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Streetwalking Baby

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
Michael Jackson OC (Own Character)
02.09.2021
15.09.2021
14
42.226
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15.09.2021 4.050
 
Zwei Wochen später. Donnerstag. Der Tag an dem ich in meine neue Wohnung ziehe. Wirklich viel besitze ich nicht, weshalb ein Auto reicht, dass mein neuer Kollege und Freund Greg fährt. Er spielt Keyboard in der Band. Ein Bett steht bereits in der Wohnung und die nötigsten Möbel. Mit Auto fährt man nur ein bisschen mehr als eine Stunde. Die Zeit vertreiben wir mit Musik hören und Reden hin und wieder miteinander.

Wie hat deine Mum reagiert?" fragt Greg, „Muss doch sicher schwer sein, wenn das nächste Kind das Haus verlässt."

Ja, sie hat sehr geweint." sage ich etwas traurig. Zwar war Mutter glücklich, dass ich einen so guten Job fand und damit auch gut verdiene aber bestürzt war sie dennoch als ich von der Wohnung erzählte. Janet war froh, dass ich ausziehe, denn jetzt hat sie ihr eigenes Reich, was für ihr Alter auch wichtig ist. Jetzt fängt mein neues Leben an und ich werde immer etwas Geld zu ihnen schicken. Denn ich werde mehr als genug verdienen, auch wenn ich später die Wohnung weiter bezahle. Ich habe mir alles genau ausgerechnet.

Wir fahren an der Kirche vorbei, die mich genauso traurig macht. Ich werde Delali nun nicht immer sehen können, dabei waren die letzten Tage schon so schwierig. Es ist Prüfungszeit und ich lerne mehr denn je, sie arbeitet ebenso mehr, da langsam der Frühling eintritt und die Season startet. Wir haben uns dadurch kaum bis gar nicht mehr gesehen. Da war ich an meinem Ziel und habe sie gewonnen, doch es fühlt sich an als hätte ich sie wieder verloren. Sie fehlt mir schmerzlich. Aber morgen wird sie zum Auftritt kommen und bei mir übernachten, das steht fest und ich freue mich darauf.

