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Einfach abtauchen

von Laila
Kurzbeschreibung
OneshotHumor, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
02.09.2021
02.09.2021
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Hallo zusammen,

hier kommt mein Beitrag zur Wochen-Challenge. https://forum.fanfiktion.de/t/65883/15
Die Vorgabe war:
Kalenderwoche 35:
Es gibt nichts schöneres, aber auch nichts gefährlicheres, als völlig in einer fremden Welt zu versinken.

Diese Geschichte war schon fertig, ich habe sie nur etwas umgeschrieben.
Viel Spaß damit


Steve und Venom – Einfach abtauchen

Gelangweilt saß Steve auf seinem Platz und dachte an seinen Geliebten.
Er war 19 Jahre jung und liebte einen Vampir, seinen Allienvampir wie er ihn immer nannte.
Ihre Liebe war verrückt, absurd und dürfte nicht möglich sein.
Steve war im Jahr 1966 geboren wurden und lebte jetzt im Jahr 2021.
Der Sprung durch die Zeiten, Welten und Galaxien verstand er immer noch nicht.

Nach der Schule hatte er sich mit Freunden im Wald getroffen. In einer Kleinstadt gab es auch nicht viel zu erleben. Also traf sich die Jugend in der Nähe eines Militärgeländes.
Hier konnten sie Moped fahren und trinken.
So auch an diesem Nachmittag im Juni.
Steve und einige Freunde aus der Schule waren zusammen gekommen. Einige mit dem Rad andere mit dem Moped. Die Jungs hatten den Alkohol dabei, die Mädchen das Essen.
So war es immer. Es sollte ein entspannter Nachmittag werden.
Steve saß mit Nancy zusammen. Das Mädchen war wunderschön, aber sie reizte ihn nicht wirklich. Viel lieber wanderte sein Blick immer wieder zu Troy, seinen Kumpel.
Der hatte sich das Shirt über den Kopf gezogen und alberten mit den anderen herum.
Neidisch sah Steve ihm dabei zu.
Schon öfter hatte er daran gedacht, wie es wohl wäre diese Haut zu berühren. Aber er wusste, dass er das nicht durfte. Dennoch träumte er manchmal davon.
Ergeben seufzte der junge Mann und wandte sich wieder an Nancy.
Das Mädchen lächelte und wollte gerade etwas sagen, als es einen lauten Knall gab.
Plötzlich kühlte sich die Luft ab und Schreie waren zu hören.
Die Freunde sahen sich panisch um.
Einige der Mädchen kreischten laut auf.
Nancy klammerte sich an Steve als sich eine Gestalt aus den Schatten löste.
Ein Mann in einem langen schwarzen Ledermantel wurde sichtbar. Er war groß und hatte die langen Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden.
Seine Füße steckten in schweren Stiefeln.
Er sah die Jugendlichen an und sein Blick blieb an Steve hängen. Der Fremde neigte leicht den Kopf und nahm dann die Brille ab.
Ein Mädchen schrien nun wieder als noch mehr Männer erschienen.
Aber der große Fremde hob eine Hand. Dann sagte er etwas in einer ihnen unbekannten Sprache und einer der Männer lachte.
Sein Blick lag immer noch auf Steve und dieser machte unsicher einen Schritt zurück. Aber der Fremde war schneller.
Er packte Steve und hob ihn mühelos hoch.
Dann waren sie verschwunden.

