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Of Love and Monsters

von Lion 2000
GeschichteDrama, Sci-Fi / P12 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
21.08.2021
15.09.2021
5
14.646
 
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6 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
15.09.2021 3.217
 
Hey guys,
Ich weiß seit dem letzten Kapitel ist einiges an Zeit vergangen, aber dafür ist das hier extra lang
geworden;)
So, aber jetzt viel Spaß beim Lesen
~~~~~~


The Necklace

,,Your necklace hanging from my neck, the night we couldn‘t quite forget“
*,,Out of the Woods‘‘ von Taylor Swift


Einer der Sachen die Emily besonders von dem Flug in der Osprey im Gedächtnis blieb, war vor allem das starke Schaukeln welches das Innere erfasste. Ihr wurde wieder einmal bewusst wie sehr sie Fliegen eigentlich hasste, vor allem da sie sich nicht ganz sicher war, wie alt und noch komplett gefahrlos nutzbar dieses Ding war-denn wer wusste schon wo diese Verbrecher die Osprey eigentlich her hatten…Dadurch das die Rampe über die man hinein gelangte während des Fluges hochgezogen war, waren die einzigen Lichtquellen die an den Innenwänden verteilten, schwach leuchtenden, roten rechteckigen LED-Scheinwerfer, die das gesamte Innere des Fluggeräts in ein schummrig rötliches Licht hüllten. Um den Schwindel und die Übelkeit etwas auszublenden, versuchte Emily sich mit den Augen auf einen bestimmten Punkt am Boden zu fixieren, da es ihr normalerweise bei so etwas half-doch heute zeigte es keinerlei Wirkung.
Sie saß neben Beca, ihrer beide Knie streiften sich leicht und Emily konnte so das nervöse Zittern der anderen praktisch spüren. Gegenüber von ihnen hatte Madison den Kopf gegen Emma‘s Schulter gelehnt und obwohl sie nicht mehr ganz so verstört wirkte wie noch vor wenigen Stunden, war die Farbe immer noch nicht so ganz in ihr Gesicht zurück gekehrt. Emma hatte den linken Arm um die Schulter ihrer Tochter gelegt, während ihre rechte Hand den Griff des ORCA‘s umklammerte, so als wolle sie das Gerät genauso sehr schützen wie Madison.
Emily löste ihren Blick wieder von Mutter und Tochter und lies ihn jetzt wieder seitlich auf Beca fallen. Die brünette Wissenschaftlerin drehte gerade den kleinen, zierlichen Goldring welcher an der Kette hing die sie stets trug zwischen den Fingern. Das rote Licht der LED-Lampen an der Wand schimmerten leicht auf dem goldenen Metall. Als Emily die Ring-Kette um Beca‘s Hals erblickte, flogen ihre Gedanken schlagartig sieben Monate in die Vergangenheit zurück, als sie dieses Schmuckstück zum ersten Mal gesehen hatte. Ein Abend an dem sie Beca erst so richtig kennen gelernt hatte.

//FLASHBACK ANFANG//
Aus dem Augenwinkel konnte Emily das Aufblitzen der winzigen Flamme sehen, als Beca das Feuerzeug mit dem typischen klackenden Geräusch entzündete und es an die Zigarette in ihrer linken Hand hielt. ,,Willst du auch?“, fragte Beca und hielt ihr mit einem fragenden Blick die kleine Schachtel hin, doch Emily schüttelte den Kopf, ,,Nein, danke.“. ,,Das stört dich jetzt aber hoffentlich nicht, wenn ich hier nen bisschen rumqualme, oder?“, fragte Beca noch einmal vorsichtig nach, die Zigarette bereits zwischen den Zähnen,  doch die Jüngere erwiderte beschwichtigend, ,,Ne, keine Sorge…“. ,,Okay…“, meinte Beca mit einem Schmunzeln und atmete einmal aus, allerdings drehte sie dabei den Kopf so, das Emily den Rauch nicht abbekam. Gedankenverloren blickte Emily auf den Drink in ihrer rechten Hand und betrachtete ihr Spiegelbild auf der Oberfläche der goldgelben Flüssigkeit, wobei sie das Glas leicht drehte.
Sie beide saßen nebeneinander auf dem Flachdach von Beca‘s Quartier. Die ältere Wissenschaftlerin hatte sie heute zum Abend essen bei sich eingeladen-auf rein freundschaftlicher Basis natürlich. Nachdem sie mit essen fertig waren, Emily aber noch eigentlich nicht so wirklich wieder in ihr eigenes Quartier zurück kehren wollte, hatte Beca vorgeschlagen den Abend hoch auf‘s Dach zu verlegen, da man von dort us eigentlich eine ziemlich gute Aussicht hatte. Um sie herum ertönten die Nachtgeräusche des dichten Regenwalds und die Luft war um die Uhrzeit zum Glück nicht mehr ganz so stickig und schwül.
Als Emily jetzt ihr Glas zum Mund führte, sah sie plötzlich aus dem Augenwinkel etwas bei Beca aufblitzen und erst da erblickte sie den Goldring an der Kette welche vor Beca‘s blauem Shirt baumelte. Das was da gerade so im Mondlicht aufgeschimmert hatte, war der winzige Diamant, welcher in das goldene Metall eingelassen war. Im Großen und Ganzen sah dieser Ring sehr verdächtig nach einem- Eine Ahnung beschlich Emily, denn sie hatte die Dinge die andere schon länger als sie bei Monarch arbeitenden Wissenschaftler über Beca‘s Vergangenheit erzählten gehört, aber sie hatte sich einfach nie wirklich getraut Beca persönlich darauf abzusprechen, da sie da keine Linie hatte überschreiten wollen.
,,Gefällt dir der Ring?“, Beca‘s belustigte Stimme riss Emily zurück in die Wirklichkeit. Etwas peinlich darüber berührt das Beca ihre Observierung gesehen hatte, setzte sich Emily etwas aufrechter hin und murmelte irgendetwas unverständliches vor sich hin, während sie spürte wie sich ein Hauch rosa den Weg in ihre Wangen stahl. Beca‘s Schmunzeln wurde jedoch nur noch breiter bei der verlegenen Reaktion der jungen Wissenschaftlerin.
Für ein paar Augenblicke lang herrschte erst einmal wieder Schweigen und das einzige Geräusch was zu hören war, war das kurze Zischen als Beca ihre Zigarette wieder ausdrückte.Emily konnte nicht umher ihren Blick noch einmal auf die Kette fallen zu lassen, die Frage welche ihr schon seit Wochen im Kopf herumschwirrte, ihr nur noch stärker auf  Zunge brennend. Als ob Beca ihre Gedanken gelesen hätte durchbrach sie irgendwann schließlich die Stille : ,,Weißt du…ich weiß schon was man anderen über mich hinter meinem Rücken erzählt, also wäre es ein Wunder wenn du nicht von meiner,“, ihre Lippen formten sich zu einem halbherzigen Schmunzeln,“…meiner Tragödie ,nenn wir‘s mal, gehört hättest…“. ,,I-Ist…ist es denn wahr?“, fragte Emily ganz langsam und zögerlich. ,,Das meine Verlobte beim  ,,Godzilla-Vorfall“ getötet wurde? Ja…das ist wahr.“, war Beca‘s seufzende Erwiderung, die aber nicht ganz so verbittert klang wie Emily eigentlich erwartet hatte.
Nachdenklich wirkend, fuhr Beca mit den Vorderzähnen über ihre Unterlippe anscheinend nicht ganz sicher seiend ob sie noch weiter erzählen sollte und gerade als Emily ihr sagen wollte dass sie ihr nichts erzählen müsste, wenn sie sich nicht bereit dazu fühlte,  fing die kleine Brünette dann doch an, ,,Ich hab Chloe kennengelernt, da war ich…etwa siebzehn. Ich…Ich war gerade von meiner Mutter rausgeworfen worden, weil sie“, Beca lachte bitter auf, ,,mich mit einem Mädchen beim rumknutschen erwischt hat…“. Emily riss leicht überrascht die Augen auf, nicht die leiseste Ahnung gehabt habend, das Beca so etwas widerfahren war. Als Erklärung fügte die kleine Brünette mit einem finsteren Blick grimmig hinzu, ,,Meine Mutter…hat sich nie wirklich um mich geschert, mich nie auch nur ansatzweise geliebt und mein Vater…den hab ich nie kennengelernt, weil er abgehauen ist bevor ich überhaupt auf der Welt war, also hatte ich auch nirgendwo sonst wo ich hingehen hätte können…Deshalb musste ich wohl oder übel für ein paar Wochen auf der Straße leben…“. Emily lauschte der Brünette gebannt, völlig unvorbereitet darauf gewesen, dass Beca‘s Vergangenheit bereits so früh solche Düsterkeit aufwies.
,,Eines Nachts…hab ich in einer Gasse in der Nähe von so nem Club rumgelungert,“, fuhr Beca jetzt fort, ihre Miene hellte sich langsam wieder auf, ,,Und…da hat Chloe mich gesehen…“. Bei dem Aussprechen des Namens ihrer verstorbenen Verlobten trat ein bittersüßer Ausdruck in die blauen Augen der Brünette, ,,Sie war vier Jahre älter als ich und war den Abend mit Freunden feiern gewesen. Aber als sie mich da in der Kälte hat sitzen sehen, ist sie sofort zu mir hingegangen und hat wissen wollen, was ich hier draußen ganz allein um die Uhrzeit machte und naja…irgendwann bin ich dann mit der Sprache rausgerückt und ihr hab ihr erzählt, warum ich nicht mehr Nachhause konnte und dann…“, ein leichtes Schmunzeln fing sich an auf Beca‘s Gesicht zu bilden, ,, hat sie mich praktisch gezwungen mit ihr mitzukommen. Ich hatte zwar die ganze Zeit behauptet das es mir gut ging-was natürlich kompletter Schwachsinn war, aber ich wollte einfach niemanden unnötig zu Last fallen-aber Chloe hat nicht Locker gelassen und schließlich hab ich mich dann doch von ihr mit in ihr College-Schlafzimmer reinschmuggeln lassen…“. Emily musste auch etwas schmunzeln, als sie sich das alles versuchte bildlich vorzustellen. ,,Also…so hatten wir uns kennen gelernt…“, erzählte Beca jetzt weiter, ,,und…etwa ein halbes Jahr später|es war relativ kurz nach meinem 18. Geburtstag-wurden wir ein Paar…”Um Ehrlich zu sein hatte Emily erwartet, das sich beim Erzählen viel Traurigkeit in Becas Augen zeigen würde, aber dem war nicht so, im Gegenteil. Sie wirkte tatsächlich sogar irgendwie glücklich, ,,Als wir zwei Jahre zusammen waren, da…“, Beca‘s Finger glitten zu dem Ring an der Kette, während sie sprach, ,,da hab ich sie gefragt ob sie mich heiraten will…Natürlich, konnte manch einer sagen, dass es zu früh war sich zu verloben wenn man gerade mal erst Zwanzig ist, aber…ich wusste einfach das…“. ,,Sie die richtige ist?“, beendete Emily den Satz und Beca nickte mit einem Lächeln zu ihr rüber blickend, ,,Ja…ganz genau.“
,,Und dann drei Monate vor unserer geplanten Hochzeit…“, jetzt verdüsterte sich Beca‘s Blick doch noch, während sie mit ihrer Erzählung weiter fort fuhr, ,,…ist halt das mit Godzilla passiert…“. Emily erwartete nicht, dass Beca jetzt noch weiter ins Detail gehen würde, doch zu ihrer Überraschung erzählte die Ältere noch weiter, ,,Wir…wir waren etwa  zehn Minuten vom Stadtausgang entfernt da…da hat das männliche M.U.T.O Godzilla in ein Hochhaus geschleudert, nicht mal zwanzig Meter von unserem Auto entfernt…Der Wolkenkratzer ist allmählich eingestürzt und Chloe…sie war einfach jemand die immer Menschen helfen wollte-die geborene Krankenschwester eben…“. Ein trauriges Lächeln glitt bei den letzten Worten über Beca‘s  Gesicht und Emily ahnte bereits was gleich folgen würde, noch bevor die andere es aussprach, ,,Ich hab…sie noch versucht davon abzuhalten in das Gebäude aber…Chloe hatte schon immer ihren…ihren eigenen Kopf gehabt,“, ein Laut der wie ein trockenes, halbherziges Lachen klang drang aus Beca‘s Kehle hervor und ihr Blick war abwesend in die Ferne gerichtet , so als ob sie sich gedanklich wieder mitten in den Ereignissen dieses Tages befinden würde. ,,Also…ist sie auf das Gebäude zu, Ich bin ihr hinterher gerannt und dann- dann kam die Explosion…“. Beim Sprechen umklammerten Beca‘s Hände so fest die Dachkannte, das Emily schon fast erwartete das sich Dellen im Metall bilden würden. ,,Die Druckwelle hat mich zurückgeschleudert und…als ich wieder zu mir kam…lag alles um mich herum in Schutt und Asche…“, erzählte die Ältere jetzt weiter mit so unfassbar viel Bitterkeit in der Stimme, wie Emily es noch nie bei jemanden gehört hatte, ,,Ich hab alles nach ihr abgesucht, immer wieder ihren Namen gerufen und…als ich sie dann fand, da- da war es bereits zu spät…sie- sie war wahrscheinlich schon seit Stunden tot gewesen…“.
Danach herrschte erst einmal lange ein schweres, bitteres Schweigen zwischen ihnen. Selbst die Geräusche des Dschungels schienen auf einmal etwas leiser. Emily spürte unfassbar viel Mitleid für Beca in sich aufwallen und sie wollte sich gar nicht ausmachen, wie viel Schmerz sie damals durch dieses Ereignis wohl gespürt haben musste. ,,Manchmal…“, fing Beca jetzt wieder an und auf einmal flammte ein Ausdruck der irgendwie nach Reue aussah in ihren Augen auf,,Manchmal denke ich mir, hätte ich Chloe bloß ein paar Sekunden vorher erreicht…und sie noch rechtzeitig wieder zurück gezogen, dann-“. ,,Nein, Beca!“, fuhr Emily ihr dazwischen noch bevor die andere überhaupt ihren Satz zu Ende gesprochen hatte, nicht wollend das sie auch nur daran dachte sich selbst die Schuld zu geben, ,,Du trägst keinerlei Schuld an irgendetwas was damals passiert ist! Es war Chloe‘s Entscheidung den anderen zu helfen, nicht deine. Sie hatte ihre Wahl getroffen und das Risiko auch bestimmt gewusst, darüber hattest du keinen Einfluss…Also such Ja nicht die Verantwortung bei dir selber, okay? Ich hab Chloe zwar nicht gekannt, aber ich bin mir sicher, das sie nicht gewollt hätte, dass du dich schuldig an ihrem Tod fühlst…“. Für einen Moment, sagte Beca nichts, dann seufzte sie mit einem leichten Schulterzucken, ,,Wahrscheinlich…wahrscheinlich hast du Recht…“  und richtete ihren Blick wieder gen Horizont. ,,Weißt du…“, flüsterte sie irgendwann mit einem schon fast nostalgischen Lächeln, ,,Chloe, war die allererste Person in meinem Leben…die mich wirklich geliebt und die mir gezeigt hat, das ich es auch verdient habe geliebt zu werden…“. Emily nickte mit einem verstehenden Lächeln, sich ganz genau vorstellen könnend, wie sehr Beca Chloe wohl geliebt haben musste. ,,Tut…Tut es immer noch weh?“, fragte sie irgendwann zögerlich und nicht allzu aufdringlich wirken wollend nach und nach kurzem Überlegen antwortete Beca, ,,Also…in den ersten zwei Jahren, da…war der Schmerz unerträglich gewesen und ich hatte mir zu keiner Sekunde vorstellen können, dass es je wieder besser wird, aber…mittlerweile hab ich das Gefühl tatsächlich wieder geheilt zu sein und wenn ich an Chloe zurück denke, da…denke ich eigentlich fast nur noch an unsere glückliche Zeit zusammen zurück und daran was für eine viel bessere und stärkere Person ich durch sie geworden bin, weißt du?“. Emily nickte.
,,Und was ist mit dir Emily?“, wollte Beca nach kurzer Stille mit einem neugierigen Seitenblick auf Emily wissen, ,,Warst du schon mal so richtig verliebt?“. Bei dieser Frage spürte die Jüngere einen kurzen, eisernen Stich in ihrer Brust und ihr Mund fühlte sich auf einmal so trocken wie Sandpapier an. ,,J-Ja…Ja, tatsächlich…Da- da war dieses- dieses eine Mädchen…“, fing sie leicht stockend an, den Namen nicht über die Lippen bringen könnend, da es noch zu schmerzhaft für sie wäre, ,,Ich…hab sie in meinem ersten College-Jahr kennengelernt, sie hat auf alle so kalt und unnahbar gewirkt, keiner konnte sich vorstellen das sie jemals irgendwen an sich heran lassen könnte…Aber, irgendwie war es auch genau dass was mich an ihr fasziniert hat, verstehst du?“. Während sie sprach spielte Emily nervös mit ihrem Ärmel herum, ihr wurde bewusst, dass sie vorher noch nie mit jemanden wirklich über dieses Thema gesprochen hatte, ,,Aber…irgendwann hab ich es irgendwie geschafft durch ihre Mauern zu dringen und…wir verliebten uns beide Hals über Kopf ineinander…“, sie schluckte leicht, bei den Gedanken an den nächsten Teil den sie wohl oder übel erzählen musste, ,,aber sie war zwei Jahre älter als ich, hat demnach auch früher ihren Abschluss gemacht und…und ist dann zur Army gegangen, wie ihr Vater das auch schon  getan hatte…“.
Ein Ausdruck der Vorahnung bildete sich jetzt auf Beca‘s Gesicht, gemischt mit langsam aufkeimenden Mitleid. ,,Die…die Fernbeziehung-Sache hat einfach nicht funktioniert…“, stieß Emily jetzt noch hastig und mit sich langsam zuschnürender Kehle, ,,Sie…hat dann einfach irgendwann per Telefon Schluss gemacht…“.  Unwillkürlich glitten ihre Gedanken an diesen Tag zurück. An dieses Telefonat welches ihr Herz in tausend Stücke hatte zersplittern lassen. Plötzlich verschwamm ihr die Sicht und Emily hob rasch die Hand um das Herab tropfen der Tränen zu verhindern. Ihr wurde bewusst, dass auch nach über einem Jahr der Schmerz immer noch nicht hundertprozentig verschwunden war. ,,Sorry…“, murmelte sie, sich weiterhin über die Augen wischend, ,,Ich sollte mich wahrscheinlich nicht so anstellen…was ich erlebt hab ist bestimmt nicht vergleichbar mit dem was du durchmachen musstest-“, doch Beca schüttelte hastig den Kopf. ,,Nein! Herzbruch ist immer scheiße…egal ob man ihn nun durch Tod oder Trennung hinzugefügt bekommt…“. Während Beca sprach, hatte sie eine Hand tröstend auf Emilys Oberschenkel gelegt und tatsächlich half diese Geste der Jüngeren sogar ein wenig.
Emily sog zittrig die Luft ein und schließlich streckte Beca kurzerhand ihre andere Hand aus, um sanft mit dem Daumen eine Träne von der Wange ihrer Gegenüber wegzuwischen. Tatsächlich rang Emily sich ein dankbares Lächeln ab und sie hauchte ein dünnes ,,Danke…“ aus. Ihr Blick fiel jetzt wieder nach unten auf Beca‘s Kette und nach kurzem Zögern fragte sie, ,,Der Ring…ist das dein-“. ,,Nein…es ist Chloes. Den den sich für sie besorgt hatte…“, erklärte Beca, ,,Ich hab ihn nicht nur noch als Erinnerung an sie behalten, sondern auch…weil ich falls ich eines Tages die richtige Person mit der ich genauso sehr glücklich bin, das ich mit ihr den Rest meines Lebens verbringen will…ich ihr dann diesen Ring geben werde…Ich mein, wahrscheinlich wird ein Teil von mir immer traurig darüber sein, dass Chloe und ich eben nicht unser Happy End bekommen haben, aber…Ich weiß einfach das ich weiter machen muss, das Chloe das auch für mich gewollt hätte. Sie hätte gewollt dass ich wieder glücklich werde und ich eben nicht für den Rest meiner Tage ihr hinterher trauere…“.
Für einen Moment lang lies Emily diese Information erstmal sacken und hakte während sie wieder von dem Ring aufsah, dann noch neugierig nach, ,,Also…bist du bereit für eine neue Beziehung?“. Daraufhin schwieg Beca kurz, anscheinend die Formulierung  ihrer Antwort sich ganz genau zu überlegen scheinend, ,,Ums mal so auszudrücken, würde ich sagen dass ich an einem Punkt angekommen bin, an dem ich keine Gewissensbisse gegenüber Chloe mehr haben würde, wenn ich eine neue Beziehung eingehen würde, also…Ja, würde ich schon sagen das ich bereit bin…“. ,,Dann hoffe ich dass du die richtige Person findest…“, meinte Emily sanft lächelnd und Beca erwiderte darauf nicht minder zurück lächelnd, ,,Das hoffe ich auch.“. Der Blick den sie tauschten dauerte tatsächlich etwas länger an als sonst und irgendwie sorgte das dafür, das Emily einen kurzen Wärmeschuss tief in ihrem Inneren spürte. Jetzt fiel ihr auch auf wie sehr Beca‘s seidiges Haar eigentlich in dem Vollmondlicht schimmerte und irgendwie fehlte ihr direkt das Gefühl von Beca‘s Hand auf ihrem Bein, als sie sie wieder wegzog. Mit einem Mal kam ihr irgendwie der Abend noch eine ganze Ecke schöner vor…
//FLASHBACK ENDE//
Emily wurde aus ihrer Erinnerung zurück in die Gegenwart gerissen, als mal wieder ein besonderes starkes Schaukeln die Osprey durchfuhr. Mein Gott, wenn das noch einmal passierte, würde sie sich noch glatt übergeben…Plötzlich stand Jonah in der Mitte des Fluggeräts und warf seinen vier Gefangenen dicke, dunkelblaue, stark nach Winterjacken aussehende Kleidung hin. ,,Da wo wir gleich landen, werdet ihr euch warm anziehen müssen,“, meinte er mit einem süffisanten Lächeln auf sie herab blickend. ,,Wir fliegen in die Antarktis, oder?“, wollte Beca mit unverhohlener Nervosität in der Stimme wissen. Jonah‘s teuflische Lächeln wurde nur noch breiter und das war Antwort genug. ,,Warte…in der Antarktis ist doch…“, flüsterte Emily zu Beca, kaum das Jonah sich wieder angewandt hatte und Beca erwiderte grimmig, ,,Monster Zero, ganz genau.“.
Monster Zero war ein sich ,genau wie bis  kurzem noch Mothra, im Winterschlaf befindender Titan der erst vor kurzem entdeckt worden war, weshalb sie nur sehr wenig bisher darüber hinausgefunden hatten. Eine der Hypothesen war es jedoch, das es sich bei ihm um einen Alpha-Rivalen von Godzilla handelte. Wenn Monster Zero also erweckt werden  und er auf Godzilla treffen würde, könnte es zu einem Monsterkampf kommen, der selbst den von San Francisco wie eine Schulhofschlägerei aussehen lassen könnte…
~~~~~~

Das nächste Kapitel kommt entweder Donnerstag oder Freitag, je nachdem wie schnell ich fertig mit Schreiben bin. Und by the way (hat zwar jetzt nicht wirklich was mit der Geschichte zu tun aber egal xD) habt ihr schon den ersten Trailer zur ,,Hawkeye”-Serie gesehen? Also ich persönlich fand den Trailer ziemlich genial und ich kann's kaum erwarten bis die Serie dann im November endlich rauskommt^^ Aber genug davon,
Bis zum nächsten Kapitel;)
LG Lion 2000
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