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Of Love and Monsters

von Lion 2000
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Sci-Fi / P12 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
21.08.2021
03.03.2022
36
75.180
3
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
30.10.2021 1.440
 
Don‘t become a monster

Es vergingen noch ein paar Minuten, in denen Emma vergeblich gegen die Tür klopfte und Madison bat wieder heraus zu kommen, bis sie irgendwann aufgab und wieder zurück den Gang entlang lief. ,,Ich glaub ihr zwei, solltet auch mal reden…“, murmelte Emily mit gesenkter Stimme Beca eindringlich zu, als die blonde Wissenschaftlerin sie beide gerade passiert hatte und mit diesen Worten erhob sich die junge Wissenschaftlerin wieder von ihrer sitzenden Position. Somit befand sich Beca, ehe sie sich‘s versah, auch schon wieder alleine im tristen Licht der Deckenlampen wieder. Für einen Augenblick lies sie ihre Augen unschlüssig hin und her huschen, bis sie schließlich leise ächzend vom Boden erhob, um in die Richtung in die Emma gerade verschwunden war zu gehen.
Sie fand die ältere Wissenschaftlerin nur wenige Minuten später auch schon in einem leicht abgeschottet wirkenden Raum, der schon was fast Abstellkammer mäßiges an sich hatte. Emma hatte Beca den Rücken zugewandt als sie eintrat, den rechten Arm hatte sie gegen die vor sich liegende Wand gestützt und das Gesicht mit zusammengepressten Lippen dem Boden zugewandt. ,,Das war ein Fehler…“, flüsterte Beca schließlich mit rauer Stimme, ,,Dein Plan, der ORCA, einfach alles…Ich hätte dir nicht so blindlings vertrauen dürfen, stattdessen hätte ich einfach…es dir ausreden sollen, dich versuchen davon abzuhalten, mehr auf meine Zweifel hören sollen….aber das hab ich nicht…und wie sich herausgestellt hat, war das ein Riesen Fehler…“. Während sie sprach, beobachtete Beca Emmas Reaktionen ganz genau und zu ihrem Missfallen stellte sie fest, dass die blonde Wissenschaftlerin bei ihren Worten leicht den Kopf schüttelte. ,,Der Plan hätte funktioniert…“, widersprach Emma schließlich, obwohl sie nicht wirklich so selbstsicher klang wie sonst und drehte sich zu ihr um, ,,…aber Monster Zero hat sich einfach …unerwartet verhalten…“.
,,Unerwartet verhalten?“, wiederholte Beca ungläubig, ,, So nennst du das also? Das er Godzilla die Vorherrschaft streitig macht, nach seinem Tod der neue Alpha wird und dann die anderen Titanen dazu bringt den Planeten zu vernichten? Außerdem…selbst ohne ihn, hätte eigentlich kein einziger der Titanen erweckt werden sollen, begreifst du das denn nicht?! Wir befinden uns nicht mehr in der Urzeit, wo die Titanen noch so zahlreich mit anderen Lebewesen koexistieren konnten…Es ist von der Natur einfach nicht vorgesehen, dass wieder alle Titanen auf der Erde wandeln, so wie früher…“. ,,Der Klimawandel ist von ihr aber auch nicht vorgesehen, oder?“, schoss Emma augenblicklich zurück, ,,Und der Schaden ist einfach schon längst zu groß, als das der Planet sich noch aus eigener Kraft heilen könnte!“. ,,Ach, und du glaubst also, dass Zerstörung und die Ausrottung der halben Bevölkerung das wäre, womit er sich normalerweise heilen würde?“, konterte Beca scharf und ihr wurde allmählich immer mehr bewusst, wie Irrsinnig Emmas Ansichten eigentlich waren.
,,Das bezweifelst du nur, weil du wie alle anderen Menschen auch nicht  glauben willst, dass wir…einfach nicht GESUND für den Planeten sind…“, knurrte die blonde Wissenschaftlerin einfach nur und ein seltsamer Ausdruck flackerte in ihren Augen auf, der Beca leicht erschreckte, denn diese Mischung aus Wut und emotionsloser Kälte, hatte sie bisher nur bei Jonah gesehen. ,,Ja, natürlich…“, erwiderte die kleine Brünette schließlich mit grimmiger Stimme, ,,Weil wir ja eine Infektion sind, eine Krankheit…“.Ein verbittertes Seufzen entfuhr ihrer Kehle, während sie ungläubig zu der Frau herauf starrte, der sie einst so sehr vertraut hatte und die sie jetzt anfing in einem ganz anderen, viel finsterem Licht zu sehen. ,,Gott…ich kann nicht glauben, dass ich nicht schon vorher gemerkt hab, wie…wie wahnsinnig das alles eigentlich klingt…“, flüsterte Beca schließlich einfach nur tonlos, ,,aber weißt du warum ich…Ich gar nicht erst merken wollte, dass dein Handeln und Denken, kompletter Wahnsinn ist?“.
Langsam trat sie einen Schritt auf Emma zu und sah sie ernst an, ,,Weil ich dir vertraue habe, Emma…und zwar so sehr, wie ich eigentlich kaum jemand sonst je vertraut habe…Du- Du hast dich zu einer Zeit um mich gekümmert, in der ich so sehr am Boden war sie noch nie in meinem Leben…und dafür werde ich dir auch immer dankbar sein…. aber jetzt…“, Beca atmete zittrig durch und sie spürte den Ansatz eines sich langsam bildenden Kloßes in ihrer Kehle, ,,hab ich das Gefühl, dass eben genau diese Frau , der ich so sehr vertraute, die immer so fürsorglich und selbstlos war…jetzt droht zu verschwinden…dass sie bald nicht mehr besser als Jonah ist…“.
,,Beca…“, fing Emma zaghaft an, doch die Jüngere rief einfach nur aufgebracht, ,,Du arbeitest mit Terroristen zusammen, hast Rodan bereist erweckt obwohl die Stadt noch nicht mal ansatzweise vollständig evakuiert war, es…ist praktisch so, als würdest du dich überhaupt nicht mehr darum scheren was mit anderen passiert, das- das bist nicht du, Emma…es sei denn ich hab ich in dir getäuscht, aber…ich bezweifle, dass das der Fall ist… “. Während Beca sprach, senkte Emma schuldbewusst wirkend und mit schmalem Mund den Blick.
,,Wenn…wenn aber die Emma die ich kenne, immer noch in dir drin steckt…“, fuhr Beca jetzt etwas ruhiger fort, ,,..dann solltest du jetzt eigentlich wissen, wie wir das Problem lösen, denn du hast schon immer einen Weg aus einer schwierigen Lage gefunden. Also sag mir…was können wir tun, um es wieder rückgängig zu machen, wie können  wir Monster Zero aufhalten?“. Bei den letzten Worten war ihre Stimme wieder etwas lauter und höher geworden, als ihre eigene Verzweiflung sie wieder stärker durchflutete.
,,I-Ich…“, fing Emma an, doch es drang kein weiteres mehr Wort aus ihrem Mund hervor und  der Ausdruck auf ihrem Gesicht zeigte bereits, wie ratlos sie eigentlich war. ,,Du weißt es nicht…“, schlussfolgerte Beca schließlich matt und sie spürte wie ihre Hoffnung nur noch weiter sank. Plötzlich fiel ihr wieder etwas ein, was Madison vorhin gesagt hatte und mit einem grimmigen Lächeln flüsterte sie, ,,Maddie hat Recht…du weißt tatsächlich so einiges nicht…auch wenn du es zu tun glaubst…“. Daraufhin presste Emma die Lippen zusammen und blickte mit vor dem Körper verschränkten Armen zur Seite.
Für einige sich seltsam lang anfühlende Augenblicke herrschte eine erdrückende Stille zwischen ihnen, bis Emma irgendwann mit rauer Stimme meinte, ,,Wenn…es keinen Weg gibt, es mehr rückgängig zu machen, dann…dann sollten wir den Dingen vielleicht einfach ihren Lauf nehmen lassen…es wird zwar zu mehr Toten kommen als geplant, aber…aber vielleicht kann der Planet wenn es vorbei ist, doch noch eine Chance zu Regenerierung haben…“. Im ersten Moment starrte Beca die blonde Wissenschaftlerin einfach nur sprachlos an, bis sie irgendwann schließlich flüsterte, ,,Nicht dein Ernst, oder?“. Emma wandte das Gesicht der Jüngeren wieder zu und ihre Augen wirkten seltsam kalt, als sie einfach nur stumm auf sie herab sah. ,,Du…Du kannst doch nicht wirklich glauben , dass…dass nachdem Monster Zero das was er gerade fabriziert zu Ende gebracht hat…tatsächlich noch die Möglichkeit für eine bessere Welt besteht?!“, erwiderte Beca nach ein paar weiteren Augenblicken  des Schocks und ihre Stimme wurde mit jedem Wort das sie sprach lauter, ,,Was gerade in diesem Moment, genau jetzt da draußen passiert, das- das ist nicht die Welt, die du gewollt hast und das weißt du auch! Also Versuch ja nicht, dir selbst etwas anderes vorzumachen…“. Kaum das die letzten Worte ihren Mund verlassen hatten, wirbelte sie auch schon herum und machte Anstalten den Raum wieder zu verlassen.
Bevor sie die Tür erreicht hatte, hielt Beca noch einmal inne und warf einen Blick zurück auf Emma, die den Blick starr gen Boden gerichtet hatte. Auch auf die Entfernung konnte man noch erkennen, wie die Unterlippe der blonden Wissenschaftlerin leicht zitterte, die Augen hatte sie geschlossen und ihr zittriges Durchatmen war in der Stille des Raumes gut für Becas Ohren zu vernehmen. ,,Weißt du…ich glaub nicht das Maddie es so gemeint hat, als sie dich ein Monster gennant hat…aber…“, die kleine Brünette schluckte kurz und sie spürte wie ihr heiße Tränen anfingen in die Augen zu steigen-ob aus Wut oder Schmerz, das wusste sie nicht-, ,,werd…werd jetzt bitte…nicht wirklich zu einem…“. Und mit diesen Worten stürmte sie aus dem Raum und lies die Tür mit einem Krachen hinter sich zufallen.
~~~~~~

So…das war‘s für heute.
Und jetzt noch eine kleine Info meinerseits: Ich habe einen YouTube-Kanal erstellt (Lion 2000 Stories) und wie der Name bereits verrät, wird das Thema Fanfiction und vor allem auch meine eigenen Geschichten, alles andere als unwichtig für den Inhalt der Videos sein. Für genauere Infos, könnt ihr euch gerne mein Kanalvorstellungs-Video das ich heute hochgeladen hab anschauen: https://youtu.be/evGnhBQq9kE
Wie gesagt, schaut doch gerne mal vorbei, wenn ihr wollt;)
Bis zum nächsten Kapitel:)
LG Lion 2000
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