Auch heute, über ein Jahr später fröstelte Steve bei dem Gedanken.
Das war unheimlich gewesen.
Er hatte seine Freunde und Familie nie wieder gesehen. Was ihm mittlerweile auch völlig egal war.
Der Fremde, der sich ihm als Venom vorstellte, brachte ihn weit weg.
Steve kämpfte, schrie und trat um sich, bevor ihn gnädige Ohnmacht empfing.
Als er wieder zu sich kam lag er in einem großen, weichen Bett.
Unsicher sah er sich um.
Angst übermannte ihn und der junge Mann schluckte krampfhaft. Das hier war nicht sein Zimmer.
Wo war er? Was war passiert?
„Du bist wach. Das ist gut“, sagte eine Stimme.
Erschrocken zuckte Steve zusammen und sah sich panisch um.
„Hab keine Angst, ich werde dir nichts tun.“
Der Mann mit dem Ledermantel trat in sein Blickfeld und lächelte.
Jetzt trug er jedoch weder den Mantel noch die Brille, aber seine Ausstrahlung war dunkel.
„Wo bin ich? Wer bist du?“ fragte Steve.
Der Mann lächelte.
„Ich bin Venom. Zu erklären wo du bist ist etwas schwieriger.“
Ein erschreckter Blick aus braunen Augen traf ihn. Nicht zum ersten Mal fragte er sich ob er nicht einen Fehler gemacht hatte.
Aber als er die Lichtung betrat, war da dieses Gefühl. Es war eine starke Aura, diese hatte ihn magisch angezogen.
Ohne groß nachzudenken, hatte er den Jungen einfach mitgenommen.
Der junge Mann sah sich um und blickte dann wieder zu Venom.
Er zog die Knie an und versuchte sich klein zu machen.
„Ich will zurück nach Hause. Was ist mit meinen Freunden? Ich will wissen wo ich hier bin. Es sieht alles so komisch aus.“
Vielleicht war es besser ihn gehen zu lassen. Ihn in seine eigene Zeit und auf die Erde zurück zu bringen, aber noch konnte er es nicht.
„Deinen Freunden geht es gut. Wir haben ihnen nichts getan. Wir waren wegen dem Labor dort. Euch trafen wir durch Zufall. Du bist in meinem zu Hause. Sehr weit weg von deinem Heim. Wenn du etwas gegessen hast, machen wir einen kleinen Spaziergang, dann kannst du dich umsehen“, erklärte Venom.
Der Vampir versuchte zu lächeln und kam dann etwas näher.
Erstaunt nahm er zur Kenntnis das der Junge sich nicht bewegte. Er sah ihn nur an.
„Ich bin übrigens Steve. Du hast mich entführt. Willst du mich töten oder vergewaltigen?“
Die Frage hin einen Moment im Raum und Venom sah ihn verblüfft an.
Es war wohl doch kein Fehler gewesen. Der kleine hatte Mut und das imponierte ihm.
„Ein schöner Name. Er gefällt mir. Ich würde nichts gegen deinen Willen tun. Ich hätte aber nichts dagegen wenn du dich mir hin gibst.“
Das Lächeln wurde breiter als er sich auf die Bettkante setzte und Steve nun noch etwas abrückte.
Eine feine Röte zierte dessen Gesicht und er schlug den Blick nieder.
„Mit mir hättest du sicher deinen Spaß und ich würde dir Lust schenken.“
Erschrocken zerrte Steve an der Decke und wäre am liebsten im Boden versunken.
Der Kerl konnte sowas doch nicht sagen.
Unsicher sah er Venom an. Der lehnte entspannt an der Wand und musterte ihn.
Da lag nichts Böses in den Augen. Der Mann war eher wunderschön, stark, männlich und wild.
Ganz offen sah Steve ihn nun an und spürte die Hitze in seinen Wangen.
Das hatte er ja noch nie getan.
Er konnte das erste Mal einen Mann ganz genau beobachten, ihn sich in seiner ganzen Pracht ansehen.
Die Kleidung ließ auch genug erahnen und heizte seine Fantasy an.
„Warum ich?“ fragte er dann leise.
Der Vampir zuckte die Schultern.
„Weil ich dich wollte. Ich habe dich gesehen, deine Aura gespürt und wusste das ich dich mitnehmen muss. Ich werde dich aber nicht gegen deinen Willen hier behalten. Wenn du wirklich gehen möchtest, dann bringe ich dich zurück zur Erde. Wenn du bleiben möchtest, zeige ich dir die Sterne, andere Planeten, Welten und Zeiten.“
Die Worte hingen zwischen ihnen, als Steve versuchte das gehörte zu verstehen.
Welten? Zeiten? War der Kerl verrückt?
Als hätte Venom es gespürt, schüttelte er den Kopf und blickte Steve nun aus gelben Augen an. Sein schönes ebenmäßiges Gesicht war eine Fratze des Bösen.
Völlig verwirrt schloss Steve die Augen, als er sie wieder öffnete blickte ihn immer noch das Monster an.
„Was bist du? Du tust mir doch nichts oder? Was geht hier vor?“
Unsicher erhob er sich aus dem Bett und tat ein paar Schritte.
„Ich bin ein Vampir. Eigentlich wollte ich es dir zeigen und nicht jetzt erklären. Aber du bist auf einem fremden Planeten in der Zukunft. Das hier ist die Asga-Galaxy. Wir sind Lichtjahre von der Erde entfernt. Der Planet heißt Helias und wurde zu meiner Heimat. Komm, ich zeige es dir“, erklärte Venom.
Schnell erhob er sich und griff nach Stevens Hand.
Ohne Widerstand folgte dieser ihm nach draußen. Auf dem Weg brachte ein Roboter ihm etwas zu Essen und einen Becher Wasser.
Das wirkte so real, das Steve nicht wusste, was er denken sollte.
Als sie nach draußen traten, hätte er fast den Becher fallen lassen.
Das hier sah alles so anders, fremd aus.
Der Himmel war von lila bis einen dunklen Blau. Kleine Lichtpunkte flackerten um sie herum und erhellten die Gegend, auch wenn die Sonne schien. Zumindest sah es so aus.
Es war warm. Das Licht und die Luft fühlten sich gut an.
Steve erblickte kleine und große Häuser. Sie sahen ein bisschen wie auf der Erde aus.  Er sah aber keine Autos, dennoch so etwas wie eine Straße und weiter weg Wasser.
Unsicher sah er sich und wusste nicht was er sagen oder denken sollte.
In einem Zug leerte er den Becher mit Wasser und strich sich dann über die Augen.
Das war doch alles verrückt oder etwa nicht? Der Kerl war ein Vampir? Das war ein anderer Planet?
Steve wankte und sofort war Venom an seiner Seite.
Er führte Steve zurück ins Haus.
„Gut, dann will ich jetzt alles wissen. Erzähl mir mehr von dieser Welt und deinem Leben. Ich möchte noch etwas zu trinken“, bat er dann.
Dem kam Venom zu gerne nach.

