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Muggeline und der Meister der Zaubertränke

von eve001
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Hermine Granger Severus Snape
19.08.2021
19.05.2022
40
167.616
104
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27.09.2021 2.420
 
Kapitel 9: Den Schein wahren


Die Blicke aller Anwesenden waren auf Hermine gerichtet, die im ersten Moment gar nicht realisierte, was die gestohlenen Wertgegenstände unter ihrer Matratze zu bedeuten hatten. Wie waren sie dort hingekommen? Sie hatte keine Ahnung. Nur einen Verdacht, der so ungeheuerlich war, dass sie ihn schnell wieder verdrängte. Elsie war ihre Freundin. Und Freundinnen verrieten einander nicht.

Ängstlich blickte Hermine sich um. Mrs Snape wirkte wütend, Mulciber vergnügt und Elsie beeindruckte durch ihr schauspielerisches Talent. Hermines beste und einzige Freundin schüttelte fassungslos den Kopf und hatte die Hand vor den Mund geschlagen. Es fehlte nur noch, dass sie ein fassungsloses „Hermine!“ stammelte, dann wäre ihre Vorstellung perfekt gewesen.
Hermine hatte das Gefühl, tatsächlich in einem Theaterstück zu sein. Oder Teil dieser Fernsehserie, die sie mit ihren Eltern in ihrer Kindheit manchmal gesehen hatte, in der Menschen zur Unterhaltung der Zuschauer zum Narren gehalten wurden.
Aber niemand kam aus dem Kleiderschrank gesprungen und rief „Versteckte Kamera!“. Stattdessen zückte Mulciber seinen Zauberstab. Instinktiv wich Hermine vor ihm zurück. Ihr Herz pochte schmerzhaft gegen ihre Rippen.
„Ist das dein Bett, Püppchen?“, fragte er grinsend. Seine blauen Augen beobachteten sie lauernd.
Hermine setzte zu einer Erklärung an, doch die Worte wollten ihr nicht über die Lippen kommen. Hilfesuchend blickte sie hinüber zu Elsie, die den Kopf gesenkt hielt und es vermied, in ihre Richtung zu schauen.
„Ja, das ist Grangers Bett“, antwortete Mrs Snape.
„Ich- ich war das nicht“, stammelte Hermine. „Ich habe nichts gestohlen.“
Mrs Snape stieß ein derart verächtliches Schnauben aus, dass Hermine zusammenzuckte.
„Bitte, Herrin, so glaubt mir doch! Irgendjemand… hat- hat mir das untergeschoben!“ Noch einmal blickte sie zu Elsie.
Hilf mir!, flehte Hermine stumm. Für einen Moment trafen sich ihre Blicke. Elsie hatte Tränen in den Augen. Sie schüttelte kaum merklich den Kopf. In ihrem Blick lagen Bedauern und eine Härte, die Hermine darin noch nie zuvor so deutlich wahrgenommen hatte.
„Und wer soll dir die Sachen untergeschoben haben?“, fragte Mulciber mit einem breiten Grinsen. Er glaubte ihr nicht. Kein Wunder, denn die Fakten sprachen eindeutig gegen sie.
Hermine zögerte mit ihrer Antwort. Sie könnte Elsie verraten, aber wer würde ihr schon glauben? „Ich weiß es nicht.“
Er legte den Kopf schief und lächelte unheilverkündend. „Falsche Antwort, Püppchen… Crucio!“
Der Fluch riss Hermine von den Füßen. Ihr gesamter Körper schien in Flammen zu stehen. Es fühlte sich an, als würden glühende Klingen jeden Zentimeter ihrer Haut durchbohren. Ihre Qualen herausschreiend krümmte Hermine sich am Boden der Dachkammer. Als sie schon dachte, ohnmächtig zu werden, nahm Mulciber den Fluch von ihr.
Ohne Mitleid blickte der Todesser auf sie hinunter. „Gleiche Frage, aber diesmal will ich eine andere Antwort hören.“
Nur mit großer Anstrengung gelang es Hermine, sich wieder aufzurichten. Sie kniete vor Mulciber und wagte es kaum, ihren Kopf zu heben. Elsie weinte leise im Hintergrund.
„Ich weiß es nicht“, schluchzte Hermine. „Ich war es nicht.“
Er schnalzte missbilligend mit der Zunge und hob erneut den Zauberstab, doch Mrs Snape schritt ein.
„Genug!“, sagte sie und legte ihre Hand beschwichtigend auf seinen Zauberstabarm. „Severus ist der Hausherr, ihm obliegt die Bestrafung der Angestellten.“
„Wie Sie wünschen, Madame Snape.“ Widerwillig ließ der Todesser seinen Zauberstab sinken, doch das Grinsen in seinem Gesicht verriet, das für ihn der Spaß erst angefangen hatte.
„Du bleibst hier, bis Meister Snape wieder zu Hause ist“, sagte die Hausherrin an Hermine gewandt. „Dann wird er über deine Bestrafung entscheiden.“
„Ich war es nicht! Bitte, Herrin, so glaubt mir doch!“, flehte Hermine panisch.
Mrs Snape antwortete nicht, sondern machte auf dem Absatz kehrt und verließ die enge Dachkammer. „Komm!“ Sie packte Elsie am Arm und zog sie nach draußen. Mulciber verschloss die Tür mit einem Zauberspruch.

Auf dem Flur baute sich Mrs Snape vor Elsie auf, die noch immer ihr Gesicht in den Händen vergraben hatte und weinte. „Schau mich an, Mädchen!“, verlangte sie herrisch.
Elsie ließ die Hände sinken und blickte sie mit roten, verquollenen Augen an.
„Weißt du irgendwas darüber? Hat Granger die Sachen gestohlen?“
Elsie nickte langsam.
„Unfassbar!“ Mrs Snape schüttelte den Kopf. „Das hätte ich von Granger nicht erwartet.“
„Darf ich gehen?“, fragte Elsie mit zittriger Stimme.
Bevor Mrs Snape noch etwas antworten konnte, packte Mulciber Elsie am Oberarm und stieß sie in das Zimmer gegenüber. Auch diese Tür versiegelte er magisch.
„Ich habe nichts gemacht! Lassen Sie mich raus!“, drang es dumpf durch die Tür. Elsie hämmerte mit den Fäusten gegen das Holz, deshalb legte Mulciber noch einen weiteren Zauber über die Tür und sofort wurde es still auf dem Flur.
„Was soll das, Duncan? Warum sperren Sie das Mädchen ein?“ Mrs Snape stemmte die Hände in die Hüften und bedachte den Todesser mit einem Blick, mit dem sie sonst nur ihren Sohn angesehen hatte, wenn er als Kind etwas ausgefressen hatte.
Mulciber ließ sich davon nicht beeindrucken. „Bei allem nötigen Respekt, Madame Snape, aber haben Sie nicht bemerkt, dass wir die ganze Zeit von diesen beiden Muggel-Fotz– … Mädchen belogen wurden?“

***


Der Weg hinunter in den ersten Stock kam Hermine dem Gang zu ihrer eigenen Hinrichtung gleich. Mulciber hatte seine Pranke fest um ihren Oberarm geschlossen und zog sie gnadenlos weiter, selbst dann, als sich ihre Beine wie Wackelpudding anfühlten und sie auf den Stufen ins Straucheln geriet. Mit jedem Schritt, den Hermine sich Snapes Arbeitszimmer näherte, verschwammen die Worte, die sie sich in den vergangenen Stunden zurechtgelegt hatte. Jeder rationale Gedanke war einer nagenden Angst gewichen, die wie Gift durch ihre Adern strömte und ihren Mut schwinden ließ.
„Mach schon“, knurrte er und schleifte sie bis in Snapes Arbeitszimmer. Es blieb ihr keine Zeit, sich nach Elsie umzusehen, denn der Todesser stieß sie so kraftvoll von sich, dass sie stolperte und auf die Knie fiel. Mit ihren Händen konnte Hermine ihren Sturz zumindest ein wenig abfangen.

Schnell hob sie den Kopf und sah sich panisch um. Hinter dem massiven Schreibtisch aus dunklem Holz saß Snape. Ihre Blicke trafen sich für einen Moment. Seine kalten, schwarzen Augen verengten sich feindselig. Sofort senkte Hermine den Blick. Sie kämpfte gegen die Verzweiflung an, die ihr die Luft zum Atmen nahm. Snape hatte sie schon einmal beim Stehlen erwischt. Die Wertgegenstände waren unter ihrer Matratze gefunden worden – somit sprachen  alle Fakten gegen Hermine. Niemand würde ihr glauben. Man würde sie bestrafen – obwohl sie unschuldig war.
Mühsam rang Hermine nach Luft und versuchte, doch noch einen Ausweg zu finden, der sie und auch Elsie vor einer grausamen Strafe retten würde. Elsie hätte es für ihren Verrat eigentlich gar nicht anders verdient, aber Hermine brachte es nicht übers Herz, ihre einzige Freundin ans Messer zu liefern.

Ein leises, schmerzerfülltes Wimmern ließ Hermine überrascht den Kopf heben. Sie sah, wie Mulciber Snape etwas ins Ohr flüsterte und warf rasch einen Blick über die Schulter. Der schmerzerfüllte Laut war eindeutig aus dieser Richtung gekommen.
„Elsie!“
Ohne auf die Blicke der Zauberer zu achten, krabbelte Hermine zu ihrer Freundin, die sich auf dem Teppich zusammengerollt hatte. Sie konnte deren Gesicht nicht sehen, weil sie ihr den Rücken zugewandt hatte.
„Was ist mit dir? Was haben sie mit dir gemacht?“ Sie streckte die Hand nach ihrer Freundin aus.
„Kümmer dich nicht um sie, Püppchen.“
„Was haben Sie ihr angetan?“
„Das Gleiche, was wir auch mit dir tun werden, wenn du weiterhin so frech bist“, drohte Mulciber. „Du hast mich mit ,Herr‘ anzureden. Verstanden?“
Hermine ballte ihre Hände so fest zu Fäusten, dass sich ihre Fingernägel schmerzhaft in ihre Handflächen bohrten. „Ja, Herr.“
„Mir gefällt dein Tonfall nicht… Dein Personal ist ziemlich schlecht erzogen, Severus.“
Snape ignorierte diesen Vorwurf. „Wer hat die Sachen gestohlen?“
„Ich weiß es nicht, Herr.“
Mulciber schnalzte missbilligend mit der Zunge. „Nicht? Dabei haben wir doch die Sachen unter deiner Matratze gefunden.“
Noch einmal stöhnte Elsie schmerzerfüllt auf. Wieder warf Hermine einen Blick über die Schulter. Elsie war offensichtlich gefoltert worden, wahrscheinlich mit dem Lieblingsfluch der Zauberer, dem Cruciatus-Fluch. War es möglich, dass sie trotz der Folter ihre Verbrechen nicht gestanden hatte?
„Vielleicht lockert eine Portion Schmerz auch deine Zunge?“
„Lass es gut sein, Duncan. Ich habe keine Zeit und keine Lust auf diese Spielchen.“
„Schade.“
„Riley hat ihre Tat bereits gestanden.“
Überrascht hob Hermine den Kopf und schaute Snape fassungslos an.
„Sie hat uns auch gesagt, dass du davon gewusst hast.“
Hermine öffnete den Mund, um zu widersprechen, und schloss ihn sogleich wieder. Auf die Schnelle fiel ihr keine plausible Ausrede ein.
„Wir haben dir die Möglichkeit gegeben, deinen Fehler wiedergutzumachen, denn du hättest den Diebstahl unverzüglich melden müssen. Aber das hast du nicht.“
„Sie ist meine Freundin, Herr.“
Snape grinste höhnisch. „Eine tolle Freundin, die dir bei der erstbesten Gelegenheit in den Rücken gefallen ist und dir ein Verbrechen in die Schuhe geschoben hat.“
„Bitte, Herr… Sie hat… Sie hat es nicht böse gemeint…“
Snape schnaubte verächtlich. Er stand auf und schenkte sich ein großes Glas Whisky ein.
„Was geschieht jetzt mit Elsie?“ Hermine warf ihrer Freundin einen bangen Blick zu.
„Du kennst das Gesetz.“
„Aber Herr! In ein paar Tagen hat sie ihre Schuld abgearbeitet! Dann ist sie frei!“
„Sei still!“, knurrte Snape.
„Ihr habt doch die Sachen wieder. Und Elsie hat ihre Lektion sicher gelernt.“
„Halt den Mund, Granger!“
„Sie wollte doch nur ein bisschen Gold für ihr neues Leben–“
„Es reicht!“ Ein Schlenker von Snapes Zauberstab hatte genügt. Hermines Wange brannte, als hätte er ihr eine saftige Ohrfeige verpasst. „Du sprichst nur, wenn du gefragt wirst!“
Er erhob sich von seinem Sessel und umrundete den Schreibtisch. Bedrohlich baute er sich vor Hermine auf. „Du kannst von Glück sagen, dass sich meine Mutter für dich eingesetzt hat, damit du trotz deiner schwerwiegenden Verfehlung hierblieben darfst. Sie wird sich auch eine angemessene Strafe für dich überlegen. Das ist deine letzte Chance, Granger. Noch ein Fehltritt und ich mache Borgins Drohung wahr.“
„Borgin? Häh? Was hat der alte Speichellecker damit zu tun?“, fragte Mulciber neugierig.
„Das ist eine Sache zwischen dem Mädchen und mir. Und nun geh.“

