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Of Love and Monsters

von Lion 2000
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Sci-Fi / P12 / FemSlash
Beca Mitchell Emily Junk
21.08.2021
20.01.2022
24
47.857
3
Alle Kapitel
36 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
17.10.2021 1.579
 
Rodan

,,Don‘t you dare forget about the way you betrayed me“
*,,Traitor“ von Olivia Rodrigo

Verraten. So fühlte Beca sich in diesem Augenblick. Verraten von der Frau, der sie vertraute, zu der sie aufsah, die ihr durch eines der dunkelsten Kapitel in ihrem Leben geholfen hatte und der sie selbst ihr Leben anvertrauen würde. Was hatte Beca alles für rote Flaggen des Plans ignoriert-die Opfer, Jonah’s Beteiligung- und das nur ihres Vertrauens zu Emma wegen. Sie hatte trotz all ihrer unterschwelligen Zweifel darauf vertraut, dass die Ältere wusste was sie tat, dass sie eben nicht genauso kaltblütig wie Jonah handeln würde.
Unwillkürlich musste Beca an die Frage denken, welche sie Emma vor Monaten in ihrem Arbeitszimmer gestellt hatte, zu einem Zeitpunkt als die Uhr an der Wand schon längst Mitternacht überschritten hatte, ,,Aber…Aber wie willst du denn sicherstellen, dass die Menschheit auch wirklich nicht am Ende vom aussterben bedroht sein wird?“.  Daraufhin hatte Emma zu ihr aufgesehen und mit diesem zuversichtlich entschlossenem Funkeln in den Augen, welches immer dann auftauchte wenn sie besonders von einer Idee überzeugt war, geantwortet, ,,Ich werde den Leuten die Chance zum sich in Sicherheit bringen geben, bevor ich einen Titanen aufwecke. Es…es werden Menschen sterben das schon, aber…ich werde dafür sorgen das es nicht mehr Tote als nötig geben wird…“. Als Reaktion hatte Beca im ersten Moment einfach nur langsam genickt, bevor sie nach kurzem Zögern gefragt hatte, ,,Versprichst du’s?“. Im ersten Moment hatte Emma nichts erwidert, doch dann war sie von ihrem Stuhl aufgestanden und hatte so ernst auf Beca herabgesehen wie sie es noch nie getan hatte. ,,Ich verspreche es!“, hatte sie dann schlussendlich mit völliger Aufrichtigkeit in der Stimme gesagt und dabei eine Hand sanft auf Becas Schulter gelegt.
Aber Emma hatte ihr Versprechen nicht eingehalten. Sie hatte Rodan erweckt noch lange bevor die Insel vollständig evakuiert worden war und das ganz Becas oder Maddies Einwänden zu trotz.  Mit einem Mal stellte Beca fest das sie gar nicht gemerkt hatte, wie sich ihre Hand zu einer Faust geballt hatte. Doch es war nicht nur Wut welche sie spürte sondern auch kalter, stechender Schmerz des Hintergangen Werdens. Zitternd biss sich Beca die Unterlippe, während sich anfingen in ihren Augen Tränen zu sammeln, doch sie hatte keine Ahnung ob es Zornes-, oder Schmerzenstränen waren-wahrscheinlich war es eine Mischung aus beidem. Als sie zu Maddie rübersah, konnte sie in den Augen der Jüngeren die selbe Mischung aus Wut und Verletztheit erkennen. Emma stand immer noch vor ihnen und sah sie beide für ein Paar Herzschläge tatsächlich etwas zerrissen wirkend einfach nur an, bevor sie sich abwandte um näher an die großen Bildschirme heran zu treten.
Eigentlich wollte Beca sich gar nicht ansehen was sich jetzt auf der Insel abspielen würde, doch am Ende blickte sie dann doch zu dem Bildschirm auf. Für einen kurzen Moment war nur zu beobachten wie eine bereits panisch wirkende Menschenmenge auf die ,,Monarch“-Ospreys welche sie evakuieren sollten zueilte. Dann durchbrach ein lauter, schriller und langgezogener Laut ,den so nur ein Titan ausstoßen könnte, die Stille und alle Menschen hielten mitten in ihrer Bewegung inne, sofort zu dem großen Vulkan in dessen Schatten sich die Stadt befand aufblickend. Noch wenige Herzschläge lang tat sich nichts, doch dann fing der Boden an zu beben, während Asche und Lava aus dem feurigen Berg geschleudert wurde. Es wurde aber schon sehr schnell klar, dass das kein gewöhnlicher Vulkanausbruch als aus der Öffnung an der Spitze des Berges zuerst ein riesiger, geschuppter Vogelkopf und schließlich auch der Rest von Rodans einschüchternder Gestalt auftauchte.
Von seiner Größe her reichte dieser Titan zwar weder an Monster Zero, noch an Godzilla ran, sondern war vielleicht eher mit Mothras Maß zu vergleichen und dennoch wirkte es unfassbar bedrohlich wie er da oben auf der feurigen Spitze des Vulkans thronte, während er mit Falkenartigen Augen schon fast neugierig wirkend die panisch vor ihm fliehende Menge beäugte. Tatsächlich verharrte Rodan auch weiterhin so in seiner Position, keineswegs gereizt oder dergleichen wirkend, was…gar nicht mal so schlecht war und vielleicht erhöhte das ja sogar die Chance, das vielleicht doch noch alle Bewohner rechtzeitig evakuiert werden würden
Plötzlich jedoch schossen ,,Monarch“s Kampfjets aus der Luft herab und nahmen den Titanen unter Beschuss. Sofort bäumte Rodan sich auf und schnappte wütend nach den Fluggeräten. Jetzt die Aufmerksamkeit des Feuervogels habend, drehten die Jets ab und der Titan heftete sich augenblicklich an ihre Fersen. Anscheinend war es das Ziel Rodan von der Insel wegzulocken-allerdings schien man nicht bedacht zu haben, dass er dabei auch unvermeidlich über die Stadt fliegen würde…
Es war nicht nur die Hitze,  welche die Gebäude teilweise in Flammen aufgehen ließen, das Problem. Der Schlag seiner riesigen, an der Unterseite brennenden Flügel sorgte dafür dass ein brausender Sturm, der selbst die Kraft eines Hurricanes zu übertreffen schien, durch die Gassen fegte und keinen Stein auf dem anderen ließ, während er hinüber flog. Ohne es verhindern zu können, lies Beca ihre flache Hand langsam zu ihrem Mund hoch wandern, als sie dabei zusehen konnten wie Menschen von den gigantischen Windböen mitgerissen wurden oder sich verzweifelt an irgendetwas festhalten zu versuchen, was sich aber meistens als sinnlos erwies und auch diese Leute dem Sturm am Ende zum Opfer fielen. ,,Oh Gott…“, hörte sie wie aus weiter Ferne Emily mit vor Grauen erfüllter Stimme flüstern hören und selbst Emma wich bei diesem Anblick die Farbe aus dem Gesicht.
Das was sich über dem Ozean abspielte, nachdem die Jets und Rodan die Insel hinter sich gelassen hatten, erfuhren die Anwesenden im Bunker nie, aufgrund dem dann doch etwas eingeschränkten Sichtfeld über die Bildschirme. Den werten Lesern jedoch soll das Wissen, über dieses doch zugegebenermaßen spektakuläre Ereignis nicht verwehrt bleiben:
Einige Kilometer über der Insel, flog das riesige, pfeilförmige größte Flaggschiff das ,,Monarch‘‘s Militäreinheit aufzuweisen hatte und das gleichzeitig auch noch als so etwas wie eine fliegende Forschungsstation genutzt werden konnte-die ,,U.S.S. Argo’‘. Von der Kommandozentrale des Fluggeräts aus, wurden die Jets angewiesen dem Kurs der jetzt abdrehenden Argo zu folgen und Rodan somit wegzulocken. Dabei flog das Flaggschiff immer höher und höher, bis es die Wolkendecke durchbrach, die Jets folgten ihm. Rodan hatte jedoch blitzschnell aufgeholt und schnappte sich einen Kampfjet nach dem anderen. Zwar versuchten die Piloten den Titan so gut wie möglich unter Beschuss zu nehmen, doch dieses Unterfangen erwies sich sehr schnell als aussichtslos. Rodans Haut war einfach zu dick, als das ihn die Geschosse etwas anhaben könnten und mit seinen gigantischen Flügeln schaffte er es ohne große Mühe die Jets vom Himmelszelt zu fegen.
Gerade als das Geschwader gänzlich dezimiert war, taten sich vor der Argo riesige Gewitterwolken auf die sich so unnatürlich schnell auf sie zu bewegte, dass das Flaggschiff gar keine Zeit zum Abdrehen hatte und innerhalb von nur Sekunden sich auch schon in dem Zentrum des Sturms befand. Der Regen peitschte gegen die Scheiben und gelbe Blitze durchzuckten den grauen Himmel. Rodan war der Argo in den Sturm gefolgt und gerade als er seine Klauen nach dem Flaggschiff ausstreckte, tauchte Monster Zero vor ihnen auf, seine drei glühenden Augenpaare waren bedrohlich auf den anderen Titanen gerichtet. Die Argo ging sofort in einen Sturzflug über, während über ihr die beiden Giganten in der Luft aufeinander zu stürzten.
Irgendwann schaffte es das Flaggschiff aus dem Sturm hinaus zu fliegen und bremste seinen Sturzflug nur wenige Meter über der Meeresoberfläche ab. Doch kaum das es die Gewitterwolken hinter sich gelassen hatte wurde das Flaggschiff auch schon von der einzigen Osprey die es von der Insel geschafft hatte und allerdings ziemlich beschädigt war angefunkt. Also richtete die Argo ihren Kurs wieder in Richtung Isla de Mara, um dem Fluggerät voller evakuierter Menschen zu Hilfe zu eilen und ab diesem Punkt konnten auch die Anwesenden im Bunker die Ereignisse wieder mitverfolgen.
,,Ist das…die ,,Argo“?“, fragte Beca mit gerunzelter Stirn und sie trat näher an die Bildschirme heran, als man sehen konnte wie das pfeilschnelle Flaggschiff auf die abstürzen zu drohende Osprey zu flog, nur weniger Kilometer von der Inselküste entfernt. Mit angehalten Atem beobachtete sie, wie das graue Fluggerät immer mehr taumelte und für einen kurzen Augenblick sah es tatsächlich aus als würde die Osprey tatsächlich ins Meer stürzen, doch am Ende schaffte sie es doch noch durch die Rampe ins Innere der Argo.
Genua in diesem Moment tauchten Rodan und Monster Zero, wortwörtlich im Kampf ineinander verbissen , aus den von gelben Blitzen erhellten Sturmwolken auf. Der Feuervogel schnappte mit seinem Schnabel nach dem mittleren Drachenhals, doch die anderen beiden Köpfe bissen sich dafür in seinen beiden Flügeln fest, während der Titan seine scharfen Krallen in den Bauch seines Kontrahenten hieb, was zur Folge hatte das Rodan vor Schmerz aufbrüllte und den mittleren Kopf wieder losließ. Dieses nutzte Monster Zero und er packte kurzerhand den verwundeten Rodan mit seinem jetzt freien mittigen Kopf am Hals und schleuderte seinen Gegner in die Tiefen des Ozeans.
Kaum das der Feuervogel unter der Meeresoberfläche verschwunden war, wandte Monster Zero seine Aufmerksamkeit jetzt der Argo zu und in unheimlich blitzschneller Geschwindigkeit flog er auf das Flaggschiff zu, die messerscharfen Zähne gebleckt. ,,Nein!“, hörte Beca Emily neben sich ausstoßen hören und auch sie selber konnte nicht anders als vor Angst den Atem anzuhalten.
Doch genau in dem Moment, als Monster Zero die Argo schon fast erreicht hatte erhob sich wie aus dem nichts Godzilla aus dem tosenden Meerestiefen und griff den dreiköpfigen Titanen ohne zu zögern an.
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