fröhlich buntes Papier eingepacktes Päckchen donnerte auf die Bodenfliesen und das Klirren verriet, dass es sich um etwas Zerbrechliches handelte. Die Tür knallte ins Schloss, Phoebe und Mikko waren alleine. Ganz langsam ging Phoebe in die Hocke und öffnete das Päckchen. Ein wunderschöner Bilderrahmen kam zum Vorschein. Phoebe schüttelte das zerbrochen Glas ab und betrachtete das Bild das Vickys und sie in einer innigen Umarmung zeigte. Für meine wundervolle Schwester hatte Vicky in verschnörkelter Schrift darunter geschrieben. Langsam erhob sie mich. „Sie hasst mich und das kann ich nicht zulassen. Ich kann nicht auf ihre Kosten glücklich sein.“

„Dann bist du also mit mir glücklich?“

„Nein! Ja, schon, ich meine, es ist schön mit dir, das habe ich auch nie bestritten, aber diesen Spaß auf Kosten meiner Schwester zu haben das ertrage ich nicht. Das will ich auch nicht.“

„Und was willst du dann?“, hakte er fast tonlos nach. „Natürlich kannst du auf deinen Spaß mit mir verzichten, aber ich bezweifle, dass es irgendjemandem hilft. Dir nicht, mir nicht, und im Grunde genommen auch nicht deiner Schwester. Das Einzige was sie erreichen würde“, fuhr er fort, „das wäre, dass sie mal wieder ihren Kopf durchgesetzt hat.“

„Das verstehst du nicht, Mikko Saukkonen!“

„Offensichtlich nicht, aber das hatten wir auch schon mal!“ Verärgert folgte er Phoebe die wieder auf dem Weg in ihr Wohnzimmer war.

„Hör auf mir hinterher zu laufen!“, heischte sie ihn barsch an.

„Jetzt sag mir endlich was du willst, Phoebe Virtanen! Keine feste Beziehung mit mir, gut, das habe ich verstanden. Ehrlich gesagt ist mein Interesse daran aber gestiegen. Es ist doch wohl nicht zu bestreiten, dass wir mächtig viel Spaß miteinander haben!“

„Im Leben, mein lieber Mikko“, begann sie, „geht es nicht immer nur um Spaß. Ich für meinen Teil möchte mir eine Zukunft aufbauen und nicht nur Spaß haben.“

„Du bist unfair“, stieß er zischend hervor, „ich habe dich nie im Unklaren darüber gelassen, dass ich noch nicht bereit bin mich auf eine echt Beziehung einzulassen. Das heißt aber nicht, dass ich das kategorisch ablehne! Und jetzt möchte ich das sogar, trotz allem was mit Jessi war. Warum gibst du mir keine Chance?“ Phoebe atmete schwer.

„Hör zu Mikko, ich will ganz ehrlich zu dir sein. Ich habe mich auf diese Sache mit dir eingelassen, weil ich dich wollte. Ich habe in Kauf genommen, dass da von deiner Seite aus nicht mehr ist, und ja, vielleicht habe ich auch gehofft dich eines Tages bekehren zu können“, deuteten ihre Finger Gänsefüßchen an. „Ich habe gehofft, du könntest mir irgendwann ehrlich Gefühle entgegen bringen die über den körperlichen Aspekt hinausgehen.“

„Red' nicht so geschwollen“, knurrt er. „Außerdem, wer sagt dir denn, dass ich es nicht kann? Ich möchte es zumindest versuchen.“

„Womit wir beim entscheidenden Punkt wären!“, bohrte Phoebe ihren Zeigefinger auf seine Brust. „Selbst wenn es so wäre könnte ich es nicht annehmen und genießen.“

„Wegen Vicky?“, mutmaßte er. „Weil dieses verzogene Gör ihren Kopf nicht durchsetzen kann? Das ist doch wohl nicht dein Ernst!“ Phoebe lief knallrot an und sah aus als würde sie augenblicklich explodieren.

„Hast du schon mal darüber nachgedacht was ist, wenn meine Schwester tatsächlich etwas für dich empfindet?“ Mikko raufte sich in einer komischen Geste der Verzweiflung die Haare.

„Selbst wenn es so wäre, was ich im übrigen stark bezweifele, ich empfinde nun mal nichts für sie, damit muss sie sich abfinden. Und wenn du bereit bist das aufzugeben was zwischen uns ist und sich womöglich noch entwickeln könnte, dann ist dir einfach nicht mehr zu helfen! Ich mache mich hier nicht zum Narren! Diesen Abend werde ich hier bei dir verbringen, ob es dir nun passt oder nicht, aber dir sollte klar sein, dass ich dein komisches Spiel nicht mitmache. Entweder gibst du uns eine Chance und nimmst in Kauf, dass Vicky herumbockt, oder du erfüllst ihr den Wunsch auf mich zu verzichten, etwas wovon im Endeffekt keiner etwas hätte.“ Phoebes Atem ging schwer und unruhig. Als sie jetzt weiterredete hörte man wie sehr sie sich beherrschen musste, um nicht laut zu werden.

„Ich weiß nicht was aus uns werden könnte, aber ich weiß was aus der Beziehung zu meiner Schwester wird wenn das mit uns weitergeht: Ich werde sie verlieren. Ganz ehrlich, würdest du es riskieren deinen Bruder wegen einer Frau zu verlieren?“ Mikko tippte sich an den Kopf.

„Ihr seid doch krank. Alle beide! Was ist Vicky für eine Schwester, wenn sie dir nicht dein Liebesglück gönnen kann?“

„Liebesglück, ach Gott!“, warf Phoebe theatralisch die Hände in die Luft. „Ich dachte, es geht dir nicht um Liebe! Du hast doch Klipp und Klar gesagt an was du interessiert bist und Liebe war ganz bestimmt nicht dabei. Und für ein bisschen – zugegebener Maßen – geilen Spaß gebe ich nicht meine Schwester auf!“, funkelte sie ihn mit zornigen Augen an. „Und jetzt ...“ Weiter kam sie nicht, weil es an der Tür klingelte. Sie schenkte ihm noch einen vernichtenden Blick bevor sie losging um die Tür zu öffnen.

Mikkos Herz war wild am schlagen. Anscheinend wollte Phoebe nicht verstehen, dass er inzwischen mehr als nur Sex wollte. Oder sie glaubte ihm das einfach nicht, was an sich nicht verwunderlich war. Machte das alles wirklich noch Sinn? So lustvoll und befriedigend wie es mit Phoebe im Bett auch war, diesen Familienstress brauchte er nicht. Er hatte Stress mit Jessi erlebt, Stress in Form von Anschweigen, aber auch Stress in Form von Worten. Harten Worten, verletzten Gefühlen. Mikko blickte auf seine Schuhspitzen. Er war es müde zu jagen. Er war ausgelaugt und privat war er an einem Punkt angekommen, der nach etwas anderem verlangte. Keine Zweifel und Eifersüchteleien, er sehnte sich wirklich nach Beständigkeit und einem festen Halt, so wie er es bei seinen Eltern kennengelernt hatte. Seine Eltern hatten immer behauptet glücklich zu sein, glücklich, weil sie sich gefunden hatten, glücklich, weil sie Raiko und ihn hatten. Inzwischen war seine Mutter Witwe, aber sie hatte eben ihr großes Glück finden dürfen. Nur er selbst war auf der Suche nach jemandem der ihn glücklich machte, nach einer Frau die seine Wünsche und Ziele teilen würde, denn das war wohl der Punkt der zum Scheitern seiner Ehe geführt hatte.

Er zog sich in eine Ecke des Zimmers zurück während der Raum sich nun wie auf Schlag mit immer neuen Leuten füllte. In der Ecke des Raumes stand ein bequemer Sessel in dem er sich niederließ. Phoebe nahm indes die Glückwünsche ihrer Gäste entgegen. Aufmerksam verfolgte er jede ihrer Bewegungen. Ja, sie war eine sehr attraktive Frau, daran gab es keinen Zweifel , ebenso wie es keinen Zweifel daran gab, dass sie körperlich sehr gut miteinander harmonierten, aber würde er je gegen Vicky ankommen die ihnen das gemeinsame Glück – aus welchem Grund auch immer – nicht gönnte? Wahrscheinlich nicht. Vicky schien bei Phoebe eine Art Narrenfreiheit zu haben und Phoebe fand das offenbar auch noch völlig in Ordnung. Fragte sich, wer da wohl einen Psychologen brauchte.
Mikko seufzte leise und nahm einen großen Schluck aus der Bierflasche die er in der Hand hielt. Wenn Phoebe nicht bereit war ihre Meinung zu ändern so würde das eben das Ende dieser Beziehung sein. Schade, aber ein hin und her brauchte er nicht. Denn wenn er ganz ehrlich war, so sehnte er sich schon nach echter Liebe und nicht nur nach Sex. Er musste einfach zusehen, dass er nochmal mit ihr sprechen konnte, um ihr genau das zu sagen. Unbewusst seufzte er auf.

„Nanu, du scheinst ja gerade Schwerstarbeit zu leisten“, wurde er von einer weiblichen Stimme angesprochen. Mikko drehte den Kopf zur Seite, sah in ein paar schöne, warme braune Augen. „Bist du ein Freund von Phoebe? Ich habe dich noch nie gesehen.“ Sie lachte hell auf. „Nein, das war jetzt eine Lüge“, gab sie zu, „ich habe dich schon auf Fotos gesehen, du bist Manager bei einer Musikband. Sunrise Avenue, nicht wahr?“
„Richtig. Und es lässt sich nicht immer vermeiden dann abgelichtet zu werden“, gab Mikko zurück, „auch wenn natürlich die Jungs im Vordergrund stehen. Und um auf deine Frage zurückzukommen: Ich dachte bis vorhin noch, dass es schön wäre nicht nur ein Freund von Phoebe zu sein, sondern der Freund, aber sie scheint lieber auf ihre Schwester zu hören als auf ihr Herz.“
Die braunen Augen starrten ihn an.

„Du bist der Typ von dem Phoebe mir erzählt hat? Oh ... Wow!“

„Wie darf ich dieses Wow interpretieren?“, hakte Mikko nach und stellte das Glas beiseite. „Bitte, setz dich“, bot er an und stand auf.

„Ehrlich gesagt würde ich jetzt lieber nach draußen gehen und eine rauchen“, verriet sie. „Gehen wir auf den Balkon? Er ist zwar nur ganz winzig und man muss durch Phoebes Schlafzimmer, aber als ihr Freund – oder was auch immer – hast du wahrscheinlich keine Probleme damit.“

„Habe ich nicht, nein. Gehen wir also eine rauchen“, stimmte er ihrem Vorschlag zu. „Ich will ja nicht neugierig sein“, begann Mikko und bot Braunauge eine seiner Zigaretten an, „aber verrätst du mir nun was hinter dem Wow steckt?“ Er ließ sein Feuerzeug klicken, gab ihr Feuer und zündete sich dann selbst eine Zigarette an.

„Die volle Wahrheit?“, wollte seine Gesprächspartnerin wissen.

„Ich bitte darum, ich stehe auf die Wahrheit.“
Sie zog kräftig an ihrer Zigarette und blies den Rauch dann hoch in die Luft.

„Schau mal, ich kann Ringe blasen“, führte sie ihm sogleich ihr Können vor.

„Kleinigkeit“, entgegnete Mikko und demonstrierte ihr, dass er das ebenfalls konnte. „Mehr über das Thema Blasen verkneife ich mir jetzt aber.“

„So schüchtern der Herr?“ Sie deutete auf die Ringe die sich allmählich in der Luft auflösten. „Meine Fähigkeiten bei diesem Thema beschränken sich auch nicht nur auf so etwas“, erklärte sie. „Aber lassen wir das, du willst ja wissen was Phoebe von dir hält.“ Sie lehnte sich gegen das Geländer des kleinen Balkons auf dem eine dritte Person auch keinen Platz mehr gehabt hätte. „An sich hat Fibsi mir nur erzählt, dass sie einen Wahnsinnslover aufgetan hat, allerdings ist von ihm auch nicht mehr zu erwarten und das stört sie so ein wenig. Emotional sieht Phoebe bei ihm jede Menge Probleme.“ Abwartend sah sie ihn an, gespannt auf seine Reaktion. Der coole Manager in Natura, na, wer hätte das gedacht?

„Phoebe ist Psychologin, diese Spezies sieht überall Probleme und wenn keine da sind dann malen sie sich eben welche“, gab er zur Antwort. Braunauge lachte auf. Mikko beschloss die Unterhaltung fort zu führen. „Wie heißt du? Ich bin, wie du weißt, Mikko, und ich fände es schön, wenn ...“

„Mikki? Bist du hier?“

„Ja, auf deinem Balkon!“, rief die braunhaarige Schönheit neben ihm zurück.
Mikko grinste.

„Mikki und Mikko, freut mich.“

„Mich auch“, strahlte sie ihn an, „ehrlich.“
Phoebe machte ein verdutztes Gesicht als sie die Beiden entdeckte.

„Was machst du denn hier Mikko? Flirten?“, fügte sie mit einem Ton hinzu der Mikko so gar nicht gefiel.

„Ich würde es eher Rauchen nennen“, deutete er auf die Zigarette in seiner Hand.

„Meine Schuld“, gestand Mikki, „aber ich konnte nicht widerstehen ihn etwas genauer unter die Lupe zu nehmen“, gab sie fröhlich zurück.

„Okaaay.“ Phoebe musterte ihre Gäste. „Na, wie auch immer. Ich wollte nur sagen, dass ich ein paar Häppchen vorbereitet habe, wenn du, also wenn ihr Hunger haben sollte, dann kommt doch ins Wohnzimmer.“

„Sofort, eben aufrauchen, dann mache ich mich sofort über dein Essen her.“ Mikki zog wieder an ihrer Zigarette.

„Dann bis gleich“, nickte Phoebe und warf Mikko einen seltsamen Blick zu, den er nun gar nicht zu deuten wusste. War Phoebe vielleicht eifersüchtig? Auf ihre Freundin Mikki? Klar, sie gefiel ihm und war –  im Gegensatz zu Phoebe – auch äußerlich absolut sein Typ, aber das war es auch schon. Dieses rothaarige Temperamentsbündel ließ ihn einfach nicht los. Und Mikki wollte ihn ja auch lediglich unter die Lupe nehmen. Ein Check im Namen der Freundschaft. Typisch Weiber, dachte Mikko und ignorierte dabei, dass es bei Männer nicht anders war. Gefrustet drückte er seine Zigarette aus. Es gab so viele Frauen, aber in seinem Kopf  gab es nur Phoebe. Gott weiß warum.

„Du bist ein attraktiver Mann, Mikko Saukkonen.“

„Hm?“ Völlig aus seinen Gedanken gerissen sah er Braunauge, Blödsinn, Mikki an. „Was meinst du?“

„Ich habe gesagt, das ich dich attraktive finde. Wenn Phoebe dich nicht will ...“, lächelte sie ihn mit einem Lächeln an, dem sich Mikko nur schwer entziehen konnte.

„Du versuchst also mit mir zu flirten, Mikki?“

„Ein wenig“, gab sie zu. „Flirten ist doch nichts Schlimmes, eine gefestigte Beziehung verträgt das“, ließ sie ihn wissen. „Ich habe nicht die Absicht eure Beziehung zu gefährden, auch wenn ich den Eindruck habe, dass es nicht das pure Glück ist was da zwischen euch herrscht.“

„Mag sein“, gab Mikko zu, „aber ich bin niemand der sofort die Flinte ins Korn wirft. Man bekommt auf dieser Welt nichts geschenkt, auch die Liebe nicht, die muss man sich ebenfalls verdienen, aber vielleicht verstehe ich von diesem Handwerk einfach zu wenig, um wirklich das zu erreichen was ich erreichen will.“

„Was willst du denn erreichen, Mikko?“ Mikko seufzte auf.

„Lass uns etwas von Phoebes kulinarischen Köstlichkeiten probieren, vielleicht fällt mir dann eine Antwort ein.“

„Gerne.“ Sie ging vor ihm her.

Schön, dass er zumindest zu Phoebes Freundin so einen guten Draht hatte, das konnte helfen wenn er weiterhin um die aufmüpfige Phoebe kämpfen würde. Nur weil Phoebe eine besonders harte Nuss war bestand kein Grund, aufzugeben. Was hatte seine Mutter immer gesagt?
Mikko, das Leben ist zwar kein Wunschkonzert, aber zu einem ganz großen Teil bist du selbst dafür verantwortlich welche Stücke gespielt werden und welche nicht.

Sein größter Wunsch war es gewesen beruflichen Erfolg zu haben und bekannt zu werden, und genau das hatte er geschafft. Alles andere war für ihn selbstverständlich gewesen. Die Liebe zu einer Frau, die daraus resultierende Ehe. Vielleicht hatte er das als zu selbstverständlich hingenommen und war genau deshalb gescheitert. Nein, in der Liebe war nichts selbstverständlich, es war ein ständiger Kampf, aber er war bereit um Phoebe zu kämpfen, egal was eine Vicky womöglich noch zu tun gedachte ...

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... Und was das ist verrate ich euch im nächsten Kapitel. ;)
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