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15 Monate

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
22.08.2021
31.12.2021
19
46.764
19
Alle Kapitel
61 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
22.08.2021 2.485
 
Hi ihr Lieben!

Ich möchte versuchen mein Vorwort kurz zu halten und dennoch genug Zeit finden, um mich Euch vorzustellen und wichtige Daten für meine Geschichte herauszugeben!

Die meisten Leser*Innen kennen mich überwiegend aus dem Bereich EROTIK.
Doch habe ich einst eine Geschichte für den Bereich LIEBE geschrieben, die leider für mehr als zwei Jahre in Vergessenheit geriet.
Verrückterweise hat mich vor kurzem ein Traum an sie erinnert, sodass ich sie wieder zur Hand nahm und ab heute veröffentlichen werde.

Zum Inhalt an sich werde ich nicht viel verraten, denn Ihr sollt die Geschichte ja alleine entdecken können. Nur!
Meine Geschichte habe ich im Jahre 2019 geschrieben und da ihre Handlung ebenfalls in diesem Jahr spielt, bleibt sie auch in diesem Jahr!
Das Leben und Arbeiten in einer JVA kenne ich natürlich nicht persönlich. Daher beruht mein Wissen einzig auf den Informationen, die ich im Internet recherchieren konnte!
Bitte bedenkt das, wenn Ihr meine Geschichte lest!

Sie ist eine MaleSlash P18 - Geschichte und wird diverse Bereiche des Lebens aufgreifen!
Meine Hauptcharaktere sind Tristan und Alexander! Es gibt aber noch diverse Nebencharaktere!
Es wird immer vier Kapitel aus der Sicht von Tristan geben und dann eines von Alexander. Dann wieder vier von Tristan und eines von Alexander!

Die Gedankenzüge meiner Charaktere habe ich besonders gekennzeichnet, damit man sie vom Rest des Textes unterscheiden kann. Diese Sätze sind kursiv geschrieben und mit folgenden Zeichen ' am Anfang und Ende versehen!

Ich werde die Kapitel meiner 19teiligen Geschichte immer wöchentlich online stellen und hoffe, dass sie Eure liebe Aufmerksamkeit erhält!

Ansonsten wünsche ich Euch sehr viel Spaß beim Entdecken meiner Geschichte!
Wer möchte, kann mich auf einen kurzen Weg durch das Leben meiner Charaktere begleiten!

Copyright © 2021 AnniMaSuriSanna | Alle Rechte vorbehalten.
Sämtliche Rechte zu dieser Geschichte liegen einzig und allein auf Seiten der Autorin und werden bei Urheberrechtsverletzungen ausnahmslos von mir angezeigt. Ich bitte daher, davon abzusehen, mein geistiges Eigentum zu kopieren und zu veröffentlichen – was sonst eine strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen würde.

Lasst mir gerne Eure Gedanken da!
Ich würde mich sehr freuen!

Habt noch einen schönen Tag!
Und bleib gesund!

Liebe Grüße,
eure Anni


PS: Zu lang, das Vorwort! Asche auf mein Haupt! So bin ich einfach. ^^
Habt viel Spaß mit ihr! : )





*** **      *** ** **** ** ***      ** ***



₪ || ₪   PROLOG   ₪ || ₪
Urteil



TRISTAN


'15 Monate, Herr Krieg! Das Gericht verhängt gegen Sie eine 15monatige Freiheitsstrafe. Und ich würde Ihnen anraten, diese Zeit zu nutzen, um über Ihre Fehler nachzudenken! Das, was passiert ist … war kein Kavaliersdelikt, Herr Krieg!', so oder so ähnlich waren jene Worte, die mich für die nächste Zeit hinter schwedische Gardienen bringen würden.

Wie ich ihm meine 15monatige Abstinenz erklären sollte, wusste ich hingegen noch nicht. Alexander hatte ich vor fast einem Jahr im Spiele-Keller meiner Lieblingskneipe kennengelernt. Dort trafen wir uns immer dann, wenn wir uns nach körperlicher Nähe und absoluter Entspannung sehnten.

Und zu Anfang bestand mein Interesse an Alexander nur aus purer Körperlichkeit. Mittlerweile jedoch, hatte sich daraus etwas entwickelt, mit dem ich nicht rechnete! Dabei glaubte ich lange Zeit nicht an die Möglichkeit mich zu verlieben. Ich gehörte eher zu der Sparte - suchen, genießen und verschwinden!

