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Ungewöhnlicher Beobachter

von Laila
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
26.08.2021
26.08.2021
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Hallo zusammen,

hier kommt mein Beitrag zur Wochen-Challenge: https://forum.fanfiktion.de/t/65883/1
Die Vorgabe:
Kalenderwoche 34: von MiraMiracle
Du weißt nicht, wer das ist, aber es gibt da diese Person, die dir an den verschiedensten Orten über den Weg läuft und die dich immer grüßt.


Viel Spaß beim Lesen.
Viel Dank an Nina Winchester fürs Betalesen.

Ungewöhnlicher Beobachter

Da war er schon wieder. Dieser Mann mit den kurzen dunklen Haaren.
Nervös sah sich Kai um.
Dieser Mann war fast immer da. Wenn er spazieren ging oder vom Einkaufen kam. Dort war immer er. Sicher, er grüßte höflich und nickte.
Aber viel mehr war noch nicht passiert.
Wer war das?
So langsam bekam Kai es mit der Angst zu tun. Zumal er immer da war.
Ein Gespräch hatte es noch nie gegeben. Nur ein Nicken oder der andere hatte die Hand gehoben.
Zaghaft machte sich Kai auf den Weg in den Garten. Er hatte seiner Mutter versprochen zu gießen.
Den Garten sollte der Andere nicht kennen, da dürfte er ihn nicht treffen, oder?

Kai atmete tief durch, rückte seine Sonnenbrille zurecht und ging los.
Der Garten lag nicht weit entfernt und der junge Mann genoss die Sonne und die warme Luft. Es war ein guter Ausgleich zu seinem Bürojob.
Im Garten angekommen, atmete Kai tief durch. Routiniert kümmerte er sich im die Pflanzen und goss alles und nahm einige Tomaten ab.
„Vielleicht habe ich heute doch mal Glück“, sagte er.
Pfeifend kümmerte er sich um den Rest und machte sich auf den Weg nach Hause.
Kurz vor seinem Haus, sah er ihn. Der Mann stand im Schatten eines alten Apfelbaumes und sah ihn an. Wieder nickte er ihm zu und lächelte.
Kai blieb wie erstarrt stehen. Sein Herz raste.
Der Fremde machte einige Schritt auf ihn zu und nahm seine Sonnenbrille ab.
„Hallo“, sagte dieser.
Kai schluckte heftig und wäre am liebsten geflohen, aber dann straffte er die Schultern.
„Wer sind Sie? Warum verfolgen Sie mich? Lassen Sie das oder ich rufe die Polizei“, gab er zurück.
Seine Stimme zitterte leicht und der Fremde neigte den Kopf.
Er war vielleicht so alt wie er, Mitte zwanzig mit braunen Haaren und grauen Augen.
>Der sieht mir ähnlich <, dachte er.
Erschrocken wollte er zurückweichen.
„Ich bin Christian und dein Halbbruder. Sorry, ich wollte dich nicht erschrecken. Aber ich war mir nicht sicher, ob du es wirklich bist und wie ich dich ansprechen soll. Ich wollte dich nicht so überfallen“, erklärte dieser.
„Halbbruder?“, echote Kai.
Der andere zuckte die Schultern und sah ihn unsicher an.
„Ja genau. Ich kann es dir auch erklären. Wir haben den gleichen Vater. Deine Mum weiß auch schon Bescheid“, sagte Christian.
Wie betäubt nickte Kai.
„Wollen wir einen Kaffee trinken? Ich lade dich ein. Gerne auch draußen, falls du Angst hast“, setzt er noch hinzu.
In den grauen Augen flackerte es und Kai nickte.
„Dann lass und Kaffee trinken und ich will alles über meinen Bruder wissen.“
Damit folgte Kai seinem Bruder.

ENDE
 
 
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