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You'll Be Mine

von TaniSuwa
GeschichteDrama, Erotik / P18 / Mix
Alastor Charlie Magne
24.08.2021
15.09.2021
4
14.525
2
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4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
15.09.2021 4.945
 

Ich habe dieses Kapitel tatsächlich ohne Absicht gelöscht und musste es neu Schreiben, war ich sauer!
Aber nun geht es für Charlie nach langer Zeit mal wieder auf einen Ball und es wird anders laufen, als sie es sich erhofft hatte, denn langsam wird Alastor doch etwas ungeduldig mit seiner Auserwählten!

***

Charlie singt, Alastor singt, Beide singen


Charlie starrte ihr Spiegelbild an. Was sollte sie nur aus sich machen? Früher war es ihr leichter gefallen sich für einen Ball zurecht zu machen, aber nun? Wie lange war sie schon nicht mehr auf einem gewesen? Zwar hatte sich die Lage zwischen ihren Eltern und ihr entspannt, aber die Blonde wich solchen Festivitäten mit ihnen weiterhin aus. Doch so ein Maskenball war schon etwas, auf das sie auch wirklich Lust hatte. Durch die Maske würde man sie vielleicht auch nicht zu schnell erkennen und wer vermutete sie schon als Begleitung des Radiodämons? Sie seufzte.
Gut...vielleicht mehr Leute als sie wollte, immerhin war bekannt dass er ihr Geschäftspartner war und dies würde wohl die Gerüchteküche gut ankurbeln. Etwas was sie eigentlich nicht gebrauchen könnte, aber auf der anderen Seite, redeten sie hier von Alastor. Kein Dämon oder Dämonin hatte es bis jetzt geschafft seine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Auch wenn er mit Mimzy und Rosie befreundet war, lag es mehr daran dass man sich wohl aus Lebzeiten kannte. Warum sollte also grade sie diejenige sein, welche ihn in irgendeiner Form beeindruckte, auch wenn ihr Succubus dies anders sah.
Irgendwie beruhigte Charlie dieser Gedanke. Vielleicht hatte sie sich ja sogar umsonst Sorgen gemacht, aber sie würde dennoch versuchen Vorsichtig zu sein.
Doch heute stand der Spaß im Vordergrund! Langsam steckte sich die Prinzessin die blonden Haare zu einer lockeren Hochstechfrisur zusammen, setzte sich schwarze Haarnadeln mit schwarzen Perlen in die Frisur. Lippenstift benötigte sie bei ihren schwarzen Lippen nicht, dafür gab es grauen Lidschatten.
Charlie holte aus der Schublade ihres Schminktisches eine Schachtel und öffnete diese. Darein befand sich ein Schmuckset aus Palladium und Obsidian. Langsam steckte sie sich die dezenten aber hochwertigen Ohrringe an, betrachtete sich kurz in dem Spiegel und stand auf. Den Rest würde sie anlegen, nachdem sie in ihrem Kleid war. Ihr Blick schweifte über dieses. Es hatte eine anthrazitfarbene Korsage aus Spitze, welche ab der Hälfte langsam abschwächte und sich danach nur noch einzeln auf dem pompösen pfirsichfarbenen Rockteil aus Tüll zeigte. Träger hatte es keine, aber es gab passend dazu ebenso anthrazitfarbene Spitzenhandschuhe, welche ihr bis zu den Oberarmen reichten. Sie nahm es an sich und stieg langsam hinein. Es war ein Überbleibsel aus Zeiten, in denen sie noch im Palast wohnte. Nie hatte es auch nur die Chance gehabt, auf einer Feier zu glänzen, doch heute war dieser Tag gekommen. Tatsächlich war es sogar ein Maßgeschneidertes Werk von Rosie selbst, bei der auch ihre Mutter sich ihre Kleider schneidern lies, denn niemand in der Hölle konnte der Grauhaarigen in dieser Hinsicht das Wasser reichen.
Charlie band sich hinten die Korsage zu, sah dabei nachdenklich in den Spiegel. Alleine war dies etwas kompliziert und Razzle und Dazzle waren leider derzeit nicht da um ihr hierbei zu helfen, doch nach einigen Anläufen saß alles. Kurz noch die Brüste in Position gerückt, ging sie wieder zu ihrem Schminktisch. Dann legte sie sich das Collier an, zog die Handschuhe über und stieg in ihre schlichten schwarzen Pumps. Ein letzter Blick in den Spiegel, sich um sich selbst drehen und die Frisur und Make Up überprüfend, war sie zufrieden mit ihrem Erscheinungsbild. Sie nahm ihre Maske, welche aus schwarzen Samt und einigen Perlenverzierungen an den Rändern bestand, wie auch ihre, in den selben Materialien gehaltenen, Clutchhandtasche in die Hand und verließ nun ihr Zimmer. Etwas nervös strich sie sich eine Strähne aus dem Gesicht, seufzte ein letztes Mal und nahm den Fahrstuhl nach unten. Im Grunde war sie viel zu früh dran, doch länger im Zimmer warten, wollte sie ebenso wenig. Selten lief sie in Kleidern herum und noch viel seltener in einem solchen, weswegen einige Gäste sich positiv Überrascht zeigten und der jungen Prinzessin sogar Komplimente aussprachen. Charlie kicherte und bedankte sich heiter bei den Anwesenden, als Amy an sie heran trat.
Die Rabendämonin bat sie auf ein Wort und sie gingen in eine ruhigere Ecke.
„Charlie, bist du sicher, dass es eine so schlaue Idee ist mit Alastor aus zu gehen? Ich meine...es ist irgendwie...“
Wie sollte sie ihr dies umschreiben ohne ihr direkt zu sagen dass der Hirschdämon etwas im Schilde führte?
„...seltsam?“
Doch dann sah sie den sanften Blick der Prinzessin.
„Es ist eines der unvernünftigsten Dinge die ich je in meinem Leben getan habe.“
Sprach die Blonde und die Augen der anderen Frau weiteten sich. Sie wusste von der Gefahr, ging aber dennoch auf diese ein? Was tat sie da?
„Aber, Amy... Ich möchte einfach mal wieder einen Abend frei sein.“
„Frei?“
„Ja. Ich habe diesen Abend keinerlei Verpflichtungen. Kann tanzen, lachen, singen und sehe mal wieder etwas anderes als das Hotel, werde vielleicht sogar kaum daran denken. Es wird fast so sein wie damals, als ich noch im Palast gelebt habe. Nenn mich egoistisch, aber nach einem solchen Abend habe ich mich schon lange wieder gesehnt.“
Auch wenn sie dies erst bemerkt hatte, nachdem Alastor sie eingeladen hatte.
„Charlie, ich würde dich nie egoistisch nennen! Es ist nur... wir machen uns ein wenig sorgen weil Alastor derzeit so viel um dich herum ist.“
Sie spürte die Hand der Blonden auf ihrer Schulter und sah sie immer verwirrter an.
„Ich weiß, dass du dir nur sorgen machst, Amy, und ich danke dir dafür. Sehr sogar.“
Die Weißhaarige seufzte resignierend und legte nun ihre Hand auf die der Prinzessin.
„Pass bitte auf dich auf, ich habe ein ung....“
„Charlotte?“
Unterbrach eine Stimme Amy und beide Damen drehten sich in dessen Richtung.
Alastor stand vor ihnen. Die Arme elegant nach hinten auf den Rücken liegend, schwarzer Smoking, Schuhe, Weißes Hemd und Handschuhe so wie eine silberne Weste und Fliege. Seine Haare wieder schick nach hinten mit Zopf.
„Oh wie wunderschön du aussieht, Prinzessin! Eine wahre Augenweide! Niemand wird dir heute Abend Konkurrenz bieten können, Schatz.“
Amy verdrehte die Augen bei seinen Gesülze und musste weg sehen, als er die Hand der Prinzessin nahm, sich nach vorne neigte und ihr einen Kuss auf die Knöchel gab.
Diese ekelhafte Masche, nervte sie und wie er Charlie für seine Pläne ausnutzen wollte. Amy verstand durchaus was Charlie gemeint hatte, aber war dies die Gefahr wert, in der sie sich begab, obwohl sie wusste dass es unklug war ihm so zu vertrauen? Hilflos sah sie zu, wie er die Blonde an sich zog, ein Liedchen summte und ein paar Schritte mit ihr tanzte, während Charlie, naiv wie eh und je, lachte, ihn fröhlich an sah. Genervt ging sie zu Husk an die Rezeption, beobachtete Beide wie sie scherzten, Alastor Charlie ein schwarzes Pelzjäckchen herbei zauberte, sie sich von den Anwesenden knapp verabschiedeten und hinaus gingen. Amy blies sich ihren Seitenpony aus dem Gesicht und verschränkte die Arme.
„Nun wird die Kacke wohl an dampfen sein...“
Murmelte Husk ihr zu. Von Amy selbst kam nur ein nicken.
„Und wie die das wird....“
„Nun, am ende können wir nichts tun, waren wir nicht selbst dumm genug uns auf ihn ein zu lassen?“
„Ich hasse es wenn du recht hast.“
„Lass uns in die Bar gehen...ich mix und ein paar Drinks.“
Ohne weiter darauf zu antworten, folgte sie dem Kater. Was würden nun für Zeiten auf sie zukommen? Nun, vielleicht würden sie nicht viel davon mit bekommen, aber Charlie und niemand würde ihr helfen können.



Charlies Augen glitten durch den Saal. Fast jeder der etwas auf sich hielt war hier. Fast jeder? Ja, fast. Ihre Eltern waren nicht hier, genau so wenig wie die Van Eldrichs, zumindest sah sie keinen dieser unter irgendeiner Maske, aber dies war für sie nur Positiv. Einige Dämonen drehten sich nach ihr um und innerlich fragte sie sich, ob sie ihnen einfach gefiel, oder sie sie erkannten?
Während sie zu dem riesigen Kristallkronleuchter hinauf sah, klammerte sie sich fester an Alastors Arm, welcher sie durch die vielen Körper führte. Der Radiodämon bleib kurz stehen und sah sich um.
„Mh... Ich denke ich weiß wo Rosie ist und sobald wir sie kurz gegrüßt haben, können wir den anderen die Show stehlen mit unseren Tanzfähigkeiten, mein Täubchen.“
Charlie kicherte und lies sich weiter führen als er sich erneut in Bewegung setzte.
„Warum eigentlich 'Täubchen'?“
„Nun...“
Begann er.
„Du versuchst Frieden in diese chaotische Welt zu bringen und ich wette mit dir, dass du als Halbengel wunderschöne weiße Flügel hast, es erinnert mich alles an eine Friedenstaube. Daher der Spitzname.“
Charlie lächelte sanft.
„Ich mag diesen Namen.“
Gestand sie ihm und auch er lächelte ihr mit dem selben Blick kurz entgegen.
„Dann werde ich dich ab jetzt häufiger so nennen, Liebes.“
Sie kämpften sich weiter vor, doch am Buffet fand Alastor seine Ziehmutter endlich und ging mit der Prinzessin zu ihr. Ja, auch unter einer Maske würde er die große schlanke Dämonin überall erkennen, nicht zuletzt wegen der riesigen Hüte, die diese immer trug.
Auch die Ältere erkannte ihren Schützling sofort und grinste breiter.
„Alastor, mein Lieber, schön dass du auch endlich mal kommen konntest. Wen hast du uns den da hübsches mit gebracht.“
Fragte die Grauhaarige und musterte Charlie eine weile, doch ehe sie sprechen konnte, sprach auch schon der Radiodämon.
„Royalen Besuch, Rosie, Prinzessin Charlotte höchst persönlich.“
„Welch eine Ehre! Ich wusste doch dass dieses Kleid mir bekannt vor kommt.“
Charlie lächelte zaghaft.
„Es hat geduldig auf seinen Einsatz gewartet.“
Rosie musterte die Blonde eine weile.
„Charlotte? Dreh dich doch einmal.“
Verwirrt über die Forderung der Größeren, tat die Prinzessin was von ihr verlangt würde und Rosie lächelte.
„Einfach Wunderschön, du wirst deiner Mutter immer ähnlicher, Prinzessin.“
„Ich danke Ihnen, Miss Rosie.“
Ja, diese Aussage machte die Blonde mehr als glücklich, denn das meiste hatte sie optisch von ihrem Vater geerbt, doch dann winkte Rosie an.
„Papperlapapp, das 'Sie/ Ihnen' was auch immer lassen wir mal schön weg, Kindchen.“
Rief die Größere aus. Alastor gluckste amüsiert bei Charlies verblüfften Gesichtsausdruck.
„J-Ja, natürlich. Entschuldigung.
Kam es von der Blonden doch ehe Rosie etwas sagen konnte, mischte sich Alastor ein.
„Charlotte, mein Täubchen, lass uns endlich tanzen gehen, damit dieses Parkett endlich vernünftige Tänzer sieht!“
„Das ist Granit, du Idiot!“
Rief Rosie ihm noch nach als er mit seiner Begleitung auf die Tanzfläche ging.
Rosie beobachtete die Beiden ganz genau. Eigentlich wären sie ein schönes Paar, zumindest passten sie auf eine seltsame Art und Weise zusammen. Der böse Voodoomeister und die naive Prinzessin, die gemeinsame Interessen teilten. Fast wie aus einem schlechten Film oder Märchen.
Aber ob es ein Happy End hier geben würde? Wer wusste es schon.
Charlie genoss diesen Abend einfach. Sie lächelte die gesamte Zeit über, tanzte ausgelassen mit dem Radiodämon und vergaß alle sorgen, welche in ihr ruhten, selbst ihren Succubus, der sehr ruhig war.
Doch irgendwann gingen sie gemeinsam an dir frische Luft in den üppigen Garten. Beide hatten sie ein Glas guten Wein in der Hand und die Prinzessin atmete einmal tief ein und aus, sah danach auf das Pentagramm, welches den Himmel der Hölle zierte.
Sie fühlte sich gut, ja, sogar noch entspannter als an ihrem freien Tag.
„Ist alles in Ordnung, Liebes.“
Sie Kicherte bei der Frage des Hirschdämons und nickte.
„Ja, alles ist perfekt. Al? Ich danke dir, für alles. Es ist so lange her, dass ich mich so ausgeglichen und entspannt gefühlt habe.“
„Nun, Charlotte...“
Der Rote hob sein Glas.
„Lass uns doch darauf anstoßen und darauf das der Abend noch lange geht.“
„Einverstanden!“
So stießen sie mit klirrenden Gläsern an. Alastor stellte seines auf einen kleinen Gartentisch ab, nach dem er einen Schluck getrunken hatte.
„Mh, wusstest du dass es eine Herausforderung ist auf unebenen Boden zu Tanzen?“
„Du meinst wie dieser Kiesweg und der Rasen?“
„Richtig.“
An ihrem Grinsen sah er, dass sie seine Anspielung verstand und in ihren Augen funkelte wieder dieser Ehrgeiz, den er bei ihr immer mal wieder sah.
„Lass uns hier Tanzen!“
„Und ein kleines Liedchen singen.“
„Ganz genau!“
Auch Charlie stellte ihr Glas ab.

This world can hurt you
It cuts you deep and leaves a scar
Things fall apart, but nothing breaks like a heart
And nothing breaks like a heart


I heard you on the phone last night
We live and die by pretty lies
You know it, oh, we both know it
These silver bullet cigarettes
This burning house, there's nothing left
It's smoking,   we both know it
We got all night to fall in love
But just like that we fall apart
We're broken, we're broken

Beide sahen sich tief in die Augen. Für Alastor war es immer wieder erstaunlich wie problemlos er mit der Prinzessin tanzen konnte, als wenn sie zusammen seit Anbeginn der Zeit nie etwas anderes getan hatten.

Mmm, well nothing, nothing, nothing gon' save us now

Bei jeden weiteren „nothing“ wirbelten sie zusammen umher, hielten dem schnellen Schritt des anderen mühelos stand.

Well, there's broken silence
By thunder crashing in the dark

Crash in the dark
And this broken record
Spin endless circles in the bar
Spin 'round in the bar

This world can hurt you
It cuts you deep and leaves a scar
Things fall apart, but nothing breaks like a heart
Mhmm, and nothing breaks like a heart


Charlie klammerte sich fest an ihn, lies keinen Moment nach während sie über die Fläche des Garten tanzten, oh, wie sehr sie sich wünschte niemals mehr aufhören zu müssen. Es war ihr Element und nie zuvor hatte sie so einen wundervollen Tanzpartner gehabt wie jetzt. Sie genoss jeden Tanz mit ihm, schon seit er in das Hotel zog und ihre Stimmen harmonierten so perfekt miteinander

We'll leave each other cold as ice
And high and dry, the desert wind
Is blowing,
is blowing
Remember what you said to me?
We were drunk in love in Tennessee
And I hold it, we both know it

Mmm, nothing, nothing, nothing gon' save us now
Nothing, nothing, nothing gon' save us now
Well, there's broken silence
By thunder crashing in the dark
Crash in the dark
And this broken record
Spin endless circles in the bar

Spin 'round in the bar
This world can hurt you
It cuts you deep and leaves a scar
Things fall apart, but nothing breaks like a heart
Mhmm, and nothing breaks like a heart
Nothing breaks like a heart
Mhmm, and nothing breaks like a heart


Mit den letzten Fersen wurden sie langsamer, waren beide doch außer Atem und sahen sich einfach nur an, während ihr Atem schneller ging. Doch dann mussten sie Beide kichern.
„Charlotte, ich war lange schon nicht mehr so ausgelaugt nach einem Tanz!“
„Dann hast du wohl immer mit den falschen Leuten getanzt, Al.“
„Es scheint so. Nun, lass uns doch wieder hinein gehen und uns erst einmal am Buffet stärken. Der Abend ist noch lang und es gibt noch viel zu Tanzen.“
Die Blonde stimmte heiter zu und harkte sich in seinen Arm ein, den er ihr reichte.




Charlie kuschelte sich etwas in den Pelz während sie die Straße entlang spazierten.
Gut... zu Fuß nach Hause mit diesen Schuhen nach einem tanzreichen Abend war von ihr nicht unbedingt ihre beste Idee gewesen, aber es rundete zumindest alles ab.
„Liebes? Alles gut bei dir?“
Fragte Alastor sie, als die Prinzessin kurz anhielt und versuchte einen besseren Sitz des Schuhes zu bekommen.
„Äh...ja! Ich glaube nur dass ich morgen nicht mehr laufen kann.“
Gestand sie und er lachte kurz auf.
„Nun, vielleicht solltest du dich kurz ausruhen. Oh, ich hab es!“
Sie sah ihn fragend an.
„Ich habe ganz hier in der nähe mein bescheidenes Heim, wir könnten uns dort einen Augenblick setzen und vielleicht noch ein, zwei Gläschen zusammen trinken, ehe wir zum Hotel gehen. Dann könntest du deine Füße ausruhen.“
Er sah ihren zögernden Blick. Ah, Prinzesschen hatte doch zweifel, aber mittlerweile wusste er welche Knöpfe er bei ihr drücken musste. Sobald sie das Gefühl hatte, ihn irgendwie zu verärgern, würde sie einknicken.
„Natürlich nur wenn du magst. Wir könnten uns auch einfach ein Taxi nehmen, ins Hotel fahren und jeder geht seiner Wege.“
Und da sah er sofort, wie ihr misstrauisches Gesicht fiel. Schnell winkte sie ab, wurde rot und versuchte sofort ihn zu 'besänftigen'.
„Oh, nein! Ich meine, wir können gerne zu dir. Wir sitzen ja nur entspannt zusammen, als..als Geschäftspartner, nicht wahr?“
Sprach sie schnell und sein Grinsen wurde breiter.
„Gewiss doch, nur als Geschäftspartner.“
Nervös strich sie sich eine Strähne aus dem Gesicht, lächelte ihn aber an. Er reichte ihr den Arm und langsam schritten sie voran. Sie saß in der Falle und merkte es nicht einmal. Der Radiodämon führte sie zu seinem Haus. Charlie sah sich dieses an. Irgendwie passte es zu ihm. Es war eher eine kleine Stadtvilla im Stil der Bauten von New Orleans. Auch als sie hinein gelassen wurde, musste sie sich doch etwas umsehen. Es war rustikal und dennoch elegant eingerichtet, hatte etwas gemütliches und passte zu seinem Besitzer. Kurz sah sie zu dem Hirschdämon und dankte ihm als er ihr den Pelz abnahm.Wenn Charlie ehrlich zu sich selbst war, dann fühlte sie sich in diesem Haus verloren. Es war schön und alles, aber irgendwie hatte sie das Gefühl als wenn sich etwas um sie legte. Dennoch lies sie sich von Alastor in sein Wohnzimmer führen. Sie sah auf die vielen Bücherregale, Bilder und auf dem Kamin, welcher er mit einem Fingerschnippen entzündete.
„Setz dich ruhig, Liebes.“
Meinte er lächelnd und öffnete die kleine Minibar. Er nahm zwei Tumbler heraus und füllte diese mit einer bernsteinfarbenen Flüssigkeit.
Charlie erhaschte einen Blick auf das Etikette während sie sich nieder lies, und las 'Rum'.
Gut, Rum mochte sie und die Tatsache, dass er vor ihr die Gläser befüllte, erleichterte sie doch. Sogar noch mehr als er zu ihr ging und sie sich ein Glas aussuchen durfte. Erneut bedankte sich die Prinzessin und hielt es zwischen ihren Händen, während sich der Rote neben sie auf das Sofa setzte.
„Auf diesen schönen Abend, meine Liebe.“
Charlie sah ihn in die Augen, doch dann lächelte sie und stieß mit ihm an. Vielleicht machte sie sich zu viele Gedanken, er hatte schon so oft die Möglichkeit ihr etwas zu tun, hatte es aber nie getan.
Zeitgleich tranken sie und als sie das Glas von ihren Lippen nahm, sah Charlie es überrascht an.
„Das schmeckt Gut! Es hat etwas von Vanille und Zimt.“
Rief sie überrascht.
„Ah, ich dachte mir dass es dir schmecken würde.“
„Ja! Sogar sehr!“
Sie nahm sofort noch einen Schluck und sein Grinsen wurde breiter, je leerer die Gläser wurden.
Die Tatsache das er das Aphrodisiaka selbst zu sich nahm, wahr vielleicht etwas riskant, aber so gewann er das vertrauen der Prinzessin.
Nicht ganz bei der Hälfte angekommen, zeigten sich auch die ersten Wirkungen. Während er weiter sein Pokerface aufsetzte, fächelte die Blonde sich mit der Hand Luft zu.
„Uff...es ist.. ein wenig warm hier drinnen, oder? Ich mach mal ein Fenster etwas auf.“
Sie wartete nicht einmal auf eine Antwort des Größeren und stand langsam auf. Was war das mit einem mal? Süßer Alkohol ging zwar schneller ins Blut, aber normalerweise war sie sehr trinkfest. Sie spürte die Blicke von Alastor in ihrem Nacken. Es war unangenehm, doch etwas anderes Keimte in ihr auf, welches ihr noch unangenehmer war.
„Nicht jetzt...“
Murmelte sie vor sich hin, schnappte nach Luft, als sie dieses randalieren in sich spürte, doch kaum dass sie ihre Hände hinauf zu dem Fenstergriff hob, zerbrach etwas in ihr, lies sie stocken und die Hände wieder herunter nehmen.
Interessiert beobachtete der Radiodämon alles. Hatte es gewirkt?
„Liebes? Ist alles gut bei dir?“
Fragte er als sie wie Angewurzelt vor dem Fenster stand, keinen Ton von sich gab. Sie antwortete nicht. Sollte er es versuchen? Ihm war ebenso heiß, somit hatte sie die selben Symptome und der drang sie zu berühren stieg ins unermessliche.
Langsam stand er auf, zog seine Handschuhe aus und schritt hinter die Prinzessin. In der Fensterscheibe spiegelte sich ihr Bild. Der Blick neutral, die Augen leer. Vorsichtig strich er ihr ein paar der gelösten Strähnen aus ihrem Nacken, legte seine Hände auf ihre Hüften.
Wie seine Finger doch kribbelten, während ihr Parfüm ihm in die Nase stieg. Sie wich nicht zurück, als er einfach anfing ihren Nacken zu küssen, zog lediglich die Luft scharf ein. Langsam fing er an die pfirsichfarbenen Schnüre der Korsage zu lösen. Er spürte wie ihr Atem schneller ging, als seine Hände unter den Stoff ihres Oberteil glitten, über ihre weiche Haut, hin zu ihren Brüsten. Vorsichtig schlossen sich seine Finger um diese, Fingen an das weiche Fleisch zu massieren. Sie drückte ihren Rücken gegen seine Brust, doch dann kicherte sie. Alastor hielt inne, lies verwirrt von ihr ab.
„Was zur...“
Sie drehte sich zu ihm um, ihr Kleid viel dabei zu Boden und so stand sie, lediglich in ihrem rotschwarzen Spitzenslip vor ihm.
Er hab eine Augenbraue.
„Charlotte?“
Fragte er verwirrt. Ihre Iris leuchtete Golden und die Skala war Scharlachrot. Auf ihren Kopf thronten Hörner, nicht wie die, die sie normalerweise besaß, wenn sie zum Beispiel wütend war, nein, diese glichen den ihrer Mutter und auch ihr Blick, war ähnlich der Königin. Sie lächelte zog dabei langsam ihre Handschuhe aus.
„Warum hörst du auf?“
Fragte sie in einem süffisanten Ton. Alastor spürte wie alles in ihm schrie wieder zu ihr zu gehen, aber etwas war anders.
„Succubi?“
Hatte er es wirklich geschafft diese Seite in ihr auf zu wecken? Früher als Gedacht?
Hüften schwingend stieg sie aus ihrem Kleid, ging langsam auf ihn zu und ihr Lächeln wurde breiter.
„Schlaues Bambi. Ja, ich bin der Succubus.“
Er wich einen Schritt zurück, doch sie war bereits bei ihm, legte ihre Hände auf seine Brust. Ehe er reagieren konnte, zog sie an seinem Revers zu sich herunter und küsste ihn. Ihr Haar widersprach der Gravitation, und machtlos lies er sich von ihr zurück zum Sofa drängen. Während sie sich auf seinen Schoß drängte, merkte er nun dass sich ihr Geruch verändert hatte und schon konnte er nicht anders, als diesen Kuss zu erwidern. Sie fing langsam an ihn aus zu ziehen, löste seine Fliege von seinem Hals, machte sich an seinen Knöpfen zu schaffen, doch dann löste sie sich von seinen Lippen.
„Du hast mich befreit und ich nehme an ganz bewusst, also hast du etwas mit mit vor.“
Flüsterte sie ihm zu, wartete auf eine Antwort.
„Durchaus.“
Er griff nach ihren Handgelenken, hielt sie an diesen Fest, doch die Succubi lachte.
„Für jemand der diese Situation mit einem Trank herbeigerufen hat, stellst du dich doch ziemlich an, Radiodämon.“
Sie hatte es also bemerkt... und auch wenn er selbst die Wirkung des Trankes spürte, musste er sich grade dagegen wehren. Er wollte mehr über sie erfahren.
„Und deine andere Seite? Bekommt diese nun alles mit?“
„Nein. Sie schläft fürs erste. So habe ich genug Zeit dir zu Danken.“
Der Rote schluckte. Sie war so anders... und er musste gestehen das ihm die eigentliche Charlie doch mehr gefiel, doch am Ende hatte dies alles hier seinen Sinn.
Die Succubi lockerte ihre Arme.
„Nun, verrätst du mir was du von mir möchtest?“
Alastor hob eine Augenbraue.
„Ich will vieles.“
„Ob du es bekommst ist etwas anderes.“
Doch mit einem mal drückte er sie zu Seite auf das Sofa, hielt weiter ihre Handgelenke und beugte sich über die Blonde.
„Willst du mich zum Narren halten?“
Kichern.
„Oh, dies würde ich doch niemals tun. Nur bin ich nicht so Naiv wie die Charlotte die du kennst. Vergiss nicht, wir sind älter als du und ich war auch nicht immer eingesperrt.“
Sie sah ihm direkt in die Augen, hielt seinem Blick stand.
„Also, sag mit was du willst, Radiodämon, und ich überlege mir, ob ich dir dies geben möchte.“
Sein angespanntes Lächeln, dieser Raubtierblick...Oh, wie es doch Spaß machte einen Mann hin zu halten.
„Ich will dich, oder eher euch. Will Charlotte als Frau an meiner Seite, die damit verbundene Macht! Die Hölle wird unser sein und wir machen sie zu einer einzigartigen großen Show! Charlotte soll mit mir verbunden sein, passiert mir etwas, passiert es ihr und umgekehrt.“
Sie drückte ihn von sich und hinderte ihn daran wieder näher zu kommen, als sie sich wieder hinlegte in dem sie ihn mit ihrem Fuß gegen seine Brust weiterhin fern hielt.
„Das ist viel. Dafür bist du mir einiges Schuldig.“
„Was wünschst du dir denn?“
Die Blonde konnte hinter sein Pokerface sehen, merkte unter ihrem Fuß wie sein Herz raste, sein Blut pochte unter seine Haut. Zwar hatte der Trank sie frei gelassen, doch hatte er mit diesem sich weit aus weniger einen gefallen getan als ihr.
„Wenn wir dir gehören sollen, gehörst du genau so uns. Du wirst uns weiter bei unseren Zielen helfen, wirst dafür sorgen das niemand diesen in die quere kommt und du sollst verhindern dass ich wieder weg gesperrt werde. Auch will ich von dir bei Laune gehalten werden, wenn du verstehst...“
Sachte glitt ihr Fuß ein Stück seine Brust herunter worauf Alastor ihren Fuß nahm, anfing dessen Rücken zu küssen.
„Dies sollst du haben, Also haben wir einen Deal?“
Grinsend reichte er ihr die Hand, doch diese wurde weg geschlagen. Fragend sah er in ihr Gesicht. Warum lächelte sie so seltsam?
„Wir werden diesen Deal auf meine Weise besiegeln.“
Eine weile sahen sie sich in die Augen und Alastor musste abwiegen. Stimmt, Succubi konnten packte schließen, dies hatte er durchaus nicht überlesen, doch wurden diese mit ihrer Lieblingsbeschäftigung besiegelt und dies war grade ein unausweichlicher Akt, der ohnehin passieren würde. Denn auch wenn er noch sehr gefasst wirkte, kochte sein Blut und alles in ihm schrie nach ihr.
„Gut. So sei es.“
Die Succubi gluckste amüsiert, sah wie er sich ihr Bein entlang küsste. Sachte griff er nach den Seiten ihres Slips, zog ihn langsam von ihren Hüften, ihre Beine entlang, musste sogar aufstehen um es ganz zu entfernen. Er Blickte auf sie hinunter, betrachtete ganz genau ihren Körper während er sich selbst entkleidete. Ihre Haut war weiß wie Schnee und nichts entstellte dieses Bild, kein Fleck, kein überflüssiges Haar. Lediglich ihre Brustwarzen waren rosig. Ihre Weiblichkeit verbarg sie, in dem sie ihre Beine anzog und ihn verspielt beobachtete und ihre Finger langsam über ihren Bauch und Brust strichen. Die Succubi lächelte als er sich wieder an das Fußende kniete, ihre Beine Auseinander spreizte und er sich über sie beugte.
„Nicht so schüchtern.“
Flüsterte die Blonde ihm zu und schlang ihre Arme um seinen Nacken, doch dann spürte sie, wie er sich in sie hinein drängte, ihr ein Schauer über den Rücken fuhr. Genau wie er, hatte auch sie ihr Ziel erreicht, so würde sie ihr nächstes in angriff nehmen können, doch nun wollte sie es einfach genießen endlich wieder einen Mann zwischen ihren Schenkeln zu spüren.
Der Rote richtete sich etwas auf, griff nach ihren Hüften und stieß in sie hinein. Diese unerträgliche nähe, wirkte jetzt eher wie eine Droge. Eine Droge die seinen Verstand vernebelte. Er sah zu ihr herunter, sah wie sie sich in die Rückenlehne und die Front des Sofas krallte, ihren Rücken durch bog und zufrieden, aber keuchend Lächelte. Dies war etwas vollkommen anderes als die Male, die er es als Mensch getan hatte. Jeder Ton von ihr spornte ihn mehr an und zusehen wie ihre Brüste im Takt seiner Stöße hüpften, war ein herrlicher Anblick. Doch dann richtete sie sich auf, drückte in nach hinten und setzte sich auf ihn und nahm sein Glied sofort wieder in sich auf.
Die Blonde blickte auf seinen vernarbten Oberkörper, fing ohne Vorwarnung an sich auf ihm zu bewegen, während ihr weiches inneres sich um seine Männlichkeit schmiegte. Der Hirschdämon legte seine Hände auf ihre Schenkel, bewegte sich ein Stück im Takt mit, keuchte.Sie kicherte kurz amüsiert als sie sein angestrengtes Gesicht sah. Der Radiodämon dachte wirklich er wäre der clevere Part von ihnen! Zusätzlich zu seinem eigen gebrauten Trank, strömte sie einen dezenten Duft aus, der sich in seiner Nase festsetze, ihn langsam wahnsinnig machte. Stöhnend legte sie ihre Hände auf seinen Bauch, krallte sich in diesen und hinterließ dort rote Striemen während sie ihre Hüften schneller auf und ab bewegte.
Alastor stöhnte auf. Es war als wenn sich in ihm etwas aufbaute was danach schrie frei gelassen zu werden. Was tat dieser Dämon mit ihm? Warum gefiel ihm dieser Akt so mit ihr? Lag es an dem Aphrodisiaka? An ihr? An der Tatsache das sie nun sein Besitz sein würde?
Er hielt es nicht mehr aus, drückte das Fleisch ihrer Schenkel fester, presste ihren Unterleib stärker gegen seine Lenden und kam in ihr. Sofort viel der gesamte Druck in ihm und er spürte wie sie sich leicht zitternd auf ihn legte.
Schwer atmend sah er an die hohe Decke des Zimmers, bis er ein ziehen in seinem linken Ringfinger spürte.
Verwirrt sah er zu diesem, sah wie sich ein leuchtender roter Faden von seiner zu ihrer Hand zog und sich um ihren Ringfinger wickelte. Der Succubus richtete sich etwas auf und der Faden verschwand, wobei er eine Art Narbe auf ihren Fingern hinterließ.
„Wir haben einen Deal.“
Sprach die Blonde und grinste breiter.
„Und nun werde ich dir noch ein paar nette Dinge zeigen, mit denen du uns bei Laune halten kannst,Bambi.“




***
Da steckt Charlie wohl ordentlich in der Klemme, doch ich hab noch einiges Parat, meine lieben Leser. Muhaha!
Vielen dank fürs Lesen ^^
 
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