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Aftershock: Love, Lava and Lombax

GeschichteRomance, Thriller / P18 / Het
Clank Kit OC (Own Character) Ratchet Rivet
01.09.2021
17.10.2021
21
52.485
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14.10.2021 2.733
 
Der neue Tag war noch nicht mal richtig angefangen, Als Ratchet gemächlich mit seinen Augen zu blinzeln begann. Gähnend und einem desinteressierten Blick in den Augen, schaute er langsam zu dem kleinen, altmodischen Wecker hinüber, den er auf dem kleinen Nachtschrank neben seinem Bett deponiert hatte.
Wie ein großes Spinnenbein zuckte der Sekunden Zeiger nach vorne, während die Minuten und Stunden unerträglich langsam verstrichen. Erst wurde es 7 Uhr morgens, dann 8 Uhr und schließlich standen die Zeiger auf 9 Uhr. Doch der Lombax mit dem orangenen Fell dachte noch immer nicht daran aufzusehen! Er blieb einfach nur regungslos, mehr oder weniger zugedeckt in seinem Bett liegen, während er in kaum hörbarer Lautstärke vor sich hin stöhnte.
Er fühlte sich elend! Durch den gestrigen Alkoholkonsum war er völlig verkatert und sein verletztes Ohr brannte trotz nachträglicher Behandlung von Clank noch immer so heftig, als ob sich abertausende Parasiten darin verbissen hätten. Doch all diese physischen schmerzen waren nichts im Vergleich zu dem entsetzlichen Liebeskummer, welcher nach wie vor in seinem Herzen tobte!
Seine rot unterlaufenden Augen und die noch immer klatschnasse Decke verrieten erbarmungslos, wie sehr er bereits in der vergangenen Nacht noch wegen Rivet geheult hatte.

Auch das Wetter schien sich an seine depressive Stimmung angepasst zu haben, denn ein amtliches Sommergewitter, war am Himmel über Sargasso losgebrochen! Wild peitschten die Wassermassen gegen die Fensterscheiben als wollten sie sie einschlagen und immer wieder zuckte ein greller Blitz über den schwarzbauen Himmel hinweg, gefolgt von einem lautstarkem Donnergrollen.
Plötzlich hörte der Lombax wie die Tür seines Schlafzimmers ganz behutsam aufgestoßen wurde und sich ein wohlbekannter Rhythmus von kleinen, mechanischen Füßen seinem Bett zu nähern begann. Ratchet verschloss zügig die Augen und versuchte so zu tun, als ob er immer noch schlafen würde. Doch seinem Treuen Freund und Begleiter konnte er mit dieser Scharade selbstverständlich nicht hinters Licht führen. „Guten Morgen Ratchet!“, raunte Clank und versuchte dabei zaghaft zu lächeln. „Ich äh…, Ich hab dir Frühstück gemacht, wenn du möchtest?“
Der junge Lombax öffnete wieder langsam die Augen und hob seinen Kopf, doch er sah nicht gerade danach aus, als ob er sich über die Geste seines Freundes sonderlich freuen würde. „Danke Kumpel, aber ich hab grad‘ keinen Hunger!“, murrte er leise und mit ablehnender Stimme. Schwerfällig drehte seinem treuen Freund und Begleiter anschließend wieder seinen Rücken zu und tat so, als ob er überhaupt gar nicht da wäre.
Doch so leicht wollte sich Clank noch nicht abschütteln lassen! Vorsichtig kletterte der kleine Roboter auf die Matratze des Bettes und begann vorsichtig an der Bettdecke zu zupfen, die sich der Lombax bis über beide Segelohren hinweg gezogen hatte. „Komm schon mein Freund!“, versuchte er dabei aufbauend auf ihn einzureden: „Ich will dir doch nur helfen! Was ist denn los mit dir Ratchet, was bedrückt dich, mein Bester?“
Für einen kurzen Augenblick lang geschah nichts. Doch dann schlug Ratchet einem mal wieder die Decke zurück und eine Mischung aus Trauer und Wut glitzerte dabei in seinen giftgrünen Augen. „Wonach sieh es denn für dich aus, Clank?!“, herrschte er seinen Freund an und eine große Träne begann dabei über sein verheultes Gesicht zu kullern.

„Herz gebrochen - Seele kaputt - Kein Grund um mehr weiterzumachen! Lass mich am allerbesten einfach in Ruhe!!“ Mit diesen Worten wandte er sich erneut von Clank ab, verkroch sich zusammengerollt unter seinem Bettzeug und begann dort leise vor sich hin zu heulen…

Clank stand ein wenig ratlos da und wusste nicht so recht was er tun sollte. Doch dann schien ihm plötzlich eine Idee zu kommen und seine Kamera-Augen begannen triumphierend, wenn auch gleichzeitig etwas verunsichert zu leuchten. Betont unauffällig kletterte er von Ratchets Bett herunter und tat so, als würde er seinen Freund nun tatsächlich in Ruhe lassen. Allerdings nicht ohne vorher noch dafür zu sorgen, dass die Tür zum Schlafzimmer sperrangelweit offenstand, sodass der Lombax ihn auch gut hören konnte.
Ratchet interessierte das alles nicht. Er war viel zu sehr damit beschäftigt, sich immer weiter in seine Trauer und seinen Liebeskummer hineinzusteigern. Doch auf einmal drangen ein paar Worte aus dem Mund seines Freundes an seine Segelohren, die Ratchet’s Traurigkeit fast schlagartig ins Gegenteil verwandelte!

„Tut mir leid, ich hab’s ja versucht Rivet! Aber er will und will einfach nicht aufstehen!“

Innerhalb einer einzigen Sekunde stand der Lombax mit dem orangenen Fell kerzengerade in seinem Bett und riss fassungslos seine Augen auf. Sein Herz schlug ihm vor lauter Aufregung und Freude fast bis zum Hals und seine gesamten Schmerzen, waren mit einem Male wie weggeblasen!! Konnte das wirklich war sein!? War sie wirklich wiedergekommen, nach allem was er gesagt hatte!?
„Rivet, Warte!! Bitte nicht weglaufen!“, rief er aufgeregt, sprang vom Bett. „Ich komme doch schon, Süße! Ich bin sofort bei dir!!“
Hals über Kopf rannte er aus seinem Schlafzimmer. Dabei achtete er vor lauter Aufregung weder darauf, dass er außer der Unterhose vom Vortag nicht das geringste am Körper trug, noch realisierte er das er die Stimme seiner Freundin überhaupt nicht gehört hatte. Erst als er sein Ess- und Wohnzimmer betrat, legte der junge Abenteurer mit einem Mal eine Vollbremsung ein und sah sich verwirrt nach allen Seiten um. „Rivet? Wo bist du denn? RIVET!?“, keuchte er atemlos. Doch von der hübschen Lombax-Rebellin mit dem schneeweißen Fell war weit und breit nichts zu sehen. Einzig und allein Clank saß auf einem der Stühle neben dem wieder aufgerichteten und gedeckten Esstisch und sah mit betretenem Gesicht auf den Fußboden. „Sorry Kumpel!“, entschuldigte er sich dabei mit etwas kleinlauter Stimme. „Aber wie hätte ich dich denn sonst aus deiner Selbstbemitleidung reißen sollen?“

Es dauerte ein paar Sekunden, ehe der Junge Abenteurer plötzlich begriff, was hier wirklich los war. Eine Unbeschreibliche Wut begann in ihm aufzukochen und seine grünen Augen begannen gefährlich zu funkeln. „Oh, du hinterhältiges, kleines…!!“, knurrte er und ballte seine Fäuste.

Mit großen Schritten stampfte er langsam auf seinen Mechanischen Freund zu, der erschrocken vor ihm zurückwich.
„H-Hey-Hey!! Ganz ruhig ja?“, versuchte er auf seinen vor Wut schnaubenden Freund einzureden. „Mach…, Mach doch keinen Blödsinn! Das tut dir sonst hinterher noch bestimmt leid und…“
„ICH MACH’S TROTZDEM MAL!!“, brüllte Ratchet da los. „UND HINTERHER SEHEN WIR DANN WEITER!!“
Gesagt getan, schon holte er mit seiner Faust aus und wollte sich auf den kleinen Roboter stürzten. Doch dieser hüpfte in seiner Panik blitzschnell vom Stuhl herunter und versteckte sich unter der Tischplatte, sodass Ratchet’s Angriff ins Leere ging und er aus vollem Lauf mit der Sitzgelegenheit zusammenkrachte. Der Lombax, stolperte über die Stuhllehne, vollführte eine astreine Rolle vorwärts und krachte dann mit dem Kopf voran gegen den Couchtisch, um anschließend benommen auf dem Teppich sitzen zu bleiben. „Aua!“, stieß der orangene Lombax stöhnend hervor. „Verdammt, mir bleibt aber auch wirklich gar nichts erspart!“ Mühsam rappelte er sich wieder zurück auf die Beine und rubbelte sich dabei seine Beule, die sich durch diesen Stunt auf seiner Stirn zu bilden begann. Clank kam vorsichtig wieder unter dem Tisch hervor. „Oje…!“, flüsterte er und wollte seinem orangenen Freund helfen. Doch der war noch immer stinkwütend über seine Aktion. „Na warte Clank!“, drohte er aufgebracht und nahm seinen Treuen Freund und Begleiter erneut ins Visier. „Ob wir nun Freunde sind oder nicht; Ich schwöre dir, dafür bring ich dich…!!“

In diesem Augenblick schien er mit einem mal wieder zu Besinnung zu kommen. Mit einem schwerfälligen Seufzer ließ er sich rücklings auf das Sofa fallen. „Ach, vergiss es! Was soll das schon bringen?“, fragte er dabei und stützte sein Gesicht mit der Faust ab. „Dadurch krieg ich Rivets Liebe schließlich auch nicht wieder zurück!“ Schwermütig ließ er seinen Blick eine Weile lang durch seine Wohnung schweifen. Dann erhob er sich langsam und setzte sich ohne ein Wort an den Esstisch. Dort goss sich etwas von dem herrlich duftenden Kaffee ein, nahm sich eines der frisch gebackenen Brötchen aus dem Korb heraus und bestrich es mit Butter und Nussnugat-Creme. Emotionslos begann er zu essen, wobei er jeglichen Blickkontakt zu seinem besten Freund akribisch vermied.
Eine Weile lang herrschte bedrückendes Schweigen, ehe sich der kleine Roboter kaum hörbar zu räuspern begann. „Hör mal Ratchet!“, begann er vorsichtig. „Meinst du nicht es wäre endlich mal Zeit dafür, dass du dein Schweigen brichst und mir sagst was überhaupt zwischen dir und Rivet gestern Abend passiert ist?“
Wie in Zeitlupe blickte der Lombax langsam von seinem Frühstück auf und sah seinen Freund mit einem finsteren, misstrauischen Blick an. „Ja-Ja, ich weiß!“, versuchte sich Clank daraufhin bei zu entschuldigen. „Tut mir wirklich leid, dass ich dich vorhin so auf die Schippe genommen habe! Das war nicht cool von mir, hab’s verstanden!“ Er machte eine kurze Pause und sah betreten zu Boden, ehe er weitersprach. „Aber meinst du nicht es könnte dir ein wenig helfen, wenn du mir sagst warum du und Rivet euch gestritten habt? Ich mein, vielleicht könnte ich dir dann ja helfen, wie du dich wieder mit dir vertragen kannst?“
Zunächst schüttelte Ratchet nur ablehnend seinen Kopf und starrte in innere seiner Kaffeetasse, als ob die braune, Dampfende Flüssigkeit darin das interessanteste im ganzen Universum wäre. „Also gut, na schön!“; gab er sich dann jedoch mit einem Seufzer geschlagen und für einen kurzen Moment lang, begannen sich seine Mundwinkel wieder ein ganz kleines Stückchen zu heben. „Aber nur weil du ja eh vorher nicht damit aufhörst, mich mit Fragen zu löchern!“

In Wahrheit war Ratchet heilfroh darüber, dass er nun die Chance hatte sich seine gesamten Sorgen bei seinem Kumpel von der Seele zu reden. Denn auf diese Weise war es non endlich möglich eine ganz bestimmte Frage zu beantworten, an der er sich schon seit gestern Abend den Kopf dran zerbrach.
„Sag mir Kumpel…“, begann er und nahm einen kräftigen Schluck aus seiner Kaffeetasse ehe er weitersprach. „Hast du während des Feuerwerks gestern Abend irgendetwas merkwürdiges gespürt? Etwas, dass an ein Erdbeben oder sowas erinnern würde?“ Clank sah ihn fragend an und begann dabei gleichzeitig ablehnend seinen Kopf zu schütteln. „Ich auch nicht!“, erwiderte der orangene Lombax nun sah mit einem erneuten Seufzer gegen die Zimmerdecke. „Aber Rivet…, Sie war fest davon überzeug, dass die Erde unter ihren Füßen gebebt hätte, gerade in dem Augenblick als ich nicht im selben Raum wie sie war, weil ich den Verlobungsring aus dem Versteck holen wollte.“ Clank nickte verstehen und verschränkte seine kleinen Arme vor dem Oberkörper. „Und weiter, Kumpel?“, fragte er dann, woraufhin sein bester Freund einige Sekunden lang zu zögern schien. „Nun, lange Rede, kurzer Sinn: Rivet hat gedacht ich würde sie nicht ernst nehmen und hat sich angefangen mit mir zu streiten. Die Sache hat sich dann ziemlich schnell hochgeschaukelt…, und dann…, und dann hab ich…, etwas ganz Schreckliches getan, Kumpel!!“
Eine kleine Träne tropfte von seiner Nasenspitze herunter und landete platzend in der Mitte der Kaffeetasse. Clank sah Ratchet fragend an, ehe mit einem Mal ein schrecklicher Verdacht in ihm aufzukommen schien. „Ratchet, du…, du hast sie jetzt aber…, du hast sie jetzt aber nicht geschlagen, oder doch?“, fragte er vorsichtig, woraufhin der junge Lombax vor lauter Schreck fast die Tasse aus seinen Händen fallen ließ. „Was? NEIN!! Um Himmels Willen natürlich nicht! Sowas würde ich Rivet doch niemals in meinem Leben antun!“, rief er aufgeregt und schüttelte heftig den Kopf.

„Nein, es ist nur so ich…, ich hab ihr vorgeworfen, dass sie mit Absicht in allem und jedem eine Katastrophe sehen und sogar lügen würde!
Und daraufhin…, HAT SIE MIT MIR SCHLUSSGEMACHT!!!“

Bei diesen letzten fünf Worten, bekam Ratchets Stimme einen herzzerreißend weinerlichen Tonfall. Schwerfällig sackte er mit dem Kopf auf die Tischplatt „Wie…, wie konnte ich nur so gemein zu ihr sein, Clank?“, begann er seinen Kumpel unter Schluchzen zu fragen. „Dabei habe ich sie doch so geliebt! Nein, VERGÖTTERT hab ich sie regelrecht! Die Liebe meines Lebens…, Und jetzt hab ich sie für immer verloren!“ Die Tränen ließen nicht lange auf sich warten und begann nach einiger Zeit eine kleine Pfütze auf der Tischplatte entstehen zu lassen.
„Oje…!“, murmelte Clank schon zum zweiten Mal an diesem Morgen, trat vorsichtig näher an seinen Freund heran in versuchte ihn zu trösten. „Ratchet ich…, Es tut mir wirklich so unendlich leid!“, flüsterte er und legte vorsichtig seine kleinen Arme um den Nacken des Lombaxes. „Wenn es auch nur irgendetwas gibt was ich für dich tun kann, und ich meine wirklich IRGENDWAS, dann…!“
In diesem Augenblick hörten sie plötzlich wie irgendjemand von draußen gegen die Tür hämmerte und beinahe erschrocken horchten die beiden Freunde sofort auf. „Hey, Clank, bist du zuhause?“, hörten sie eine Stimme von draußen rufen, die ohne jeden Zweifel von Phantom stammte. „Wo bleibst du den kleiner Bro? Hast du Angst davor im Regen zu rosten, oder warum lässt du mich so lange warten?“ Ratchet sah seinen besten Freund fragend an, doch der schien zunächst auch nicht zu wissen, was der grünhäutige Hacker eigentlich von ihm wollte. Erst nach einer Weile schien seine Erinnerung wieder zurückzukommen. „Oh nein! Das hatte ich ja komplett vergessen!!“; stöhnte er auf und schlug die Hände über dem Kopf zusammen. „Ratchet, ich…, Ich weiß es ist gerade wirklich nicht der richtige Zeitpunkt! Aber ich hab Phantom gestern Abend auf der Party versprochen, dass ich ihn am Morgen danach dabei helfen, die Überreste des Feuerwerks zu beseitigen. Ich konnte ja nicht ahnen das…“ „Ist schon gut, Kumpel!“, unterbrach ihn der Lombax da mit einem milden lächeln und legte ihm dabei seine Hand auf die Schulter. „Geh ruhig mit ihm, ich komm schon zurecht. Ich wollte ohnehin gerad ein kleines bisschen allein sein!“
Clank unterdrückte ein erleichtertes Aufatmen, hüpfte von der Tischplatte herunter und ging langsam zu Tür. „Ich bin auch so schnell es geht wieder bei dir, versprochen?“, versicherte er dabei, ehe er die Tür aufmachte und nach draußen in das entsetzliche Wetter hinaustrat. Ratchet wartete noch, bis er sich wirklich sicher war das der kleine Roboter ihn werde sehen noch hören konnte. Erst dann stieß er einen abgrundtiefen Seufzer aus und ließ seine großen Segelohren schwerfällig hängen.

Er hatte seinen Freund angelogen! Den allein, war mit großem Abstand das Letzte, was er in seiner aktuellen Situation gerade sein wollte!...

Eine Weile mümmelte Ratchet noch lustlos auf seinem Brötchen herum, dann erhob er sich langsam und schlurfte schwerfällig in Richtung Bad, als hätte man seine Füße in Zement eingegossen. Auf dem Weg dorthin kam er an der Garderobe vorbei, an der noch immer die hellbraune Lederjacke seiner Freundin hing. Er nahm das Kleidungsstück vom Hacken und betrachtete es eine Weile lang schweigend, währen eine Träne seine Wange hinunterrollte.  Wie gut sie doch darin ausgesehen hatte! Auf einmal presste der junge Lombax sich die Jacke so fest er konnte gegen das Gesicht und nahm einen tiefen Atemzug durch die Nase, genauso wie Rivet es am Vorabend bei ihm getan hatte. Es fühlte sich warm an, als ob sie die Jacke vor wenigen Minuten noch am Leib gehabt hätte. Und erst jetzt wurde Ratchet so richtig bewusst, dass seine Freundin sogar extra für den Gemeinsamen Abend mit ihm ein Parfüm aufgetragen hatte!

„Oh Rivet…, wie konnte ich das zwischen uns nur so kaputt machen?“, flüsterte Ratchet und sackte mit der Jacke in der Hand auf die Knie. „Dabei hatten wir zwei doch so große Pläne: Ich wollte dich heiraten, du eine Familie mit mir…, es hätte doch so ein schönes Leben in meiner Dimension werden…“

In diesem Augenblick zuckte plötzlich von draußen ein greller Blitz über den Himmel und der darauffolgende Donnerschlag ließ eine schreckliche Erkenntnis in seinem Kopf wieder aufwachen. „Oh Scheiße!!! Meine Dimension!!“, rief er entsetzt und sprang mit einem Satz wieder zurück auf die Beine.
Er und Clank wollten doch morgen wieder in seine eigene Dimension zurückkehren! Und eigentlich hatten er und Rivet sich doch geschworen, dass sie in Megapolis ein komplett neues Leben miteinander beginnen wollten. Doch so wie die Dinge jetzt standen, würde er wohl nur Eines mit auf die andere Seite nehmen: Unerträglichen Liebeskummer!!

Ratchet begann der Angstschweiß förmlich in Sturzbächen vom Gesicht zu tropfen. Nein, das konnte und wollte er einfach nicht zulassen! Ohne die weiße Rebellin an seiner Seite, würde sein Leben einfach keinen Sinn mehr machen! Er musste um jeden Preis dafür sorgen, dass seine Freundin ihm vergab, aber wie um alles in der Galaxie sollte er das bloß anstellen!?
Verzweifelt starrte Ratchet auf die Lederjacke in seinen Händen, als ob sie die Lösung für all seine Probleme bereithalten würde, als seine noch immer verheulten Augen mit einem Mal entschlossen zu funkeln begannen…
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