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You'll Be Mine

von TaniSuwa
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Erotik / P18 / Mix
Alastor Charlie Magne
24.08.2021
19.11.2021
8
27.959
3
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
24.08.2021 3.966
 
Triggerwarnung: You'll Be Mine ist eine Geschichte über Missbrauch und Manipulation. Nicht nur Physisch, sondern auch Psychisch. Sie wird Gewalt, Folter und Erniedrigung enthalten und einiges an erotischen und sexuellen Inhalt bieten. Dieses Mal werde ich auch bei solchen Szenen keine Warnungen dazu schreiben.
Lest dies alles bitte nicht, wenn ihr mit solchen Dingen nicht umgehen könnt. Es ist keine Liebesgeschichte im Sinne von Behind a Smile.
Viel Spaß beim lesen!



***


Langsam öffnete die junge Dämonin ihr Auge. Alles um sie herum war verschwommenen und sie spürte kalten, nassen Stein unter ihren nackten Füßen. Leben kam in ihrem Körper zurück, doch ein versuch sich zu bewegen, scheiterte, langsam bekam sie wieder Gefühl in den Armen und nun spürte sie es: Fesseln. Abrupt kam ihr restliches Bewusstsein zurück. Jemand hatte ihre Arme an ein Seil gebunden, welches von der Decke hing, lang genug dass sie grade so stehen konnte.
„Verdammte Scheiße!“
Keuchte die Dämonin, doch als sie an dem Seil zog, versuchte sich zu befreiten, spürte sie wie es enger wurde, ihr drohte das Blut ab zu schnüren. Wie war sie hier her geraten? Gedanklich liefen in ihr die letzten Stunden vor ihrem erwachen ab. Sie hatte ihre Liebste verabschiedet, welche ihre Eltern besuchen wollte, hatte sich einen gemütlichen Abend im Schlafkleid auf dem gemeinsam Bett gemacht und war kurz aufgestanden um sich einen Tee und Snacks in der Hotelküche zu machen. Sie war dort auf den Geschäftspartner ihrer Freundin getroffen. Diesen arroganten, nervigen Radiodämon, welcher ihr schon lange ein Dorn im Augen war. Vor einem halben Jahr hatte er angefangen zu helfen, hatte tatsächlich auch sehr dazu beigetragen dass ihr Plan langsam Früchte trug. Doch begann er auch sehr schnell sich ihrer Liebsten an zu nähren, sie von ihr weg zu trieben. Wie die Mottendämonin es hasste, wenn sie sah wie er mit IHRER Freundin im Saal tanzte und sang, ihr seine furchtbaren Witze erzählte, wie ihre Liebste über diese lachte oder wenn sie morgens in die Küche kam und die Beiden bereits wach waren um einen gemeinsamen Kaffee und Plausch zu haben.
Sie erinnerte sich. Er hatte ihr angeboten ihr den Tee zu machen, da er selbst auch einen wollte. Wie oft hatte ihre Liebste sie darum gebeten sich mit ihm zu verstehen, es zumindest zu versuchen, also hatte sie zugestimmt und ihre Snacks fertig gemacht. Mit dem Tee war sie dann zurück in das Zimmer gegangen. Doch nun wurde ihr etwas bewusst: der Radiodämon mochte keinen Tee. Er hatte gelogen. Etwas muss in ihrem Tee gewesen sein.
Schnell riss eine unverkennbare Stimme sie aus ihren Gedanken. Sie rauschte, knatterte leicht, hörte sich an wie eines dieser alten Vakuumradios.
„Ah Miss Vagatha. Bist du endlich aufgewacht? Ich hoffe du hast gut geschlafen.“
Ein Lachen kam von dem rot Gekleideten und so stellte er sich vor die junge Frau, welche in finster an sah.
„Lass mich sofort los, du verdammter Dreckssack! Wenn Charlie das erfährt, schmeißt sie dich hochkant raus!“
