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The Moonlight Story - First and Last and Always

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Mix
Ami Mizuno / Sailor Merkur Makoto Kino / Sailor Jupiter Mamoru Chiba / Tuxedo Mask / Endymion OC (Own Character) Rei Hino / Sailor Mars Usagi "Bunny" Tsukino / Sailor Moon / Serenity II
01.09.2021
27.11.2022
140
947.700
23
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Dieses Kapitel
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18.09.2022 9.500
 
„So ein heißer Sommernachmittag ist etwas Herrliches, wenn man eine Klimaanlage hat und faulenzen kann“, seufzte Bunny selig.
Sie und die anderen Mädchen hatten sich heute bei Serena und Mamoru einquartiert, um trotz Sommerferien gemeinsam zu lernen. Die Kämpfe gegen die Familie des schwarzen Mondes, welche das vergangene Schuljahr überschatteten, hatten bei dem Notenspiegel der Mädchen für eine rasante Talfahrt gesorgt, mit Ausnahme der fleißigen Ami.
Sie war es auch, die darauf bestand, dass die Lerngruppe sich auch regelmäßig in den Ferien einfand.
Heute war es Bunny ganz recht so, denn dadurch konnte sie in der Nähe ihres geliebten Mamoru sein, der gerade konzentriert einige Notizen auf seinem Block machte.
Wenn die anderen jetzt nicht hier wären, könnten sie einen schönen romantischen Nachmittag zu zwei genie …
„BUNNY! Hör auf zu träumen, du bist zum Lernen hergekommen, schon vergessen?“
Minako zog sie spielerisch am Ohr und die Blondine fuhr hoch. Tatsächlich war sie für einen Moment auf ihren verschränkten Armen eingenickt.
„Hast du was anderes erwartet?“, meinte Rei vorwurfsvoll und Makoto nickte zustimmend. „Wie üblich.“
„Man ihr nervt“, seufzte Bunny und richtete den Blick wieder auf ihr aufgeschlagenes Heft.
Mamoru lächelte wissend. „Ihr wolltet, dass Reena und ich euch beim Lernen helfen, aber eigentlich seid ihr doch nur wegen der neuen Klimaanlage hier, hab ich recht?“
Rei winkte schnell ab und hob ihr Glas, das mit einer trüben grünen Flüssigkeit gefüllt war. „Aber nein! Wir sind natürlich auch wegen deines selbstgemachten Kräutertees hier, Mamoru! Der schmeckt einfach …!“
„Widerlich“, ergänzte Serena, die gerade ein Tablett ins Wohnzimmer trug. „Sag´s ruhig. Aber gieß das Zeug bitte nicht in meine Pflanzen.“
Verlegen sah Rei zwischen Mamoru und seiner Schwester hin und her. Tatsächlich zeugten die immer noch vollen Gläser auf dem Tisch davon, dass Serena mit ihrer Meinung über das Gebräu nicht allein dastand.
„Schon okay.“ Mamoru lachte. „Er ist wirklich furchtbar bitter, ich habe ihn zu lange ziehen lassen.“
„Mein Bruder will damit sagen, er hat ihn über zwei Stunden in der Küche vergessen.“ Serena stellte das Tablett auf dem Tisch ab. „Limonade, Saft und Kaffee, dafür seid ihr nun alt genug.“
„Danke Reena.“ Bunny wollte sich gerade darüber hermachen, als ihr Ami auffiel, die mit verzücktem Blick an dem Bücherregal entlangstrich. „Was machst du da?“
Mamoru drehte sich um. „Hast du etwas gefunden, dass dich interessiert?“
„Ohja! Eure Bücher sind wirklich eine Wucht und ihr habt schon wieder neue bekommen!“, schwärmte die Blauhaarige. „Hört euch mal die Titel an! Wallonisches Lexikon, Hydrodynamik und Wellentechnik, Computersprache und Symbiotik.“
Plötzlich stutzte sie. „Currygerichte leicht gemacht? Irgendwie passt das aber nicht zusammen?“
„Das ist auch Mamorus Regalseite“, erwiderte Serena. „Wenn du dich mehr für Psychologie und Neurologie interessierst, musst du weiter nach links gehen. Aber um Mamoru zu verteidigen, der Kauf dieses Kochbuchs hat sich bezahlt gemacht.“
„Ich interessiere mich nun mal für viele Dinge“, gab Mamoru zu. „Am liebsten würde ich alles wissen. Das Buch habe ich damals nach Chibiusas Curry-Party besorgt.“
„Hör mir damit auf“, lachte Makoto los. „Ich habe drei Versuche gebraucht, Bunny ein einfaches Currygericht beizubringen.“
„Geschmeckt hat es trotzdem und vor allem Chibiusa“, erwiderte Bunny nicht ohne Stolz.
Minako griff nach einer Tasse Kaffee. „Wo ist sie eigentlich?“
„Mit Mama, Papa und Shingo am Naguri Lake, noch bis Ende dieser Woche“, lautete die fröhliche Antwort. Offenbar war die Blondine ziemlich erleichtert über die derzeitige Ruhe im Hause Tsukino, verbunden mit der Tatsache dieses völlig für sich allein zu haben. „Eigentlich sollte ich auch mit, aber ich konnte mich aufs Lernen rausreden.“
„Naguri Lake …“ Makoto grübelte. „Waren wir da nicht auch schon mal?“
„Na klar!“ Rei schlug sich an die Stirn. „Das Landhotel, die heißen Quellen und der See mit dem gruseligen Geist, den Mamoru als Endymion wieder erweckt hat.“
„Erinnere mich nicht daran“, murmelte Mamoru verkniffen. „Ich meine, ich kann mich ja nicht mal wirklich daran erinnern. Aber hören möchte ich auch nichts darüber.“
„Schon in Ordnung. Das ist lange vorbei und sie haben wirklich eine furchtbare Gehirnwäsche mit dir vollzogen.“  Ami nahm neben ihm Platz und legte tröstend eine Hand auf seine Schulter.
„Apropos Gehirnwäsche“, wandte sich Serena an Bunny. „Hat denn alles geklappt mit Chibiusa und deinen Eltern?“
„Allerdings.“ Bunny nickte eifrig. „Luna P hat wieder einmal ganze Arbeit geleistet. Meine Eltern und Shingo glauben, dass Chibiusas Eltern erneut auf Reisen sind und sie derweil bei uns leben soll. Mama war, wie erwartet, völlig aus dem Häuschen und Papa hat seine Aufmerksamkeit auf Chibiusa verlagert. Endlich wieder ein kleines Mädchen, das er betüddeln kann. Diesem Umstand ist es auch zu verdanken, dass ich für den Rest der Woche das Haus für mich habe.“
„Luna passt schließlich auch auf.“ Minako balancierte ihren Stift auf der Fingerspitze. „Ich frage mich gerade, was sie und Artemis treiben. Angeblich wollten sie weitere Informationen über unsere neuen Gegner sammeln, aber bestimmt liegen sie nur faul in der Sonne.“
„Da wir gerade von faul reden …“ Mamoru hielt ein Buch hoch. „Wir sollten die Plauderei beenden. Ihr wolltet, dass ich euch beim Lernen helfe, also würde ich sagen, wir fangen zur Entspannung mit dem Leichtesten an – mit Englisch.“
„HA?“ Bunny kratzte sich am Kopf. „Davon verstehe ich kein Wort.“
„Manchmal glaube ich, dass du gar nichts verstehst …“, gab Mamoru zurück, als es plötzlich an der Wohnungstür klingelte.
„Zum Glück!“ Schnell erhob sich Bunny von ihrem Sitz. „Ich geh schon.“
„Klar, die Dame des Hauses öffnet die Tür“, bemerkte Serena, da war sie bereits aus dem Wohnzimmer geflitzt.
„Mamoru, da fällt mir etwas ein! Heute Morgen, da kam ein Anruf im Büro …!“

Bunny trabte derweil zur Wohnungstür. Erst im Flur kam ihr der Gedanke, dass es eigentlich Serenas oder Mamorus Part war diese zu öffnen, immerhin wohnte sie nicht hier. Aber dafür fühlte sie sich ganz wie zu Hause, daher würde es schon seine Richtigkeit haben. Erst als der Türknauf schon in ihrer Hand lag, überlegte sie, wer außer ihnen wohl noch den Code für den Fahrstuhl hatte.
Aber ehe sie sich darüber weiter Gedanken machen konnte, war die Tür schon offen.
Ein älterer Mann stand davor, aber Soshi war es definitiv nicht.
Das graue Haar war ordentlich unter einem Hut verborgen, unter dessen Krempe und den dicht gewachsenen Augenbrauen, blitzten Bunny zwei stahlblaue Augen entgegen. Die Lippen unter dem sorgfältig gestutzten Schnurrbart verzogen sich zu einem freundlichen Lächeln.
„Äh, die beiden haben schon eine Zeitschrift abonniert und sonst kaufen sie nichts“, wehrte Bunny sofort ab. Das war bestimmt einer dieser lästigen Haustürverkäufer, der irgendwie hier hineingelangt war und nun von Stockwerk zu Stockwerk lief. Wobei der nobel aussehende Anzug, die weißen Handschuhe und der Gehstock mit Goldknauf weniger für einen Vertreter sprachen, aber vielleicht war das auch nur Taktik.
„Good afternoon, young Lady“, grüßte der Unbekannte mit warmer Stimme.
„Oje“. Bunnys Gehirn versuchte verzweifelt ihre wenigen Brocken Englisch zu einem Satz zusammenzufügen.
„Ich äh … in English kann nix sprechen, verstehen Sie?“
Der ältere Herr sah sie etwas irritiert an. „I´m what? Please ... was?“
Da schien ihm ein Licht aufzugehen. „Oh Yes, I see! You can´t speak English! Sorry, ich wollte nur fragen, ob Serena und Mamoru zuhause sind?“ Höflich nahm er seinen Hut ab.
Der Akzent war unverkennbar britisch, das konnte sogar Bunny heraushören.
„Äh Mister Mamoru is he im Haus … oder so ähnlich. Moment! Das war nur ein Scherz, oder?“
Sie beäugte den Besucher kritisch, als Mamorus Stimme hinter ihr ertönte.
„Edward?“
Sofort zog sich ein Strahlen über das gegerbte Gesicht des Fremden.
„Hallo Mamoru! Es ist lange her, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben. Mit deiner Schwester habe ich heute Morgen schon gesprochen. Hallo, Serena.“
Serena war neben ihrem Bruder aufgetaucht und ließ es zu Bunnys Erstaunen zu, dass dieser Edward ihr einen galanten Handkuss gab. Dann entdeckte er die anderen Mädchen, welche neugierig in den Flur spähten.
„Guten Tag, die Damen.“
Etwas schüchtern kamen die vier hervor.
„Hello … nice to …“, begann Minako und Rei ergänzte: „Meet you.“
„I am glad to see you, Mister Edward.“ Ami bewegte sich auch in Englisch auf derart sicherem Terrain, dass Makoto in nichts nachstehen wollte. „And thank you!“
„Das war unpassend, du blamierst uns!“, knurrte Rei.
„Tschuldigung.“
„Ich wollte es dir gerade erzählen“, wandte sich Serena an Mamoru. „Edward hat heute Morgen bei Chiyaro Investment angerufen und wollte uns heute Nachmittag persönlich besuchen. Ich habe ihn bei unserem Pförtner registrieren lassen, aber total vergessen, dir vorher Bescheid zu geben.“
„Schon gut.“ Mamoru lächelte Edward entspannt zu. „Es ist mir eine große Freude, dich in unserem Zuhause willkommen zu heißen. Dürfen wir dich auf eine Tasse Tee zu uns bitten?“
„Überaus freundlich, aber ich muss leider ablehnen“, erwiderte Edward und seine blauen Augen funkelten. „Die Zeit drängt ein wenig. Ich bin nur hier, um die Einladung für mein jährliches Sommertreffen persönlich auszusprechen. Und es wäre mir eine große Freude, auch diese jungen Damen heute Abend zu empfangen. Ich bin mir sicher, Ihnen wird die Party gefallen.“
„EINE PARTY?!“, schallte es sofort mehrstimmig zurück.
„Wir nehmen die Einladung gerne an“, meinte Mamoru erfreut.
„Wonderful. Wir sehen uns dann heute Abend. Ich darf mich empfehlen.“ Edward verneigte sich leicht, setzte seinen Hut wieder auf und verließ die Wohnung der Chibas.
Leise schloss Serena die Tür hinter ihm, als die Mädchen schon aufgeregt schnatternd ins Wohnzimmer zurückliefen.

„Was ist das für eine Party?“, mampfte Bunny glücklich, nachdem sie ein süßes Gebäckstück geschnappt hatte.
„Und das ist schon heute Abend?“, fiel Minako begeistert mit ein. „Ich weiß noch gar nicht, was ich anziehen soll! Ich nehme an, es darf ruhig etwas schicker sein?“
„Worauf du Gift nehmen kannst“, murmelte Serena und setzte sich in den großen Sessel.
„Edward ist ein englischer Adeliger, der über die Sommermonate in einem Schloss am Rand der Stadt lebt“, begann Mamoru zu erzählen.
„Ich glaube, ich habe schon von ihm gehört!“, meldete sich Bunny zu Wort. „Jeder in der Stadt spricht über den Fremden aus England.
„Es ist schon seit vielen Generationen im Besitz seiner Familie und von Zeit zu Zeit, lädt Edward hiesige und ausländische Studenten dorthin ein und veranstaltet eine Party“, fügte Mamoru hinzu.
„Ein Schloss und dazu die romantischen Klänge eines Walzer“, begann Rei mit glänzenden Augen zu schwärmen. „Das gefällt mir.“
Auch Ami sah ziemlich angetan aus. „Es ist sehr lehrreich, sich mit den Kulturen von Menschen aus aller Welt zu beschäftigen.“
„Mit Mamoru auf einer Party, auf einem Schloss“, jubelte Bunny. „Das ist der schönste Tag in meinem Leben!“
„Warte ab.“ Serena kannte den Haken an der Sache und auch Ami fiel nun etwas auf.
„Aber wenn dort auch ausländische Studenten anwesend sind, bedeutet das …?“
„Dass ihr euch mit ihnen auf Englisch unterhalten müsst“, ergänzte Mamoru und hielt erneut das Vokabelbuch hoch.
Bunny fiel aus allen Wolken. „Englisch?“
„Ja. Wenn ihr euch also auf dieser Party nicht blamieren wollt, sollten wir jetzt noch fleißig üben."
„Mit Mamoru auf einer Party! Aber Englisch …!“
Es war ganz offensichtlich, dass Bunny gerade die Vor – und Nachteile dieser Einladung abwog.
„Wie ich schon sagte, ihr müsst euch jetzt ranhalten.“
„Mit Mamoru auf einer Party! Aber Englisch …!“
„Sinnlos, das war es dann wohl mit dem Lernen“, meinte Rei resigniert, während Bunny aufgeregt durch das Wohnzimmer turnte.
Makoto nickte. „Ich fürchte es auch. In ihren Kopf geht heute bestimmt nichts mehr rein…!“

Auch im Labor des Doktor Tomoe wurde gerade die Musik zum Tagesthema gemacht. Eugeal lümmelte auf ihrem Drehstuhl und hörte sich den neuesten Monolog ihres Vorgesetzten an.
„Du bist bereits mehrfach gescheitert, Eugeal. Ich setze aber weiterhin mein gesamtes Vertrauen in dich und hoffe, dass du nun endlich einen Talisman Träger gefunden hast.“
„Ich gebe mir die größte Mühe, Doktor.“ Eugeal tippte demonstrativ ein paar belanglose Befehle in den Computer, damit Tomoe am anderen Ende der Leitung geschäftiges Tippen vernahm. „Eine Frage hätte ich aber doch. Wie sehen die drei Talismane eigentlich aus?“
„Wenn es sich um die wahren Talismane handelt, verwandeln sie sich in drei heilige Schätze. Ein Spiegel, ein Schwert und ein Wappen. Fügt man diese zusammen, erscheint der heilige Gral.“
Das brachte sie zwar auf der Suche nach den möglichen Trägern kein Stück weiter, aber nun wusste Eugeal zumindest, wonach sie Ausschau halten musste.
„Ich habe heute eine wunderbare Entdeckung gemacht“, schallte Tomoes Stimme zu ihr. „Die romantische Melodie eines Walzers ist das Schönste auf der Welt! Sein Dreivierteltakt verkörpert Intellekt, Kultur und nicht zuletzt Aggressivität. Es ist die Musik des Todes. Einen Augenblick bitte.“
Eugeal hörte, wie Tomoe im Hintergrund herumfuhrwerkte und bemühte sich ihr Gähnen zu unterdrücken.
„Ich habe diese Musik in meiner Jugend komponiert und ihn Hoffnung für die Zukunft genannt.“
Nun tippte die Hexe tatsächlich motivierter auf ihrer Tastatur herum. „Sie meinen also, unser nächstes Ziel sollte die Walzermusik lieben?“
„Haargenau. Und Hoffnung für die Zukunft sollte es auch haben.“
Zufrieden nahm Eugeal wahr, wie der Computer ein neues Ziel präsentierte, der Prozentsatz lag bei sage und schreibe dreiundneunzig Prozent. Sofort mailte sie das Bild zu Tomoe rüber.
„Das ist der Mann, der die Walzermusik liebt und wie kein anderer auf die Zukunft vertraut.“
„GLORIAAAAA!“
Tomoes heisere Lache ertönte, gefolgt von donnerartigen Einschlägen harter Musiknoten und das in immenser Lautstärke. Eugeal musste den Hörer etwas weiter weghalten, um ihr Trommelfell zu schonen. „Ich wusste gar nicht, dass man so ein Gejaule Walzermusik nennt. Sind Sie noch dran? Doktor? Doktor?“
Aber niemand antwortete. Offenbar hatte er schon seine Maschine angeworfen und einen neuen Dämon in Produktion gegeben.
Entnervt stand Eugeal auf und marschierte in Richtung Ausgang, das hämische Gekicher der anderen vier Hexen ignorierend.
„Viel Glück Eugeal!“
„Diesmal schaffst du es bestimmt!“
Eugeal wusste, dass diese guten Wünsche vor Sarkasmus nur so trieften. In den Augen der anderen war sie schon längst die Leiter der Hierarchie hinabgestürzt und es wurde nur darauf gewartet, dass sie sich dort im Dreck wälzen musste. Aber den Triumph wollte Eugeal keinem gönnen. Sie musste nochmal die Zähne zusammenbeißen und darauf hoffen, dass die dreiundneunzig Prozent heute einen Treffer bedeuteten.
Die Klänge von Tomoes Komposition erfüllten jeden Gang des unterirdischen Labors und übertönten sogar die startenden Förderbänder.
Als Eugeal die Verladestation betrat und dort auf ihren Wagen wartete, tönte der Schrei des neu kreierten Dämons, durch die verschachtelten Transportkanäle bis zu ihr hinab.
„CHIIIIIKOOOOON!!!“
Selbst die Metallkiste, welche Eugeal gerade auf dem Förderband entgegen fuhr, gab dieses nervenzerreißende Musikgedudel wieder. Offenbar hatte dieser Verrückte den laufenden Plattenspieler in seinen dämonischen Ofen gestopft. Nachdem die Kiste im Kofferraum verstaut war, schlug Eugeal zweimal mit der flachen Hand drauf und die Musik verstummte.
Zum Glück, denn sonst hätte sie diese unterwegs in einem See versenkt und sich der Sache allein angenommen.

Gegen Abend versammelten sich die geladenen Gäste auf Edwards Schloss, welches am Stadtrand von Tokyo lag. Mamoru hatte es sich nicht nehmen lassen, einen Fahrdienst zu engagieren, der die Mädchen nacheinander von ihrem jeweiligen Zuhause aufsammelte.
„Ihr seht alle wirklich sehr hübsch aus“, lobte Serena aufrichtig. Die Mädchen hatten sich in ihre feinsten Sachen geworfen, die auch schon beim Violinkonzert vor einigen Wochen zum Einsatz kamen. Minako trug ein fliederfarbenes, schulterfreies Kleid mit rotem Band, Makoto hatte sich für ein Cocktailkleid in Apricot entschieden und den linken Träger mit einer Rose geschmückt. Ami trat gewohnt zurückhaltend auf, der hellgrüne Stoff ihres Kleids harmonierte mit der züchtigen beigefarbenen Jacke, die sie weit über ihre Handgelenke gezogen hatte.
Rei fühlte sich wie immer in einem knapp geschnittenen roten Kleid am wohlsten und hatte aufgrund des noblen Anlasses ihre weißen Handschuhe übergestreift.
Bunny brachte erneut das rosafarbene Kleid ins Spiel, ein Geschenk ihrer Eltern. Hoffentlich würde dieser Abend anders verlaufen, als der, wo sie es das letzte Mal trug.
Verliebt blinzelte sie zu Mamoru, der heute einen schwarzen Smoking gewählt und ihre Hand galant in seiner linken Armbeuge platziert hatte. „Mein Tuxedo Mask!“, dachte sie still und sofort schlug Bunnys Herz schneller. Am liebsten hätte sie ihn vor den Augen aller Anwesenden geküsst, wäre da nicht die andere Frau im schwarzen Etuikleid und der eleganten Hochsteckfrisur, die Mamoru an seinem rechten Arm führte.
Er bemerkte Bunnys Blick und beugte sich unauffällig zu ihr herab. „Schau bitte nicht so. Wir beide sind nicht verheiratet und Reena ist meine Schwester. Offiziell ist sie meine Begleitung, soll sie hinter mir herlaufen?“
„Schon gut.“ Bunny zog eine Schnute. Manchmal war es für sie noch schwer zu akzeptieren, dass Serena einen gleich hohen Stellenwert in Mamorus Leben einnahm, wie sie selbst.

Nachdem sie die dezent beleuchteten Flure passiert hatten, erreichte die Gruppe dank der Beschilderung ohne große Umwege den Ballsaal.
Staunend durchschritten sie die ersten Meter und blieben stehen.
„Wie im Märchen!“, entfuhr es Rei begeistert.
Das warmweiße Licht der üppigen Kronleuchter spiegelte sich im blankpolierten Marmorboden. Weiß gedeckte Tische mit sorgfältig arrangierten Blumengestecken säumten einen großzügig ausgelassenen Bereich, der offenbar als Tanzfläche zur Verfügung stehen sollte. Überall standen junge Menschen in Grüppchen beisammen und plauderten angeregt, begleitet von leiser Klaviermusik, die ein Pianist einem großen weiß lackierten Flügel entlockte.
„Seht euch nur mal das Buffet an!“, schwärmte Makoto, die bereits die vielen aufgestellten Schalen und Tabletts entdeckt hatte. „Das wird ein wunderbarer Abend, das weiß ich jetzt schon.“
„Und so viele hübsche Männer!“ Das war das Hauptaugenmerk von Minako.
„Ja, aber die sprechen alle nur Englisch“, murrte Bunny.
Rei stieß sie grinsend in die Seite. „Liebe kennt keine Grenzen, aber ein bisschen Englisch muss man allerdings können.“
„Ich habe Mamoru, da brauch ich kein Englisch.“
Ami lächelte sanftmütig. „Sieh es einfach als eine gute Gelegenheit, dein Englisch zu verbessern.“
„Wenn es sein muss.“
Mamoru hatte Edward in der Menge entdeckt, seine Arme von seinen beiden Begleiterinnen gelöst und eine Hand zum Gruß erhoben. Lächelnd kam der Gastgeber auf sie zu, flankiert von zwei jungen Männern.
Der Dunkelhaarige erwiderte den Gruß schon von weitem. „Mamoru!“
„Hi George!“
Sein hellblonder Freund ließ sich auch zu einem Hallo hinreißen. „I havent seen you for a long time, Mamoru!“
Bunny wurde Himmelangst. „Äh, was für Time?“
Nun waren sie schon fast bei ihnen angekommen.
„Everybody is welcome to my Home Party!“, verkündete Edward erfreut, was von einigen Umstehenden mit dezentem Applaus honoriert wurde.
„Das war etwas mit Party, sie kommen?“ Bunny hielt es nicht mehr aus. Eine Blamage stand kurz bevor und die durfte sie einfach nicht riskieren. Wenn es ihr nicht gelang, sie in dieser Gesellschaft so gewandt und sicher wie Serena zu bewegen, würde Mamoru beim direkten Vergleich erkennen, dass Bunny als zukünftige Begleitung zu solchen Veranstaltungen, schlicht und ergreifend nichts taugte. Unauffällig ergriff sie die Flucht.
„Ladys, nice to meet you“, grüßte der Blonde, als er vor den Mädchen stand. „And it is my pleasure to see your lovely sister again, Mamoru.“
Serena verzog keine Miene, sondern nickte nur schlicht. Sie konnte gar nicht sagen, wie sehr sie solch Anbandelungsversuche in der Gesellschaft hasste.
„Mamoru, Serena, es ist schön euch wiederzusehen“, begann der Dunkelhaarige, welcher zuvor von Mamoru George genannt wurde. „Bitte stellt uns doch diese bezaubernden jungen Damen vor.“
„Was? Ihr sprecht ja gar kein Englisch?“, staunte Minako.
Der Blonde grinste entwaffnend. „Wir studieren hier an der Universität, also sind wir mehreren Sprachen mächtig.“
„Wirklich? Sie studieren hier?“ Amis Augen blitzten interessiert auf.
„Ja.“ George nickte. „Wir kennen Serena und Mamoru von der Universität. Seit die beiden jedoch Chiyaro Investment übernommen haben, hatte dies Auswirkung auf unsere Unternehmungen. Umso mehr freut es mich, dass wir heute Abend ausreichend Zeit haben zu plaudern.“
„Und das ganz ohne Englisch“, bemerkte Rei erleichtert. „Da hast du aber Glück gehabt, Bunny.“
Suchend sah sie nach links und rechts, als das rosa Kleid mitsamt seiner Trägerin verschwunden war. „Wo ist sie denn hin?“

Bunny hatte sich raus in das Foyer verdrückt, wo die Gäste in Ruhe einen Aperitif zu sich nehmen konnten. Seufzend lehnte sie sich an einen Stehtisch und zog das kleine Wörterbuch aus ihrer Handtasche. „How do are? Nein, wie war das? How are you? Meet you nice? Nein, auch nicht.“
Es musste doch möglich sein, sich einfache Sätze zu merken. Vielleicht würde ein kaltes Getränk ihren Geist und die Zunge befeuchten.
„Ich muss das in meinen Kopf kriegen.“ Ihre Hand tastete nach einem der gefüllten Gläser, in denen Bunny Saft vermutete. Hastig stürzte sie die orange Flüssigkeit hinunter und zog mit den Zähnen die pinke Cocktailkirsche vom Stocher herab.
„Also, how are you? Das war schon mal richtig, jetzt muss ich mir es nur merken. Nice to … Hm, das schmeckt aber lecker. Und es ist auch noch umsonst.“ Schon war das zweite Glas geleert und auf einmal kam Bunny die Welt gar nicht mehr so schlimm vor, Englisch hin oder her.

Derweil hatten sich die Mädchen unters Volk gemischt. Serena erläuterte Ami, Rei, Makoto und Minako gerade die aufbereiteten Speisen, während Mamoru mit seinen Studienfreunden zusammenstand.
„Ich habe gehört, ihr seid große Wohltäter geworden“, schmunzelte George und hob sein Glas. „Und trotz eurer vielen Spenden, wirft Chiyaro Investment einen Haufen Gewinn ab. Serena und du, ihr seid gemachte Leute.“
„Über Geld spricht man nicht“, gab Mamoru zurück. „Reena und ich sind sehr dankbar für das Erbe unserer Eltern, aber es bringt auch viel Verantwortung mit sich. Und ihr dürft nicht vergessen, dass wir zusätzlich noch studieren, es ist ein Haufen Arbeit. Uns ist wichtig, dass wir einen einigermaßen bescheidenen Lebensstil beibehalten.“
„Wohnt ihr deswegen zusammen?“, erkundigte sich der Blonde neugierig und warf einen anerkennenden Blick auf Serena. „Ihr beide könntet euch sogar eine Villa leisten, für jeden eine. Übrigens, wenn deine Schwester noch ledig ist, dann würde ich gerne einmal mit ihr ausgehen.“
Mamorus Augenbrauen zogen sich zusammen. „Reena hat daran kein Interesse, das garantiere ich dir. Versuch dein Glück, aber wenn ich dir einen Rat geben darf – erspar dir die Schmach einer Abfuhr.“
George lachte auf. „Das würde ich ihm auch raten. Lass es gut sein, Ned.“ Er schlug dem Blonden kumpelhaft auf die Schulter. „Mamoru, hast du dich eigentlich mal mit der theoretischen Physik beschäftigt? Das ist unglaublich packend, kann ich dir sagen!“
„Die Biologie und Genetik ist aber auch nicht ohne“, mischte Ned wieder mit. „Wobei die Medizin vermutlich Mamorus größte Leidenschaft bleiben wird.“
„Da hast du vermutlich recht“. Mamoru strich sich etwas verlegen durch die Haare. „Ich möchte unbedingt ein guter Arzt werden, so wie mein Pflegevater Shin. Und Reena wird bestimmt einmal eine hervorragende Psychologin.“

Ami und Edward standen neben der Männergruppe und hatten einige Gesprächsfetzen aufgefangen.
„Sie sind alle sehr intensiv mit ihrem Studium beschäftigt, das ist toll“, bewunderte Ami. „Ich kann es kaum erwarten, selbst zu studieren und mich auszutauschen.“
„Das ist die Jugend, unsere Zukunft“, meinte Edward nicht ohne Stolz. „Es ist mir eine große Freude, dass ich mein bescheidenes Heim als Treffpunkt zur Verfügung stellen kann. Mit der romantischen Melodie eines Walzers und einer hoffnungsvollen Jugend, fühle ich mich selbst um viele Jahre jünger und genieße ein wunderschönes, rosiges Leben. Tag für Tag.“
Amis Augen leuchteten. „Das hört sich großartig an! Und ich muss sagen, ich sehe unsere Zukunft auch sehr rosig, genau wie Sie!“
Edward drückte galant ihre Hand. „Ich hoffe es bleibt so und dass Sie all ihre Träume verwirklichen können!“
„Ich werde es versuchen!“

Staunend hatten die anderen Mädchen vom Buffet aus zugehört.
„Habt ihr eine Ahnung, wovon die reden?“, fragte Makoto etwas hilflos.
Rei winkte ab. „Keinen Schimmer, das ist mir zu hoch.“
„Ami ist sogar in Konversation ein Genie“, stellte Minako fest, als plötzlich Bunny an ihnen vorbeiwankte. „Haruharu…!“
„Äh Reena …“ Rei tippte ihrer Freundin auf die Schulter, da sie gerade nicht hingesehen hatte. „Ich glaube, da stimmt was nicht.“
Serena sah auf und runzelte die Stirn. „Hat Bunny neuerdings das Laufen verlernt? Sie hat ja ganz schön Schlagseite …!“

Mamoru unterhielt sich derweil weiter angeregt mit Ned und George, als sich plötzlich etwas schwer an seinen Arm hängte. Verdutzt sah er runter und entdeckte Bunny, die mit hochroten Wangen und einem strahlenden Lächeln erst zu ihm aufsah und dann den Blick auf seine beiden Gesprächspartner richtete.
„Wischd ihr eigendlich wie man Pudding kocht, Junschgs? Das isch ganz eifach, man nimmt Milsch, Eia und Zugga und rührt kräftisch! Dann musch man den Deckl drauf tun und das Ganze dreischig Minutn lang kochn lassn! Und beim Essen den Schlagsahne nisch vergessn damit man kräftisch wird!“
Demonstrativ spannte Bunny ihren Bizeps an, während Mamoru einer Ohnmacht nahe war. Schnell winkte er zu Serena und deutete ihr an herzukommen, aber seine Schwester konnte sich vor Lachen kaum noch auf den Beinen halten.
„Ich glaube, der Pudding muss ein wahrer Genuss ein“, erwiderte George höflich, während Ned nachdenklich sein Kinn rieb. „Das ist ein sehr eigenwilliges Rezept.“
„Hä?“ Bunny ließ Mamoru los und stolperte auf die beiden zu. „Ihr schprecht ja gar kein Änglisch? Fantaschtisch, subba, eine Wucht!“
Jetzt wurden auch Ami und Edward auf die Lage aufmerksam.
„Bitte, Bunny!“ Mamoru fasste sie vorsichtig an der Schulter, im selben Moment als Bunny aufgekratzt ihre Hände in die Höhe riss und ihm einen saftigen Kinnhaken verpasste.
„Wasnlos Mamoru? Schprechn wir nun endlisch über den Auschtausch von Kulturn?“
Ami eilte sofort herbei und half Mamoru beim Aufstehen, da es ihn nach Bunnys Schlag auf den Hosenboden gelassen hatte. „Meine Güte, sie ist ja vollkommen betrunken!“
Ned nahm Bunnys Hände und schüttelte sie freudig. „Ich muss sagen, Sie sind wirklich einzigartig!“
Sofort verfiel die Blondine in beschwipstes Kichern. „Wirklisch? Nice to meet you my time is allow! Don´t worry und don´t Curry AHAHAHAHAHAHAHA!“
Sie amüsierte sich wirklich königlich. Als Ned losließ, stolperte Bunny etwas nach hinten und prallte gegen Edward, der sie galant auffing. „Lady, darf ich Ihnen helfen?“
„Again you see, Boys!“ Bunny warf Kusshändchen in die Richtung von George und Ned, als Edward sie in Mamorus Arme schob. „Würdest du bitte diese junge Dame auf die Terrasse begleiten?“
„Natürlich“, meinte Mamoru verlegen und zog Bunny mit sich.
„REENA! Komm sofort mit!“, zischte er Serena zu, als sie beide an ihr vorbeiliefen.
„Ich komm ja!“ Seine Schwester wischte sich die Lachtränen aus den Augen und packte Ami am Handgelenk. „Los, das darfst du dir nicht entgehen lassen. Bunny hat wohl mächtig einen sitzen.“

Edward sah sich um, aber der Vorfall hatte keinerlei nennenswerte Aufmerksamkeit erregt. Also klatschte er nun zweimal in die Hände.
„Meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist mir eine große Freude, Sie alle in meinem bescheidenen Heim willkommen zu heißen. Ich hoffe, wir werden alle einen wunderbaren Abend genießen und es ist mir eine große Freude, nun zwei besondere Gäste ankündigen zu dürfen, die uns einen musikalischen Genuss bieten. Für Sie, an der Geige und am Klavier, Miss Michiru Kaioh und Miss Haruka Tenoh!“
Applaus brandete auf und Minako, Makoto und Rei sahen gespannt auf die kleine provisorische Bühne. Anstelle des Pianisten, saß nun Haruka in einem weißen Smoking am Flügel. Schräg vor ihr hatte sich Michiru positioniert und hielt ihre Geige bereits in Position. Das Raunen anwesender junger Männer war unüberhörbar im Saal, denn die junge Frau in ihrem hellblauen und zart schimmernden Kleid sah aus, als wäre sie soeben als die Perle einer besonderen Muschel entstiegen.
Haruka versuchte dies gekonnt zu ignorieren, aber erst als ihre Partnerin rüber sah und mit einem eigens für sie bestimmten Lächeln versicherte, wem der alleinige Platz in ihrem Herzen gebührte, konnte sie sich auf die Tasten vor ihr konzentrieren.
„Super“, freute sich Makoto, als die beiden ihr harmonisches Musikstück begannen.
„Tolle Überraschung!“ Auch Minako sah wie gebannt nach vorne, als Ami zu ihnen kam und diskret flüsterte: „Wir haben ein Problem. Bunny ist schlecht.“
„Am Buffet überfressen?“, hakte Rei leise nach.
„Eher an der Bar.“
„Was? Das muss ich sehen.“

So wunderbar und klangvoll das kleine Konzert von Haruka und Michiru auch war, die Mädchen hielt nach Amis Mitteilung nichts mehr im Saal. Schnell wie unauffällig eilten sie hinter ihrer Freundin nach draußen auf die weitläufige Terrasse.
Bunny hing bereits bäuchlings über der Brüstung, während Serena ihre Zöpfe nach hinten hielt.
Ein erbärmliches Würgen war zu hören und Mamoru kam aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.
„Bunny.“ Minako stellte sich neben sie. „Was ist passiert? Wieso bist du betrunken?“
„Dich kann man auch keine fünf Minuten aus den Augen lassen!“, schimpfte Rei vorwurfsvoll.
„Regt euch ab.“ Erstaunlicherweise sah es Serena am gelassensten. „Mit diesen feinen Cocktails hier kann man sich nicht abschießen, das wäre gesellschaftlich untragbar. Glaubt mir, ich habe es versucht. Bunny hat einen kleinen Schwips, nichts weiter.“
Ami eilte mit einem Glas herbei. „Möchtest du etwas Wasser?“
Wieder ertönte nur ein Röhren.
„Stell es mal dahin“, ordnete Serena an. „Vielleicht kannst du noch einen starken Kaffee auftreiben.“
„Ich fasse es einfach nicht“, grummelte Mamoru. „Die Sache mit dem Englisch reden hat ihr wohl mehr zugesetzt, als wir dachten.“
„Hast du deswegen Alkohol getrunken?“, erkundigte sich Minako mitfühlend und strich Bunny beruhigend über den Rücken.
„Dasch war kein Alkohol!“, ertönte es anklagend. „Dasch war Orangenschaft, aba besonders legga!“
Wieder bäumte sich der zierliche Körper auf und entließ den vermeintlichen Orangensaft mit einem weiteren Würgen in die Freiheit.
„Meine Güte, hoffentlich bekommt Edward nicht mit, wie meine Freundin sich gerade über seinem Rasen erbricht“, äußerte Mamoru seine Befürchtung.
„Das aristokratische Geschwafel hat ja ziemlich schnell auf dich abgefärbt“, stellte Serena ohne Umschweife fest. „Das ist nicht die erste Studentenparty in diesem Schloss, Edward wird vermutlich damit rechnen, dass mindestens einer in seinen Garten kotzt. Also reg dich ab. Außerdem sieht uns gerade keiner zu.“
Makoto hatte sich kurz in das Innere begeben und kam nun mit einem beladenen Teller wieder heraus.
„Hier, ich habe ein paar deftige Sachen gefunden. Man sagt, das saugt den Alkohol auf. Rei besorgt einen Kaffee an der Bar.“
„Kriegt ihr das allein geregelt?“ Hilflos sah Mamoru von einer zur anderen.
„Natürlich.“ Minako schob ihn Richtung Saal. „Geh du rein und kümmere dich um deine Bekannten. Wir bekommen Bunny schon wieder auf die Füße.“
„Hoffentlich.“

Nach ein paar belegten Häppchen, mehreren Gläsern Wasser und einem starken Espresso, der ihr gefühlt eine Ohrfeige gab, als sie ihn trank, ging es Bunny deutlich besser.
„Geht’s wieder?“, erkundigte sich Ami besorgt.
„Denk schon. Man, da hab ich was angerichtet“, murmelte diese bedröppelt.
Minako knotete ihr gerade die Haare neu zusammen und Makoto entfernte mit einer feuchten Serviette ein paar Saftflecken aus dem rosa Stoff.
„Es ist gut, dass du gleich alles raus gelassen hast, im wahrsten Sinne des Wortes“, meinte Serena unbekümmert. „Bleib noch ein paar Minuten an der frischen Luft und für den Rest des Abends beim Wasser.“
„Tut mir leid, Reena.“ Bunny wirkte ziemlich zerknirscht. „Du hast sicher schon geahnt, dass ich es in irgendeiner Form vermassle. Ich hab Mamoru und dich blamiert. Dabei wollte ich ihm doch zeigen, dass man sich mit mir genauso in so einer Gesellschaft zeigen kann, wie mit dir.“
„So würde ich das nicht sehen.“ Serena setzte sich neben sie. „Zunächst einmal, hast du nur meinen Bruder blamiert, nicht mich. Und wir haben uns auch schon Fauxpas geleistet.“
Auf die erstaunten Blicke ihrer Freundinnen fügte sie hinzu: „Glaubt ihr etwa, wir sind mit gutem Benehmen auf die Welt gekommen? Bei meiner ersten offiziellen Party habe ich Wasser aus einer Schale geschlürft, dass für das Reinigen der Finger gedacht war. Und Mamoru ist einer Freundin von Helena beim Eröffnungstanz auf das Kleid getreten und sie stand obenrum im Freien da.“
„Wirklich?“, kicherte Bunny verlegen und sah auf einmal wieder froh drein.
„Wirklich“, bestätigte Serena. „Jetzt nimm es nicht so schwer. Jedem passiert mal ein Missgeschick.“
Selbst Rei nickte. „Niemand ist unfehlbar und du hast dich ja nicht mit Absicht betrunken. Lasst uns wieder rein gehen und den restlichen Abend genießen.“
„In Ordnung.“ Bunny stand auf und zog sich das Kleid zurecht. Sie fühlte sich zwar immer noch ein wenig beduselt, aber deutlich besser als zuvor. Noch ein paar Häppchen und ausreichend Wasser, damit dürfte sie für heute durchhalten.

Als die Mädchen wieder zurück in den großen Saal kamen, nahm Mamoru Bunny sofort in Empfang.
„Geht es dir besser?“ Fürsorglich umfasste er ihren Arm.
„Ja, ein wenig. Ich werde mich jetzt besser zurückhalten“, erwiderte sie zaghaft und sah etwas betreten auf den Boden.
„Hallo!“
Die bekannte Stimme ließ Bunny sofort wieder aufschauen. „Haruka? Michiru?“
„Sie sind vorhin gemeinsam auf der Bühne aufgetreten“, erläuterte Makoto, da Bunny dieser Umstand entgangen war.
„Eine wunderschöne Party, nicht wahr?“ Michiru lächelte anmutig. „Sie spielen als Nächstes den Walzer, dürfte ich dich um diesen Tanz bitten, Mamoru?“
„Kommt nicht infrage!“ Bunny stellte sich vor ihren Freund und breitete herrisch die Arme aus. „Er tanzt mit mir!“
„Schade.“ Haruka lächelte versonnen. „Ich wollte nämlich gerade dich um diesen Tanz bitten.“
Sofort war Bunny Feuer und Flamme und der restliche Schwips tat sein Übriges. „Klar doch! Da bin ich dabei!“
Mit verzückten Blick ließ sie sich von Haruka auf die Tanzfläche führen, Mamoru folgte mit Michiru.

Als die ersten Takte des Walzers erklangen, drehten sich die beiden außergewöhnlichen wie attraktiven Paarungen geübt im Kreis.
„Du tanzt sehr gut“, stellte Haruka überrascht fest, als sie bemerkte, wie elegant und selbstsicher Bunny in ihren Armen über den Boden schwebte.
„Vielen Dank!“ Die Blondine errötete. „Es kommt mir fast vor wie einem Traum!“
Auch Mamoru und Michiru harmonierten als Tanzpaar perfekt miteinander und zogen die Blicke der Umstehenden auf sich.
„Ich finde es wunderbar, dass Edward sich so um die jungen Leute kümmert und ihnen zu helfen versucht“, meinte Michiru angetan. „Genau wie Reena und du, ist er ein großer Wohltäter.“
Mamoru lächelte und holte zu einer neuen Drehung aus. „Als Edward selbst jung war, hat er sein Glück zu finden versucht, indem er andere Menschen ausgenutzt hat. Er glaubte, dass man nur genug Geld braucht, um sich eine glänzende Zukunft aufbauen zu können. Aber eines Tages hat er gemerkt, dass er keine Familie und keine Freunde mehr hat. Es war niemand mehr da, mit dem er seine rosige Zukunft teilen konnte, das hat seine Einstellung geändert“, erzählte er gedämpft.
„Eine rosige Zukunft?“, wiederholte Michiru angetan. „Edward ist ja ein richtiger Romantiker. Jeder Mensch muss für seine Zukunft Opfer bringen, ob er nun will oder nicht.“
„Egal wie viel Geld du besitzt und egal wie rosig deine Zukunft aussieht, es ist umso schöner, wenn man sie mit jemandem teilen kann.“ Bei diesen Worten fiel Mamorus Blick auf Bunny und eine Woge der Zärtlichkeit erfasste ihn. So tollpatschig und verquer sie auch manchmal war, dort tanzte die Liebe seines Lebens. Und es machte ihn in diesem Augenblick sehr glücklich zu wissen, dass ihnen beiden noch eine wunderbare Zukunft bevorstand.

„Seht ihr das?“ Minako staunte nicht schlecht, als sie auf die Tanzfläche sah. „Bunny kann tanzen!“
Makoto verschränkte die Arme. „Das kann nur daran liegen, dass Haruka sie führt.“
Auch Rei war tief beeindruckt. „Der nächste Tanz mit Haruka gehört mir!“
„Von wegen, wer die Stärkere ist, tanzt als Nächstes mit ihr!“
Serena zeigte sich verwundert über Makotos Ambition. „Euch ist bewusst, dass Haruka ein Mädchen ist, ja? Ich darf an eure früheren Aussagen erinnern?“
„Schnee von gestern!“, warf Minako ein. „Wir knobeln die Reihenfolge mit Schere, Stein, Papier aus!“
„Gut!“
Rei, Makoto und Minako stellten sich einander gegenüber und begannen das Spiel.
„Schere, Stein, Papier!“
„Schere, Stein, Papier!“
„Gibt’s doch gar nicht, nochmal!“
„Schere, Stein, Papier!“
Ami und Serena standen daneben und warfen sich hilflose Blicke zu und zuckten mit den Schultern.
Manchmal war ihren Freundinnen eben nicht mehr zu helfen.

Der Walzer endete und noch ehe Bunny und Haruka sich voneinander lösen konnten, waren sie von einer Menge an jungen Mädchen und Frauen umringt.
„Darf ich Sie um den nächsten Tanz bitten?“, hauchte eine kurzhaarige Brünette verzückt und streckte Haruka auffordernd die schmale Hand entgegen. Sofort wurde sie von einer überschminkten Blondine beiseite gedrängt. „Nein, zuerst bin ich an der Reihe!“
„Bitte, meine Damen“, versuchte Haruka die Meute zu beschwichtigen, konnte aber nicht verhindern, dass Bunny unsanft in den Hintergrund geriet.
Mühsam kämpfte sich diese durch das tanzwillige Volk hindurch und hielt Ausschau nach ihren Freundinnen, die immer noch an der Seite standen und knobelten.
„Schere, Stein, Papier!“
Mittlerweile hatte sich auch Ami dem Ganzen angeschlossen und wollte ihrerseits ebenfalls um einen Tanz mit Haruka buhlen.
„Aber mich nennen sie kindisch“, bemerkte Bunny stirnrunzelnd und sah sich um. „Wo steckt eigentlich Mamoru?“
Es dauerte ein paar Sekunden, bis sie ihren Freund entdeckte. Haruka hatte inzwischen ihre Fans abschütteln können und Michiru den Vorzug als Tanzpartnerin gegeben, während Mamoru mit seiner Schwester tanzte.
„Na toll.“ Murrend gesellte sich Bunny zu ihren Mädchen, als Edward zu ihnen trat.
„Ladys, Sie können hier gerne warten, bis Sie aufgefordert werden. Aber vielleicht haben Sie in der Zwischenzeit auch Lust mir Gesellschaft zu leisten, ich zeige Ihnen den schönsten Platz im Schloss.“
„Den schönsten Platz im Schluss?“, tönte es fragend zurück und sofort war das Spiel vergessen. Auch Bunny legte ihren Unmut beiseite und lief hinter den anderen her, die Edward aus dem Saal folgten.
Der Gastgeber führte sie eine breite Treppe hinauf in das höhere Stockwerk, lotste durch verschlungene Gänge und hielt schließlich vor einem großen Kaminzimmer.
„Hier entlang bitte.“
Er durchquerte den Raum mit zügigen Schritten und öffnete die beiden großen Glastüren am anderen Ende, hinter denen sich ein ausladender Balkon befand.
Ein verzücktes Raunen ging durch die Mädchen, als sie hinaustraten und die atemberaubende Aussicht erblickten. Edwards Schloss wurde auf einer Anhöhe erbaut, aber wie hoch sie tatsächlich über Tokyo blicken konnten, wurde erst in diesem Augenblick sichtbar.

Die funkelnden Lichter der nächtlichen Stadt lagen wie ein friedliches Meer vor ihnen, gespickt mit allen Farben und wie winzige kleine Perlen. Sogar der Tokyo Tower war zu erkennen, der wie eine Statute zwischen all dem Glanz hervorragte.
„Umwerfend“, staunte Rei mit großen Augen und lehnte sich mit den Unterarmen auf die steinerne Brüstung.
„Schaut mal!“ Makoto deutete in eine Richtung. „Da hinten wohnen wir!“
Bunnys Augen strahlten bei dem Anblick. „Das ist einfach unglaublich, so etwas Schönes habe ich schon lange nicht mehr gesehen.“
Auch Minako konnte sich nicht sattsehen. „Der Wahnsinn!“
Ami hatte derweil, trotz der schummrigen Beleuchtung, die unzähligen Rosenbüsche entdeckt, die in großen Tontöpfen und rund um die Balustrade herum wucherten. Ihr süßer Duft hatte die warme Sommerluft wie Parfüm geschwängert und wirkte regelrecht betörend.
„Freut mich, dass es Ihnen gefällt“, lächelte Edward erfreut. „Die Jugend von heute, ist die Hoffnung von morgen. Ich hoffe, dass allen jungen Menschen eine schöne Zukunft bevorsteht, so schön wie die Rosen hier in meinem Garten. Und ich hoffe ganz besonders für Sie, meine Damen, dass Ihnen eine glückliche Zukunft bevorsteht. Wenn Sie erlauben, werde ich Ihnen jetzt etwas Tee und Kuchen bringen lassen.“
„HURRA!!!“ Bunny riss jubelnd ihre Arme nach oben. Ein Stück süßer Kuchen würde dem winzigen Rest Alkohol in ihrem Körper endgültig den Garaus machen.
„Benimm dich“, zischte Rei, als Edward den Balkon verließ.
„Seht euch diese wunderbaren Rosen an.“ Makoto beugte sich etwas hinab und roch an einer großen purpurroten Blüte. „Wer Rosen so sehr liebt, muss ein gutes Herz haben, findet ihr nicht?“
„Rosen, Walzer, Jugend und das liebevolle, gütige Herz dieses Mannes“, schwärmte Ami. „Wer dieses Schloss sieht, muss an eine glückliche Zukunft glauben.

Mittlerweile befand sich auf dem Gelände des Schlosses ein weiterer Gast, der jedoch alles andere als eingeladen war. Es war ein Leichtes für Eugeal gewesen, die Wachmänner an der Pfote zu betäuben und sich somit Zugang zu verschaffen. Weitaus schwieriger fand sie es, einen passenden Parkplatz für ihren Wagen zu finden, da dieser als einziges Fluchtmittel in ihrer Nähe sein musste.
Denn anders als Kaorinite, konnte Eugeal mithilfe von Teleportation nur wenige Meter überbrücken, für einen Rückzug in das Labor selbst, reichten ihre Kräfte nicht aus.
Aber der Wagen erfüllte auch seinen Zweck. Schließlich platzierte sie ihn vor der großen Glasfront, die einen Blick in den Tanzsaal gewährte und aktivierte das Steuerungssignal.
Dann tauschte die Hexe ihren weißen Laborkittel gegen ein langes rotes Kleid aus, befestigte ein paar Ampullen in ihren Ärmeln und versteckte ein weiteres Hilfsmittel in ihrer Umhängetasche. Dann betrat Eugeal selbstbewusst das Schloss, suchte zielsicher den Weg in den Tanzsaal und mischte sich dort unauffällig unter die Leute.

Serena und Mamoru hatten ihren Tanz inzwischen beendet und nahmen an einem Stehtisch einen Drink zu sich.
„Ein toller Abend“, bemerkte die Schwarzhaarige und deutete mit einem Kopfnicken auf die herumwuselnden Menschen. „Edward hat sich das Ganze einiges kosten lassen. Vielleicht sollten wir nächste Woche einmal darüber sprechen, ob wir seine Stiftung seitens unserer Firma unterstützen.“
„Eine großartige Idee“, stimmte Mamoru zu. Sein Blick verharrte auf einem jungen Kellner, der gerade ein Tablett mit leeren Gläsern in Richtung Küche balancierte. Als seine Hand den Griff der Tür berührte, fiel Mamoru etwas ins Auge.
Konzentriert sah er genauer hin und bemerkte feine Rauchschwaden, die unter der Türritze hervorquollen. Brannte es etwa?
„Vorsicht!“, rief er alarmiert. „Nicht aufmachen!“
Aber der Ruf kam zu spät. Der Kellner hatte die Tür bereits geöffnet und nun kam eine riesige rauchgraue Wolke aus dem dahinterliegenden Raum geschossen.
„Reena, nimm das!“ Hastig hatte Mamoru zwei Servietten mit dem Wasser aus einer Blumenvase getränkt und drückte eine davon seiner Schwester in die Hand. „Halt dir das über das Gesicht und dann schnell raus hier!“
Serena gehorchte sofort und presste das nasse Tuch über ihre Nase und den Mund. Sie spürte, wie Mamoru ihren Oberarm umfasste und ihnen einen Weg nach draußen bahnte.
„Betäubungsgas!“, bemerkte er dumpf unter seinem Gesichtsschutz, als die Menschen um sie herum mit einem Stöhnen zu Boden sackten und dort ohnmächtig liegenblieben.
Da kam just in diesem Augenblick Edward zurück in den Saal und blickte fassungslos auf das Chaos. Umgestürzte Tische, zerbrochene Gläser und eine dicke graue Nebelwand, die durch den ganzen Raum waberte.
Schnell riss er das Einstecktuch aus seiner Brusttasche heraus und drückte es sich auf das Gesicht. Trotz des eingeschränkten Sichtfelds erkannte der Gastgeber, dass sich noch eine Person auf den Füßen befand, dem Kleid zu urteilen eine Frau. Sie stand nur ein paar Meter weg von ihm und wirkte völlig desorientiert und hilflos.
Sofort eilte Edward zu ihr und nahm ihren linken Arm. „Lady, schnell raus hier!“
Aber zu seiner Überraschung regte sich die Fremde nicht. „Lady?!“
Erst jetzt wandte sie sich ihm zu und Edward erstarrte vor Schreck. Warum trug sie eine Gasmaske? Hatte sie das Gas freigesetzt? War sie womöglich eine Attentäterin?
Tausend Gedanken schossen zunächst durch seinen Kopf, während seine Füße wie gelähmt am Boden festklebten. Und als sich der Nebel langsam durch die geöffneten Türen nach draußen verzog, sah der schockierte Mann in die sternförmige Mündung einer Waffe.
„FEUER!“
Eugeal drückte den Abzug durch und schoss aus nächster Nähe den Kristall aus Edwards Körper, was dieser mit einem lauten Schrei quittierte.
Hinter seinem Rücken sammelte sich sofort die schwarze Energie, welche stets das Funkeln umhüllte, und das sich nun zum gewünschten Kristall zusammensetzte.
„Edward“, entfuhr es Mamoru, der mit Serena Deckung hinter einer Tür gesucht hatte. Fassungslos mussten die Geschwister mitansehen, wie ihr geschätzter Freund das nächste Opfer von Eugeals Schandtaten wurde.
„Ich hol die anderen“, flüsterte Serena und lief geduckt los. Beim Tanzen vorhin hatte sie bemerkt, wie Bunny und die anderen den Saal verließen, offenbar waren sie im Garten.
Mamoru verharrte an seinem Platz und behielt Eugeal im Auge.
Diese sah gerade triumphierend auf den Kristall, der über dem bewusstlosen Edward schwebte.
„Das war leichter als erwartet.“
Doch Eugeal irrte.
Zwei weiteren Gästen war es gelungen, den Saal noch während des Gasanschlags wohlbehalten zu verlassen und Schutz in einem Nebenraum zu suchen.
„NEPTUN PLANET POWER – MAKE UP!!“
„URANUS PLANET POWER – MAKE UP!!“

Nachdem Bunny und ihre Freundinnen vergeblich auf Edwards Rückkehr gewartet hatten, machten sie sich auf den Weg zurück in den Tanzsaal.
„Bestimmt wurde Edward nur aufgehalten und hat vergessen den Tee für uns zu bestellen“, mutmaßte Minako.
„Wir holen uns den Kuchen einfach selbst“, bestimmte Bunny und hopste fröhlich neben Rei her, als schnelle Schritte auf dem Steinboden zu hören waren.
Kurz darauf bog Serena ums Eck und kam ihnen entgegen, als Ami schon die merkwürdigen grauen Wolken sah, die durch die Umrandung eines Glasfensters nach draußen ins Freie drangen.
„Seht doch mal! Brennt es?“
„Das ist Gas!“, rief Serena halblaut. „Geht da weg!“
„Gas?“ Makoto versuchte dem Wort eine Bedeutung zuzuordnen, da hatte Bunny schon durch eine geöffnete Nebentür in den Saal gelugt.
Schnell zog sie sich wieder zurück und sah zu ihren Freundinnen. „Eugeal. Edward.“
Diese zwei Worte genügten und sofort zogen die Mädchen ihre Verwandlungsstäbe hervor, die sich in eingenähten Beuteln unter ihren Kleidern befanden.
Bunny holte ihre Brosche aus der kleinen Handtasche und nickte. „Bereit?“
„Bereit.“

Erleichtert, dass diese Mission heute scheinbar ohne Probleme lief, wollte Eugeal im Inneren gerade nach dem Kristall greifen.
„DEEP SUBMERGE!!“
Der blau glühende Energieball fegte auf Eugeal zu und prallte schmerzhaft an ihrem Handgelenk auf. Durch die Wucht des Angriffs entstand eine Druckwelle, welche den Kristall meterweit durch den Raum trug, wo er schließlich von Uranus aufgefangen wurde.
„Danke für die prompte Lieferung“, grinste die Kriegerin selbstbewusst.
Wütend drehte sich Eugeal in Richtung Glasfront. „DÄMON!!!“
„Rückwärtsgang … Rückwärtsgang …!, verkündete eine blecherne Stimme, ehe Eugeals Wagen mit dem Heck voran durch das Glas krachte.
„DÄMON – ERSCHEINE!!!“
Die Kofferraumklappe sprang auf und entließ einen gewaltigen rosa Nebel, der sich um Eugeal schmiegte, die mit selbstgefällig verschränkten Armen davor stand.
Uranus und Neptun verengten die Augen um ihren neuen Gegner zu erkennen, aber es tat sich nichts. Was die Hexe auch nach wenigen Sekunden bemerkte. Aufgebracht drehte sie sich zu ihrem Wagen um und brüllte: „Dämon?! Soll ich dir vielleicht eine Einladung schicken?“
Erst jetzt mühte sich eine grünliche Gestalt aus der Tiefe hervor, bekleidet mit einem monströsen blauen Ballkleid, das mit gleichfarbigen Rosen verziert war. Die Augen hinter einer Maske verborgen und auf dem Kopf eine weiße Allongeperücke, war Chikon ein Bild der Lächerlichkeit.
„Tut mir leid, das Kleid ist so umständlich“, jammerte der Dämon und verhedderte sich prompt im Saum, was einen Sturz auf die Nase zur Folge hatte.
„Ohhhh mein Kopf!“ Eugeal fasste sich theatralisch an die Stirn. „Ich glaub ich geh wieder nach Hause.“
„Kneifen gilt nicht!“
Als die Stimme erklang, wagte die Hexe einen vorsichtigen Blick nach oben auf die Balustrade des Saals, wo sechs weitere Sailorkriegerinnen standen.
„Man verlässt keine Party, kurz nachdem man gekommen ist, das ist unhöflich gegenüber dem Gastgeber“, begann Sailor Moon.
„Und du bist gar nicht eingeladen gewesen!“, ergänzte Merkur, woraufhin Mars einwarf:
„Und das ist noch sehr viel unhöflicher!“
Jupiter setzte einen drauf. „Aber der Gipfel der Unverschämtheit ist es, eine friedliche, romantische Party zu stören, die Partygäste zu betäuben und dem Gastgeber sein reines Herz stehlen zu wollen!“
„Im Namen aller Partygäste und des Gastgebers und …!“ Venus stockte, da sprang Sailor Moon ein.
„Und im Namen des Mondes natürlich, werden wir dich bestrafen!“
Eugeal sah nun tatsächlich etwas blass aus. „Mein Kopf springt im Dreieck!“, klagte sie wehleidig.
„Nach der Ansage kann ich sie irgendwie verstehen“, meinte Titan leise. „Fasst euch mal etwas kürzer, sonst sind wir am Ende die Bösen.“
Derweil hatte Neptun den Kristall untersucht.
„Das ist leider kein Talisman.“
Uranus warf einen gehässigen Blick zu Eugeal. „Hast du gehört? Du hast dir leider das falsche Ziel ausgesucht.“
Eugeal zuckte mit den Schultern. „Ich hatte gleich ein komisches Gefühl bei der Sache. Los, Chikon!“
Der Dämon hatte sich endlich aufgerappelt und zupfte eine blaue Rosenblüte von seinem Kleid. „CHIKON!“
Die Hexe nutzte die Chance zur Flucht und stieg in ihren Wagen. „Ich wünsch euch noch viel Spaß auf eurer Party“, rief sie arrogant durch das geöffnete Fahrerfenster und gab Gas.
Unzählige kleine Scherben schleuderten in alle Richtungen, als die Reifen durchdrehten und Eugeal durch die zerstörte Scheibe nach draußen schoss.
„ROSE IN BLAU!“, brüllte Chikon und schleuderte die Blüte auf die Balustrade.
Die Kriegerinnen sprangen in alle Richtungen davon und anschließend auf den Boden hinab, während Neptun Edward seinen Kristall zurückgab.
Schließlich zerrte sie seinen Körper mit aller Kraft hinter einen umgestürzten Tisch und hoffte inständig, dass dieser ausreichend Schutz bot.
Chikon warf die nächste Rosenblüte, welche sich als gefährlicher Energieball entpuppte, der sich noch im Flug zu einem Strahl ausweitete.
Er traf Sailor Moon frontal und warf die Kriegerin quer durch den Raum, bis sie an einer Wand aufprallte.
„Sailor Moon!“
Mars und Jupiter eilten zu Hilfe, während der Dämon seinen nächsten Angriff vorbereitete.
Uranus sah wie Titan und Merkur ihre Attacken starteten, aber wollte es sich nicht nehmen lassen, die Dinge selbst anzugehen. Immerhin war Edward auch ein Freund von ihnen.
„Miserable Vorstellung.“
Sie lud eine gewaltige Energie zwischen ihren Fingern auf und jagte diese auf Chikon.
„WORLD SHAKING!!!“
Der Dämon wurde direkt davon erfasst und ließ einen wüsten Schrei los, als Uranus Attacke an ihrem Körper riss und fast in zwei Hälften spaltete.
Das Kleid flog in tausend Fetzen davon, die Maske und Perücke folgten und eine gewaltige Rauchsäule stieg empor.
„Uranus!“, keuchte Sailor Moon überrascht, nachdem ihre Kriegerinnen ihr wieder aufgeholfen hatten.
„Schon gut“, winkte Uranus ab. „Wir ziehen uns wieder zurück.“
Neptun hob galant die Hand zum Gruß. „Bis bald, Ladies!“
Die beiden beugten ihre Knie und setzten zum Sprung auf die Balustrade an. Oben angekommen, verschwanden sie durch eines der wenigen Fenster, die noch nicht zu Bruch gegangen waren.

Kaum waren Uranus und Neptun verschwunden, wühlte sich Chikon aus dem Rest ihres Kleids hervor und richtete sich stöhnend auf.
Unter dem üppigen Gewand war der Körper des Dämons wie ein Grammofon zusammengesetzt und das verhieß bereits nichts Gutes.
„Wir müssen hier raus“, raunte Merkur den anderen Kriegerinnen zu und deutete unauffällig auf die herumliegenden Menschen. „Dieser Dämon ist zäh und wir dürfen nicht riskieren, dass jemand verletzt wird.“
„In Ordnung.“ Jupiter und Titan rannten als Erste los, gefolgt von Mars und Venus, die Sailor Moon mit sich zogen. Merkur bildete das Schlusslicht.
„Ihr entkommt mir nicht!“, schrie Chikon und preschte hinterher. Noch unter dem Laufen legte er eine Platte auf die Schalldose an seinem Oberkörper und drückte den Tonarm darauf.
Draußen auf der Terrasse angekommen, baute sich der Dämon mit einem fiesen Grinsen vor den Sailorkriegerinnen auf, die lediglich bis an die steinerne Umrandung gekommen waren.
„Ihr seid doch hier um zu tanzen, nicht wahr?“ Chikon begann die Kurbel an seiner Hüfte zu betätigen.
„BLIZZARD REVO ….!“
„BURNING MANDA ….!“
„SPARKLING WIDE … VERDAMMT WAS IST DAS?!“Sie versuchten vergeblich ihre Angriffe zu starten, als der Grammofontrichter auf Chikons Schulter derart grauenvolle Töne von sich gab, dass sie nicht anders konnten als sich gequält die Ohren zuzuhalten. Es klang, als würden tausende von Fingernägeln gleichzeitig auf einer Schiefertafel kratzen.
„Das halt ich nicht aus!“, stöhnte Sailor Moon und schob ihre Finger tiefer in die Gehörgänge. „Das ist ja schlimmer als Lunas Krallen!“
Venus sackte in sich zusammen und hielt mit beiden Händen ihren Kopf. „Mir zerreißt es gleich den Schädel!“
„Na, wie gefällt euch das?“, jaulte Chikon begeistert. „Diese Musik versetzt euer Nervensystem in Schwingungen und sprengt es!“
Die Kriegerinnen spürten an den aufkommenden körperlichen Schmerzen, dass der Dämon mit dieser Ankündigung in keinster Weise übertrieb. Keine von ihnen war auch nur ansatzweise in der Lage, auch nur den kleinen Finger zur Verteidigung zu heben.
Aber plötzlich schoss eine rote Rose heran und zersprengte mit Präzession die Platte auf Chikons Schalldose.
„Frechheit!“, krähte der Dämon nun gar nicht mehr lieblich und besah sich wütend den angerichteten Schaden.
„Tuxedo Mask!“, rief Sailor Moon erleichtert, als sie ihren Krieger auf dem Balkon über der Terrasse erblickte.
„Warum hat das so lange gedauert?“, murrte Titan pikiert und zog ihre Finger aus den Ohren. „Er hätte sich heute nicht einmal groß umziehen müssen.“
Tuxedo Mask ignorierte diesen Kommentar mit stoischer Gelassenheit und richtete das Wort an Chikon.
„Musik soll den Menschen Freude bringen und keine Schmerzen verursachen. Ich werde es niemals dulden, dass jemand wie du die Musik in derart schändlicher Weise missbraucht!“
Zutiefst beleidigt riss Chikon sich den Grammofontrichter von der Schulter und warf ihn mit aller Kraft nach dem Maskierten.
Dieser wich dem Geschoss elegant aus und dem Dämon wurde nun klar, dass sich diese Überreaktion als fataler Fehler herausstellte.
„So ein Mist! Jetzt bin ich völlig wehrlos!“
„Gut zu wissen!“, rief Sailor Moon zurück und rief das Mondzepter herbei, welches sofort zwischen ihren Händen erschien. „Die Party ist für dich nun zu Ende! MOON SPIRAL HEART ATTACK!!!“
Geschickt schwang sie ihre Waffe über den Kopf und ließ ein gewaltiges Lichtermeer entstehen, welches die überall wuchernden Rosenblüten zum Leuchten brachte.
Die Kraft kehrte in ihren vormals geschwächten Körper zurück und ließ die letzten Spuren der alkoholischen Sünde endgültig verschwinden.
Genau wie Chikon, der sich nun unbewaffnet dem großen Herz stellen musste, welches auf seinen Körper prallte. Vielleicht war es besser so. Eugeal hätte ihn so oder so beseitigt, nachdem er in so beschämender Art und Weise versagt hatte.
„VERLOREEEEEEN!“

„Das war´s“, stellte Jupiter lapidar fest, als nur noch ein kaputter Plattenspieler und zwei zerbrochene Schalen eines Dämoneneis übrig blieben, die sie achtlos mit dem Fuß beiseiteschob.
Venus musterte kritisch die zerbrochenen Fensterscheiben. „Wir sollten schnell wieder rein und uns eine gute Geschichte ausdenken.“
„Vielleicht ist das gar nicht nötig.“ Sailor Moon legte die Hände um ihre Brosche und atmete zweimal tief durch. Das prunkvoll geschmückte Herz begann zu leuchten und wie durch Zauberhand erhoben sich die Scherben vom Boden und flogen an ihren ursprünglichen Ort zurück, wo sie wieder zu intakten Glasscheiben verschmolzen. Ruß und Dreck wirbelte im Inneren vom Boden auf und wurde von dieser unsichtbaren Kraft weggesaugt. Die größten Schäden waren verschwunden, das war alles, was sie im Moment tun konnte.
„Gut gemacht, Sailor Moon“, lobte Tuxedo Mask bewundernd. „Den Rest erledigen wir gemeinsam. Wir gehen rein, verwandeln uns vor dem Saal zurück und tun so, als hätte es ein Gasproblem in der Küche gegeben. Merkur, ruf bitte sicherheitshalber die Feuerwehr, damit niemand Verdacht an dieser Geschichte schöpft. Vielleicht können wir den Abend so noch retten.“
„Das wäre schön“, stimmte Sailor Moon zu und nahm die Hände von ihrer Brosche. „Edward tut so viel für die jungen Menschen, wir müssen ihm einfach etwas zurückgeben. Und wenn es nur ein schöner Abend ist.“

Ihr Plan ging auf. Die anwesenden Gäste erwachten nach und nach von ihrer Ohnmacht und auch Edward fand schnell wieder zu Kräften. Die Kellner räumten hastig die umgestürzten Tische beiseite und nachdem die gerufene Feuerwehr die Küche für sicher erklärt hatte, wurde diese wieder in Betrieb genommen.
"Ich kann mich an nichts erinnern“, meinte Edward fragend zu Serena und Rei, die neben ihm standen. „Da hab ich wohl ganz schön tief geschlafen.“
„Die Hauptsache ist doch, dass jetzt wieder alles in Ordnung ist“, beruhigte ihn Rei.
Makoto sah etwas neidvoll auf Bunny und Mamoru, die nun endlich gemeinsam das Tanzbein schwingen konnten und sich gerade zu einem weiteren Walzer im Kreis drehten.
„Sie sehen wirklich glücklich aus.“
„Ja“, stimmte Minako zu und sah sich suchend um. „Wo ist Haruka? Ich will mit ihr tanzen!“
„Zuerst die Reihenfolge ausknobeln!“, plärrte Rei und streckte ihre geballte Faust nach vorn.
Ami rieb sich verlegen die Stirn. „Geht das schon wieder los?!“„Schere, Stein, Papier!“
„Schere, Stein, Papier!“

Zwar wurden Haruka und Michiru an diesem Abend nicht mehr gesehen, aber die beiden waren nicht weit entfernt. Immer noch als Uranus und Neptun, saßen sie einträchtig nebeneinander auf dem Dach des Schlosses und erlaubten sich für einen Moment der Ruhe auf das glitzernde Lichtermeer der Stadt hinunterzuschauen.
„Einfach auf eine schöne Zukunft vertrauen und seine Hoffnung in die nächste Generation zu setzen, ist eine bewundernswerte Eigenschaft“, meinte Neptun in die Stille hinein.
Uranus legte vorsichtig den Arm um ihre Taille. „Du weißt, wir haben keine Zeit für solche Träume. Die Stille rückt unaufhörlich näher und wir haben immer noch keine Ahnung, wo sich die drei Talismane befinden. Wir müssen sie endlich finden.“

Der Zeitpunkt der Wahrheit rückte näher, was Uranus und Neptun aber noch nicht einmal ansatzweise ahnen konnten. Doch vorerst hatte das Schicksal ganz andere Pläne und beschloss, dass es nun an der Zeit war, gänzlich andere Geheimnisse ans Tageslicht zu bringen …




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Hallo ihr Lieben!

Diese Episode ist bestimmt einigen im Gedächtnis geblieben, dafür sorgte allein schon Bunnys legendärer Spruch „Don´t worry and don´t curry!“
Wie sicherlich schon bemerkt, wurde die Folge „Kleine Künstler“ übersprungen. Hier verguckte sich Chibiusa in einen Jungen, mit dem sie zusammen Kunstunterricht hat. Der ist allerdings in Michiru verliebt, die dort Unterricht gibt. Der Junge wurde natürlich das Ziel von Eugeal, die aber logischerweise einen weiteren Fehlgriff verzeichnen musste. Und Ende.
Kommen wir zur Episode „Party“:
Chibiusa tauchte darin nicht auf und ihre Abwesenheit wurde auch nicht erläutert, ebenso wenig wie die von Luna und Artemis.
Die Beschreibung der Talismane durch Tomoe erfolgte bereits in der Folge „Gemeinsam sind wir stark“ die hier aber ausfiel.
Tomoes angeblich selbst komponierter Walzer „Hoffnung für die Jugend“ war schon einmal in der Serie zu hören. Und zwar in der Fahrstuhlszene, wo sich Bunny vor Mamoru enttarnen musste.
Hier findet ihr nochmal den Soundtrack
https://www.youtube.com/watch?v=eE6bogqYZkU
Den Kampf gegen Chikon habe ich etwas abgeändert, da dieser mal wieder arg lächerlich war und schwer mit Worten darzustellen. Genau wie Eugeals verschiedene "Ausfahrten" mit dem Wagen, in meiner Story kommt sie deshalb aus nur einer Ausfahrt heraus
Die Gäste (nicht gerade wenig) sackten im Anime zusammen als das Gas austrat, waren aber während des Kampfes alle verschwunden. Als der Spuk vorbei war, waren alle wieder da.
Auch die von Eugeal angerichteten Schäden (Sie krachte ja mit ihrem Auto durch eine Wand) waren nicht mehr sichtbar. Ich habe mir erlaubt, das Ganze etwas logischer zu gestalten.
Und damit nähern wir uns langsam einem weiteren Showdown.
Das nächste Kapitel – Die Enttarnung.

Bis dahin gehabt euch wohl und liebe Grüße
Ina


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