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Miraculous von morgen 2 ~ Alya und Nino

von Marelle
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Het
Adrien Agreste / Chat Noir Alya Césaire / Lady WiFi / Rena Rouge Marinette Dupain-Cheng / Ladybug Nino Lahiffe / Bubbler / Carapace
20.08.2021
11.10.2021
1
1.625
6
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
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20.08.2021 1.625
 
Kurze Vorbemerkung:

Wie Ihr sicher bereits feststellen konntet, habt Ihr hier nun die (ÜBERARBEITETE!) Fortsetzung meiner vorangegangenen Geschichte Miraculous von morgen vor Euch. Solltet Ihr diese noch nicht kennen, wäre es vermutlich besser/sinnvoller, sie vorher zu lesen, da die beiden Erzählungen mehr oder weniger aufeinander aufbauen. :)

Hier der Link:
Miraculous von morgen (Teil eins)

Zudem empfehle ich auch den Leuten, die dieses Kapitel hier bereits kennen, zumindest den letzen Absatz (den ersten habe ich exakt so gelassen, wie er war) noch einmal zu lesen, da es durch die Änderungen sonst eventuell zu Verständnisproblemen im weiteren Verlauf der Geschichte kommen könnte.

So, und … das wär’s eigentlich schon. Jetzt wünsche ich Euch einfach mal viel Spaß mit unseren (erwachsen gewordenen) Lieblingssuperhelden und ihren Freunden! :D


***




KAPITEL 1
EIN SCHRECK UND ZWEIFEL AM MORGEN


An einem wunderschönen Morgen in Paris fielen einpaar Sonnenstrahlen in das Schlafzimmer von Marinette und Adrien Agreste und tauchten es in ein sanftes Licht. Durch das aufgekippte  Fenster drang außerdem in recht angenehmer Lautstärke der alltägliche und vertraute Lärm von den Straßen hinein.
Das junge Ehepaar bekam davon allerdings nicht wirklich etwas mit. Es lag nämlich noch friedlich vor sich hinträumend in den weichen Federn und schöpfte so seine freie Zeit vollkommen aus. Die hatten sie beide sich genommen, um die letzten paar Wochen von Marinettes Schwangerschaft gemeinsam absolut genießen zu können. Zudem gab es da auch noch einige Dinge für das Baby herzurichten oder zu besorgen.
Für heute beispielsweise hatten sich die werdenden Eltern vorgenommen, nach dem Ausschlafen erst einmal gemütlich zu frühstücken und anschließend zusammen die neue Wickelkommode einzuräumen. Dafür lag schon alles bereit und wartete bloß noch darauf, endlich seinen rechten Platz zu finden.
Im Grunde lag also ein wirklich schöner und vor allem entspannter Tag vor ihnen. Im Grunde, denn … da war noch Marinettes Handy, welches auf ihrem Nachttischen lag und plötzlich lautstark zu klingeln begann. Mit einem von Jagged Stones neusten Songs kündigte es rücksichtslos einen Anrufer an und ließ damit zuerst Adrien und dann die Blauhaarige, die wegen ihres mittlerweile deutlich gewölbten Bauchs etwas schwerfälliger als sonst war, erschrocken aus dem Schlaf hochfahren.
Der junge Mann war der Erste, der nach einigen Momenten endlich, wenn auch ein bisschen verwirrt das Wort ergriff: „Was zum Henker ist das? Mari, ist … ist alles in Ordnung? Stimmt was nicht mit dem Baby?“
Besorgt streckte er eine Hand aus und platzierte sie sanft auf der Stelle, an der das Kind heranwuchs. Seine Frau, die inzwischen begriffen hatte, was solchen Lärm veranstaltete, lächelte müde und legte eine ihrer Hände behutsam auf seine. „Mach dir keine Sorgen, mein Prinz. Alles ist gut, sowohl bei mir als auch bei unserem Baby.“
In diesem Moment verstummte der Klingelton, doch trotzdem fügte Marinette noch hinzu: „Und selbst falls was mit ihm wäre: Glaubst du, es würde uns dann telefonisch Bescheid sagen?“
„Oh …“ Der Angesprochene zog seine Hand zurück und kratzte sich mit ihr am Kopf, von dem sein Haar wirr in alle Richtungen abstand. Dabei fiel ihm nun ein, dass er das Lied doch schon mindestens tausend Mal gehört hatte.
Die werdende Mutter hatte unterdessen nach ihrem Handy gegriffen und war ein wenig erstaunt als sie feststellte, dass es ihre beste Freundin Alya gewesen war, die da angerufen hatte. „Es war Alya. Ob etwas passiert ist? Warum sonst sollte sie schon so früh versuchen, mich zu erreichen?“
Adrien wunderte sich ebenfalls. „Dann ruf sie am besten direkt zurück. Aber vorher …“ Statt weiterzusprechen legte er zwei Finger unter das Kinn seiner Frau, die immer noch auf das kleine Display starrte, und drehte so ihren Kopf zu sich. Anschließend hauchte er einen zärtlichen Kuss auf ihre Lippen und flüsterte: „So. Ich werde jetzt in die Küche gehen und mich um das Frühstück kümmern. Komm einfach, wenn ihr fertig seid, ja?“
Marinette lehnte für einen kurzen Moment ihre Stirn an seine und erwiderte, ebenso leise wie er gerade: „Nichts lieber als das. Ich liebe dich, Monsieur Agreste.“
„Ich liebe dich noch mehr, m´Lady. Und dich“, der Blonde streichelte sanft über ihren Bauch, „liebe ich mindestens genauso sehr.“
Damit lösten sie sich voneinander und kaum hatte er das Zimmer verlassen, drückte die Blauhaarige mit klopfendem Herzen auf den grünen Anruf-Button. Was würde sie in wenigen Augenblicken wohl zu hören bekommen?

Zum Glück dauerte es nicht lange, bis die brünette Brillenträgerin das (Video-)Gespräch annahm. Als ihr Gesicht auf dem Bildschirm erschien, ließ sich gleich erkennen, dass sie tatsächlich alles andere als glücklich sein musste.
„Oh Mari, Gott sei Dank! Ich bin echt super erleichtert, dass du dich so schnell zurückgemeldet hast. Ich brauche nämlich dringend deine Hilfe. Oder deinen Rat, nenn es wie du willst“, fiel Alya sofort mit der Tür ins Haus.
Die Angesprochene beschloss, ihre Sorge, die mittlerweile ein kleinwenig verblasst war (denn wenn ihre Freundin nur einen Rat brauchte, war zumindest ein Todesfall oder ähnliches recht unwahrscheinlich) erst einmal nicht zu zeigen. Stattdessen gähnte sie nun herzhaft und antwortete dann: „Dir auch einen schönen guten Morgen, Süße. Und danke für das Wecken-mit-nem-Schrecken. Ich hätte deshalb fast das Kind bekommen“, ehe sie im Anschluss noch deutlich ernster hinzufügte: „Aber schieß los, wo drückt der Schuh?“
„Du heilige … So ein Mist, das tut mir leid! Ich wollt dich, euch nicht … Ach Mari, ich konnte einfach nicht mehr länger warten und muss es dir jetzt erzählen. Ich … ich habe nämlich Nino gesehen.“
Obwohl Marinette ihrer Gesprächspartnerin deutlich anmerkte, wie unangenehm ihr das mit dem Wecken war, war sie trotzdem leicht verwirrt wegen des letzten Satzes. „Ähm, Alya, ihr … ihr seid zusammen. Ihr wohnt sogar zusammen, da sollte man schon meinen dass ihr euch seht, und das nicht bloß einmal die Woche.“
Die Brünette rollte mit den Augen. „Nein, du verstehst nicht. Ich habe ihn gestern Abend in der Stadt gesehen, als ich selbst noch einpaar Erledigungen machen musste. Er kam gerade aus einem Juwelier. Einem Juwelier, Süße! Hast du auch nur die geringste Ahnung, was das bedeuten könnte, ja bedeuten muss?“
Die werdende Mutter bemerkte die Panik, welche für den Bruchteil einer Sekunde in den Augen ihrer besten Freundin aufblitzte, nicht und begann damit, sich verträumt grinsend den Bauch zu streicheln. „Sicher hat er Schmuck gekauft. Sehr, sehr, sehr wahrscheinlich sogar für dich. Hach, das erinnert mich an daran wie Adrien mir, kurz nachdem er von meiner Schwangerschaft erfahren hat, diese wunderschöne Halskette mit den drei verschiedenfarbigen Steinchen im Anhänger geschenkt hat. Die sollen, laut ihm, sozusagen unsere ja bald auch dreiköpfige Familie symbolisieren.“
Dass es passend dazu noch ein hübsches Paar Ohrringe gab, das quasi für die beiden ebenfalls (heimlich) zur Agreste-Familie gehörenden Kwamis Tikki und Plagg stand, behielt sie allerdings für sich.
Alya versuchte sich unterdessen an einem Lächeln. „Ja die Geschichte mit der Kette. Nach wie vor sehr schön, gut und verdammt süß. Aber zu dem anderen …“, ihre Miene verfinsterte sich wieder und die Panik kehrte, diesmal auch für die Blauhaarige sichtbar, in ihre braunen Augen zurück, „Himmel, Nino schenkt mir doch sonst nie, wirklich niemals Schmuck und meidet solche Frauengeschäfte, wie er sie nennt, wie ein Bienenschwarm das Wasser. Also muss er dort was ganz besonderes besorgt haben. Etwas, für das sich seiner Meinung nach eine Ausnahme lohnt. Und was, frage ich dich, könnte bitte besonderer sein als ein Ring? Ein Verlobungsring?!“
Diese Aussage ließ Marinette nun endgültig einen riesigen Stein vom Herzen fallen. Mit einem (eigentlichen) Grund zur Freude hatte sie nämlich wirklich nicht gerechnet und auch wenn er das für die Brillenträgerin scheinbar noch gar nicht war, würde sich das bestimmt irgendwie geradebiegen lassen.
„Ein Verlobungsring? Das ist alles? Ha, und ich Dummkopf habe mir schon die allergrößten Sorgen gemacht! Aber … magst du mir nicht verraten, warum dich der Gedanke daran nicht so glücklich macht wie er es sollte, Süße?“, hakte sie sanft nach und ergänzte schließlich, augenzwinkernd und sich an den Gesprächsanfang zurückerinnernd: „Vielleicht habe ich ja tatsächlich einen guten Rat auf Lager.“
Ihre beste Freundin seufzte tief, bevor sie den Blick senkte und zugab: „Die Sache ist, äh … sie ist ein wenig komplizierter, fürchte ich. Zum einen habe ich überhaupt keine Ahnung, ob ich jetzt schon bereit für eine Hochzeit, oder vielmehr für das Leben in einer Ehe bin.“
Eine minimale Pause entstand, und gerade als die werdende Mutter etwas erwidern wollte, sah Alya sie wieder an und hob bittend eine Hand. „Zum anderen … Oh Mann, ich glaube es wäre besser, den zweiten Grund persönlich zu besprechen. Wenn du nichts vorhast, gerne heute Nachmittag. Ich lade dich auf ein Stückchen Kuchen ein.“
Da konnte die Blauhaarige natürlich nur schwer nein sagen, auch wenn das bedeutete, dass sie Adrien und mit ihm die Wickelkommode auf den frühen Abend, oder allerspätestens auf den nächsten Tag vertrösten musste. Doch der junge Mann würde es sicherlich verstehen.
Also einigten sich die beiden noch rasch auf einen Treffpunkt und nachdem Marinette zudem hoch und heilig versprochen hatte, den kompletten Inhalt des Telefonats für sich zu behalten, verabschiedeten sie sich fürs Erste voneinander.



***



Hallo Ihr Lieben,
und zunächst einmal vielen Dank fürs (vielleicht erneute?) Lesen! :)

Es freut mich wirklich sehr, dass Ihr Euch offenbar dazu entschieden habt, Alya, Nino und natürlich auch weiterhin Marinette und Adrien auf ihrem Weg zu begleiten.
Den „ebne“ ich gerade ehrlich gesagt viel eher, als ich es selbst erwartet hätte, hihi. Und ausnahmsweise bin ich sogar mal relativ zufrieden mit diesem (überarbeiteten) Anfang hier. Aber eben nur relativ, so … einigermaßen. :D

Ich hoffe jedenfalls von Herzen, dass es Euch genauso ergeht. :*
Falls Ja (und natürlich auch falls nicht, ;)) würde ich mich sehr über eine Rückmeldung oder dergleichen freuen. <3

Bis vielleicht bald und alles Liebe
~ Marelle

P.S.
Im nächsten Kapitel wird es erstmals etwas aus den „Sichten“ von Alya und Nino zu lesen geben. Also seid auf jeden Fall gespannt!
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