Schrie sie ihn an, doch er summte melodisch als der Name ihrer Liebsten viel.
„Oh, hübsche Charlotte! Ein heiliges Wesen an einem Ort voller Sünder. Eine Verschwendung an Sanftmut und Reinheit, dass sie grade hier geboren wurde.“
„Rede nicht so über MEINE Freundin! Was zur Hölle hast du vor!“
Der Dämon lies seinen Mikrofon ähnlichen Stab verschwinden und ging auf die Mottin zu. Grob legte er ihr seine Finger ans Kinn. Sie spürte wie sich einer seiner langen, scharfen Fingernägel in ihr Fleisch bohrte.
„Was ich vor habe? Ich will den armen Seelen hier die größte Show aller Zeiten bieten, dazu existiere ich und dies ist meine Bestimmung. Leider aber fehlt mir dazu der nötige Rang und die Macht und genau hier kommt unsere engelsgleiche Prinzessin ins Spiel, meine Liebe.“
Er entfernte sich von ihr und ging auf eine Holzschachtel zu, welche auf einem modrigen Tisch stand.
„Die Prinzessin und Radiomoderator, one hell of a show!“
Er breitete Lachend die Arme aus.
Vagatha sah verwirrt zu ihm. Verstand nicht den Sinn hinter seinen Worten und sah nur noch wie er die Schachtel mit einem leisen knarzen öffnete.
„Charlotte ist der Schlüssel zu meinem Masterplan, Liebes. Tochter von Lucifer und Lilith Magne, ein Halbengel und Erbin des höllischen Throns. Es lastet großes auf ihren schönen schmalen Schultern. Daher sollte sie sich einen Lebensgefährten suchen, der ihr diese Last nehmen kann. Jemand, der genau weiß was er will.“
Eine Augenbraue der junge Dämonin hob sich.
„Du willst sie haben? Vergiss es. Sie ist meine Freundin und außerdem würde sie dich fertig machen.“
Vagatha sah wie abrupt aufhörte sich zu bewegen, den Rücken immer noch ihr zu gewandt.
„Sie ist nicht nur ein halber Engel, sondern als Tochter von Lilith ein Succubus! Oh, sie würde deinen asexuellen Hintern so aufreißen, dass du...“
„Genug!“
Unterbrach er sie, drehte sich nun zu ihr und hob ein Messer hoch, welches sich zuvor in der Holzkiste befand.
„Eine junge Dame sollte nichts so vulgär reden, Miss Vagatha. Doch ich verzeihe dir, denn es ist an der Zeit mein erstes Hindernis aus dem Weg zu räumen.“
„Idiot! Du wirst sie nicht zwingen können, dich zu lieben und wenn du mich tötest, komme ich wieder, denn nur die Engel können...“
Doch dann sah sie es und ihr Auge weitete sich. Auf dem Messer befand sich das Symbol einer heiligen Waffe. Wie war er an diese heran gekommen? Nur eine solche Klinge, war in der Lage andere Dämonen endgültig aus zu löschen.
„Oh, sie wird keine andere Wahl haben. Ich werde es erst einmal sachte angehen, Geduld mit ihr haben, aber wenn dies nichts bring, weiß ich schon ganz genau was zu tun ist um sie zu zwingen mich zu wählen, haha, denn ich habe dafür schon alles in die Wege geleitet. Schon am ersten Tag unseres Treffens. Aber genug davon. Vagatha, unsere gemeinsame Zeit war kurz aber sehr intensiv. Mach dir keine sorgen, ich werde mich wunderbar um unsere schöne Prinzessin kümmern. Es war mir ein Vergnügen.“
So ging der Hirschdämon weiter auf Vaggie zu, ihre Schreie und Flüche weckten in ihm einen gar animalischen trieb, der sein Geweih wachsen lies, seine Zähne schärfte und seine Augen wahnsinnig wirken lies. Sein Plan war perfekt und die Prinzessin würde bald ihm gehören.

~Zwei Wochen später~


Charlie durchblätterte die frisch angekommenen Briefe. Rechnungen, Werbung, Anmeldungen aber weiter kein Lebenszeichen ihrer Geliebten. Vaggie war wie vom Erdboden verschluckt. Ihre gesamten Sachen waren aus dem gemeinsamen Zimmer verschwunden, während Charlie selbst bei ihren Eltern gewesen war, aber niemand hatte gesehen wann Vaggie dies alles aus dem Hotel geschafft hatte. Nicht einmal einen Abschiedsbrief gab es. Seufzend warf sie, aufs weitere ungeachtet, die Briefe auf die Rezeption, hörte wie Husk, welcher Rezeptionist und Barmann des Hotels war, ihr noch nach rufen sie solle ihren Müll nicht überall liegen lassen, ignorierte diesen und ging den Tränen nah in die Küche. Was hatte sie nur falsch gemacht? Charlie hatte gedacht die liebe ihres Lebens mit Vaggie gefunden zu haben und das alles gut zwischen ihnen war. Natürlich, es gab oft streit, denn sie waren zwei sehr unterschiedliche Charaktere, aber rechtfertigte dies sie einfach ohne ein weiteres Wort zu verlassen?
Die Emotionen übermannten die blonde Prinzessin und ehe sie den Kühlschrank erreichen konnte, war sie gezwungen sich an den Tisch zu setzten, ihren Kopf auf das Holz zu legen und bitterlich zu weinen, ihre Arme legte sie schützend um ihr Gesicht, tränkte die Platte mit Tränen.
War sie so ein furchtbarer Mensch, der es nicht mal wert war ein „Leb' wohl“ zu bekommen? Das war nicht Fair!
Die Blonde schluchzte, doch mit einem mal spürte sie wie jemand ihr etwas um die Schultern legte, sie schreckte hoch und sah dieses all zu bekannte Dauerlächeln vor sich. Alastor sah sie mit sanften blick an, hatte ihr sein Jackett über gelegt.
„Charlotte, Liebes, ein Lächeln würde dich viel besser kleiden als dieses traurige Gesicht. Wo ist denn unsere sonst so hell strahlende Prinzessin hin?“
Kam es von dem Radiodämon, der ihr nun ein Taschentuch reichte. Sie nahm dieses dankend entgegen und wischte sich die Tränen weg.
„Danke, Al...es ist nur..weißt du...ich habe immer noch nichts von Vaggie gehört. Kein einziges Wort und ich versteh es nicht. Es war doch alles gut zwischen uns, dachte ich zumindest...und selbst wenn nicht, wir hätten doch...hätten doch reden können.“
Erneut liefen ihr Tränen die Wangen herunter. Warum erzählte sie ihm dies? Es war ihm vermutlich egal, denn er und Vaggie hatten sich nie wirklich leiden können. Doch denn setzte er sich zu ihr, nahm ihre Hände in die seinen und sah sie weiter sanft an.
„Schatz, der Schmerz mag jetzt groß sein, aber jemand der so etwas tut ist es nicht wert ihm hinterher zu trauern. Ich weiß nicht warum sie es tat, aber es war dumm jemanden so besonderes wie dich auf diese furchtbare Art und Weiße im Stich zu lassen.“
Er hob eine Hand, legte sie an ihr Kinn und hob dieses an.
„Lass niemanden sehen wie dich so etwas verletzt, Liebes. Hier in der Hölle wird man versuchen all deine Schwächen gegen dich zu nutzen und das würde deinem Traum im Wege stehen.“
Die großen obsidianfarbenen Augen musterten ihn eine weile. Vor ihr saß er, der berüchtigte Radiodämon, jemand der bei seiner Ankunft in der Hölle viele hochrangige Dämonen niederstreckte die schon Jahrhunderte lang ihren Platz verteidigten. Er saß hier und versuchte sie, ein naives, dummes und sensibles Ding auf zu muntern. So ein übler Kerl war er nicht, wie alle immer sagten. Je mehr sie ihn kennen lernte um so mehr vertraute sie ihm und alles was sie bis jetzt erreicht hatten, wäre ohne ihn nie möglich gewesen.
„Du.. du hast recht!“
Sagte Charlie und Alastor lies ihr Kinn los.
„Ich muss stark sein...für meine Gäste!“
„Ganz Genau, Liebes! Lass dich von niemanden unter kriegen.“
Er stand nun auf und krempelte seine Ärmel hoch, welches die vernarbte Haut unter dem Stoff frei gab.
„So, liebe Charlotte. Ich werde mich nun dazu aufraffen für alle Mittagessen zu kochen, oh! Und vielleicht eine feine Schokoladentorte für dich? Du magst so etwas doch und es heitert sicher auf.“
Sagte er während er zur Theke ging. Charlie kicherte und nickte.
„Gerne, Al. Ich...danke.“
Sie blickte auf das Taschentuch in ihrer Hand, wischte leicht mit dem Daumen über den Stoff und sah seine Initialen welche in einem edlen Rot auf dieses gestickt waren.
„Hast du was dagegen wenn ich dein Taschentuch mit nehme? Ich würde es dir gerne waschen und sauber zurück geben.“
Er grinste breiter und drehte sich noch einmal zu ihr um.
„Überhaupt nicht, Liebes, lass dir alle Zeit der Welt. Du weißt ja wo du mich findest.“
Er sah zu ihr. Endlich lächelte sie wieder und so musterte er die junge Prinzessin, wie sie auf stand und zum Kühlschrank ging um sich etwas zu trinken aus diesem zu nehmen. Diese wundervollen runden roten Wangen, die förmlich dazu einluden sie zu kneten und drücken. Ja, sie würde sich wundervoll an seiner Seite machen.
„Charlotte?“
Sofort bekam er ihre Aufmerksamkeit.
„Was hältst du davon wenn wir heute Abend ein kleines Tänzchen im Saal wagen, Liebes?“
Er sah wie sie kicherte und ihre Augen zu strahlen begangen.
„Gerne, Al.“
„Ich werde dich erwarten, komm einfach sobald du Zeit hast, Schatz.“


Müde fuhr sich die junge Prinzessin über den Nacken. Es war ein anstrengender Tag gewesen und ohne Vaggies Hilfe, hatte sie mehr Arbeit als ohnehin schon. Natürlich, sie könnte auch welche an ihren Geschäftspartner abgeben, aber er tat schon mehr als genug und hatte selbst ja auch genug eigene Arbeiten zu erledigen. Immerhin gehörte Alastor das Radio! Noch dazu leistete er ihr grade wirklich viel seelischen beistand.
Charlie nahm den letzten Schluck ihres bereits kalten Kaffees und heftete die Zettel weg, welche vor ihr lagen. Sie blickte auf die Uhr und ihre Augen weiteten sich. Bereits nach einundzwanzig Uhr. Wie sie einfach die Zeit vergessen hatte. Verdammt. Alastor war bestimmt nicht mehr im Saal. Charlie seufzte. Vielleicht hatte sie ja aber auch Glück. Wenn sie sich jetzt direkt auf den Weg machte und sich nicht vorher umzog, war er ja vielleicht noch da. Diese Ablenkung könnte sie so sehr gebrauchen. Sie gähnte und streckte sich ausgiebig, ehe sie aufstand. Später konnte sie noch den restlichen Kram weg räumen. Die Blonde verließ ihr Büro, ging zum Fahrstuhl und drückte den Knopf zum Erdgeschoss. Während sie herunter fuhr, strich sich die Prinzessin eine verirrte locke aus dem Gesicht, wippte etwas auf ihren Füßen hin und her. Sie versuchte zumindest für einen Moment nicht an Vaggie zu denken und im Grunde hatte Alastor recht, ja, es tat grade sehr weh, doch es würde vorbei gehen. Das tat es doch immer.
Mit einem schönen Klang schob sich die Tür auf und die junge Dämonin setzte ihren Weg fort. Sie ging an der Rezeption vorbei, an der Husk grade saß und an einer Flasche schwarzgebrannten nuckelte.
„Husk? Kannst du mir sagen ob Alastor im Saal ist?“
„Bin ich sein verkackter Babysitter, oder was?!“
Knurrte der Kater, welcher wohl schon einiges intus hatte.
Ein seufzen entkam Charlie.
„Nein, tut mit leid wenn ich dich gestört habe.“
Ihren Weg vorsetzend sah sie sich etwas um. Die Gänge waren wundervoll renoviert worden und alles wirkte hell und freundlich, lud dazu ein sich nieder zu lassen. Dies alles hatte Alastor in Bewegung gesetzt, den Geld bekam Charlie nicht viel von ihren Eltern. Er hatte einiges selbst hinein gesteckt, Sponsoren gefunden, fleißig die Werbetrommel gerührt und gereicht hatte ihm ein Befehl und ein tanz. Charlie war ihm so unendlich dankbar.
Vorsichtig öffnete sie die Tür zum Saal, jedoch war alles dunkel. Dennoch ging Charlie weiter hinein, entzündete mit einem schippen ein paar Kerzen und ging auf die riesige Fensterfront zu, während ihre Schuhe ein stumpfes Geräusch auf den weißen, polierten Marmor wieder gaben. Da war sie also doch zu spät. Was hatte sie erwartet? Das Alastor bis Mitternacht hier auf sie warten würde? Er hatte sicher weitaus besseres zu tun. Traurig sah sie aus dem Fenster, sah die Neonlichter der Stadt, wie sie sich durch das Glas auf ihr wieder spiegelten. Charlie schlang ihre Arme um sich. Warum fühlte sie sich nur so einsam. Es zerriss ihr förmlich die Brust, nach der sie auch gleich griff. Es war so unendlich hart alleine zu sein, jetzt wo sie Vaggie mehr als alles andere gebraucht hätte. Hoffentlich war sie dem alleine gewachsen.
Mit einem mal gingen die von ihr entzündeten Kerzen aus und verwirrt blickte die junge Prinzessin in den nun wieder dunklen Raum. Charlie hörte des Schnippen von Fingern und sofort war der Raum hell erleuchtet. Dekoration erschien, der riesige Kronleuchter funkelte und Musik, gespielt von schwarzen, koboldähnlichen Kreaturen, welche in einer Ecke ihre Instrumente in Anspruch nahmen, belebten den Raum. Ihr Blick wurde zu Schritten gelenkt, welche auf sie zu kamen. Alastor. Er hatte sich die Haare nach hinten gekämmt und zu einem Zopf gebunden, trug einen schwarzen Frack mit weißem, Hemd, roter Fliege und roter Weste und ging mit den Händen hinter seinem Rücken auf sie zu.
„Ich habe dich erwartet, Prinzessin.“
Gab er von sich, die Stimme ohne seinen Radioton benutzend. Es war ungewohnt ihn so sprechen zu hören, doch er lies ihr keine Zeit weiter darüber nach zu denken, da er ihre Hand nahm, sich vor ihr verneigte und ihr einen Kuss auf die Knöchel drückte.
„Darf ich um diesen Tanz bitten, Hoheit?“
Charlie wurde rot, sah ihn verwirrt an. Er hatte sich so raus geputzt und sie kam sich nur schäbig neben ihm vor.
„Oh..also ja...ich... hätte ich gewusst dass...“
Nervös strich sie sich eine Strähne hinter ihr Ohr.
„Oh, ich weiß was dich bedrückt, Liebes.“
Er drehte sie um ihre eigene Achse und löste an ihr einen Funkenregen aus, welcher sie in einem wunderschönen roten Ballkleid mit Pailletten und Spitze kleidete. Es war Schulterfrei, die etwas breiteren Träger hingen an ihrem Oberarm und das Dekolletee war herzförmig. Ihre Haare hatte er zu einem halben Dutt gezaubert während der Rest ihrer Haare in üppigen Locken über ihre Schulter fielen. Goldener Schmuck, dezentes Make-Up und ein Diadem aus Gold und Granat.
Der Radiodämon betrachtete sein Werk und nickte es zufrieden ab.
„Einfach wunderschön.“
Er drehte Charlie zu dem Fenster in dem sie sich nun spiegelte und zauberte ihr prompt ein Lächeln auf die Lippen.
„Al... ich danke dir. Wirklich.“
„Du solltest öfter Rot tragen, Schatz. Es steht wenigen Leuten so anmutig wie dir.“
Ihre Wangen bekamen einen Dunkelroten Stich und sie schien nicht zu wissen was sie darauf antworten sollte, so lachte der Hirschdämon.
„Nun, vielleicht sollten wir langsam anfangen zu tanzen, nicht wahr?“
„Ja, gerne.“
Lächelnd legte sie eine Hand in die seine, die andere auf seiner Schulter ruhend.
Alastor legte eine freie auf ihre Hüfte und so fingen sie an zu Tanzen, als die Schatten anfingen zu spielen. Schon bald erhob Alastor seine Stimme und sang zu der Melodie.


There was fire around us so I should have known why
The touch of his hands were as cold as his eyes
So don't you tell me we weren't hypnotised

Die Augen der jungen Prinzessin weiteten sich. Dieses Lied kannte sie nicht und so lies sie ihn weiter singen.


The print was so small I didn't understand
He cut our thumbs and placed a feather in our hands
Told us we would see all our dreams and plans unfold

Alastor lies Charlie sich um sich selbst drehen, zog sie wieder an sich und sah ihr in die Augen während sie sich weiter zu der Melodie bewegten.

Our hearts we have sold
For diamonds and gold
But hey, baby, take a look
We have it all
All my life I've been heading for hell
But never had I thought I'd drag you down as well
I just couldn't resist what he was trying to sell
There's glory ahead but our love will be forgotten
If my heart was still mine I would go to the bottom
And apologise to you until the day it went rotten

Fragen bildeten sich in dem blonden Kopf der Prinzessin. Sang er von einem Deal?
Es war ein schönes Lied, hatte aber einen bitteren Beigeschmack.

But haven't you heard
Hearts turn to dirt
Along with the rest of your body
It's all claimed by the earth
It will fade and it will wither
But gold, it will never
And hey, baby, don't you know
Diamonds are forever


Der Rote spürte wie sich ihre Finger etwas in seine Schulter krallten, sah ihren Blick der versuchte hinter sein Lächeln zu blicken. Oh, dieses schöne naive Ding. Dachte sie wirklich er würde es ihr leicht machen?

Hear me
Can you hear me
I am calling out to you for the last time
Our hearts we have sold
For diamonds and gold
But hey, baby, take a look
We have it all
And haven't you heard
Hearts turn to dirt
Along with the rest of your body
It's all claimed by the earth
Hear me
Can you hear me
I am begging from you for the last time
Hear me
Please forgive me
I am calling out to you for the last time

Langsam lies Alastor Charlie über seinen Arm hängen, sah weiter ihren verwirrten Blick
ehe er sie wieder hoch zog.
Wieder stehend, wollte sie sich von ihm entfernen, da ihr bewusst wurde, dass er nähe nicht als zu sehr mochte, doch hielt er sie in seinen Armen gefangen, drückte sie fester an sich. Verwirrt blickte sie zu ihm hoch.
„Alles gut, Liebes?“
Fragte er seine Tanzpartnerin, welche sich keinen Millimeter mehr bewegte.
„Äh, ja! Schon. Ich...“
Sie roch sein Köln und spürte Hitze in sich aufsteigen, etwas das sie vor einigen Jahren in sich verschlossen hatte und nun an der Tür seiner Zelle kratzte. Eigentlich war ihr diese nähe nicht unangenehm, aber es war nicht der richtige Zeitpunkt.
„Al, das ist etwas sehr nah.“
Kaum hatte sie diese Worte gesprochen lies der Größere sie los, gab ihr wieder Raum zum atmen.
„Pardon, Charlotte. Ich wollte dir kein Unbehagen bereiten.“
Sie winkte ab und versuchte die Situation runter zu spielen.
„Ach, alles gut. Beim tanzen kommt man sich eben auch mal etwas näher, oder? Also... es ist ja nichts passiert, richtig?“
„Richtig.“
Charlie griff nach ihrem Arm und rieb diesen etwas. Hatte sie Alastor nun vor den Kopf gestoßen? Oh, bitte nicht! Grade tat er ihr so gut mit seinen Ablenkungsversuchen.
„Al, es tut mir leid.“
Eine Augenbraue des Rotschwarzhaarigen hob sich, doch erst einmal wollte er ihr zu hören.
Sie sah ihn nicht an, überlegte genau was sie sagen sollte.
„Ich bin derzeit ziemlich anstrengend und weiß selber nicht was ich will. Das alles... mit Vaggie zerrt sehr an mir und ich finde keine Ruhe mal wirklich über alles nach zu denken weil so viel zu tun ist, jetzt wo ich alleine bin und es tut mir leid dass ich erst zu spät gekommen bin und du die ganze Zeit auf mich gewartet hast. Das ist sonst nicht meine Art.“
Alastor kicherte amüsiert.
„Liebes, es ist doch alles in Ordnung, wir wissen alle dass du grade eine schwere Zeit hast, aber ich bin auch hier um dir zu helfen. Erinnerst du dich an deinen Befehl? Ich soll dir so lange helfen wie ich möchte.“
Er zumindest erinnerte sich sehr gut an diesen Tag.
„Vielleicht solltest du dir einen Tag frei nehmen. Ich könnte mich um alles kümmern und werde die Anderen schon dazu bringen zu helfen.
Sofort weiteten sich die Obsidianaugen der Blonden und sie winkte ab.
„Nein, das kann ich nicht annehmen. Du tust schon genug für das Hotel und hast selbst viel zu tun. Das...“
„Oh, aber ich bin dein Geschäftspartner.“
Unterbracht er sie.
„Wir reden hier von einem Tag den du dir nimmst und auch verdient hast, Liebes. Du bist morgens die Erste die aufsteht und abends die Letzte die sich schlafen legt. Das ist auf Dauer nicht gut. Zeig mir doch einfach in den nächsten Tagen was du so alles tust und danach nimmst du dir einen Tag frei. Wenn es dir besser damit geht, kannst du das auch im Hotel tun. Falls was sein sollte, könntest du jederzeit eingreifen.“
Charlie zögerte, sah zu der großen Fensterfront und rieb sich den Arm. Einen Tag... Es war nur ein Tag und er hatte mit allem recht. Sie war so unendlich müde von der Arbeit und ihre Kräfte am Ende. Vielleicht war es gar nicht verkehrt.
„Nun...also...Okay. Aber wenn etwas sein sollte, ruf mich sofort zurück, Al, ja?“
„Gewiss doch, meine Schöne.“
Er sah wie sie ihn fragend anblickte bei seinen Worten. Alastor ging wieder auf sie zu und hob seine Hand zu ihrem Kinn.
„Und du wirst dir eine schönen Tag machen und wieder frisch und strahlend zurück an die Arbeit gehen.“
Wenn sie nur wüsste das er Großes mit ihr vor hatte.
Sie war die erste Frau die ihn wirklich interessierte und mit ihr an seiner Seite, würde die Hölle die größte Show sehen, die es je gab.
„Lass uns noch ein, zwei Tänzchen wagen, bevor es schlafen geht, Liebes.“
„Gerne, Al.“


***


Lied: We Have It All- Pim Stones


Da bin ich wieder mit einem neuen Projekt! Ihr musst wissen, während ihr das hier lest, arbeite ich sogar schon an Kapitel 3 und ich habe null Ahnung wie lange diese Reise wird. Indirekt hoffe ich nicht wieder so lange, aber ich hab es nicht so damit mich an Kapitelziele zu halten, also lassen wir uns überraschen.
Voice wird nach wie vor auch weiter geführt, nur hau ich da immer mal zwischendurch was raus, weil einfach schon so viele Seiten exestieren dir ich einfach nur bearbeiten muss^^
Danke fürs lesen!
 
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