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Gefährliche Freunde

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
29.08.2021
17.10.2021
42
63.145
1
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
1 Review
 
06.10.2021 1.488
 
Nené hing bereits mehr auf ihrem Stuhl als das sie sass. Sayo und Julius kamen schließlich zurück zu ihr. Sayo klatschte ihr Wasser ins Gesicht. „Hey hier wird nicht geschlafen. Hast du keinen stolz? Wärst du doch mehr wie dein Vater. Er ist nicht so ein weichei wie du. Du bist bei dieser Lilly aufgewachsen oder? Dieses schäbige weibstück. Du hättest nie existieren dürfen. Bist eine richtige Schande. Warum bist du nicht einfach bei deiner Mutter geblieben? Wieso dieser bastard Etsuya? Hättest du mal lieber die Finger von ihm gelassen." „Warum bin ich überhaupt hier? Was wollt ihr denn von mir?" „Du bist hier weil Etsuya dann endlich hier auftauchen wird. Du bist ein Lockvogel. Anders bekomme ich ihn scheinbar einfach nicht. Und ich weiß ja wie nah ihr beide euch mittlerweile steht." „Aber wieso tut ihr mir dann so weh? Glaubt ihr etwa im Ernst das Etsuya herkommen wird wenn ihr mich umbringt?" Fragte Nené jetzt verzweifelt. Sie hoffte das Eizan nicht herkommen wird. Er würde direkt in sein Verderben laufen. Und das konnte Nené einfach nicht zulassen. Sie musste ihn schützen. Egal was er getan hat, Nené war so unglaublich verliebt in ihn. Eizan durfte auf gar keinen Fall seinem Vater begegnen. „Das ist einfach nur etwas Spaß an der Sache. Wir müssen uns schließlich die Zeit etwas vertreiben bis er hier ist. Du bist so ein leichtes Opfer Nené Kinokuni." Antwortete Sayo ihr. „Bitte tötet mich, aber lasst Etsuya in Ruhe. Er ist ihr Sohn. Was ist bloß falsch mit Ihnen?" Schrie Nené ihn an und konnte es einfach nicht verstehen wie er so etwas tun kann. Familie schien ihm völlig egal zu sein. „Aber das wäre ja nicht das was wir möchten. Du bist wirklich nur Mittel zum Zweck. Nur deshalb lebst du überhaupt noch. Jetzt gib endlich Ruhe. Denn ich habe noch einige Telefonate zu erledigen." Sagte Sayo und verband ihr denn Mund. Nené war völlig hilflos und schwer verletzt. Sie ließ sich jetzt niedergeschlagen und hoffnungslos auf denn Boden sinken. Lehnte sich gegen die Wand. So ertrug sie es auch etwas besser. Konnte für kurze Zeit ihre Schmerzen vergessen. Nené war jetzt wieder in völliger Dunkelheit alleine mit sich. Zum Glück war dieser schmierlappen Julius ebenfalls jetzt nicht mehr hier. Sie wurde langsam müde. Nené musste lächeln als sie wieder an ein Erlebnis mit Etsuya dachte, kurz nachdem sie sich kennen gelernt haben.
Vor 8 Jahren
Etsuya war jetzt 10 Jahre alt. Hatte Nené erst vor ein paar Wochen kennen gelernt. Etsuya war gestern wieder nachts durch das Gebäude gelaufen. Heute war für ihn ein sehr guter Tag. Denn Eizan hatte einen sehr erfolgreichen Schultag hinter sich. Dann war er zum Sportunterricht gegangen. Das mochte er immer am liebsten. Denn da war er in seinem Element. Eizan war im Sport nämlich verdammt gut. Das hieß er konnte die anderen Jungs schikanieren. Das war sein absolutes hobby geworden seid er hier einfach abgeschoben wurde. Er beleidigte die anderen und warf besonders hart mit dem Ball. Lachte die weinenden Kinder aus wenn er ihnen weh getan hatte. Triumphierend stand er in der Halle wie ein König. „Hey Etsuya. Komm bitte mal her." Sagte der Sportlehrer genervt zu ihm. „Ich verstehe ja das du enttäuscht bist weil du hier sein musst. Du möchtest eigentlich gar nicht oder? Sei bitte ganz ehrlich zu mir." Etsuya dachte kurz nach. Dann schüttelte er traurig denn Kopf. Der Lehrer nahm ihn in denn arm. „Das ist völlig in Ordnung kleiner. Niemand wird böse auf dich sein weil du nicht hier sein möchtest. Du bist immer noch ein Kind. Aber du darfst deine Wut nicht an anderen Kindern auslassen. Sie können nämlich auch nichts dafür. Also hör bitte auf immer denn anderen Jungs weh zu tun. Sind wir uns da einig? Und jetzt darfst du dich für heute umziehen und in dein Zimmer gehen. Ich glaube die anderen möchten heute nicht mehr mit dir spielen." Meinte der Sportlehrer. Noch trauriger zog sich Eizan um und setzte sich einsam auf eine Schaukel. Als er plötzlich rufe hörte die ihm nur zu bekannt waren. Sein Gesicht hellte sich auf. Es war dieses kleine Mädchen Nené. Als er vergeblich einige Minuten gewartet hatte, ging er nachsehen. Warum kam sie nicht zu ihm? Dann sah er wie sie auf einem Baum fest saß. Erst musste Eizan wieder lachen. Aber Nené sah so verzweifelt aus, so ängstlich. Dann war sie noch so winzig und hilflos. Was wenn einer der Lehrer sie hier fand? Das würde ein Riesen Theater geben und womöglich würde er die kleine nie wieder sehen. Also lief er zu dem Baum. „Was machst du denn da oben? Du weißt doch das du da nicht hoch darfst. Jemand könnte dich entdecken Nené." Sagte Eizan. „Ich habe gesehen wie gemein du bist zu denn anderen. Du bist böse. Ich habe jetzt Angst vor dir und möchte nicht mehr mit dir spielen. Da habe ich mich hier versteckt und komme nicht mehr runter." Eizan wurde plötzlich sehr traurig. Er war wütend darauf hier sein zu müssen. Aber er wollte doch nicht das Nené Angst vor ihm hat. Eizan wollte doch trotzdem noch weiterhin mit ihr spielen. Aber irgendwie musste er ihr jetzt helfen. Einen erwachsenen durfte er nicht rufen. Dann wäre Nené bestraft worden und dürfte nie wieder hierher. Er überlegte und sah sich denn Baum genauer an. Nené begann vor Angst schon leise zu weinen. Sie war noch so klein. Dann kletterte Eizan nach oben. Bis er bei ihr war. „Nené bitte habe keine Angst. Ich werde dir nie weh tun. Gib mir deine Hand und vertrau mir. Ich zeige dir dann wie du klettern musst." Erst zögerte Nené. Reichte Eizan dann allerdings tatsächlich ihre kleine Hand. Für Eizan war Nené wirklich eine Puppe. Er lächelte sie an und zusammen schafften sie es von dem hohen Baum zu kommen. „Danke Etsuya." Schluchzte Nené und umarmte ihn dankbar. Dann hörte sie ihre Mutter vom Gästehaus nach ihr rufen. Schnell lief Nené in die Arme ihrer Mutter. „Ach Nené da bist du ja. Immer musst du dich rumtreiben." Lächelte Lilly sie an und lachend hüpfte sie neben ihrer Mutter ins Haus. Eizan blieb traurig ganz alleine zurück. Setzte sich unter dem Baum. Dann kam Nené zurück. Mit Keksen. „Schau mal Etsuya. Die hat Lilly gebacken. Ich habe zwar erst in ein paar Tagen Geburtstag, aber ich durfte sie jetzt schon essen weil sie bis dahin nicht mehr schmecken. Sagt meine Mama." Sagte Nené und reichte ihm welche. Eizan strahlte vor Glück. Er durfte ja nie so etwas essen. Schon gar nicht mit soviel Mutterliebe gemacht wie von Lilly. So saßen beide unter dem Baum und aßen Kekse. Sie waren für Eizan der Himmel auf Erden. „Nené darf ich denn auch zu deinem 9 Geburtstag kommen? Ich war noch nie bei einem Geburtstag." Nené sah jetzt ganz traurig aus. „Ja natürlich. Ich würde mich freuen. Es ist ja schlimm das du noch nie auf einem Geburtstag warst." „Danke Nene du bist so wahnsinnig lieb zu mir." Lächelte Eizan. Dann rief wieder ihre Mutter und Nené lief schnell wieder zurück.
Nené wusste das sie jetzt stark sein musste. Sie musste hier irgendwie fliehen bevor Eizan hier sein wird. Nené durfte ihn nicht in Gefahr bringen. Er hatte sie so oft gerettet. Jetzt war es an Nené ihn zu beschützen. Sie war noch immer alleine im Dunkeln. Hatte ein wenig Angst durch die Fässer um sich. Nené musste ziemlich aufpassen. Sie dachte an das Training mit Lennox. Eine Sache mit der wohl auch Eizan seinem Peiniger entkommen war. Die Fesseln waren nicht besonders dick, sondern fest. Sie war in einer abgelegenen alten Halle. Sie hatte nur ein Problem, Nené konnte nichts sehen. Sie rollte sich voller Schmerz durch die Halle. Musste immer wieder halt machen. Aber irgendwann spürte sie die Tonnen. Sie versuchte aufzustehen. Suchte eine scharfe Kante. Hatte endlich eine gefunden. Daran rieb sie ihre Fesseln. Und tatsächlich. Nach ein paar Minuten war sie frei. Dann plötzlich hörte sie wie Julius sich ihr wieder näherte. Das Licht anmachte. Nené tat schnell so als wenn sie noch gefesselt wäre. Sie konnte ihre Beine noch nicht frei machen. Julius fiel natürlich darauf rein. Er ging mit einer Eisenstange auf Nené los. Schnell rollte sich Nené zur Seite. Julius fiel kopfüber und verletzte sich mit dem Kopf am Fass. War bewusstlos. Nené hätte ihn jetzt einfach umbringen können für das was er getan hatte. Aber statt dessen schnappte sie sich nur die Stange, öffnete ihre Fesseln und rannte los. Dieser idiot hatte nicht nur das Licht angelassen, sondern auch die Tür. Sollte sie allerdings nicht weg sein bevor Sayo kam, wäre sie Tod. So lief sie wieder mal um ihr Leben. So gut es ging mit der Schusswunde. Nach ein paar Metern konnte Nené allerdings nicht mehr. Sie fiel zu Boden.
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