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Of Love and Monsters

von Lion 2000
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Sci-Fi / P12 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
21.08.2021
03.03.2022
36
75.180
3
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57 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
11.12.2021 1.541
 
The One Who is Many

Mit nachdenklich gerunzelter Stirn und leicht schief gelegtem Kopf blickte Emma auf die beiden vor ihr stehenden  jungen Frauen. Emily war selbst nachdem sie ihre Erkenntnis nun auch der älteren Wissenschaftlerin offenbart hatte immer noch etwas aufgeregt und auch Beca wippte nervös auf ihren Füßen vor und zurück. Die beiden hatten sich,  kaum nachdem Emily der kleinen Brünette alles was sie herausgefunden hatte erzählt hatte, auf die Suche nach Emma gemacht und waren schlussendlich auch in der Kommandozentrale fündig geworden. ,,Emily…erzähl‘s nochmal ganz langsam und lass keine Details aus…“, sagte die blonde Wissenschaftlerin jetzt, nachdenklich wirkend das Kinn auf ihre Hand gestützt habend.
Zwar schnaufte Emily Kurz, nicht allzu scharf darauf seiend die Geschichte nun schon zum DRITTEN MAL zu erzählen, doch sie leistete dem Befehl dennoch folge, ,,Also…ich bin in einen dieser unbenutzten Computerräume hier im Bunker gegangen und hab mich in die ,,Monarch‘‘-Verzeichnisse eingeloggt, um noch einmal die Daten zu Monster Zero durchzugehen, damit ich vielleicht eine Lösung für unser Problem finden könnte…allerdings hat sich das als ziemlich nutzlos erwiesen und ich war schon kurz davor aufzugeben…als mir plötzlich etwas eingefallen ist  was Dr. Chen mal zu mir gesagt hat, als sie noch bei uns im Mothra-Tempel stationiert war. Sie hat doch immer gemeint, dass wir in alten Mythen Antworten über die Titanen finden können, da die Menschen damals wahrscheinlich bereits von ihrer Existenz gewusst haben und sie praktisch als Götter angebetet haben. Sie hat immer gesagt, dass…“. ,,Mythos unser Kompass ist…“, vollendete Beca den Satz mit einem leichten Schmunzeln, sich ebenfalls erinnernd. ,,Ganz genau…und dann ist mir noch etwas eingefallen….“, fuhr Emily fort,, ,,Ich hatte im College ein Semester lang mal freiwillig einen Kurs zum Thema Mythen belegt und in einer der Vorlesungen ging es um eine Legende des Nahen Ostens , welche von einem dreiköpfigen Drachen handelte, der vom Himmel herab gekommen war und ganze Dörfer dem Erdboden gleichgemacht haben soll…ich hab dann nochmal weiter im Internet nach diesem Mythos gesucht und auch den Namen den dieser Drache in der Sage hatte rausgefunden, ähm warte kurz…“. Emily kramte einen leicht zerfledderten hellrosa Notizzettel aus ihrer Hosentasche, auf dem sie während ihrer Nachforschung einiges an Stichpunkten gekritzelt hatte. ,,Ghi- Ghidorah…“, las Emily den Namen der Sagengestalt, die wie sie vermutete in Wahrheit der ziemlich reale Monster Zero war, ,,das heißt anscheinend übersetzt, ,,Der Eine der viele ist“-ist wahrscheinlich ne Anspielung auf seine zu vielen Köpfe…“. ,,Und du glaubst…wenn ich das vorhin richtig verstanden habe“, fragte Emma jetzt mit gerunzelter Stirn, ,, dass wenn man diese Legende beim Wort nimmt, Monster Zero- oder Ghidorah, je nachdem wie wir ihn jetzt nennen wollen- tatsächlich vom Himmel her gekommen ist, weil er gar nicht erst von der Erde kommt? Weil er sowas wie ein…ein Außerirdischer ist?“. ,,Ich weiß, es kling verrückt…“, gab Emily zu, ,,Aber…es würde erklären warum er versucht den Planeten zu zerstören…er hat vor die Erde umzugestalten, damit sie am Ende so ist wie der Planet von dem er ursprünglich stammt…aber damit das geschieht, muss erstmal alles von der alten Erde weg und dafür nutzt er die Titanen…“.
Für einen Augenblick lang blickte Emma sie einfach nur nachdenklich auf ihrer Unterlippe kauend an. ,,Also ich finde das was Emily geschlussfolgert hat ergibt tatsächlich ziemlich viel Sinn und würde so einiges erklären,“, warf Beca jetzt ein und nach einigen weiteren stillen Sekunden, nickte Emma langsam, ,,Das tut es tatsächlich…Gut gemacht Emily.“. Bei den letzten Worten umspielte sogar ein leichtes Lächeln die Lippen der blonden Wissenschaftlerin. Es war dieses Lächeln was der Lehrer einem Schüler zuwarf der genau die richtige Antwort auf die Frage gewusst hatte oder eine besonders gute Note erzielt hatte und Emily konnte nicht anders als aufgrund dieser Anerkennung etwas in sich hinein zu grinsen. Auch Beca sah sie mit einem stolzen Blick von der Seite her an und das lies das Herz der Jüngeren einen kurzen Satz machen.
,,Das ganze war wirklich eine herrliche Märchenstunde, aber ich begreife noch lange nicht, warum diese Information so unfassbar wichtig ist…“, brummte auf einmal jemand und sich nur mit Mühe das Augenrollen verkneifend blickte Emily zu Jonah rüber, der mit kalten Augen die gesamte Unterhaltung aus dem Schatten heraus beobachtet hatte. Doch bevor sie ihm eine bissige Antwort an den Kopf werfen konnte, ergriff Emma das Wort, ,,Jonah, sie verstehen nicht…Wenn das was Emily vermutet stimmt, bedeutet das, dass dieser Ghidorah nicht mehr aufhören wird, bis der Planet nur noch Asche ist. Unser Ziel war es mit den Titanen den Planeten zu heilen, aber er nutzt sie um ihn zu zerstören. Das…Das ist keine Koexistenz, sondern Ausrottung!“. ,,Hören sie, während Sie jahrelang bequem in einem Labor gesessen haben, haben wir…“, Jonah wies auf seine Leute in der Zentrale, ,,…einen schmutzigen Krieg nach dem anderen gekämpft. Ich habe die Natur der Menschheit gesehen und ich versichere ihnen das es nicht besser, sondern immer schlimmer werden wird. Sie haben selbst gesagt, dass jetzt die letzte Gelegenheit ist den Planeten zu retten.“. ,,Ich wollte aber nicht dass er komplett vernichtet wird!“, rief Emma aufgebracht, doch Jonah lachte nur kalt, ,,Tut mir Leid Doctor, aber sie haben die Büchse der Pandora geöffnet und die lässt sich jetzt nicht mehr so einfach schließen.“.
Wütend den Kopf über den Terroristenanführer schüttelnd, fing Emma an unruhig im Raum auf und abzugehen, in ihren Augen loderte das Feuer fieberhaften Nachdenkens. Als der Blick der blonden Wissenschaftlerin auf den ORCA fiel, welcher immer noch auf der selben Stelle stand, wie als sie ihn zum Aufwecken Rodans genutzt hatte, hielt sie plötzlich inne, so als hätte sie ein Geistesblitz getroffen und sie flüsterte ,,Ja…vielleicht ist das der  der Weg“. ,,Ach, seien sie nicht albern!“, knurrte Jonah, ,,Wenn sie noch einmal senden, geben sie unseren Standort Preis.“. Doch Emma lies sich nicht beirren, ,,Diese Tiere kommunizieren wie Wale, okay? Sie können Signale wie die des ORCA’s über Tausende von Meilen hören, also…schlage ich vor, dass wir ein Team nach Boston senden und von da aus senden, immerhin ist die Stadt praktisch um die Ecke. Ich könnte das Baseball-Stadion im Fenway Park dazu nutzen, um ein Signal auszusenden, welches stark genug ist, um die Angriffe zu stoppen. Sämtliche Großstädte werden doch gerade evakuiert und wenn wir warten, bis Boston geräumt ist gäbe es auch keine Opfer…“. ,,Und was machen sie dann, wenn sie dieses Signal gesendet haben?“, wollte Jonah mit hochgezogenen Brauen wissen und Emma antwortete prompt, ,,Dann versuche ich einen Weg zu finden, wie wir Ghidorah aufhalten können.“.
,,Bis dahin hat ,,Monarch“ uns längst gefunden…“, argumentierte der Terroristenanführer jetzt, ,,und die werden sie beide nicht gerade mit offenen Armen empfangen.“, er sah Emma und Beca eindringlich an, ,,Wir werden dieses Signal nicht senden, ausgeschlossen!“. ,,Wir können doch nicht einfach nur rumsitzen“, rief Emma wütend, ,,Das ist nicht die Welt die wir wollten!“. ,,Sie haben mir einmal gesagt, dass die Welt schon immer den Titanen gehört hat, oder?“, erwiderte Jonah kalt, ,,Vielleicht ist es an der Zeit sie ihnen zurück zu geben.“.
,,Aber wenn wir nichts unternehmen, wird am Ende ein ganz anderer Planet entsandten sein, verstehen Sie das denn nicht?“, mischte sich Emily jetzt ein, mal wieder völlig fassungslos über die Kälte des alten Mannes. ,,Es wär dann doch immerhin ein Neuanfang, oder?“, erwiderte Jonah mit einem süffisanten, teuflischem Lächeln und Emily konnte nicht anders als ,,Sie sind wahnsinnig…“, zu zischen.
Für einen Augenblick lang musterte Jonah die junge Wissenschaftlerin mit seinen grauen, emotionslosen Augen, doch dann zog er urplötzlich seine Pistole aus dem Holster und richtete sie auf Emilys Kopf. Kaum das die Jüngere so richtig registriert  hatte was los war, hatte sich Beca auch schon zwischen sie und Jonah gestellt. ,,Wollen Sie sie, müssen Sie mich zuerst töten!“, zischte die kleine Brünette, woraufhin Jonah jedoch nur spottend erwiderte, ,,Ach, versuchen Sie doch gar nicht erst sie zu beschützen. Das haben sie bei ihrer Verlobten doch auch nicht geschafft…“. Sein Blick fiel abwertend auf den Ring an Beca’s Kette.
Emily konnte sehen, wie sich Beca’s Hände zu Fäusten ballten, doch bevor es noch weiter eskalieren konnte, griff Emma ein und schob die beiden Frauen sanft weg von Jonah, in Richtung Ausgang der Kommandozentrale. Tatsächlich lies der Terroristenanführer die Waffe sinken, doch Emily spürte seinen eisigen Blick den ganzen Weg zur Tür im Rücken. ,,Ach übrigens, Emma…“, rief Jonah ihnen noch hinterher, als Beca bereits draußen im Flur stand und nachdem Emma den Kopf zu ihm umwandte, meinte er mit einem bösartigen Lächeln, ,,Wenn Sie kein Vertrauen mehr in meine Ziele haben…bin ich auch nicht mehr verpflichtet, ihnen die Unversehrtheit ihrer Tochter oder Mitchell zu versprechen…“. Tatsächlich flammte für einen Augenblick Angst in Emmas Augen auf, doch diese Emotion wich blitzschnell einem wütendem Feuer der Entschlossenheit und sie erwiderte kühl, ,,Na, dann werde ich meine Familie ab jetzt wohl noch mehr beschützen müssen.“. ,,So wie Sie ihre letzte Familie beschützt haben?“. Hätten Blick töten können, dann wäre der hasserfüllte Ausdruck welcher in Emmas Augen loderte, Jonah’s Ende gewesen. Doch die blonde Wissenschaftlerin sagte nicht mehr, sondern trat einfach zu Emily und Beca hinaus in den Flur, bevor sie die Tür krachend hinter sich zu fallen lies.
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