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Wie Phönix aus der Asche

von Catweazle
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Het
04.09.2021
05.12.2021
21
52.624
8
Alle Kapitel
106 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
07.11.2021 3.425
 
Hi!

Danke an Bella-2017, Miwi, SunriseAve66 und Krokodil30 für die Kommentare zum letzten Kapitel.
Ich entschuldige mich bei den Reviewern für die so späten Antworten, manchmal läuft es eben nicht so wie man es gerne hätte ...

Gute Unterhaltung
Cat
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Kapitel 17:    Habe ich eine andere Wahl?


Wie betäubt saß Phoebe in dem Bett das sie noch wenige Minuten zuvor mit Mikko geteilt hatte.
Was war das denn gewesen? Er hatte sie abgekanzelt wie ein kleines Schulmädchen! Aber klar, er hatte ja schließlich auch bekommen was er wollte! Affenliebe! Eine Frechheit von ihm ihr so etwas an den Kopf zu werfen! Nur weil er nicht fähig war mit Gefühlen umzugehen, hatte er ja wohl kein Recht ihre Liebe zu der kleinen Schwester als Affenliebe zu bezeichnen. Natürlich, sie hatten Vicky viel durchgehen lassen, aber hätte sie denn die Mutterrolle übernehmen sollen? Sie hatte schließlich ihr eigenes Leben. In einem Punkt allerdings, das musste Phoebe zugeben, da hatte Mikko Recht. Sie hatte etwas getan was Vicky verletzen würde, sollte sie es jemals erfahren. Sie durfte es nicht erfahren. Nun ja, sie würde es Vicky sicherlich nicht auf die Nase binden und Mikko war ja eigentlich froh, wenn er Vickys aufdringlicher Nähe entkommen konnte. In Zukunft würde sich das mit Mikko und seiner Nähe wahrscheinlich eh erledigt haben, nach diesem Abgang.

Phoebe warf sich ins Kissen zurück, dem noch der Duft von Mikkos Körper anhaftete. Sie steckte die Nase tiefer in das Kissen und inhalierte diesen Duft regelrecht. Erschrocken zuckte sie zusammen, als sie ein Geräusch an der Tür vernahm. Da hantierte jemand am Öffnungsmechanismus herum! Hart begann ihr Herz gegen die Rippen zu schlagen. Ganz langsam ging die Tür auf und sie erkannte die Umrisse einer Gestalt. „Hilfe!“, schrie sie aus Leibeskräften, „Hiiiiilfeeee!“
Die Tür knallte zu und das Deckenlicht flammte auf.

„Bist du nicht mehr ganz dicht, so zu schreien? Was sollen denn die Leute denken?“ Fassungslos schüttelte Phoebe den Kopf, als sie den Einbrecher erkannte.
„Hast du sie nicht mehr alle? Mikko, was willst du noch hier?“ Fest zog sie sich die Decke um ihren nackten Körper.

„Dich vögeln, ich war noch nicht fertig.“ Mit angezogenen Beinen rutschte sie zurück bis ihr Rücken gegen die Bettkante stieß. Mikko kam näher.

„Bleib wo du bist, Saukkonen, oder ich schreie das ganze Hotel zusammen!“, kreischte sie, die grün-braunen Augen weit aufgerissen.

„Das traue ich dir sogar zu. Mein Gott, Phoebe, deine Meinung über mich kränkt mich jetzt doch. Ich wollte dir nur die Zimmerkarte bringen, ich hatte sie noch in meiner Sakkotasche stecken.“ Mikko griff in die Tasche und förderte die Plastikkarte zutage. „Ich lege sie dann mal hier auf den Tisch wenn das für dich in Ordnung ist. Oder muss ich befürchten, dass du die Bullen rufst wenn ich zwei Schritte näher komme?“

„Die Irrenanstalt sollte ich anrufen, damit sie dich einkassieren! Was fällt dir ein heimlich hier reinzukommen und mich so zu erschrecken?“

„Ich“, Mikko deutete auf die Tür, „bin mittels dieser kleinen Karte in dieses Zimmer hereingekommen für das ich bezahlt habe, das kann man wohl schwerlich als Einbruch bezeichnen. Konnte ich ahnen, dass ich dich damit so erschrecke? Immerhin haben wir beide uns vor etwa einer halben Stunden noch miteinander vergnügt.“

„Ich weiß!“

„Schön. Ich hoffe es wird dir auch in so guter Erinnerung bleiben wie mir. Gute Nacht Phoebe. Ich nehme mir dann mal die Freiheit dich telefonisch zu kontaktieren, sollte mir mal wieder nach Streitereien sein. Ansonsten, wie wäre es am Samstag? Ich habe gehört, eine gewisse Phoebe Virtanen gibt dann eine kleine Party anlässlich ihres Geburtstages?“

„Ganz recht, eine kleine Party! Und zwar so klein, dass ein aufgeblasener Mikko Saukkonen da bestimmt keinen Platz hat!“ Hektisch pustete sich Phoebe eine erhitzte Locke ihres rötlichen Haares aus ihrer Stirn.

„Platz ist in der kleinsten Hütte und zur Not darfst du auch auf meinem Schoss sitzen, das spart schon einen Sitzplatz.“ Vorsichtig legte Mikko die Karte auf den Tisch, hob die Hände hoch und trat einen Schritt zurück.

„Du bist so frech Mikko, so unverschämt ...“
„Ich bin lediglich geil auf dich, das ist alles. Und wenn ich nicht befürchten müsste dass du mich mit dem Kissen erstickst, dann würde ich mich glatt wieder zu dir ins Bett legen.“ Er hielt den Kopf ein wenig schief und blinzelte sie an. „Na, was hältst du davon?“

„Erstens: Danke für die Karte. Zweitens: Nein. – Raus!“ Entschlossen zeigte sie auf die Tür.

„In Ordnung“, nickte er. „Eine Sache solltest du aber wissen Phoebe. Ich kann verdammt hartnäckig sein, aber betteln werde ich nicht. Denk nach um was du dich bringst wenn du mich abweist, du weißt selbst am besten was da gerade zwischen uns abging und das war ganz bestimmt noch nicht alles.“ Mikko zwinkerte ihr selbstgefällig zu, drehte sich um und ging hinaus.

Phoebes Herz raste und hüpfte so sehr, dass sie die Hand gegen ihre Brust drückte um es daran hindern, ihren Körper zu verlassen. Natürlich war das Quatsch, aber es war schon bedenklich was dieser Verrückte da mit ihr anrichtete. Vom Verstand her wusste Phoebe genau wie sie sich verhalten musste, aber das auch so umzusetzen war eine Kunst die sie wohl erst noch erlernen musste.
Phoebe griff hinter sich, nahm das Kissen zur Hand und knüffelte es zusammen bevor sie es unter ihrem Kopf zurecht schob. Ein markanter, männlicher Duft stieg ihr in die Nase. – Mikkos Geruch. Automatisch schlossen sich ihre Augen, um diesen Duft noch intensiver wahrnehmen zu können, da sich nun alles auf den Geruchssinn konzentrierte. Vor ihrem inneren Augen sah sie Mikkos Gesicht vor sich, erhitzt, verschwitzt und gerötet von den lustvollen Aktionen ihres Liebesaktes. Unwillkürlich keuchte Phoebe auf und ihr Bewusstsein gewann wieder die Oberhand. Es ließ sich nicht bestreiten, dass Mikko mehr zu bieten hatte als nur knallharte Giftpfeile.
Trotzdem, der Mann war eine Herausforderung für Körper und Seele. Seele? Nein, vielmehr für das Nervenkostüm!
Phoebe warf sich herum. Normalerweise könnte Mikko jetzt noch neben ihr liegen und er hätte es sicher auch getan, hätte sie ihn nicht wieder in einen Streit verwickelt. Warum musste Vicky auch ein Thema sein, wenn sie mit Mikko im Bett lag? Das hatte ja schon wirklich etwas Perverses an sich. Wieder drehte Phoebe sich zurück und starrte in der Dunkelheit an die Zimmerdecke. Es war richtig gewesen Mikko in seine Schranken zu weisen, er hatte ja gar keine Ahnung davon wie es damals nach dem Tod ihrer Mutter gewesen war. Das konnte er auch nicht wissen, logisch, aber dann sollte er auch mit seiner Meinung hinterm Berg halten.

Motorenöl. – Deshalb war sie ihm im Krankenhaus als Psychologin zugeteilt worden. Er hatte Motorenöl getrunken. Es war unbeabsichtigt geschehen, ja, aber in einem besoffenen Zustand der aus den Folgen eines schmerzhaften Verlustes herrührte, nämlich dem  Aus seiner jahrelangen Ehe. Der Mann litt, er litt mehr als er zugab. Ob es immer noch Liebe war die ihn so leiden ließ oder verletzte Eitelkeit war schwer zu sagen, der werte Herr ließ sich schließlich nur ungern in die Karten schauen. So eingebildet wie er sich aufführte war es wohl mehr sein Ego das angekratzt war.
Ach, was machte sie sich überhaupt Gedanken um diesen Kerl?, er wollte schließlich keine Hilfe. Sie hatten eine zweifellos aufregende Bettgeschichte hinter sich, aber das war auch schon alles. Zum Kuckuck mit ihm! Phoebe kuschelte sich wieder ein, verbannte ihn aus seinen Gedanken, aber sie konnte nicht verhindern, dass sie mit seinem Duft in ihrer Nase einschlief.

Trotz des unglücklich verlaufenen Abends und einer unruhigen Nacht fühlte Phoebe sich frisch und ausgeruht als sie am nächsten Morgen die Augen aufschlug. Sie verbot sich selbst den Gedanken an den Mann mit dem sie das Bett geteilt hatte und sprang aus den Federn. Leise quietschte das Bett. Phoebe musste kichern, sie konnte sich nicht an derartige Töne erinnern als Mikko und sie ... Dabei hatten sie die Matratze doch ganz schön strapaziert. Probehalber machte sie im Sitzen noch ein paar Sprünge. Oh Mann, was musste sie weggetreten gewesen sein, dass sie das nicht gehört hatte! Dafür hatte sie noch ganz genau die Töne im Ohr die Mikko von sich gegeben hatte. Sie brauchte sich auch nicht sonderlich anzustrengen um seine Hände auf ihrem Körper zu spüren und wenn sie die Augen schloss, dann waren seine Augen das erste was sie sah.
„Hau ab!“, knurrte sie wie ein bissiger Hund, „du hast schon genug Chaos angerichtet.“ Schnell sprang sie unter die Dusche, zog sich in Windeseile an und verließ den Raum nachdem sie sich davon überzeugt hatte, dass nichts zurückgeblieben war. Nichts, außer der Erinnerung an einen aufregenden One-Night-Stand.

Insgeheim hatte Phoebe gehofft Mikko noch unten an der Rezeption anzutreffen, aber es war nichts mehr von ihm zu sehen. Leider. Gott sei Dank. Nein, doch eher leider. Oder doch nicht? Phoebe nahm ihr Mobiltelefon zur Hand, um Noona darüber zu informieren, dass diese die Termine für den heutigen Tag absagen sollte. So Mikko-aufgewühlt wie sie war hätte sie ihren Patienten eh nicht zuhören und helfen können. Diesen Tag musste sie sich einfach frei nehmen. Dieser Saukkonen würde noch ihr Ruin werden wenn sie ihn nicht bald aus ihrem Leben verbannte.

                                                                        *

Die Woche verging ohne dass sich Mikko bei ihr meldete und Phoebe war viel zu stolz, um ihm hinterher zu telefonieren. Da konnte er warten bis er schwarz wurde. Und trotzdem, immer wieder gingen ihre Gedanken zu ihrer gemeinsamen Nacht zurück. Da waren Momente gewesen die mehr versprachen als nur die wilde, ungezügelte Leidenschaft die sie zugelassen hatten. Liebe bedeutete doch so viel mehr. Phoebe erschrak. Liebe? Wer sprach denn hier von Liebe? Niemand, und ganz bestimmt kein Mikko Saukkonen, denn der liebte höchstens sich selbst. Vielleicht aber auch nicht mal mehr das.
Phoebe starrte ihr Handy an. Womöglich würde sie es bereuen wenn sie ihn nicht anrief, vielleicht aber würde sie auch genau das tun wenn sie sich bei ihm meldete. Hüh oder Hott? Phoebe ergriff das Handy –  und legte es wieder zurück.

Mikko war sich vollkommen klar darüber, dass es ihm nicht gelingen würde diese rothaarige Hexe aus seinem Kopf zu verbannen und wenn er ehrlich war, dann wollte er es auch nicht. Phoebes Art amüsierte und reizte ihn gleichermaßen. Sie war eine interessante Frau und das auf allen Ebenen. Sie forderte ihn und genau das fand er anziehend.
Ihr Techtelmechtel hatte ihr genauso gut gefallen wie ihm, daran bestand gar kein Zweifel, aber ihr verdammtes Psychogeschwätz sollte sie besser ablegen. Zum Einen konnte er es nicht ausstehen, zum Anderen war sie doch gar nicht mehr in der Lage die Situation zwischen ihnen neutral zu beurteilen.
Jetzt wollte sie ihn nicht mal auf ihrer Geburtstagsfeier haben, weil sie Schiss hatte ihr Schwesterchen könne von der Nacht erfahren und dadurch in eine tiefe, seelische Krise stürzen. Das kleine Biest machte sich wahrscheinlich nicht mal halb so viel Gedanken um Phoebe wie umgekehrt. Mikko beschloss es einfach zu riskieren und auf Phoebes Party aufzutauchen, auch ohne ihre ausdrückliche Einladung. Rausschmeißen würde sie ihn höchstwahrscheinlich doch nicht.


Wenn der Kerl hier auftaucht, dann schmeiße ich ihn raus, schwor sich Phoebe im Stillen. Den ganzen Vormittag hatte sie damit verbracht die Wohnung auf Hochglanz zu bringen. Eigentlich sinnlos, wenn man bedachte wie es wohl nach der Fete aussehen würde. Immerhin hatte es ihr geholfen ihre Gedanken von einem gewissen Manager abzulenken der ihr leider nicht so egal war wie sie es gerne gewollt hätte, das zumindest hatte Phoebe sich inzwischen eingestanden. Es war doch eine Schande, dass zwei Menschen die körperlich so perfekt zueinander passten, einfach nicht den richtigen Draht fanden, um auch auf anderer Ebene vernünftig miteinander kommunizieren zu können.
Noch eine Stunde, dann würden ihre ersten Gäste langsam eintreffen. Vermutlich würde Vicky als Erste auftauchen, das schaffte sie immer. Sozusagen die Erste und Letzte wenn es ums feiern ging.
Dingdong, ertönte es melodisch.

„Na bitte!“ Lächelnd schüttelte Phoebe den Kopf. In der festen Annahme ihre Schwester zu erblicken, öffnete sie die Tür und sah stattdessen Mikko ins Gesicht.

„Guten Tag Phoebe. Ich habe ein nachträgliches Geschenk für dich, nämlich mich“, erklärte er und schob sich in ihre Wohnung. „Was hältst du davon?“

„Bist du verrückt Saukkonen?“, fauchte sie ihn derart katzenhaft an, dass er ihre Worte fast wie scharfe Krallen auf seiner Haut empfand. „Was willst du hier? Hau ab, ich will dich nicht!“
Ratsch machte es in seinen Gedanken und imaginäre Striemen bildeten sich auf seiner Haut. Wortlos hob er ihr Kinn an.

„Dein letzter Satz, habe ich den richtig verstanden? Bitte wiederhole ihn Phoebe. Wenn er noch genauso klingt dann gehe ich und du wirst für immer Ruhe vor mir haben.“
Phoebe begann trotz der Wärme dieses Tages zu zittern. Auch Mikko zitterte innerlich. –  Vor Erregung. Phoebe sah zum Anbeißen aus. Sie trug ihre roten Locken offen, das mit Glitzersteinchen besetzte Top bildete einen reizvollen Kontrast zu dem schlichten roten Rock der gerade mal lang genug war, um keine unzüchtigen Gedanken aufkommen zu lassen, bei Mikko aber genau das bewirkte. „Phoebe? Antworte mir.“

„Wehe du machst Ärger“, brachte sie schließlich mühsam hervor.

„Das ist nicht meine Absicht, wirklich nicht. Im Gegenteil.“

„Geh ... geh doch schon mal ins Wohnzimmer vor, ich komme gleich nach.“
Mikko nickte und ging in den offen stehenden Raum während Phoebe umgehend in ihr Schlafzimmer verschwand. „Puh!“, schnaufte sie vor dem Spiegel stehend und fasste sich in ihre Haarmähne. „Der Kerl ist tatsächlich hier aufgekreuzt. Was hältst du davon?“, frage sie ihr Spiegelbild mit den Worten, die auch Mikko kurz zuvor gestellt hatte. „Verräterin!“, urteilte sie. „Du wirst dich höflich und nett mit ihm unterhalten und nach der Party geht er ebenso nach Hause wie jeder andere auch. Das im Hotel war nur ein Ausrutscher, zugegebenermaßen ein angenehmer Ausrutscher, aber ein Ausrutscher war es trotzdem, wenn auch ein geplanter ...“

„Fibsi?“, Mikkos Stimme klang amüsiert.
Energisch riss sie die Tür auf.

„Mein Name ist Phoebe! Phoebe Alina Virtanen!“

„Freut mich. Mikko Ensio Saukkonen“, gab er zurück, beugte sich vor und küsste sie einfach auf den Mund. Für Sekunden war sie in Versuchung zurückzuweichen, aber irgendetwas hielt sie gefangen. Sie selbst war es die sich an ihn drängte, so sehr, dass er nicht anders konnte als seine Hände jetzt über ihren Körper wandern zu lassen.

Phoebe stöhnte lustvoll auf, als seine Lippen sanft an ihrem Hals entlang strichen. Seine Hand schlüpfte unter ihr Oberteil, schob sich langsam und bedächtig immer höher und höher. Durch den Stoff ihres BHs begann sein Daumen ihre Nippel zu reizen bis sie sich zu harten Spitzen aufstellten. Vorsichtig, den einen Arm in ihrem Rücken, bog er sie zurück während seine andere Hand das Oberteil hochschob und den Weg für seine hungrigen Lippen frei machte. Spielerisch leckte er an ihren Brustwarzen, traktierte sie mit sanften Bissen. Die Laute die ihrer Kehle entwichen brachten ihn fast um den Verstand.
Langsam richtete er sie wieder auf, blinzelte sie an. Ihre Augen trafen sich, verharrten ineinander bis ihre Lippen sich wieder näherten und sie beide in einem tiefen Kuss versanken der Mikko fast erschreckte, weil eine Intimität von ihm ausging, die er so schon lange nicht mehr erlebt hatte. Sie begann am Gürtel seiner Hose zu zerren und als seine Hände ihr zur Hilfe kamen verlegte sie sich darauf ihm blind sein Hemd aufzuknöpfen während ihre Zungen immer ungestümer miteinander zu spielen begannen. Hart drängte er sich an sie, ließ sie sein Verlangen spüren.

„Mikko“, nuschelte sie an seine Lippen, „meine Gäste ... Sie kommen bald.“

„Ich auch“, hauchte er leise, „wenn du mich lässt.“ Ohne Vorwarnung glitt seine Hand unter ihren Rock, genau zwischen ihre Beine. „Ich fühle doch wie heiß du bist, meine kleine Hexe. Sag nicht, du möchtest meinen Zauberstab nicht haben.“ Sofort verschloss er ihren Mund mit einem weiteren Kuss, um ihr eine Antwort unmöglich zu machen. Kraftlos klammerte Phoebe sich an ihm fest. Sie war nur noch von einem Wunsch beseelt: Mikkos Härte in sich zu spüren. Seine Kraft die sie mitriss, in eine Welt voller Gier und Ungeduld.

„Schnell Mikko, schnell!“ Nur Sekunden später lagen sie auf ihrem Bett. Phoebe streifte ihm sein Hemd von den Schultern und erfreute sich am Anblick seines muskulösen Oberkörpers. Nun ging es Schlag auf Schlag und binnen kürzester Zeit lagen sie Haut an Haut aneinander. Nur mit Widerwillen trennte er sich von ihr, um sich eines der unliebsamen Gummis überzustreifen die er  – in weiser Voraussicht – besorgt hatte.
Unruhig rutschte Phoebe auf der Matratze hin und her. Mikkos kräftige Hände spreizten ihre Schenkel. Angefangen bei den Zehen küsste er sich langsam ihre Beine hinauf. Seine Zunge begann ihre Mitte zu verwöhnen, spitze Schreie verließen ihre Lippen. Sie bäumte sich dermaßen auf, dass Mikko Mühe hatte ihren Körper unter Kontrolle zu halten. Mikko kroch über sie, stützte sich mit seinen Unterarmen ab um sie nicht mit seinem ganzen Gewicht zu belasten  Ihre Münder erforschten den Geschmack des anderen, vermischten sich miteinander und unruhig küssend sehnten beiden den Augenblick herbei in dem sich ihre Körper vereinten.  Mikko vermochte sein Verlangen nicht mehr zu unterdrücken, kraftvoll nahm er die Einladung an den ihr Körper ihm anbot. Ein tiefes Stöhnen entwich seiner Kehle, diese Enge war eine süße Qual. Für Sekunden lag er ganz still und auch Phoebe verharrte in ihrer Position, dann jedoch schienen sie zu erwachen. Mikko öffnete die Augen, lächelte leicht, begann sich langsam zu bewegen. Mühelos passte sie sich an bis sie schließlich einen gemeinsamen Takt fanden der es erlaubte das Tempo zu steigern. Sein heißer Atem an ihrem Ohr schien sie zu verbrennen, aber sie wollte mehr. Als ihre Beine ihn fest umklammerten brachte ihn das beinahe um den Verstand. Er riss den Kopf hoch, rang nach Atem und spürte seinen Höhepunkt nahen.

Ein Klingen und das gleichzeitige Klopfen an der Wohnungstür ließ sie beide erschreckt die Augen aufreißen, konnte die Erlösung ihrer Körper aber nicht mehr verhindern.

„Phoebe! Phoebe, nun mach schon auf, ich bins, Vicky!“, rief eine Stimme von draußen.

„Jaaaaa...!“, kam es aus ihrem Mund.  – Doch es galt nicht Vicky.
Keuchend sank Mikko auf ihr zusammen und nicht minder keuchend genoss er die Nachwirkungen seiner Erlösung. Auch Phoebe brauchte einen Moment um wieder Luft zu bekommen.„Verdammt, was machen wir jetzt?“ Entsetzt sah Phoebe Mikko an.

„Ich würde vorschlagen, ich gehe erst Mal von dir runter. Und dann solltest du deiner Schwester die Tür öffnen.“ Schnaufend rollte er sich von ihr.

„So? So erhitzt und zerzaust wie ich bin? Vicky merkt doch sofort was ich getrieben habe.“

„Na und? Solange sie nicht weiß mit wem, ists doch egal. Lenk sie ab, führe sie ins Wohnzimmer, ich versuche in der Zwischenzeit aus deiner Wohnung zu gelangen. Ich werde einfach später wiederkommen, in Ordnung?“ Seine Hände packten nach ihrem Gesicht, zogen es herab und küssten es.

„Habe ich eine andere Wahl?“, fragte sie kläglich.

„Ich fürchte: Nein, dein Schwesterchen tritt dir sonst noch die Tür ein.“

Und richtig, schon hörte man Vickys Stimme vor der Tür: „Phoebe! Nun mach schon auf, ich habe doch dein Ja gehört!“

„Ich komme!“, rief Phoebe und biss sich auf die Lippen, als sie sah, dass Mikko schamlos zu Grinsen begann.
Schnell zog sie sich ihren Bademantel über und ordnete so gut es ging ihr wirres Haar. Mikko sprang aus dem Bett, suchte seine Klamotten zusammen und kleidete sich an während Phoebe bereits an die Wohnungstür ging.

„Na endlich!“, vernahm er die Stimme der jüngeren Virtanen-Schwestern. „Wie siehst du denn aus Phoebe?“

„Ich wollte gerade duschen“, erklärte Phoebe geistesgegenwärtig.
Aufmerksam sah Vicky sie an.

„Das glaub ich dir sogar. Und wo ist der Kerl der dich dazu gebracht hat, dass du das jetzt so nötig hast?“

„Kerl? Was für ein Kerl?“ Phoebe ging in ihr Wohnzimmer vor, hoffend, dass Vicky hinterher kam, was sie zum Glück auch tat.

„Verarsch mich nicht, so dumm bin ich nicht. Also, wer ist es? Kenne ich ihn? Wo ist er? Noch im Schlafzimmer?“ Stur blickte Phoebe geradeaus. Hoffentlich war es Mikko schon gelungen aus der Wohnung ...
Ein Ohrenbetäubendes Scheppern aus dem Flur ließ sie erstarren während Vicky bereits zur Tür stürzte und sie schwungvoll aufriss.

„M... Mik...ko ...“, stotterte sie.
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Ich gebe es zu: Ich bin inzwischen schon ein wenig enttäuscht, dass (trotz all der Klicks) außer von den treuen Reviewern so gar keine Reaktionen kommen.
Es ist ja nicht so, dass es nur eine Handvoll Klicks wären die zu jedem Kapitel kommen.

Wie auch immer, es geht weiter und ich hoffe ihr bleibt dabei.
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