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Of Love and Monsters

von Lion 2000
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Sci-Fi / P12 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
21.08.2021
03.03.2022
36
75.180
3
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
13.02.2022 2.976
 
So guys…
Hier das neue Kapitel. Reißt mir jetzt bitte nicht den Kopf ab…(oder doch, eigentlich hab ich’s verdient:/ )
Nächstes Kapitel kommt hoffentlich Montag, kann aber auch eins zwei Tage später werden.
~~~~~~




Long live the King

,,Sometimes you gotta lose somebody, just to find out you really love someone‘‘
*,,Lose Somebody“ von Kygo & OneRepublic*

Es war als würde sich ein dunkles Loch unter Beca öffnen, in das hinein stürzte, immer und immer tiefer…Ihre Gedanken rasten, nicht glauben könnend und wollend, dass sich das gerade tatsächlich ereignet hatte…Emma konnte- nein, DURFTE einfach nicht fort sein! ,,M-Mom…“, wimmerte Maddie völlig fassungslos und verzweifelt klingend. Weiterhin das Gesicht in Emilys Hemd vergruben habend, entfuhr Beca der erste, zittrige Schluchzer, während in der Ferne Ghidorahs triumphierendes Brüllen ertönte.
,,Was zum-?“, flüsterte Emily plötzlich, woraufhin die kleine Brünette den Kopf zur Seite wandte und  sofort die Augen aufriss, bei dem was sich in der, mittlerweile schon ein gutes Stück von ihnen entfernten, Stadt abspielte. Godzilla war endlich wieder auf den Beinen, doch er hatte sich verändert. Seine sonst dunkelgrünen Schuppen waren von einem züngelnden Feuer durchzogen und es schien eine gigantische Hitze von ihm auszugehen, denn als er durch die Häuserreihen auf seinen Gegner zu stapfte, schmolzen sämtliche Gebäude innerhalb von Sekunden praktisch dahin. Als Godzilla jetzt sein markantes Gebrüll ertönen lies und Ghidorah ihn erblickte, stieß zwar auch er seinen Kampfruf aus, wich dabei aber leicht ängstlich wirkend zurück.
Der König der Monster richtete sich zu seiner vollen Größe auf, selbst seine Augen und Rückenplatten leuchteten in diesem flammenfarbenden Licht auf. Dann ging eine gigantische Welle an brennender Energie von Godzilla aus und das Feuer fraß sich innerhalb eines Wimpernschlags durch Ghidorahs riesige Fledermaus-Schwingen. Der dreiköpfige Titan wand sich vor Schmerz und sein hohes Gebrüll klang von Sekunde zur Sekunde qualvoller, doch Beca spürte nicht das geringste Gefühl von Mitleid für diese Kreatur. Stattdessen erfüllte es sie eher mit Genugtuung das Geschöpf welches nicht nur versucht hatte Godzilla vom Thron zu stürzen, sondern auch noch Emma auf dem Gewissen hatte jetzt so leiden zu sehen.
In einem letzten verzweifelten Versuch sich zu Wehr zu setzten, spie Ghidorah aus allen drei Mäuler grelle Blitze auf seinen Kontrahenten, doch dieser hielt dieses Mal der Elektrizität ohne Mühe stand und die Hitzeenergie in ihm stieg anscheinend noch weiter an. Als schließlich der zweite, noch stärkere Feuerring von Godzilla ausging konnten sie selbst in der entfernten Osprey die Hitze spüren und dieses Mal brannte die Hitze sogar den rechten, sowie linken Drachenkopf nieder. Nun war von Ghidorah nur noch der Mittelkopf, sowie restliche, flügellose und halbverbrannte Körper übrig. In einem finalen, triumphierende Akt stellte Godzilla seinen Fuß auf den Kontrahenten und als der letzte  flammende Energiestoß über die Stadt hinweg rollte, löste Ghidorah sich in einen Sturm aus Elektrizität auf, während sich eine riesige, glühende Blase um die beiden Giganten herum sammelte und sich in einer gigantischen Druckwelle entlud. Das grelle Leuchten, sowie die Hitze war so stark, dass sie alle den Blick abwenden mussten und Beca spürte wie Emily sogar schützend eine Hand über ihren Hinterkopf legte, während selbst die Osprey anfing zu wackeln.
Als der Sturm sich wieder gelegt und die Sicht sich geklärt hatte, war von Boston nichts mehr weiter übrig als ein verkohltes, niedergebranntes Ödland. Es war kaum vorstellbar, dass hier mal eine der meist belebten und bekanntesten Städte der USA gewesen war. Wären sie alle noch da unten gewesen, hätte keiner von ihnen diese ,,Explosion“ (wenn das überhaupt ein genügendes Wort dafür war) überlebt. Über dem was mal Boston gewesen war, lagen riesige Berge an Trümmern, Schutt und Asche verteilt. Und unter genau einem dieser Hügel regte sich jetzt etwas großes.
Beca blieb fast das Herz stehen, als Ghidorahs verbrannter, aber sich immer noch regender Kopf aus den Trümmern emporstieg. Warum starb dieses Viech nicht einfach, verdammt?! ,,Du willst mich doch verar-“, fing Emily an, doch in diesem Moment fiel noch mehr Geröll zur Seite und Godzilla kam zum Vorschein. Jetzt erkannten sie, dass der Kopf ,welcher gerade aus dem Trümmern aufgetaucht war,  im Maul der Unterwasserechse baumelte und abgesehen davon, war von Ghidorah auch nichts mehr übrig. Sämtliche Spuren der gerade noch geherrscht habenden Hitze waren vom König der Monster gewichen und seine Schuppen hatten wieder ihre charakteristische dunkelgrüne Farbe.
Godzilla schleifte den Drachenkopf über dem Boden und obwohl dieser mit seinem zähnebesetzten Maul immer noch um sich schlug, waren seine Bewegungen, als auch sein Gebrüll um einiges schwächer als vorher. Dann füllten sich Godzillas Augen mit einem blauen Leuchten und auch durch Ghidorah begann ein langsam stärker werdendes Licht von derselben Farbe zu scheinen. Jetzt legte der König der Monster den Kopf in den Nacken, seine Rückenplatten färbten sich blitzschnell ebenfalls blau und dann spie er seinen nuklearen Hitzestrahl gen Himmel, wodurch Ghidorahs Kopf endgültig pulverisiert wurde.
Als Godzilla jetzt leicht den Kopf schüttelte und wieder sinken lies, rieselten nur noch ein paar goldene Schuppen, als letztes Überbleibsel Ghidorahs, vom Himmel herab. Plötzlich registrierte Beca erst, dass sich in der Osprey auch ein paar Wissenschaftler ,,Monarch“‘s befanden, die sie auch alle beim Namen kannte. ,,Großer Gott…Zum Glück ist er auf unserer Seite“, meinte der grauhaarige Dr. Stanton, woraufhin Dr. Chen jedoch nur ,,Vorerst.“ erwiderte. Beca wusste was sie meinte: Trotz allem war Godzilla immer noch eine Urgewalt, die sich weder einsperren, noch in ausschließlich gut oder böse einteilen lies. Er war wie die Natur selbst- gewaltig und unberechenbar. Niemand konnte voraussehen,   ob er sich nicht irgendwann gegen sie wenden würde, auch wenn er ihnen dieses Mal wieder aufs Neue bei der Rettung der Welt geholfen hatte.
,,Seht doch…“, flüsterte Maddie plötzlich mit immer noch leicht erstickter Stimme und sie alle folgten ihrem Blick gen Horizont. Dort im Licht der langsam aufgehenden Sonne tauchten nach und nach verschiedene große Gestalten auf, die von allen Seiten her auf die Stadt zu stapften. Die anderen Titanen waren gekommen, oder zumindest ein Teil von ihnen. Beca erkannte sie alle aus ,,Monarch“-Akten und Aufnahmen der jüngsten Attacken wieder. Besonders ins Augen stachen ihr dabei ein einem Mammut ähnelndes, ein Spinnen-Artiges und ein Geschöpf, welches starke Ähnlichkeit mit dem weiblichen  M.U.T.O von vor 5 Jahre hatte. Im ersten Moment wunderte sie sich zwar, warum die Giganten hier herkamen, doch dann fiel ihr das Gebrüll ein, was Godzilla bei seiner Ankunft in Boston ausgestoßen hatte. Vielleicht war das ein Signalruf an alle anderen Titanen gewesen, hier her zu kommen und ihm im Kampfe beizustehen. Diese Hilfe war aber jetzt natürlich nicht mehr von Nöten und es kamen sowieso wahrscheinlich gerade erst die Giganten an, die den kürzesten Weg gehabt hatten.
Langsam lies Godzilla seinen Blick über die Ankömmlinge schweifen, die alle etwas ehrfürchtig wirkend zu ihm aufblickten. Plötzlich landete Rodan direkt vor ihm-anscheinend hatte der Feuervogel sich wieder etwas von seinem Kampf mit Mothra erholt und dass ER der Hitzewelle von vorhin standgehalten hatte, war jetzt auch nicht wirklich überraschend. Argwöhnisch betrachtete Godzilla seinen Gegenüber, doch es schien ganz so als ob Rodan ihn als seinen neuen Alpha akzeptierte und jetzt neigte er sogar seinen großen Vogelkopf in einer schon fast unterwürfig wirkenden Geste. Auch die anderen Titanen nahmen sich ein Beispiel an ihm und verbeugten sich einer nach dem anderen vor ihrem König. Es war ein wirklich majestätischer Anblick wie Godzilla dort inmitten des Zeugnis der Zerstörung stand,  umringt von sich vor ihm verneigenden Giganten. ,,Lang lebe der König…“,murmelte Emily jetzt mit einem leichten Lächeln und auch Becas Mundwinkel wanderten schwach nach oben. Es mochte zwar seltsam klingen, aber sie fühlte in diesem Moment tatsächlich sogar etwas wie Stolz auf Godzilla. Vor fünf Jahren war das noch ganz anders gewesen, da hatte sie ihm noch die Schuld für Chloes Tod gegeben. Aber wie sagte man so schön? Die Zeiten ändern sich…
Jetzt warf Godzilla seinen Kopf in den Nacken und sein majestätisches Brüllen war so laut, dass sich sogar Wellen auf der Oberfläche des angrenzenden Atlantiks bildeten. Danach wurde die Osprey-Luke endgültig geschlossen und schon war für sie alle die einzige Lichtquelle die roten LED-Lampen an den Innenwänden.
Einige Herzschläge lang herrschte einfach nur Stille, doch dann trafen Beca die Wirkungen dessen, was sich vor Godzillas finalen Schlag gegen Ghidorah ereignet hatte, wieder mit voller Wucht. Während die Tränen sich erneut in ihren Augen sammelten, biss sich die kleine Brünette fest auf die Unterlippe und versuchte den aufsteigenden Schluchzer noch zurückzuhalten, jedoch ohne Erfolg. Sie war schon mal mit Verlust in Berührung gekommen, aber das hieß noch lange nicht, dass der Schmerz sie dieses Mal weniger heftig traf. Am ganzen Körper bebend vergrub sie das Gesicht in Emilys Halsgrube und die Jüngere schloss ihre Arme so fest es ging um sie. Dabei sagte Emily allerdings nichts und anscheinend hatte sie begriffen, dass keine beruhigenden, tröstenden Worte der Welt,  Beca  in diesem Augenblick Trost spenden würden können.
Ein Teil von ihr wünschte sich nichts anderes als jetzt  aufzuwachen und festzustellen, dass das alles eigentlich nichts weiter als ein schrecklicher Albtraum war. Aber das hier war kein Traum. Es war die bittere, schmerzhafte Realität.
Emma war nicht mehr am Leben, daran konnte man nichts mehr ändern. Selbst wenn sie Ghidorahs Blitzstrahl vorhin überstanden hätte, diese Hitzewellen von Godzilla…das hätte kein Mensch überleben können, vor allem nicht wenn man in so unmittelbarer Nähe der beiden Giganten gewesen war. Mit jeder Sekunde die verstrich schien der Schmerz in Beca stärker zu werden, bis sie das Gefühl hatte von ihm innerlich auseinander gerissen zu werden. Ja, Godzilla hatte gesiegt, Ghidorah war vernichtet und die Welt gerettet, aber zu welchem Preis?
,,Du bist wie eine Tochter für mich…“-wie in Dauerschleife hallten Emmas Worte in Becas Kopf wider und langsam kam sie zu einer schmerzlichen Erkenntnis. Sie hatte das Gefühl von seiner Mutter geliebt zu werden, nie wirklich gekannt-Herrgott, ihre leibliche Mutter hatte sie aufgrund ihrer Sexualität rausgeworfen, was war daran schon liebend? Dennoch hatte Beca sich von klein auf immer danach gesehnt, auch solch liebevolle Eltern zu haben, wie alle anderen auch. Eltern die sie liebten, sie beschützten und vor allem so akzeptierten wie sie war, ohne sie dafür zu verurteilen. Aber irgendwann hatte sie die Hoffnung aufgeben, als ihr klar wurde, dass ihre Mutter sie niemals auch nur ansatzweise lieben würde und auch ihr Vater weiterhin für immer von der Bildfläche verschwunden bleiben würde.
Emma jedoch, war-wie Beca jetzt erst so richtig bewusst wurde-genau diese Person gewesen, nach der sie sich als Kind so verzweifelt gesehnt hatte. Sie war immer für sie da gewesen, hatte sie in den Arm genommen wenn sie es brauchte und hatte sie bedingungslos so akzeptiert wie sie war. Je mehr Beca darüber nachdachte, desto mehr erkannte sie die offensichtliche Ähnlichkeit von Emmas Zuneigung zu ihr und  zu Maddie. Seien es die nahezu identischen fürsorglichen Blicke, das sanfte übers Haar streichen, oder allein schon das gleichermaßen kompromisslose Beschützen von ihnen, sei es vor Jonah und seinen Schergen, oder inmitten von Monsterkämpfen.
Beca war irgendwie schon längst bewusst gewesen, dass ihre und Emmas Beziehung nicht einfach als Freundschaft bezeichnet werden konnte, allerdings hatte sie nie das richtige Wort dafür gefunden. Doch jetzt war es glasklar für sie: Es war Liebe gewesen-nicht die romantische wie bei ihr und Emily, sondern familiäre Liebe. Eben jene, die so nur zwischen Mutter und Tochter existiert. Nur begriff Beca das erst jetzt.
Und als sie diese Erkenntnis traf, machte es den Schmerz nur noch viel schlimmer. Ihr ganzes Leben hatte sie nach einer liebenden Mutter gesucht und als sie endlich gemerkt hatte, dass sie sie schon längst gefunden hatte, war es zu spät. Ein noch stärkere Schluchzer durchfuhr sie und zitternd krallte sie die Finger in die Ärmel von Emilys Jacke. ,,Shhh…“, flüsterte die Jüngere sanft, strich ihr mit beiden Händen kurz über das noch vom Regen  durchnässte Haar und drückte einen zärtlichen Kuss gegen ihre Schläfe. So sehr der Schmerz sie gerade auch auseinander reißen mochte, Emilys Umarmung und zärtlicher Trost, waren das einzige was sie noch davon abhielt endgültig zu zerbrechen.
Plötzlich hörte Beca hinter sich ein raschelndes Geräusch und als sie sich mit von Tränen verschleiertem Blick leicht umdrehte , sah sie nach mehrfachem Blinzeln, dass Maddie aus den Armen ihres Vaters geschlüpft war und jetzt auf sie und Emily zu kroch.  Kaum, dass sie sie erreicht hatte, drückte die Teenagerin sich auch schon gegen Beca und lehnte das Gesicht seitlich gegen ihr Shirt. Auch Maddies Körper wurde von ständigen Schluchzern geschüttelt, doch Beca fand auf seltsame Weise Trost darin, dass sie durch diesen Schmerz verbunden waren. Es erinnerte sie noch einmal mehr daran, dass sie trotzdem immer noch nicht völlig alleine war.
Vorsichtig löste Beca einen Arm von Emily und legte ihn stattdessen sanft um Maddie, welche sich daraufhin nur noch enger an sie kuschelte. Ihr fiel wieder das Versprechen ein, welches sie Emma vorhin noch gegeben hatte ein: Dass sie Maddie aufpassen würde und als Beca jetzt auf die Teenagerin in ihrem Arm hinab blickte, spürte sie eine unglaubliche Entschlossenheit in sich aufflammen. Sie würde ihr Versprechen einhalten-koste es was es wolle…

~~~~~

Puh…die zweite Hälfte dieses Kapitels zu schreiben hat mich echt ein bisschen mitgenommen:‘( Ich hab ja schon vorher mal emotionale Szenen geschrieben, aber das hier war irgendwie ganz was anderes….Gut, ich hab halt zum ersten Mal ne wirkliche Hauptfigur gekillt, wahrscheinlich liegt‘s daran…
Ich weiß, ihr habt euch bestimmt einen anderen Ausgang mit weniger Drama gewünscht und gehofft dass alle lebend rauskommen, aber ich will euch nochmal erklären, warum ich Emma jetzt hab sterben lassen:
Als ich vor ziemlich exakt einem Jahr ,,Godzilla 2: King of the Monsters“ das erste Mal gesehen habe, hat mich ihr Tod irgendwie total kalt gelassen und ich hab auch sehr schnell erfahren, dass es den meisten (wenn nicht sogar allen) Zuschauern genauso ergangen ist. Ich hab sogar mehr als einmal Kommentare gelesen gehabt, in denen Leute geschrieben haben, dass sie es verdient hat zu sterben-kurz gesagt, innerhalb des Godzilla Fandoms ist sie ein ziemlich verhasster Charakter.
Und obwohl ich sie nicht wirklich gehasst habe und ich die Idee ihres Todes sogar eigentlich ziemlich ,,cool“  fand(ich mochte irgendwie schon immer wenn Charaktere sich opfern, kein Plan wieso…) hat mich dieser Moment irgendwie emotional nicht so richtig berührt.
Ich hab mich am Anfang die ganze Zeit gefragt woran das gelegen hat und als ich den Film ein paar Tag Revue passieren hab lassen, ist mir aufgefallen dass weder ihr innerer Konflikt so richtig gezeigt, noch  ihre Motivation wirklich tief gehend beleuchtet wird, was dann beim Zuschauer zur Folge hat dass man ihre Wandlung am Ende nicht abkauft und sich auch nicht wirklich um sie schert, wenn sie sich opfert. Fehlende emotionale Tiefe bei den Menschlichen Figuren ist ein generelles Problem des Films, aber bei Emmas Figur ist es mir am meisten aufgefallen.
Also habe ich mir angefangen Gedanken zu machen, was man am Skript hätte ändern müssen, um sie als Charakter besser auszuarbeiten und zu vertiefen, weil ich die grundlegende Idee ihrer Arc auch ziemlich interessant fand. Und während diesen Überlegungen ist mir dann irgendwann die Idee zu einem Pitch Perfect x Godzilla Crossover gekommen und daraus ist dann erst die Idee zu dieser Geschichte entstanden. Mir ging es nicht nur darum ein Crossover der beiden Filme zu machen und eine Bemily Romanze mit ein zubringen, sondern auch Emmas inneren Konflikt besser zu zeigen, ihr mehr Tiefe zu geben und den Leser mit ihr mitfühlen zu lassen. Ich wollte sehen, ob ich es schaffen kann ihrem Tod die emotionale Wirkung zu verleihen, wie der Film es zwar versucht, aber nicht geschafft hat.
Allerdings muss ich zugeben, dass ich trotzdem tatsächlich je näher ich beim Schreiben dem Punkt ihres Todes gekommen bin, angefangen habe mich etwas dagegen zu sträuben, ihr Schicksal wirklich genauso wie im Film zu lassen, einfach weil ich wirklich angefangen hab sie und ihre Beziehung zu Beca und Maddie ins Herz zu schließen….Warum ich es am Ende aber trotzdem durchgezogen habe? Tja, dafür gibt es zwei Gründe:
ERSTENS: Ich fand ihren Tod so wie er ist, ein guter Abschluss für ihre Geschichte. Sie rettet nicht nur die Menschen die sie liebt, sondern lenkt Ghidorah auch noch lange genug ab, bis Godzilla wieder auf den beiden ist. Also rettet sie auch indirekt die Welt, nachdem sie zuvor beinahe ihre komplette Vernichtung verursacht hat. Macht das ihre Zusammenarbeit mit Jonah, oder die Erweckung Ghidorahs wieder wett? Nein, ABER ich stelle es mir so vor, dass sie so besser sich selbst verzeihen kann, auch wenn die Welt es nicht zwingend tun wird. Das sie am Ende auf diese Weise stirbt, war für mich ein elementarer Bestandteil ihrer Storyline und deshalb konnte ich es einfach nicht abändern (auch wenn es mir schwergefallen ist:( )
ZWEITENS: Dazu kam noch, dass die Folgen von Emmas Tod -sprich, die Wirkungen des Verlustes auf die Menschen die sie lieben, wie Beca und Maddie- nicht nur wichtig für die noch kommenden restlichen Kapitel wurden, sondern auch zum elementarem Bestandteil einer geplanten Fortsetzung wurden. Ich glaube wenn ich Emma doch am Leben gelassen hätte und dementsprechend auch den Plot der Fortsetzung abgeändert, wäre das-zumindest für mich als Autorin- nicht die Geschichte geworden die es eigentlich sein sollte-klingt vielleicht komisch, aber ich denke das zumindest die Autoren:innen unter euch das vielleicht nachvollziehen können:)
So…das war jetzt schon fast ein Essay xD Ich hoffe, dass ihr meine Entscheidung über Emmas Schicksal jetzt besser verstehen und sie mir (vielleicht) auch ein bisschen verzeihen könnt. Ich komm euch jetzt wahrscheinlich zwar immer noch wie die grausame Autorin vor, die die Dreistigkeit besitzt einfach eure liebste Figur zu killen, aber glaubt mir , es war eine schwere Entscheidung und noch härter es zu schreiben…
Wir sehen uns dann beim nächsten Kapitel:)
LG Lion 2000
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