Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Das Buch der Schlange

von Feoras
Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P16 / Het
Eomer Eowyn Théoden Théodred
03.09.2021
20.04.2022
6
24.356
3
Alle Kapitel
16 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
10.09.2021 5.260
 
Hallo zusammen!
Lasst mich an dieser Stelle einmal einen ganz lieben Dank für das rege Interesse an dieser Fanfiction aussprechen. Ich habe mich sehr über die vielen Zugriffe, die Favoriten-Einträge und das rasche erste Sternchen gefreut! Und ein besonders liebes Dankeschön an Luminella, der ich mein allererstes, erhaltenes Review zu verdanken habe. ♥ Und da nehme ich mir direkt die Freiheit heraus, ihre großartige Geschichte Die Kinder Èomunds zu empfehlen, die sich ebenfalls mit der Vergangenheit von Éomer und Éowyn beschäftigt, aber einen anderen Ansatz verfolgt als meine. Und auch ein großes Danke an Celebne für die ebenfalls wirklich lieben Worte. ^.~
Und damit schließe ich das Werbeprogramm und wünsche euch allen viel Spaß mit dem zweiten Kapitel.


☆ ★ ☆


Der beschwerliche Ritt | Kapitel 2


Als Éomer sich zu den Ställen begab, war Théodred schon dabei, seinen Hengst Brego zu satteln. Er konnte es kaum erwarten, diesen abartigen Kreaturen wieder einmal zu zeigen, dass es unklug war auch nur einen einzigen Fuß auf rohirrischen Boden zu setzen.

„Du brauchst mich also mal wieder um eine Horde hirnloser Orks nieder zu metzeln“, sagte Éomer leichthin, als er neben Théodred auftauchte.

„Das sagt Vater. Ich würde mit denen schon fertig werden. Aber ich möchte ja nicht den ganzen Ruhm allein einstreichen. Du kannst gern was davon abhaben“, lachte Théodred und zog die Schnallen fest.

„Wie edelmütig von dir“, gab Éomer ihm zur Antwort, der nun bei seinem eigenen Pferd stand, einem kräftigen Grauschimmel namens Feuerfuß, der zu wiehern begann, als hätte er jedes Wort verstanden.

„Nun, da hast du wohl recht. Es ist ja auch immer ein gewisses Risiko, dich dauernd retten zu müssen“, fuhr Théodred breit grinsend fort. Er hatte sich eben erst so richtig eingeschossen wie es schien.

„Was für ein Großmaul du doch bist“, lachte Éomer über diese Worte. „Das ist wahrlich ungeheuerlich, wie du die Tatsachen immer zu verdrehst.“

Dann schwangen sich die Reiter auf ihre Rösser und ritten los, den Pfad entlang, der aus den Ställen direkt zur Ebene führte, bis sich dieser im Gras verlor. Sie erreichten den Schneeborn, der unterhalb ihrer Siedlung entsprang, durchquerten ihn und ritten schleunigst gen Westen. Immer wieder überholten sich die Beiden gegenseitig um einander zu beweisen, wer der bessere Reiter war, doch mussten sie Acht geben, ihre Éored dabei nicht zu verlieren.

Trotzdem waren sie nach diesem Tagesritt schon ziemlich weit gekommen. Erst, als man die Hand vor Augen nicht mehr sehen konnte, saßen sie ab um ihr Nachtlager im Schutze eines Felsvorsprungs aufzuschlagen. Die Nacht war unangenehm und heiß. Während die einen aßen und tranken, was sie dabei hatten, waren andere zur Nachtwache eingeteilt. Ein Feuer machten sie nicht, denn sie schwitzten unter ihren Rüstungen schon unerträglich und außerdem wollten sie nicht von den Orks zuerst entdeckt werden. Da war es auch nicht leicht Schlaf zu finden. Einige Männer unterhielten sich daher noch eine lange Zeit, während sich andere nur von einer Seite auf die andere drehen konnten.

Vermutlich war es Éomer, der am längsten von allen wach lag. Er hatte sich flach auf den Rücken gelegt, die Arme hinter dem Kopf verschränkt und blickte zu den Sternen hinauf. Zu dieser Jahreszeit sah man viele Sternschnuppen über den Himmel ziehen, doch deren Glanz und Schönheit war es nicht, die Éomer vom Schlaf abhielten. Er dachte an Éowyn und daran, dass er nicht wissen konnte, ob Gríma grade wieder versuchte ihr näher zu kommen. Immer wieder versuchte er sich zu sagen, dass sie auf sich aufpassen konnte und dass es unnötig war, irgendwas zu befürchten. Er versuchte sich selbst daran zu erinnern, dass Gríma noch niemandem etwas zuleide getan hatte. Es gab keine Berichte darüber, dass er einmal aufdringlich war oder dergleichen. Also weshalb diese Sorge? Sie konnte einzig und allein seinem Auftreten geschuldet sein. Éomer hatte in seinem Blick etwas gesehen, etwas erkannt, was ihn warnte und was er mit Worten nicht zu beschreiben vermochte. Eine andere Erklärung gab es nicht.

Irgendwann gelang es Éomer seine Gedanken um Éowyn beiseite zu schieben, doch führten sie ihn danach in die Vergangenheit. Die letzten Ereignisse hatten es wieder aufgewirbelt und so dachte er an den Abend, an dem der Kundschafter von Aldburg sie daheim aufgesucht hatte. Ihre Mutter hatte ihn erst abwimmeln wollen, da es schon sehr spät war und sie das Essen grade auf den Tisch gestellt hatte. Der Kundschafter hatte sich in aller Form entschuldigt und gesagt, er wäre nicht hier, wenn die Angelegenheit bis zum Morgengrauen warten könnte. Also trat sie beiseite und hatte ihren Mann hinzu gerufen. Ihm hatte der Kundschafter dann berichtet, dass aus dem Gebirge wieder Orks aufgetaucht waren, die inzwischen schon einige Felder in Brand gesteckt hätten. Außerdem hatten sie großen Schaden bei einem Pferdezüchter in der Gegend angerichtet. Sie hatten sich auf seine Weide gewagt und alle Tiere abgeschlachtet, die sie dort finden konnten. Keines hatten sie am Leben gelassen und anstatt wenigstens einen Nutzen daraus zu ziehen, indem sie diese als Nahrungsquelle verwendeten, hatten sie die Tiere einfach dort liegen lassen. Sie hatten nur getötet, um zu töten. Es gab keinen Sinn dahinter. Nur den Blutrausch.

Darüber war Éomund so aufgebracht, dass er sofort wilde Flüche über die Orks aussprach, während er durch das Haus lief und alles zusammensuchte, was er für einen Ritt und die Jagd auf Orks benötigte. Théodwyn jedoch wollte ihn nicht gehen lassen. Sie erklärte, dass es doch schon dunkel sei und bat ihn, lieber im Hellen los zu reiten. Aber Éomund hatte seinen Entschluss längst getroffen, er erklärte ihr, dass diese Kreaturen endlich merken mussten, dass Rohan sich zu wehren wusste, dass sie diese niederträchtigen Gestalten um jeden Preis zurückschlagen mussten, bis sie wieder vertrieben seien. Sie hatten lange hin und her diskutiert, bis sie an einen Punkt gelangt waren, an dem sie sich nur noch im Kreis drehten. Théodwyn wusste, dass ihr Mann viel zu wütend war, als dass man mit ihm reden konnte und vielleicht hatte sie geahnt, dass ihm sein Zorn eines Tages zum Verhängnis werden könnte. Éomer hatte es nie ausgesprochen, doch glaubte er oft das Weh des Abschiedes in ihren Augen lesen zu können, wenn sie seinem Vater hinterher blickte, bis er mit seiner Hand voll Reiter über die Hügelkuppen in der Ferne verschwunden war. Manchmal kam es ihm vor, als wüsste sie, dass er eines Tages nicht wieder nach Hause zurückkehren würde und oft hatte sie noch lange dort gestanden und ihre Tränen mühsam zurückgedrängt.

Dieser Abend läutete das Wahrwerden ihrer schlimmsten Befürchtungen ein. Alles was die Familie erfuhr war, dass die Reiter in tiefster Nacht in einen Hinterhalt geraten waren. Die wenigen Reiter, die zurückkehrten, hatten sich nur durch die Flucht retten können, doch Éomund war gefallen. Ob Théodwyn es nun schon seit Jahren geahnt hatte oder nicht, aber über diesen harten Schlag des Schicksals war sie nie hinweggekommen. Zwar hatte sie bis zum Schluss alles für ihre Kinder getan, doch der schmerzliche Verlust hatte sie bald darauf krank vor Kummer werden lassen. Diese Erkrankung überlebte sie nicht und starb kurz bevor das Jahr vorüber war.

Diese Ereignisse lagen schon weit hinter ihnen, doch waren sie nicht vergessen. Éomer ritt selbst immer öfter los, aus denselben Gründen, wie sein Vater es damals getan hatte. Zwar war er immer darauf bedacht, genügend Reiter mit sich zu nehmen, doch könnten auch zehntausend Rohirrim ihm nicht helfen, wenn ihn ein Pfeil an einer tödlichen Stelle treffen würde. Wenn dies geschah, würde Éowyn wahrscheinlich ebenso schnell zerbrechen, wie ihre Mutter damals, denn dann war sie ganz allein. Immer wenn er fortritt begleitete ihn der Gedanke, dass es so kommen könnte und dabei sorgte er sich nicht um seinen eigenen Tod, sondern um Éowyns Schicksal. Und mit diesen düsteren Gedanken wurden seine Lider schwer, bis er schließlich in den Schlaf fiel, jedoch nicht in einen erholsamen. Im Gegenteil.



In Edoras war die Nacht nicht angenehmer gewesen, denn auch Éowyn war lange wach geblieben und kurz bevor die Sonne ihre ersten Strahlen über die fernen Berge warf, war sie aufgestanden. Langsam schritt sie durch die Goldene Halle, die Stille des Morgens genießend und besah sich die Wandteppiche, welche die Geschichte ihres Volkes erzählten. Von Eorls Ritt, dem langen Winter in Helms Kamm, dem Fall von Folcred und Fastred und dann gelangte sie an einen, der den Einfall der Orks um das Jahr 3000 des dritten Zeitalters zeigte. Nur kurz darauf hatte sie keine Eltern mehr gehabt und war nach Edoras gekommen. Sie dachte daran, dass ihr Bruder heute dasselbe tat, wie ihr Vater damals und die Ähnlichkeit der Beiden kam ihr in diesem Augenblick furchtbar eindeutig vor. Éomer war nahezu ein Abbild seines Vaters. Ob es das Aussehen oder das Wesen war. Selbst ihre Stimmen ähnelten einander sehr. Und da war der Gedanke, dass sich ihre Familiengeschichte jederzeit wiederholen könnte.

Ihr ging durch den Kopf, dass ihr Bruder zwar nicht mit dem gleichen Leichtsinn wie ihr Vater ritt, wohl aber mit demselben verhängnisvollen Zorn. Sie wusste genau, wie sehr er sein Pferd antreiben konnte, wie ungehalten er dann war, sodass er dem stürmischen Wesen seines Grauschimmels in nichts nachstand. Bei aller Sanftmut gab es einige Männer in Rohan, die Éomers Zorn fürchteten. Man dachte dabei nur an den alten Wegelagerer und Strauchdieb, dessen Name hier nur den wenigsten bekannt war, der eines Nachts versuchte, Éowyns weiße Stute zu stehlen. Den hatte er damals derart zugerichtet, dass dieser nun ein frommer Waisenknabe zu sein schien und neuerdings zu alten Göttern betete – aller Wahrscheinlichkeit nach nur, um zu erflehen, dass sich sein Weg und der Éomers nie wieder kreuzen mögen. Solche Ausschreitungen waren allerdings eine Seltenheit, denn für gewöhnlich brauchte Éomer lediglich seine tiefe Stimme erheben und keiner traute sich mehr ihm gegenüber zu treten und nicht selten ertappte sie sich bei dem Wunsch, dazu ebenfalls fähig zu sein.

Éowyn seufzte. Sie wollte an etwas Fröhliches denken, aber da gab es nicht viel. Die Zeiten schienen einfach zu düster zu sein. Sie wandte sich von dem Wandteppich ab, doch da hörte sie diese schleichenden Schritte, direkt hinter sich und spürte diese bedrohliche Aura, die sie zu warnen schien. Als sie es wagte, sich umzudrehen, erschrak sie dennoch, obwohl sie wusste, dass es nur Gríma sein konnte, aber mit jedem Mal, dass sie ihn erblickte, sah er ein wenig unheimlicher aus. Als seine bösartig wirkenden, schlangenartigen Augen sie betrachteten und anfunkelten, fühlte sie sich ihm hoffnungslos ausgeliefert. Was um alles in der Welt wollte er nur schon wieder von ihr?

„Ihr seid früh wach, Gríma“, stellte Éowyn fest. Sie konnte dieses Schweigen nicht länger ertragen, drum brach sie es und niemand sollte es wagen können, ihr Unhöflichkeit zu unterstellen.

„Das bin ich immer. Daher wollte ich die Gunst der Stunde nutzen, mich hier noch ein wenig umzusehen, denn all dies erscheint mir noch so neu“, antwortete Gríma ihr und machte beiläufig ein paar Schritte auf sie zu, was sie beinahe umgehend hätte zurückweichen lassen, doch wollte sie ihm nicht zeigen, wie sehr ihr vor ihm graute. „Und was führte Euch so früh in diese prachtvolle Halle? Schlummert in Euch ebenfalls eine Frühaufsteherin?“

Anscheinend fand Gríma an seinen eigenen Worten mehr gefallen, als Éowyn. Sie dachte kurz nach und entschied sich, diese Konversation möglichst unverfänglich fortzuführen. „Ich habe nur den Sonnenaufgang sehen wollen, um dessen Schönheit zu bewundern, allerdings hielten mich die Erinnerungen hier an den Wänden ein Weilchen auf.“

„In der Tat besitzt ein spätsommerlicher Sonnenaufgang eine bemerkenswerte Schönheit, die selbst den grimmigsten Mann anzurühren vermag, doch erlaubt mir zu sagen, dass Eure Schönheit weit darüber hinaus geht“, sagte Gríma und war ihr mit jedem Wort ein bisschen nähergekommen. Er stand so dicht, dass sie bereits seinen Atem auf ihrer Haut spüren konnte und das war ihr alles andere als recht.

„Was soll das?“, fragte sie ihn in scharfem Ton. Sie konnte seine Gegenwart kaum noch ertragen und hätte ihm am liebsten einen festen Tritt verpasst. Lediglich ihr eigener Anstand hielt sie noch zurück.

„Dies war lediglich ein Kompliment, welches Eurer aber kaum gerecht werden konnte“, behauptete Gríma, doch sie ahnte, dass das kein Ende nehmen würde, wenn sie es nicht wagte ihm deutlich zu machen, was sie davon hielt.

„Dann lasst mich Euch sagen, dass ich dieses nicht annehmen werde, Gríma. Ich wünsche nichts dergleichen von Euch zu hören. Es wäre besser, wenn Euch in meiner Gegenwart keine Komplimente mehr über die Lippen kommen.“ Ihr Ton war bestimmt und doch um Sachlichkeit bemüht. Sie musste sich vorsehen. Sie mochte zwar über Gríma stehen, dennoch schien ihr Onkel Gríma aus irgendwelchen Gründen sein Vertrauen entgegen zu bringen und sie wollte seine Entscheidung nicht infrage stellen. Das stünde ihr wahrhaftig nicht zu.

„Ganz wie Ihr wünscht. Entschuldigt bitte“, sagte Gríma und verneigte sich tief. „Es ist nur so, dass ich selten einer Frau begegnet bin und daher nicht viel Feingefühl dafür entwickeln konnte. Sollte ich Euch beleidigt oder verärgert haben, so tut mir dies zutiefst leid und ich hoffe, einen solchen Fehler kein zweites Mal zu begehen.“

Mit diesen Worten verschwand Gríma wieder aus der Halle und Éowyn blieb allein zurück, mit einem Gefühl, welches sie vollkommen überwältigte und sie wie ein Faustschlag mitten ins Gesicht traf. Was war nur geschehen? Irgendwas stach ihr in diesem Augenblick ins Herz. Es fühlte sich nach Mitleid an. Sie sah mit einem Mal nicht diesen finsteren Schattenmann, der wie eine zischende Schlage aus jeder Ecke hervor zu kriechen vermochte, sondern ein ärmlicher Ausgestoßener, jemand, der vom Leben benachteiligt wurde und in einer Rolle feststeckte, die man ihm einfach aufgezwungen hatte. Hatte ihr Eindruck sie getäuscht? Hatte ihr Gefühl es geschafft, sie in die Irre zu führen? Irgendwie konnte sie sich das nicht vorstellen. Aber dennoch konnte sie bei weitem nicht so zornig auf ihn sein, wie sie es gewillt gewesen war.

Dann trat sie hinaus, vor die Halle und betrachtete den Sonnenaufgang, wie er seine dünnen Strahlen voraus warf, und den Himmel in einem sanften Gelb und Orange schimmern ließ. Die Wolken zeichneten sich in einem warmen Rot ab. Es war wunderschön, es war still und beruhigend. Für einen Moment schienen alle Sorgen von ihr genommen zu sein. Bald reichten die Strahlen weiter über die Ebene, verlieh ihr einen hellen Schein und schließlich hob sich die Sonne über die Bergspitzen empor. Ob Éomer dies auch zu sehen bekam, genau in diesem Augenblick?



Éomer richtete sich auf, als es kaum zu Dämmern begonnen hatte. Zwar war er als letzter eingeschlafen und trotzdem hatte er keine Ruhe gefunden und nun konnte er sich nicht länger auf dem Boden halten. Er machte ein paar Schritte um die Steifheit der Nacht aus seinem Körper zu bekommen, schaute sich dabei wachsam um, als ein Geräusch seine volle Aufmerksamkeit in eine andere Richtung lenkte. Seine Augen suchten die Umgebung ab, es war von einer Reihe grüner Büsche gekommen, die oberhalb einer kleinen Anhöhe lagen. Sein Blick schweifte weiter, die Hand bereits an Gúthwines Griff.

Seine Wachsamkeit zahlte sich aus, denn schon im nächsten Augenblick kam eine hässliche, schwarzhäutige Kreatur aus einem der Büsche geschnellt und es war Éomers guten Reflexen zu verdanken, dass der dumme Ork genau in Gúthwines Klinge sprang, die ihn aufspießte und durchbohrte. Die Wucht aber hatte Éomer mit zu Boden gerissen, der Kadaver war genau auf ihm gelandet und nahm ihm fast die Luft zum Atmen. Er versuchte irgendwie seine Klinge aus dem toten Leib zu befreien, doch steckte sie viel zu tief drin. Von fern konnte er schon das Geschrei seines Orkgefolges näherkommen hören. Es musste ihm gelingen, sein Schwert heraus zu ziehen, sonst würden ihn die nächsten Orks, die durch die Büsche kamen, mit Leichtigkeit töten können.

Um Ruhe bemüht suchte er nach dem kleinen Messer, welches eigentlich nicht zum Kämpfen geeignet war, fand es irgendwo an seinem Gürtel und zog es hervor. Mit schnellen und gezielten Bewegungen begann er, seinen toten Feind zu bearbeiten, bis sich das Schwert langsam rausziehen ließ – viel zu langsam. Doch da tauchten die ersten Orks auf und einer von ihnen hatte Éomer schon ausgemacht. Um sich herum konnte der Rohirrim bereits den Kampf toben hören, als diese grässliche Kreatur auf ihn zu gerannt kam. Gúthwine war noch nicht vollständig befreit, als der Ork mit Gebrüll und der Absicht, Éomer zu töten, immer näherkam. Ihm blieb nichts anderes übrig, als das Messer zu werfen und zu seinem Glück hatte er gut gezielt, denn es traf seinen Feind genau ins Herz, auch wenn man nicht meinen wollte, dass diese Kreaturen eins besaßen, Das verschaffte ihm genügend Zeit, sein Schwert zu lösen und sich aufzurichten. Er verschaffte sich einen kurzen Überblick über das Kampfgeschehen, nur um dann mitten hinein zu laufen.


Unterdessen bekam Théodred Schwierigkeiten, mit gleich drei der hässlichen Fratzen fertig zu werden. Sie hatten ihn umzingelt und er musste sich zu allen Seiten zugleich wehren. Immer wieder klirrten ihre Klingen, wenn sie aufeinandertrafen, unter einer solchen Wucht, dass sie Funken sprühten. Mit viel Mühe gelang es Théodred schließlich einem von ihnen die Hand abzuschlagen, doch hätte er dabei fast die Deckung gegenüber der anderen beiden vernachlässigt. Einem Schwertstich konnte er nur noch knapp ausweichen. Der Ork mit der abgeschlagenen Hand ging zu Boden, wurde verrückt vor Schmerzen, während ihm das schwarze Blut über den Arm und auf die Erde sickerte. Dieser hatte nun andere Sorgen, als Théodred zu töten, aber die übrigen zwei waren nun gewarnt und vorsichtiger. So leicht würden sich diese nicht niederstrecken lassen.

Éomer erblickte von weitem diese verzwickte Situation und musste irgendwie einen Weg finden, zu ihm zu gelangen. Doch die Orks drängten sich dicht an dicht um ihn herum, so dass es fast unmöglich war, sich bis zu Théodred durchzuschlagen. Éomer hasste es vom Boden aus zu kämpfen. Es schien ihm, als würde er sich ewig mit ein und demselben Gegner abgeben müssen, bevor er ihn endlich getötet hatte. Dies schien Feuerfuß bemerkt zu haben. Das Pferd war längst auf dem Weg zu seinem Herrn und fand ihn schließlich. Zwar versuchten die Orks alles, um dieses Tier zu erwischen, doch trat der Grauschimmel heftig aus und wusste sich flink zwischen ihnen hindurch zu winden, ohne auch nur einen einzigen Hieb abzubekommen. Endlich erreichte es Éomer, scheuchte die Orks um ihn herum auf, damit sie beiseite wichen und ihm genügend Zeit zum Aufsteigen ermöglichten.

Als er nun auf seinem Pferd saß, hatte er sofort einen besseren Überblick über das Schlachtfeld und ihm war augenblicklich wohler. Von hier oben war es deutlich einfacher, die Orks zu überrennen und schnell hatte er Théodred erreicht. Grade noch rechtzeitig konnte Éomer einer der widerlichen Kreaturen den Kopf abschlagen, als er von hinten auf ihn zu galoppiert kam. Den kurzen Moment der Unaufmerksamkeit des letzten Orks nutzte Théodred aus, um ihm seine Klinge ins Herz zu treiben. Die waren erledigt! Mit einem raschen Nicken bedankte Théodred sich für die Hilfe, was Éomer auf die gleiche Weise erwiderte, bevor sie sich um die nächsten Orks zu kümmern hatten.

Erst, als die Dämmerung einsetzte, verschwanden diese grässlichen Gestalten, zogen sich plötzlich zurück und dann wurde es bis auf das Rauschen des Windes vollkommen still, als sei nie etwas gewesen. Nach Luft ringend nahm Éomer seinen Helm ab und warf ihn zu Boden, bevor er sich zu seinem Pferd setzte, welches bei dieser unangenehmen Wärme auch nicht länger hatte stehen bleiben wollen. Er wischte sich die nassen Strähnen aus dem Gesicht, froh darüber, dass der Kampf nun vorüber war, dem er tatsächlich noch etwas Gutes abgewinnen konnte. Die Orks waren ihnen entgegengekommen, sie hatten diesen Angriff geführt und ihnen damit einen weiteren Tagesritt westwärts erspart. Er fühlte sich unwohl, irgendwas verschlechterte sein Befinden und so war er froh, dass sie nun schneller wieder in Edoras sein würden.

Während Éomer da saß und versuchte, wieder zu Atem zu kommen, überlegte er, wann sie wohl weiter Reiten konnten. Ihm war viel daran gelegen, möglichst bald aufzubrechen. Allerdings mussten sie bedenken, dass die Mittagssonne sie später aufhalten würde. Wenn sie erst hoch am Himmel stand, würde sie wie ein Glutofen sein, wie man sie nur aus den Schmieden kannte. Es wäre unklug, dann noch weiter zu reiten. Doch in der Nacht zu rasten, wie sie es stets taten, war ebenfalls gefährlich. Sie konnten froh sein, dass sie nicht eher auf die Orks getroffen waren. Es war ihm schon oft durch den Kopf gegangen. Sie mussten ihre eigenen Strategien überdenken. Ihre Feinde waren nachts deutlich aktiver, ließen sich am Tag nicht blicken, weshalb es ihnen leichter fiel, sie aus dem Hinterhalt anzugreifen.

Außerdem waren ihre Pferde bereits erschöpfter, als ihre Herren. Vielleicht würde es am Abend etwas abkühlen und ihnen den Weg etwas leichter machen, doch zunächst sollten sich die Kämpfer ein wenig von den Strapazen der Schlacht erholen dürfen. Die meisten Männer hatten sich nahe an den Felsvorsprung gedrängt, denn dort hatten sie ein wenig Schatten.

Théodred kam zu Éomer hinüber, der in der prallen Sonne neben seinem Pferd saß. Er war zu erschöpft um sich noch einmal zu erheben und sich ebenfalls in den Schatten zu setzen. Schweigend reichte Théodred ihm etwas Wasser, was er dankend annahm, mehr als die Hälfte davon aber Feuerfuß überließ. Sein treuer Freund würde ihm nichts nützen, wenn er nicht bald wieder aufstehen mochte. Obwohl noch Orks übriggeblieben waren, entschied Théodred, dass sie vorerst zurückreiten würden. Sie hatten einen guten Teil erledigt, nur wenige hatten bei Einbruch des Tages noch die Flucht ergreifen können und noch länger würden sie es auf der heißen Ebene kaum aushalten. Sollten die verbliebenen Orks es wagen, hier noch Unruhe zu stiften, würden selbst die Bauern mit ihnen fertig werden, die gezwungenermaßen schon einiges an Übung hatten.

Dennoch gefiel Éomer der Gedanke nicht, sie nicht alle erledigt zu haben. Er hatte das Gefühl, seinen Auftrag nicht zu Ende gebracht zu haben und sie würden zurückkehren. Mit noch mehr ihrer abscheulichen Art. Es würde nie enden, wenn sie nicht mehr taten.

Eine Weile saßen er und Théodred beisammen. Brego hatte sich ebenfalls dazugesellt. Keiner sprach ein Wort, sie saßen bloß da und versuchten sich ein bisschen zu erholen. Bald darauf wurden die Toten zusammengetragen und auf einen Haufen geschafft. Der Gedanke, bei diesem Wetter auch noch ein Feuer zu entfachen war furchtbar, doch wollte niemand riskieren, dass die verwesenden Kadaver noch größere Bestien anlockten. Als das Feuer hoch emporloderte, stand Éomer in einiger Entfernung davor, die Arme vor der Brust verschränkt und blickte starr in die Flammen. Nur er konnte sagen, was er darin erkannte, aber das behielt er für sich.

Théodred beobachtete ihn eine Weile und hatte eine vage Vermutung, was in ihm vorgehen mochte. Éomer konnte es kaum erwarten, dass die Überreste der Schlacht vernichtet waren und nach einer langen Zeit konnten sie schließlich weiter reiten.

Wie erwartet kamen sie nun nur noch langsam voran. Pferd und Reiter waren erschöpft. Das kleine Scharmützel mit den Orks hatte sie mehr Kraft als sonst gekostet. Wie es aussah, hatte die Horde sich aufgeteilt und so lange sie sich vom Sonnenlicht fernhielten, waren sie schneller. Unterhalb der großen Ebenen, hatten diese Kreaturen sich in den vergangenen Jahren einige Tunnelsysteme gegraben, in denen sie ihnen mit ihren Pferden und schweren Rüstungen jedoch nicht folgen konnten. Es glich mehr und mehr einem Katz- und Mausspiel.


Erst die abendliche Dämmerung brachte ihnen wieder etwas Abkühlung, wenn auch weniger, als sie sich erhofft hatten und so wurde der Ritt noch beschwerlicher. Es herrschte eine allgemeine Müdigkeit und ließ die Rohirrim mehr schief als grade in den Sätteln sitzen. Nicht jeder von ihnen war so geübt wie Éomer und Théodred, so war es ihnen nicht vergönnt, während des Reitens auf dem Pferd schlafen zu können. Diese Kunst beherrschten nur die Wenigsten. Wie die Reiter ließen sich aber auch die Pferde nur mühsam bewegen, den Trapp verweigerten sie, sodass an einen, wenn auch gemächlichen Galopp gar nicht erst zu denken war. Bloß der Gedanke an die nicht ferne Heimat trieb Eorlingas und Pferde gleichsam an. Der Schweiß tropfte von ihren Haarspitzen und viele rieben sich immer wieder die brennenden Augen.

Sie waren grade auf der Suche nach einem geeigneten Nachtlager, denn es war schon stockfinster, als die Strapazen für einen Reiter und sein treues Ross zu viel wurden und sie zusammenbrachen. Dies läutete eine Zwangspause auf offenem Gelände ein. Hier gab es keinen Schutz, keine Felsen, Hügel oder Büsche, hinter denen sie wenigstens ein wenig geschützt waren. Doch das Risiko ließ sich eingehen. Edoras war nicht mehr fern und die Wahrscheinlichkeit so dicht an der Stadt angegriffen zu werden, war verhältnismäßig gering. Viele waren schon lange dazu übergegangen, sich von ihren Rüstungen zu befreien, da sie es unter ihnen nicht länger aushalten konnten. Auch sie schienen sehr darauf zu vertrauen, dass ihnen nun kein Angriff mehr bevorstand.


Auf die schwüle Nacht folgte ein noch heißerer Tag. Schon am Morgen verbreitete sich eine unerträgliche Hitze, sodass man am liebsten liegen bleiben wollte, nur um sich nicht bewegen zu müssen. Der gestürzte Reiter hatte sich glücklicherweise wieder erholt und auch sein Pferd war wieder stark genug, ihn das letzte Stück nach Edoras zu tragen.

Als Stunden nach ihrem Aufbruch in den Morgenstunden endlich die Stadtmauern in Sicht kamen, ging ein erleichtertes Aufatmen durch den gesamten Trupp. Es kam ihnen vor, als wären sie monatelang durch karges Wüstenland gezogen, ohne auch nur einen einzigen Tropfen Wasser zu sich zu nehmen und nun bot sich ihnen endlich die Erlösung. Fast im Zeitlupentempo kamen Éomer und Théodred den Pfad zur Goldenen Halle hinaufgeritten, wo sie schon erwartet wurden.

Éowyn hatte längst nach ihnen Ausschau gehalten und es gab kein Halten mehr, als sie die Zwei erblickte. Rasch rannte sie die Stufen hinab, Gewand und Haar gleichsam hinter sich im Wind wallend, wobei die Hast sie ein wenig Eleganz einbüßen ließ, denn die letzten Treppen kam sie eher daher gestolpert. Dann ergriff ihre Hand die Zügel von Feuerfuß und der Grauschimmel hielt an.

„Welch Segen, dass ihr wieder da seid“, sagte sie voll Freude und Erleichterung und schaute zu ihrem Bruder hinauf. Dabei fiel ihr auf, wie müde und erschöpft er aussah. „Ist alles in Ordnung? Du siehst schrecklich aus. Die Hitze muss euch allen sehr zugesetzt haben.“

„Sei dir sicher, liebe Schwester, hätte ich unseren missratenen Cousin nicht wieder einmal retten müssen, wäre ich nicht halb so müde“, antwortete Éomer, denn gleich welche Anstrengungen hinter ihnen lagen, auf ihre gegenseitigen Seitenhiebe würden sie wohl niemals verzichten.

Théodred verdrehte die Augen. „Nur weil er zu gerne den Helden spielt. Er spinnt manchmal ein bisschen, doch bin ich mir ganz sicher, dass es bloß an der Hitze liegt.“

Éowyn hörte dem hin und her der beiden eine Weile zu und schmunzelte, denn so schlecht konnte es ihnen wirklich nicht gehen, wenn sie sich noch derart auskontern konnten. Als sie sich zum Aufhören besannen, rief Théodred jemanden herbei, der die Pferde in den Stall bringen sollte und entschuldigte sich, da er schnellstens in die Goldene Halle gelangen wollte, um seinem Vater Bericht zu erstatten.

Als sie nun allein beisammenstanden, wagte Éomer seine Frage zu stellen: „Und? Hat dich dieser Schleimer noch einmal belästigt?“ Seine Faust ballte sich, als rechnete er längst damit, dass er gleich eine gewaltige Wut unterdrücken müsste, denn er ging fest davon aus, dass Gríma ihm einen Anlass bot, ihn um ein paar Zähne zu erleichtern.

Éowyn richtete ihren Blick zu Boden. Sie dachte nach. Die letzte Begegnung war ihr so seltsam vorgekommen, dass sie sich nicht sicher war, wie sie Éomer diese beschreiben sollte. „Gewiss habe ich wieder Komplimente von ihm zu hören bekommen und zwar nicht zu knapp. Er scheint also durch aus Interesse an mir zu hegen, doch gilt dies nicht für mich. Dies habe ich ihm klar gemacht. Meine Worte haben ihre Wirkung sicher nicht verfehlt, seinem Blick zu urteilen jedenfalls. So wie er danach abgezogen ist, hätte ich fast meinen können, ich hätte ihm Unrecht getan. Zunächst glaubte ich sogar Mitleid mit ihm zu haben, aber davon bin ich mittlerweile abgerückt. Möglicherweise haben wir Glück und er hält sich von nun an von mir fern.“

„Das würde ich ihm raten“, gab Éomer zurück, der zwar zornig wegen Grímas Versuchungen war, aber auch stolz auf seine Schwester, dass sie ihm die Meinung gesagt und sich gegen ihn durchgesetzt hatte, obgleich er auch nichts anderes von ihr erwartete. „Es ist schon irgendwie eine Beleidigung, dass ein solcher Schleimer glaubt, dass er bei dir eine Chance verdient hätte. Das ist reinste Anmaßung.“

Éowyn lächelte. Éomer verstand es Komplimente zu machen, ohne dass er es bemerkte. Eine Eigenschaft, die sie nur bei wenigen Männern bemerkt hatte, doch musste man auch bedenken, dass sie so viele nicht kannte. Trotzdem war sie sich sicher, dass es eine Seltenheit war.


Schließlich machte auch sie sich mit ihm gemeinsam auf den Weg, die Stufen hinauf nach Meduseld, wo Théodred und Théoden schon angeregt miteinander über den Teilerfolg der Schlacht sprachen und ganz in ihrer Nähe, abseits und halb im Schatten einer hölzernen Säule verborgen stand Gríma.

Er schien sie zu beobachten und zwar äußerst eindringlich. Fast wäre ihm entgangen, dass die Schwesterkinder des Königs ebenfalls die Halle betreten hatten, doch als er dessen gewahr wurde, veränderte sich seine Haltung. Die Anspannung wich und er schien so zu tun, als würde er nur ganz beiläufig dort stehen. Éomer gefiel es nicht, dass er seine Beobachtungen so plötzlich einstellte. Das war äußerst beunruhigend und bestätigte seinen Verdacht, dass mit diesem Gríma etwas nicht stimmte, was auch immer das sein mochte. Seine Absichten waren nur schwer zu erraten, da es noch zu viele Möglichkeiten gab, die nicht ausgeschlossen werden konnten. Da aber riss Théoden ihn aus seinen Gedanken, als er seiner Freude, auch ihn wieder hier zu wissen, Ausdruck verlieh, in dem er zu ihm herüberkam und eine Hand auf seiner Schulter landete.

„Gut, dass ihr wieder da seid. Théodred hat mir schon alles erzählt. Dann ist Rohan also wieder ein Stück sicherer geworden, dank euch. Welch eine Freude“, sagte Théoden anerkennend. Ihm war offenbar noch nicht aufgefallen, dass Gríma sie belauscht hatte, oder aber es kümmerte ihn nicht weiter. Warum sollte es ihn auch verwundern? Dies waren durchaus Informationen, die der Berater des Königs wissen sollte. Doch hätte ihm nicht auffallen müssen, wie er dies tat?

„Ja, hoffen wir, dass diese Kreaturen uns nicht so bald wieder den Frieden stören“, antwortete Éomer, dessen Blick immer wieder zu Gríma hinüber schweifte. Er schien es nicht mehr zu wagen, sie anzusehen. Möglicherweise hatte er bemerkt, dass Éomer misstrauisch geworden war, unbedacht, dass er sich dadurch nur noch auffälliger verhielt.

„Du bist müde, nicht?“, sagte Éowyn schließlich. Sie hatte bemerkt, wohin er die ganze Zeit sah und bevor Gríma etwas tun konnte, was zu irgendeiner Art von Ausschreitung führen konnte, wollte sie diese Situation auflösen. „Es liegen anstrengende Tage hinter dir. Vielleicht ruhst du dich ein wenig aus.“ Sie hoffte, dass sie diesen Moment damit ein wenig entschärfen konnte und das gelang ihr, denn er kam ihrem Vorschlag nach.

Bevor er ging, trafen sich noch ein letztes Mal Éomers und Grímas Blick. Éomer schaute dabei so finster, dass Gríma einmal schlucken musste, denn mit dieser einen Sekunde war ihm sehr deutlich geworden, dass er ihm nicht traute, dass er eine Vorahnung hatte und konnte sich sicher sein, dass er seine lauernden Schritte von nun an ganz genau im Auge behalten würde.


☆ ★ ☆


Auch diesmal hoffe ich sehr, dass euch das Kapitel gefallen hat. Falls es etwas zu bemängeln gibt, lasst es mich gerne wissen oder falls euch etwas besonders gut gefallen hat. Das hilft mir sehr weiter. Ich hoffe sehr, dass die Geschichte nicht zu schleppend vorangeht und dass die Kapitellänge immer noch okay ist. Tatsächlich waren das erste und zweite Kapitel ursprünglich eins, aber ich wollte euch nicht mit beinahe 10.000 Worten erschlagen. ^.~
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast