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Of Love and Monsters

von Lion 2000
GeschichteDrama, Sci-Fi / P12 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
21.08.2021
20.10.2021
13
31.443
1
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17 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
27.08.2021 1.751
 
Abducted

,,I was in the alley, surrounded on all sides‘‘
*,,long story short‘‘ von Taylor Swift*


Emily konnte die stechende Hitze der Explosion in ihrem Rücken fühlen, noch während die Druckwelle sie zu Boden schleuderte. Kaum das ihr Körper auf dem Metall aufschlug ertönten hinter ihr auch schon die ersten Schüsse. Schon fast reflexartig und ohne noch großartig drüber nachzudenken, rollte Emily sich unter einen direkt neben ihr stehenden Tisch, wo sie mit schützend über den Hinterkopf gehaltenen Händen auf dem Bauch liegen blieb. Sie schloss fest die Augen, während der Lärm der Schüsse, vermischt mit den Schreien ihrer Kollegen und dem dumpfen Geräusch auf den Boden fallender Körper ihr in den Ohren dröhnte. Dadurch das alles so schnell geschehen war, konnte Emily‘s Verstand nur langsam erfassen was gerade eigentlich passierte, aber als sie es begriff traf es sie wie ein scharfer Messerstich in den Rücken-Sie wurden gerade angegriffen! Von wem oder warum, wusste Emily nicht und es war in diesem Moment gerade auch noch völlig irrelevant für sie-aber sie wurden angegriffen…
Irgendwann erstarb das Inferno von grausamen Geräuschen wieder und es herrschte schon fast gespenstische Stille. Etwas zögerlich öffnete Emily wieder die Augen und hob langsam wieder den Kopf an. Sie merkte erst jetzt wie stark ihr Körper eigentlich zitterte. Als ihr Blick nach rechts wanderte, konnte sie nur ein paar Zentimeter von dem Tisch entfernt ein Paar Beine in einer Hose mit Tarnmuster erkennen, allerdings bezweifelte Emily das ihre Angreifer tatsächlich was mit dem Militär zu tun hatten. Zwar war es ein offenes Geheimnis das die Regierung am liebsten ,,Monarch“ dem Militär unterstellen wollte, aber dafür würde sie trotzdem niemals so ein Massaker veranlassen. Es…konnte aber natürlich auch sein, das es das Militär von irgendeinem anderen Land war, denn mittlerweile war es so dass es kein Land mehr gab, das nicht einen Titanen in die Finger kriegen wollte und das einzige was die Kreaturen noch davor bewahrte von irgendwelche Regierungen gefangen genommen zu werden-aus Gründen die definitiv nichts mit Wissenschaft zu tun hatten- war ,,Monarch‘‘.
So wie Emily das von ihrem Versteck aus erkennen konnte, standen im Raum mehrere Leute in Miltärskluft mit den Gewehren immer noch im Anschlag, die zwischen den Leichen der ganzen Wissenschaftler umher liefen-wahrscheinlich um sicher zu stellen das es wirklich keine Überlebenden gab. Unwillkürlich hielt Emily den Atem an und machte sich stocksteif, als der Tarnhosen-Typ(oder Frau, wer wusste das schon wenn man nur die Beine sah) weiter unfassbar nah an dem Tisch entlang lief.
Plötzlich drang das Geräusch schwerer Schritte an ihre Ohren und Emily sah ein Paar schwarzer Stiefel ebenfalls nicht allzu weit von ihrem Versteck entfernt über den Boden entlang laufen. Dann rappelte sich plötzlich nur etwas weiter vorne doch noch ein Wissenschaftler auf-es war Dr. Mancini. Als der schwarze Stiefel-Träger ihn erreicht, erhob er sich zitternd und mit erhobenen Händen. Für ein paar Herzschläge lang passierte nichts, dann ertönte ein lauter, kurzer Pistolenschuss, ein Teil der Glasscheibe vorne zersplitterte, Blut spritzte auf den metallenen Boden und Mancinis Körper sackte in sich zusammen. Emily presste sich schnell eine Hand vor den Mund um ihren aufsteigenden Schrei zu unterdrücken und zum Glück war der winzige Laut der dann doch noch entwich anscheinend zu leise, als das ihn einer der Angreifer hören konnte.
In der Ferne konnte man einen ängstlichen Schrei hören und die Urheberin war definitiv noch ein Kind. ,,Madison…“, schoss es Emily sofort durch den Kopf. Die Zwölfjährige hatte ihr vorhin die Schlüsselkarte von dem Kittel gerissen, damit sie kurzerhand auch noch in Mothras Höhle eilen konnte. Hoffentlich würden die Angreifer Madison nichts tun. Bei dem Gedanke dass sie auch noch jemanden so junges und unschuldiges das Leben nehmen könnten, wurde drehte sich Emily der Magen um.
Mit angehaltenem Atem sah Emily jetzt dabei zu wie der Träger der schwarzen Stiefel einen Schritt über Mancini‘s Leichnam machte und durch das von der Kugel geschaffene mannshohe Loch in der Glasscheibe hindurch auf den metallenen Steg der zu Mothra führte-und auf dem Beca, Emma und Madison sich jetzt befanden. Die Angst um die drei lies Emily‘s Herz schlagartig rapide schneller schlagen und verdrängte sogar die Angst um sich selbst. Vor allem der Gedanke, das Beca- Sie erschauderte. Langsam und darauf bedacht kein Geräusch zu verursachen kroch Emily jetzt ein paar Zentimeter nach vorne, um das was sich jetzt vorne abspielte besser sehen zu können.
Die hochgewachsene Gestalt von Mancini‘s Mörder konnte sie immer noch nur von hinten sehen und nicht sein Gesicht, aber das schneeweiße Haar verriet das er bereits älter sein musste. Mothra verharrte trotz des gerade noch herrschenden Lärmes immer noch seelenruhig vor dem Steg-noch eine Bestätigung dafür, dass das ORCA-Signal anscheinend tatsächlich funktionierte. Die anderen drei Personen auf der Konstruktion hatten sich mit der Ankunft des Fremden langsam erhoben. Die am ganzen Körper zitternde Madison hatte das Gesicht gegen die Schulter ihrer Mutter gepresst und die ziemlich geschockt wirkende Emma strich beruhigend über das dunkelbraune Haar ihrer Tochter. Beca stand ganz nah bei den beiden und selbst aus der Entfernung konnte Emily sehen, das sämtliche Farbe aus dem Gesicht der Brünette gewichen war.
,,Sieh an, sieh an…“, ertönte die tiefe, leicht kratzige Stimme mit britischem Akzent des Fremden, ,,Es funktioniert also tatsächlich…“. Der ORCA…Er sprach vom ORCA, begriff Emily. Aber woher wusste dieser Mann von der Existenz diese Geräts? Soweit sie wusste war seine Entwicklung ein Monarch internes Projekt und außer Emma hatte nicht mal irgendjemand sonst innerhalb der Organisation die Pläne des ORCA‘s gesehen, mit Ausnahme von Beca vielleicht. Aber dieser Fremde wusste anscheinend von der Existenz des Gerätes, sowie über seine Funktion Bescheid.
Langsam dämmerte Emily aus welchem Grund dieser Angriff stattgefunden, denn ein Gerät wie der ORCA-ja…das verschaffte einem Macht, sehr viel Macht sogar. Es machte einen dazu imstande, eine ganze Rasse gigantischer Kreaturen zu kontrollieren. Der ORCA gehörte wirklich zu der Sorte von Gegenständen die in den falschen Händen fatales anrichten konnten und Menschen die bereit waren ein ganzes  Forschungsteam kaltblütig niederzumetzeln, waren definitiv nicht die geeigneten Besitzer für dieses Gerät…
Langsam kroch Emily noch ein weiteres Stückchen nach vorne, was sich als Fehler herausstellte denn dieses Mal wurde sie doch entdeckt. Bevor sie auch nur sowas wie ,,Verflucht!“ überhaupt denken konnte, packte sie eine Hand am Kragen und zerrte sie unter dem Tisch hervor. Sofort versuchte Emily sich loszureißen, doch der Kerl packte sie mit der anderen Hand von hinten am Nacken und drückte sie nach unten, so das ihr Oberkörper gegen die Tischplatte gepresst war. ,,Hey Jonah, hier ist noch eine am Leben!“, rief Tarnhosen-Typ, dem alten Mann auf dem Steg zu. Warte, Jonah?  Etwa Alan Jonah, der Öko-Terrorist von dem man  bei ihrer Anfangszeit bei ,,Monarch“ erzählt hatte? So weit sie wusste war er davon besessen, die Welt zurück in die frühere, natürliche Ordnung zu bringen in der die Titanen noch die dominante Spezies war und es war in den letzten Jahren schon öfters vorgekommen, dass seine Männer versucht hatten in einen von ,,Monarch“‘s Außenposten einzudringen. Das ein Mann wie Jonah Interesse an dem ORCA hatte, war deshalb nicht allzu überraschend.
Besagter Terroristen-Anführer wandte sich um und erwiderte an den Mann der Emily festhielt gewandt mit hochgezogenen Augenbrauen, ,,Na, worauf wartest du dann? Töte sie.“. Kaum das er das gesagt hatte, spürte Emily auch schon den Lauf eines Gewehres gegen ihren Hinterkopf und mit leicht aufsteigender Panik, versuchte sie sich jetzt noch verbissener zu befreien-ohne Erfolg. ,,Nein!“, rief jemand laut, aber mit ganz klarer Angst in der Stimme. Dadurch das Emily‘s Gesicht zur Hälfte gegen die harte Tischplatte gedrückt wurde, war ihr Sichtfeld zwar etwas eingeschränkt, aber sie konnte dennoch sehen, wie Beca auf dem Steg nach vorne stolperte, Panik glänzte in ihren blauen Augen.
Sofort richteten einige der Terroristen ihre Waffen in Richtung Beca, woraufhin Emma jetzt blitzartig reagierte und die Brünette von hinten noch am Arm festhielt, damit sie nicht noch weiter laufen konnte. ,,Lasst…Lasst sie gehen…“, bat Beca atemlos, ,,Bitte…“. ,,Damit sie etwa, schön eure anderen Freunde bei ,,Monarch“ alarmiert?“, fragte Jonah daraufhin mit klarem Spott in der Stimme, ,,Tut mir Leid, Dr. Mitchell aber so läuft das nicht…“. ,,Dann nehmt sie doch auch mit…“, wand Emma jetzt hastig ein, ,,Sie wollen doch den ORCA, oder? Aber außer mir weiß keiner sonst, wie man ihn bedient und ohne das Madison oder Beca verschont werden, werde ich nichts für sie tun, egal wie oft sie mir auch eine Waffe an den Kopf halten mögen…“, während die blonde Wissenschaftlerin sprach trat sie immer weiter über den Steg auf Jonah zu, bis sie fast direkt vor ihm stand, ,,und wenn Beca will das Emily verschont wird, dann müssen sie das auch tun!“. Für einen Augenblick blickte der Terrorrist einfach nur kalt auf Emma hinab, dann erwiderte er emotionslos ,,Na, schön!“ und der Gewehrlauf verschwand von Emily‘s Hinterkopf und sie konnte nicht anders, als kurz erleichtert durchzuatmen.
Wenig später wurden sie vier auch schon von den bewaffneten Terroristen aus der Forschungszentrale abgeführt , während Mothra weiterhin zurück in ihrer Höhle verweilte. Anscheinend war es der Plan mithilfe des ORCA die ganzen Titanen einer nach dem anderen aufzuwecken, zumindest war das Emily‘s Vermutung, denn das würde auch zu Jonah‘s allgemeinen Agenda passen. Als sie durch den Tunnel geführt wurden, fiel Emily auf das an der Stelle wo vorher noch die Wand mit dem eingemeißelten Abbild von Mothra in ihrer Schmetterlingsgestalt jetzt ein breites Loch im Fels war, hinter dem ein verborgener Gang lag-das erklärte auch die Explosion von vorhin.
Als Emily vor sich nach unten blickte, konnte sie sehen wie Madison, immer noch leicht zitternd die Hand nach der ihrer Mutter ausstreckte und Emma erwiderte wortlos diese Geste. Emily sah die neben ihr laufende Beca von der Seite her an und als die kleine Brünette ihren Blick erwiderte, spiegelten sich dort die selbe Sorge und Unsicherheit über das was jetzt wohl als Nächstes passieren würde wieder, die Emily gerade selber fühlte.
Irgendwann kamen sie wieder ans Tageslicht und wurden direkt in eine große, graue Osprey, wie sie Emily sonst nur aus irgendwelchen Kriegs- oder Actionfilmen her kannte, gelotst. ,,Was glaubst du, haben die jetzt vor?“, murmelte sie an Beca gewandt, nachdem sie sich widerstandslos auf die, an der Innenwand  des Fluggeräts befestigten Sitzplätze gesetzt hatten. ,,Ich weiß es nicht…“, erwiderte Beca ziemlich unsicher klingen aber was sie auch genau vorhaben, sie brauchen den ORCA um es in die Tat umzusetzen…“.
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