Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Moonlight Story - First and Last and Always

GeschichteAbenteuer, Romance / P12 / Mix
Ami Mizuno / Sailor Merkur Makoto Kino / Sailor Jupiter Mamoru Chiba / Tuxedo Mask / Endymion OC (Own Character) Rei Hino / Sailor Mars Usagi "Bunny" Tsukino / Sailor Moon / Serenity II
01.09.2021
26.11.2021
48
280.400
6
Alle Kapitel
90 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
05.10.2021 7.500
 
„Du bist heute so still“, merkte Mamoru an.
Serena und er saßen beim Abendessen in ihrer Wohnung und ihm war nicht entgangen, dass seine Schwester mehr auf dem Teller herumstocherte als davon aß.
„Willst du mir nicht sagen, was dich bedrückt?“
Serena seufzte. „Wir kommen nicht voran und das beschäftigt mich.“
Mamoru legte seine Stäbchen beiseite. „Ich weiß.“
„Seit über einem Monat beschäftigen wir uns schon mit dieser - Sache. Es ist fast schon Routine geworden, in irgendwas hineinzugeraten. Aber wir haben keine Antworten auf unsere Träume, keine klare Sicht auf die Dinge. Und vor allem keine Vorstellung davon, was uns noch weiter erwartet geschweige denn, wozu dass alles gut sein soll.“ Entnervt schlug Serena mit der flachen Hand auf den Tisch.
„Wir müssen Geduld haben“, versuchte Mamoru sie zu beruhigen. Aber auch in ihm wütete es.
Ihre Träume verfolgten beide immer noch, Nacht für Nacht. Serena hatte mittlerweile damit begonnen alles, woran sie sich noch am Morgen erinnern konnte, in ein Buch zu schreiben welches griffbereit neben ihr Bett platziert war. „Geduld…“ Serena stand auf und ging zu der großen Glasfront, welche auf den Balkon hinausführte.
„Das kann doch nicht einfach unser Leben sein. Was ist der Sinn dahinter? Warum soll ich überhaupt noch studieren wenn das Schicksal vielleicht vorhersieht, dass mich einer aus diesem dunklen Reich töten wird?“
„Nun hör aber auf Reena!“ Mamoru erhob sich ebenfalls und trat zu seiner Schwester.
Sanft aber bestimmt, fasste er sie bei den Schultern und zwang sie ihm in die Augen zu sehen.
„Du wirst nicht getötet, ich werde nicht getötet. Wir haben eine Aufgabe bekommen und zu dieser gehört nun einmal Geduld zu haben, bis sich uns erschließt zu was sie gut ist. Hab Vertrauen in das Schicksal.“
„Das Schicksal hat mich aufs Kreuz gelegt, “ murrte Serena.
„Dann hab Vertrauen in mich.“ Sanft hauchte Mamoru ihr einen Kuss auf die Stirn. „Ich habe zwar keine Antworten, aber ein Gefühl. Und dieses rät mir geduldig zu sein. Mit meiner Suche und mit meiner Schwester.“

„Die Sterne wissen alles“, murmelte Neflite während sich das Sternenbild aufbaute, von diesem er sich heute Antworten erhoffte.
„Regulus! Der im Sternbild des Löwen an dessen Füßen zu finden ist, ist der Stern der mich leitet. Regulus, ich bitte dich. Zeige mir den schwachen Punkt unserer Feindin Sailor Moon.“ Der Lichtstrahl glitt herab und traf Neflite inmitten der Stirn. Gehorsam schloss er die Augen. Regulus zeigte ihm die Erinnerung an sein erstes Opfer, das Tennismädchen Rui Saionji. Neflite wohnte dem Kampf damals nicht bei, nur seine Schergin Tesnai welche von Sailor Moon besiegt wurde. Bilder tauchten vor seinem inneren Auge auf. Sailor Moon, wie sie lachte und verliebt auf einen jungen Mann im Smoking starrte. Neflite konnte nicht erkennen um wen es sich handelte, er trug eine Maske.
„Tuxedo Mask du bist so toll!“
Sailor Moons Stimme pfiff schrill an sein Ohr und hallte noch nach, als die Illusion wieder verschwand.
„Tuxedo Mask, “ wiederholte Neflite genüsslich. „Das ist also ihre Schwäche.“
Hinter ihm ertönte ein leises Kichern.
„Was willst du Zoisite?“ fragte der General scharf.
Der Blütenwirbel gab die blonde Generalin frei. „Königin Perillia wünscht dich zu sprechen.“
Neflite unterdrückte ein Stöhnen.
Natürlich war es eine Genugtuung für Zoisite, ihn zu einer Audienz bei Perillia persönlich abzuholen. Arrogant drehte er sich um und würdigte sie keines Blickes, als er im dunklen Portal verschwand.

„Neflite, ich bin enttäuscht von dir.“
So begann Königin Perillias Ansprache, als die beiden Generäle vor ihr standen. „Keiner deiner Pläne, den Menschen Energie abzusaugen, hat funktioniert.“
„Das Universum wurde auch nicht an einem Tag erschaffen“, erwiderte Neflite kühl.
Seine Respektlosigkeit ihr gegenüber, erweckten nun Perillias Zorn. Eisig durchschnitt ihre Stimme den Saal. „Hör zu! Ich erwarte von dir dass du diese Sailorkriegerinnen ein für alle Mal aus dem Weg schaffst! Andernfalls, werde ich über dich die Strafe des ewigen Schlafes verhängen, genau wie bei Jedite!“
Sofort brach ein wildes Gemurmel unter den anwesenden Dämonen los.
„Eine furchtbare Strafe nicht wahr?“ meinte Zoisite herablassend.
„Ich bin einer der großen Vier aus dem Königreich des Dunklen!“ Neflite fuhr aufgebracht herum. „Und ich weiß ganz genau welche Maßnahmen ich ergreifen muss! Ich werde Sailor Moon und die anderen besiegen!“
Zoisite zeigte sich unbeeindruckt. „Soweit ich mich erinnere, war Jedite auch sehr zuversichtlich.“  
„Beim großen Herrscher und allem was mir heilig ist – ich finde Sailor Moon und erledige sie.“
Königin Perillia stützte ihren Kopf auf die Hand. „Nun, wir werden sehen.“
„Ich habe mir bereits einen sehr guten Plan ausgedacht.“ Damit machte Neflite kehrt und verschwand. Ihnen würde er es noch zeigen.

Bunny kam am nächsten Tag fröhlich von der Schule nach Hause gelaufen. Sie war halbwegs pünktlich morgens aufgestanden, hatte nur eine vier in Englisch und außerdem wollte Ikuko heute eines ihrer Leibgerichte kochen. Nichts konnte diesen Tag noch toppen. Als sie am Briefkasten vorbeilief, entdeckte Bunny einen rosafarbenen Umschlag mit einem großen weißen Herz darauf, welcher halb aus dem Schlitz herausragte. Neugierig zog sie diesen heraus. „An meine Geliebte!“ stand in schwungvollen Buchstaben darauf.
Bunny drehte ihn um und fast hätte sie den Brief fallengelassen als sie den Absender las.
„Was, was, WAS? Tuxedo Mask?!“ Schnell düste sie hoch in ihr Zimmer, um dessen Zeilen zu lesen und vor allem Luna davon zu berichten.
„Ich liebe dich mehr als alles andere auf der Welt und würde dich gerne morgen Abend im neuen Kaufhaus von Shinjuku treffen! DER WAHNSINN!“
Juchzend ließ Bunny sich auf ihr Bett fallen, nachdem sie Luna den Brief vorgetragen hatte.
„Also das krieg ich nicht auf die Reihe. Wie kommt Tuxedo Mask dazu, dir einen Liebesbrief zu schreiben?“ fragte Luna argwöhnisch.
„Dafür gibt’s eine ganz einfache Erklärung“, seufzte Bunny verträumt. „Er liebt mich!“ Sie ließ einen kleinen, spitzen Freudenschrei los. „Er liebt mich, er liebt mich, er liebt mich!“
„Und außerdem woher weiß Tuxedo Mask, dass du Sailor Moon bist?“ gab Luna zu Bedenken.
„Was?“ Bunny drehte den Brief nach allen Seiten um. „Hier steht nichts von Sailor Moon.“
„Oh Bunny,“ seufzte Luna. „Warum sollte er sonst den Brief als Tuxedo Mask schicken, wenn er dich nicht als Sailor Moon vermuten würde? Dann könnte er doch gleich seine wahre Identität angeben, wenn er an dir als Bunny interessiert wäre. Du solltest vorsichtig sein. Tuxedo Mask rettet dich zwar jedes Mal aber wir wissen nichts über ihn. Was mich wieder zu der Frage bringt – woher weiß er das DU Sailor Moon bist?“
„Luna, in der Liebe gibt es nun mal keine Geheimnisse. JAAA!“ triumphierend reckte Bunny ihre Faust in die Luft.

Aber die unbändige Freude hielt nur bis zum nächsten Morgen in der Schule an.
„WAS? SO EINE GEMEINE GEMEINHEIT!!!“ schrie Bunny auf. Soeben hatten ihr Naru und ein paar weitere Klassenkameradinnen exakt die gleichen Briefe präsentiert. Und nur war das Rätselraten groß, wer dieser Tuxedo Mask war. Eine glaubte es sei ein geheimes Pseudonym, eine andere erinnerte sich dunkel an einen Zeitungsausschnitt in Verbindung mit ominösen Verbrechen in der Stadt. Bunny war geknickt und zum Heulen zumute. So ein verdammter Hallodri... Das gleiche dachte auch Frau Haruna, die von der Sache Wind bekommen hatte. Es war das Gesprächsthema Nummer eins auf den Fluren und dem Schulhof. Sie knallte einen Stapel Papiere auf ihr Pult und hatte so die Aufmerksamkeit ihrer Schüler.
„Meine lieben Mädchen. Da hat sich jemand einen gemeinen Scherz mit euch erlaubt. Welcher Junge schreibt denn so vielen Mädchen gleichzeitig und lädt jedes von ihnen zur selben Zeit am selben Ort ein? Das ist ein gemeiner Trick und wenn ihr dort hingeht, wird vermutlich keiner auftauchen und ihr werdet zum Gespött. Ein alberner Jungenstreich, da möchte nur jemand sehen wer von euch so dumm ist und dahin geht. Und ich unterrichte doch keine dummen Mädchen oder? Also, ihr werdet auf keinen Fall in das neue Kaufhaus von Shinjuku gehen verstanden?“
„Jaaaaa“, ertönte es von den weiblichen Schülerinnen im Chor.
Nur zwei stimmten nicht mit ein. Bunny, die mit dem Finger traurig Kreise auf ihrem Pult zeichnete und Naru. Diese sah verträumt auf die wenigen Zeilen ihres Exemplars. „Ich kenne da einen Jungen… wenn der dieser Tuxedo Mask wäre… das wäre klasse…“

„Heute schnapp ich mir diese Tuxedo Mask Puppe,“ knurrte Mamoru und startete einen neuen Versuch am Greifautomaten. Er und Serena waren auf einen Besuch bei Motoki in der Spielhalle vorbeigekommen, da sie einen freien Nachmittag hatten.
„Wieso Tuxedo Mask Puppe? Das ist eine Figur in einem Smoking, du eingebildeter Pinsel,“ merkte Serena an. Sie saß auf ihrem Lieblingsplatz an der Theke neben dem Automaten und sah kopfschüttelnd dabei zu, wie ihr Bruder eine Münze nach der anderen opferte.
„Ich habe gehört, dass dieser Tuxedo Mask vielen Mädchen aus diesem Viertel Liebesbriefe geschrieben haben soll“, meinte Motoki, der den Begriff aufgeschnappt hatte.
„Hmpfffffffff,“ machte Serena und biss sich auf die Zunge um nicht loszulachen.
Mamoru sah verwundert zu Motoki. „Was sagst du da?“
„Hmpppffffff….“
„Ähm ja also…" begann dieser. „Heute waren schon einige Mädchen hier, die sich darüber unterhalten haben. Jemand namens Tuxedo Mask, hat fast allen Mädchen in der Mittelstufe der Juban Schule Liebesbriefe geschrieben. Und wohl auch noch an das katholische Mädchengymnasium. Ein paar aus der Uni haben auch davon erzählt.“
„Ahaaaaahahahahahaha!“ Erschrocken drehten sich die beiden Männer zu Serena um, die sich lachend an der Theke festhielt.
„Was hat sie denn?“ fragte Motoki mit großen Augen.
„Du kennst doch Reena. Sie lacht über alles was romantisch ist. Aber wenn du mich fragst – ist bestimmt nur eine Werbeaktion,“ meinte Mamoru bestimmt und warf Serena unauffällig einen strafenden Blick zu.
Motoki nickte. „Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Aber du hast Recht, dass könnte sein. Es wird doch eh kein Mädchen darauf reinfallen. Ich meine – wer will sich schon mit einem Jungen treffen, der noch unzähligen anderen den gleichen Brief geschrieben hat?“

Die Aufmerksamkeit der drei wurde auf die automatische Tür gelenkt. Denn diese ging gerade mit einem Zischen auf und eine äußerst trübsinnige Bunny trat in die Spielhalle.
„Da kommt das Unglück in Tüten“, stellte Serena mit spitzer Zunge fest.
„Hallo Bunny, wie geht’s dir?“ rief Motoki fröhlich und gab Mamorus Schwester unauffällig einen Stoß.
Aber Bunny sah gar nicht erst vom Boden auf sondern gab nur einen Laut von sich, der an einen winselnden Hundewelpen erinnerte.
„Aber Bunny, was ist denn los mit dir?“ Motoki schien ernsthaft besorgt zu sein.
„Aha, ich kann mir denken was los ist.“ Mamoru grinste. „So viele Mädchen haben einen Liebesbrief von diesem Tuxedo Mask bekommen, nur sie nicht. Deswegen ist die Weichbirne heute ein Trauerkloß. Stimmt’s oder hab ich Recht?“
Bunny sah überrascht zu Serena, die laut lachend über der Theke zusammenbrach und ihren Kopf auf den Armen vergrub. Ihr Rücken zuckte dabei rhythmisch.
„Nein du hast kein bisschen Recht!“ fuhr sie Mamoru an. „Ich habe auch einen Liebesbrief bekommen!!!“
„Ja aber… was ist denn dann das Problem, Bunny?“ fragte Motoki erstaunt nach.
Diese ließ ihre Schultasche auf den Boden fallen, ballte die Fäuste und fing lautstark an zu heulen.
„W-wie konnte… wie konnte Tuxedo Mask nur allen anderen Mädchen auch.. auch einen Brief schreiben…. D-das ist gemein! Wuaaaaaa!“
Hilflos sahen sich die Männer an. Die Szene war wirklich grotesk und für beide überfordernd. Vor ihnen eine Rotz und Wasser heulende Bunny, hinter ihnen Serena die lachend ihre Faust im Takt auf den Tresen schlug und anschließend Schluckauf bekam.

