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Welcome to Resort Cottage

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance / P6 / Het
Tom Hiddleston
22.08.2021
22.08.2021
1
1.340
 
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22.08.2021 1.340
 
Dies ist meine erste Geschichte überhaupt. Ich bitte um Nachsicht und Ideen oder Vorschläge für den weiteren Verlauf.

Viel Spaß,

M.


Es war Spätsommer, Ende August. Das Cottage verfügte über einen weiträumigen Garten mit üppigem Wildwuchs, welcher ihn romantisch in der aufgehenden Morgensonne erglühen lies.
Lilith stand auf, streckte sich genüsslich und öffnete die Fenster, um die kühle Morgenluft in ihr Schlafzimmer zu lassen.
Heute Vormittag sollte ihr Gast anreisen, es gab noch einiges zu tun. Mit einem Bick auf den Wecker stellte sie fest, dass es kurz vor 6 Uhr war.
Die Gästewohnung über ihr hatte sie schon in den Vortagen geputzt, es fehlte nur noch eine gewisse Note, die dem Gast seine vorübergehende Bleibe besonders heimisch erscheinen lassen sollte.
Sie schlüpfte unter die Dusche. Das warme Wasser ließ ihre Lebensgeister erwachen. Heute rechnete sie mit warmen Wetter, also nahm sie sich ihre kurze Latzhose und ein einfaches helles Shirt aus dem Kleiderschrank und band sich ihre lockigen Haare zu einem lockeren Zopf zusammen.
Nach einem kurzen Frühstück ging sie zum Wäscheschrank und entnahm diesem cremefarbene Bettwäsche, die  frisch gewaschen duftete. Außerdem noch frische Handtücher und Lappen. Mit der freien Hand schnappte sie nach dem Wohnungsschlüssel und schritt die Treppe hinauf.
Sonnenlicht flutete die Gästewohnung und das Vogelgezwitscher drang aus dem Garten herein. Nachdem Lilith das Bett bezogen, die Handtücher aufgehangen und die Lappen in der Küche verstaut hatte, öffnete sie auch hier alle Fenster, sodass die frische Morgenbrise die Gardinen leicht tanzen lies.
Mit einer Schere bewaffnet, ging sie nun in ihren Garten. Hier wuchsen die verschiedensten Blumen, Sträucher und Obstbäume. Am liebsten hatte Lilith jedoch die Trauerweide am Rande des Gartens. Entschlossen schritt sie auf ihre Wildblumen zu und schnitt Kornblumen, Kamillen, Lavendel und Schleierkraut ab, um daraus einen großen Blumenstrauß zu binden, welchen sie im Wohnzimmer ihres Gastes in eine Vase stellte.  „So weit so gut!“, dachte sie sich und ging zufrieden wieder nach unten.
7:35 Uhr zeigte die Uhr in ihrer Küche. Noch etwa 3 Stunden. Alles war vorbereitet, sie war vorbereitet. Vor einer Woche bekam Lilith eine Anfrage über ihre Homepage ResortCottage.com. Eine Person, Vollpension für 4 Wochen. Gebucht über den Namen Luke Windsor. Weitere Angaben zur Person hatte sie nicht erhalten und so war sie sehr gespannt auf diesen Mister Windsor.
Um die restlich verbleibende Zeit für sich zu nutzen, bevor sie für 4 Wochen zur Haushälterin eines Fremden wurde, schnappte sich Lilith einen großen Weidekorb und ging wieder in den Garten. Ihr Apfelbaum trug dieses Jahr saftige rote Äpfel, die sie nun ernten wollte.
Den Weidekorb legte sie unter den Baum, aus dem kleinen Schuppen holte sie sich eine Leiter und stellte diese an den alten Baumstamm. Dann begann sie sich an den starken Ästen hochzuziehen. Sie griff nach den nächsten prallen Äpfeln und warf sie in den Korb. Einige landeten daneben, sodass ihr orangener Hofkater Peppino neugierig an ihnen schnupperte. „Da ist wohl nichts für dich dabei, Peppi!“, lachte Lilith ihren Kater an und kletterte nun höher in die Baumkrone. Nach einigen Minuten hörte sie ein dumpfes Geräusch und musste feststellen, dass ihre Leiter wohl doch nicht fest genug am Baum gelehnt hatte... jedenfalls lag sie nun im Gras. „Na klasse....“, kommentierte Lilith innerlich, wandte sich dann aber wieder den Äpfeln im hohen Baumwipfel zu. Sie warf die nächste Fuhre Äpfel nach unten. Daneben, daneben, getroffen, daneben, „Au!“. Oh. Getroffen. Erschrocken sah Lilith zwischen den Blättern nach unten und erblickte einen eleganten Herren, der sich den schmerzenden Kopf rieb. Von der Morgensonne geblendet blinzelte er nach oben zu ihr hinauf und fing an zu lachen. Das holte Lilith aus ihrer Schockstarre. „Oh nein, oh nein, es tut mir leid, ich habe Sie nicht gesehen! Ich wollte den Korb... also die Äpfel, naja wegen dem  Kuchen...“, brabbelte sie durcheinander und verstummte einfach, während sie die Äste wieder nach unten kletterte. Am untersten Ast angekommen, hatte sie nun volle Sicht auf den Neuankömmling.
Er war hochgewachsen, mit eleganten kurzen lockigen Haaren, einem schönen Gesicht mit  freundlichen blauen Augen, die sie nun neugierig musterten. „Alles in Ordnung, es ist ja nichts passiert. Ich bin Tom!“, lächelte er und reichte ihr die Hand nach oben. Verwirrt schüttelte Lilith sie. „Ich... bin Lilith Gardner, die Haushälterin und Verwalterin des Cottages hier. Was, äh... was machen Sie hier, wenn ich fragen darf? Ich meine, ich erwarte einen Gast, der heißt aber nicht Tom und sollte erst in etwa zwei Stunden hier ankommen...“, stammelte die junge Frau auf dem Ast und kniff forschend die Augen zusammen. An dem Gartentor bemerkte sie einige Reisetaschen. „Oh ja, das hat seine Richtigkeit. Ich heiße Tom Hiddleston, meinen Urlaub hat mein Manager Luke für mich gebucht, tut mir leid für die Verwirrung...“, meinte er entschuldigend und kratzte sich verlegen am Hinterkopf. „Ich habe mich eher auf den Weg gemacht, ich wollte einfach nur raus...“ Achso, das ergab für sie Sinn. Es kamen manchmal neureiche Leute in ihr Cottage aufs Land, um sich zu erden und dem Stress aus London zu entkommen. Darunter gab es auch viele, die unter falschem Namen eincheckten, um ungestörten Urlaub genießen zu können. Wer weiß, was das hier nun für einer war, dachte sie bei sich. Er machte aber einen recht freundlichen Eindruck auf sie.
„Ich ähm... ich komme hier nicht herunter.“, gab Lilith kleinlaut zu, „Würden Sie mir bitte meine Leiter geben?“. Tom grinste und tat wie geheißen. „Nun, Mister Hiddleston, herzlich Willkommen in meinem kleinen Cottage, weit weg vom Stress und Trubel der Stadt. Fühlen Sie sich wie zu Hause. Ich stehe Ihnen für die nächsten vier Wochen als Haushälterin zur Verfügung. Woher kommen Sie denn?“, leierte sie beim Herabsteigen ihre übliche Begrüßungsrede herunter. „Ich komme aus London“, meinte Tom. „Es ist einfach wundervoll hier, keine Motorengeräusche, keine hektischen Lichter... Das habe ich dringend gebraucht.“ „Sie wirken auch etwas geschafft auf mich.“, meinte Lilith. Seine Augen wirkten müde und er war etwas bleich. „Was sind Sie denn von Beruf?“ fragte sie mit einer einladenen Handbewegung und führte ihn zum Cottage. „Ich bin Schauspieler.“, meinte Tom nur knapp und sah sie abwartend an. Oh, sollte sie irgendwas verpasst haben? War er bekannt, oder... „Oh, das ist ein spannender Beruf. Film oder Theater?“. „Beides tatsächlich. Zuletzt habe ich in den Avengersfilmen den Bösewicht Loki gespielt.“ Da klingelte etwas bei ihr. „Oh richtig, jetzt erkenne ich Sie! Ohne die schwarzen langen Haare, wäre ich da nicht so schnell drauf gekommen.“, lächelte Lilith.
Nun war sie doch leicht nervös. Er hatte bei so einem großen Film mitgespielt, war vermutlich stinkreich und deutlich mehr Luxus gewohnt, als sie ihm hier bieten konnte.
„Oh es tut gut, nicht gleich sofort von Fremden erkannt zu werden.“, meinte er erleichtert und stapfte hinter ihr mit seinen Reisetaschen die Treppe zu seiner Urlaubswohnung hinauf.
„So, da wären wir. Das ist Ihr Reich.“, meinte die junge Haushälterin und führte den Schauspieler durch die helle Wohnung. Zufrieden seufzend setzte er sich an den runden Wohnzimmertisch mit dem Blumenstrauß und lächelte sie dankbar an. „Ich fühle mich jetzt schon wohl, das ist ja ein richtiges Paradies hier. Aber sagen Sie, wie kommt es, dass Sie hier ganz allein in einem Cottage wohnen und Fremde bewirtschaften? Sie sind doch noch keine 30 Jahre alt?“.
„Nein das stimmt, ich bin 27. Ich bin erst seit zwei Jahren hier, das Cottage gehörte meinen Großeltern. Sie haben es mir vermacht, bevor sie auf Weltreise gegangen sind. Bevor ich hier Haushälterin wurde, war ich Assistentin in London, aber das Stadtleben tut mir nicht gut, deshalb bin ich hier.“
Tom hatte ihr interessiert zugehört und sie keine Sekunde aus den Augen gelassen, was sie nervös werden lies. Sein Blick war offen und strahlte pure Freundlichkeit aus.
„Aber genug von mir. Sie müssen müde sein. Richten Sie sich doch erstmal ein, sehen Sie sich in Ruhe um und erholen Sie sich von der weiten Reise. Ich bin im Garten, falls Sie etwas benötigen, gegen 12 Uhr gibt’s Mittagessen.“, lächelte Lilith höflich. Tom lächelte zustimmend. Damit machte sie sich eilig aus dem Staub, um weiter Äpfel zu plücken.
 
 
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