„Ach Junge ... das Gericht hat bestimmt einen Fehler gemacht. Du wirst sehen, dein Anwalt wird das verhindern. Du kommst nicht ins Gefängnis“, riss mich meine Mutter aus meinen Gedanken. Diese hatte mich unbedingt zum letzten Tag der Gerichtsverhandlung begleiten wollen, sodass ich nun in ihrem Wagen saß und mir ihre wehleidigen Worte anhören musste. Dabei hatte ich diese Verurteilung verdient!

Ich war es, der den Unfall verursachte und auch ich war es, der für die Schwere der Verletzung verantwortlich war. Da konnte ich mich glücklich schätzen, nur 15 Monate bekommen zu haben. Das Gericht hätte mir durchaus noch eine viel längere Strafe aufbrummen können!

Und ja, mein Anwalt versucht gerade die Strafe in eine Bewährung umzuwandeln. Jedoch glaube ich nicht daran, dass das von Erfolg gekrönt sein würde. Dafür hatte ich mich zu aufbrausend vor Gericht gezeigt! Zu Stur aufgeführt und sah lange Zeit nicht ein, dass ich für meinen Fehler geradestehen musste.

Ich war zu lange der Meinung, durch meinen Entschluss mich zu betrinken nicht Schuldfähig zu sein. Und genau darin täuschte ich mit! Das Gericht und der bestellte Gutachter erklärten mich für voll Schuldfähig. Schließlich hatte ich mich bewusst dazu entschieden zu trinken und dann betrunken in den Wagen zu setzen!

„Schon gut, Mutter. Mach dir keine Sorgen“, erklärte ich ihr, während ich nach meinem Handy kramte. Ich musste unbedingt Alex schreiben! Dieser würde schon für genug Ablenkung bis zum Haftantritt sorgen.



Ich (11:29): Hi Alex! Wie geht's?

Alexander (11:30): Passt. Viel zu tun. Was los?

Ich (11:32): Lust zu treffen?

Ich (11:33): Heute?

Ich (11:34): Im Blue Ice?

Alexander (11:36): Sorry, klappt heut nicht. Hab Dienst! Wie wäre es Morgen?




'Na super! Alex hatte wieder mal einen Arsch voll Arbeit und ich musste mich mit meinen Sorgen alleine herumplagen. Ohne Ablenkung!', legte ich das Handy auf mein Bein, als ich ihm antwortete, dass auch Morgen in Ordnung ginge.

„Was los mein Kleiner? Hat dein Freund keine Zeit?“, wurde ich widererwartend von meiner Mutter abermals aus meinen Gedanken gerissen. 'Woher wusste sie?', sah ich zu ihr hinüber. „Er ist nicht mein Freund!“, widersprach ich ihrer These. „Wie auch immer ihr Zwei das nennt ... für deinen Vater und mich ist es kein Problem. Und du kannst ihn gerne auch mal mit nach Hause bringen“, lächelte sie.

'What the fuck!', starrte ich zurück. Wollte meine Mutter gerade ein Paargespräch mit mir führen? „Nun schau doch nicht so. Meinst du ernsthaft, ich bekomme nicht mit, wenn mein Junge verliebt ist?“, lächelte sie zufrieden, bis dieses in ein Lachen hinüberging.

„Ich bin nicht verliebt und Alexander ist auch nicht mein Freund. Wir sind gute Freunde und sehen uns immer wieder mal, mehr nicht“, erklärte ich trotzig und hatte dabei schon viel zu viel verraten. „Aha, ... endlich erfahre ich seinen Namen - Alexander, also. Wie alt ist er und was macht er so, wenn ihr nicht zusammen um die Häuser zieht?“, wurde meine Mutter aufdringlicher.

„Du willst jetzt echt nicht mit mir über jemanden reden, den du nicht kennst?“, fragte ich. Wie bitte sollte ich meiner Mutter von einem Mann erzählen, den ich selbst kaum kannte? Natürlich wusste ich um seine Vorlieben im Bett! Und klar, ich wusste, dass er Eltern und Geschwister hatte, welchen Hobbys er sonst nachging und was seine Lieblingsfarben waren. Doch im Grunde wusste ich noch viel zu wenig von ihm!

Gedankenverloren verzog ich das Gesicht, als ich darüber nachdachte, was ich meiner Mutter über Alex und mir erzählen sollte!? 'Alex fickt mich richtig gut! Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr ich es lieber, von ihm den Arsch versohlt zu bekommen! Alex ist dermaßen gut daran, dass ich alleine durch seine Schläge abspritze!', schüttelte ich mich angewidert.

„Mutter! Es gibt Dinge, über die ich niemals … aber auch NIEMALS mit dir reden werde. Und Alexander ist einer davon!“, erklärte ich entschieden. Mutter sah mich mit weit aufgerissenen Augen an, als sie den Wagen an der nächsten Ampel halten musste und das Wort ergriff, „… wenn du nicht reden möchtest, dann akzeptiere ich das natürlich. Ich bin deine Mutter und möchte nur das Beste für dich!“

'Ich weiß echt nicht, wann meine Mutter angefangen hatte, an meinen Fehlern vorbeizusehen? Ich meine, ich bin heute zu einer Haftstrafe verurteilt worden! Und das nicht, weil ich gelangweilt auf einer Bank saß!', nickte ich kurz und kam wieder auf den alles entscheidenden Punkt zurück, wie ich Alexander erklären sollte, dass wir uns 15 Monate nicht sehen würden.

Ich konnte mir das nicht vorstellen. Ich wollte mir das nicht vorstellen, und noch weniger wollte ich mir das ausmalen! 15 Monate ohne Alex! 15 Monate ohne Sex! 15 Monate ohne alles, was mir lieb war! 'Wenn ich doch nur nicht diese dämliche Schnaps-Idee gehabt hätte!', schlug ich mir gegen die Stirn. Ich hätte zu Hause bleiben und mich nicht in der nächstbesten Kneipe volllaufen lassen sollen! Fucking Schnaps!

„Scheiße eh, was habe ich getan“, fluchte ich leise. „Schon gut, Tristan! Wir bekommen dich schon wieder auf die Beine! Wenn das mit der Haft erst einmal erledigt ist … hat Vater einen Job für dich in seiner Bibliothek. Ist zwar keine besonders große Aufgabe. Aber für den Anfang wird es reichen, um wieder Fuß in der Berufswelt zu fassen“, redete Mutter auf mich ein.

„Mutter! Sei so gut und halte den Wagen. Ich glaube, ich muss mich übergeben“, protestierte ich. Ich hatte nie vor, bei meinem Vater zu arbeiten und auch jetzt stand mir der Sinn nach Kunst und Holz. Bibliotheken-Zeug war nicht meines! „Ahm … ja!“, stotterte sie los, ließ mich aussteigen, damit ich meinen Mageninhalt der Öffentlichkeit preisgeben konnte.

„Junge! Geht es dir nicht gut?“, musste meine Mutter zu allem Übel noch eine kleine Szene hinlegen. „Steig ein!“, fluchte ich leise, als sich abermals ein kleiner Teil meines Mageninhaltes in die Öffentlichkeit wagte. Dabei handelte es sich wahrlich nur um Galle, da ich den ganzen Tag nichts gegessen hatte! „Bitte ... steig einfach wieder ein“, bat ich schon bald. Da wollte mir meine Mutter tatsächlich das Händchen halten, während ich mir den Magen blutig reiherte!

₪ || ₪




- 7 Woche später -




Alexander (9:38): Sorry nochmal, dass ich dich gestern versetzen musste. Ich hätte mich gerne mit dir getroffen, doch ich musste für einen Kollegen einspringen. Ich hoffe, du bist mir nicht böse. Ich würde es gerne wieder gut machen, Tani!




'Ja, Alex hatte mich gestern wieder einmal versetzt! Mir eine SMS geschrieben, dass er nicht konnte und sich knapp dafür entschuldigt!', starrte ich auf mein Handy. Wenigstens hatte er mich dieses Mal wie einen Menschen behandelt!

Und dabei dachte ich vor einer Woche noch, dass wir endlich einen Schritt weiter wären, als er mich zu sich nach Hause einlud. Allerdings musste ich unweigerlich zugeben, dass ich dieses Angebot ausgeschlagen hatte! Ich fühle mich damit irgendwie nicht wohl. Denn noch hatte ich ihm nicht gesagt, dass ich in einigen Wochen eine Haftstrafe abzusitzen hatte.

'Wie könnte ich auch? Vielleicht sollte ich ihn anlügen? Ihm sagen, dass ich auf eine Dienstreise müsste? Wir sprachen ja nicht über unsere Jobs und Alex wusste nicht, dass ich seit einigen Monaten vom Arbeitslosengeld lebte!', tippte ich auf meinem Handy herum.



Ich (10:25): Ich muss dir was sagen ... [gelöscht]




"Nein, geht gar nicht!", sprach ich leise und löschte die Nachricht.



Ich (10:28): Passiert halt ... [gelöscht]

Ich (10:29): Hätte mir was anderes gewünscht ... [gelöscht]




Und so tippte ich solange auf meinem Handy herum, bis lediglich ein paar wenige Wörter an Alex herausgingen, in denen ich ihm erklärte, dass es in Ordnung sei und ich mich freuen würde, wenn wir uns schon bald wieder treffen könnten.



Alexander (10:40): Gerne! Wie wäre es mit heute? Gegen 15 Uhr an unserem Treffpunkt? Hole dich ab!




Die nächste Nachricht beförderte mir ein dämliches Schmunzeln aufs Gesicht, da ich es schon immer verrückt fand, wie Alex mit mir umging. Ständig bat er mich darum, mich abholen zu dürfen. Und ebenso oft wollte er mich auch wieder nach Hause bringen. Was ich jedes Mal ablehnte!

Alex sollte absolut nicht wissen, wie ich lebte! Da übersah ich auch gerne einmal das leichte Ziehen im Rücken und Arsch, wenn wir uns besonders ausgiebig miteinander beschäftigt hatten und ich deswegen nicht wirklich auf den ungemütlichen Bänken der Bahn sitzen konnte!

Ich wollte unbedingt die Zeit, die ich bis zu meinem Haftantritt hatte, mit Alex verbringen! Ging ich doch davon aus, dass wir uns, sobald er von der Haftstrafe erfuhr, nichts mehr mit mir zu tun haben wollte.

'Wer würde 15 Monate auf seine Sex-Bekanntschaft warten?', betrachtete ich mich im Spiegel. Alex konnte jeden haben! Er war der Hübschere von uns beiden. Alleine seine stahlblauen Augen, sein sportlicher Körperbau, seine blonden Haare machten ihn hinreißend! Und dann wusste er auch noch damit umzugehen!

Ich hingegen gleich einer Hungerharke, obwohl ich ausreichend aß! Ich nahm einfach nicht zu, war entsprechend schlank und kleiner als er. Das einzige, was mich ausmachte, waren meine Augen! Und die strahlten besonders dann in ihrem dunklen Grün, wenn ich Alex sah!



Ich (10:41): Einverstanden!

Alexander (10:43): Freue mich! Bis später, hübscher Mann!



₪ || ₪



„Hi!“, begrüßte ich Alex, der mich wie immer in seine Arme zog und fest an sich drückte. „Das wegen Gestern, tut mir total leid, Tani! Ich hätte dich nicht so abspeisen dürfen“, entschuldigte sich Alex nochmals, was mich dazu verleitete, nun meinerseits meine Arme um ihn zu legen. „Schon gut, jetzt bist du ja da“, flüsterte ich gegen seine Schulter. Und wieder einmal fiel mir auf, dass ich doch einen Kopf kleiner war, als Alex.

„Was wollen wir heute machen? Für die Bar ist es noch zu früh!“, erklärte mir Alex, der mich kurz seine Lippen spüren ließ. Sofort ging ein angenehmer Schauer durch meinen Körper und wollte nach ihm haschen, als Alex sich lachend von mir entfernte. Nur um kurz darauf wieder zu mir zurückzukehren, „... dafür ist nachher noch genügend Zeit!“ 'Oh ja, bitte! Lass mich die kommenden Monate in deinen Armen vergessen! Einfach nur in deinen Armen liegen und nicht an das denken, was auf mich wartete', sah ich zu Boden.

Nur leider spürte Alex, dass heute etwas mit mir los war, sodass er schon bald fragte, ob ich auf ihn sauer wäre. Ich schüttelte den Kopf, bat ihn, heute einmal mit mir etwas ganz verrücktest zu tun und erhielt daraufhin ein zufriedenes Lächeln. „Hatte ich vor! Ich muss doch noch unser verpatztes Treffen wieder gut machen!“, zog er mich in seine Umarmung zurück. „Jetzt erst einmal essen und dann könnten wir es uns im Spiele-Keller bis zum Morgen gemütlich machen!?“

„Schon, ja?! A-aber, ... wenn es dich nicht stört, würde ich gerne ... also nur, wenn es für dich ok ist ... ahm, ... etwas anderes machen. Vielleicht eher essen und danach Kino? Also, wenn du das auch möchtest?“, sprach ich schüchtern vor mich hin. Mir war heute nicht nach Sex und schon gar nicht nach einer ausgiebigen Session! Ich hatte wirklich das starke Bedürfnis, Alex besser kennenzulernen. Und damit meinte ich alles andere aus seinem Leben, das nicht mit dem Thema Sex zu tun hatte. Denn sein Sexleben, seine Vorlieben und seine ausgefallenen Ideen kannte ich!

„Klar. Wenn du mehr darauf Lust hast, dann lass uns ins Kino gehen“, stimmte er zu, schien überrascht meiner Bitte wegen und ließ sich dennoch darauf ein, einmal ein Treffen nicht mit Sex enden zu lassen. „Danke! Mir ist irgendwie mehr nach Reden und kuscheln ...“, stotterte ich bescheuert. Alex nutzte die Gunst der Stunde und zog mich auf, denn immer, wenn ich nervös wurde, wusste ich nichts mit mir anzufangen.


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