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Of Love and Monsters

von Lion 2000
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Sci-Fi / P12 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
21.08.2021
03.03.2022
36
75.180
3
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
03.02.2022 1.618
 
Do you get Deja-Vu?

,,I think I’ve seen this film before and I didn’t like the ending‘.
*,,Exile“ von Taylor Swift(feat. Bon Iver)*

Beca war vor Schock wie zu Eis erstarrt und bekam keinen Ton heraus. Doch zum Glück stand Mark ganz in der Nähe und hatte die Hand ebenfalls entdeckt, weshalb er sofort die anderen heran rief, ,,Hier drüben!“. Die beiden Soldaten fingen auch direkt an die große, graue Steinplatte unter welche das Körperteil herausragte anzuheben. Zwar legten Mark, Emma und Beca auch Hand mit an, aber höchstwahrscheinlich waren trotzdem die beiden muskelbepackten, trainierten Militärmitglieder im Endeffekt diejenigen, die die meiste Arbeit leisteten. Als die steinerne Platte schließlich auf dem Boden aufschlug konnten sie auch sehen, wer da unter den Trümmern lag-Es war Maddie.
Sie hatte anscheinend in der Badewanne Schutz gesucht und sich dort zusammengerollt, als das Haus eingestürzt war, wobei ihre rechte Hand noch über der Kante gebaumelt hatte. Sofort beugte sich Mark nach vorne und hob seine Tochter sanft aus der Wanne hoch. Auf den ersten Blick konnte Beca zwar keine schweren Verletzungen erkennen, aber dennoch wirkte Maddies Körper in ihren Augen etwas zu schlaff und leblos. Ein Gefühl wie als ob ihr der Boden unter den Füßen weggezogen wurde, erfasste die brünette Wissenschaftlerin, ihr Herz hämmerte schmerzhaft gegen ihren Brustkorb  und sie fing an am ganzen Körper vor Angst zu zittern. ,,Gott bitte lass sie nicht tot sein…“, dachte Beca im Stille, während sich bereits Tränen in ihren Augen sammelten.
Mit immer noch pochendem Herzen sah sie dabei zu, wie Mark Maddie vorsichtig auf dem Boden hinlegte und Emma sich sofort neben ihrer Tochter auf die Knie fallen lies. Ganz in der Nähe ertönte wieder eine Explosion, doch keiner beachtete das noch großartig.  Gerade beugte Mark sich zu Maddie herunter,  um zu horchen ob sie noch atmete und die nächsten Sekunden fühlten sich unerträglich lang an.
Plötzlich schlug Madison ruckartig die Augen auf, die Angst stand ihr noch ins Gesicht geschrieben und sie schien im ersten Moment noch Probleme damit zu haben zu begreifen, wo sie eigentlich war. Doch sämtliche Furcht verschwand schlagartig aus ihren Augen, als sie die Gesichter ihrer Eltern über sich entdeckte und sofort setzte sie sich auf, um ihnen beiden gleichzeitig um den Hals zu fallen. Beca-der gerade ein Stein von der Größe eines ganzen Titans vom Herzen gefallen war- konnte nicht anders als zu lächeln, als sie sah wie Maddie sich leise schluchzend, aber erleichtert gegen ihre Eltern drückte, welche beide trotz ihrer immer noch vorhanden Differenzen einfach nur gleichermaßen froh darüber waren ihre Tochter noch am Leben zu wissen und sie jetzt gemeinsam in den Armen hielten.
Nachdem die Russels eine Weile so verharrt hatten, streckte Maddie auf einmal die Hand nach Beca aus und schob sich zwischen ihren Eltern durch. Sofort kniete Beca sich hin, nahm Madisons leicht zerkratzte Hand in ihre und strich ihr über das klatschnasse, zerzauste Haar, während sie lächelnd murmelte, ,,Du hast uns allen nen ganz schönen Schrecken eingejagt, Mads…Mach das nie wieder, hörst du?“. Daraufhin schmunzelte Maddie sogar etwas schelmisch in sich hinein, doch auf einmal fiel ein Schatten der Sorge über ihr Gesicht und sie flüsterte ängstlich, ,,Emily…“.
,,Was…Was ist denn mit ihr?“, fragte Beca und sofort kehrte wieder die Angst in ihr zurück und vertrieb das kurze Glücksgefühl, welches die Erleichterung über Maddies am Leben sein bei ihr ausgelöst hatte. ,,W-Wir…wir wollten gemeinsam zu- zu dem Haus, a-aber a-auf dem Weg die Straße entlang…wurden wir getrennt u-und ich- ich weiß n-nicht ob…“. Jetzt glitzerten sogar Tränen in Maddies Augen und Beca legte ihr schnell eine beruhigende Hand auf die Schulter, ,,A-Alles gut, keine Panik…ihr- ihr geht’s bestimmt g-gut.“, murmelte die kleine Brünette, doch das Zittern in ihrer Stimme lies sich nicht verbergen.
Jetzt erhob sich Beca hastig vom Boden und begann die von Trümmern bedeckte Straße entlang zu laufen, wobei sie immer wieder so laut es ging Emilys Namen rief. Die anderen folgten ihr und schon bald hallte ein Chor von Emilys Namen an den noch übrigen Häuserwänden wieder, doch es kam keine Antwort. ,,EMILY!“, schrie Beca schon fast, ihre Verzweiflung war unüberhörbar und schwer Atmend krallte sie die Finger fest ins Haar, als die Panik sie zu übermannen drohte. Sie hatte das Gefühl als müsse sie sich gleich übergeben, so groß war ihre Angst. Dann stand Emma plötzlich vor ihr, nahm ihr Gesicht in beide Hände und flüsterte eindringlich, ,,Hey, hör zu- hör zu…Wir werden sie finden! Okay?“. ,,D-Da…“, keuchte Maddie, die sich gerade an den Arm ihres Vaters klammerte plötzlich und ihre Augen waren angstvoll auf etwas hinter ihnen gerichtet und sofort wandte Beca den Kopf herum.
Dort etwa zehn Meter von ihnen entfernt, lag Emily unter den Trümmern begraben und mit dem Gesicht nach unten. Augenblicklich stürzte Beca nach vorne, lies sich neben ihr auf die Knie fallen an und schob sämtlichen Schutt von ihr herunter, bevor sie sie auf den Rücken drehte. Emilys Gesicht war blass-zu blass- und an ihrer rechten Schläfe war getrocknetes Blut. Beca’s Herz raste als sie ihre zitternde Hand zu Emilys Hals wandern lies und zwei Finger dagegen presste, um den Puls zu fühlen-nichts.
,,S-Sie…“, Beca brachte die Worte nicht hervor, doch die anderen schienen begriffen zu haben, denn plötzlich fühlte sie zwei Hände auf ihren Schultern und stellte fest, dass es Emma war die sie mit sanfter Gewalt von Emily wegzog, während die beiden Soldaten damit anfingen Emily zu reanimieren. Der Schock saß der kleinen Brünetten tief in den Knochen und alles was sie tun konnte, war leise wimmernd zu zusehen. Doch die Wiederbelebungsversuche zeigten nicht die gewünschte Wirkung und die aufsteigende Panik in Beca wuchs immer mehr. ,,Nein…“, hörte sie Maddie irgendwo hinter sich mit erstickter Stimme flüstern und Emmas Griff um ihre Schultern verstärkte sich etwas.
Schließlich schob Beca sich wieder zu Emily heran und als sie neben ihrem Kopf kniete, beugte sie sich nach unten und flüsterte, ,,Emily, k-komm schon, d-du darfst nicht- nicht g-gehen…a-also h-hör jetzt j-ja nicht auf z-zu…zu kämpfen, h-hörst du? D-Du hast Menschen d-da draußen,  d-die…die dich brauchen, I-Ich…Ich brauche d-dich…“. Mittlerweile waren die Tränen am stetig fließen und sie strich sanft durch Emilys dunkelbraunes Haar, welches auch bei der Nässe sich immer noch unfassbar seidig zwischen ihren Fingern anfühlte. Sie spürte wie sich Emmas Hände wieder auf ihre Schultern legten und Maddie kniete sich jetzt neben sie hin, um sich tröstend gegen sie zu drücken. Doch selbst der Trost der Beiden konnte ihr nicht die Angst und den aufsteigenden Schmerz nehmen.
Immer noch zeigten die reanimierenden Maßnahmen keinerlei Wirkung und als Beca jetzt sprach, waren die Worte aufgrund ihrer zugeschnürten Kehle kaum zu hören, ,,K-Komm schon, Emily…v-verlass m-mich nicht s-so…Ich l-liebe dich, b-bitte w-wach auf…“. Normalerweise hätte sie diese Worte nicht so früh zu irgendwem gesagt, doch in diesem Moment konnte sie einfach nicht anders, als das Innerste ihres Herzens auszuschütten-in der verzweifelten Hoffnung, dass es noch irgendetwas bewirken könnte.
Auf einmal färbte sich das dunkelbraune Haar zwischen ihren Fingern flammend rot-doch Beca schüttelte sofort heftig den Kopf, um dieses Bild aus ihrem Kopf zu verbannen. Es würde nicht so enden wie damals, es würde nicht so enden! Doch was wenn doch? Was wenn sie einfach dazu bestimmt war, die Menschen die sie liebte auf diese grausame Weise zu verlieren? Und mit diesem Gedanken, verlor auch sie die letzte Hoffnung. Sie schloss die Augen und ein von Schmerz erfüllter Schluchzer entfuhr ihr, während sie den Kopf hängen lies. Beca spürte wie Emma ihr in einer tröstenden Geste sanft übers Haar strich und Maddie sie von der Seite her ganz fest umarmte, wobei auch sie weinte. Wenigstens waren sie beide ihr noch geblieben…
Doch dann hörte Beca das laute nach Luft schnappen und sofort hob sie den Kopf an. Sie traute ihren Augen nicht, als sie sah wie Emily hustend und röchelnd wieder zum Leben erwachte. Schließlich blieb die junge Wissenschaftlerin erst einmal schwer atmend, mit geschlossenen Augen auf dem Rücken liegen und Beca, die ihr Glück kaum fassen konnte, beugte sich über sie, ,,Emily?“. Die Angesprochene schlug die Augen auf und hauchte leise, ,,Becs?“, wobei sie die Hand vorsichtig nach ihr ausstreckte. Beca schloss für einen Augenblick die Augen, als Emilys Finger sie an der Wange berührten und es benötigte ihre gesamte Willenskraft nicht einen Kuss gegen die Handfläche zu pressen.
,,Bist du Okay?“, flüsterte die Jüngere jetzt und Beca konnte nicht anders als ungläubig aufzulachen, ,,Ob es mit gut geht, soll das nen Scherz sein?“. Daraufhin formten sich Emilys immer noch recht blasse Lippen zu einem schiefen Lächeln und nach einigen weiteren Herzschlägen, zog die Ältere sie mit einem erleichterten Seufzen zu sich hoch und in eine Umarmung.
Einen sanften  Kuss in Emilys durchnässte Haar pressend, schloss Beca die Augen, einfach nur froh darüber seiend, dass Emily am Leben war, dass sie sie in den Armen halten konnte. Nachdem sie sich voneinander lösten, krabbelte jetzt auch Maddie auf Emily zu und schlang die Arme fest um sie, während Emma-selbst Mark und die Soldaten- lächelnd zu sahen.
Zwar war Beca bewusst, dass sie der Gefahr immer noch nicht gänzlich entgangen waren, doch in diesem Moment konnte sie nicht anders als hoffnungsvoll zu sein, dass am Ende alles gut werden würde.
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So…das war’s für heute, ich hoffe ihr habt schön mitgefiebert;) Das nächste Kapitel kommt wahrscheinlich Sonntag oder Montag, das wird sich noch zeigen.
Bis zum nächsten Kapitel:)
LG Lion 2000
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