Hermine zitterte am ganzen Leib, als sie sich mühsam aufrichtete. Einerseits war sie erleichtert. Die Zauberer hatten erkannt, dass sie unschuldig war. Andererseits würden sie Elsie sicherlich grausam für das Verbrechen bestrafen, das sie begangen hatte. Und Hermine konnte nichts dagegen tun.
„Moment mal.“ Mulciber stellte sich vor die Tür und versperrte Hermine somit den Ausgang. „Ich hab da wohl was falsch verstanden? Das verlogene Miststück spaziert hier einfach raus? Ohne Bestrafung?“
Snape nahm noch einen großen Schluck von seinem Whisky. „Ich sagte doch bereits, dass sich meine Mutter darum kümmern wird.“
„Das ist nicht dein Ernst!“ Mulciber sah Snape mit ungläubig an. „Bei allem nötigen Respekt für deine Mutter, aber was wird sie tun? Ein bisschen schimpfen und ihr auf die Finger klopfen? Sie ohne Abendessen ins Bett schicken?“ Er lachte spöttisch und machte einen Schritt auf Hermine zu, die ängstlich vor ihm zurückwich. „Dieses vorlaute Miststück hat uns allen frech ins Gesicht gelogen. Wenn sie damit ohne Bestrafung durchkommt, was macht sie wohl als Nächstes? Und stell dir vor, andere erfahren davon. Es spricht sich herum, dass in Snapes Haushalt auf unsere Gesetze gepfiffen wird. Ausgerechnet die Hand des Dunklen Lords hält sich nicht an die eigenen Vorschriften… Das kann man dir ganz schnell als Schwäche auslegen. Und für Schwächlinge ist kein Platz in unseren Reihen. Du weißt, wie sehr der Dunkle Lord Schwäche verabscheut.“

Snape hatte den Worten seines Freundes mit ausdrucksloser Miene gelauscht. Es war unmöglich zu erkennen, was er dachte. Plötzlich breitete sich ein Lächeln auf seinen Lippen aus.
„Du hast vollkommen recht, alter Freund. Ich gebe zu, dass ich in Gedanken schon bei den Aktenstößen auf meinem Schreibtisch war und mich mit dieser lästigen Geschichte nicht länger als unbedingt nötig beschäftigen wollte. Das war eine unentschuldbare Nachlässigkeit meinerseits.“
Mulciber nickte zufrieden. „Dachte ich’s mir doch. Von mir aus kannst du auch zu deinen Akten gehen und ich kümmere mich um die beiden alleine. Ich werde ihnen Manieren beibringen und sie Respekt vor uns lehren. Und ich weiß auch schon, mit wem ich beginne…“ Während er die Ärmel seines schwarzen Hemds hochstrickte, musterte er Hermine von Kopf bis Fuß. In seinem Blick lag etwas, das ihr einen kalten Schauer über den Rücken jagte. Keine Sekunde zweifelte sie daran, dass er seine Drohung wahrmachen würde. Seine Vorfreude war ihm deutlich ins Gesicht geschrieben.
Snape schüttelte den Kopf und legte seine Hand auf Mulcibers Schulter.
„Na, na, na… Glaubst du etwa, dass ich mir diesen Spaß entgehen lasse? Es sind genug für uns beide da. Für jeden eine.“
„Stimmt. Wie in den guten alten Zeiten. Welche willst du?“
„Hmm…“ Snape blickte unschlüssig von Elsie, die noch immer zusammengerollt am Boden lag, zu Hermine, die sich am ganzen Körper zitternd gegen die Tür presste. „Granger.“
Hermine keuchte entsetzt auf. Sie blickte Snape flehentlich an, doch in seinen kalten, schwarzen Augen sah sie nichts weiter als Abscheu, als er seinen Zauberstab hob.
Crucio!
Und die Welt um sie herum versank in unerträglichen Schmerzen.

***


Nach dem dritten Cruciatus-Fluch hatte Hermine zu zählen aufgehört. Irgendwann waren ihre Schreie nur noch ein heiseres Krächzen gewesen und sie hatte auf die rettende Dunkelheit gewartet, doch Snape hatte ihr diesen Ausweg nicht gegönnt. Damit hatte er einmal mehr bewiesen, was allgemein bekannt war: Die Todesser waren genauso grausam wie der Dunkle Lord selbst. Snape bildete keine Ausnahme.
„Ich hoffe, du hast deine Lektion gelernt. Geh.“
Diesmal folgte kein weiterer Fluch. Mit letzter Kraft kämpfte Hermine sich auf alle viere. Für einen Moment drehte sich alles um sie herum. Ihre Muskeln wollten ihr noch nicht so richtig folgen und das unkontrollierte Zittern ihrer Gliedmaßen erschwerte jede Bewegung. Hermine biss die Zähne zusammen und richtete sich auf. Die ersten Schritte waren unsicher und fast wäre sie gestürzt, doch sie stütze sich an der Tür ab und wartete, bis der Schwindel nachließ. Hinter ihr hörte sie Elsie schluchzen und betteln, doch Mulciber lachte nur. Ein metallischer Geruch lag in der Luft. Blut, wie Hermine mit Schrecken erkannte. Eine Welle der Übelkeit überkam sie. Raus. Sie musste raus. Sofort. Sie spürte Snapes Blick in ihrem Rücken und dass er jede ihrer Bewegungen beobachtete. Doch sie würde sich keine Blöße vor ihm geben. Sie drückte den Rücken durch, ignorierte die Schmerzen und stand aufrecht vor der Tür.

Niemand hielt Hermine auf, als sie die Klinke hinunterdrückte. Zwei Schritte. Zwei Schritte trennten sie von der Freiheit. Erleichtert atmete sie aus, als sie das Arbeitszimmer endlich hinter sich gelassen hatte. Als sie die Tür schloss, konnte sie für einen kurzen Moment Snapes Gesicht sehen. Darin spiegelte sich der Schmerz wider, den sie fühlte.

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Am Donnerstag geht's weiter :-)
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