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Of Love and Monsters

von Lion 2000
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Sci-Fi / P12 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
21.08.2021
24.01.2022
25
49.392
3
Alle Kapitel
37 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
19.11.2021 1.571
 
Hallway Closeness

Von ihrem Zusammenbruch völlig entkräftet, hatte Beca ihre Stirn gegen Emilys Schulter gelehnt und die Augen geschlossen.  Sie beide saßen auf dem Boden, da Becas Beine irgendwann doch nachgelassen hatten und Emily hatte sich einfach ebenfalls hingekniet-ohne sie dabei auch nur eine Sekunde lang loszulassen. Auch wenn die Welt gerade am untergehen war, spürte Beca gerade eine seltsame Form von Frieden in ihrem Inneren, allein wegen dem Gefühl von Emily gehalten zu werden und sie vergaß schon fast ihre Misere-aber auch nur fast. Zwar hatte sie ihre Fassung langsam wieder gewonnen, aber ihr inneren Tumult war deswegen noch längst nicht behoben.
,,Sie hätte mich gehasst,Emily…“. flüsterte sie schließlich mit dünner Stimme und sie musste jetzt neu aufsteigende Tränen zurückhalten, ,,Chloe hätte mich gehasst, wenn sie gewusst hätte, was ich alles getan habe…“. ,,Nein Becs, sie hätte dich nicht gehasst…“, widersprach Emily in einem ruhigen und besänftigenden Ton, wobei sie sanft mit der Hand über Becas Hinterkopf fuhr. ,,Woher willst du d-das denn w-wissen?“.
Daraufhin zog Emily den Kopf etwas zurück und als Beca zu ihr aufsah, lies sie die Jüngere die Hände zu beiden Seiten ihres Gesichts gleiten. ,,Nur weil ein Mensch fehlerhafte Entscheidungen getroffen hat, bedeutet das nicht gleich, dass man ihm nie wieder vergeben und immer hassen wird,“, flüsterte Emily mit ernster Stimme und während sie sprach blickte sie Beca tief in die Augen, ,,Ich…hasse dich doch auch nicht…und das werde ich auch nie, hörst du?“. Tatsächlich rang sich die kleine Brünette bei diesen Worten sogar ein erschöpftes Lächeln ab, während Emily mit einem seltsamen Ausdruck von Zärtlichkeit in den Augen-welchen sie so noch nie bei ihr gesehen hatte -auf sie herunter blickte.
Sie saßen ziemlich nahe bei einander und vor allem ihre Gesichter trennten nicht mehr allzu viele Zentimeter, so dass sie bereits den Atem der jeweils anderen spüren konnten.   Zudem sah Beca, wie Emilys Blick für einige Herzschläge lang über ihr Gesicht schweifte und dabei blitzte ein Ausdruck in den braunen Augen der Jüngeren auf, der einfach nach so etwas wie…wie gebannt sein aussah. Beca schluckte leicht und sie merkte wie sich ihr Puls auf einmal anfing rapide zu beschleunigen. Langsam kroch Hitze in die Wangen der brünetten Wissenschaftlerin, während die Jüngere sie weiterhin mit diesem irgendwie verzaubert wirkendem Blick musterte. Diese Nähe zu Emily fühlte sich gut an-zu gut.
,,Becs…“, flüsterte die hübsche Brünette schließlich und ihr Atem geisterte leicht über Becas Lippen , während sie sprach. Beca war wie erstarrt nicht wissend, wie sie sich verhalten, was sie denken oder fühlen sollte. Ihr Herz hämmerte gegen ihren Brustkorb und als sie plötzlich Emilys Hand auf ihrer eigenen spürte, schoss ein warmer Schauer durch ihren gesamten Körper. Plötzlich rückte die Jüngere noch ein Stückchen näher an Beca heran, der Abstand zwischen ihnen wurde immer kleiner. ,,Beca…ich-“, es lag sehr viel Unsicherheit in Emilys Blick, so als ob sie Angst vor den Folgen hätte, wenn sie das was ihr auf der Zunge lag auch tatsächlich aussprechen würde.
So nah wie sie jetzt beieinander saßen, fiel Beca noch einmal richtig auf, wie schlicht und ergreifend schön Emily aussah: Die Art und Weise wie ihr dunkles, seidiges Haar ihr über die Schultern fiel, das Leuchten ihrer braunen Augen, einfach alles an ihr war einfach…,,wunderschön…“, flüsterte eine Stimme in ihrem Kopf und Becas machte einen leichten Satz, als dieses Wort in ihrem Verstand widerhallte.
Jetzt stahl sich ein nervöses Lächeln auf Emilys Gesicht und sie senkte kurz mit leicht geröteten Wangen den Blick, bevor sie sich räuspernd wieder aufsah, wobei ihre Nasenspitze kurz die Beca’s berührte. Ein zittriges Durchatmen entfuhr Beca’s Kehle und sie fuhr unbewusst kurz mit ihrer Zunge über die Unterlippe. Warum lies diese physische Nähe zu Emily sie plötzlich auf diese Weise reagieren? Was zum Teufel war gerade los mit ihr?
Beca wusste ganz genau, dass sie ihren Kopf nur ganz wenig nach vorne bewegen musste, um die Lücke zwischen ihnen beiden zu schließen. Doch genau als dieser Gedanke ihr durch den Kopf ging und genau in dem Moment wo Emily sich anfing näher zu ihr hin zu beugen, schreckte Beca wieder aus ihrer Trance. Blitzartig setzte die kleine Brünette sich wieder etwas aufrechter hin und rutschte auf den Knien ein Stück zur Seite, so dass wieder mehr Platz zwischen ihnen beiden lag. Auch Emily schien jetzt wieder in die Wirklichkeit zurück zu kehren und die Jüngere blickte unfassbar verlegen wirkend und mit ziemlich rosanen Wangen zur Seite, wobei sie sich leicht räusperte. Allerdings entging Beca nicht den Ausdruck der Enttäuschung welcher sich neben der Verlegenheit im Gesicht der Jüngeren abzeichnete und schon hatte sie ein schlechtes Gewissen, sowie…seltsamerweise ebenfalls ein Gefühl von Enttäuschung.
Für einigen Herzschläge lang vermieden es die beiden sich in die Augen zu schauen und eine sich unerträglich lang anfühlende, verlegene Stille breitete sich zwischen ihnen aus. Bis Emily sich irgendwann räusperte und fragte, ,,W-Wie…wie ähm…ist eigentlich das Gespräch mit Emma gelaufen?“. Daraufhin stieß Beca nur ein betrübtes Seufzen aus und murmelte verbittert, ,,Also…sie hat immer noch keinen Plan, wie wir das Desaster wieder rückgängig machen, oder stoppen können…und um Ehrlich zum Sein, hab ich auch nicht das Gefühl, dass sie ihre Fehler im Moment…eingestehen will…“. Sie schluckte leicht und es sammelten sich ein paar Tränen in ihren Augen, als ihr erneut bewusst wurde, wie enttäuscht und hintergangen sie sich wegen Emma fühlte. Doch Beca blinzelte den nassen Schleier hastig wieder weg, sich nicht in der Lage fühlend schon wieder einen Heulkrampf zu durch leiden, zu sehr hatte sie ihr letzter Zusammenbruch entkräftet.
,,Aber es muss doch irgendeinen Weg geben, Monster Zero aufzuhalten…“, stieß Emily frustriert und leicht verzweifelt klingend aus, ,,Oder zumindest eine Erklärung dafür, warum er mit aller Macht versucht den Planeten, dem Erdboden gleichzumachen.“. Als Antwort darauf, gab Beca lediglich ein tristes Summen von sich und zuckte hilflos mit den Schultern. ,,Gibt es…eigentlich irgendwelche Titanen die nicht auf Monster Zeros Alpha-Brüllen reagiert haben?“, fragte Emily plötzlich mit gerunzelter Stirn. Beca überlegte kurz, ,,Hmm…Ich bin nicht sicher, aber…als ich das letzte Mal in der Kommandozentrale war…da hat Kong auf Skull Island noch keinerlei Reaktionen oder Verhaltensänderungen gezeigt…aber er ist ja immerhin auch ein potenzieller Alpha-Titan, also ist das nicht allzu überraschend…“. ,,Glaubst du er könnte es mit Monster Zero aufnehmen?“, wollte Emily nach kurzer Pause wissen, woraufhin Beca etwas ratlos zugab, ,,Ich weiß es nicht genau…möglich wäre es wahrscheinlich schon-immerhin wäre Kong auch ein Ernst zu nehmender Gegner für Godzilla gewesen-aber…dieser Riesenaffe hat sich bisher aus den meisten Monsterereignissen praktisch rausgehalten und er hat bis jetzt noch keine Anzeichen gezeigt, dass er dieses Mal doch einschreiten wird…ganz abgesehen davon, kann er eh nicht wirklich von seiner Insel runter, da er weder fliegen kann, noch der besonders große Schwimmer ist…“.,,Also…können wir Kong praktisch als mögliche Lösung unseres Problems, praktisch vergessen?“, brachte Emily es auf den Punkt und Beca nickte traurig seufzend.
Nachdem ein paar Herzschläge lang wieder Stille geherrscht hatte, meinte Emily schließlich mit Blick auf die Ältere, ,,Ich glaube…du musst dich erstmal ausruhen…du siehst aus, als hättest du eine Woche lang durchgefeiert…“. Beca wollte zwar protestieren, doch Emily blieb hartnäckig und zerrte die praktisch mit den Flur entlang, auf der Suche nach einem freiem Schlaf-Quartier.
Es dauerte tatsächlich nicht lange, bis sie einen zugegeben recht engen Raum gefunden hatten indem ein schmales Bett an der Wand stand und als Beca die Schlafgelegenheit erblickte, wurde ihr bewusst wie müde und ausgelaugt sie im Endeffekt dann doch war. Also widersprach sie auch nicht, als Emily sie zu besagtem Bett geleitete und als sie es erreicht hatten, lies sich Beca auch schon praktisch auf die Matratze fallen. Gerade als die brünette Wissenschaftlerin unter die dünne Stoffdecke gekrochen war, sah sie zu ihrer Überraschung, dass Emily sich bereits wieder zum Gehen gewandte hatte und bereits in der Tür stand.
,,Wo gehst du hin?“, wollte Beca mit gerunzelter Stirn wissen und als Antwort erwiderte die Jüngere lediglich schulterzuckend, ,,Eine Lösung finden…In diesem Bunker muss es bestimmt noch Zugriff auf irgendwelche ,,Monarch“-Akten geben, vielleicht steht ja dort etwas hilfreiches drin…“. ,,Okay…“, seufzte Beca, doch nach kurzem Zögern fragte sie leise, ,,K-Kannst…du aber wenigstens noch so lange hier bleiben, bis ich eingeschlafen bin?“. Es war furchtbar kindisch, das wusste sie, aber sie wollte Emily einfach noch etwas länger in ihrer Nähe haben. Aber zu Beca‘s Erleichterung, lächelte die Jüngere einfach nur zärtlich und lies sich auf der Bettkante nieder.
Ohne großartig drüber nachzudenken griff Beca nach Emilys Hand und die junge Wissenschaftlerin war mehr als bereit diese Geste zu erwidern. Während der Schlaf sie langsam anfing zu übermannen, nahm Beca nur noch halb war, wie Emily mit der freien Hand ihr sanft durchs Haar fuhr und mit einem seltsam liebevollen Blick auf sie herab sah. Dann passierte es-langsam, ganz langsam beugte sich Emily zu ihr herunter und küsste sie auf die Wange, bevor sie flüsterte, ,,Schlaf gut, Becs…“. Das war das letzte was Beca wahrnahm, verbunden mit der Wärme welche sich augenblicklich auf der Stelle, wo Emilys Lippen ihre Haut berührt hatten, bildete.

~~~~~
So…nach ner leichten Abwesenheit melde ich mich ENDLICH (!!!) mal wieder mit einem neuen Kapitel:) Ich hoffe euch hat‘s gefallen;)
Wir lesen uns dann beim nächsten Kapitel wieder (so ca. Ende nächster Woche);)
LG Lion 2000
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