„Noch auffälliger hättest du dich nicht benehmen können, was?“ zischte Mamoru seiner Schwester zu, als die beiden wieder auf der Straße standen. Motoki konnte Bunnys bittere Tränen mit einem großen Milchshake und einem Gratis Sailor V Spiel stoppen. Er setzte sich sogar zum Zocken dazu und strich ihr dabei ab und an beruhigend über den Rücken. Die Geschwister verabschiedeten sich rasch und kassierten dabei den Kommentar von Bunny, dass Reena wohl genauso verkorkst war wie ihr Bruder.
„Reg dich ab Romeo“, Serena verschränkte die Arme hinter dem Kopf. „Erzähl mir lieber, wie du das Rei beibringen willst.“
„Was? Wie kommst du jetzt da drauf?“
„Naja, du hast doch heute Abend ein Date oder nicht? Tuxedo Maaaaask.“ Sie tippte ihren Bruder auf die Nasenspitze und lief leichtfüßig voran zum Auto.
Schnell sah Mamoru nach links und rechts um sich zu vergewissern, dass niemand sie gehört hatte. Dann lief er seiner Schwester nach. Als sie beide im Auto saßen, begann er erneut.
„Also, wie kommst du da drauf? Du glaubst doch nicht etwa wirklich, dass ich das war?!“
Serena rollte mit den Augen. „Jetzt mach dir mal nicht in den Frack. Auch wenn ich das Ganze höchst amüsant finde, mir ist klar dass hier jemand anderes seine Finger im Spiel hat.“
„Achja?“ Mamoru schien nun fast beleidigt. „Du traust mir also die Rolle eines leidenschaftlichen Poeten nicht zu, der möglichst viele Mädchenherzen gewinnen möchte?“
„Solltest du je auf diesen Gedanken kommen, lass es mich wissen. Denn dann gebe ich dir einen Tipp, wie du es besser machst als der Amateur, der auf diese Idee gekommen ist.“
„Worauf willst du hinaus, Reena?“
Wieder ein Augenrollen und ein Griff in ihre Umhängetasche. „Ich bin überzeugt davon, der echte Tuxedo Mask würde niemals seiner eigenen Schwester einen Liebesbrief schreiben.“
Mit diesen Worten warf Serena ihrem Bruder einen rosafarbenen Umschlag in den Schoss.
„Was zum….!“
Ungläubig faltete Mamoru das beiliegende Blatt Papier auseinander. „Wann hast du den denn bekommen?“ „Gestern.“ Die Antwort kam kurz und knapp.
„Und du hast mir nichts davon erzählt?“ ärgerte sich Mamoru.
„Ich habe ihn gestern nur aus dem Briefkasten geholt und zwischen meine Unterlagen in die Mappe gesteckt, da ich es für Werbung hielt. Und seit diesen ominösen Flyer für das Planetarium, schaue ich mir jeden Zettel der uns erreicht, immer genau an. Gestern war keine Zeit dafür, also habe ich alles eingesteckt und heute während der Vorlesung durchgesehen. Ich hätte dir spätestens heute Abend davon berichtet.“
Jetzt kam Mamoru nicht mehr mit. „Warum denn heute Abend. Und roll nicht schon wieder mit den Augen, das macht mich verrückt.“
„Weil dieser Schmalspurpoet heute Abend im neuen Kaufhaus von Shinjuku wartet. Und den sollten wir uns doch mal aus der Nähe ansehen.“ Serena schnallte sich an und deutete Mamoru loszufahren.
Doch dieser sah sie nur ernst an. „WIR schauen uns nichts aus der Nähe an. Hier geht es um meinen Namen, ich werde mir das also alleine ansehen. Du bleibst diesmal zu Hause.“ Er startete den Motor.
„Was? Warum?“ Serena konnte nicht glauben was ihr Bruder da von sich gab.
„Reena, ich denke das ist eine Falle. Bestimmt wurden die Briefe geschrieben um Mädchen anzulocken damit Jedite ihnen wieder einmal die Energie absaugen kann.“
„Hm, bist du sicher dass es Jedite ist?“ Serena betrachtete nachdenklich ihre Fingernägel. „Die letzten Aktionen trugen weniger seine Handschrift und gezeigt hat er sich uns seit der Sache am Flughafen auch nicht mehr.“
„Ich werde es heute Abend herausfinden“, bestimmte Mamoru.
„Von mir aus. Aber dass ich zu Hause bleibe kannst du vergessen. Wenn du dem großen Unbekannten alleine gegenübertreten willst weil es eine Sache der Ehre ist – meinetwegen. Ich bleibe draußen und versuche alle Mädchen die eventuell dort auftauchen, davon fernzuhalten.“
„Einverstanden.“ Mamoru gab Gas.

Ami hatte unterdessen Rei einen Besuch abgestattet, die mit einer schweren Grippe im Bett lag. Hustend deutete sie auf den Brief, welcher auf dem kleinen Tisch neben dem Bett lag.
„Ich würde ja gerne hingehen und Tuxedo Mask treffen aber ich habe sehr hohes Fieber“, brachte die Miko gequält hervor und zog sich die Bettdecke bis an ihr Kinn hinauf. „Ich kann ja nicht einmal aufstehen.“
„Er schreibt dir bestimmt bald wieder“, meinte Ami aufmunternd. Doch in ihrem Kopf arbeitete es. Sie wollte Rei weder beunruhigen noch enttäuschen. Aber sie glaubte sich daran zu erinnern, heute Morgen ebenfalls so einen rosafarbenen Umschlag in der Post gesehen zu haben. Nur hielt Ami es für eine Werbung und legte ihn auf den Stapel für das Altpapier, ehe sie zur Schule ging.
„Das hoffe ich“, jammerte Rei. Sie sah wirklich erbärmlich aus.
„Du ruhst dich jetzt erst einmal aus“, bestimmte Ami. „Versuch etwas zu schlafen dann geht es dir bald besser. Ich habe noch etwas zu erledigen, aber komme später wieder vorbei, in Ordnung?“
Rei winkte schlaff mit einer Hand und Ami machte sich auf den Weg nach Hause. Diese Sache kam ihr arg merkwürdig vor. Woher wusste Tuxedo Mask das Rei zu den Sailorkriegerinnen gehörte? Er war ihr doch bisher nur in der Form von Sailor Mars begegnet…

Naru beschloss Frau Harunas Worten keinen Glauben zu schenken. Sie hatte sich nach der Schule schick gemacht und war in das neue Kaufhaus von Shinjuku gefahren, um sich dort einmal unauffällig bis zum Abend umzusehen. Ihre Mutter war zum Glück zwei Tage auf einer Schmuckmesse und würde nicht bemerken wenn ihre Tochter etwas später nach Hause kommen würde. Langsam schlenderte Naru durch das Kaufhaus, besah sich nacheinander die vielen Geschäfte und Schaufenster und kaufte sich ein kleines Eis für ihre flatternden Nerven. Nachdem sie aufgegessen und sich die Hände gewaschen hatte, wollte sie noch einen Blick in das Obergeschoss werfen, wo es angeblich einen tollen Klamottenladen gab. Und dann sah sie ihn. Naru hielt sich am Handlauf der Rolltreppe fest um vor Aufregung nicht umzukippen. Träumte sie? Hatte irgendwer ihren unausgesprochenen Wunsch tatsächlich wahr werden lassen? Er war es. Die Hand locker in der linken Hosentasche vergraben, stand er vor einem kleinen Geschäft und sah in die Auslage. Masato Sanjoin.

Neflite spürte nicht dass er beobachtet wurde, zu sehr war er in seine Gedanken versunken. Schritt für Schritt ging er seinen Plan durch und überlegte, ob ihm nicht noch etwas entgangen war. Einen schnulzigen Brief zu verfassen war nicht weiter schwer. Aber dann war er sich unsicher, wie viele Mädchen dieser erreichen sollte. Neflite selbst war den Sailorkriegerinnen noch nie begegnet. Er musste sich also ihr Alter aus den Erinnerungen seiner Schergen, heraufgerufen von Regulus, zusammenschätzen. Seiner Ansicht nach, hatten die drei ein Alter von ungefähr vierzehn bis sechzehn, aber sie konnten auch schon volljährig sein. Vielleicht waren sie Schülerinnen oder Studentinnen. Neflite beschloss dass seine dunkle Macht die Briefe bei allen Mädchen zwischen vierzehn und achtzehn Jahren im Stadtviertel Juban erscheinen sollten. Wenn Sailor Moon heute Abend nicht da wäre, würde er umgehend den Versuch in einem anderen Bezirk wiederholen. „Sie wird kommen. Wenn sie wirklich so sehr in Tuxedo Mask verliebt ist, kommt sie heute Abend mit Sicherheit. Und das wird das Ende von Sailor Moon sein.“

„Hallo Mr. Sanjoin.“ Neflite fuhr herum. Vor ihm stand ein Mädchen mit halblangem roten Haar und schüchtern glänzenden Augen. Sie hatte hochrote Wangen und wirkte leicht verlegen. Er grübelte kurz. Wo war er ihr schon einmal begegnet?
„Ich weiß nicht ob Sie sich an mich erinnern“, antwortete das Mädchen auf seinen fragenden Gesichtsausdruck hin. „Ich bin… Naru Osaka. Wir haben uns damals im Tennisclub getroffen.“
Neflite erinnerte sich an sein Opfer Rui, zu welchem er als falscher Tennislehrer Vertrauen aufbaute. Stand die Rothaarige nicht damals bei den Zuschauern? Er war sich nicht sicher. Viele Mädchen kreischten ihn damals hinterher. Aber er ließ sich nichts anmerken.
„Natürlich erinnere ich mich“, gab Neflite lächelnd an und kam ein paar Schritte auf Naru zu. „Kaufst du hier ein?“ „J-ja“, stammelte Naru verschüchtert. Dann gab sie sich einen Ruck. „Dürfte… dürfte ich Sie etwas fragen?“
„Ja?“
Naru sah auf ihre Schuhspitzen und dann wieder auf. „Wäre es möglich… dass Sie derjenige sind, der sich Tuxedo Mask nennt?“
Neflite zuckte unmerklich zusammen. „Wie bitte? Warum fragst du mich das Naru?“
„Naja, ich habe mir nur gedacht… es wäre schön, wenn Sie dieser Tuxedo Mask wären“, stammelte das Mädchen und wurde feuerrot.
Neflite verengte die Augen. „Ob sie weiß dass ich diese Briefe geschrieben habe? Und dafür den Namen Tuxedo Mask verwendet habe?“ dachte er im Stillen.  Nachdenklich betrachtete er Naru von der Seite, als ihm ein Gedanke kam. „Vielleicht ist sie sogar Sailor Moon?!“
Naru war sein Blick nicht entgangen und sofort genierte sie sich. „Es tut mir leid dass ich so etwas Blödes gefragt habe!“
„Naru…!“ Neflite stützte sich mit einem Arm lässig an der Wand ab und schenkte ihr sein charmantestes Lächeln. „Weißt du eigentlich, dass du das hübscheste Mädchen an eurer Schule bist?“
Sofort begannen ihre Augen zu leuchten. „Wirklich?“
„Ja, ich interessiere mich schon lange für dich. Ich würde mich sehr gerne einmal mit dir treffen. Wie wäre es mit heute Abend?“ Frech zwinkerte er ihr zu und machte kehrt.
Wie betäubt sah Naru ihm hinterher. „Heute Abend?“
Schnell nestelte sie den Brief aus ihrer Handtasche. „Da steht es ja. Heute Abend! Er ist es!“
Am liebsten wäre sie laut jubelnd umhergesprungen. Aber so verstaute Naru das Schreiben wieder und lief noch schnell in ein Kosmetikgeschäft, wo sie sich etwas hübsch machen ließ. Es war einfach unglaublich. Ihr Schwarm…. der gutaussehende Tennislehrer, welcher ihre Gedanken beherrschte seit sie ihn das erste Mal gesehen hatte, wollte sie alleine treffen. Nach ihrer Behandlung sah Naru auf die Uhr. In einer guten Stunde würde das Kaufhaus seine Pforten schließen. Seltsam, wie wollten sie sich dann treffen? Sie überlegte rasch und entschied dass das obere Parkdeck wohl ein geeigneter Platz zum Warten wäre. Von dort aus, käme sie über die Treppen bestimmt wieder in das Gebäude hinein. Naru holte den Fahrstuhl und fuhr nach oben. Ein leichter Wind wehte ihr um die Nase und kündigte die letzten warmen Sommertage an. Rotgolden versank die Abendsonne bereits langsam hinter den mächtigen Hochhäusern Tokyos. Naru schloss die Augen und ließ die warmen Worte noch einmal in ihrem Kopf nachklingen. „Du bist das hübscheste Mädchen auf eurer Schule…ich interessiere mich schon lange für dich…“ Glücklich holte sie den Brief wieder hervor und presste ihn an ihre Brust.
„Mein Masato Sanjoin….“

Bunny hatte sich nach Hause verkrümelt. In ihrem bequemen Hausanzug saß sie auf dem Bett und grübelte. Die Zeiger der Uhr rückten unaufhörlich weiter Richtung Abendstunde vor.
„Ich verstehe nicht, warum Tuxedo Mask so vielen anderen Mädchen auch einen Liebesbrief geschrieben hat“, weinerlich kauerte sie sich auf dem Bett zusammen.
„Geht das jetzt schon wieder los?“ fragte Luna gereizt. „Da hat sich jemand einen dummen Scherz erlaubt.“
„NEIN!“ Bunny setzte sich mit einem Ruck auf. „Es gibt nur eine Möglichkeit herauszufinden was die Wahrheit ist. Ich werde zu Tuxedo Mask gehen und ihn ganz direkt fragen.“
„Oje“, murmelte die Katze. Das konnte ja nur schief gehen. „Du solltest vielleicht lieber einmal nach Rei sehen! Ami hat mir erzählt, dass sie krank ist und du hast dich nicht einmal nach ihr erkundigt.“
„Jaja mach ich noch.“ Bunny rannte durch das Zimmer. „Aber erst mal treffe ich mich mit Tuxedo Mask! Dafür muss ich mich natürlich rausputzen! Erstens – frische Söckchen und ein schickes rosagrünes Kleid.“  
„Herrje…“ Luna reichte es und sie sprang an das offene Fenster. „Ich gehe jetzt nach Rei schauen!“
„Zweitens, man besprühe sich mit dem Parfüm seiner Mutter.“
„BUNNY!“
„Drittens – nochmal Zähne putzen, vielleicht will er mich ja küssen!“
Luna gab auf. Geschmeidig sprang sie hinaus und machte sich auf den Weg in den Hikawa Tempel. Vielleicht würde sie dort auch Ami antreffen und könnten mit den beiden die seltsamen Briefe besprechen.
„Viertens – der Lippenstift sollte zur Bluse passen. Ja, so gefall ich ihm bestimmt!“ Bunny merkte nicht, dass Luna schon gar nicht mehr da war als sie aus dem Badezimmer zurückkam.
Schnell packte sie ihre Handtasche zusammen und verließ das Haus. Ihre Eltern waren glücklicherweise ausgegangen und Shingo übernachtete bei einem Freund. Sie hätten Bunny sonst sicherlich nicht gestattet, am Abend in ein Kaufhaus zu fahren welches eigentlich um die Zeit geschlossen sein müsste.

„WAS?“ Rei schoss derart aus dem Bett hoch, dass sie sofort ein neuer Hustenanfall ereilte. Ami reichte ihr ein Glas Wasser und verglich dann die beiden Briefe miteinander. Sie hatte ihr bislang unbeachtetes Exemplar noch zu Hause auf dem Altpapierstapel gefunden und mit zu Rei genommen.
„Also irgendwas stimmt hier nicht.“
„Der Meinung bin ich auch.“ Erstaunt sahen die beiden Mädchen zu der halb aufgeschobenen Tür zu Reis Kammer, wo der Kopf von Luna sich soeben durchschob.
„Luna! Was machst du denn hier?“
„Ich wollte eigentlich nach Rei sehen“, antwortete die Katze mit besorgtem Blick auf die hustende Miko. „Aber nachdem was ich gerade noch mitbekommen habe, sehen wir uns wohl erneut dem Bösen gegenüber. Tuxedo Mask hat sehr vielen Mädchen den gleichen Brief geschrieben, mit Treffpunkt heute Abend im Kaufhaus.“
Luna wandte sich an Ami. „Bunny wollte ebenfalls dorthin aber so wie sie immer trödelt, ist sie mit Sicherheit noch zu Hause. Ruf sie bitte über den Kommunikator an, sie soll so schnell es geht herkommen.“  
„Mach ich.“ Ami griff nach ihrem Gerät und drückte einige Knöpfe.
„Oh Hallo Ami, was gibt’s denn?“ Bunnys Gesicht erschien auf dem Display. Erstaunt bemerkte Ami, dass sie neuerdings Lippenstift trug.
„Hallo Bunny! Wo bist du denn gerade?“
„Ich bin gleich am neuen Kaufhaus von Shinjuku!“ strahlte Bunny ihr entgegen.
„Bunny hör mal.“
„WAS? Sie geht einfach hin und trifft sich mit Tuxedo Mask?!“ Reis erneuter Ausbruch bescherte ihr einen weiteren Hustenanfall.
„Ist das Rei? Sag ihr bitte gute Besserung. Ich muss jetzt aufhören Ami, bis dann!“
Und schon hatte sich Bunny wieder weggeschalten.
„Das darf doch nicht wahr sein“, stöhnte Rei.
„Ja, allerdings, “ stimmte Luna flapsig zu. „Rei du bist heute nicht in der Lage zu kämpfen, sollte es dazu kommen. Ami, würdest du bitte mitkommen? Wir müssen zum Kaufhaus ehe Bunny vielleicht in eine dumme Lage gerät.“ „Natürlich!“ Ami stand sofort auf und Rei quälte sich ebenfalls aus dem Bett. „Rei, bleib liegen.“  „Von wegen! Ich kann doch nicht zulassen, dass sich Bunny alleine mit Tuxedo Mask trifft.“ „Wenn das deine einzige Motivation ist“, seufzte Luna. „Aber sei vorsichtig und wenn es nicht mehr geht, gehst du wieder nach Hause verstanden?“ Rei nickte artig und zog sich mit langsamen Bewegungen an. Bewaffnet mit einem Mundschutz und Hustenpillen, verließen die drei den Tempel in Richtung Shinjuku.

Das Kaufhaus lag dunkel und verlassen vor ihnen. „Also, ich gehe durch das Parkdeck rein und sehe mich um“, flüsterte Tuxedo Mask. „Du bleibst hier draußen und siehst zu, dass nicht gleich dutzende von Mädchen da reinrennen.“
„Und wie soll ich das verhindern?“ zischte Sailor Titan zurück. „Soll ich sie einfrieren? Willst du mir einen Strauß Rosen hierlassen, die ich dann verteile mit Dank für die erfolglose Teilnahme am Speed Dating?“
„Seit wann bist du denn so zynisch? Lass dir halt was einfallen.“
„Oh man hoffentlich ist es nicht wirklich ein Doppelgänger von dir. Noch ein Zwillingsbruder im Frack das halt ich echt nicht aus.“
„Also, ich gehe jetzt. Wenn du etwas Ungewöhnliches bemerkst oder ich in einer halben Stunde nicht zurück bin, kommst du nach.“
„Worauf du Gift nehmen kannst“, knurrte Titan und sah zu wie Tuxedo Mask sich daran machte, über die Feuerleiter auf das Gebäude hinauf zu steigen.

Narus Plan hatte funktioniert. Das Kaufhaus wurde geschlossen aber auf dem Parkdeck sah niemand nach. Schnell lief sie durch das Treppenhaus in die unteren Etagen und stellte erleichtert fest, dass es sich um Brandschutztüren handelte, welche sich von innen öffnen ließen. Mit angehaltenem Atem betrat sie die leere Halle. Es ging kein Alarm los. Vermutlich hatte Masato Sanjoin Kontakte hier die das arrangierten, weil er wollte dass der Platz ihres ersten richtigen Treffens etwas Besonders war. Zugegeben, nicht besonders romantisch. Aber abenteuerlich. Mit klopfendem Herzen sah sich Naru um und setzte langsam einen Fuß vor den anderen. „Tuxedo Mask?“ rief sie leise und erschrak beinahe vor dem hallenden Klang ihrer eigenen Stimme.
„Tuxedo Mask…. Ich meine natürlich.. Masato Sanjoin. Wo sind Sie?“
Plötzlich flammten die kleinen Lichter an den Gangseiten auf und die große Rolltreppe, welche in das nächste Geschoss führte, setzte sich in Bewegung.
„Ich bin hier!“
Erfreut drehte sich Naru um. Ein Mann im Smoking, mit wehendem Umhang, Maske und Zylinder kam die bewegte Treppe hinuntergefahren.
„Oh ich wusste es! Sie sind es! Sie sind Masato Sanjoin! Ich habe Sie an ihrer Stimme erkannt!“
„Sieh an“, lächelte Neflite, während er bereits auf dem halben Weg nach unten war. „Du bist wohl ein wenig verliebt in diesen Masato Sanjoin?“
Naru wurde rot. „Seit wir uns heute Nachmittag unterhalten haben, konnte ich an nichts mehr anderes denken als daran dass wir uns heute Abend treffen!“
Neflite beugte leicht die Knie und sprang elegant wie ein Raubtier, über die letzten Meter der Rolltreppe hinweg. „SAILOR MOON – STELL DICH MIR ZUM KAMPF!“
Lautlos landete er direkt vor Naru und verlieh seiner Forderung Ausdruck, indem er seinen Zeigefinger auf ihr Schlüsselbein presste.
„A-aber was? Was meinen Sie?“ stotterte Naru, die nicht recht wusste was sie gerade mehr aus der Fassung bat. Sein Aufschrei oder die Berührung.
„Zeige mir dein wahres ICH Sailor Moon!“ Neflite verstärkte den Druck seines Fingers.
„Ich verstehe Sie nicht…“ Naru war den Tränen nahe.
„Willst du mir damit sagen, dass du gar nicht Sailor Moon bist?“ Neflite wurde langsam wütend, da begann er unter seinem Finger etwas zu spüren. Schnell zog er diesen hoch zu Narus Stirn und sofort floss ihre pulsierende, jugendliche Energie in seine Hand.
„Ich glaube mir wird schlecht“, murmelte Naru und kippte um.
Neflite fing sie mit einer Hand auf. „Sie hat sehr viel Energie“, staunte er erfreut.

Sailor Titan hatte von draußen gesehen dass in einem Teil des Kaufhauses Licht angegangen war. Sie entschied sich gegen weiteres Warten und kletterte auf demselben Weg wie zuvor Tuxedo Mask, hinauf auf das Parkdeck. Dabei entging ihr völlig, dass unten derweil Bunny am Kaufhaus eintraf.
Diese stand vor der Eingangstüre und staunte nicht schlecht, als der Bewegungsmelder ihre Anwesenheit registrierte und bereitwillig die Türen öffnete. „Das hat bestimmt Tuxedo Mask so eingerichtet“, freute sie sich. Jetzt wurden ihre Knie allmählich zu Wackelpudding. Ein schwacher Lichtschein wies ihr den Weg zu den hinteren Gängen. Durch um die Ecke, hatte wohl ihr Schwarm das Treffen vorbereitet. Bunny sprach sich selbst noch etwas Mut zu, legte die Hand auf ihr pochendes Herz und lugte erst einmal vorsichtig um die Kurve. „Aber was?“ flüsterte sie tonlos.
Die Szenerie erschien ihr so unwirklich, alptraumhaft. Da stand Tuxedo Mask und hielt Naru im Arm. Seine andere Hand schwebte über ihrem Gesicht und zog ihr in gleichmäßigen Strömen die Energie heraus. „Nein, das kann unmöglich Tuxedo Mask sein“, stellte Bunny schockiert fest. „Ich muss etwas unternehmen.“  Hastig schlich sie ein paar Meter zurück und hoffte das Licht ihrer Verwandlung würde nicht um die Ecke zu dem Unbekannten scheinen. „MOON PRISM POWER – MAKE UP!“ rief sie gedämpft.

„Auch wenn sich herausgestellt hat, dass sie nicht Sailor Moon ist – habe ich doch eine sehr große Menge Energie von ihr abgesaugt“, bemerkte Neflite selbstzufrieden.
„Lass Naru sofort los!“ Die hohe Mädchenstimme schreckte ihn aus seinem Tun auf. „Wer bist du?“ rief er quer durch die Halle, als am anderen Ende neben dem Aufzug ein Mädchen erschien. „Deine Verkleidung nützt dir gar nichts, ich weiß das Königreich des Dunklen hat dich geschickt!“
„WER bist du?“ wiederholte Neflite ungeduldig.
„Ich bin auserwählt! Ich kämpfe für Liebe und Gerechtigkeit! Ich bin Sailor Moon und im Namen des Mondes werde – ich dich bestrafen!“
„Sieh an“, dachte Neflite und an die Kriegerin gewandt: „Woher wusstest du dass ich nicht Tuxedo Mask bin?“
„Weil ich dich nicht mit den Augen, sondern mit dem Herzen gesehen habe!“
„Geschwätz.“
Sailor Moon nahm Anlauf und setzte zu einem geschickten Sprung mit gestrecktem Bein ein.
„Sailor Mooooon KICK!!“
Damit trat sie ihm den Zylinder vom Kopf. Neflite duckte sich gerade noch und dann fiel ihm ein dass er immer noch dieses Gör in seinen Armen hielt.
„Du willst dieses Mädchen? Hier, da hast du sie!“ Er warf Naru mit einem Ruck auf Sailor Moon zu, die ihre Freundin strauchelnd auffing. „Genug von diesem Blödsinn.“
Neflite erhob sich in die Luft und riss dabei den Smoking vom Körper. Darunter erschien die Uniform, welche ihn als General ausmachte.
„Jetzt weiß ich wer du bist!“ Sailor Moon riss überrascht die Augen auf. „Du bist Masato Sanjoin!“
„ICH BIN NEFLITE!“ fuhr dieser sie an und nahm bei seinen Worten die Maske herunter.
„Einer der großen Vier im Königreich des Dunklen!“
„Neflite?“ wiederholte die Kriegerin fassungslos.
„Ich habe mich nur als Tuxedo Mask verkleidet um dich hierherzulocken, Sailor Moon!“
„Warum muss Luna auch immer Recht behalten“, schoss es Sailor Moon durch den Kopf.
„Regulus, du starker Stern im Zeichen des Löwen – gib mir die Kraft!!“ brüllte Neflite los.
Der gesamte Raum verfinsterte sich und Sailor Moon setzte Naru schnell hinter einer großen Topfpflanze auf den Boden. Als sie wieder aufsah, stand nur ein paar Meter von ihr entfernt ein kräftiger, ausgewachsener Löwe. Beinahe wie der, den sie im Traumland begegnet war. Dieser hier sah aus wie ein prachtvolles Wappentier mit türkisenem Körper, schneeweißer Mähne und feuerroten Augen. Und war leider auch alles andere als mechanisch. Knurrend riss er sein riesiges Maul auf.
„Jetzt hat dein letztes Stündlein geschlagen.“
Mit einer Handbewegung erteilte Neflite seinem Ungetüm den Befehl zum Angriff.
„Äh, dann muss ich wohl nach Hause“, krähte Sailor Moon und begann loszurennen.
Der Boden unter ihren Füßen erzitterte, als sich Regulus ebenfalls in Bewegung setzte und mit donnernden Pranken ihre Verfolgung aufnahm.
„Oje, oje, oje, ojeeeeeeee!“ schrie Sailor Moon und versuchte alles aus ihren Beinen herauszuholen. Plötzlich stand die Erde wieder still. Der Löwe hatte gestoppt und rieb sich mit der Pfote über die Augen.
„Wer war das?“ schrie Neflite erbost.
Sailor Moon erkannte die Rosenblätter auf dem Boden. Heute war die schöne Blume im Antlitz des Monsters regelrecht zerplatzt. Sie drehte sich um und sah IHN elegant in der offenen Fahrstuhltüre stehen, ein Bein am Rahmen abgestützt.

„Du hast es gewagt in meinem Namen Liebesbriefe zu schreiben um Sailor Moon hierher zu locken. Das muss unbedingt bestraft werden. Und zwar JETZT.“
„Ahhhhh endlich ist der echte Tuxedo Mask da!“ jubelte Sailor Moon.
„Das war ein Fehler, Tuxedo Mask!“ kommentierte Neflite knapp. Der Maskierte sprang mit einem Satz zwischen die Kriegerin und den Löwen.
„Sailor Moon, du musst jetzt gehen“, warf er ihr über die Schulter gewandt zu.
„Ja! Ich mach alles was du sagst mein Retter!“ Sailor Moon machte kehrt und lief davon.
„En garde!“ Tuxedo Mask griff seinen Stock und fuhr diesen auf die doppelte Länge aus. Regulus galoppierte erneut los und setzte zum Angriff an. Sailor Moon fuhr herum, als sie das Fauchen der monströsen Raubkatze hörte.
„Oh nein, Tuxedo Mask steckt in Schwierigkeiten!“
Sie hatte nicht Unrecht, denn der galante Gehstock war als Waffe eher ungeeignet gegen solch eine Übermacht. Mit dem Mut ihrer Gefühle, packte Sailor Moon ihr Diadem und schleuderte es über Tuxedos Kopf hinweg.
„MOON TIARA BOOMERAAAANG!“
Regulus wurde an der Schnauze getroffen, verwandelte sich im Gegensatz zu den bisherigen Dämonen aber nicht zu feiner Asche. Im Gegenteil. Er schüttelte den mächtigen Kopf und seine Augen blitzten zornig auf.
„Sailor Moon, in den Fahrstuhl schnell!“ Tuxedo Mask stürmte auf sie zu, griff im Vorbeilaufen ihren Arm und zog sie mit in die bereitstehende Kabine. Regulus galoppierte hinterher, verschwand aber dann wie von Geisterhand als sich die automatischen Türen schlossen.
Neflite lachte hämisch auf. „Was Dümmeres ist euch nicht eingefallen?“
„Das war eine Falle“, fluchte Tuxedo Mask und versuchte vergeblich die Türen wieder aufzustemmen.
„Eine Falle?“ jaulte Sailor Moon auf.
Da erklang die Stimme des Generals aus den Lautsprechern, welche an der Kabinendecke eingelassen waren. „Dieser Fahrstuhl fährt jetzt bis zum Dach. Und dreimal dürft ihr raten, was dann passiert.“
„Was soll denn schon passieren?“ giftete Sailor Moon zurück.
„Wenn ihr oben angekommen seid, wird die Kabine abstürzen. Und wenn ihr unten aufkommt, werdet ihr platt wie eine Flunder sein – HAHAHAHA!“ Die Verbindung riss knarzend ab.
„Uäääh ich will aber keine Flunder sein.“ Entsetzt sah Sailor Moon an der Leuchtanzeige, dass sie von vierzehn Stockwerken schon drei passiert hatten.
„Tuxedo Mask!“ Plötzlich wurde ihr bewusst dass sie endlich mit ihrem Helden alleine war. „Ich bin wie im siebten Himmel. Ganz alleine mit Tuxedo Mask.“
„Sailor Moon.“
Mit geschlossenen Augen drehte sie sich in die Richtung aus der seine Stimme kam. „Krieg ich nen Kuss….“
„Was machst du da?!“ riss er sie aus ihrem kleinen Tagtraum. „Wir müssen hier raus, schnell.“
Er nahm seinen Stock und stieß damit die Notausstiegsklappe der Kabinendecke auf. Geschickt hangelte er sich auf das Dach des Fahrstuhls und half Sailor Moon beim Ausstieg. Gerade überholten sie das Schild mit der Aufschrift „13“.
„Wir sind ganz oben angelangt! Wir müssen springen!!!“ rief Tuxedo Mask energisch.
Mit einem beherzten Sprung rettete er sich an die Mauer und schlug dabei seine Finger in den Vorsprung. Gleichzeitig registrierte er im Bruchteil einer Sekunde, dass Sailor Moon nicht so viel Glück hatte und den einzigen Halt verfehlte. Sofort ließ er mit einer Hand los und konnte sie gerade noch am Handgelenk packen. Unter ihren Füßen raste der Aufzug ratternd in die Tiefe.
Grinsend beobachtete Neflite wie die Zahlen der Anzeige rückwärts aufleuchteten. Er hörte die Kabine kommen, das peitschende Reißen der Drahtseile und mit einem ohrenbetäubenden Knall zerschellte der Fahrstuhl im Kellergeschoss des Gebäudes. Er musste lauthals lachen. „Das war´s dann wohl.“

„Für dich vielleicht.“
Neflite drehte sich um und erschrak beinahe, als er sich einer weiteren Kriegerin gegenüber sah. Sie war ähnlich wie Sailor Moon gekleidet, nur die Farben unterschieden sich. Die langen, schwarzen Haare bewegten sich sachte den letzten Luftstößen, welche der abstürzende Fahrstuhl noch verbreitet hatte. „Diese Augen“, schoss es ihm durch den Kopf. „Ich kenne diesen Ausdruck. Er ist mir vertraut. Aber woher...?"
„Wer bist du?“ fragte er scharf.
Das Mädchen regte sich nicht. Ihm war, als hätte die winzige Sekunde seiner Reaktion auf sie eine Wirkung gezeigt. „Seine Augen“, dachte Sailor Titan wie gelähmt. „So sehen Augen aus, die jemanden erkannt haben.“
„Wer bist du.“ Neflite machte einen Schritt auf sie zu.
„Ich… ich habe das Gefühl, dass du mir das sagen kannst“, wisperte Titan mit rauer Stimme.
Neflite schien für einen Moment verwirrt. Dann aber siegte sein Ehrgeiz. Eine gute Gelegenheit gleich die zweite von drei Kriegerinnen auszuschalten.
„SAILOR TITAN!“ ertönte es plötzlich im Chor.
Der Aufschrei riss beide herum. Sailor Merkur, Sailor Mars und Luna kamen in die Halle gelaufen.
„Ist alles okay? Wo ist Sailor Moon?“ Mars hustete hinter ihrem weißen Mundschutz und deutete auf Neflite. „Wer ist das?!“
„Oh mein Gott, Naru!“ Merkur hatte die Bewusstlose entdeckt, welche immer noch an dem großen Blumenkübel lehnte.
Neflite sah von einer zu anderen. Im ersten Moment dachte er, Naru hätte sich unbemerkt verwandelt aber die Möglichkeit schied aus. Dann erfasste es ihn eiskalt.
Sailor Moon war in der Kabine mit Tuxedo Mask, er hatte dies mit eigenen Augen gesehen. Trotzdem standen jetzt drei Sailorkriegerinnen vor ihm. Das bedeutete..
„Es sind vier…“ zischte Neflite leise zwischen zusammengepressten Zähnen hervor. Ob dieser Idiot Jedite wohl davon wusste und die Information absichtlich zurückgehalten hatte? Er musste seinen Plan ändern und sich vorerst zurückziehen. Auch um die gesammelte Energie in Sicherheit zu bringen.
„Euch erledige ich ein anderes Mal“, warf er ihnen arrogant zu und verschwand.

„Was machst du eigentlich schon wieder hier?“ fragte Luna mit gerunzelter Stirn an Titan gewandt.
Diese sah lediglich kurz auf sie hinunter. „Werd jetzt mal nicht frech, du Flohzirkus.“
Luna schnappte empört nach Luft.
„Sailor Titan“, Mars hustete kläglich. „Wo sind Sailor Moon und Tuxedo Mask?“
„Ich kam leider nicht rechtzeitig. Sie haben sich in den Fahrstuhl geflüchtet, dieser Kerl dort hat ihn abstürzen lassen.“
„WAS?“ schrie Merkur auf, die gerade versuchte Naru hochzuheben.
„Wie kannst du da nur so ruhig bleiben?“ japste Luna entsetzt.
Titan seufzte und ging an die geschlossene Tür, welche zum Fahrstuhl führte. Wortlos drehte sie sich zu den anderen um und deutete mit dem Daumen über ihre Schulter gestreckt darauf.
Mars folgte und presste ihr Ohr an das kühle Material. Eine Wohltat für ihren fieberheißen Kopf.
„Alles klar.“ Sie nickte Titan zu.
„Könntet ihr uns vielleicht auch mitteilen was los ist?“ schimpfte Luna.
„Ich höre Sailor Moon bis hier runter jammern. Die beiden sind anscheinend vom Dach der Kabine abgesprungen und hängen jetzt irgendwo im Schacht fest,“ fasste Mars kurz zusammen.
Luna sah nach oben zur Decke. „Dann sollten wir schnellst möglichst auf das oberste Stockwerk, von da aus können wir am Ehesten in den Schacht sehen!“
„Du hast es erfasst, Mieze.“ Titan ging bereits auf die Tür zum Treppenhaus zu.
„Warte!“ rief Merkur. „Wir müssen Naru mitnehmen, wer weiß ob dieser Kerl nicht wiederkommt wenn wir weg sind.“
„Dann aber Beeilung!“ drängte Luna. „Wer weiß wie lange sich die beiden da drinnen noch halten können!“  So trugen Titan und Merkur die bewusstlose Naru gemeinsam die gesamten vierzehn Stockwerke hoch auf das Dach. Glücklicherweise war diese ein reines Fliegengewicht, wohl auch durch den enormen Energieverlust. Sailor Mars lief keuchend voran.


Derweil ließen Tuxedo Masks Kräfte langsam nach. Er hatte mit einem Fuß Halt auf dem Stockwerkschild gefunden und Sailor Moon angewiesen auf seinen Rücken zu klettern. Geschickter als erwartet kam sie der Anweisung nach und umklammerte jetzt seine Schultern. Mittlerweile war sie wieder ruhiger geworden, vor wenigen Minuten wurde die Kriegerin kurzzeitig so hysterisch dass Tuxedo sie bat sich mit ihm zu unterhalten um so von der Lage abzulenken. „Warum rettest du mich eigentlich immer?“ Ihre Frage schwebte ihm immer noch im Kopf herum.
Und jetzt, ausgerechnet jetzt… unter ihnen die bedrohlich schwarze Tiefe, ihren Körper auf seinem Rücken, die schmalen Beine um ihn geschlungen und ihren süßen Atem im Nacken…. Jetzt hatte er das Bedürfnis ihr eine Antwort zu geben. Eine Vermutung… von der er noch nicht einmal Serena erzählt hatte. „
Sailor Moon….ich habe das Gefühl dass wir beide vor langer, langer Zeit einmal miteinander verwandt gewesen sind. Aber ich erinnere mich nicht mehr….!“
Erstaunt wollte die Kriegerin gerade etwas sagen, als das Schild unter Tuxedo Masks Fuß nachgab und abriss. Kreischend packte sie fester zu und der Maskierte mobilisierte seine letzten Kräfte, um sich an der Mauer zu halten. Aber seine Finger wurden langsam taub. Nach und nach rutschten sie immer weiter dem Abgrund entgegen. Beinahe erschien ihm das einfallende Licht wie die Öffnung der Himmelspforte. Bis er zu seiner grenzenlosen Erleichterung registrierte dass sich über ihnen die Fahrstuhltüren öffneten.
„Tuxedo, gib mir deine Hand!“
Während Mars ihn rechts griff, erkannte er Titan, die von links zupackte. Gemeinsam zogen sie ihn und Sailor Moon über die Mauer auf den sicheren Boden und hinaus in die Abendluft. „
Sailor Moon, wie konntest du nur ganz alleine hierherkommen!“ schimpfte Merkur. „
Es tut mir leid!“
"Ich habe eine schlimme Erkältung und du hast das ausgenutzt, um dich Tuxedo Mask an den Hals zu werfen!“ Mars hustete demonstrativ
„WAS DAS STIMMT DOCH GAR NICHT!“
„Hört jetzt auf zu streiten! Ich muss Naru unbedingt ins Krankenhaus bringen!“ ging Merkur dazwischen.
„Eines noch Sailor Moon.“ Titan sah sie fragend an. „Wer war dieser Kerl? Jedites Nachfolger?“
„Offensichtlich“, bejahte diese zerknirscht. „Sein Name ist Neflite und er tarnt sich als  Masato Sanjoin.“
„Wie dem auch sei. Bleibt so gute Freunde. Wir sehen uns wieder.“ Tuxedo Mask sprang elegant vom Dach in die Nacht.
„Macht’s gut.“ Sailor Titan folgte ihm umgehend.
Sailor Moon sah beiden kurz nach.
„Also los. Bringen wir Naru ins Krankenhaus.“

„WAS? ES GIBT EINE VIERTE SAILORKRIEGERIN?! HÖLLE UND VERDAMMNIS!!“
Perillia bebte vor Zorn, als Neflite ihr nach seiner Rückkehr diesen Bericht erstattete.
„Königin Perillia, Neflite hat die Sailorkriegerinnen nicht besiegt. Im Gegenteil es gibt jetzt noch eine mehr. Ihr solltet ihn mit dem ewigen Schlaf bestrafen,“ bemerkte Zoisite mit säuselnder Stimme.
„Neflite hat vielleicht nicht die Sailorkriegerinnen besiegt, aber er hat sehr viel Energie mitgebracht die wir hier gut brauchen können. In Anbetracht dessen habe ich beschlossen, von einer Strafe abzusehen.“
„Aber Königin Perillia!“
„ICH entscheide über die Bestrafungen“, fuhr Perillia Zoisite über den Mund. „Wo wir gerade dabei sind, hast du den Silberkristall schon gefunden der unseren großen Herrscher erwecken wird?“
Grinsend sah Neflite dabei zu, wie Zoisite gedemütigt verneinte.

Egal, wie viele Sailorkriegerinnen noch auftauchen.
Er würde sie alle vernichten.
_____________________________________________________________________________
Hallo ihr Lieben,

heute mal ein sehr langes Kapitel.
Der Grund hierfür liegt daran, dass einige Sachen eingeschrieben wurden die dem weiteren Verlauf der Geschichte dienen und außerdem habe ich wieder einmal versucht sehr viele „Anime Logik Lücken“ aus meiner Sicht zu schließen.

Sailor Mars trug in der Animefolge tatsächlich einen weißen Mund-Nasenschutz. In Japan war sowas
schon länger Gang und Gebe, wie ihr ja alle wisst ist es seit 2020 auch für uns ein Alltagsgegenstand geworden.
Regulus ist der Hauptstern im Sternbild des Löwen.
Shinjuku ist ein tatsächlich existierender Bezirk in Tokyo, mit vielen Kaufhäusern.
Bitte fragt mich jetzt nicht ob ich auch weiß welches Kaufhaus, irgendwo muss man mal einen Punkt setzen.
Meine Fragen aus dem Anime:
Warum hat Ami keinen Brief bekommen?
Wieso wurde Rei nicht misstrauisch als sie ihren bekam? Es hätte ja bedeutet, dass sie enttarnt wurde. Wie sind die beiden überhaupt auf die Idee gekommen auch zum Kaufhaus zu gehen?
Wo war eigentlich Luna? Sie saß in Bunnys Zimmer, als diese sich zurecht machte und tauchte dann erst wieder auf als man Sailor Moon und Tuxedo aus dem Fahrstuhl zog.
Und und und… dazu Kleinigkeiten wie – warum sagen die Eltern nix wenn die Kinder nachts noch in andren Bezirken unterwegs sind, warum tauchten nicht noch mehr Mädchen am Kaufhaus auf…
Und so kommt man vom Hundertsten ins Tausendste und zack sind es knapp 8000 Wörter.

Dont forget – schreiben ist anstrengender als lesen.
*Mitleid für Ina*

Bis demnächst!





 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast