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(Un)Lösbar

von lalez
GeschichteDrama, Freundschaft / P12 / Gen
Christina "Chris" Alonso James "Jim" Street Molly Hicks
18.08.2021
21.09.2021
14
23.700
 
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15.09.2021 1.427
 
Im Auto schaltet sie das Radio an und hofft so vielleicht schon etwas zu erfahren. Im Normalfall würde sie die Presse verfluchen aber jetzt im Moment und ohne Funk, war es ihre einzige Lösung. Vielleicht sollte ich immer ein Funkgerät mitnehmen.

Chris fädelt sich gerade in den Verkehr ein, als Tan sie anruft."Hey, ich habe dein Equipment grade eingepackt. Luna kann in den Kommandowagen oder in deinem Wagen warten. Wir müssen ein bisschen auf die Tube drücken. Ersten Berichten zufolge haben Cops das Feuer eröffnet."Chris bestätigt, dass sie verstanden hat und wechselt dann direkt die Fahrspur. Das Hupen hinter sich ignoriert sie vollkommen.Es fühlt sich an wie eine Ewigkeit bis sie das Gerichtsgebäude erreicht, aber sie ist schnell und fast zeitgleich mit dem Team vor Ort.Während Hondo und Hicks alle nochmal einschwören, und briefen zieht sie sich um und als sie wieder zum Team stößt sieht sie Hicks an der Seite des Trailers wild mit den Armen fuchteln. Er ist verständlicherweise sehr aufgebracht und muss seinem Unmut auch mal Luft machen.Hondo ist gerade dabei alle in kleinere Teams einzuteilen, als Hicks wieder zu ihnen stößt. "Street wird uns unterstützen. Seine Leute sind schließlich auch drin." Chris hört nur halb zu und konzentriert sich darauf, ihre Position nicht zu verpassen.Hondo nickt Hicks zu und blickt dann direkt Chris an. "Okay, Chris, Street, ihr versucht in den Saal schauen zu können. Chris finde eine Schusslinie." er sieht ihr in die Augen und sie nickt. Das war jetzt nicht was sie wollte aber gut.Sie hatten früher gut miteinander harmoniert und auch diesmal sollte es mit ein bisschen Kooperation von beiden Seiten klappen.Chris hatte in den Plänen einen Aufgang gesehen zum Dach gegenüber und den steuert sie nun wortlos an. Street scheint auch etwas in Gedanken, aber er folgt ihr ohne Widerworte.Oben angekommen geht Chris bis etwa zur Hälfte und legt sich hin, um sauber zielen zu können. Street kniet neben ihr und nimmt das Fernglas zur Hilfe.Was sie beide im Saal sehen lässt ihnen den Atmen stocken. "Ist das...?"

Chris blinzelt kurz und versucht dann fieberhaft eine Alternative zu finden. So wie alle jetzt angeordnet sind konnte sie nicht schießen. Das legte Nahe, dass die drei Männer mit Waffen wirklich Polizisten sind oder es zumindest mal waren.Hilflos müssen sie zusehen, wie die drei den Beschuldigten befreien und dann sich auf Molly und ihre Klientin zu bewegen."Tus nicht," flüstert Chris noch als Molly sich schützend vor ihre Klientin stellt.Neben ihr schüttelt Street den Kopf und murmelt "Das muss in der Familie liegen,"Über Funk können die zwei jedoch hören, dass unten alles nach Plan läuft und zwei Teams zielgerichtet auf dem Weg sind den Saal von zwei Seiten zu stürmen. Sie benötigen jedoch einen Überblick wo die einzelnen Personen sich aufhalten.Mit einem Mal ist Chris wieder konzentriert und gibt alles weiter.Trotz allem läuft vor ihrem Auge weiterhin der Film ab, der eine Katastrophe zeigt und sie kann nur hoffen, dass gleich nichts schief geht.Hilflos blickt Chris weiter durch das Zielfernrohr, um im Notfall eingreifen zu können, auch wenn das aktuell heißen könnte das auch eine Geisel eventuell angeschossen werden würde. Sie muss leicht gezittert haben, denn sie spürt, wie Street eine Hand auf das Gewehr legt.verwirrt dreht sie den Kopf zur Seite."Chris, tief durchatmen. Wenn du abdrücken musst, dann ist es so. Niemand wird dir einen Vorwurf machen."Street blickt ihr tief in die Augen und sie muss den Blickkontakt abbrechen. Wie konnte er sie nach alldem immer noch Lesen und vor allem Beruhigen?Sie rollt einmal mit den Schultern und ist dann wieder hoch konzentriert. Im Ohr die letzten Positionsbestätigungen der Teams und dann geht es ganz schnell. Zwei Blendgranaten fliegen in den Saal und 4 Männer in LAPD Uniformen werden festgenommen."Code 4" ist alles was sie hören muss, um ihr Gewehr wieder auf den Rücken zu schwingen und so schnell es irgend geht nach unten zu Laufen.Als sie unten angekommen ist, drückt Chris Tan ihr Gewehr in die Hand und holt Luna aus dem Wagen. Die Hündin schleckt ihr zur Begrüßung einmal durchs Gesicht und bleibt dann dicht an ihrer Seite.

Chris geht in Richtung des Eingangs und prüft immer wieder, dass Luna wirklich bei ihr bleibt. Bei dem Gewusel wäre es fatal die Hündin zu verlieren. Chris will sie grade loben, als Luna zum Sprint ansetzt und losläuft. Als Chris realisiert, wohin der Hund rennt, bleibt ihr der Tadel im Hals stecken und sie beobachtet aus der Ferne wie Molly sich runterkniet und ihr Gesicht in Lunas Fell drückt.Nach einer Weile spürt Chris wie jemand neben sie tritt. "Die zwei haben eine ganz besondere Verbindung.""Ja," ist alles was sie dazu antworten kann."Chris, ich weiß nicht, wie es jetzt weiter geht. Defacto ist unser, mein Auftrag hier jetzt abgeschlossen, aber ich würde ungern einfach so wieder gehen." Street stockt und sieht Chris prüfend an. Er versucht eine kleine Regung in ihrem Gesicht abzupassen, um deuten zu können, ob sie noch offen ist für eine Aussprache oder ob er jetzt lieber direkt verschwinden sollte.Chris dreht sich langsam zu ihm und sieht ihn verwirrt an.Jim zieht die Augenbrauen hoch und zuckt mit den Schultern. "Was?"Chris schüttelt den Kopf."Lass uns das hier und jetzt erstmal beenden und dann können wir immer noch sehen ob wir reden müssen oder ob es besser ist, dass jeder wieder sein eigenes Leben lebt."Sie sagt es leise aber mit fester Stimme und geht dann in Richtung Kommandostand.Molly hat die kleine Interaktion zwischen den beiden beobachtet und ist jetzt neugierig wie es weiter geht.Aber jetzt im Moment muss sie erstmal wieder zu sich finden, ihre Klientin sprechen und dann herausfinden wie der Rest des Tages ablaufen wird.Als Molly am Abend wieder in ihrem Apartment ist klopft es an der Tür und Luna steht Schwanz wedelnd vor derselben. Somit kann es eigentlich nur eine Person sein. Mit einem Lächeln zieht Molly die Tür auf und sieht eine leicht aufgewühlte Chris im Rahmen stehen.Luna springt sofort um die beiden herum. Die Hündin spürt die Aufregung und Molly zieht Chris vorsichtig in die Wohnung und Richtung Wohnzimmer."Hey, was ist los?" fragt sie vorsichtig.

Molly schenkt noch zwei Gläser Wein ein und setzt sich dann wieder zu Chris die ihre Finger anstarrt."Also, warum bist du hier?" versucht sie es nochmal.Stumm greift Chris in ihre Hosentasche und zieht ein sehr zerknülltes Stück Papier hervor. Sie hält es Molly hin.Sie erkennt direkt das Logo auf dem Papier und hat eine leise Ahnung was sie da jetzt lesen soll."Bist du dir sicher, dass ich das lesen soll?" Molly sucht Chris Blick und als diese nickt, nimmt Molly das Papier und liest:Chris,ich muss doch schneller abreisen als ich dachte, aber vielleicht kannst du mich ja anrufen?Damit wir reden.Molly blickt auf ihr Gegenüber und lächelt. "Ist das nicht was du wolltest? Mit ihm reden?""Was soll das denn jetzt noch bringen? Er ist ja wieder in Boston und dann ist es doch auch erledigt." Chris klingt fast schon wie ein trotziges Kind und Molly muss ein wenig schmunzeln."Soll das denn jetzt ewig so weitergehen? Chris, vielleicht hilft es euch beiden, erstmal am Telefon zu sprechen. Euch wirklich auszusprechen und einen Weg zu finden damit oder auch miteinander abzuschließen." Sie sieht sofort wie Chris protestieren will."Chris, du kannst mir nicht erzählen, dass du mit der Situation abgeschlossen hast. Und wenn du keine unendliche Geschichte daraus machen willst, dann schreib ihm eine Nachricht. Sprich mit ihm und versuch Frieden zu schließen. Wie auch immer das am Ende aussieht."Molly beobachtet wie Chris leicht zittert aber trotzdem ihrem Blick standhält."Chris?" versucht sie eine Antwort in Worten zu bekommen. Auch Luna winselt leise und stellt die Pfoten auf Chris Knie.Chris lächelt leicht und streicht Luna über den Kopf."Ich weiß nicht, ob ich das kann."

Nachdem Molly ihr das Versprechen darüber nachzudenken abgenommen hatte ging Chris zurück in ihre Wohnung, um noch eine Runde zu schlafen. Ihr Unterbewusstsein ließ sie immer und immer wieder von dem letzten Gespräch träumen und sie versuchte es zu ändern.

Etwas mehr Mitgefühl zu zeigen, aber letzten Endes führte es immer zu dieser Distanz zwischen ihnen.
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