Auch fahren wir an einem Blumenladen vorbei, wo ich Brooke erkenne und breit lächeln muss. Sie arbeitet mit viel Freude und trägt Blumen nach draußen zur Schau. Ich werde meine Freunde vermissen, doch es steht fest, dass ich sie regelmäßig besuchen werde. Das habe ich meiner Familie und auch Liz versprochen. Selbst Bruce und die anderen beiden traf ich gerade gestern wieder an und erzählte von meiner jetzigen Situation. Bruce hat sich ehrlich für mich gefreut und wir gaben uns eine letzte freundschaftliche Umarmung, die ich auch Ski und Wesley gab, der seit der Aktion beim Krankenhaus war und noch alles gut ging, nur humpelt er noch etwas, weil eine Sehne durchtrennt wurde. Annie geht es auch gut, sie traf ich im College wieder, zum Glück weiß sie wirklich nicht, dass ich mit im Haus war. Nachdenklich schaue ich aus dem Fenster und betrachte meine alte Heimat. Hier habe ich wirklich viel Blödsinn betrieben, die ich Greg alle erzähle während der Fahrt.


~~~



Nervös stehe ich am Bahnsteig und warte auf den Zug, der sich auch endlich blicken lässt. Sofort stehe ich auf und verstecke die Blumen hinter meinem Rücken. Aufgeregt tapste ich mit meinem Fuß bis die Bahn hält und die Menschen aussteigen. Nach endlosen fremden Gesichtern, sehe ich dann endlich Delali mit einem großen Rucksack auf dem Rücken. Grinsend läuft sie auf mich zu und umarmt mich fest. Endlich rieche ich ihren süßlichen Duft wieder. Als sie sich löst überreiche ich ihr den kleinen Blumenstrauß, den ich spontan kaufte. Zum Dank bekomme ich einen liebevollen Kuss auf die Wange. Ich nehme ihren Rucksack ab und wir spazieren durch das Viertel und ich zeige ihr das, was ich bisher auch kenne. Bei meiner Wohnung angekommen machen wir einen kleinen Rundgang. Ich bin so stolz meine eigene Wohnung zu haben und das merkt Delali auch und schmunzelt immer wieder. Wir setzen uns auf mein Bett als sie ehrlich spricht: „Ich bin stolz auf dich, Michael. Und nie hatte ich an dir gezweifelt."

Ich gebe ihr einen kurzen Kuss auf die Stirn als ich auch schon ein bisschen Druck machen muss: „Wir müssen langsam zum Club. Ich muss mich fertig machen und die letzten Vorbereitungen stehen noch an."

Da ich heute ja noch College hatte und sie erst spät herkam ist das alles schon beinahe stressig aber für sie tue ich es gerne. Im Club muss ich Delali ein bisschen vernachlässigen, denn ständig kommt ein Kollege zu mir, das Kostüm passt nicht so wie es sollte und die Lichtverhältnisse machen auch ihre Streiche. Greg legt plötzlich einen Arm um mich als ich gerade dabei bin meine dunklen Flecke im Gesicht mit Make Up zu kaschieren: „Du hast nicht erzählt, dass deine Freundin solch eine Schönheit ist."

Neidisch?" grinse ich herausfordernd, was uns beide zum lachen bringt. Jennifer kommt zu uns in einem Anzug: „Wenn der Song nach hinten los geht, bringe ich dich um, Jackson."

Wird es schon nicht." verteidigt Greg mich, „Selbst Frank wird eine Träne vergießen. Und wenn dem so ist, schuldest du mir 20 Dollar."

Jennifer klatscht ein und so haben sie eine Wette, die sie öfter schon machen, wie mir auffiel. Dann ist es auch schon so weit. Der Club füllt sich, die Musik ertönt aus der Anlage und Shana bringt auf meiner Bitte Delali hinter die Bühne. Sie staunt als sie mich sieht: „Wow, du siehst so ... anders aus."

Ich trage wieder eine enge Hose, ein weißes T-Shirt und darüber ein langes weißes Hemd, was ich mir von dem Tonmann nahm, da ich es so cool fand. An meiner Hose sind mehrere Gürtel befestigt und überall findet man Nieten.

Ich hoffe dir gefällt die Show." sage ich, „Wir konnten noch nicht so viel zusammen proben, daher ist das meiste mehr spontan als einstudiert aber wir geben unser Bestes."

Ich bin mir sicher, dass du die Hütte rocken wirst!" strahlt Delali mich an und zieht mich zu sich für einen Kuss, der von einem Bandmitglied unterbrochen wird, da wir gleich dran sind und davor immer zusammen beten.

Möchte unsere Schönheit das Wort ergreifen?" fragt Greg sie höflich, „Wie ich hörte, arbeiten Sie ehrenamtlich in einer Kirche."

Delali ist etwas schüchtern: „Ehm, gerne." sagt sie und spricht ein Gebet nachdem wir uns alle in die Hände nehmen. Gleichzeitig sagen wir Amen und jubeln uns nochmal für eine gute Show zu. Shana zieht Delali wieder zur Bar, wo sie die beste Aussicht haben und nicht so von Gästen bedrängt werden als ich mit der Band die Bühne betrete und wir wieder verschiedene Coversongs vorspielen. Wie in den letzteren Abenden bin ich in meinem Element und zieh das Publikum mit mir. Immer wieder schaue ich kurz nach Delali, kann sie aber nur schwer erkennen, was ich jedoch erkenne ist, dass sie mit zum Rhythmus klatscht und das reicht mir um noch glücklicher zu sein.

Nach mehreren Songs kommt dann der Moment. Schnaufend stehe ich am Mikro und bedanke mich knapp, bitte alle ruhig zu sein damit ich endlich reden kann: „Ich möchte nur erwähnen, dass heute eine ganz besondere Person hier ist, nämlich meine Freundin. Delali." ich schaue in ihre Richtung und ein Scheinwerfer erleuchtet sie, ich lächel ausgelassen, „Seit du in meine Welt getreten bist, hast du alles zum guten verändert. Ich liebe dich. Und dieser Song ist für dich."

Ich drehe mich zu Greg und nicke. Sie fangen an zu spielen. Zwar habe ich meine Traumfrau bereits, doch diesen Plan wollte ich ihr dennoch geben, nochmal richtig meine Gefühle gestehen und meinen selbst geschrieben und selbst komponierten Song ihr überbringen. Hier in diesem Club. Ich fange an zu singen:

Liberian girl
You came and you changed my world
A love so brand new
Liberian girl
You came and you changed me  girl
A feeling so true
Liberian girl
You know that you came
And you changed my world

Just like in the movies
With two lovers in a scene

And she says, „Do you love me?"
And he says so endlessly
I love you, Liberian girl"

Mit so viel Gefühl sang ich noch nie. In diesen Text habe ich alles reingesteckt, genauso was der Sound angeht, wobei mir Greg kurzfristig half. Und ich spüre, es ist perfekt. Das findet auch das Publikum, die sich ihre Feuerzeuge zücken und die Flamme langsam zum Rhythmus bewegen.

I wait for the day
When you have to say, „I do"
And I'll smile and say it too
And forever will be true
I love you, Liberian girl, all the time"


Dann ist der Song auch schon vorbei. Alle klatschen und bejubeln mich. Grinsend verbeuge ich mich und blicke zu meinem wichtigsten Hörer. Jedoch sehe ich sie nicht. Panik kommt mir. War das zu viel für sie? Verzweifelt suchen meine Augen nach ihr, ich müsste sie eigentlich leicht finden, da sie ein auffälliges Kopftuch trägt aber ich finde sie nirgends, nur Shana an der Bar die in ihre Hände klatscht.

Mike!" ruft Greg mir zu und zeigt zur anderen Seite, wo ich sofort hinschauen. Mir fällt ein Stein vom Herz, sie ist auf die Bühne gekommen und nicht weggelaufen. Sie hat Tränen in den Augen als sie lächelnd zu mir rennt und in meine Arme springt. Der Jubel wird größer, doch ich ignoriere es. Nur Delali ist gerade wichtig und ihre Liebe.

Das war so wunderschön." flüstert sie in mein Ohr, „Ich liebe dich, Michael!"

Wir lösen uns und küssen uns hingebungsvoll. Das Publikum rastet hörbar aus.


~~~



Nach weiteren Auftritten und kleiner Feier unter den Kollegen, erreichen wir meine Wohnung. Es ist 5 Uhr morgens. Erschöpft lege ich mich auf mein Bett und schließe sofort meine Augen. Ich höre Delali kichern und spüre wie sie sich auf mein Schoß setzt. Gerade als ich verwirrt meine Augen öffnen will, küsst sie mich verlangend und ich genieße es hörbar. Ihre Hände gleiten über meine Brust, was mich ganz zimperlich macht und ich sie stoppen muss: „Was wird das?" frage ich sie leise ganz nah an ihrem Gesicht. Sie lächelt mich nur schelmisch an: „Wie fühlt es sich an?" fragte sie gespielt unschuldig und schenkt mir hauchzarte Küsse auf meinem Hals, die mir eine Gänsehaut bereitet.

Das ist gemein." keuche ich als sie ihre Hüfte kurz nur bewegt und mich damit stimuliert hat. Doch sie hört nicht auf, küsst mich immer weiter und streichelt mich. Ich liege einfach nur da und genieße es. Dabei ist es eigentlich eine ziemliche Qual. Ich habe Respekt vor Delali und akzeptiere ihre Entscheidung zum Thema Sex vor der Ehe. Aber wenn dies im Hintergedanken ist, kann man es jetzt schlecht genießen. Spielerisch wechsel ich unsere Position und bin nun auf ihr. Tief blicke ich in ihre Augen: „Delali." hauche ich außer Atem, „Du hast keine Ahnung, was für eine Qual du mir hiermit bereitest."

Ich muss leicht schmunzeln. Sie legt ihre Hände um meinen Nacken, wickelt ihre Beine um meine Hüfte und drückt mich an sich.

Würdest du mich sofort, jetzt auf der Stelle heiraten?" fragt sie mich ernst und ich nicke wie in Hypnose. Ihr Lächeln wird breiter: „Dann liebe mich bis dass der Tod uns scheidet."

Bestimmend zieht sie mich zu sich hinunter und küsst mich verlangend. Habe ich es richtig verstanden? Sie will es wirklich tun? Ihre Hände sprechen die Antwort, die langsam zu meiner Hose wandern. Ja sie will es. Sie will mich! Wir küssen uns immer wilder und leidenschaftlicher. Das erste Kleidungsstück, mein Pullover fällt zu erst auf den Boden, den sie mir über dem Kopf stülpte. Wir sitzen auf dem Bett und sie küsst meine nun nackte Brust, die schon glühend heiß wurde vom Verlangen. Ich bin noch etwas zögerlich als ich mich an ihrem Oberteil ran machen will und es ihr überziehe. Wir blicken uns in die Augen als ich ihr langsam das Kopftuch abnehme. Ihre Locken kommen zum Vorschein und umrandet ihre Schönheit. Wir küssen uns und entledigen uns dabei die anderen Klamotten bis wir letztendlich nackt sind. Ich habe uns die Strickdecke über gelegt, beuge mich über ihr und frage sie nochmal zur Sicherheit: „Bist du dir sicher?"

Ich war mir noch nie sicherer." haucht sie mir entgegen mit einem sanften Kuss auf den Lippen, „Ich vertraue dir. Ich liebe dich und ich will dich, Michael."

Noch einmal küssen wir uns als ich langsam in sie dringe. Unsere Augen unterbrechen den Kontakt nicht. Jegliche Emotion kann ich an ihr erkennen. Dabei auch etwas Schmerz, wobei ich mich verlangsame. Ich will ihr nicht weh tun. Nur bis zur Hälfte bin ich in ihr und verharre für einen Moment, damit sie sich gewöhnen kann.

Alles in Ordnung?" erkunde ich mich und sie nickt nur leicht. Ich spüre wie sie krampfhaft versucht sich zu entspannen. Ich halte mein Gewicht auf meine Ellbogen und küsse sie sanft am Hals: „Atme entspannt ein und wieder aus." flüstere ich an ihrem Ohr und knabbere leicht daran. Und tatsächlich entspannt sie sich. Ich kann spüren wie sie sich um mich herum lockert und ich weiter eindringen kann. Vorsichtig bewege ich mich vor und zurück. In einem gleichmäßigen Rhythmus. Langsam fängt sie an zu stöhnen, was sie vorerst unterdrückt hatte. Ihre Stimme lässt mich am ganzen Körper kribbeln. Ich spüre ihre Fingernägel in meinem Rücken durchbohren. Es tut nicht so sehr weh, wie man annehmen würde. Ihr Gestöhne klingt immer lustvoller, wobei ich mich etwas schneller bewege aber immer wieder abbremse und dieses Tempo mehr beibehalte, einfach weil es so viel schöner und intensiver ist. Ihre nackte Haut an meiner gibt mir eine gesamte Gänsehaut. Ihre wundervoll geformten Brüste die sich so gut anfühlen. Ihr sinnliches Gestöhne. Langsam streiche ich meine Hand um ihren Bauch hinunter zur richtigen Action und reibe ihren Kitzler, wobei sie erschrocken keucht. Ich bleibe bei einem langsamen Rhythmus und bewege meine Hand dazu. Fest krallt sie sich an meinem Nacken fest und zieht sich zu mir hoch: „Michael!" stöhnt sie in mein Ohr und ich verspüre, wie sie sich um mich verkrampft. Höre kein Mucks mehr von ihr bis sie sich völlig entspannt ins Kissen fallen lässt. Ich stoppe meine Tätigkeit und schaue sie zufrieden an. Erschöpft liegt sie da, ihre Augen geschlossen, Schweiß an der Stirn, die ich ihr weg wische und kurz darauf einen Kuss gebe ehe ich mich aus ihr ziehe, wobei sie noch durch die Erregung stark zusammen zuckt. Ich lege mich neben ihr und decke uns zu. Stumm beobachte ich sie wie sie langsam wieder Luft bekommt und mich dann zufrieden anlächelt: „Bist du gar nicht erschöpft?" fragt sie mich, wobei ich kichern muss: „Ich habe nicht alles gegeben aber es reicht mir auch so, denn du schaust zufrieden aus." ich streiche ihr ein paar Haare aus dem Gesicht. Sie dreht sich mit dem Bauch nach unten und somit auch näher an mich. Es sieht so erotisch aus, wie sie mich über ihrer nackten Schultern anschaut: „Dann zeig mir, was du alles kannst."

