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Of Love and Monsters

von Lion 2000
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Sci-Fi / P12 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
21.08.2021
03.03.2022
36
75.180
3
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
06.02.2022 2.264
 
Stronger Together

Es war schwer abzuschätzen wer gerade in dem Monster-Kampf die Oberhand hatte, da alle vier Kontrahenten anscheinend sich Kräftemäßig nichts gaben. Aber da war ja noch die Sache, die Mark vorhin erwähnt hatte: Das Godzilla bald einen Atombombenartigen Energiestoß freisetzten würde und vielleicht könnte das ja Ghidorah besiegen…Doch bevor diese Explosion Boston endgültig komplett dem Erdboden gleich machen würde, mussten sie noch rechtzeitig aus der Stadt raus.
Zwar hatten sie sich dazu entschlossen erstmal mit dem Jeep in Richtung Stadtrand zu fahren, aber da sie sich gerade  ziemlich im Zentrum befanden würde das eine Weile dauern, weshalb der dunkelhäutige Soldat-wenn Beca vorhin richtig hingehört hatte hieß er Barnes- schon seit gefühlten Stunden erfolglos versuchte über sein Comlink die Argo zu erreichen, damit man ihnen eine Osprey oder der gleichen schickte. ,,Immer noch kein Signal?“, fragte Beca, über ihre Lehne nach hinten schauend und Barnes brummte nur kopfschüttelnd, ,,Ne…Durch diesen verdammten Sturm da oben kann man rein gar nichts empfangen…“.
Daraufhin seufzte Beca kurz und lies dann ihren Blick über den Rest im Lagerraum schweifen. Maddie hatte sich gegen ihren Vater gekuschelt und Emily, in deren Gesicht die Farbe immer noch nicht ganz zurückgekehrt war, saß direkt hinter Becas Sitz mit dem Rücken an die Innenwand gelehnt. Die verletzte Soldatin-Griffin war ihr Name-hatte mittlerweile von ihren Kameraden den Granatsplitter aus dem Bein gezogen und die Wunde verbunden bekommen. Zwar waren sie allesamt etwas abgekämpft-emotional sowie körperlich-aber vielleicht…hatten sie ja Glück genug, um doch noch allesamt lebend aus der Sache rauszukommen…
Doch kaum, dass Beca das gedacht hatte passierte es auch schon: Über ihnen wurde Mothra von Rodan in ein großes Gebäude auf der linken Straßenseite geschleudert und durch den Aufprall lösten sich gigantische Trümmerteile. Emma wich scharf aus, geriet dabei aber ins Schleudern und als der Wagen endlich schlitternd, quer auf der Straße zum Stehen blieb schwang die Beifahrertür ungewollt auf. Jetzt fielen noch mehr Felsbrocken herab und Emma versuchte zwar durch Rückwärtsfahren ihnen zu entgehen, doch eines der Teile fetzte nicht nur die  offen Tür weg, sondern sorgte auch durch seinen Aufschlag dafür, dass Beca aus dem Fahrzeug gerissen wurde. Die kleine Brünette wusste gar nicht wie ihr geschah, da sich alles so unfassbar schnell abspielte und als sie einige Meter auf dem Boden weggerollt war hob sie benommen und die leicht nach Asche schmeckende Erde, welche sie in den Mund bekommen hatte, wieder ausspuckend den Kopf.
Ein beißender Rauchgeruch lag in der Luft, als Rodan jetzt wieder kehrtmachte und bedrohlich mit den brennenden Flügeln schlagend auf Mothra zuflog. ,,Beca!“, Schritte trommelten hinter ihr und als Beca sich umdrehte, stand Emily auch schon bei ihr. Sie an dem Armen packend, versuchte die Jüngere sie wieder auf die Beine zu ziehen und gerade als Beca sich stolpernd erhob, hatte Rodan über ihnen Mothra fast erreicht, bereit seine Klauen in sie zu schlagen. Doch plötzlich erstarrte der Feuervogel und krümmte sich vor Schmerz. Mothra hatte ihn ihren Stachel, der von der Form her dem einer Wespe ähnelte, durch seinen linken Flügel gerammt und in ihren Insektenaugen schimmerte schon fast so etwas wie stolzer Sieg. Schließlich stürzte Rodan nach unten und riss dabei mit seinen Schwingen große Teil des Gebäudes mit sich.
Ohne lange zu fackeln, zog Emily Beca an der Hand mit sich zu den anderen hin,doch herabfallende Trümmer versperrten ihnen den Weg, während das Hochhaus jetzt endgültig einstürzte und die schwer angeschlagene Mothra taumelnd davon flog. ,,Zurück!“ hörte man Barnes Brüllen hören, während Maddie und Emma beide von den anderen zurückgehalten werden mussten, um nicht zu ihnen zu rennen. Gerade als ein Felsbrocken Beca nur um Haaresbreite verfehlte, sah sie am Fuß des Gebäudes etwas entdeckte was ganz nach dem Eingang zu einer Tiefgarage aussah und sofort zerrte sie Emily mit in die Richtung ,,Los hier rein!“.
Kaum das sie die Einfahrt runter gestolpert und unter der Schranke durchgerutscht waren, wurde der Ausgang auch schon von herabstürzendem Geröll blockiert. Ein Beben ging durch den Boden, Beca stolperte und während sie fiel, spürte sie wie Emilys Hand ihrem Griff entglitt, obwohl die Jüngere noch versuchte sie festzuhalten. Hart schlug ihr Kopf auf dem Boden auf und fast augenblicklich wurde sie von Dunkelheit umhüllt.

Als Beca die Augen aufschlug, herrschte um sie herum gespenstische Stille. Langsam rollte sie sich ächzend auf den Rücken und stellte fest, dass die Decke der Tiefgarage anscheinend tatsächlich standgehalten hatte. ,,Beca?“. Beim Klang der Stimme blickte Beca sofort zur Seite. Anscheinend war doch ein Teil der Decke eingestürzt und hatte Emilys Bein eingeklemmt. Sofort rappelte Beca sich auf, lief zu ihr rüber und packte sie von hinten an den Armen, bevor sie vorsichtig fragte, ,,Bereit?“. Emily nickte nur mit zusammengepressten Lippen und Beca fing an sie mit aller Kraft nach hinten zu ziehen. Zwar zischte die junge Wissenschaftlerin kurz vor Schmerz auf, als ihr Knöchel unter der Steinplatte weggeschleift wurde, atmete am Schluss aber dann doch erleichtert auf, als sie wieder frei war und lies sich erschöpft auf den Boden fallen.
Nach einigen Momenten des Schweigens, setzte Emily sich langsam auf und fragte, zu der versperrten Ausfahrt rüber blickend, ,,Wir kommen hier nicht mehr raus, oder?“. Ihre Lippe war aufgeplatzt und ein kleines Rinnsal Blut rann ihr Kinn herab. Nach kurzem Zögern seufzte Beca kurz und meinte schulterzuckend, ,,Sieht ganz danach aus…“. Sie wusste nicht warum sie so ruhig deswegen war. Wahrscheinlich hatte sie sich schon von Anfang an damit abgefunden, dass sie diese Nacht nicht überstehen würde, denn wer hatte schon Glück genug gleich zwei derartige Katastrophen zu überleben?
Allerdings musste sie dann doch etwas schlucken, als sie an Emma und Maddie denken musste, die bestimmt gerade oben noch verzweifelt alle versuchten um zu ihnen zu gelangen und sie zu finden. ,,Ich hoffe die anderen kommen noch rechtzeitig aus der Stadt raus…“, murmelte Emily jetzt mit einem traurigen Blick und leicht brechender Stimme, ,,Und dass…dass meine Familie n-nicht…s-sie sollen einfach auch trotz der Trauer ihr Leben noch erfüllt weiterleben k-können…“. Daraufhin streckte Beca mitfühlend lächelnd die Hand nach Emilys aus und nahm sie sanft in ihre. Sofort kroch Wärme von der Stelle wo sie sich berührten, ihren Arm hoch und Beca spürte ein vertrautes Flattern in ihrem Bauch. Und es war dieser Moment, in dem sie wusste dass sie ihre Gefühle nicht mehr länger verheimlichen konnte und Emily alle Karten auf den Tisch legen musste.
,,Emily, ich-“, begann die kleine Brünette, während sie schluckend von ihren ineinander liegenden Händen aufsah und ihr Herz setzte kurz aus, als sie direkt in diese anziehenden, braunen Augen blickte. ,,W-Was…?“, flüsterte Emily und Beca meinte in der Stille den pochenden Herzschlag der Anderen zu hören-oder vielleicht war es auch ihr eigener? Die kleine Brünette machte zögerlich den Mund auf um weiterzusprechen, doch in dem Moment begriff sie, dass Worte nicht im mehr im geringsten wichtig, geschweige denn genug waren. Also lies sie vorsichtig ihre Hand zur unteren Hälfte von Emilys Gesicht wandern und beugte sich kurzerhand nach vorne, bis ihre Lippen endlich aufeinander lagen.
Während Beca die Augen schloss konnte sie nicht anders als ein wenig zu seufzen und sie merkte, wie lange sie das hier schon gewollt hatte. Zu ihrer Erleichterung erwiderte Emily nach kurzer Schockstarre den Kuss auch und lies sogar die Hand zu ihrem Nacken wandern, um sie etwas näher zu sich heran zu ziehen. Beca konnte den Geschmack von Blut, Schweiß und Regenwasser auf den Lippen der Jüngeren schmecken, aber sie wollte dennoch um keinen Preis diesen Moment enden lassen.
Doch am Ende mussten sie sich doch wieder voneinander lösen und Emily sah sie etwas überrascht an. Doch ihre Lippen formten sich schon bald zu einem Lächeln und auch Beca konnte nicht anders als leise zu lachen. Ihr Herz pochte immer noch, aber auf eine gute Art und in diesem Moment vergaß sie schon fast, in was für einer Situation sie sich eigentlich befanden-aber auch nur fast, denn plötzlich bebte die Erde wieder.
Kaum das sie beide erschrocken aufgeblickt hatten, krachte nur wenige Meter von ihnen entfernt Godzillas riesige, reptilienartige Schwanzspitze durch die Decke und hinterließ ein Loch, in das mindestens zwei Autos reingepasst hätten. Für einen Moment starrten sie beide einfach nur völlig perplex auf die gigantische Lücke in der Decke während über ihnen die Unterwasserechse noch einmal heftig mit dem Schwanz hin und her peitschte, bevor er wieder auf seinen Kontrahenten zu stampfte. Doch dann schreckte Beca schlagartig aus ihrer Schockstarre und sprang sofort auf, ,,Dadurch können wir raus!“. Ohne noch lange zu fackeln stolperten sie beide auf das Loch zu und gerade als Emily Beca mit einer Räuberleiter hindurch verhalf, fing die Decke allmählich an immer weiter einzustürzen…

****
,,Emily! Beca!“. Maddie hatte keine Ahnung wie oft sie diese beiden Namen in den letzten Minuten schon gerufen hatte. Sie stand ganz oben auf der Spitze eines Geröllhügels und hielt mit immer mehr aufsteigender Angst nach Anzeichen von den beiden Ausschau. Auch die anderen, ihre Eltern, die zwei Soldaten, sie alle liefen durch die Ruinen des Hochhauses, riefen Becas und Emilys Namen, oder schoben sogar Trümmer zur Seite-doch es gab nicht das geringste Anzeichen, was die Hoffnung in Maddie mit jeder Sekunde die verstrich weiter schrumpfen lies.
Während sie den Berg aus Gestein wieder nach unten schlitterte, fiel ihr Blick jetzt auf ihre Mutter. Die Art und Weise wie sie völlig verzweifelt in den Trümmern umhersah, erinnerte Maddie viel zu sehr an ihren Vater, wie er damals in San Francisco in der Hausruine nach Andrew gesucht hatte… Genau in diesem Moment sah sie ihren Dad nur wenige Meter entfernt stehen bleiben und auch er beobachtete ihre Mom mit einem sorgenvollen Blick.  ,,Sie sind tot, oder…?“, fragte Maddie jetzt tonlos und mit brechender Stimme. Ihr Vater sah sie für einen Moment einfach nur an und sagte nichts, doch sein mitfühlender Blick war schon Antwort genug.
Sofort füllten sich die Augen der Zwölfjährige mit Tränen und sie fühlte sich auf einmal ganz schwach, ganz allein…Es durfte nicht wahr sein…Emily und Beca konnten doch nicht tot sein?! Vor allem Beca nicht…Die Brünette hatte über die Jahre hinweg für Maddie die Lücke gefüllt, die der Tod ihres Bruders damals hinterlassen hatte und der Gedanke sie jetzt auch verloren zu haben, löste einen heißen, stechenden Schmerz in ihr aus, der sie taumeln lies.
Während sich eine Träne den Weg ihre Wange hinab stahl blickte Madison wieder nach vorne zu ihrer Mutter, die gerade noch ein letztes Mal so laut es ging Becas Namen rief, doch erneut kam keine Antwort. Schließlich lies sich ihre Mom zitternd vor den Ruinen auf die Knie fallen und ihre Augen waren voller Verzweiflung. Maddie schluckte leicht bei dem Anblick. Sie konnte sich nicht erinnern ihre Mutter jemals so am Bodenzerstört gesehen zu haben. Aber Maddie wusste, dass Mom Beca schon immer genauso so sehr beschützten hatte wollen wie sie sie beschützt hatte. Die Teenagerin wollte sich gar nicht ausmalen wie sehr Becas Verlust ihre Mutter gerade innerlich auseinander reißen musste.  Langsam trat Maddie an sie heran, lies sich neben ihr nieder und lehnte sich tröstend gegen sie, während sie ihre Hand nach der ihrer ausstreckte.
Sie meinte sogar ein schwaches Lächeln im Gesicht ihrer Mutter zu erkennen, als sie Maddies Hand sanft in ihre nahm. Schwer schluckend lehnte sich die Teenagerin noch etwas fester gegen sie, als ihr erneut eine Träne die Wange hinab lief und der Schmerz in ihrem Inneren stärker wurde. Keiner von beiden sagte ein Wort, sie spendeten sich allein auf diese Weise gegenseitig Trost. Sie mochten Beca verloren haben, doch sie hatten immer noch einander. ,,Es tut mir Leid…“, sagte ihr Vater plötzlich und sah unfassbar mitfühlend auf sie beide hinab. Daraufhin sah ihre Mutter auf und lächelte ihn sogar schwach dankbar an-etwas was schon seit Jahren nicht mehr vorgefallen war.
Doch plötzlich fiel der Blick ihres Vaters auf etwas hinter ihnen und seine Augen weiteten sich augenblicklich vor Überraschung, ,,Ähm, Emma…“. Sofort wandten sie beide den Kopf in die Richtung und Maddie traute ihren Augen nicht. Dort drüben traten gerade beide, Beca und Emily hinter den Trümmern hervor-sie schienen anscheinend um die Ruine herum gelaufen zu sein. Sie beide sahen zwar etwas abgekämpft und erschöpft aus, aber sie waren eindeutig am Leben. Augenblicklich erhob sich ihre Mutter und auch Maddie sprang ohne zu zögern wieder auf die Füße. Während die beiden (bis gerade eben noch) Vermissten auf sie zu humpelten, kamen Madison und Emma ihnen schon hastig entgegen.
Ihre Mutter war vor Maddie da und zog Beca, sowie Emily in eine feste Umarmung. Zwar schien Emily im ersten Moment etwas überrascht von dieser Geste zu sein, doch Beca schlang ihre Arme augenblicklich ebenfalls um die Ältere und schloss unfassbar erleichtert wirkend die Augen. Auch Maddie warf sich jetzt in die Gruppenumarmung, indem sie von der Seite her ihre Arme um Beca und ihre Mutter schlang. Für einige Augenblicke verharrten sie vier so in dem strömenden Regen, während in der Ferne weiterhin Godzillas und Ghidorahs Kampflaute durch die Nacht hallten.
,,Erschreck mich nie wieder so!“, murmelte Maddie irgendwann, bevor sie sich wieder aus der Umarmung löste und mit einem vorwurfsvollen Blick zu Beca aufsah. Daraufhin blickte die brünette Wissenschaftlerin lächelnd auf sie hinab, verstrubbelte ihr sanft das Haar und meinte, ,,Na dann…sollten wir vier uns am besten heute Nacht nicht nochmal voneinander trennen, was?“.
~~~~~

So guys…das war’s für heute. Hoffe euch hat’s gefallen (gab ja schon mal den erste Bemily-Kuss*grins*) Mit etwas Glück kommt sogar morgen schon das nächste Kapitel raus:) Hoffentlich krieg ich das hin^^
LG Lion 2000
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