Heute saß er in der Schule im Jahr 2021 und lauschte nur mit halben Ohr dem Unterricht. Viel lieber dachte er an Venom und ihre letzte Nacht.
Zusammen hatten sie ein kleines Haus mit Garten und 2 Katzen. Wenn die Schule nicht wäre, würden sich Steve wohl fühlen, aber Venom bestand darauf.
Ergeben seufzte der junge Mann und fragte sich, ob Venom nachher zu ihm kommen würde.
Durch seine besondere Verbindung, konnte er ihn manchmal spüren und sehen. Es war eine Art Seelenband. Zumindest nannte Cloud, einer von Venoms Freunde es so.
Überrascht hielt er inne, als er plötzlich Venom vor sich sah. Sein schöner Vampir stand in einer Art Sporthalle und beobachtete die neuen Rekruten.
Er hob den Kopf und eine sanftes Grinsen schlich sich auf seine Züge.
„Du schaffst es wieder die Welten und Zeiten zu durchdringen. Ich bin stolz auf dich.“
Die Worten erklangen in Steves Kopf und er schnappte nach Luft.
Es war sicher nicht das erste Mal, dass sie sprachen, aber diese Art der Kommunikation brachte immer Kopfschmerzen.
Um zu antworten, musste er nicht sprechen, denken reichte aus.
„Hallo Schatz, danke. Ich wäre jetzt lieber bei dir als in der Schule.“
Venom lachte.
„Ich hole dich nachher ab. Dann bringe ich dich auf andere Gedanken.“
Daran hatte Steve keinen Zweifel. Gerade als er antworten wollte, verblasste das Bild und er war wieder zurück im Hier und jetzt. Da wo er nicht sein wollte.
Als er die Augen aufschlug, sahen die anderen Schüler ihn an und ihr Mathelehrer schüttelte missbilligend den Kopf.
„Steve Harrington, wenn mein Unterricht ihnen zu langweilig ist, dann sagen Sie es jetzt. Solche Frechheiten dulde ich nicht. Dafür werden Sie nachsitzen“, brummte der Mann.
Brüsk wandte er sich ab und die anderen Schüler lachten.
Verwirrt blinzelte Steve.
„Was habe ich denn gemacht?“
Fragend sah er Mike, seinen Nachbarn an und der grinste nur.
„Du warst völlig weg getreten. Schön in einer anderen Welt zu versinken oder? Weit weg von Mathe. Finde ich toll“, antwortete dieser.
Steve rieb sich den Nacken und grummelte leise.

Erst eine besorgte Nachricht von Venom ließ ihn wieder lächeln.
Wenn man nicht telepathisch kommunizieren konnte, dann eben über Handy. Ging ja schließlich auch.
Schade, dass er nicht öfters in seine Welt oder besser bei Venom versinken konnte.

ENDE
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