Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Moonlight Story - First and Last and Always

GeschichteAllgemein / P12 / Mix
Mamoru Chiba / Tuxedo Mask / Endymion OC (Own Character) Usagi "Bunny" Tsukino / Sailor Moon / Serenity II
01.09.2021
15.09.2021
13
61.724
4
Alle Kapitel
26 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
15.09.2021 5.476
 
Leise Musik zog sich durch das Königreich des Dunkeln. Königin Perillia saß auf ihrem Thron und betrachtete die Kassette in ihrer schwarzen Zepterkugel, welche gemächlich darin schwebte. Jedite stand vor ihr im Raum und erwartete mit Spannung die Reaktion seiner Königin, als der Rosenstrauß welchen er zu Demonstrationszwecken aufgestellt hatte innerhalb von Sekunden welk wurde.
„Oh“, rief sie erstaunt. „Die Energie ist aus den Blumen gewichen! Hat die Musik das bewirkt?“  „Ja Königin Perillia, so ist es. Und zwar durch die unhörbaren Ultraschallwellen, die in der Musik verborgen sind. Wenn die Menschen diese Musik hören, werden sie das gleiche Schicksal erleiden wie diese Blumen.“ „Sehr interessant. Beweise es mir!“ Perillia hob ihre Hände und gab die Kassette frei, welche sofort in die Hand Jedites schwebte. „Sehr wohl!“
Plötzlich erschienen hinter dem General einige Fledermäuse die wild umherflatterten. „Kuerene!“ Gerufen beim Namen erschien zwischen den Flattertieren eine junge, schöne Frau. Ihre langen roten Haare umspielten den schlanken Körper als sie gehorsam auf dem Boden kniete.  „Sorg dafür dass die Menschen die Musik mit den verborgenen Ultraschallwellen zu hören bekommen.“ Ohne sich umzudrehen, ließ er die Kassette zu ihr schweben. Die Frau lächelte boshaft. „Mit Vergnügen Jedite.“

In Tokyo regnete es seit Tagen Bindfäden. Bunny hatte sich an diesem Nachmittag zusammen mit Luna bei Naru verkrochen, auch um dieser ihr neues blauweißes Kleid vorzuführen. Während die Mondkatze zusammengerollt auf dem flauschigen Teppich in Narus Zimmer döste, lauschten die Mädchen der Musik die aus dem CD Player kam.  „Naru…. Hast du schon mal so schöne Musik gehört?“ schwärmte Bunny. „Nein, ich bin wirklich wie verzaubert!“ stimmte Naru melancholisch zu.  „Das klingt wirklich unglaublich romantisch, kriegst du da auch so eine Gänsehaut?“ Bei Bunnys Worten klappte Luna plötzlich ein Augenlid nach oben und gähnte herzhaft. „Ja und wie… es ist alles wie in einem wunderschönen Traum!“ Naru schloss genießerisch die Augen während Bunny die CD Hülle studierte. „Yusuke Amade“, wiederholte sie das Gelesene. „Der ist sicher schon erwachsen und sieht bestimmt unheimlich gut aus. Mit dem würde ich gerne mal ausgehen!“ träumte Naru laut vor sich hin. „Ehrlich? Also ich könnte mir das nicht vorstellen, “ kicherte Bunny. „Klar, weil er dich abblitzen lassen würde, “ stänkerte Luna in Gedanken. Die Mädchen gaben sich wieder ihren gedanklichen Schwärmereien hin, während draußen der Regen an die Fensterscheiben prasselte.

Bereits völlig durchnässt, hing an anderer Stelle ein Mann mittleren Alters seinen Gedanken nach. Er stand vor dem Gebäude eines großen Musiksenders, in einer Hand einen prachtvollen Rosenstrauß, mit der anderen ein Foto umklammert. Zärtlich betrachtete er das Bild. „Heute werde ich es wagen. Heute werde ich ihr sagen, dass ich sie liebe, “ flüsterte er sich selbst Mut zu.


Jedites Schergin hatte sich unterdessen diesen Ort ebenfalls als Ziel ausgemacht. Umgeben von ihren Fledermausgetieren erschien die Gestalt im Aufnahmestudio des Senders, welches gerade völlig im Dunklen lag. Grinsend förderte sie die manipulierte Kassette zutage. „Jedes Gerät auf dem diese Musik gespielt wird, wird von dem Virus des Bösen befallen. Alles was von jetzt an in diesem Studio aufgenommen wird, ist mit den unhörbaren Ultraschallwellen verseucht!“ erklärte sie ihren kleinen Vampiren. Sie platzierte die Kassette in einem Rekorder und wollte das Gerät gerade einschalten, als ein Geräusch sie aufschreckte. Schnell huschte Kuerene hinter eine große Pflanze und fuhr zur Sicherheit ihre Krallen aus die innerhalb von Sekunden auf fast einen Meter heranwuchsen.

Eine junge Frau betrat den Raum, der Lichtstrahl aus dem Flur hinter ihr erhellte den dunklen Aufnahmeraum nur mäßig. Zielsicher lief sie auf den Rekorder zu und zog die Kassette, die nur kurz davor von Kuerene hineingesteckt worden war, heraus. „Ein Glück, da ist es ja! Wie konnte ich das nur da drin vergessen, Yusuke wäre ganz schön sauer wenn er davon erfahren würde“ murmelte sie vor sich hin. Sie bugsierte das Band in eine Hülle die vor dem Rekorder lag. Kuerene erstarrte und wollte sich gerade auf die Frau stürzen als ein Mann im Türrahmen auftauchte. „Akiko, da wartet jemand in der Empfangshalle auf dich!“ „Ich komme!“ Akiko drehte sich um und lief zusammen mit dem Mann hinaus. „Das ist wieder einmal typisch er taucht immer nur bei Regen auf!“ Die Tür fiel ins Schloss und Kuerene zog zähneknirschend die Krallen wieder ein. Jetzt musste sie zusehen dass sie das Band wieder in ihre Hände bekam.


„Hallo Yusuke! Du liebe Güte du bist ja tropfnass!“ Akiko eilte auf ihren Bekannten zu, der in der Empfangshalle auf sie wartete. Es war der Mann der zuvor am Eingang im Regen seinen Gedanken nachhing. „Ach blöde Frage, du hast bestimmt wieder nur an deine Musik gedacht.“ Sie reichte ihm die Kassettenhülle, welche er ihr wenige Tage zuvor samt Inhalt überlassen hatte. „Hier ist das Demo Band es klingt echt toll! Lass uns doch nächste Woche gleich Probeaufnahmen machen, “ schwärmte Akiko. „Ähm ja, “ Yusukes Gesicht wurde noch eine Spur röter. „Sag mal Akiko, ist heute nicht zufällig dein Geburtstag?“ Die junge Frau sah etwas erstaunt aus. „Oh! Jetzt wo du es sagst…“ „AKIKO!“ Der Aufnahmeleiter kam auf der Suche nach seiner Mitarbeiterin in die Empfangshalle gestürmt. „Komm schnell, da geht etwas schief! Es gibt Ärger in der Mischung!“ Akiko drehte sich um. „Schon wieder? So ein Mist. Tut mir leid, ich muss wohl gehen. Und ich fürchte, ich werde wohl die ganze Nacht durcharbeiten müssen!“ Sie lächelte ihm entschuldigend zu. „Lass dir am Empfang meinen Schirm geben, es ist der rosafarbene!“ rief sie Yusuke noch zu, ehe sie in den bereits geholten Fahrstuhl stieg. „Ach und Yusuke! Lass dir mal einen Titel für den Song einfallen!“ Akiko winkte und warf ihm einen Luftkuss zu, ehe sich die Türen vor ihrem Gesicht schlossen. „Hat sie es denn nicht bemerkt?“ murmelte Yusuke enttäuscht und betrachtete die zurückgegebene Kassette. „Ich habe den Titel doch ganz groß darauf geschrieben!“ Tatsächlich gab ihne seine schwungvolle Schrift auf dem Einband der Kassette preis. „Ein Walzer für Akiko…“

Traurig machte der Musiker kehrt und holte sich den Schirm am Empfang ab. Er bemerkte nicht die rothaarige Frau in der Ecke, welche ihn mit finsterem Blick beobachtete.


Bunny hatte sich unterdessen von Naru verabschiedet und machte sich mit Schirm und Luna bewaffnet im strömenden Regen auf dem Heimweg. Die Katze ahnte bereits schon was Bunny wieder vorhatte, als sich deren Schritte vor der CROWN Spielhalle verlangsamten. „Hm, ein kleines Spielchen könnte nicht schaden!“ „Kommt nicht in Frage!“ protestierte Luna. „Wie kann man nur an so einem Abend in der Spielhalle herumhängen!“ „Jetzt sei doch nicht so spießig Luna, ich bleib ja nicht lange, “ maulte Bunny zurück. „NEEEEHEEEEIN!“ plärrte die Katze zurück als in einiger Entfernung schnelle Schritte zu hören waren. Sie sah den Mann noch kommen der hektisch in ihre Richtung rannte und dabei nicht auf seinen Weg achtete. Panisch sah er sich immer wieder nach hinten um. „ACHTUNG!“ schrie Luna noch Bunny zu. Der Unbekannte prallte direkt auf sie und beide stürzten mit einem erschrockenen Schrei zu Boden. Fassungslos sah Bunny zu, wie sich innerhalb von Sekunden Regenwasser und Schmutz durch ihr neues Gewand fraßen. „Oh nein jetzt ist es passiert! Mein schönes Kleid ist ruiniert!“ jammerte sie und rappelte sich hoch. Zornig drehte sie sich zu dem Mann, um der immer noch am Boden lag. Das Neonlicht der Spielhalle beleuchtete ihre Gestalt und ließ sie beinahe zombiehaft gesichtslos erscheinen, als sie sich drohend vor ihm aufbaute. „Und du bist schuld daran!!!“ schimpfte Bunny schrill. Schreiend schlug er die Hände über dem Kopf zusammen und machte sich so klein wie es nur ging. „Bitte, bitte tu mir nichts!!!! Ich bin ganz harmlos!!! Bitte tu mir nichts, BITTE!“ Diese Reaktion ließ Bunnys Zorn in Verwunderung weichen. „Hä? Was ist denn mit dir los? Du hast wohl ein paar Horrorfilme zu viel gesehen was?“ Auch Luna sah ziemlich verwirrt drein.
Ihr gutes Herz und Mitgefühl siegten. Bunny half dem Mann hoch und bot an sie ein Stück unter ihrem Schirm zu begleiten, was er auch dankend annahm. Luna trottete neben den beiden her. Nachdem die beiden ein Stück gegangen waren, hatte der Mann das Bedürfnis sich Bunny anzuvertrauen und erzählte ihr warum er so fluchtartig durch die Straßen rannte.
„Du wirst also von jemandem verfolgt?“ fragte Bunny nach. „Ja das hört sich jetzt etwas merkwürdig an… von einem Monster“, murmelte er nachdenklich. „Von einem Monster?“ „Ja…“

„Ich war gerade auf dem Weg zu meiner Arbeit, als ich an einer Seitengasse vorbeiging. Ein merkwürdiges rotes Licht erfüllte sie und mein Blick wurde davon gefesselt. Ein paar Fledermäuse flogen am Ende der Gasse herum und dann erschien diese Frau. Sie war schön aber auch unheimlich. Wir standen nur ein paar Meter auseinander und sie starrte mich einfach nur an. Plötzlich wurden die Fledermäuse immer mehr und mehr, sie umflogen die Frau als würden sie ihr gehorchen und hüllten dann ihren ganzen Körper ein. Und dann verwandelte sie sich in ein grässliches Monster. Ich ließ alles fallen was ich in den Händen hielt und rannte um mein Leben.“

„Aber wahrscheinlich habe ich mir das alles nur eingebildet“, seufzte der Mann blieb stehen. „Entschuldige, ich wollte dich nicht langweilen. Hier trennen sich unsere Wege.“ „Was?“ „Ja weißt du ich arbeite hier um die Ecke in einer Piano Bar.“ „Was in einer Piano Bar?“ wiederholte Bunny erneut. „Ich wollte dir noch Geld für die Reinigung geben.“ Der Mann griff in seine Hosen und schaute verdutzt. „Oh, ich habe ja gar nichts bei mir. Aber warte, hier!“ Er nestelte in seiner Jackentasche und drückte Bunny eine Visitenkarte in die Hand. „Ruf mich einfach an!“ „Yusuke Amade…!“ las Bunny halblaut auf der Karte. „YUSUKE AMADE?!“ kam dann ein deutlich lauterer Ausruf. Dieser merkte dass sein Name dem Mädchen ein Begriff war und rannte lieber mit einem „Bis dann!“ davon. „Ich glaub es nicht, das war Yusuke Amade, der Pianist von der CD!!“ Ungläubig sah Bunny ihm hinterher. „Wir haben keine Zeit für Musik Bunny! Soll ich dir sagen wer hinter ihm her ist? Die Bösen! Wir müssen etwas unternehmen!“ „JA! Das ist DIE Gelegenheit Amade besser kennenzulernen!“ Jubelnd sprang Bunny in die Richtung, in die Yusuke verschwunden war. „Ich glaube nicht dass sie verstanden hat um was es eigentlich geht“, murrte Luna ehe sie hinterherlief.

„Das glaube ich nicht! Du hast das Tonband nicht zurückgebracht?!“ Böse schallte die Stimme von Jedite auf die vor ihm kniende Kuerene hinab. Diese hatte nach ihrem Versagen einen nahegelegenen Schrottplatz aufgesucht und dort mit Hilfe ihrer Schallwellen und alter, aufgestapelter Fernsehmonitore den Kontakt zum General gesucht. Dessen Gesicht strahlte ihr nun wütend von den Geräten entgegen. „Ich bedaure es zutiefst, Herr. Ich kann nur sagen dass es äußerst knapp gewesen ist, “ entschuldigte sich die Schergin gedemütigt. „Erspar mir deine Ausreden!“ „Ja Herr.“ Hör zu, du wirst an dieser Sache dranbleiben, verstanden? Und wenn du das Band, dass ich dir überlassen habe, nicht bald zurückbringst wirst du teuer dafür bezahlen.“ „Ja Herr.“ Jedites Gesicht verschwand und Kuerene richtete sich auf. Sie musste jetzt alles daran setzen dieses Band zurückzubekommen.

Bunny und Luna hatten inzwischen Yusukes Arbeitsstelle ausgemacht. „Das ist also eine Piano Bar“, staunte Bunny. „Eines ist jedenfalls klar. Kinder dürfen da auf gar keinen Fall rein, “ bemerkte Luna süffisant. „Das ist kein Problem für mich!“ Triumphierend zog Bunny ihren Zauberfüller aus der Tasche und hielt ihn hoch. „MOON PRISM POWER – Verwandle mich in einen coolen Musikfreak!“

Gleißendes Licht hüllte Bunny ein und wenige Sekunden später stand sie in einem völlig neuen Outfit vor Luna. Sie wirkte nun deutlich älter, rote Pumps, graublaue Strümpfe mit frechen Strapshaltern an unter den schwarzen Minirock gepinnt und ein äußerst knappes, weißes Top. Darüber eine rote Lederjacke und die ehemals blonden Haare wichen einem abenteuerlichen Mix aus schrillem Grün mit roten Strähnen durchzogen. „Na wie findest du es?“ fragte Bunny und drehte sich vor Luna. „Sehe ich nicht aus wie eine erwachsene Frau? Allerdings, “ dabei fiel ihr Blick nach unten, „glaube ich nicht dass sie da eine Katze reinlassen….“
Yusuke saß bereits an seinem Klavier und spielte in der gut gefüllten Bar. Bunny kam ohne Probleme hinein und stieß beinahe mit einem älteren Herrn zusammen, der sich suchend umsah. Beide entschuldigten sich höflich und während Bunny einen Platz in der Nähe von Yusuke ergatterte, ging der Mann nach nebenan in ein Separee. Die Musik suchte sich dank der dünnen Trennwände ihren Weg ebenfalls dorthin. „Onkel Soshi!“ Serena stand erfreut auf als sie ihn sah. Mamoru folgte ihrem Blick und erhob sich ebenfalls.
„Serenchen! Mamoru! Eine Freude euch beide wieder zu sehen!“ Soshi Nakamura, Anwalt und jahrelanger Freund der Familie Chiba, freute sich aufrichtig über das Wiedersehen mit seinen beiden Schützlingen. „Ihr seht beide so erwachsen aus.“ Gerührt nahm er Platz und betrachtete die Zwillinge. Mamoru trug seinen geliebten Smoking, Serena ein schwarzes Kleid. Wenn die beiden nebeneinander saßen und man sie wie Soshi von klein auf kannte, sah man sofort die Ähnlichkeit.  Die tiefschwarzen Haare, die gleichen Gesichtszüge, dasselbe Lächeln. Serenas grüne Augen erinnerten ihn an seinen alten Freund welcher diese seiner Tochter vererbte, während Mamoru hingegen das gleiche Saphirblau in der Iris trug wie seine Mutter. Soshi schluckt bei den aufsteigenden Erinnerungen an die Eltern der beiden und wechselte schnell das Thema. „Ich freue mich dass ihr euch entschieden habt euer Erbe etwas besser kennenzulernen.“ „Nun, meine Schwester ist auf den Gedanken gekommen, dass uns das richtige Arbeitsleben neben dem Studium nicht schaden könnte“, bemerkte Mamoru sarkastisch und nahm einen Schluck aus seinem Weinglas. „Und was würde sich da besser anbieten als der Ort, der uns mit unseren Eltern verbindet“, fügte Serena hinzu. Soshi nickte und holte einige Papiere aus seiner Tasche. „Ihr werdet beide anfangs als Assistenten beschäftigt werden. Serena in der Personalabteilung und Mamoru in der Geschäftsführung. Die Mitarbeiter wissen wer ihr seid und sind angewiesen euch genauso wie alle anderen zu behandeln. Schließlich werdet ihr auch genauso bezahlt.“ Soshi lachte. „Die Arbeitszeiten sind entsprechend eurem Studium angepasst und wenn ihr euch erstmal in die Firma eingearbeitet habt können wir uns darüber unterhalten ob ihr sie irgendwann selbst leiten wollt oder in die Hände eines Verwalters gebt.“ „Aber bis dahin haben wir doch noch Zeit Onkel Soshi, nicht?“ fragte Mamoru etwas erstaunt. „Nun ein, zwei Jahre kann ich den Laden mithilfe der Geschäftsführung noch leiten. Aber dann bin ich über sechzig und möchte meinen Ruhestand genießen. Ihr beide bringt frischen Wind rein, da bin ich mir sicher.“ Soshi wusste dass es Mamorus innigster Wunsch war Arzt zu werden, wie sein Pflegevater Shin. Er baute daher mehr auf Serena die zwar wie Helena Psychologie studierte, aber diesen Berufswunsch nicht so vehement verfolgte wie ihr Bruder. Es wäre zu schade wenn die Zwillinge das Lebenswerk der Eltern komplett aus den Händen geben würden.

„Da ist er ja“, schwärmte Bunny nebenan bei Yusukes Anblick am Klavier. Luna lag über ihre Schulter drapiert und lugte in die Richtung des Musikers. „SHT du sollst dich doch nicht bewegen, Luna! Ich habe denen gesagt du bist mein Pelzkragen!“ Sofort hielt die Katze wieder still als der Kellner an ihren Tisch trat. „Guten Abend, was darf ich der jungen Dame bringen?“ Bunny überlegte. „Ähm…. Ein gemischtes Eis bitte!“ Der Kellner zuckte zusammen und machte entschuldigend einen kleinen Diener. „Es tut mir unendlich leid aber wir servieren hier nur Drinks, kein Eis.“ „Auch egal, dann nehme ich gar nichts.“ Bunny drehte sich wieder in Richtung Yusuke als Luna einen Krampf in der Pfote bekam und zuckte. Misstrauisch schaute der Kellner sie an aber verließ dann lieber den Tisch.
„Ist er nicht hinreißend wie er da so verträumt am Klavier sitzt?“ säuselte Bunny hingerissen. Lauter Applaus ertönte und sie wurde kurz abgelenkt. „Hey Bunny sieh mal!“ rief Luna in ihr Ohr. Sie sah zur Bühne und sah das Yusuke die Bühne verlassen hatte. „Wo ist er denn hin?“ Ein Mann lief an Bunnys Tisch vorbei und sprach den Kellner von vorhin an. „Ich erwarte Mister Amade jetzt in der Tiefgarage und werde ihn nach Hause bringen.“ „Los Bunny, wir sollten hinterher! Wenn er vorhin schon verfolgt wurde wäre es besser ihn im Auge zu behalten!“ drängte Luna. Unauffällig schob sich Bunny von Luna dirigiert zu den Toiletten und huschte durch die dort angrenzende Tür ins Treppenhaus.
Yusuke  war bereits in der Tiefgarage eingetroffen und wartete vor dem Fahrstuhl, mit welchem sein Fahrer gleich hinunter nachkommen wollte.  Er betrachtete gerade wieder traurig und sehnsüchtig die Kassette und das Foto von Akiko in seiner Hand, als das leise PLING die Ankunft des Fahrstuhls im Untergeschoss ankündigte. Als die automatischen Türen aufgingen, bekam Yusuke den Schreck seines Lebens. In ihm befand sich die Frau aus der Gasse, umschwärmt von kreischenden Fledermäusen. Er schrie laut auf.
„Hast du das gehört? Da hat jemand geschrien!!! Amade!!!!“ Bunny hatte sich mittlerweile zurückverwandelt und rannte mit Luna die Treppen abwärts.

Kuerene hatte Yusuke bereits zu Fall gebracht und die Kassette wieder an sich genommen. Verächtlich betrachtete sie den armen Mann der bäuchlings auf dem Boden vor ihr lag und ließ ihre dolchartigen Fingernägel wieder meterartig anwachsen. „Du wirst mir nicht entkommen. Dein letzte Stündlein hat geschlagen!“ Sie wollte ihm gerade die Krallen in den Leib rammen, als eine schwarze Tasche sie mit voller Wucht am Kopf traf. „LASS DIE FINGER VON DEM MANN!“ Wütend drehte sich Kuerene um. Ein Mann und eine Frau standen wenige Meter von ihr entfernt, beide schwarz gekleidet und letztere hatte die Arme noch von dem Wurf erhoben. Sie schienen keine Angst vor Kuerene zu haben und auch nicht sonderlich verwundert zu sein. Das wurde ihr jetzt doch zu heikel. Sie hatte das Tonband, das war alles was zählte. Mit großen Sprüngen heizte Kuerene über die geparkten Autos und nahm an der Wand angekommen die Gestalt ihres wahren Ichs, der Fledermaus Dämonin an. Kreischend düste sie die Gassen entlang und schließlich durch die Ausfahrt nach draußen.
„Schnell zum Auto! Hinterher!“ Serena und Mamoru rannten quer durch die Garage zu ihrem Wagen. „Gib mir die Schlüssel!“ schrie sie ihm zu. „Ich bin doch nicht lebensmüde!“ „Streit jetzt nicht mit mir du hast Wein getrunken, GIB DIE SCHLÜSSEL HER!!!!!“  Mamoru gab auf und warf den Schlüsselbund über das Autodach zu Serena, als sie an ihrem Wagen ankamen. Er war noch nicht einmal angeschnallt als seine Schwester schon mit quietschenden Reifen Gas gab und aus der Tiefgarage schoss. Die beiden bemerkten in der Eile Bunny gar nicht, die ebenfalls unten eingetroffen war. Aber auch diese ignorierte den roten Sportwagen der an ihr vorbeischoss und kniete sich zu Yusuke, welcher sich stöhnend aufrichtete. „Ich… brauch… mein…. Demo Band….“ murmelte er und wankte zu dem Fahrzeug, welches der Fahrer schon bereitgestellt hatte. Ein Glück, es war bereits aufgesperrt und die Schlüssel steckten. Yusuke hatte einen Führerschein aber scheute das Autofahren, weswegen er lieber die Dienste eines Fahrservices in Anspruch nahm. Aber das war ihm jetzt einerlei. Er setzte sich hinter das Steuer und startete den Wagen, als die Beifahrertür aufging und Bunny auf den Sitz neben ihm fiel. Nur zu gern hätte Yusuke gefragt ob sie ihn verfolgt hätte aber all das spielte keine Rolle mehr. Das Auto raste aus der Ausfahrt und schoss hinaus auf Tokyos Straßen.

„Können Sie nicht etwas vorsichtiger fahren, ich hab Angst!“ beklagte sich Bunny und umklammerte den Türgriff. „Ich will mein Band zurück, koste es was es wolle!“ knurrte Yusuke und starrte eisern auf die Straße. „Kein Monster der Welt kann mich aufhalten!“ „Wieso ist das Band so wichtig?“ fragte Bunny verschwörerisch obwohl sie die Antwort kannte. Der Einband von der Kassette lag in der Garage neben Yusuke auf dem Boden und sie hatte den Titel darauf gelesen. „Es ist nicht einfach nur ein Band….“ murmelte Yusuke verlegen. „Weil sie den Song für Akiko geschrieben haben, richtig?“ ergänzte Bunny. „J-ja aber woher weißt du das?“ „Unterschätzen Sie mich nicht“, Bunny zwinkerte ihm zu. „Ich bin schon viel erwachsener als ich aussehe. Ich weiß sehr genau was Liebe ist.“ „Ach das bezweifele ich, dafür bist du wohl doch noch ein bisschen zu jung“, bemerkte Yusuke mit einem schiefen Grinsen und trat wieder das Gaspedal durch. „Alter spielt überhaupt keine Rolle bei der Liebe! Man hat das Recht sich zu verlieben, egal ob man alt oder jung ist!“ „Achja, wenn du meinst. Aber sag mir warum hilfst du mir eigentlich? Ich bin doch ein völlig Fremder für dich?“ Bunny schlug sich stolz auf die Brust. „Ich kämpfe für alle Menschen die verliebt sind und sorge dafür dass ihnen Gerechtigkeit wiederfährt!“ Luna verdrehte die Augen und Yusuke schien Bunny gedanklich etwas auszulachen. Trotzdem meinte er: „Achja. Jetzt verstehe ich was du meinst.“ „DA! DA IST SIE!“ rief Bunny und kurbelte die Scheibe hinunter. Sie streckte den Kopf hinaus und sah die Riesenfledermaus Kuerene über die Häuser kurven. „Es hat aufgehört zu regnen, ich sehe sie ganz deutlich!“ „Sehr gut“, Yusuke gab weiter Gas und folgte Bunnys Richtungsangaben, als Kuerene sich langsam einem Gebäude näherte um dort zu landen.
Kurze Zeit später schoss Yusukes Auto auf den dortigen Parkplatz. Er stieg aus und starrte entsetzt auf das Gebäude. „Bist du sicher, dass sie auf DIESEM Dach gelandet ist?“ Bunny sah ebenfalls nach oben. „Ja ganz sicher. „Um Gottes Willen, “ murmelte Yusuke entsetzt. „Akiko arbeitet hier!“

Derweil huschten Sailor Titan und Tuxedo Mask unbemerkt von einem Stockwerk in das nächste. „Bist du wirklich sicher dass diese komische Figur hier ist?“ Titan kam aus einem leeren Zimmer zurück während ihr Gefährte aus einer anderen Ecke zurückkam. „Ganz sicher, ich habe sie landen sehen“, antwortete er knapp. „Aber das Gebäude ist fast leer, es ist doch schon spät. Was kann sie hier wollen?“ „Gute Frage… wir werden es nicht wissen ehe wir das Biest gefunden haben. Komm mit, wir haben noch ein paar Stockwerke vor uns.“

Kuerene hatte inzwischen ganze Arbeit geleistet. Die Mitarbeiter des Aufnahmestudios sahen sie zunächst nur überrascht an als die rothaarige Frau in den Raum trat, dann aber sanken sie bald in einen tiefen Schlaf, ausgelöst durch die speziellen Schallwellen von Kuerenes Fledermäusen. „Von jetzt an, werdet ihr nur noch unsere Musik aufnehmen.“ Zufrieden wollte sie gerade die Kassette in den Rekorder schieben, als die Tür erneut aufgerissen wurde. „AKIKOOOO!“ schrie Yusuke entsetzt als er sah wie seine Freundin mit dem Oberkörper vornübergebeugt auf dem Mischpult lag. Luna sprang mit einem mächtigen Satz über ihn hinweg und schlug Kuerene mit der Pfote die Kassette aus der Hand. Diese landete auf dem Boden und schlitterte direkt zu Bunny. „Du kleine Ratte, “ ächzte die Frau. „Aber das ist gar nicht mein Band, “ staunte Yusuke als er auf das Objekt der Begierde in Bunnys Hand sah. „Was?!“
Ein lautes Kreischen riss die Aufmerksamkeit der beiden wieder auf Kuerene die wieder in die dämonische Gestalt zurückkehrte. Entsetzt schrien Bunny und Yusuke auf, als die dolchartigen Krallen in ihre Richtung schossen und dabei in die Wand hinter ihnen schlugen. Yusuke ging in Deckung und Bunny prallte etwas weiter zurück im Flur auf den Boden. „Ist dir was passiert?“ Besorgt lief Luna zu ihr. „Blöde Frage, klar ist mir was passiert!“ jammerte Bunny. Ihr Blick fiel auf den Aufnahmeraum und ihr entfuhr ein neuer Schrei des Entsetzens. Akiko war stöhnend aus dem Schlaf erwacht und noch ehe sie sich versah, hatte Kuerene sie gepackt und hielt ihr drohend die Krallen an die Kehle.  „Wenn ihr ihr Leben nicht aufs Spiel setzen wollt, dann gebt ihr mir jetzt das Band zurück“, fauchte sie giftig. „Akiko!“ „Lass sie los!“ „Worauf wartest du noch?“ Kuerene verlor langsam die Geduld. Akiko hing in ihrem Arm wie eine leblose Puppe aber ihre Augen waren hellwach. „Yusuke…,“ flüsterte sie kraftlos, als sie ihn erkannte.
„Also gut“, knurrte Bunny und hoffe dass Luna schnell reagierte. Die Katze verstand auch ohne Worte und spannte ihren gesamten Körper an, ebenso wie Yusuke. Bunny warf in Kuerenes Richtung aber achtete darauf diese möglichst hoch zu zielen. Während Luna mit einem neuen Sprung über den Dämon hinweg nach dem Band schnappte, stürzte Yusuke sich todesmutig in den Kampf und riss Akiko von Kuerene weg, als diese nach oben greifen wollte. Hart prallte er dabei mit seinem Knie am Boden auf aber spürte keinen Schmerz. Nur unsagbare Erleichterung als er Akiko unversehrt in seinen Armen hielt.
Luna landete elegant auf dem Boden und ließ die Kassette fallen. Mit einem kräftigen Pfotentritt zerbrach sie die Plastikhülle der Kassette in zwei Teile. „Es ist vorbei, jetzt gibt es kein Band mehr!“
Kuerene heulte schrill auf, nahm Anlauf und donnerte aus dem Fenster.

Der Lärm der zerberstenden Scheibe zog umgehend die Aufmerksamkeit von Sailor Titan und Tuxedo Mask auf sich, welche noch einige Etagen tiefer unter dem Ort des Geschehens waren. Beide stürzten an das nächste Fenster und sahen gerade noch wie die Dämonin davonflog. „Da ist sie!“ „Los hinterher!“ „Und wie?! Haben wir auch Flügel?“ Tuxedo Mask wollte gerade etwas harsch antworten als ihn Titan am Ärmel packte. „Sieh mal da! Sie geht da vorne wieder runter!“ Er strengte seine Augen an und tatsächlich, die unheimliche Gestalt war deutlich erkennbar im Mondlicht wie sie zur Landung ansetzte. „Weißt du welcher Ort das ist?“ „Ja“, antwortete Titan und lief bereits den Flur hinunter. „Die Open-Air-Konzerthalle!“

Die gleiche Beobachtung machte auch Luna oben vom Fenster aus, während Bunny sich in Sailor Moon verwandelte. Auch die beiden begaben sich umgehend dort hin. Kuerene suchte hier vorerst Zuflucht um sich die nächsten Schritte zu überlegen. Wenn ihr Herr von dem nun dauerhaften Verlust des Tonbandes erfuhr, bedeutete das ihr eigenes Todesurteil. Kuerene überlegte gerade zurück in den Sender zu fliegen und vielleicht noch etwas zu retten als die Scheinwerfer auf der Open-Air-Bühne angingen. Eine schmale Gestalt stand dort, außergewöhnlich gekleidet und zu ihren Füßen die Silhouette einer Katze. „Ich bin auserwählt, ich kämpfe für Liebe und Gerechtigkeit! Ich bin Sailor Moon! Ich werde nicht zulassen, dass ihr mit der Musik eure dreckigen Geschäfte macht! Wenn Haydn, der Urvater der Musik, das hören würde wäre er mächtig sauer!!!“ „Der Urvater der Musik ist Bach“, protestierte Luna. „Ist doch jetzt egal, sie weiß was ich meine! Im Namen des Mondes werde – ich dich bestrafen!“
Sailor Moon. Den Namen hatte Kuerene von Jedite schon einmal gehört. Wenn sie Sailor Moon endgültig aus dem Weg räumen würde, stiegen ihre Chancen auf eine mildere Bestrafung und sie könnte am Leben bleiben! Sofort breitete Kuerene ihre beiden mächtigen Fledermausflügel aus und beschoss Sailor Moon und Luna mit großen Schallwellen. Diese gingen nicht nur auf die Ohren sondern explodierten umgehend beim Aufprall. Die beiden wichen Kuerenes Angriffen geschickt aus aber doch prallte Sailor Moon nach der dritten Runde auf den Boden vor der Bühne.
„Das sieht gar nicht gut für uns aus! Das waren Ultraschallwellen!“ japste Luna außer Atem. „Ultraschallwellen? Ich hab’s!“ Sailor Moon sah auf die Bühne, wo bereits die Ausstattung für das Konzert am nächsten Tag bereitgestellt wurde. „Das Mikrofon!“  Luna verstand und lenkte Kuerene ab indem sie in eine andere Richtung lief, während Sailor Moon auf die Holzbretter sprang und nach dem Mikrofon griff. Schnell schaltete sie es ein und betete dass die Boxen ebenfalls schon angeschlossen waren.
Kuerene wandte sich jetzt wieder ihr zu und gab einen neuen Schwung an Ultraschallwellen ab. Zielsicher warf Sailor Moon das angeschaltete Mikrofon mitten hindurch. Es zerbarst bereits nach wenigen Sekunden und aus den riesigen Boxen kam eine riesige Welle die über Kuerene hereinbrach. Vergeblich versuchte sie sich davor zu schützen. „Na! Jetzt fliegen dir deine eigenen Ultraschallwellen um die Ohren was!“ lachte Sailor Moon. „“Bunny! Es ist an der Zeit!“ mahnte Luna die befürchtete, dass der Dämon noch nicht vollständig besiegt war. Die Kriegerin nickte und nahm das Diadem von der Stirn. „MOON TIARA BOOMERAAAAAAAAANG!“ Kuerene sah das goldene Licht auf sich zukommen. „Das ist das Ende!“ waren ihre letzten Gedanken ehe sich ihr Körper in Asche auflöste, die der Wind anschließend weit in die Nacht trug. Kurz darauf setzte wieder der Regen ein.

„Gut gemacht Sailor Moon!“ Erfreut drehte sich die Kriegerin um und sah auf den Rand der Arena. Die Stimme kannte sie. „Tuxedo Mask!“ rief sie erfreut. „Du machst dich immer besser, meinen Glückwunsch. Sei stolz auf dich!“
Sailor Moon wollte gerade etwas erwidern, als Luna das Fell aufstellte. „Sailor Moon, sieh doch! Da ist noch jemand!!“
Der Mond hatte sein helles Licht etwas weiter verstärkt und jetzt sah auch sie dass sich schräg hinter Tuxedo Mask eine Gestalt vom nachtblauen Himmel abhob. „Tuxedo Mask! Ist da jemand bei dir?“ Keine Antwort. Sailor Moon wollte ihre Frage gerade wiederholen, als eine klare Stimme ertönte. „Die Zeit wird entscheiden wann wir uns persönlich begegnen, Sailor Moon. Auf Wiedersehen.“
„Das ist doch eine Frau!“ entfuhr es ihr ungläubig. Tuxedo Mask und die Unbekannte sprangen von der Umrandung und waren gleich darauf verschwunden.
Luna starrte ebenfalls gebannt in den Himmel. Zwar verhüllte die Dunkelheit der Nacht weitere Details über Tuxedo Masks Begleitung aber im Bruchteil einer winzigen Sekunde, hatte das Mondlicht diese erhellt. Diese Kostümierung… kam Luna nur allzu bekannt vor. „Ist das … eine Sailorkriegerin…?“ schoss es ihr lautlos durch den Kopf. Sie wollte ihre Beobachtung gerade mit Sailor Moon teilen aber diese sank bereits enttäuscht auf die Knie. „Tuxedo Mask…. Mein Tuxedo Mask… es sieht wohl so aus… als... als hätte er schon eine Freundin…. „ murmelte sie traurig. „Bunny! OB sie seine Freundin ist, ist für uns ohne Bedeutung! Die Frage ist eher – WER sie ist? HEY! Wo willst du denn hin?“ schimpfte Luna. Sailor Moon war aufgestanden und lief Richtung Ausgang der Arena. „Zurück zum Sender. Ich muss wissen wie es Yusuke und Akiko geht.“
Aber den beiden ging es gut. Während sich Sailor Moon hinter einer Wand versteckte, hörte sie wie Akiko Yusuke das verletzte Knie verband und ihn dabei unvorsichtig schalt. Schließlich und endlich gestand er ihr seine heimliche Liebe und glücklich fiel sich das Paar daraufhin in die Arme.


„Hast du schon gehört? Yusuke Amade wird heiraten!“ berichtete Naru geknickt, als sie zwei Wochen später wieder einmal mit Bunny und Luna in ihrem Zimmer hockte und der neuesten CD des Pianisten lauschte. „Ja das hab ich gehört“, murmelte Bunny. Diese machte gedanklich eher die neueste Entdeckung zu ihrem Tuxedo Mask zu schaffen. „Oh man… wie traurig. Er wäre der perfekte Mann für mich gewesen!“ jammerte Naru lauthals. „Ich verstehe dich“, melancholisch griff Bunny nach der CD-Hülle, während Luna wieder einmal gelangweilt ein Auge aufsperrte. „Er ist so wahnsinnig nett und auch so tapfer.“ „Jetzt gib doch nicht so an! Du tust ja gerade so als würdest du ihn persönlich kennen, “ maulte Naru los. Bunny lachte und betrachtete das CD-Cover. Es zeigte eine wohlbekannte Gestalt, stehend auf einem Halbmond. „Ich glaube schon dass ich ihn kenne.“ Und fügte in Gedanken hinzu – „stimmt’s Amade?“


_______________________________________________________________________________
Hallo zusammen,

heute wieder ein paar Infos zum Kapitel. Damals beim Schreiben wollte ich diese Folge auslassen, da sie mir im Anime einfach zu langweilig war. Beim Gucken fielen mir allerdings nach und nach einige Logikfehler auf und nahm sie mit in meine FF zur Überarbeitung auf.
Während Tuxedo Mask in der vorherigen Folge nur in Bunnys Träumen erschien tauchte er hier im Anime gar nicht auf, ebenso wenig wie Mamoru. Da aber in der zweiten Staffel Mamoru an seinem Arbeitsplatz gezeigt wird, nahm ich die Gelegenheit wahr und baute hier die Grundlage dafür mit ein. Und da mir nur noch ein weiteres Kapitel blieb bis die nächste „offizielle“ Sailor Kriegerin auftaucht, wurde es Zeit das Sailor Moon und Titan schon einmal im Groben aufeinandertreffen.
Was mich sonst noch im Anime verwunderte:
Woher wusste Bunny dass sie in der Tiefgarage nach Yusuke suchen musste? Als Yusuke auf den Fahrstuhl wartete der ihn hinunterbringen sollte, entstieg aus diesem sein Fahrer der ihn anwies unten auf ihn zu warten. Das Auto wurde dort mit rauchendem Auspuff und laufendem Motor gezeigt  - etwas, was man in einer Tiefgarage niemals machen sollte - auch nicht in einer offenen. Und warum benötigte Yusuke überhaupt einen Fahrer? Er hat nichts getrunken und ist durchaus in der Lage selbst zu fahren, was er ja kurz darauf bewiesen hatte. Dass er durch den Schock und Adrenalin nicht hinterfragt hat warum plötzlich das offensichtlich minderjährige Mädchen mitsamt Katze in der Tiefgarage der Bar auftaucht, lass ich mal so stehen. Aber das Ende hat mich sehr verwundert. Das Cover von Amades neuester CD zeigte die Silhouette von Sailor Moon, stehend in einem Halbmond. Er ist nach dem Kampf gegen Kuerene mit einem verletzten Knie zusammen mit Akiko im Sender geblieben, während Sailor Moon den Dämon in die Open-Air-Arena folgte. Sie kehrte zwar am Schluss in den Sender zurück aber blieb hinter einer Wand versteckt. So wie es im Anime gezeigt wurde, konnte Amade Sailor Moon also gar nicht gesehen haben.
Funfact – in der Folge wurde eine Luftaufnahme vom Parkplatz des Senders gezeigt als Yusukes Wagen hineinraste. Unter anderem steht dort auch ein rotes Auto

Das sind die Kleinigkeiten welche mir immer auffielen und die ich mit meiner FF ergänze. Ich hoffe euch gefallen meine kleinen Antworten dazu. Was die nächsten Uploads angeht verrate ich euch nur so viel – bis spätestens Sonntag sind sie (Titan nicht mit einberechnet) bereits zu dritt.

Liebste Grüße
Ina

 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast