Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Of Love and Monsters

von Lion 2000
GeschichteDrama, Sci-Fi / P12 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
21.08.2021
19.11.2021
17
37.673
2
Alle Kapitel
24 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
22.08.2021 3.753
 
The Beginning of a Big Day

,,In this house of broken hearts
We made our love out of stacks of cards“
*aus ,,Paper Houses“ von Niall Horan*

Der Kies knirschte leicht unter den Sohlen von Becas schwarzen Stiefeln, als sie gelassen auf das Haus vor ihr zu schlenderte-eben genauso wie sie es schon Dutzende Male zuvor getan hatte. Obwohl so ganz gelassen wie normalerweise, war sie dann nun auch wieder nicht, was aber vor allem an der SMS lag, welche sie heute direkt nach dem Aufstehen auf ihrem Handydisplay hatte aufblitzen sehen und die bei ihr einerseits freudige Erregung, aber auch mindestens genauso viel Nervosität und Unsicherheit hervorgerufen hatte. ,,Es wird schon alles glatt gehen…“, murmelte Beca leise zu sich selbst, denn das musste es einfach-Immerhin hatte das Eintreten eben genau dieses Tages schon seit Monaten wie ein heraufziehendes Gewitter in der Ferne geschwebt und mit der SMS von heute Morgen war nun bestätigt worden, das eben genau heute dieser große Tag werden würde, der erst der Start einer ganzen Reihe von Veränderungen sein sollte.
Mittlerweile hatte Beca ihren angestrebten Zielort erreicht, hatte die zwei flachen Steinstufen vor der Haustür mit einem Schritt übersprungen und drückte jetzt die Klingel, über der das metallene Schild mit der Aufschrift RUSSEL hing. Schon eigenartig, wenn sie daran zurück dachte das es nun schon fast GANZE VIER JAHRE her war, das Beca nach einem Besuch bei dem Grab ihrer verstorbenen Verlobten vor dem Friedhofstor auf Emma und Madison getroffen war. Ihre Prognose das sie die beiden nicht zum letzten Mal sehen würde, hatte sich aber auf jeden Fall bewahrheitet und mittlerweile konnte sich Beca ihr Leben ohne die zwei darin gar nicht  mehr vorstellen.  Dabei hatte es ja erst nur damit angefangen, das sie und Emma ihre Mittagspausen-die eben zu fast genau den selben Zeiten lagen- angefangen hatten miteinander zu verbringen. Beca wusste nicht genau was sie zwei im Endeffekt so  zusammengeschweißt hatte. Vielleicht war es der Fakt gewesen, das sie beide zu dem Zeitpunkt noch gerade erst einen schweren Verlust erlitten hatten beziehungsweise gerade privat sowieso alles bei ihnen beiden schief gelaufen, wenn man bedachte das Beca damals dabei gewesen war sämtliche Freundschaften irgendwie zu verlieren und Emmas Ehe am auseinandergehen gewesen war. Aber im Endeffekt zählte Ja auch eh nur der Fakt, das zwischen ihnen beiden sich eine unglaublich große Enge und Vertrautheit aufgebaut hatte. Und wahrscheinlich war es auch genau dieses Vertrauen gewesen, was Emma dazu veranlasst hatte Beca schlussendlich zu offenbaren, das ihr Job bei dem Forschungsinstitut lediglich eine Tarnung war und sie in Wahrheit für ,,Monarch“ arbeitete-die Organisation, welche schon seit Jahrzehnten all die Monster á la Godzilla, die sogenannten Titanen, erforschten und aus deren Einrichtung einst das M.U.T.O.-Monster geflohen war.
Zwar war Beca erst nicht so wirklich begeistert davon gewesen, das eine der ihr am nächsten stehenden Menschen bei eben genau dieser Organisation arbeitete, denn wäre das M.U.T.O ihnen damals nicht entwischt, wäre es ja niemals überhaupt erst zu dieser Monster-Mania, die mit Chloes Tod geendet hatte gekommen. Doch Emma hatte ihr einen Großteil, wenn nicht sogar fast alle ihre Nachforschungen gezeigt und langsam, aber sicher hatte Beca begriffen, das diese ,,zerstörerischen Monster“, als die sie zuvor immer gesehen hatte in Wirklichkeit um einiges wichtiger für den Fortbestand des Lebens und das Gleichgewicht in der Natur waren, als sie es sich jemals hatte erahnen können.
Mittlerweile war auch Beca seit fast drei Jahren von ,,Monarch“ rekrutiert worden, was zum Teil an ihrer vorherigen Laufbahn im Biologie-Bereich lag -zugegebenermaßen aber auch mit etwas Hilfe von Emma, die ein ziemlich hohes Tier innerhalb der Organisation war, geschehen war. Nichts desto trotz, war Beca-ohne jetzt zu selbstverliebt klingen zu wollen-zu einem wichtigen Bestandteil von ,,Monarch“ geworden und gehörte mittlerweile auch zu dem Kreis der angesehensten Wissenschaftlern innerhalb der Organisation.  Beca hatte in den letzten drei Jahren bei ,,Monarch“ so einiges gelernt, aber vor allem hatte sie viel von Emma gelernt, denn diese Wissenschaftlerin war wirklich eine Meisterin ihres Faches, in so gut wie allem das sie tat und  Beca hatte wirklich großen Respekt und Bewunderung für die Frau übrig, die für sie zu so etwas wie eine Mischung aus Mentorin und enger Freundin geworden war.
Nachdem jetzt schon ein paar Augenblicke vergangen waren, seit dem sie die Klingel betätigt hatte, wurde Beca schlussendlich die Tür geöffnet und eine sichtlich erfreut aussehende Emma Russel, stand ihr gegenüber, ,,Morgen, Beca.“. ,,Morgen Emma.“, antwortete Beca lächelnd, bevor sie die Ältere zur Begrüßung umarmte. ,,Stimmt es, was in der SMS stand?“, fragte sie jetzt neugierig nach, als sie sich wieder voneinander lösten, ,,Bist du wirklich fertig?“. Doch bevor Emma auch nur den Mund aufmachen konnte, um zu antworten hallte plötzlich ein lautes und schrilles Piepen durch das Haus, woraufhin die Wissenschaftlerin sofort mit besorgten Blick in Richtung Küche blickte: ,,Maddie?“. ,,Hat sie etwa wieder versucht Frühstück zu machen?“, fragte  Beca,die Augen wegen des Lärms leicht zusammenkneifend,  während sie beide schnellen Schrittes den Flur in Richtung Küche liefen und Emma antwortete lediglich seufzend, ,,Sieht so aus…“.
Als sie schließlich zum Ursprungsraums des Geräusches ankamen, wurde Becas Verdacht nur betätigt, als sie durch den Rauch sehen konnten, wie eine sichtlich gehetzt wirkende und leise vor sich hin fluchende Madison eine Pfanne, von der Platte des Gasherdes zog. Beca und Emma warfen sich nur einen ganz kurzen Blick zu bevor sie auch schon wie aus Reflex in Aktion sprangen, da es naja…nicht unbedingt das erste Mal war, dass Madison’s Kochversuche mit dem Auslösen des Feueralarms geendet hatten. Beca hatte deshalb auch schon öfters damit vor Madison gescherzt, dass sie eines Tages noch das ganze Haus abfackeln würde, woraufhin diese sie lediglich mit dem typischsten angepisster Teenager-Blick angefunkelt hatte. Aber naja…wenigstens versuchte Maddie wenigstens es mit dem selber kochen, etwas für das Beca selber mit zwölf definitiv zu faul gewesen war.
Während Emma das Gas vom Herd runter drehte und Beca, die sich noch schnell ein über einer Stuhllehne hängendes Geschirrhandtuch gegriffen hatte, den Rauch versuchte so gut wie möglich weg zu wedeln, bevor sie den  an der Wand hängenden Feuermelder ausmachte, murmelte Madison , ,,Ich hab uns ähm…Frühstück gemacht…“. ,,Das sehe ich,“, gluckste Beca, während sie wieder von der Arbeitsfläche runter kletterte(der Feuermelder hing halt ziemlich WEIT oben an der Wand) und mit  neugierigem Blick auf die drei bereits mit Essen beladenen Teller auf der Arbeitsfläche fragte sie, ,,Und was hat die große Köchin gezaubert?…Oder besser gesagt versucht zu zaubern?“. Den letzten Teil fügte sie noch mit einem leichten Grinsen hinzu, nachdem sie einen Blick auf die schwarz verkohlten Bacon-Streifen auf einem der Teller erhascht hatte und Madison verdrehte daraufhin leicht die Augen, beantwortete die Frage aber trotzdem, ,,Also…es gibt Rührei, Toast und, was…vorher mal Bacon war…“, bei den letzten Worten schob sie besagtes ,,was-mal-Bacon-war“, mit einem angeekelten Blick von dem Teller. ,,Und was würdest du zum Essen empfehlen?“, fragte Beca schmunzelnd, woraufhin Madison leicht lachend erwiderte, ,,Wahrscheinlich eher…Toast und Ei…“.
Beca schnaubte leise vor Lachen und als sie sich ihren Teller nahm, verstrubbelte sie im Vorbeigehen noch leicht Maddies schulterlanges und leicht gewelltes braunes Haar, was zur Folge hatte, das die Jüngere sich fast augenblicklich weg duckte, ,,Ey, meine Frisur!“. ,,Welche Frisur?“, erwiderte Beca daraufhin einfach nur in einem sarkastischem Tonfall, woraufhin Madison ihr den Ellbogen leicht in die Seite stieß. ,,Hört auf euch zu zanken, ihr zwei…“, kam es jetzt von Emma, die sich gerade an den Tisch gesetzt hatte, doch man konnte der Älteren ganz deutlich ansehen, das sie das Verhalten der beiden tatsächlich etwas amüsierte. ,,Jawohl, Ma’am…“, murmelte Beca grinsend, als sie sich nun ebenfalls und direkt gegenüber von Emma an den Tisch setzte und die Wissenschaftlerin warf bei Becas Worten ihr einen leichten ,,Nicht-dein-Ernst!“-Blick zu, während Maddie sich sichtlich nur mit Mühe ein Lachen verkneifen konnte.
,,Kaffee?“, fragte Maddie jetzt und sie hielt dampfende Kanne leicht in die Höhe. ,,Dazu sag ich nicht Nein.“, meinte Beca und sie lächelte die Jüngere dankbar an, als sie ihr eine Tasse einschenkte. Nachdem Maddie auch noch Emma und sich selbst-Yep, Maddie trank schon mit zwölf Kaffee-was eingeschenkt hatte, lies sie sich neben Beca auf den Stuhl fallen. Aus dem Augenwinkel konnte Beca sehen, das Maddies Laptop offen auf dem Tisch stand und wenn sie sich nicht ganz täuschte, war das Mail-Programm gerade offen, doch bevor sie genauer hinsehen konnte, klappte Maddie ihn auch schon einen Ticken zu schnell zu-Verheimlichte sie etwa was?
Auch Emma‘s wachsamen Blick, war die Aktion nicht entgangen und sie fragte dennoch ganz gelassen, ,,Woran arbeitest du?“. ,,Ich…hab mir nur Rezepte angeschaut.“, erwiderte Madison, bevor sie einen Schluck von ihrem Kaffe nahm, doch ihre Mutter zog lediglich leicht die Augenbraue nach oben, alles andere als überzeugt wirkend ,,Für Toast?“. Als Maddie zu begreifen schien, das sie lieber mit der Sprache rausrücken sollte, erzählte sie schließlich zögerlich und es sichtlich vermeidend ihrer Mutter in die Augen zu sehen, ,,Dad…er- er hat mir ne Mail geschickt…“.  Als Beca das hörte, sah sie sofort wachsam zu Emma rüber, doch die Wissenschaftlerin schaffte es tatsächlich eine durchweg neutrale Miene aufzusetzen, zumindest fast…
Dennoch entging Beca nicht, wie sich ihre Schultern für den Bruchteil einer Sekunde anspannten und ihr Mund um eine ganze Ecke schmaler wurde. Es waren zwar jetzt schon fast drei Jahre seit der Scheidung vergangen, aber das Thema war immer noch keines, über das man mit Emma sprechen sollte. Zwar hatte sie das ganze damals relativ standhaft hingenommen, aber Beca wusste wie verletzt und wütend sie in Wirklichkeit gewesen war und um Ehrlich zu sein konnte man ihr das auch aus Becas Sicht nicht verübeln.
Zwar hatte Beca ja persönlich keine Ahnung was für ein Mensch Mark Russel gewesen war, bevor das mit dem ,,Godzilla-Vorfall“ passiert war,  weshalb es vielleicht falsch von ihr war über ihn zu urteilen, aber andererseits fand sie das es keine Rechtfertigung für das Verhalten ,welches sie damals von ihm mitbekommen hatte gab, nicht einmal Trauer. Beca hatte ja bei dieser Katastrophe auch jemanden verloren. Sie hatte die Person verloren, von der sie sich sicher gewesen war, das es die Liebe ihres Lebens sei, verdammt! Natürlich war sie damals auch sehr oft komplett am Boden gewesen und hatte das Gefühl gehabt, gleich endgültig von der Trauer verschlungen zu werden, aber trotzdem hatte sie noch so viel Selbstbeherrschung gehabt, um nicht gleich zum Whiskeyglas zu greifen…Klar, natürlich war es sicherlich nicht leicht seinen Sohn zu verlieren, aber Emma hatte die Trauerverarbeitung ja auch ohne Alkoholkonsum hinbekommen und sich trotzdem noch so gut wie möglich um ihre Tochter gekümmert oder?
Um Ehrlich zu sein hatte Beca damals  nicht wirklich verstehen können, warum Emma ihm sein Verhalten noch so lange hatte durch gehen lassen und das trotz den tausenden eskalierten Streiten, von denen Beca auch den ein oder anderen live mitbekommen hatte. Wahrscheinlich hatte Emma damals noch an dem Wunsch festgehalten, das es sich schon wieder einrenken lassen würde, egal wie groß die Kluft zwischen ihr und Mark zu dem Zeitpunkt auch gewesen war. Am Ende war es dann er gewesen der schließlich die Scheidung eingereicht hatte und obwohl Emma sich nichts hatte anmerken lassen ahnte Beca das es die Ältere mehr getroffen hatte, als sie von sich selbst aus hatte zugeben wollen. Und Maddie wusste das genauso und das Thema war seit her immer eines gewesen, dass sie wenn Emma in der Nähe war versuchten zu umgehen.
Doch jetzt gerade schien Emma trotz ihrer im ersten Moment leichten Anspannung eigentlich ziemlich ruhig zu bleiben, oder es zumindest zu versuchen und sie fragte die nervös in ihrem Essen rumstochernde Madison völlig gelassen ,,Hast du schon geantwortet?“. ,,Noch nicht.“, antwortete Madison, bevor sie einen besonders große Menge Rührei in sich hinein schraubte. Mit den Augen immer wieder zwischen Maddie und Emma hin und her huschend biss Beca langsam in ihr Toast hinein und das Knirschen klang in ihren Ohren gerade irgendwie störend. Nach kurzem unsicheren Schweigen, fing Emma schließlich langsam und in einem fürsorglichen Ton an, ,,Madison, ich will nur nicht das du verletzt wirst…“. ,,Ich weiß…“, murmelte Maddie und sie seufzte leise, doch Emma fuhr noch weiter fort, ,,…besonders bei allem, was gerade los ist und…“. ,,Mom, ich weiß!“, unterbrach Maddie ihre Mutter schließlich bestimmt, eindeutig nicht mehr weiter über das Thema reden wollend und mit etwas mehr Gewalt als notwendig pikste sie ein weiteres Stück Rührei auf.  
,,Hör mal…Ich weiß doch, dass das alles gerade nicht leicht für dich ist“, fing jetzt Emma wieder behutsam an, ,,aber gemeinsam werden wir drei…“, sie blickte mit einem Lächeln kurz zu Beca rüber, welche es nicht minder aufrichtig erwiderte, ,,das durchstehen…Okay?“. Maddie nickte nur und Beca drückte ihre Hand noch einmal zur Ermutigung und versicherte ,,Ja, wir kommen da schon irgendwie durch, Mads…“, woraufhin die jüngere sich ein halbherziges Lächeln abrang. Natürlich wussten sie alle drei, dass sie in einer Welt lebten, in denen solche Versprechen nahezu unmöglich zu halten waren und dennoch…war es etwas an das man sich Klammern konnte-wie an einen schönen Traum, aus dem man zwar früher oder später aufwachen würde, aber der trotzdem im Augenblick wie die Realität wirkte.
Für einen Moment frühstückten sie einfach schweigend weiter, bis Madison irgendwann das Schweigen durchbrach, indem sie  mit einem Seitenblick auf Beca fragte, ,,Sag mal…hast du jetzt eigentlich Emily endlich mal gefragt ob sie mit dir ausgeht?“. Als sie das hörte, verschluckte Beca sich erstmal gehörig an ihrem Kaffee und aus dem Augenwinkel konnte sie sehen wie Maddie sie leicht grinsend ansah. ,,Entschuldige bitte?“, presste Beca schlussendlich, immer noch leicht hustend hervor und sie  starrte die Jüngere völlig perplex an, doch Maddie setzte eine Unschuldsmiene auf, ,,Was? Du magst sie doch…oder?“. ,,J-Ja, Aber nicht…nicht so…“, verteidigte Beca sich stotternd.
Emily Junk war eine Wissenschaftlerin welche um die dreieinhalb Jahre jünger als Beca war und seit etwa acht Monaten ebenfalls beim Monarch-Außenposten 61 stationiert war. Sie gehörte mit ihren 23 Jahren zwar zu einer der aller jüngsten Wissenschaftlerinnen die je bei Monarch gearbeitet hatten, aber sie war bereits bei dem Qualifizierungs-Seminar welches man mittlerweile zur Aufnahme bei der Organisation besuchen musste durch ihr Talent und ihren Scharfsinn unglaublich positiv herausgestochen. Emma hatte das Seminar in dem Jahr geleitet und Beca bereits berichtet, das Emily ein absolutes Ausnahmetalent war.
Als Beca die junge Wissenschaftlerin dann endlich selbst kennenlernen durfte, war sie schon sehr früh unfassbar beeindruckt von den Fähigkeiten die sie besaß beeindruckt gewesen und es bestand kein Zweifel darin, dass Emily ein großer Gewinn für Monarch war. Doch auch abgesehen von ihren wissenschaftlichen Talenten, war Emily Beca schon sehr schnell sympathisch geworden. Die offene, freundliche Art machte es aber auch fast jedem schwer sie nicht zu mögen. Und ja…Beca verbrachte mittlerweile auch viel Zeit mit ihr, außerhalb der Arbeit und sie schätzte die Gesellschaft der Jüngeren sehr-aber das Band welches sie zueinander hatte, war rein freundschaftlich…nur glaubten das nicht alle-darunter anscheinend auch Maddie.
,,Ach komm, Beca…“, argumentierte die Dunkelhaarige jetzt, immer noch dieses wissende Grinsen auf dem Gesicht habend, ,,Ich meine, Emily sieht super aus, ist dazu auch noch offen, witzig, optimistisch…Total dein Typ!“. ,,Woher willst du denn Bitteschön wissen, was mein Typ ist?“, konterte Beca mit hochgezogenen Augenbrauen und Maddie erwiderte nur schulterzuckend, ,,Na, Chloe war doch auch so…Oder zumindest kommt sie so rüber, wenn du von ihr erzählst.“. ,,Ja, I-Ich…ich gebe zu, d-dass Emily von i-ihrer Persönlichkeit her… Ähnlichkeiten mit…Chloe hat, “, stammelte Beca, ,,a-aber n-nur weil ich einmal mit einer Person, die diesen Charakter hatte zusammen gewesen bin, heißt das…heißt das noch lange nicht, das ich jeden der so ist gleich auf diese Weise mag, Mads..“.
Doch die Jüngere schien immer noch nicht überzeugt und meinte schmunzelnd, ,,Also SIE ist glaub ich bestimmt an dir interessiert, so wie sie dich immer ansieht…“. ,,Oh mein Gott…“, frustriert vergrub Beca das Gesicht in den Händen, jetzt plötzlich doch etwas rot werdend, ,,Sie sieht mich nicht auf eine andere Weise an, als sie alle anderen ansieht…“. Hilfesuchend sah sie zu Emma rüber, auf ihre Unterstützung hoffend, doch die Wissenschaftlerin legte einfach ihr Besteck bei Seite und meinte mit einem leichten Schmunzeln, ,,Also ganz Ehrlich Beca…find ich, dass Maddie schon Recht hat. Emily würde sehr gut zu dir passen…“.
,,Ihr zwei seit echt…“, Beca blickte die beiden fassungslos an und sie merkte plötzlich wie ihre Verlegenheit in Ärger umschlug , ,,Ich und Emily sind nur Freunde, okay? Außerdem…hat sie sich erst vor anderthalb Jahren oder so von ihrer Freundin getrennt und die Trennung war anscheinend ziemlich mies, also weiß ich nicht mal ob Emily überhaupt bereit für eine neue Beziehung ist!“. Bei den letzten Worten, stellte sie ihre Kaffeetasse so fest wieder auf den Tisch, dass es Beca schon fast etwas wunderte das sich keine Risse im Porzellan bildeten. Bei den schuldbewussten Blicken der anderen beiden, bereute Beca ihren Ausbruch jedoch fast augenblicklich wieder. Sie wusste dass sie es einfach nur gut meinten und sich mega für sie freuen würden, wenn sie jemanden fand der sie wieder glücklich machte, wie Chloe es einst getan hatte.
,,Ich weiß…ihr wollt nur das beste für mich…“, seufzte Beca schließlich mit wieder etwas sanfterer Stimme, ,,und wie ihr beide sehr wohl wisst, bin ich auch wieder bereit für eine neue Beziehung , aber…ich würde gerne von alleine rausfinden, wann ich die richtige Person gefunden habe…“ ,,Das verstehen wir…“, meinte Emma verstehend lächelnd, wobei sie sich leicht über den Tisch beugte und Beca sanft am Arm berührte. Auch Madison erhob sich von ihrem Stuhl und umarmte die Brünette von der Seite her, ,,Ja Becs, tut mir Leid…“. ,,Ist schon okay…“, erwiderte Beca lächelnd-eh nie lange Böse auf die Jüngere seien könnend- und sie strich Maddie einmal kurz sanft über‘s Haar und tatsächlich zog sie ausnahmsweise nicht den Kopf weg.
,,Hast du…nicht noch ne große Ankündigung zu machen?“, fragte Beca jetzt an Emma gewandt, da ihr plötzlich wieder die SMS von heute Morgen einfiel. Maddie hob sofort mit zusammengezogenen Augenbrauen den Kopf und löste ihre Arme wieder leicht von Beca, ,,Was denn für ne Ankündigung?“. ,,Sieh ist fertig…“, lieferte die Brünette die Erklärung und die Jüngere riss leicht die Augen auf, ,,Warte, echt jetzt?“. Emma lächelte bei der Reaktion ihrer Tochter, während sie den Gegenstand-welcher die ganze Zeit noch neben ihrem Stuhl gestanden hatte-vom Boden auf die Tischplatte hievte. Auf den ersten Blick sah es aus wie ein großer, schwarzer Koffer auf dem in der Mitte das Logo von ,,Monarch“ -Maddie sagte, immer das es aussah wie eine auf der Seite liegende Sanduhr-prangte. Doch Beca wusste, dass wenn man ihn aufklappte eine durchaus komplexe und ziemlich raffinierte Apparatur zum Vorschein kam.
Der ORCA-das Gerät an dem Emma seit Jahren arbeitete und dessen Fertigstellung von fast jedem in ,,Monarch“ arbeitenden Wissenschaftler sehnlichst erwartet wurde. Denn der ORCA stellte den Schlüssel zu etwas dar, zu dem man bis jetzt noch nicht in der Lage gewesen waren-Nämlich mit den Titanen zu kommunizieren. Emma hatte die Bioakustiken (oder einfach ausgedrückt, die Laute) verschiedener Titanen miteinander kombiniert, um eine Frequenz zu erschaffen auf die alle Titanen reagierten. Dabei konnte es je nachdem wie man diese ,,Basisfrequenz‘‘ noch veränderte verschiedene Reaktionen bei den Titanen auslösen-sie konnten davon angezogen, abgestoßen oder sogar beruhigt werden. Wenn der ORCA tatsächlich jetzt funktionieren sollte, würde das einiges bei der Erforschung, aber auch beim im Griff behalten der Titanen erleichtern. Allerdings bestand natürlich auch ein gewisses Risiko mit diesem Gerät, denn benutzte nur man nur einmal die falsche Frequenz, könnte das ganz schnell in einer Katastrophe enden. ,,Denkst du…es funktioniert?“, fragte Maddie jetzt, wobei sie den ORCA etwas misstrauisch wirkend beäugte. ,,Das wird es…“, versicherte Emma, während sie mit der Hand über die Oberfläche des Gerätes fuhr.
Plötzlich erzitterte die Erde und sie alle drei sahen besorgt auf. Das Licht flackerte, Geschirr klirrte und ein paar der Bilder welche auf der Kommode in dem direkt in die Küche übergehenden Wohnzimmer fielen um. Dann ertönte draußen ein schriller, hoher und definitiv nicht menschlicher Laut. Beca ahnte dass das Geräusch vom ein paar Kilometer entfernt liegenden Außenposten her kam, in dem der Titan erforscht der die wissenschaftliche Bezeichnung ,,Titanus Mosura“ hörte-oder wie sie alle eigentlich nannten ,,Mothra‘‘.
Mit dem Verklingen des Lautes, erstarb auch das Beben so plötzlich wie es auch angefangen hatte. Immer noch mit eine Ausdruck der Sorge auf dem Gesicht erhob sich Emma und ging auf eines der großen Glasfenster zu, Beca und Maddie folgten ihr.  Durch die Glasscheiben hatte man einen perfekten Ausblick über einen Großteil des Regenwaldes-Ja, richtig gehört-Regenwald… Da sich Mothra-vermutlich seit Jahrhunderten schon-in einem Winterschlafs ähnlichem Zustand befand und das innerhalb eines alten Tempels, der sich im chinesischen Yunnan-Regenwald befand, war der zuständige Außenposten logischerweise auch an diesem Standort errichtet worden. Das bedeutete aber natürlich das die zugewiesenen Wissenschaftler-und manchmal auch ihre Familienmitglieder-auch in unmittelbare Nähe, ,,umziehen‘‘mussten. Wenn man die L-förmigen von ,,Monarch“ bereitgestellten Quartiere richtig einrichtete konnten sie wie ein ganz normales Apartment wirken, doch ein Blick aus dem Fenster genügte um einen daran zu erinnern, dass an dem Wohnort so gar nichts ,,normal“ war.
Als sie so zu dritt nach draußen in Richtung des Ortes aus dem gerade noch dieses beunruhigende Geräusch gekommen war blickten, spürte Beca auf einmal wie Maddie nach ihrer Hand griff. ,,Es wird alles gut werden…“, hörte sie die Jüngere flüstern, ob als Versicherung zu sich selbst oder auch zu ihnen wusste Beca nicht. Sie drückte Maddies Hand kurz, als ihre unausgesprochene Antwort, während sanft Emma sanft einen Arm um ihre Tochter legte.
Genau in diesem Moment begann das Funkgerät der blonden Wissenschaftlerin an zu rauschen. ,,Dr. Russel, wir brauchen sie im Containment-Bereich.“, kam es verzerrt aus dem Apparat und kaum, dass Emma ihr ,,Ich bin unterwegs.“, erwidert hatte, bekam Beca eine ganz ähnliche Aufforderung aus ihrem Walkie-Talkie gejagt.
,,Na gut…“, meinte Beca schließlich mit einem schiefen Lächeln an die anderen beiden, ,,dann statten wir der Kleinen mal nen Besuch ab…“.
~~~~~
Puh…das Kapitel war lang, ich weiß. Aber es sollte halt viele der wichtigsten Grundsteine für die Handlung einführen und erklären, so dass es im nächsten Kapitel dann so richtig mit der Story losgehen kann:)
Das nächste Kapitel kommt mit aller Wahrscheinlichkeit auch schon morgen;)
LG Lion 2000
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast