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Of Love and Monsters

von Lion 2000
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Sci-Fi / P12 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
21.08.2021
03.03.2022
36
75.180
3
Alle Kapitel
57 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
20.10.2021 1.697
 
The Fall of a King

Es war um Ehrlich zu sein nicht besonders leicht über die Bildschirme die Ereignisse genau zu erkennen und das alles unfassbar schnell von statten ging, erleichterte es auch nicht gerade. Für den Bruchteil einer Sekunde hatte man gerade eben noch beobachten können, wie Godzilla Monster Zero mit dem Maul am Mittelkopf packend, zu sich herunter ins Wasser gerissen hatte und von da an hatte man eigentlich nichts weiter sehen können, außer den beiden wild miteinander kämpfenden Giganten. Es war unmöglich zu sagen welcher der beiden die Oberhand hatte, so schnell bewegten die Titanen sich und die ,aufgrund der durch den Kampf aufgewirbelte See, erschwerte Sicht, war auch nicht besonders hilfreich.  
An einem Punkt richtete sich Godzilla auf, während Monster Zero unter ihm sich vor Schmerz krümmte und es brauchte ein paar Herzschläge, bis Beca mit leichtem Würgereiz erkannte, dass es sich bei dem was Godzilla da gerade im Maul hatte um einen abgerissenen Drachenkopfs seines Gegners handelte. Doch kaum das der König der Monster, den Kopf weit weg von sich geschleudert hatte, wurde bereits klar das Monster Zero auch mit einem Kopf weniger weiterhin gefährlich im Kampf und ein harter Gegner für die Unterwasserechse war. Während sich die beiden übrigen Köpfe jetzt jeweils in Godzillas Hals und Rücken verbissen, sah Beca wie die Argo blitzschnell abdrehte und davon flog, anscheinend so schnell wie möglich Abstand zwischen sich und den kämpfenden Giganten bringen wollend.
Wenige Minuten später, gerade in dem Moment als es Godzilla gelang seinen Kontrahenten mit sich unter die Wasseroberfläche zu ziehen, tauchte am Himmel zwischen den Wolken ein dunkler Punkt auf, der sich rasch näherte. Im ersten Augenblick dachte Beca, es könnte sich um einen weiteren Titanen handeln, doch je näher das Objekt kam , desto mehr zeichnete sich eine sehr verdächtige Form ab. Mit zusammen gezogenen Augenbrauen beugte sich die brünette Wissenschaftlerin weiter nach vorne, um sicher zu gehen dass sie sich nicht täuschte, doch es bestand kein Zweifel-Das was da aus dem Himmel rasend schnell herab schoss war eine lange, graue Rakete und ihr Ziel war ganz eindeutig die immer noch miteinander im Kampf verstrickten Titanen. Auf einmal ahnte Beca warum, die Argo vorhin so schnell abgezischt war.
Innerhalb von nur Sekunden war die Rakete nur noch wenige Meter von der Stelle entfernt, an der Godzillas peitschende Schwanzspitze noch aus dem Wasser ragte und einer von Monster Zeros Köpfen gerade versuchte die Oberfläche zu durchbrechen, um Luft zu holen. Es verging nur noch ein Herzschlag, indem Beca gerade noch so viel Zeit hatte um das weiße ,,Monarch’‘-Logo auf dem grauen Metall zu erblicken, dann schlug die Rakete auch schon ein und für einen Moment war ein grelles, blendendes Licht, welches einige Anwesenden den Blick abwenden lies, das einzige was man auf dem Bildschirm sehen konnte. Als das Leuchten wieder verschwunden war, konnten sie erkennen wie sich eine riesige grün-grau-gelbe Wolke über der Meeresoberfläche türmte und einen Schatten über alles in der Umgebung warf.
Nachdem sämtliche Anzeichen der Explosion wieder verschwunden waren, lag der Ozean still und es gab nicht mehr das geringste Anzeichen, dass vor wenigen Minuten noch ein wilder Kampf geherrscht hatte. Dann passierte es- nach und nach trieben MASSEN von Fischen sowie weiteren Meeresbewohnern allesamt tot an die Oberfläche. ,,Was zum Teufel…“, flüsterte Emily, doch Beca war plötzlich mit Schrecken etwas eingefallen und der Blick den ihr Emma zu warf nach zu urteilen , hatte die blonde Wissenschaftlerin den selben Gedankengang wie sie gehabt.
Vor etwa einem Jahr, hatte die Regierung das Militär beauftragt den Prototypen für einen sogenannten ,,Oxygen-Destroyer‘‘ anzufertigen: Die Funktion dieser Waffe wurde praktisch schon durch den Namen erklärt-sämtlichen Sauerstoff in einem Umkreis von 100 Meilen auszulöschen und somit aber auch jeglichen Lebewesen in diesem Raum den gar auszumachen. Der Grund warum die Regierung diese Waffe hatte anfertigen lassen, war dass sie bei zu großer Eskalation gegen die Titanen eingesetzt werden sollte und deshalb befand sich dieser Killer-Apparat seitdem auch im Arsenal von ,,Monarch“‘s Militäreinheit. Das Ganze war damals auf ziemlich viel Widerstand von den Wissenschaftlern der Organisation gestoßen-gerade Emma hatte sich unfassbar über diese Einmischung der Regierung geärgert- doch am Ende hatte Dr. Serizawa sich geschlagen geben müssen und der Vereinbarung zugestimmt. Wenn diese Rakete gerade eben tatsächlich besagter ,,Oxygen-Destroyer‘‘ gewesen war…hieß das etwa, dass Godzilla und Monster Zero beide t-
Doch in diesem Moment durchbrach eine gigantische Gestalt die Meeresoberfläche, mit den Fledermausartigen Flügeln schlagend und ein triumphierendes Brüllen aus den beiden Köpfen ausstoßend. Mit angehaltenem Atem wartete Beca darauf, dass Godzilla ebenfalls wieder aus de Tiefen auftauchen und den Kampf fortsetzen würde-doch es geschah nichts. Die Meeresoberfläche blieb still und unberührt. Wenn er nicht mehr hoch kam…konnte das eigentlich nur heißen-
,,Nein…“, hörte sie hinter sich Maddie entsetzt flüstern. ,,Komm schon Großer…“, konnte Beca sich selber verbissen murmeln vernehmen und sie beugte sich immer weiter nach vorne, nach irgendwelchen Anzeichen des Giganten suchend. Godzilla konnte- nein, DURFTE einfach nicht tot sein! Nicht der Titan, der-da waren sich bei ,,Monarch’‘ alle einig-wahrscheinlich schon immer für das Gleichgewicht innerhalb der Titanen-Hierarchie gesorgt hatte, der-man konnte es nicht anders ausdrücken- einfach der ,,König der Monster“ war. Der Gedanke das er tot und wohlmöglich jetzt Monster Zero seinen Platz einnehmen würde, ängstigte Beca ungemein. Noch ein paar weitere Minuten lang, wartete sie auf Godzillas Aufstieg aus dem Wasser, doch es tat sich weiterhin nichts, also gab es keine andere Erklärung mehr-Der König der Monster war gefallen.
Einen seltsamen Stich der Betroffenheit verspürend, blickte Beca zu Boden und ihre Finger zitterten leicht. Es war ja schon fast amüsant, wenn man bedachte wie sie vor vier Jahren noch diesen Giganten mit allem was sie war gehasst hatte und jetzt tatsächlich so etwas wie Trauer über seinen Tod empfand, doch ihr war in dem Moment alles andere als zum Lachen zumute. Mit Seitenblick auf Emily sah sie den selben Ausdruck von Bestürzung in dem Gesicht der hübschen Brünette widergespiegelt und auch Emma senkte seltsam bekümmert wirkend den Blick.
Währenddessen konnte man auf dem Bildschirm beobachten, wie Monster Zero jetzt zurück zur Isla de Mara flog und sich auf demselben Vulkan niederließ, aus dem Rodan vorhin gekrochen war. Wie ein Teufel auf seinem feurigen Thron, wirkte der Titan jetzt und dieser Anblick löste bei der brünetten Wissenschaftlerin sofort ein unwohles Gefühl aus. Was sich dann ereignete war eines der obskursten und albtraumhaftesten Dinge die Beca jemals gesehen hatte:
Langsam und auf eine unfassbar ekelerregende Weise-die hier nicht detaillierter beschrieben wird, da sie einfach zu verstörend ist um in Worte zu fassen- wuchs aus dem fleischigen rechten Halsstumpf wieder der eigentlich abgebissene Kopf zurück. Und dann…dann ereignete sich das wahrscheinlich fatalste Ereignis dieser Geschichte:
Monster Zero, auf dem Vulkan thronend, stieß aus allen drei Köpfen ein lautes, fürchterliches Brüllen aus und bereits indem Moment als Beca diesen Laut hörte, ahnte sie das er nichts gutes bedeute, noch bevor sie die Auswirkungen überhaupt erkannte.
,,Beca…“, hörte sie plötzlich Emily unfassbar nervös klingend nach ihr rufen hören und als sie zu ihr rüber sah, huschten die aufgerissenen Augen der Jüngeren auf einige der anderen Bildschirme. Beca folgte ihrem Blick und ihr stockte der Atem-  Auf jeder Einzelnen der siebzehn Überwachungsaufnahmen der auf jeden Kontinent verteilten ,,Monarch-Außenposten“, konnte man dabei zu sehen wie die Titanen allesamt gleichzeitig erwachten und ohne zu Zögern, auf aggressivste Weise die Menschen auf den Forschungsstationen angriffen. Sofort blickte Beca auf den hinter ihnen auf dem Tisch stehenden ORCA, doch das Gerät war völlig unberührt und nichts an seiner Frequenz war verändert worden. Plötzlich dämmerte es ihr und eine Welle des Entsetzens erfasste sie bei dieser Erkenntnis. Es war Monster Zero-sein Brüllen war es gewesen was die Titanen jetzt allesamt zur gleichen Zeit aufwachen lies und er war es auch der ihnen dieses sofortige Angreifen befahl. So war das nicht vorgesehen gewesen, das war nicht Teil von Emmas Plan gewesen, niemals.
Mit einem flauen Gefühl in der Magengegend sah Beca hilfesuchend zu der Älteren auf, doch Emma schien vor Entsetzen wie gelähmt. ,,Ich dachte wir würden sie alle einzeln aufwecken.“, kam es plötzlich von Jonah, der anscheinend noch nicht die richtigen Schlüsse gezogen hatte, ,,Einem nach dem anderen, oder war das nicht der Plan?“. ,,Ich bin nicht diejenige, die das tut…“, flüsterte Emma als Antwort, der Schock in ihrer Stimme war allgegenwärtig und ihre blauen Augen waren erschüttert auf den Anblick dieses Massenerwachens gerichtet. Für einen Augenblick erwiderte Jonah nichts, doch als sein Blick wieder auf den Monster Zero zeigenden Bildschirm fiel, schien auch ihm das Licht aufzugehen und schließlich meinte der Terroristenanführer einfach nur unberührt, ,,Na dann, lang lebe der König.“, bevor er sich wieder abwandte.
Plötzlich spürte Beca jemanden hinter sich stehen und Emilys Stimme flüsterte ihr verbittert klingend zu, ,,So viel zum Thema, Gleichgewicht wieder herstellen…“. Mit diesen Worten wandte die junge Wissenschafterin sich ab und verließ den Raum. Beca blieb wie angewurzelt stehen, immer noch zu überfordert mit der gerade sich aufgetanen Situation seiend und lies ihren Blick ein weiteres Mal auf den großen Bildschirm fallen, wo man jetzt beobachteten konnte, wie Rodan anscheinend sich wieder erholt habend  ebenfalls zu dem Vulkan flog, sich am Fuß des Berges niederließ und sich vor seinem neuen König verneigte.
Eine bittere Erkenntnis durchfuhr sie-Das alles wäre nie passiert, hätte Emma diesen Plan niemals gehabt, denn so wäre Monster Zero gar nicht erst erwacht und hätte Godzilla die Vorherrschaft streitig gemacht. Vorsichtig blickte Beca erneut zur blonden Wissenschaftlerin auf und sie sah immer noch völlig erschüttert über die sich gerade entwickelnde Lage. Auf einmal drehte sich Emma um und Beca folgte ihrem Blick: Am anderen Ende des Tisches, stand Madison und ihre Augen waren in einer Mischung aus Wut, aber auch irgendwie Schmerz auf ihre Mutter gerichtet.
,,Du bist ein Monster…“, flüsterte Maddie schließlich mit leicht brechender Stimme und Beca hörte wie neben ihr Emma für einen Augenblick den Atem anhielt, als sie diese Worte von ihrer eigenen Tochter entgegen geschleudert bekam. Madison sagte nichts weiter hinzu, auch sie verließ genau wie Emily den Raum und sie schlug die schwere Tür hinter sich mit solcher Kraft zu, dass das Geräusch noch lange nachhallte.
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