So sehr ich es auch möchte, möchte ich es doch ein wenig langsam angehen und küsse sie nur nochmal: „Ich liebe dich." hauche ich ihr entgegen, „Es wird noch viele Nächte geben, in denen ich nicht aufhören kann dich zu lieben. Aber vorerst sollten wir uns zügeln." sage ich ihr und wir küssen uns schwach, da wir beide doch ziemlich erschöpft sind und lieber schlafen. Wie Gott uns schuf, liegen wir in meinem Bett. Delali in meinen Armen und ich fühle mich geborgen.


~~~



Wie eine glückliches Paar verbringen wir den Samstag in der Stadt. Essen ein Eis, machen Späße, fahren mit einem ausgeliehenen Boot über einen See und sitzen im Park und reden über dieses und jenes. Es ist einfach traumhaft. Unsere Liebe faltet sich gänzlich aus. Und durch das gute Geld kann ich sie sogar in ein Restaurant einladen. Es ist ein gutes Gefühl ihr etwas bieten zu können. Nach einem weiteren Abend im Club ist sie auch wieder dabei und wir tanzen sogar zusammen auf der Tanzfläche. In dieser Nacht nach einem langen Spaziergang, geht es in meinem Schlafzimmer heftiger ab als davor. Ich konnte mich doch nicht so beherrschen wie ich erst wollte und zeigte ihr, was ich kann.

Dabei habe ich glatt ein schlechtes Gewissen am nächsten Morgen, da sie Schmerzen verspürt aber nach ihrer Aussage auszuhalten. Zusammen fahren wir nach Brooklyn, ich wollte auch nochmal meine Familie besuchen und meine Freunde. Sie alle sind in der Kirche, selbst Liz ist dabei, die euphorisch mit meiner Mutter redet. Schon beinahe befremdlich ist dieses Bild aber es ist schön, dass sie sich verstehen. Delali geht nach vorne zu den Chormitgliedern, ich wollte ihr folgen doch Joe steht vor mir: „Ihr wollte dir sagen, dass ich stolz auf dich bin, Michael."

Spielt mein Verstand gerade ein Streich? Hab ich es richtig verstanden? Entrüstet blinzel ich meine Augen als Joe mich mild anlächelt und auf meine Schulter klopft. Dann geht er auch schon wieder. Hat Joe das allen ernstes so gemeint? Sonst lächelte er nie so. Langsam realisiere ich was passiert war und lächel nun auch als mich Billie mit einer Umarmung überrennt. Auch Janet springt auf mich zur Begrüßung, wobei ich angestrengt prusten muss, da sie ja doch etwas schwer wurde mit der Zeit und keine 6 Jährige mehr ist, die man mal so herum tragen konnte.

Wir setzen uns alle hin, da der Gottesdienst beginnt. Alles ist wie immer. Bevis beginnt eine Ansprache, wir beten gemeinsam, noch mal eine Ansprache und dann kommt der Chor. Delali grinst mir zu und bittet mich nach vorne. Zögerlich stehe ich auf und stelle mich neben ihr hin. Sie nimmt meine Hand in ihrer: „Ich möchte euch mitteilen, dass nicht nur Gott alleine euch helfen kann. Sondern, ihr müsst auch selbst etwas tun. Wie Michael es vormachte. Er kam aus dieser Gegend raus und besteht sein College mit exzellenten Durchschnitt. Dabei gab es auch schwere Zeiten. Kam mal vom Kurs ab, tat die Dinge, die er nie mehr machen wollte. Er hatte sein Job verloren, doch mit der Hilfe seiner Freunden fand er schnell neue Arbeit und schaffte es sogar hier raus zuziehen. Nun lebt er seine Leidenschaft im Club aus. Er singt und tanzt vor einem großen Publikum, die ihn alle lieben." sie dreht ihren Kopf zu mir und lächelt, „Genauso wie ich."

Auch ich muss grinsen als wir uns dann küssen und die Gemeinde klatscht. Schnell dreht sie sich zum Mann am Klavier um und symbolisiert ihm los zu spielen. Delali nickt mir zu und ich stehe in der Mitte vor dem Chor. Lange hatte ich nicht mehr vor meiner Familie gesungen. Ein wenig nervös fange an zu singen:
*Keep the Faith; https://www.youtube.com/watch?v=vIEiP7kzGjI

If you call out loud
Will it get inside
Through the heart of your surrender
To your alibis
And you can say the words
Like you understand
But the power's in believing
So give yourself
A chance
'cause you can
Climb the highest mountain
Swim the deepest sea, hee
All you need is the will to want it
And, little self-esteem
So keep the faith
Don't let nobody turn you 'round
You gotta know when it's good to go
To get your dreams up off the ground"


Es ist ein Song den ich selbst schrieb und es um das Glauben geht. Dass man zuerst immer an sich selbst glauben sollte und hoffe inständig, dass man meine Message versteht. Die Gemeinde klatschen rhythmisch in die Hände und der Chor steigt irgendwann mit ein.

I told my brother how to do the thing right
Lift up your head and show the world you got pride
Go for what you want, don't let 'em get in your way
You can be a winner,
But you got to keep the faith
Gon' keep it brother
You got it
I know that keepin' the faith
Means never givin' up on love
But the power that love has
To make it right
Makes it
Makes it right"


Am Eingang der Kirche erkenne ich drei Gestalten, die mich breit grinsen lassen. Bruce, Ski und Wesley beobachten meinen Gesang und tippen sogar mit der Musik mit. Alle in der Kirche stehen auf, singen und tanzen mit mir. Es ist unbeschreiblich. Das ist Menschen mal so mitreißen würde.

Don't let nobody take you down
Just keep your eyes on the prize
And get your feet back on the ground
Keep the faith, baby, yea
Because it's just a matter of time
Before your confidence will win out
But till that day
I said you've got to keep the faith!"


Von allen werde ich bejubelt und ich selbst klatsche in die Hände für den himmlischen Chor und dem Klavierspieler. Viele Komplimente bekomme ich ab und Mutter weint sogar ein wenig als ich zu ihnen laufe und sie mich umarmt. Auch Liz verdrückt sich ihre Tränen. Dann nehmen sie auch schon Delali zu sich und reden mit ihr. Ich steuer zu Bruce, Ski und Wesley. Bruce atmet hörbar: „Das war der Wahnsinn, Mike."

Vielleicht sollten wir dich als Vorbild nehmen." meint Wesley und lacht. Ich schüttel den Kopf: „Ihr müsst nur an euch glauben."

Es ist gemütlich hier." Bruce schaut sich demonstrativ um, „Vielleicht sollten wir hier unseren neuen Treffpunkt aufbauen. Und dann beten um uns selbst zu finden."

Mir erscheint ein Lächeln auf dem Gesicht, das Bruce erwidert und wir unsere Hände einschlagen um eine Umarmung zumachen. Das gleiche mache ich auch bei den anderen beiden.

Und du bist jetzt tatsächlich mit der afrikanischen Schönheit zusammen?" fragt Ski und ich nicke stolz: „Wir gehören einfach zusammen."

Wie romantisch." meint Wesley angeekelt aber noch im scherzhaften Sinne. Sie bleiben noch lange in der Kirche. Auch wenn alles sorglos erscheint, sind natürlich nicht alle Probleme hier beseitigt. Zum Beispiel hat niemand mehr etwas von Marlon gehört, Jermaine habe ich seit er mit Delali zusammen war auch nicht mehr gesehen oder was gehört, Joe, der nach Randys Aussage noch immer Prügellust hat aber wenigstens einen bessere Job bekam. Die Sache mit den Prostituierten, die Kriminalität, das alles ist ja nicht einfach weg, nur weil ich meinen Weg fand aber wenigstens ist dieser Tag unbekümmert und wir alle lachen zusammen. Sind, wenn auch nur für einen Moment glücklich und ich erzähle ihnen vom Club, wo ich sie alle einladen werde.

Das Gespräch wendet sich etwas ab und ich beobachte nachdenklich Delali, die neben mir sitzt und meine Hand hält. Ohne sie wäre vielleicht wirklich alles anderes bekommen und dieses Ziel wäre nie erreicht. Das Schicksal hat schon komplizierte Pläne.

Was schaust du mich so an?" fragt Delali mich und ich zucke die Schultern: „Darf ich mein Geschenk von Gott nicht betrachten?" frage ich spitzbübisch, wobei sie kichert. Wie ich ihr Kichern liebe. So zart, unschuldig und kindlich. Ich lege meinen Arm um sie und küsse ihre Schläfe: „Ich liebe dich."

Ich dich erst." erwidert sie und küsst mich gefühlvoll.


~Ende~



Das warst auch schon wieder mit dieser Geschichte...
Mein Kopf ist nun Matsch xd

Ich hoffe euch hat die Geschichte gefallen und ich konnte alles ein wenig ästhetisch rüber bringen natürlich gibt es da einige Lücken, wie Marlon, Jermaine und so weiter aber ich würde die Geschichte damit glaube ich versauen oder würde in eine Blockade fallen ^^'
Natürlich hoffe ich auch, dass euch die Lemon-Szene gefallen hat. Es war mega peinlich sie aufzuschreiben. Aber es ist akzeptabel, würde ich meinen ^^'
Auf jeden Fall bin ich schon ein wenig stolz auf Michael, dass er da raus kam und doch im Hintergedanken bei den anderen ist.

Vielleicht mache ich sogar mal eine Fortsetzung, bezüglich des 'Dangerous' Albums. Wäre eine Überlegung wert, was meint ihr? Aber wirklich sicher bin ich es noch nicht.
Nun gut. Ein großes Dankeschön an die Geisterleser, auch wenn nichts zurück kam xd
Aber immerhin wird es gelesen, so ist sie nicht vollkommen umsonst. Vielleicht traut ihr euch ja jetzt etwas über die Story zu schreiben. Was ihr gut fandet, was ihr schlecht fandet, was ihr vielleicht geändert hättet oder sogar gänzlich blöd
fandet. Solange ihr nett bleibt und mich hinweist und nicht beleidigt könnt ihr gerne alles raus hauen ^^


Ich wünsche euch allen einen schönen Morgen, Tag, Nacht, wann immer ihr dies hier liest :)
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