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Letzte Heimat

von Lupadora
GeschichteDrama, Familie / P18 / Mix
Celeborn Celebrimbor Elrond Galadriel Glorfindel Sauron
31.08.2021
14.09.2021
4
7.416
2
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
14.09.2021 2.568
 
Hier kommt Kapitel 4 - ich hab eine kleine Filmrequisitenanspielung eingebaut, bin gespannt, ob sie jemand entdeckt^^
Ein großes Dankeschön geht an Elenmir für das liebe Review <3




Lieder und Lehrmeister


~✧~

Celebrimbor führte Elrond durch die beeindruckenden Bogengänge der Festung. Anders als bei der klassischen Architektur der Elben fehlten in Ost-in-Edhil die luftigen, steilen Decken, die geschwungenen, spitzen Bögen und der blendend weiße Marmor. Stattdessen wirkten die Räume solider, mächtiger, auf eine ehrwürdige Art erhaben. Ob dies dem Einfluss der Zwerge geschuldet war? Anstelle von weißem Marmor waren Mauern und Böden aus grauem Naturstein und nur die runden Bogenreihen durchbrachen diesen Baustoff, in dem sich schwarze und weiße Steinquader abwechselten. Die Decken der hohen Kreuzgewölbe hingegen waren mit roten, blauen und goldenen Mosaik gefliest und immer wieder fügten sich an den Wänden riesige, kunstvoll gehämmerte Goldreliefs ein. In gleichmäßigen Abständen hingen vergoldete Feuerschalen von der Decke und tauchten die Mosaiks und Reliefs in einen warmen Glanz. Immer wieder blieb Celebrimbor stehen und erklärte ihm den Hintergrund eines Reliefs oder die Baugeschichte eines bestimmten Abschnitts. Jetzt, wo er über sein Handwerk redete, war die Reserviertheit, die er Elrond gegenüber bisher an den Tag gelegt hatte, wie weggeblasen.
Als sie schließlich seine Werkstatt, mit der anschließenden Schmiede und Räumen, die eine Mischung aus Arbeitszimmer, Lager und Schatzkammer zu sein schienen, erreichten, kam Elrond aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Gil-Galad unterhielt an seinem Hof ebenfalls Künstler, Goldschmiede und andere Handwerker, aber nichts kam den Werken gleich, die er hier erblickte. Elrond selbst war nie handwerklich begabt gewesen. Genau wie bei seinen Ziehvätern lagen seine Talente vornehmlich in seiner Stimme. Maglors Gabe war in dieser Hinsicht offensichtlich. Maedhros hatte zwar nicht die Stimme seines Bruders, dennoch war sie neben dem Schwertkampf seine beste Waffe. Der Elb hatte es durch ein paar simple Worte geschafft Elrond und Elros, die unliebsamsten Aufgaben schmackhaft zu machen oder konnte sie durch wenige Sätze versöhnen, wenn der seltene Fall eintrat, dass sie im Streit lagen. Und auch wenn die beiden ältesten Söhne Feanors offenkundig nicht das Talent ihres Vaters geerbt hatten, hatten sie ihren Ziehsöhnen einen tiefen Respekt für das Handwerk vermittelt. Und als Elrond Celebrimbors Werke sah, vertiefte sich dieser Respekt nochmals um ein Vielfaches. Staunend betrachtete er kunstvolle Behältnisse, Kästen und Kelche, Schmuckstücke, kleine Figuren, Schwerter, Dolche, Kerzenleuchter und weitere Bücher, die in wunderschöne Buchdeckel gebunden waren.
„Sagt mir Elrond – habt Ihr in Lindon eine Elbin, die ihr gerne mit einem Schmuckstück beeindrucken möchtet?“, sagte Celebrimbor scherzhaft.
Verschämt wandte Elrond die Augen ab und Celebrimbor lachte. „Lasst mich sehen, ob ich nicht etwas Schönes für Euch finde.“
„Dies ist nicht die Zeit, um auf Brautwerbung zu gehen. Wir sind im Krieg.“
„Herr Elrond, wir befinden uns im Krieg, seit wir Fuß auf diesen Kontinent gesetzt haben.“ Er nahm einen silbernen Anhänger, der mit einer sternförmigen Blüte aus strahlenden Diamanten besetzt war und von silbernen flügelartigen Ranken eingefasst war, aus einer Schatulle und reichte ihn Elrond. „Ich habe ihn in einer sternenklaren Nacht geschmiedet und versucht das Leuchten des Morgensterns darin einzufangen. Es vereint die Flügel einer Möwe und das Licht des Abendsterns.“ Er warf Elrond einen bedeutungsvollen Blick zu.
„Das kann ich nicht annehmen. Ihr seid zu großzügig.“
„Wisst Ihr, so sehr ich die Zwerge schätze, in einer Sache unterscheide ich mich ganz deutlich von ihnen. Ich schmiede diese Schätze nicht für mich. Ich möchte sie nicht behalten und horten. Ich will, dass man sie sieht und bewundert und von jemandem getragen werden, der sie zu schätzen weiß und sich ihrer erfreuen kann. Ich habe Euch die letzten drei Stunden beobachtet und bin zu dem Schluss gekommen, dass ihr ein Elb seid, der meine Werke zu schätzen weiß. Und nicht nur weil Ihr ihren Wert seht, sondern die Geschichten dahinter. Außerdem habt Ihr klaglos drei Stunden meines Schwadronierens über die Erbauung dieser Festung über Euch ergehen lassen. Ihr habt diesen Anhänger wahrlich verdient.“
Elrond, der nun bei bestem Willen nicht mehr ablehnen konnte, bedankte sich und nahm den Anhänger samt Schatulle entgegen. Vielleicht würde er tatsächlich irgendwann einer Elbin begegnen, die er mit diesem Schmuckstück umwerben könnte. Der Gedanke daran ließ ihn erneut erröten.

~✧~

Das Festmahl war in vollem Gange und der Wein und das reichhaltige Essen hatten Elrond nach den Wochen auf der Straße in eine wohlig zufriedene Stimmung versetzt. Als einer seiner Begleiter ausrief, dass er doch für ihre Gastgeber singen solle, lehnte er nicht ab. Elrond griff nicht oft zur Harfe, doch Celebrimbor hatte ihm einen Blick auf seine Kunst gewährt, da war es nur recht und billig, wenn er versuchte, sich zu revanchieren. Im Gegensatz zu dem Meisterschmied reichte sein Talent jedoch bei weitem nicht an das seines Lehrmeisters heran, aber Maglor hatte dennoch einen recht brauchbaren Musiker aus ihm gemacht und ihn gelehrt, welche Macht die Musik auf die Herzen aller Wesen ausüben konnte, wenn man sie richtig einsetzte.
Er stand auf, verbeugte sich leicht und setzte sich an die große Konzertharfe, die auf einem kleinen Podest in einer Ecke des Raumes stand. Er begann mit einem fröhlichen, beschwingten Trinklied, dass er von einem der Menschen aus Elros‘ Gefolge gelernt hatte und ging dann fließend über zu einer etwas gediegeneren Ballade. Die Tischgesellschaft wurde ruhiger. Nur ab und zu klirrte leise ein Glas, aber die meisten hatten ihr Mahl eingestellt und lauschten gebannt seiner Stimme. Mit einem Blick auf das Publikum wagte er sich schließlich an die Noldolante, das Klagelied, das Maglor über die Bluttaten der Noldor verfasst hatte. Während er spielte, sank er immer tiefer in die Musik und die Erinnerungen an das erste Mal, als er dieses Klagelied gehört hatte, überkam ihn.

Es war der erste wirklich warme Tag im Mai und die milde Brise, die sie umwehte, ließ die vier Reiter wissen, dass der Frühling langsam dem Sommer wich. Auf den Wiesen leuchtete das Blau der Lupinen und die vereinzelten Baumgruppen erstrahlten in frischem Grün. Elros‘, der auf seinem Pferd nach vorne geprescht war, jauchzte vor Freude und Elrond, nach einem fragenden Blick auf Maglor, der ihm lächelnd zunickte, spornte sein Pferd ebenfalls an, um seinen Bruder einzuholen. Den belustigten Blick den Maedhros seinem Bruder zuwarf, sah er nicht mehr. Vier Jahre lebten die Zwillinge nun schon bei den verbliebenen Söhnen Feanors, und die anfängliche ängstliche Scheu war einer unerwarteten Zuneigung zu ihren Ziehvätern gewichen.
„Lasst uns dort vorne bei den Baumgruppen eine Rast einlegen“, rief Maglor den beiden Kindern zu. Elros dreht sich um und rief mit heller Stimme und blitzendem Schalk in den Augen zurück: „Bist du wohl schon müde?“
„Müde nicht, aber mein Magen könnte etwas von der Brotzeit vertragen, die uns Hilyaris mitgegeben hat.“ Das zustimmende Geschrei war Antwort genug.
Wenig später lagen alle vier träge und mit vollem Magen unter den Bäumen und während Elrond Maglor mit Fragen über sämtliche Namen der Bäume, Kräuter und Blumen in der Umgebung löcherte, war Elros ungewohnt still geworden.
„Was ist los, Elros? Du lässt deinen Bruder doch sonst nicht solange über dieses Grünzeug reden“, stellte Maedhros mit einem Lächeln fest. Der Junge, der ein paar lange Grashalme abgezupft und geistesabwesend immer wieder in Hälften gerupft hatte, blickte auf.
„Warum habt ihr damals unsere Stadt angegriffen?“, fragte er schließlich ohne Umschweife.
Elrond schaute erschrocken von seinem Bruder zu den beiden Erwachsenen. In den letzten Wochen hatten die beiden Zwillinge immer wieder mit dem Gedanken gespielt endlich diese Frage zu stellen. Ihre Erinnerung an Sirion war verschwommen und es ging ihnen gut hier am Ereb, dennoch stand der Grund, warum sie hier waren wie eine unsichtbare Wand im Raum. Auf die Frage, wo ihre Mutter sei, hatten die beiden Söhne Feanors damals nur geantwortet, dass Ulmo sie gerettet habe und in den Westen gebracht hat und sie deshalb nicht bei ihnen sein könne. Mehr wussten sie nicht über die Umstände des Angriffs. Gleich nach der Schlacht, als sie bei Maglor und Maedhros im Sattel zum Amon Ereb ritten, saß der Schreck noch zu tief und sie hatten zu viel Angst vor den großen Elbenkriegern gehabt. Zwar hatten die beiden ihnen versichert hatten, dass sie ihnen nichts Böses wollten – dies änderte jedoch nichts daran, dass die beiden Jungen gerade mitangesehen hatten, wie sie mit ihren Soldaten ihre Stadt in ein blutiges Schlachtfeld verwandelt hatten. Und später hatte sich keiner der beiden getraut den Frieden durch eine Frage nach jener Nacht zu gefährden. Bis gerade eben. Offenbar hatte Elros‘ sich ein Herz gefasst und beschlossen ihr Schweigen zu brechen.
Unwohl räusperte sich Maglor. „Wir hatten gehofft, dass ihr älter wärt, wenn ihr uns diese Frage stellt, doch ihr habt ein Recht auf die Wahrheit. Aber es ist eine lange, traurige Geschichte. Es ist besser sie zu singen als von ihr zu sprechen.“ Fragend sah er die Brüder an – als würde er um Erlaubnis bitten. Als Elrond und Elros zustimmend nickten, stand Maglor auf, ging hinüber zu seinem Pferd und löste seine Leier von der Satteltasche. Er setzte sich zurück zu den dreien ins Gras, schloss die Augen und begann zu spielen.

Er sang vom Frieden Valinors und der blendenden Schönheit der Silmaril, von Morgoth‘ Intrigen und der Ermordung Finwës, von der Verdunklung der Welt und von Feanors Hybris, vom Raub der Silmaril und dem Eid, von Blut, Feuer und Brudermord.
Elrond war, als ließe ihn die Musik das Feuer in Aqualondë und die kämpfenden Elben sehen. Es war, als hörte er das Klirren der Schwerter und die Schreie der Sterbenden. Dumpf schienen die brennenden Worte des Eides in seinem Bewusstsein nachzuhallen. Die Flammen vor seinem inneren Auge veränderten sich und mit einem Mal kamen ihm die brennenden Gebäude bekannt vor. Er sah den großen Leuchtturm Sirions, den Marktplatz, über den fliehende Elben rannten, herabstürzende Balken, Männer mit Schwertern…

Als Maglor mit den letzten, ausklingenden Akkorden das Lied beendete und die Augen öffnete, war es still. Die Vögel hatten ihren Gesang eingestellt und selbst das geschäftige Summen der Bienen war verstummt. Maedhros Blick hart und verschlossen, den beiden Kindern jedoch liefen stille Tränen über die Wangen. Elrond sah, wie Maglor bei ihrem Anblick erschrak.
„Oh Elbereth, das hätte ich nicht tun sollen“, flüsterte er und verbarg sein Gesicht in den Händen, „Ich elender Narr“, murmelte er zu sich selbst. Hilflos sah er die beiden Kinder an und Elrond wusste, dass er sie gerne in den Arm nehmen würde, es aber angesichts der Situation nicht wagte.
Trotzig wischte sich Elros die Tränen ab. „Ihr habt also angegriffen, weil ihr diesen Stein haben wolltet?“
„Und weil ihr Eurem Vater und Manwë und Varda und Eru einen Eid geschworen habt“, fügte Elrond fragend hinzu.
Maglor blickt zu Maedhros. „Ja“, sagte der Ältere schlicht.
„Warum habt ihr nicht einfach gefragt, ob ihr den Stein – das Silmaril, haben dürft? Wenn er doch eigentlich eurem Vater gehört hat und ihr doch so einen wichtigen Eid geschworen habt, wegen dem schon so viele Elben gestorben sind, dann hätte Naneth ihn doch bestimmt hergegeben“, sagte Elrond.
„Wir hatten gefragt“, sagte Maedhros verbittert.
„Weißt du, Elrond“, seufzte Maglor, „die Silmaril sind wunderschön und sehr mächtig. Wenn man einmal einen Blick auf sie geworfen hat, will man sie nie wieder hergeben. Sie ziehen einen in ihren Bann. Und die Großeltern deiner Mutter haben sehr, sehr viel aufs Spiel gesetzt, um ihn von Morgoth zurückzuholen. Deswegen wollte sie ihn nicht hergeben.“
Nachdenklich schaute Elrond auf seinen Bruder, der wieder dazu übergegangen war Gras zu zerrupfen.
„Was ist wirklich mit unserer Mutter passiert? Habt ihr sie umgebracht?“
„Nein“, sagte Maedhros ernst, „Wir haben sie nicht umgebracht.“
„Aber warum hat sie uns dann alleine gelassen?“
„Sie wollte nicht, dass ihr Silmaril in unsere Hände fällt und hat sich von einer Klippe ins Meer gestürzt. Wir haben euch keine Lüge erzählt. Ich habe es zwar nicht selbst gesehen, aber es gibt genügend Augenzeugen, die schwören, dass sich eine riesige Gestalt aus dem Wasser erhob, sie in ihrem Fall aufhob und in eine Möwe verwandelte, die in Richtung Westen davon flog. Wir wissen nicht, ob sie jemals dort ankam, vielleicht hat sie auf See euren Vater gefunden und die beiden sind noch immer gemeinsam auf der Suche nach einer Durchfahrt nach Aman. Aber ich bin mir sicher, dass sie nicht tot ist. Ulmo hat beschlossen sie in dieser Nacht zu retten und das tat er bestimmt nicht grundlos.“
„Unsere Mutter ist eine Möwe?“, fragte Elros mit großen Augen.
„Und sie ist einfach gesprungen? Wegen eines Steines?“, Elrond sprach es nicht aus, aber er sah in Maglors Blick, dass dieser den unausgesprochenen Vorwurf herausgehört hatte.
„Wenn sie nicht gesprungen wäre, hätten wir sie wahrscheinlich umgebracht, Elrond“, sagte er traurig. „Und wenn nicht wir, dann einer unserer Soldaten. Elwing brachte den Silmaril außerhalb unserer Reichweite und das ist der Grund, weshalb ihr beide noch am Leben seid. Unser Eid-“, Maglors Stimme brach ab.
„Unser Eid nötigt uns jeden der zwischen uns und den Silmaril steht aus dem Weg zu räumen… ob Elb oder Mensch oder Zwerg… oder Kind“, beendete Maedhros den Satz seines Bruders.
Für eine Weile herrschte Schweigen.
„Und warum habt ihr uns mitgenommen?“, fragte Elros schließlich. Maglor sah ihn traurig an. Erinnert Ihr euch noch daran, als ihr mich das erste Mal saht?“ Elrond nickte eifrig: „Ja, das war in der großen Halle ganz oben im Lichterturm. Wir hatten uns in einer Nische hinter dem Wandbehang mit den Schwänen versteckt. Überall lagen tote Elben auf dem Boden. Du bist durch die Tür gekommen, und bist vor zwei Leichen auf die Knie gefallen. Die waren wie wir. Zwillinge.“
Maglor schloss für einen Moment die Augen und schluckte angestrengt.
Das waren Amras und Amrod, die letzten unserer Brüder. Als ihr beide aus eurem Versteck kamt und du versucht hast mich zu trösten, war es als hätten euch die Valar gerade in diesem Moment gesandt. Ihr wart nur zwei Kinder… wir konnten Euch nicht einfach in den Ruinen zurücklassen.“
„Und ich hatte noch eine Schuld zu begleichen“, fügte Maedhros abwesend hinzu.
„Was für eine Schuld?“, bohrte Elros nach.
„Das ist eine Geschichte für ein andermal“, sagte Maglor und warf seinem Bruder einen strafenden Blick zu.


~✧~

Sie ritten schweigend zurück. Die Leichtigkeit mit der sie am Morgen aufgebrochen waren, war verschwunden. Als Elrond an diesem Abend in einen unruhigen Schlaf fiel, träumte er von einer strahlenden Möwe, von Blut, Feuer und Geschrei, von einer Frau, die ihr Gesicht an der Brust eines weinenden Mannes verborgen hatte, und von Männern mit riesenhaften Schwertern, die auf ihn gerichtet waren. Er sah einen Saal, dessen Marmorboden rot gefärbt war und tote Krieger, die ihn mit leerem Blick anstarrten. Mit einem Schrei schreckte er aus seinem Albtraum. Schwer atmend und schweißüberströmt richtete er sich auf und Tränen liefen ihm über die Wangen. Plötzlich öffnete sich die Tür zu seinem Zimmer und ein besorgter Maglor betrat den Raum. Als er Elronds aufgeschreckte Miene sah, kniete er sich zu ihm auf das Bett, nahm ihn in den Arm und begann beruhigend zu summen. Elrond spürte wie der Schreck des Albtraums verschwand und er kuschelte sich an den großen Elb. Mit einem Mal fühlte er sich sicher und die Melodie des Wiegenlieds, das Maglor summte, ließ ihn in einen ruhigen Schlaf gleiten.


Ohne es zu merken, war Elrond von der Noldolante zur Melodie von Maglors Wiegenlied übergegangen, und er fügte die Worte hinzu, die er selbst gedichtet hatte. Er sang von Geborgenheit. Vom Knistern des Kaminfeuers und dem Klang der Harfe. Von starken Armen, die ein Kind in den Schlaf wiegten.
Und von der Liebe eines Vaters.
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