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Of Love and Monsters

von Lion 2000
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Sci-Fi / P12 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
21.08.2021
03.03.2022
36
75.180
3
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
01.02.2022 2.800
 
Hey guys,
Ich bin jetzt doch schneller mit dem neuen Kapitel fertig geworden als gedacht, deswegen kriegt ihr es schon heute:):)
Und jetzt ganz viel Spaß beim Lesen;)
~~~~


Battle in Boston

//TW: Andeutung von PTSD (posttraumatische Störung)//

Nach San Francisco hatte Beca schon beinahe gebetet, dass sie nie wieder in einer Katastrophe dieser Art landen würde, denn die eine hatte ihr schon genug an Monaten und Jahren von Albträumen beschert. Doch als Emma den Jeep jetzt durch die Häuserschluchten lenkte, während zu allen Seiten Gesteinsbrocken sowie abstürzende Kampfjets auf dem Grund detonierten und die Erde unter den Bewegungen der beiden kämpfenden Titanen erzitterte, wurde die kleine Brünette regelmäßig von schon fast Momentaufnahmartigen Erinnerungen an vor fünf Jahren heimgesucht, so dass sie schon beinahe vergaß, dass sie sich gerade in einer ganz anderen Stadt, zu einer ganz anderen Zeit befand.
Zitternd und mit pochendem Herzen klammerte Beca sich mit beiden Händen an der Kante ihres Sitzes fest, als Emma erneut einem Ruinenteil scharf ausweichen musste. Es war aber nicht nur dieses posttraumatische Deja Vu welches sie gerade erlebte, was sie in diesem von Angst erfüllten Zustand versetzte. Es war vor allem die Furcht davor, dass sie wenn sie Emily und Maddie endlich finden würden, es genau wie bei Chloe schon längst zu spät sein würde-dass sie heute Nacht erneut jemanden, den sie liebte verlieren würde.
,,Kommt das Signal immer noch vom Stadion her?“, riss Emmas Stimme Beca wieder aus ihren Gedanken und sofort blickte die Brünette auf das Pad in ihrem Schoß, auf dem sie die Lage des in den ORCA eingebauten Peilsenders erkennen konnte. ,,Ja, ist immer noch dort.“. ,,Gut…dann müssten wir eigentlich schon ganz nah sein. Ich muss nur einen Weg finden, wie ich äußerst weit um die zwei Großen herumfahren kann...“.
Beca sah vom Pad auf und zu den beiden Giganten rüber, die immer noch ganz in der Nähe des halb zerstörten Stadions wie zwei Berserker miteinander kämpften. Gerade holte Godzilla mit seiner rechten Pranke nach Ghidorah aus, doch dieser biss sich jetzt mit zwei seiner Köpfe in dem Hals seines Kontrahenten fest und packte mit dem Dritten seinen Arm. Dann hob der dreiköpfige Titan, mit den gigantischen Schwingen schlagend, leicht ab und zog Godzilla ein Stückchen mit sich in die Lüfte, bevor er ihn mit voller Wucht nach unten drückte und über den Boden schleifte. Doch der König der Monster wusste sich schnell zu Wehr zu setzen und spie seinen nuklearen Hitzestrahl gegen Ghidorah, wodurch dieser einige Kilometer nach hinten schlitterte.  
Plötzlich war hinter den dunkelgrauen Gewitterwolken, ein helles Leuchten im Himmel zu erkennen und noch ehe Beca sich wirklich fragen konnte, was das zu bedeuten hatte, stieß ein riesiges Schmetterlingsartiges Wesen, mit gigantischen schwarz-orangenen Flügeln, deren Musterlinien hellblau leuchteten herab. Innerhalb von Sekunden war die Kreatur über Ghidorah, der gerade mal seine drei Köpfe nach dem Neuankömmling umdrehen konnte bevor er auch schon eine gehörige Ladung Netzflüssigkeit abbekam. Die Wucht mit der das Zeug ihn traf war so groß dass er den Halt verlor und mit den Köpfen zuerst in die gläserne Fassade eines Hochhauses stürzte.
,,Ist das…Mothra?!“, fragte Beca und sah mit großen Augen zu dem fliegenden Titanen auf. ,,Könnte sein. Wir hatten ja vermutet, dass ihre Wandlung vom Larven- zum Schmetterlingsstadium nicht allzu lange dauert.“, erwiderte Emma, bevor sie wieder leicht nach links ausweichen musste. Beca beobachtete weiterhin die anmutige, aber dennoch mächtig wirkende Gestalt von Mothra wie sie durch die Lüfte kreiste und aus irgendeinem Grund verlieh ihr die Anwesenheit dieses Titanen, ein seltsames Gefühl von Ruhe und ja…auch Hoffnung. Es war auf jeden Fall ein gutes Zeichen, dass Mothra auf Godzillas Seite war-etwas Girl-Power schadete ja sowieso nie.
Mittlerweile hatte der wütend zischende Ghidorah sich wieder von der Netzflüssigkeit befreit, doch bevor er wieder kampfbereit war kam Godzilla von hinten an und stieß ihn mit voller Wucht durch das Hochhaus, so das es jetzt komplett zusammenbrach. Kaum das der dreiköpfige Titan am Boden aufschlug stieß Mothra bereits herab, ihre spitz wie Pfeile seienden Vorderbeine zum Angriff erhoben. Doch da tauchte noch eine weitere Gestalt zwischen den Wolken auf-es war Rodan und er kämpfte allen Anschein nach nicht für Godzilla, denn er packte sie mit seinen Klauen und schleuderte sie aus ihrer Flugbahn. Aber Mothra lies sich davon nicht einschüchtern und schlug mit schlagenden Flügeln nach dem Feuervogel.
Während jetzt gleich zwei Titanen-Kämpfe auf einmal entflammten, erreichten sie endlich die Stadion-Ruine und Beca verrenkte sich fast den Hals, als sie bereits anfing nach den beiden Gesuchten Ausschau zu halten. Doch von Maddie und Emily fehlte jede Spur, allerdings war es durch den dichten Regenschauer sowieso schwerer irgendwen in der Dunkelheit auszumachen. Etwa in der Mitte des zerstörten Spielfeldes stoppte Emma den Wagen und sie beide stiegen augenblicklich aus. ,,Ich verstehe das nicht…“, murmelte Beca, die aufsteigende Panik in sich zu unterdrücken versuchend und mit zusammengezogenen Augenbrauen auf das Pad-Display mit dem weiterhin unveränderten Standort blickend, ,,Sie müssten doch ganz in der Nähe sein!“. Kaum, dass das letzte Wort ihre Lippen verlassen hatte stieß sie plötzlich mit dem Fuß gegen etwas und als sie nach unten blickte, sah sie den ORCA auf dem verbrannten Rasen. Er war anscheinend aus-zumindest leuchtete sein Display nicht mehr- und um Ehrlich zu sein sah das Gerät ziemlich ramponiert aus, wie als ob ein Monster drüber gelaufen sei-wahrscheinlich war sogar genau das passiert.
Langsam hob Beca den ORCA vom Boden auf und sah leicht schluckend zu Emma auf. In den Augen der blonden Wissenschaftlerin zeichnete sich auch sofort die Angst ab, doch schließlich stieß sie mit leicht bebender Stimme hervor, ,,S-Sie müssen bestimmt woanders sein…haben einfach versucht so schnell wie möglich von hier wegzukommen.“. ,,Aber wohin denn?“, rief Beca frustriert und verzweifelt zu gleich, ,,Das hier ist eine verdammte Metropole, sie könnten  überall sein…“.Daraufhin blickte Emma sich nervös auf die Unterlippe beißend und genauso ratlos wirkend zur Seite.
Plötzlich ertönte über ihnen das laute, krächzende Brüllen von Rodan und keine halbe Sekunde später, wurde Beca von Emma zurück gerissen, als mehrere Bruchstücke von den noch zum Teil übrig gebliebenen Stadionrängen hinab regneten. ,,Alles okay?“, fragte Emma besorgt, als die zugegeben vom Schreck etwas zitternde Beca sich wieder aufrappelte und schwer atmend antwortete, ,,Ja, Ja, alles super…Los verschwinden wir hier.“. Also stolperten sie wieder zum Jeep hin und fuhren los, während die Erde ununterbrochen bebte.
Sie waren noch nicht lange gefahren, da entdeckten sie am Rande des Stadions die Silhouetten von mehreren Menschen zwischen den Ruinen. Als sie näher kamen, konnte man zwei als Soldaten identifizieren, wovon einer neben einer am Boden liegenden dritten Gestalt in Militärkluft kniete. Da war aber noch jemand, der eindeutig nicht zum Militär gehörte, den Beca und Emma allerdings beide sofort erkannten. ,,Was macht Mark denn hier?“, wunderte Beca sich mit vor Überraschung hochgezogenen Augenbrauen und Emmas Gesichtsausdruck nach auszuschließen schien sie auch nicht viel schlauer zu sein als sie. Etwas hinter der kleinen Menschengruppe stand etwas, was ziemlich nach einem gerade erst zerstörten Osprey-Wrack aussah.
,,Die sitzen da wie auf dem Präsentier-Teller…“, murmelte Emma, als gerade mal fünfzig Meter entfernt Godzilla von Ghidorahs Blitzstrahl nach hinten geschleudert wurde und ohne großartig zu zögern lenkte sie das Fahrzeug näher an die vier heran. Als der Jeep schließlich vor Mark und den Soldaten stehen blieb, wandten alle überrascht die Köpfe herum. ,,Steigt ein!“, rief Emma über den tosenden Wind hinweg und nickte mit dem Kopf in Richtung des hinteren Innenbereich des Fahrzeuges. Im ersten Moment regte sich noch keiner und Mark sah sogar so aus als ob er am liebsten widersprechen würde, doch dann trudelte ein brennender Kampfjet vom Himmel herab und explodierte nicht mal 10 Meter von ihnen entfernt. ,,Na los, steigt schon ein! Oder wollt ihr etwa zermalmt werden?“, rief Beca jetzt mit betont drängender Stimme und endlich kam Bewegung in die Truppe.
Die beiden männlichen Soldaten-einer war groß, breitschultrig und dunkelhäutig, der andere eher schlaksig gebaut, mit kastanienbraunem Haar- hievten ihre verletzte Kameradin vom Boden hoch und trugen sie zum Jeep rüber, während Mark immer noch etwas widerstrebend als letzter an das Fahrzeug heran trat. Als die vier allesamt hinten im Lageraum (es gab nur vorne die beiden Sitze und die Soldaten brauchten sowieso etwas Platz um die Verletzung zu behandeln) Platz genommen hatten, gab Emma auch schon Gas und steuerte den Wagen vom Stadion weg.
,,Wo ist Madison?“, fragte Mark jetzt mit einem argwöhnischen und leicht wütendem Tonfall an seine Ex-Frau gewandt. ,,Ich weiß es nicht, ich dachte sie wär hier…“, gab Emma zerknirscht zu, während sie versuchte so gut es Ging den herabstürzenden Trümmern auszuweichen. ,,Sie ist aber nicht hier!“, fauchte Mark, alles andere als begeistert  über Emmas Antwort seiend und Beca seufzte leicht entnervt,  ,,Ist uns auch aufgefallen…“. Sie hoffte, dass die beiden jetzt nicht anfangen würden zu streiten, das wäre in der momentanen Situation mehr als Fehl am Platz-vom möglichen Risiko aufgrund von Ablenkung ganz zu schweigen.
Plötzlich kam es erneut zu einer Explosion, direkt vor ihnen und Emma musste scharf nach rechts abbiegen, bevor keine drei Sekunden später ein Jet in ein Hochhaus auf der rechten Straßenseite trudelte. Der Knall der Detonation erinnerte Beca stark, an den Moment wo Godzilla vor fünf Jahren in den Wolkenkratzer geschleudert worden war, dessen Einstürzen dann später Chloe getötet hatte und die Brünette musste für ein paar Momente die Augen schließen, um diese Erinnerung wieder zu verbannen.
,,Ich hoffe du findest sie genauso schnell, wie du sie verloren hast!“, knurrte Mark, kaum das der Schutt des Hochhauses hinter ihnen zu Boden gerieselt war und Emma schoss daraufhin gereizt zurück, ,,Ich hab sie nicht verloren, sie ist weggelaufen!“. ,,Ach ja? Ich frag mich wieso!“. ,,Ich weiß ihr zwei habt euch ne Menge zu sagen, aber könnt ihr das vielleicht BITTE auf später verschieben?!“, zischte Beca jetzt gereizt und sie funkelte beide Ex-Partner scharf an, ,,High-School Gezanke bringt uns jetzt auch nicht weiter!“.
,,Ich kann’s dem Mädchen wirklich nicht verübeln…“, brummte der dunkelhäutige Soldat jetzt zu seinem schlaksigen Kameraden, ,,Wenn die zwei meine Eltern wären, wäre ich auch von Zuhause weggelaufen…“. Auf einmal legte Emma eine Vollbremsung hin, die sie alle einmal kräftig durchschüttelte und Beca sah sie völlig verwirrt an, denn dieses Mal waren keine Trümmer oder ähnliches zu sehen, die ein derartiges Anhalten gerechtfertigt hätten. ,,Was haben Sie gerade gesagt?“, fragte Emma jetzt den Soldaten und ihr Blick war plötzlich nachdenklich, so als würde sich eine Idee anfangen in ihr zu entfalten. ,,Wenn sie beide meine Eltern wären,“, wiederholte der Dunkelhäutige, mit noch einmal lautere Stimme, ,,dann wäre ich auch von Zuhause weggelaufen!“.
Plötzlich sahen Emma und Mark sich an und anscheinend schienen sie beide den selben Gedanken zuhaben. ,,Zuhause.“, flüsterten sie gleichzeitig und jetzt fiel auch bei Beca der Groschen. Das Haus in welches Emma nach der Scheidung mit Madison gezogen war, war dasselbe in welchem die Familie vor San Francisco gelebt hatte und als ,,Monarch“ sie in den Yunann-Regenwald beordert hatte, hatte sie es auch nicht verkauft oder war richtig ausgezogen, da ihre vorgeschriebene Forschungszeit im ,,Mothra-Tempel“ nur 14 Monate betrug. Es war also nicht unwahrscheinlich, dass Maddie als erstes an diesen Ort gegangen war, um Schutz zu suchen.

****
Ein leiser Fluch entfuhr Emily, als sie auf dem nassen Asphalt ausrutschte und sich beide Handflächen aufschürfte. Vor ihr wirbelte Madison mit einem besorgten Blick zu ihr herum, doch die junge Wissenschaftlerin zischte während sie sich aufrappelte, ,,Nicht stehen bleiben, renn einfach weiter!“. Der Himmel über ihnen sah aus als ob er praktisch in Flammen stehen würde, der Regen prasselte unerbittlich auf sie ein und das Kampfgeschrei der vier kämpfenden Titanen hallte durch die stürmische Nacht. ,,Wie weit ist es noch?“, fragte Emily jetzt schwer atmend und Maddie zeigte zu einem Haus ziemlich am Ende der Straße, ,,Da drüben ist es.“.
Genau in diesem Moment fiel auf einmal ein Schatten über sie, als die im Kampf mit einander verkeilten Titanen Rodan und Mothra vom Himmel herabstürzten. Maddie schrie und auch Emily entglitt fast ein Angstlaut, als die beiden Giganten gerade mal zehn Meter von ihnen entfernt auf dem Boden aufschlugen. Der Aufprall löste eine feurige Explosion aus, bei der ein Auto durch die Luft und über sie beide hinweg geschleudert wurde.
Geistesgegenwärtig stieß Emily Madison an und nach vorne, während sie eindringlich zischte, ,,Los lauf…Lauf und sieh nicht nach hinten!“. Während die Teenagerin dem Befehl folge leistete, sah Emily plötzlich aus dem Augenwinkel wie ein abstürzendes Kampfjet auf die Straße zu trudelte. ,,Schneller!“, schrie Emily schon fast, während sie selber ebenfalls so schnell wie nur möglich zu rennen versuchte. Schließlich detonierte der Jet auf dem Asphalt und die Druckwelle der Explosion schleuderte Emily nach hinten bis ihr Rücken schmerzliche Bekanntschaft mit einer Hauswand machte.
Als sie benommen den Kopf anhob, erzitterte auf einmal die Erde und als ihr Blick nach oben wanderte, sah sie mit Schrecken die gigantische Gestalt Godzillas, wie sie in die hinter ihr liegende Häuserreihe geschleudert wurde. Sich seitwärts unter dem herabsausenden Fuß der wieder Gleichgewicht suchenden Unterwasserechse wegrollend und hastig vom Straßenrand wegstolpernd, versuchte Emily den herabfallenden Trümmern zu entgehen. Doch sie hatte keine zwei Meter zurück gelegt, als ein Felsbrocken sie am Rücken traf und zu Boden zwang. Ihr Kopf schlug hart auf dem Asphalt auf und fast augenblicklich verschwamm ihr alles vor den Augen. Verzweifelt versuchte sie wieder aufzustehen, doch sie hatte nicht genug Kraft mehr und sank geschwächt wieder in sich zusammen, während sich ein metallischer Geschmack in ihrem Mund ausbreitete.
Während ihr die Sinne schließlich endgültig schwanden, hallten in ihrem Kopf die letzten Zeilen aus dem Lied wieder, welches Maddie vorhin im Stadion gespielt hatte.
It's fine, it's okay
I'll die anyway


****

,,Wie kann es eigentlich sein, dass Godzilla noch am Leben ist.?“, fragte Beca als sie beim Blick nach draußen in der Ferne beobachtete wie der König der Monster Ghidorah am Mittelkopf packte und in ein gläsernes Hochhaus schleuderte. ,,Willst du die Kurz- oder Langfassung?“, erwiderte Mark, gerade als Emma scharf in eine Seitenstraße abbiegen musste. ,,Den Umständen entsprechend, wär mir die Kurzfassung lieber…“, antwortete Beca, sich an der Innenseite der Tür festhaltend. ,,Also…Godzilla war nicht tot, aber extrem durch den Oxygen-Destroyer geschwächt und war gerade dabei sich wieder zu regenerieren. Dieser Vorgang hätte aber Jahre brauchen können, deshalb haben wir mit einem nuklearen Sprengkopf diesen Vorgang beschleunigt, ihm sozusagen einen ,,Energie-Boost“ verpasst.“. ,,Aha…“. ,,Allerdings hat das Ganze anscheinend etwas zu gut funktioniert…“. ,,Was…soll das heißen?“, fragten Beca und Emma argwöhnisch im Chor, woraufhin Mark tatsächlich etwas zerknirscht wirkend erklärte, ,Das heißt, dass…Godzillas Strahlungswerte immer weiter in die Höhe schießen und er in ca. zwanzig Minuten einen Energiestoß verursacht, der einer Atombombe gleichkommt…“. ,,Na großartig…“' stöhnte Beca und fuhr sich mit der verschwitzten Hand über die Stirn, während sie die Finger der anderen in ihr dunkles Haar krallte.
Nach einer gefühlten Ewigkeit hielten sie endlich vor dem Haus der Russels-oder besser gesagt, dem was davon noch übrig war…
Kein Stein stand mehr auf dem anderen und es war fast unvorstellbar, dass hier vorher einmal ein Gebäude gestanden hatte. Als Beca jetzt aus dem Auto stieg und ihren Blick entsetzt über die Trümmer schweifen lies, trafen sie die Erinnerungen an San Francisco so viel mehr siegend und heftig, als je davor in der heutigen Nacht. Da waren die Ruinen zwischen denen sie umher lief nicht mehr die eines Familienhauses, sondern die eines riesigen Wolkenkratzers, es regnete ich nicht mehr und der Namen den sie rief war nicht mehr der von Emily oder Maddie, sondern der Chloes. Beca musste heftig den Kopf schütteln, um wieder aus dieser finsteren, tragischen Erinnerung zu erwachen und sie versuchte ihre sich rapide beschleunigt habende Atmung wieder zu beruhigen.
Der Schutt rutschte leicht unter ihren Schuhsolen weg, als sie sich ihren Weg durch das zerstörte Haus bahnte. Immer wieder rief sie so laut sie konnte nach Emily und Maddie, doch es kam keine Antwort. Auch die anderen riefen immer aufs Neue die Namen der beiden Vermissten, während sie durch die Ruinen stapften und mit jedem weiteren Mal, dass ein Ruf nicht erwidert wurde, zog sich der Knoten in Becas Magen enger zusammen, Auf einmal knirschte etwas unter ihrem Stiefel und als sie nach unten blickte sah sie ein zerbrochenes Bild zwischen dem Schutt. Es war dasselbe Familienfoto, welches wie Beca wusste auch den Hintergrund von Maddies iPad zierte-ein Foto aus einer Zeit vor dem San Francisco-Fiasko.
Langsam sah Beca wieder von dem Bild auf- und ihr Herz blieb beinahe stehen, als sie zwischen den Trümmern eine schlaffe Hand rausragen sah…
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Ich weiß…ganz böser, böser Cliffhanger…Das Kapitel kommt entweder Donnerstag oder Freitag raus, aber auf jeden Fall an einem der beiden Tage!
Bis zum nächsten Mal,
LG Lion 2000
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