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Moonlight Story - First and Last and Always

GeschichteAbenteuer, Romance / P12 / Mix
Ami Mizuno / Sailor Merkur Makoto Kino / Sailor Jupiter Mamoru Chiba / Tuxedo Mask / Endymion OC (Own Character) Rei Hino / Sailor Mars Usagi "Bunny" Tsukino / Sailor Moon / Serenity II
01.09.2021
26.11.2021
48
280.400
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01.10.2021 5.900
 
Mitternacht im CROWN Spielecenter.
„Codename Null, null, neun, eins – hier ist Luna. Das Passwort lautet Naschkatze will Reiskuchen.“
„Der Reiskuchen auf dem Mond ist matschig.“
„Naschkatze mag matschige Reiskuchen.“
„Wir haben herausgefunden wer unser Feind ist.“
„Ja? So schnell geht das?“
„Selbstverständlich. Der Name der Organisation lautet das Königreich des Dunklen. Sie haben es aus irgendeinem Grund auf die Energie menschlicher Wesen abgesehen.“
„Auf die Energie menschlicher Wesen“, wiederholte Luna nachdenklich.
„Hast du die Mondprinzessin schon gefunden?“
„Nein leider noch nicht. Und obwohl die Sailorkriegerinnen jetzt zu dritt sind, haben wir immer noch keine Spur von ihr.“
„Hast du etwas über Sailor Titan und Tuxedo Mask herausgefunden?“
„Leider nein. Wir kennen weder ihre wahren Identitäten noch ihre Absichten.“
„Du wirst an dieser Sache dranbleiben. Informiere die Sailorkriegerinnen über die neusten Erkenntnisse.“


„Guten Morgen Schlafmütze!“ Die Tür zu Mamorus Zimmer wurde aufgerissen und Serena sprang direkt auf sein Bett. Stöhnend wälzte sich ihr Bruder im Bett herum. „Los aufstehen! Der erste Arbeitstag ruft!“
Entnervt stöhnte Mamoru auf und warf einen Blick auf den Wecker.
„Wir haben noch drei Stunden Zeit… Lass mich noch etwas schlafen.“
Er drehte sich auf den Rücken und streckte den Arm nach seiner Schwester aus.
„Fünf Minuten! Ich habe schon Frühstück gemacht.“
Serena legte sich neben ihn, legte den Kopf in seine Armbeuge und schloss die Augen. Ein tiefes Gefühl von Geborgenheit durchflutete sie. In ihrer Kindheit hatten die Geschwister fast ausnahmslos in einem Bett geschlafen, selbst als Teenager ein Zimmer geteilt, obwohl das Haus von Helena und Shin mehr als nur Platz für ein jeweils eigenes hergab. Aber die beiden wollten es so. Serena und Mamoru hatten immer alles miteinander geteilt, ihre Gefühle, Gedanken, Ängste und Sorgen. Sie gaben sich gegenseitig Schutz und Halt. Und auch als Erwachsene bot der jeweils andere Geschwisterteil immer eine Schulter zum Anlehnen, einen Arm zum kuscheln, besonders wenn etwas anstand was neu und aufregend war. Deswegen war Serena dankbar für diesen Moment, dass ihr kleiner und doch großer Bruder sie immer noch in die Arme nahm und festhielt wenn sie nervös oder ängstlich war. Heute war es Ersteres. Sie lernten die Firma ihrer verstorbenen Eltern von Grund auf kennen und begannen ihren ersten Tag im Arbeitsleben. „
Bist du denn gar nicht aufgeregt?“ flüsterte sie Mamoru zu.
„Doch irgendwie schon“, murmelte dieser verschlafen. „Es ist das Lebenswerk unserer Eltern, an die wir uns kaum noch erinnern. Unser Erbe und unsere Zukunft.“ Er schlug die Augen auf und sah an die Zimmerdecke. „Ich frage mich nur was damit passiert, wenn wir uns beide dafür nicht begeistern können.“
„Jetzt schauen wir es uns erstmal an!“ bestimmte Serena. „Und für den Fall dass keiner von uns etwas damit anfangen kann, wird Onkel Soshi sicher eine Lösung finden.“
„Du hast sicher Recht“, Mamoru drückte sie liebevoll fester an sich. „Hast du nicht was von Frühstück gesagt?“

Die Morgensonne ging über der Skyline von Tokyo auf, als sich die beiden an den gedeckten Tisch setzten.
„Es wird sicherlich spannend, dass alles unter einen Hut zu bekommen,“ merkte Mamoru an. „Studium, Arbeit, der Kampf gegen das Böse, das Erforschen unserer Träume und der Vergangenheit.“
„Deine neue Freundschaft mit Rei“, bemerkte Serena trocken.
Mamoru errötete. „Hast du etwas dagegen, wenn ich mit ihr ausgehe?“
„Keineswegs.“ Serena rührte gedankenverloren in ihrer Tasse. „Du solltest nur vorsichtig sein. Du bist Student, sie ist Schülerin. Das könnte schnell zu Gerede führen und deinem guten Ruf schaden.“
„Ich bitte dich Reena." Mamoru setzte seine Tasse etwas zu heftig auf dem Unterteller ab. „Rei ist sehr nett. Etwas vorlaut aber lieb und lustig. Sie vertritt traditionelle Werte, ist sehr reif und verständig für ihr Alter. Manchmal habe ich das Gefühl, dass eine sehr alte Seele in ihr lebt. Aber ich habe nicht vor daraus eine ernste Beziehung werden zu lassen.“
„Dann hoffe ich für dich, dass Rei das genauso sieht“, murmelte Serena.
„Ich denke wir haben jetzt andere Prioritäten als das. Der Vorfall im Park… es sieht nicht nach Jedites Handschrift aus. Dieses Mal hat es nur einen einzigen Menschen betroffen. Entweder hat er seine Taktik geändert oder er wurde durch einen anderen Schergen ersetzt.“ Mamoru war das Ganze nicht aus dem Kopf gegangen. „
Schätze wir werden das noch herausfinden. Die Zeit gibt immer alle Antworten. Apropos…“ Serena sah auf die Uhr. „Wir müssen los.“

„Da sind ja meine beiden neuen Mitarbeiter.“
Soshi stand von seinem Schreibtisch auf und begrüßte seine Schützlinge, welche seine Empfangsdame gerade zu ihm ins Büro geführt hatte. Nicht ohne Mamoru einen verstohlenen Blick zuzuwerfen. „Setzt euch, ihr beiden. Bevor ich euch eure Arbeitsplätze zeige, werde ich euch erst einmal etwas über das Lebenswerk eurer Eltern erzählen.“ Soshi deutete den beiden die beiden Plätze vor seinem Schreibtisch zu und nahm wieder Platz. „Ich habe euch früher schon einmal die Geschichte eurer Eltern erzählt. Das Mädchen Chiyako aus gutem und sehr wohlhabendem Hause, dass sich in den Studenten Gentaro verliebte, welcher aus recht einfachen Verhältnissen stammte. Beide waren Visionäre, mutige und entschlossene Menschen, die immer einen guten Glauben an die Zukunft hatten. Also gründeten sie eine Firma und begannen zunächst ihr eigenes Geld zu investieren. Sie bewiesen stets ein gutes Gespür für die Projekte und Ideen des kleinen Mannes, die vielversprechend für die Zukunft waren. Heute sind wir eines der größten Investmentunternehmen in Japan, hier arbeiten Menschen auf Augenhöhe miteinander und jeder findet bei uns ein Gehör für seine Ideen. Wir investieren in die kleinen Ideen, die großen Projekte und unsere Anlieger ziehen mit, weil sie dem Gespür der Firma vertrauen. Unser Gewinn ist ihr Gewinn. Wir geben jedem eine Chance seinen Traum wahrzumachen, wenn er ihn uns entsprechend gut verkauft.“
„Das bedeutet, wir vergeben Gelder für Projekte, Unternehmen, Ideenentwicklung als Investoren, werden am Gewinn beteiligt und gleichzeitig verwalten wir die Anlangen interessierter Mitinvestoren die einsteigen.“
„So ist es Serenchen“, Soshi nickt zufrieden.
„Hier in diesem Gebäude sind über dreihundert Mitarbeiter damit beschäftigt das Werk eurer Eltern am Laufen zu erhalten. Das Geschäft läuft sehr gut und jeder Mitarbeiter wird am Gewinn beteiligt vom Hausmeister bis zur Sekretärin. Eure Eltern haben diese Firma als ihr Lebenswerk angesehen, um es irgendwann in die Hände ihrer beiden Kinder, euch, übergeben zu können. Aber das Schicksal hat einen anderen Weg gewählt. Irgendwann werde ich es sein, der alles im Namen von Chiyako und Gentaro an euch abgibt. Sofern ihr gewillt dieses Erbe anzutreten. Aber ab heute lernt ihr erst einmal die gesamte Welt von Chiyaro Investment kennen.“
Soshi hatte geendet und sah die beiden erwartungsvoll an.
„Warum eigentlich Chiyaro Investment?“, fragte Mamoru nach.
Serena rollte mit den Augen. „Weil unsere Eltern so hießen du Blitzbirne?“
„Das ist mir schon bewusst. Ich wundere mich nur darüber, dass sie es nicht Chiba Investment genannt haben.“ Soshi musste beim Schlagabtausch der Geschwister lächeln.
„Nun, die beiden hatten beschlossen aus ihrer beider Vornamen den Firmennamen zu erstellen. Der Grund hierfür liegt darin, dass ein Nachname einen gewissen Ruf mit sich bringt. Ihr beide seid jung, attraktiv und nicht unvermögend. Würde der Name eurer Firma wie euer Nachname lauten, wüsste euer Gegenüber bei der Nennung sofort Bescheid. Und das zieht leider stets die Gesellschaftsgeier an. Welche ohnehin höchstes Interesse hegen, einen ihrer Sprösslinge mit dem Sohn oder der Tochter von Chiyako und Gentaro Chiba zu verheiraten.“
„Mir wird gleich schlecht“, zischte Serena.
Heiraten... ein Thema, das ihr immer wieder sauer aufstieß. Auch Mamoru schien kein sonderlich großes Interesse daran zu haben. Dass sie beide als gute Partien in den höheren Kreisen Tokyos gehandelt wurden, war beiden bewusst.
„Nun zeig ich euch erstmal eure Arbeitsplätze.“ Soshi stand auf. „Die Mitarbeiter sind schon voller Erwartung und angewiesen euch wie gewünscht nicht bevorzugt zu behandeln. Ihr lernt alles von der Pieke auf. Serena beginnt in der Personalabteilung um alles über die Mitarbeiter, das Personalwesen und Führungsqualitäten zu erlernen. Mamoru wird in der Geschäftsführung eingelernt, wo er die gesamten Abläufe von Chiyaro Investment kennenlernt. Nach sechs Monaten tauscht ihr beiden die Plätze. Eure Arbeitszeiten sind nachmittags und an vorlesungsfreien Tagen, ihr seid flexibel in der Gestaltung.  Ihr unterscheidet euch in diesem Punkt von dem Rest der Mannschaft auch habt ihr beide keinen Vorgesetzten. Wenn es Probleme gibt, bin ich euer Mann. Des Weiteren habe ich euch für euch einige Kurse herausgesucht die ihr sogar an eurer Universität besuchen könnt. Computergrundlagen, Buchhaltung, ziemlich viel Basiswissen. Aber man lernt am meisten und besten bei der direkten Arbeit.“ Soshi war vorangegangen und hielt Serena die Tür auf.
„Willkommen in unserer neuen Welt“, flüsterte sie Mamoru zu. Dieser grinste nur verstohlen.

Während die beiden in ihre neuen Aufgaben eingewiesen wurden, hatte Luna nachmittags die drei Mädchen am Hikawa Tempel versammelt, um die neuesten Informationen mit ihnen zu teilen.
„Das Königreich des Dunklen?“ wiederholte Rei ungläubig.
Luna nickte.
„Sieht aus als müssten wir uns auf einen Kampf gefasst machen“, meinte Ami entschlossen.
„Genau und diesem Kampf besiegen wir sie endgültig!“ stimmte die Miko zu.
Bunny hingegen äußerte sich nicht.
„Aber wir brauchen zuerst einmal eine Taktik“, merkte Ami an.
„Genau. Wir müssen uns auf den Tag des Kampfes intensiv vorbeireiten!“ Luna schaute bei ihren Worten zu Bunny, die jetzt beschloss sich auch zu Wort zu melden.
„Ja genau und das beste Training ist Tennis spielen!“
„Wie kommst du denn jetzt da drauf?“ Rei hätte ihr am liebsten eine mit dem Besen drübergezogen.
„Naja, auf dem Tennisplatz neulich war ein sehr süßer und gutaussehender Trainer, Herr Masato Sanjoin“, kicherte Bunny.
„Das heißt, du stehst jetzt auf Tennistrainer und nicht mehr auf Tuxedo Mask?“ bemerkte Rei süffisant.
„So ein Käse! Aber Training macht mit hübschen Männern noch viel mehr Spaß!“
„Ach du meine Güte,“ seufzte Luna. „Ich bin heilfroh dass Ami und Rei deine Gefährtinnen sind. Wenn du die einzige Kriegerin wärst, hätte das Königreich des Dunklen längst alle Energie abgesaugt da bin ich sicher.“
„Jetzt seid doch nicht so gemein zu ihr“, warf Ami ein. Und fügte gleich hinzu, als sie Bunnys bittenden Blick sah: „Ich habe keine Zeit mit dir Tennis zu spielen, ich muss in meinen Kurs.“
„Immer diese Lernerei“, maulte Bunny und machte dann Kulleraugen in Richtung Rei. Doch die winkte ebenfalls ab. „Ich habe auch keine Zeit. Heute muss ich die Gebetsstunde um halb sechs leiten und morgen Nachmittag wollte ich Reena in ihrer Firma besuchen. Sie hatte heute ihren ersten Arbeitstag.“
„Du meinst wohl eher, du willst dich weiter an diesen unmöglichen Typen heranmachen“, schimpfte Bunny. Rei fühlte sich ertappt und wurde harsch.
„Ich bin mit Reena befreundet, dass Mamoru ihr Bruder ist dafür kann ich nichts. Aber wenn du es unbedingt wissen willst, er arbeitet auch dort.“
„Wenn es dir wirklich nicht um Mamoru geht, dann kann ich doch mitkommen“, krähte Bunny fröhlich. „Du hast selbst gesagt wir sollen öfter was mit Reena machen und vielleicht kennt sie ja auch einen hübschen, reichen Jungen für mich!“
„Oje“, murmelte Ami beschämt.
„Ich kann mich nur wiederholen“, kam es von Luna, „sie hätten bereits ALLE Energien abgesaugt.“

Der Abend senkte sich über Tokyo und die meisten Mitarbeiter von Chiyaro Investment hatten sich bereits auf den Heimweg gemacht. Auf den Fluren kehrte Ruhe ein und niemand bemerkte wie sich Neflite in einem von ihnen materialisierte. Er hatte wieder die Gestalt eines zivilen Mann angenommen und suchte jetzt zielsicher nach dem Büro von Soshi Nakamura. Dessen Empfangsdame sah kurz auf und erhob sich dann empört, als Neflite mit festen Schritten den Vorraum durchquerte.
„Enschuldigen Sie bitte! Haben Sie einen Termin bei Mister Nakamura?“ Neflite sah sie verächtlich an, hob abwehrend die Hand und sofort stand die Frau wie gelähmt. Ihre Augen wurden trüb und sie setzte sich wie ferngesteuert zurück auf ihren Stuhl.

„Herein."
Soshi sah nicht auf als es klopfte. Erst als die Tür aufschwang, hob er den Blick. Der junge Mann mit brauner Wallemähne und salopper aber teuer aussehender Kleidung war ihm unbekannt. „Guten Abend junger Mann. Hatten wir einen Termin?“ Soshi blätterte rasch mit gerunzelter Stirn in seinem Notizbuch.
„Termine, Termine“, säuselte Neflite und ging mit langsamen Schritten auf den Schreibtisch zu. „Erfolg verlangt all seine Energien in die Arbeit zu investieren. Sie sind der Letzte, welcher abends das Licht ausmacht, während die anderen längst zu Hause sitzen. Und dann gebührt der Erfolg nicht einmal Ihnen alleine, Sie müssen ihn stets mit dem Rest teilen.“
„Wer sind Sie?“ Soshi stand auf und richtete sich zu voller Größe hoch.
„Ich bin der, der Ihnen den Lohn für alle Mühen schenkt. Nur Sie alleine halten diese Firma am Laufen und als Dank sind Sie auserwählt dem mächtigsten aller Herrscher Ihre Energie zu schenken. Das ist der wahre Erfolg, der Diener einer großen Sache zu sein!“
„Verlassen Sie mein Büro“, befahl Soshi energisch und streckte die Hand nach dem Alarmknopf aus, welcher den Sicherheitsdienst benachrichtigte.
Doch schon war Neflite bei ihm angelangt und presste seine Hand auf die von Soshi, in welcher dieser immer noch seinen edlen Montblanc Kugelschreiber hielt.
„Meine Sklaven des Bösen, ergreift Besitz von diesem Stift. Holt euch die Energie dieses Mannes, sobald sie ihren Höhepunkt erreicht hat.“ Soshi war wie betäubt als Neflite losließ. Seine Hand zitterte so sehr, dass der Kugelschreiber rhythmisch auf den Tisch schlug, während die andere sich immer noch nach dem Alarmknopf ausstreckte. „Ich wünsche Ihnen noch viel Erfolg. Arbeiten Sie schön weiter,“ zischte Neflite ihm gehässig zu.
Soshi nickte wie betäubt.
„Ich muss…. weiterarbeiten.“ Lächelnd zog Neflite ab. Als er erneut das Vorzimmer durchquerte, schnippte er kurz mit den Fingern und verwirrt sah die Empfangsdame um sich. Sie sah nur noch einen Mann aus der Tür gehen. „Arbeiten, arbeiten, arbeiten. Die ganze Energie für den Erfolg,“ dachte Neflite im Stillen. „Und die Energie dieses Mannes wird schon bald seinen Höhepunkt erreicht haben.“
Plötzlich schreckten ihn schnelle Schritte auf dem Flur auf und machten es unmöglich sich einfach wie gehabt in Luft aufzulösen. Eine junge Frau mit langen, schwarzen Haaren rauschte an ihm vorbei und grüßte freundlich. Neflite nickte ihr zu, wie er es bei den Menschen beobachtete hatte und erstarrte im selben Moment. Dieses Gefühl…. Er drehte sich um und sah wie sie den Flur entlangeilte ohne sich weiter um ihn zu kümmern. Als wäre er ihr schon einmal begegnet. Kopfschüttelnd warf Neflite diese Gedanken ab. Was interessierten ihn diese primitiven Menschen. Er verließ das Stockwerk und sah sich im Treppenhaus suchend nach links und rechts um, ehe er verschwand.

Der nächste Morgen verlief weitaus unspektakulär. Die Mädchen gingen zur Schule, Bunny kam wieder einmal kreischend zu spät während Ami die Pünktlichkeit in Person war. Serena und Mamoru besuchten die Vorlesungen ihrer Universität. Da ihr Bruder noch am Nachmittag in einer Studiengruppe mitarbeiten wollte, machte sich Serena gegen Mittag auf zu ihrem neuen Arbeitsplatz um dort ihren Nachmittagsdienst anzutreten. Sie hatte sich heute besonders hübsch gemacht, da sie heute die gesamten Abteilungen besuchen durfte um die dortigen Mitarbeiter kennenzulernen, welche schon sehr gespannt auf die junge Firmenerbin waren. Beschwingt lief Serena auf den Flur hinaus nachdem der Fahrstuhl in einem der oberen Stockwerke hielt und suchte das Büro ihres Onkels auf.
„Hallo!“
Bei ihren Worten schaute die Empfangsdame schüchtern nach oben. „
Oh Miss Chiba… Guten Tag. Sie möchten bestimmt zu Ihrem Onkel?“
„Da liegen Sie richtig.“ Serena fiel auf, dass die Augen der Frau nervös zwischen ihr und Soshis Bürotür hin und her huschten. „Stimmt etwas nicht?“ erkundigte sie sich freundlich.
„Nun… es geziemt sich nicht … ich meine… ich möchte nichts Negatives sagen wo sich doch Mister Nakamuras …!“
„Jetzt reden Sie schon“, fiel Serena ihr ungeduldig ins Wort. „Ich bin doch keine Petze die gleich zu ihrem Onkel rennt.“  
Die Frau zuckte zusammen und deutete Serena an ihr auf den Flur zu folgen. Draußen angekommen, lehnte sie sich an die Wand und atmete tief durch.
„Miss Chiba, ich arbeite seit über zehn Jahren für Ihren Onkel. Aber nun kommt es mir vor als wäre er über Nacht ein anderer Mensch geworden. Er scheint sein Büro seit gestern Abend nicht mehr verlassen zu haben, die Anrufe seiner Frau wimmelt er ab. Niemand darf zu ihm, er will nicht gestört werden und selbst wenn ich ihm nur ein Telefonat weiterleiten möchte, brüllt er mich durch den Hörer und die Türen gleichzeitig an. Das habe ich so noch nie erlebt.“ Traurig und verstört sah die Frau Serena an.
„Das klingt so gar nicht nach meinem Onkel“, gab sie nachdenklich zu. „Am besten, ich rede einmal selbst mit ihm.“ „Oh Miss Chiba, ich würde das nicht tun an Ihrer Stelle. Mister Nakamura ist heute wirklich sehr gereizt.“
„Machen Sie sich da mal keine Sorgen. Was will er denn machen? Mich rausschmeißen? Falls Sie es vergessen haben, die Firma gehört mir und meinem Bruder Mamoru. Ich schlage vor Sie gehen jetzt hinunter in die Kantine, holen sich einen schönen Kaffee und sammeln sich wieder. Bis Sie zurück sind, habe ich bestimmt schon herausgefunden was meinem Onkel für eine Laus über die Leber gelaufen ist.“

Dankbar lächelte die Frau und lief wieder in das Vorzimmer um sich ihre Handtasche zu schnappen, während Serena sich auf den Weg in das Büro von Soshi machte. Sie klopfte zweimal an die Tür und wartete.
„Verschwinde!“ ertönte es von innen.
Das hörte sich so gar nicht nach ihm an. Serena drückte die Klinke hinunter und trat in den Raum. Im ersten Moment verschlug es ihr fast den Atem. Schwere Schweißausdünstung lag in der Luft, Soshi schrieb zusammengekauert am Schreibtisch auf Papieren herum und sah aus als hätte er seit drei Tagen nicht mehr geschlafen. Wirr standen die Haare vom Kopf ab und als er ihn hob um den Störenfried zu identifizieren erkannte Serena dass seine Augen blutunterlaufen waren. „Ich sagte doch verschwinde, Serena“, knurrte er unwillig. Diese zuckte leicht zusammen. Normal nannte er sie Reena oder Serenchen aber selten bei ihrem eigentlichen Namen. „Onkel Soshi“, begann sie sanft. „Du scheinst dir etwas zu viel zuzumuten. Ich habe gehört dass du seit gestern die Firma nicht mehr verlassen hast. Deine Frau macht sich Sorgen und die Mitarbeiter auch…“
„UNSINN“, schrie Soshi auf und fegte einen Stapel Papiere vom Tisch.
„Die machen sich nur Sorgen um das Geld!!! Das Geld welches ich heranschaffe weil ICH den Laden führe. Meine Frau hat Angst? Nicht um mich nur um den teuren Schmuck den sie sich ohne mein Gehalt nicht mehr kaufen kann! Die Mitarbeiter? Angst PAH um ihre faulen, bequemen Jobs haben die Angst. Angst davor ohne Chiyaro Investment auf einmal RICHTIG arbeiten zu müssen. Und du….!“ Mit diesen Worten deutete Soshi mitsamt seinem Kugelschreiber auf Serena. „DU und dein Bruder… die faulsten von allen. HA! Studentenpack… ich arbeite und arbeite und arbeite WOFÜR? Damit sich die feinen Kinder ins gemachte Nest von Mami und Papi setzen können. Und dabei seid ihr nicht mal meine eigenen Kinder!!“
„Soshi, was redest du da?“ entgegnete Serena scharf.
So hatte sie ihn noch nie erlebt und auch wenn Serena vielem furchtlos gegenüber stand, wurde ihr doch leicht unbehaglich.
„GEH! GEH einfach! Ich kann das perfekte Fräulein Tochter nicht mehr sehen! Ich muss ARBEITEN hörst du? ARBEITEN damit du und dein Bruder das Geld zum Fenster rausschmeißen könnt!“
Serena hatte genug. Sie machte auf dem Absatz kehrt, schlug die Tür hinter sich zu und atmete tief durch. Entweder hatte Soshi einen Burnout den sie alle nicht bemerkt hatten oder er war schlicht und ergreifend verrückt geworden. Ein leises Räuspern ließ sie aufhorchen. Die Empfangsdame stand in der Türe zum Vorzimmer und knetete verlegen die Hände.
„Miss Chiba, es tut mir leid ich wollte nicht lauschen. Ich bin nur nochmal zu Ihnen gekommen weil ich gerade zwei jungen Damen begegnet bin die auf der Suche nach Ihnen waren. Die eine hieß Hino glaube ich. Sie warten unten in der Empfangshalle auf Sie.“
„Danke“, Serena zwang sich zu einem Lächeln. „Sie können sich den restlichen Nachmittag frei nehmen. Mein Onkel benötigt etwas Ruhe und hat heute keine weiteren Arbeiten für Sie.“
„Aber Miss Chiba“, die Empfangsdame riss ängstlich die Augen auf. „Das geht leider nicht ohne die Erlaubnis von Mister Nakamura.“
„Mister Nakamura ist streng genommen nur ein Angestellter von mir und meinem Bruder“, bestimmte Serena. „Wenn ich also sage, dass Sie sich jetzt frei nehmen dürfen, hat das schon seine Richtigkeit.“
„Vielen Dank Miss Chiba.“ Die Frau rupfte schnell ihre Jacke vom Garderobenständer und huschte schnell wie der Wind davon. Sie musste erstmal verdauen, dass ihr geliebter Arbeitsplatz über Nacht wortwörtlich zum Vorzimmer der Hölle wurde. Serena ging um den Empfangsschreibtisch herum, nahm den Hörer ab und wählte ihre eigene Nummer. Mamoru würde nach seiner Studiengruppe bestimmt zuerst nach Hause fahren und die Nachricht abhören.
„Hallo, dies ist der Anschluss von Serena und Mamoru Chiba. Leider sind wir im Moment nicht erreichbar aber hinterlassen Sie uns eine Nachricht nach dem Signalton.“
„Mamo wenn du das abhörst, komm bitte in der Firma vorbei. Irgendetwas stimmt mit Onkel Soshi nicht. Ich kann es dir so nicht erklären, schau es dir selbst an. Bis dann.“ Serena unterbrach die Verbindung und legte den Hörer auf. Nachdenklich sah sie auf die geschlossene Tür des Büros, hinter der kein Laut hervordrang. Plötzlich fiel ihr ein was die Dame vorhin zu ihr sagte. Hino… Rei wartete ja unten in der Halle! Schnell verließ Serena das Büro und eilte nach unten.

„Man sieht das alles gut aus“, schwärmte Bunny verzückt, als sie die vielen Kuchenauslagen in dem kleinen Café sah.
„Bestell dir was du möchtest Bunny, ihr seid meine Gäste“, meinte Serena, ehe sie sich mit Rei an einen der Tische am Fenster setzte. Das Café lag direkt gegenüber des Chiyaro Investment und Rei bemerkte wie der Blick ihrer Freundin immer wieder daran hochwanderte.
„HURRA!“ jubelte Bunny. „
Reiß dich am Riemen“, schimpfte Luna aus ihrer Tasche heraus. Als Bunny Rei überrumpelt hatte mitzukommen, bestand Luna ebenfalls auf ihre Begleitung. Sie hatte mittlerweile in Serena die Frau vor der Spielhalle erkannt und sich an die merkwürdige erspürte Energie erinnert. Daher wollte sie sich diese einmal aus der Nähe ansehen. „Vielleicht ist dein Onkel nur überarbeitet“, versuchte Rei zu beschwichtigen, nachdem sich Serena ihr anvertraut hatte. Bunny schaufelte indessen den Kuchen in sich hinein und hörte nur mit halbem Ohr zu.
„Mag sein.“ Serena zuckte traurig mit den Schultern. „Aber so kenne ich ihn nicht. Soshi war immer ein Mensch dem Stress nicht anhaben konnte, der gerne gab und alles für seine Mitarbeiter tat. Und für mich und meinen Bruder. Ich hätte nie gedacht, dass er uns so sieht… Als Schmarotzer die sich in ein gemachtes Nest setzen. Dabei weiß er genau, das Mamoru und ich auf alles Geld und Erbe der Welt verzichtet hätten nur um dafür unsere Eltern wiederzubekommen.“ Sie schluckte schwer.
Rei legte ihr eine Hand auf den Unterarm. „Ich weiß wie es ist, wenn man keine Eltern hat.“
Jetzt schaute auch  Bunny auf.
„Meine Mutter starb als ich klein war und zu meinem Vater habe ich keinen Kontakt. Er hat mich zu meinem Großvater gegeben, weil ein Kind seiner Politikkarriere ein zu großer Klotz am Bein wäre. Das einzige was ich von ihm höre, ist die obligatorische Einladung zum Essen. Jedes Jahr an meinem Geburtstag. Mein Opa ist meine ganze Familie. Deswegen verstehe ich, wieso du so an deinem Bruder und deinem Onkel hängst.“
„Ach Raven…“ Serena war gerührt, dass diese ihr sich anvertraute.
„Wahahahahaha“, Bunny schluchzte auf.
„Das ist so traurig, da muss ich gleich weinen!“ Verdutzt sahen die anderen beiden sie an.
„Und immer wenn ich traurig bin, muss ich essen… Hallo Bedienung!!!“

„Zum Glück war Mamoru nicht auch noch dabei“, schimpfte Rei, als sie wieder draußen auf der Straße standen. Serena war wieder in den Firmen Tower zurückgekehrt und Bunny platzte gleich der Bauch vor Kuchen. Schuldbewusst ließ sie den Anpfiff über sich ergehen. „Reicht ja schon, dass du mich vor Reena blamiert hast mit deinem Geheule. Und dazu stopfst du dich auf ihre Rechnung noch voll. Manchmal bist du oberpeinlich Bunny!“ „Nun mach aber mal einen Punkt sie hat uns doch eingeladen. Und kann sich das auch noch leisten!“ rechtfertigte Bunny sich, mal wieder keiner Schuld bewusst.
"Schluss damit!“ Luna reckte den Kopf aus Bunnys Tasche. „Ihr beide solltet aufhören euch zu streiten und lieber zusehen, dass IHR den Onkel von Serena mal genauer unter die Lupe nehmt. Da ist doch etwas oberfaul und bestimmt haben da wieder die Bösen ihre Hand im Spiel.“  
„Ja meinst du wirklich Luna?“  Bunny guckte erstaunt um sich. Rei sah an dem Gebäude hoch.
„Vielleicht sollten wir uns wirklich etwas genauer umsehen.“

Erstaunt stellte Serena nach ihrer Rückkehr fest, dass fast jede Abteilung leer war. Sie hielt einen vorbeilaufenden Mann auf, der sich gerade im Gehen eine Jacke überzog.
„Sagen Sie mal, wo sind denn die ganzen Leute hin? Ich war doch höchstens nur eine Stunde weg, ist denn schon Feierabend?“
„Für heute ja Miss Chiba.“ Der Mann sah auch äußerst verwirrt aus. „Mister Nakamura hat eine Nachricht versendet und alle Mitarbeiter umgehend nach Hause geschickt. Der Erfolg des Unternehmens gebühre nur ihm, da er die ganze Arbeit macht. Ich verstehe auch nicht was das soll, ist das ein kleiner Scherz zu Ihrer Einstellung?“ Verwirrt sah er Serena an.
„Ach…ja …nein ähm wie soll ich sagen… Gehen Sie erst einmal für heute nach Hause! Morgen kommen Sie wieder und alles wird sich klären.“
„Wenn Sie das sagen.“ Der Mann zuckte mit den Achseln und machte sich auf den Heimweg.
„Verdammt Mamoru, wo bleibst du nur“, knurrte Serena als sie den Fahrstuhl holte. Jetzt konnte Soshi aber was erleben.

„Was fällt dir eigentlich ein!“ Soshi hob nur mit Mühe den Kopf, als Serena in sein Büro polterte.
„Verschwinde.“
„Nein Soshi, ich werde nicht gehen. Sag mir doch was mit dir los ist? So kenne ich dich nicht!“
Schwer atmend stand der Mann auf und stützte sich mit beiden Händen auf seinem Schreibtisch ab. „Ich sagte, du sollst verschwinden, du verzogene Göre.“
„Soshi..“ Serena wich beim Anblick seiner wutverzerrten Fratze zurück. „Hier stimmt was nicht,“ dachte sie im Stillen.  
„Du faules undankbares Miststück… trinkt Kaffee und ich…. ich arbeite … und arbeite…. Verschwinde endlich.. ich muss weiterarbeiten… HAU ENDLICH AB!!!!“
Mit einem Aufschrei fuhr Soshi zurück und griff sich an die linke Brust.
„Großer Gott er hat einen Herzinfarkt!“ schoss es Serena durch den Kopf.

„Der Höhepunkt seiner Energie ist erreicht. Schlag zu Sapna!“

Der Kugelschreiber in Soshis Hand begann grell zu leuchten. Soshi sank ohnmächtig auf die Tischplatte während sich über seinem Rücken eine Gestalt materialisierte. Sapna, Neflites Schergin erschien. Die verfilzten Haare wucherten in alle Richtungen, feuerrote Augen glotzten Serena hämisch an. Ihr rechter Arm bestand aus einem gewaltigen Tacker in Übergröße, die linke Hand formierte sich aus spitzen Bleistiften. Serena prallte mit dem Rücken gegen die Türe und starrte entsetzt auf die sich vor ihr abspielende Szene.
„Jetzt gehört seine Energie dem Königreich des Dunklen.“ Sie bleckte die Zähne und stellte einen Fuß auf Soshis erschlafften Rücken.
„Oh nein, “ flüsterte Serena. Ihre Hand tastete nach dem Füller in ihrer Blazer Tasche.
„Das wagt ihr nicht…Nicht meine Familie.“
„Was sagst du da?!“ fauchte Sapna.
„Ich sagte NICHT MEINE FAMILIE!!!“ brüllte Serena zurück.
„TITAN POWER – MAKE UP!!!“

„DA!“ schrie Rei auf. Sie stand mit Bunny und Luna auf dem Vorplatz des Towers und hatte die Leute beobachtet die nacheinander rausliefen. „Ich spüre die Aura des Bösen!“
„Das Gebäude ist anscheinend jetzt leer, los geht rein und verwandelt euch“, befahl Luna. Die Mädchen rannten in das Innere des Gebäudes.
„Tut mir leid, heute keine Besucher mehr“, merkte der Wachmann an. „Die Geschäftsführung hat für heute den Betrieb eingestellt.“
„Gott sei Dank, dann ist Reena bestimmt schon raus“, murmelte Rei zu Bunny und an den Mann gewandt: „Ich bin die engste Freundin von Serena Chiba, sie hat mich gebeten noch schnell ihre Tasche zu holen.“
„Engste Freundin?“ flüsterte Bunny empört. Der Wachmann zuckte mit den Schultern.
„Soll mir Recht sein, wahrscheinlich habe ich morgen ohnehin keine Arbeit mehr, so wie der Chef heute drauf ist.“ „Vielen Dank!“ Rei riss Bunny mit sich und holte einen der Fahrstühle.
„Puh Glück gehabt“, stöhnte diese auf. „Aber Rei du bist doch gar nicht Serenas engste Freundin.“
„Das spielt doch jetzt keine Rolle!“ Luna sprang entnervt aus der Tasche. „Verwandelt euch jetzt!“  
„Ja ist ja gut du musst nicht gleich nerven!“ Bunny hob die Hand, Rei ihren Füller.
„MOON PRISM POWER!“
„MARS POWER!“
„MAKE UP!!!“

Sapna war stärker als Sailor Titan angenommen hatte. Bemüht nicht versehentlich Soshi zu treffen, hatte sie noch nicht gewagt den Ice Shiver einzusetzen. Sapna schoss nacheinander die spitzen Bleistifte auf sie, welche in der Wand und den Schränken messerscharf steckenblieben. „Na wirst du schon müde, Kriegerin?“
Hämisch lachend feuerte sie die nächste Salve ab und Titan hechtete hinter einen kleinen Aktenschrank. Sie hatte keine Wahl, sie musste angreifen. Soshis ohnmächtiger Körper war mittlerweile unter den Tisch gerutscht, wenn sie den Winkel änderte könnte sie das Monster angreifen.
„Na los, versteck dich nicht!“ rief Sapna auffordernd.
„Okay jetzt!“ Sie sprang hinter dem Schrank hervor und wollte gerade die Attacke starten als eine mittlerweile bekannte Stimme ertönte.
„Aufhören!“
Sapna fuhr herum. „Wer ist da?!“
m Türrahmen erschienen die Gestalten zweier Mädchen. „Wie kannst du es wagen einen hart arbeitenden Mann anzugreifen und ihm die Energie zu stehlen? Einem Mann, der immer für das Wohl der anderen eintrat und sich um seine Familie sorgt! Das lasse ich nicht zu!“
„Komm auf den Punkt!“ schrie Titan rüber und jetzt erst bemerkten die beiden Kriegerinnen sie.
„Hä? Sailor Titan? Achso ja – im Namen des Mondes werde ich dich bestrafen!“
„Fahrt zur Hölle!“ Sapna zielte auf Sailor Moon und Mars und schon zerfetzten die ersten Bleistifte Sailor Moons Rock. „
AAAAAAAAAH wie gemein!“
„Hör gefälligst auf hier rumzuheulen!“ fuhr Mars sie an und blickte zu Sapna. „
Dir wird gleich etwas heiß werden! FIRE SO…..!“
„Nein nicht!“ Titan war zu ihr gesprungen und hielt ihren Arm fest. Erstaunt sah Mars sie an.
„Du würdest hier alles in Flammen aufgehen lassen! Da liegt ein Mensch!“ Sie deutete auf Soshis Beine, welche hinter dem Schreibtisch hervorragten.
„Ohhhhhhh was machen wir denn jetzt?!“ Sapna nutzte die allgemeine Verunsicherung und schoss mehrere Klammern aus ihrem überdimensionalen Tacker ab. Noch ehe sie es sich versahen, waren alle drei Kriegerinnen an die Wand gepinnt, inklusive Luna die von Sapna nicht unbemerkt geblieben war.
„So ein Mist!“ fluchte Titan und versucht das Metall, welches sich um ihrer Taille befand wegzustemmen. Mars tat es ihr gleich und Sailor Moon zappelte wie ein Fisch auf dem Trockenen. Sapna schritt grinsend auf sie zu und zückte die Bleistifte.
„Gleich werdet ihr noch weiter aufgespießt! AAAAARG!"
Eine rote Rose hatte sich in ihren Oberkörper gebohrt und funkelte sie triumphierend an.
„Tuxedo Mask!!! Ein Glück da bist du ja!“ rief Sailor Moon juchzend.
Die Klammern gaben nach und fielen polternd zu Boden. Der Maskierte stand im Türrahmen und blickte verächtlich auf Sapna.
„Es wird sich zeigen, wer hier wen aufspießt. Du bist dran Sailor Moon!“
„Jawohl!“
„Aber vorsichtig!“ krähte Titan, als Sailor Moon nach ihrem Diadem griff.
Sapna versuchte sich gerade die Rose aus der Brust zu ziehen.
„MOON TIARA BOOMERAAAANG!“
Verdutzt sah sie auf und sah die goldene Scheibe auf sich zurasen. Mit einem schrillen Schrei zerfiel ihr Körper zu Staub.
„Geschafft!“ jubelte Sailor Moon. Mars drehte sich um. Sailor Titan und Tuxedo Mask waren verschwunden. Luna konnte ebenso niemanden mehr ausmachen.
„Los, lasst uns verschwinden.“

„Bist du in Ordnung?“ fragte Mamoru vorsichtig. Serena nickte und trank einen Schluck Wasser. Die beiden hatten sich zur Rückverwandlung in einen leeren Büroraum geflüchtet.
„Wären die anderen beiden nicht aufgetaucht, hätte es übel enden können. Wir sollten jetzt lieber nach Soshi sehen.“
Mamoru nickte und hoffte dass die beiden anderen Kriegerinnen mittlerweile verschwunden waren. Soshi lag regungslos auf dem Boden als sie das Büro betraten. Mamoru kümmerte sich sofort um ihn, während Serena einen Arzt rief. Schließlich schlug Soshi die Augen auf.
„W-was ist passiert?“ flüsterte er mit rauer Stimme. Mamoru schüttelte den Kopf.
„Du hast dich etwas überanstrengt das ist alles.“
„Ich kann mich an nichts mehr erinnern“, wisperte der Mann verwirrt.
„Ein  Arzt ist unterwegs.“ Serena kam zurück und kniete sich zu den Männern auf den Boden. Dankbar tastete Soshi nach ihrer Hand.
„Serenchen… mein Serenchen… was bin ich froh dass ihr da seid…“
Nachdem der Notarzt Soshi in den Krankenwagen verfrachtet hat und mit Blaulicht abfuhr, blieben Mamoru und Serena auf dem Vorplatz zurück.
„Reena! Mamoru!“ Rei kam mit Bunny angelaufen.
„Was ist denn passiert? Wir waren gerade in der Nähe und haben den Krankenwagen gesehen, “ meinte Bunny gespielt besorgt.
„Wir wollten noch einmal mit unserem Onkel gemeinsam reden und haben ihn dann bewusstlos in seinem Büro gefunden. Anscheinend hatte er einen totalen Kollaps und hat zuvor noch das gesamte Zimmer zerlegt wie es aussah. Er ist aber jetzt in guten Händen, “ berichtete Mamoru knapp.
„Ich hoffe er wird wieder gesund, “ meinte Rei zaghaft und schenkte Serenas Bruder einen heimlichen Blick.
Keiner der vier ahnte in diesem Moment, wie nah sie sich zuvor schon an der Wahrheit befanden die sie alle mit sich trugen.

„Es ist aber sehr lieb dass ihr nochmal hergekommen seid“, meinte Serena plötzlich. „Mamoru und ich werden morgen die ganze Angelegenheit was die Mitarbeiter angeht in Ordnung bringen. Aber wenn ihr schon mal da seid, kann ich euch etwas zeigen. Es war wohl als Überraschung Soshis für Mamoru und mich gedacht. Aber nachdem er heute so gemeine Sachen zu mir sagte, hat mir seine Empfangsdame es verraten. Ich sollte gehen und mir es ansehen, dabei würde ich spüren wieviel unsere Familie Soshi immer bedeutet hat.
„Oh jetzt bin ich aber neugierig,“ tuschelte Bunny aufgeregt zu Rei.
„Warum überrascht mich das nicht, Weichbirne,“ kommentierte Mamoru.
Rei lachte herzhaft.
„Man was findet die bloß an dem blöden Kerl,“ knurrte die Blondine Richtung Tasche, wo Luna drinsaß. Serena führte die drei in den lauschigen Innenhof des Towers. In der Mitte des Rondells war etwas Großes unter einer Plane verborgen.
„Ist das ein Brunnen?“ fragte Rei. „Ich höre das Wasser plätschern.
„Du liegst richtig Raven. Aber das Geheimnis ist seine Inschrift.“ Serena begann die Planen zu lösen.
„Reena, den Brunnen kenne ich doch schon von früheren Besuchen“, meinte Mamoru verständnislos.
Ein wunderschöner Steinbrunnen, dessen Wasser über kleine Kaskaden in die Tiefe floss um an anderer Stelle wieder hinaufgepumpt zu werden. Kleine Bepflanzungen säumten den Weg des Wassers und sorgfältig eingesetzte LEDs beleuchteten bei Nacht die oberste Steinplatte, welche zu Mamorus stetiger Verwunderung einfach nur leer und schmucklos war.
"Warte doch ab.“ Serena hatte die Planen gelockert. „Mach die Augen zu,“ forderte sie Mamoru auf.
Rei sah ihre Chance gekommen und hielt ihm kichernd die Hand davor indem sie sich auf die Zehenspitzen stellte. Bunny schnaubte verächtlich und rollte mit den Augen. Mamoru hörte wie die Plane zu Boden fiel. Serena kam zu der Gruppe zurück und stellte sich neben ihn.
„Augen auf.“
Rei nahm ihre Hände weg und Mamoru sah nun den Brunnen in seiner ganzen Pracht. Und auch, dass die ehemals leere Steinplatte nun eine Gravur aufwies die sanft im Licht der Leds leuchtete.

„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“
Antoine de Saint-Exupéry

In liebevoller Erinnerung

an Chiyako und Gentaro Chiba


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Hallo ihr Lieben,

und willkommen im Oktober!

Bis auf den kleinen Absatz im Crown und vor dem Hikawa – Tempel ist der Rest eine selbstverfasste „Folge“. Daher gibt’s heute auch keinen Anime Vergleich. Aus einem bestimmten Grund (den ihr noch erfahren werdet) erfolgen die Uploads zu Neflites Part ab jetzt wieder etwas zügiger d.h. fürchtet wieder tägliche Uploads. Oder fast tägliche :D Allerdings nur für den Zeitraum von circa zehn Tagen danach werde ich eine kleine Pause einlegen.

In diesem Sinne, bis morgen :D

Liebste Grüße

Ina  
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