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Die Heilung des Landes

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Het
Merlin OC (Own Character)
02.09.2021
25.11.2021
13
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25.11.2021 1.803
 
´Der Abend bricht an. Alle wollen kämpfen sogar die beiden Schmuggler, Arthur hat sie überzeugt. Mein Freund gesteht mir das er nicht weiß wie er gegen Morgana kämpfen soll. Dafür hat er ja mich. Ich dringe als alter Mann ins Schloß ein und verzaubere eine Puppe die ihre Magie umleiten wird. Sie wird kein Hindernis mehr sein. Danach brauche ich mich nur noch zu verwandeln und mich unter die Männer zu mischen`

„Sie hat gesagt selbst Emrys könne mich nicht retten dabei stand er ihr genau gegenüber“ kicherte Arthur.

´Morganas Kräfte durchfließen mich. Keiner bemerkt es. Sie hat Angst, ich kann es sehen. Ich laufe ihr hinterher. Sie darf nicht entkommen doch ich verliere sie. Erst als Sie schon Gwen gegenübersteht kann ich sie entdecken und sie gerade noch davor bewahren aufgespießt zu werden. Als sich der Staub legt ist die Hexe verschwunden. Verdammt!
Außerdem ist auch Isolde tödlich verwundet. Mist! Ich kann nichts mehr tun und nun müssen wir Camelot wieder sichern aber wenigstens gibt es endlich die Hochzeit.`

Die Zuhörer erfuhren die Vorhersage des Vates und jetzt wusste Arthur auch warum Merlin bei Mordreds Anblick so bestürzt war. Jetzt war er froh das er den jungen Ritter nicht mitgenommen hatte und dieser deshalb nicht bei den Enthüllungen des Zauberers dabei ist. Außerdem konnte er sich nun erklären woher Morgana einen Drachen hatte. Armer Merlin, es musste ein Schock gewesen sein, sein Ziehkind in den Fängen des Feindes zu wissen. Da kam ihm ein Verdacht. War es vielleicht sogar derselbe den Lumina gerufen hatte? Er glaubte nämlich nicht das es so viele weiße Drachen gibt. Auf DIE Erklärung war er gespannt.
Es ging mit dem Totenhorn weiter.

´Arthur hat ein Horn bekommen mit dem man mit den Verstorbenen reden kann. Er benutzt es. Am liebsten würde ich ihn begleiten aber es darf nur eine Person den Kreis betreten. Ich glaube nicht das ihm gefällt was er zu sehen bekommt.`

„Wie recht er doch hatte“ murmelte der König. Die Anschuldigungen seines Vaters hatten ihn schwer getroffen. Heute weiß er das seine Entscheidungen goldrichtig waren.

´Seltsame Vorfälle ereignen sich. Gaius meint Arthur hat den Geist seines Vaters befreit. Das ist nicht gut. Uther ist unberechenbar. Mein Ziehvater gibt uns einen Trank mit dem man den Geist sehen kann. Wir trennen uns. Ich irre umher. Mein Unwohlsein steigert sich. Da höre ich etwas, es kommt aus dem Thronsaal. Schnell jetzt. Uther hat Arthur betäubt und will ihm etwas antun. Ich verhindere das. Ich gebe mich ihm zu erkennen als er meint das ich NUR ein Diener bin. Er ist entsetzt und meint ich schade Camelot. Ich kläre ihn auf und sage voller Überzeugung „Arthur ist ein besserer und würdigerer König als ihr es jemals wart.“ Das erzürnt ihn und ich schleudere ihn weg.`

Arthur war gerührt. Er wusste ja schon das Merlin ihn so sieht aber das er ihn sogar vor Uther verteidigte war eine Schippe zu viel.

´Sperre nageln mich fest und Uther will mich durchbohren. Arthur rettet mich indem er in das Horn bläst. Gott sei Dank hat der Geist nicht ausreden können wer weiß was sonst passiert wäre.`

„Er hatte keine Angst zu sterben aber euer Urteil fürchtete er“ meinte Leon ungläubig. „Und zwar nicht zu Unrecht.“ gab Arthur zu. Alle schwiegen bis Gwain sich einen Ruck gab „Und jetzt?“ fragte er. „Na was schon? Ich kann ja wohl kaum darauf beharren das er den Tod oder die Verbannung verdient hat. Ich muss das Gesetz ändern aber erst wenn wir hier fertig sind“ sagte der Blonde mit dem Brustton der Überzeugung und sah in freudestrahlende und hochachtungsvolle Gesichter. Ein bisschen mussten sie noch lesen.

´Nemeth wurde von Odin angegriffen. Mithian tut mir leid aber diese Angst in ihren Augen...
Da ist doch mehr als nur das was sie uns erzählt. Irgendetwas ist zwischen ihr und ihrer Hofdame, aber was?`

´Als ich sie bei einem Zwischenstopp vom Pferd hebe bemerke ich die Verbrennung an ihrem Handgelenk. Warum lügt sie deswegen? Was verbirgt sie vor uns? Ich komme einfach nicht darauf. Auch bei unserem letzten Halt will sie unbedingt das ich ihren Wasserschlauch fülle. Warum? Sie ist jemand der das normalerweise selbst tut. Ganz in Gedanken erfülle ich die Bitte und mein Blick fällt auf einen Stein. ´Morgana´steht da. OH Gott! Ich renne so schnell wie ich kann aber Morgana muss etwas geahnt haben. Sie lässt mich an den Baum fliegen und drückt meine Kehle zu. Ohnmacht ergreift mich.`

„Verdammt und wir haben geglaubt das er einfach nur tollpatschig war“ meinte Percival mit zusammengepressten Kiefer. Alle hatten das geglaubt.

´Gaius hat mich geheilt. Ich muss sofort Arthur hinterher, er reitet in eine Falle. Gwain begleitet mich. Wie immer ist er an meiner Seite geblieben, eines Tages muss ich seine Treue erwidern.`

„Das hast du doch schon“ murmelte dieser.

´Die Ritter sind umstellt und Arthur in dem Grab. Gwain wird die Wachen der Ritter ausschalten, ich kümmere mich um Arthur. Ich komme gerade rechtzeitig. Odin holt gerade zum letzten Schlag aus. Mein Zauber lässt die Erde beben und Arthur kann sich befreien. Wir fliehen und wir beide spielen die Lockvögel. Odin kann uns einholen aber er will einen Zweikampf mit Arthur. Ich darf mich nicht einmischen. Mein Freund muss ihn allein besiegen und das tut er auch, aber als er dazu ansetzt Odin zu töten halte ich ihn auf. Er will doch Frieden. Niemandem ist damit gedient wenn er den verhassten Feind erschlägt. Er hört auf mich. Odin überrascht uns beide damit das er den Waffenstillstand annimmt. Beinahe hätte ich vor Erleichterung gelacht.`

„Und damit hat er Frieden geschaffen obwohl ich fast soweit war und den Mörder meines Vaters töten wollte“ gab Arthur freimütig zu.

Nun kamen sie zu den letzten Einträgen.

´Das Land stirbt und ich mit ihm. Ich weiß nicht warum aber die Vision war eindeutig. Ein Wesen genannt Fanal bedroht diese Welt. Es ernährt sich von Magie und reinen Seelen wie die von Kindern. Was auch geschieht ich muss es vernichten. Ich weiß noch nicht wie aber etwas muss etwas geben. Doch in einem bin ich mir sicher, ich werde sterben. Entweder durch den Fanal oder durch Arthur. Wobei letzterer Tod wahrscheinlich gnädiger ist, denn selbst wenn er mich nur verbannt wird die Krankheit des Landes mein Untergang.`

Arthur schwieg betroffen. Sein Freund war sich sicher gewesen dem Tod entgegen zu reiten. War sich gewahr das der König ihm zürnen würde. War er wirklich so verbohrt? Er kannte die Antwort. Ohne Lumina hätte er Merlin keine Chance gegeben. Hätte seine Erklärungen abgeschmettert weil er dachte das dieser lügen würde. Es wäre der größte Fehler gewesen den er je begangen hatte. Einen den er nicht mehr hätte rückgängig machen können weil der Zauberer in jedem Falle gestorben wäre.
Wieder wünschte er das sein Freund überlebte. Nur mit ihm konnte er hoffen das zu erreichen was des Zauberers Traum ist.
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Lumina stand in einem Apfelhain. Die Blumen blühten und dufteten um die Wette. Es war ein wunderschöner Ort. Die Zauberin sah sich um. Wo war sie und was musste sie tun? Da sah sie in weiter Ferne zwei Menschen. Sie ging auf diese zu stockte aber als sie erkannte wer sich da vor ihr befand.
Merlin mit einer unbekannten Frau. Beide küssten sich. Lumina erstarrte förmlich.
Keiner der beiden registrierte sie. Immer wilder wurde ihr Zungenspiel und schließlich sanken sie in die blühende Wiese und man konnte sich denken wo das hinführen würde.

Die Weißhaarige wusste nicht was sie davon halten sollte bis neben ihr das grünliche Kind wieder erschien. „Was ist hier los?“ fragte sie. „Das ist Merlins große Liebe. Ihr Name ist Freya. Sie ist jetzt noch Herrin des Sees aber wenn er durchkommt wird er sie eines Tages aus dem Dienst des Sees entlassen und mit ihr zusammen sein“ erklärte die Hüterin.
Schmerzhaft zog sich Luminas Herz bei diesen Worten zusammen. Ihr Schwarm hatte schon jemanden den er liebte? Hatte er sie deswegen nicht zurück geküsst? Er hatte auch nie gesagt ob er sie mochte. Hatte sie sich zu viel versprochen?
Sie schüttelte den Kopf. Selbst wenn musste sie ihn retten. Nur er vermochte den Fanal aufzuhalten, die Göttin hatte es ihr gesagt. Dann musste sie ihn eben ziehen lassen. Wenn er nur glücklich werden würde war es ihr das wert.

Wieder änderte sich die Umgebung. Eine sternenklare Nacht beleuchtete die Szene. Eine verhüllte Gestalt stand vor ihr. „Wie willst du jemandes Herz betören wenn du nicht einmal weißt wer du bist“ höhnte ihr Gegenüber. „Wie soll ich es denn wissen? Ich bin ein Findelkind“ entgegnete sie. Natürlich wünschte sie sich zu erfahren wo sie herkam aber wie sollte das gehen?
Die Gestalt zog die Kapuze vom Kopf. Merlin. „Glaubst du wirklich du könntest mich täuschen? Du weißt ganz genau wer du bist. Wie überaus enttäuschend das du nicht einmal fähig bist mir die Wahrheit zu sagen“ damit wandte er sich ab.

„Aber ich weiß es wirklich nicht!“ rief sie ihm hinterher. Sie wollte ihm folgen, erklären das ihr nie jemand hatte sagen können woher ihre Kräfte kamen aber er verschwand einfach im Dunkeln. Tränen rannen zu Boden. Wieso glaubte er ihr nicht? Hatte sie ihm nicht alles gesagt was sie wusste? Plötzlich erstrahlte der Mond und die Sonne gesellte sich dazu. „Tochter“ ertönte es von beiden.
WAS? Lumina glaubte nicht was sie hörte. Sie sollte die Tochter von Sonne und Mond sein?

„Siehst du nicht das deine Kräfte anders sind? Merkst du nicht das deine Kraft nicht aus der Erde kommt wie bei den meisten Zauberern? Das du mächtiger bist wenn der Mond scheint oder die Sonne ihre ganze Kraft entfaltet? Du bist unser Kind, geboren im Schatten einer Sonnenfinsternis“ erklärten ihr die Beiden.
Lumina wusste auf einmal das es die Wahrheit war. Sie war ein Kind der Sterne. Geboren aus einem Teil der Kraft der hellen Göttin, deswegen konnte sie Zauber entfalten die andere Magier nicht beherrschten, dafür waren ihr die heilenden Zauber der Erde verwehrt. Illusion und Stärke waren ihre Spezialität. Darum konnte sie Arthur und die Ritter vor Emrys verbergen, deswegen kann sie mit dem Drachen reden obwohl sie nicht die Gabe des Drachenmeisters hat da Drachen teilweise aus Sternenstaub bestehen. Was für eine Erkenntnis.

Dieses Wissen war erdrückend. Niemals würde Emrys, beziehungsweise Merlin ihr gehören. Die Erde konnte nicht mit dem Himmel zusammen sein. Es war unmöglich. Lumina schluchzte auf, sie musste den Magier loslassen, zu seinem eigenen Wohl. Selbst wenn er sie um sich haben wollte ging es auf Dauer nicht. Ihre Kräfte waren zu unterschiedlich. Sein Leben wäre sonst verwirkt. Traurig musste sich Lumina eingestehen das sie nach Beseitigung des roten Schreckens ihren eigenen Weg finden musste. Nie würde sie den Schwarzhaarigen wiedersehen und das war gut so.

Die Prüfung war vorbei. Die grünhautige Hüterin meinte „Und jetzt können wir ihn heilen.“
Wenigstens etwas.
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