Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Of Love and Monsters

von Lion 2000
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Sci-Fi / P12 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
21.08.2021
03.03.2022
36
75.180
3
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
20.01.2022 1.648
 
Bring back the people we love

,,The only thing that matters now, are the people we love“
*Ellie Sattler in ,,Jurassic Park“(1993)‘‘*

,,Geht‘s wieder?“, fragte Beca sanft, als Emma sich wieder von ihr löste und sich immer noch etwas zittrig auf einen Stuhl fallen lies. ,,Ja, es geht schon“, seufzte die Wissenschaftlerin als Antwort, während sie sich leise schniefend noch einmal kurz über die Augen wischte, ,,Um Ehrlich zu sein hat mir das sogar gut getan…denn jetzt fühlt es sich so an, als ob-“. ,,Ein gigantisches Gewicht von deinen Schultern gefallen ist?“, vollendete Beca den Satz mit einem verstehendem Lächeln ,,Ja ich weiß…es ist anfangs so beängstigend den Schmerz zuzulassen, aber am Ende… hilft es einem dabei besser zu heilen…“. Daraufhin nickte Emma schwach lächelnd und strich sich ein paar dunkelblonde Haarsträhnen aus dem Gesicht.
Nach ein paar Herzschlägen, seufzte Beca kurz und klopfte Emma noch einmal auf die Schulter, bevor sie sich zum gehen wandte. ,,Wo gehst du hin?“. ,,Nach Emily suchen.“, erwiderte Beca schulterzuckend, ,,Mal schauen wie‘s ihr geht…“. Noch bevor die letzten Worte ausgesprochen waren,  kräuselten sich Emmas Lippen zu einem wissendem Lächeln und die blonde Wissenschaftlerin meinte in einem amüsierten Tonfall, ,,Du kannst ruhig zugeben, dass du einfach gern mit ihr Zeit verbringen willst…“. Im ersten Moment begriff Beca nicht ganz, was sie meinte, doch als es dann doch endlich klick machte, verdrehte die kleine Brünette die Augen, während ihr aber gleichzeitig dann doch etwas die Hitze ins Gesicht stieg, ,,Zum Tausendsten Mal: Ich steh nicht auf E-“. Doch bevor Beca den Satz überhaupt zu Ende sprechen konnte, gingen urplötzlich die Alarmsirenen im Bunker los. Verwirrt sahen die beiden sich an. Was zum Teufel war denn jetzt los?
Sie fanden ihre Antwort, als sie nur wenige Minuten zu zweit in die von hektischem Treiben erfüllten Kommandozentrale traten. ,,Was ist denn los?“,fragte Emma mit vor Verwirrung gerunzelter Stirn, woraufhin Jonah einfach nur, ,,Der ORCA“ antwortete und mit dem Kopf in Richtung der leeren Stelle auf dem Tisch nickte, wo vorher noch der ORCA gestanden hatte. ,,Jemand hat ihn mitgenommen.“, zischte der Terroristenanführer, während Beca und Emma noch etwas sprachlos auf die Tischplatte blickten, ,,und hat zufälliger Weise von genau hier aus gesendet.“. Bei den letzen Worten deutete er mit dem Finger auf einen Bildschirm, auf dem die Position des ORCA’s angezeigt wurde-das Fenway Park-Stadion in Boston. Und als Beca ihren Blick auch über die ganzen anderen Monitore der Zentrale schweifen lies, erkannte sie, dass anscheinend alle der weltweiten Titanen-Angriffe schlagartig aufgehört hatten und die gerade noch so aggressiven Giganten jetzt auf einmal ein ganz friedfertiges Verhalten an den Tag legten. ,,Ich frage mich wer das getan hat…“, knurrte Jonah mit gefährlich glühenden Augen und seinem Tonfall nach zu urteilen schien ER bereits eine ganz klare Vorstellung davon zu haben, wer das getan hatte.
Im ersten Moment sahen Beca und Emma sich beide einfach nur ratlos gegenseitig  an, doch dann traf es die Brünette wie der Schlag, denn abgesehen von ihnen beiden, kam eigentlich nur noch eine Person dafür in Frage. ,,Emily…“, flüsterte sie entsetzt.

Zwar suchte Beca noch einmal jeden Raum, jeden Flur, jede noch so kleinste Ecke des Bunkers nach Emily ab, doch von der jungen Wissenschaftlerin fehlte jegliche Spur und als was wenn das noch nicht Grund genug für Beca war, um Panik zu kriegen, traf sie beim Rückweg zur Zentrale mitten im Flur eine aschfahle Emma an, welche mit bebenden Lippen wisperte, ,,Maddie ist weg…“. ,,WAS?“, stieß Beca in einer Mischung aus Unglauben und Entsetzten aus. ,,Ich bin zu ihrem Raum gegangen, um nachzusehen wie‘s ihr geht.“, flüsterte Emma mit zitternder Stimme und unübersehbarer Angst in den Augen, ,,Doch sie war nicht da, ihr Rucksack auch nicht. Sie i-ist w-weggelaufen …“.
Und dann dämmerte es Beca plötzlich, ,,Vielleicht…vielleicht ist Maddie diejenige gewesen die den ORCA geklaut hat…“, murmelte sie nachdenklich, ,,Aber Emily hat sie beim abhauen erwischt und ist dann…mit ihr mitgegangen, weil sie Madison nicht allein gehen lassen wollte…“. ,,Aber woher sollte Maddie denn Bitteschön, von meiner Idee gewusst haben?“, fragte Emma jetzt mit immer mehr durchklingender Panik in der Stimme, woraufhin Beca nach kurzem Überlegen meinte, ,,Die meisten Räume hier haben ein Lüftungsgitter…wahrscheinlich hat sie unser Gespräch in der Zentrale mitgehört…“. Daraufhin stieß Emma ein zittrigen Seufzer aus und murmelte leise, ,,Oh Gott…“, während sie sich mit bebenden Fingern durchs Haar fuhr.  ,Hey,“, Beca packte die Ältere am Arm, um sie sicherheitshalber vom möglichen Zusammenklappen abzuhalten, ,,Wir werden nicht zulassen, dass ihnen was passiert, okay? Wir holen sie zurück-sie beide!“.
Emma sah auf sie hinab und obwohl in ihren Augen immer noch die Angst schimmerte, flammte dort aber auch ein immer stärker werdender Ausdruck der Entschlossenheit auf. Sie beide würden die Menschen die sie liebten zurückholen, etwas anderes stand gar nicht erst zur Debatte.

Unsicher drehte Beca die Pistole in ihren Händen. Sie hatte zuvor noch nie eine Waffe in den Händen gehalten, geschweige denn eine benutzt, aber sie besaß eine gute Beobachtungsgabe und hatte genau gesehen wie die Terroristen  sie benutzt hatten. Natürlich war ihr durchaus bewusst, dass eine Pistole nichts gegen einen Titanen ausrichten konnten, aber falls Jonah sie beide davon abhalten versuchen würde zu gehen, war Beca fest entschlossen falls keine andere Möglichkeit mehr bestand, notfalls auch mit seinen Karten zu spielen.
,,Beca?“. Sich aus ihren Gedanken losreißend, steckte Beca die Waffe in das Holster an ihrem Gürtel und lief zu dem dunkelgrünen Jeep, wo Emma bereits auf sie wartete. Sie mussten sich beeilen. Das Stoppen der Attacken durch das ORCA-Signal schien ja geklappt zu haben, aber das hieß auch das Ghidorah in diesem Augenblick bereits auf dem Weg war um den Urheber dieses ,,Alpha-Ruf’s“ zur Strecke zu bringen-genauso wie es jeder Alpha tat, wenn er herausgefordert wurde.
,,Bist du soweit?“, wollte Emma wissen und Beca nickte entschlossen. Doch noch bevor eine von ihnen auch nur Anstalten machen konnte in das Fahrzeug einzusteigen, hallte auch schon Jonahs heisere Stimme durch den Hangar, ,,Was zum Teufel denken Sie, was Sie da tun?“. Einen Seufzer unterdrückend wandte Beca sich um und sah den Terroristenanführer flankiert von einer Handvoll seiner Leute auf sie zu kommen. ,,Ich hab keine Zeit darüber zu streiten,“, stellte Emma unberührt von Jonahs Eintreffen klar, ,,Wir holen Maddie und Emily zurück.“. ,,Mit meinen Leuten allerdings nicht…“, erwiderte der Terroristenanführer eisig, woraufhin Beca in einem spöttischen Tonfall kommentierte, ,,Als ob wir auf Ihre Leute angewiesen sind…“.
Jonah überging den Kommentar und sagte mit ernster Stimme an Emma, ,,Emma…Sie haben gesagt, dass es um das Wohle aller geht, dass die Menschheit einen Neuanfang verdient…aber jetzt sind sie bereit das alles aufzugeben, nur weil ihre kleine Tochter verschwunden ist?“. ,,Weil ich verstanden habe, dass ich die Welt nicht retten kann-zumindest nicht so wie ich es vorgehabt hatte…“, erwiderte Emma daraufhin kühl, ,,Aber was ich retten kann, dass sind die Menschen die ich liebe…und ich werde meine Tochter zurückholen, koste es was es wolle.“.
,,Außerdem…“, fügte Beca jetzt mit einem herausfordernden Blick zu Jonah, ,,wollen SIE doch sicherlich den ORCA wieder in die Finger kriegen, oder? Und der ist nunmal bei-“. ,,Der ORCA spielt für uns jetzt keine Rolle mehr…“, schnitt ihr der Terroristenanführer mit scharfer Stimme das Wort ab, ,,Wir haben gelernt, dass der Mensch es auch mit der modernsten Technologie nicht schafft die Gesetze der Natur zu kontrollieren…Und wenn ein Alpha herausgefordert wird, wird er mit voller Kraft zurückschlagen und das werden  auch sie beide nicht mehr aufhalten können.“. Bei den letzten Worten trat ein bösartiges Funkeln in seine grauen Augen.
Beca‘s Nägel gruben sich tief in ihre Handfläche, als sie die linke Hand zur Faust ballte und all ihre Abscheu auf Jonah wieder stärker in ihr hochkochte. Plötzlich merkte sie wie die Finger ihrer rechten Hand den Lauf der Pistole berührten-anscheinend hatte sie geistesabwesend danach gegriffen. Doch Beca hielt inne, denn sie wollte nämlich nicht zwingend  gleich die Waffe ziehen. Aber anscheinend hatte einer der Terroristen das Zucken ihrer Hand in Richtung Pistole gemerkt und ehe Beca es sich versah, richtete der Kerl auch schon sein Gewehr auf sie.
Doch bevor er noch großartig weiter machen konnte, oder Beca überhaupt richtig registrieren konnte was los war, hielt jemand anderes dem breitschultrigen Terroristen eine Waffe an dem Kopf-Es war Emma, die sich vorhin anscheinend auch eine Pistole aus dem Arsenal mitgenommen hatte und ihrem Blick nach zu urteilen, würde sie ohne zu zögern abdrücken, falls der Typ noch eine falsche Bewegung machen würde.
Nach einigen Herzschlägen der angespannten Stille richtete Emma ihren Blick auf Jonah, der mit verengten Augen das Ganze beobachtet hatte. ,,Ein Kind habe ich bereits verloren…“, flüsterte die blonde Wissenschaftlerin schließlich mit  leicht brechender Stimme, aber auch einer feurigen Entschlossenheit in den Augen, ,,Und ich kann nicht noch eins verlieren….Ich muss das wieder in Ordnung bringen.“. Für den Bruchteil einer Sekunde meinte Beca sogar einen Funken Verständnis in Jonahs emotionslosen Augen aufblitzen zu sehen und schließlich knurrte der Terroristenanführer nur, ,,Lasst sie gehen. Wir haben alles was wir brauchen.“.
Bei den letzten Worten verengte Beca kurz die Augen. Was meinte Jonah damit, sie hätten alles was sie brauchten? Meinte er, alles um wieder rechtzeitig von der Bildfläche zu verschwinden, bevor ,,Monarch“ sie fand? Oder hatte er etwa schon ein Ass im Ärmel, für seinen nächsten wahnsinnigen Plan? Doch Beca hatte keine Zeit sich darüber weiter Gedanken zu machen, das einzige was jetzt zählte, war Emily und Maddie zurückzuholen-am besten bevor Ghidorah in Boston eintraf. Also schob sie sich an dem Terroristen der sie gerade noch bedroht hatte vorbei und ging wieder zu dem Jeep, um auf der Beifahrerseite einzusteigen.
,,Bereit?“, Beca sah Emma fragend an und als Antwort fuhr diese einfach nur stumm los. Sie beide hofften-beteten um genau zu sein-, dass sie rechtzeitig ankommen würden…
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast