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Behind the stories  --  Soundtrack of my life

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Freundschaft / P16 / Het
OC (Own Character) Riku Rajamaa Samu Haber
17.08.2021
20.09.2021
29
38.967
23
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
5 Reviews
 
17.09.2021 1.454
 
Nur ein paar Tage später fuhr Riku aus dem Schlaf, da Mel ihn unsanft an der Schulter rüttelte. “Was? Mel, warum schläfst du nicht?”
Sie zog eine Grimasse. “Dieses Mal gibt es kein zurück, die Fruchtblase ist geplatzt. Wir sollten in die Klinik fahren.”
Es dauerte nur einen Moment, dann war Riku aus dem Bett. “Okay, ich ziehe mich rasch an. Brauchst du Hilfe?”, fragte er voll Sorge.
“Nein, ich bleibe bequem.”
“Gut. -- Ich will die Mädchen nicht wecken, aber ich will sie auch nicht alleine lassen.”
“Lass sie schlafen.”
“Dann rufe ich rasch Samu an?”, fragte Riku, halb in den Hosen.
Mel nickte und wählte auf seinem Handy Samus Nummer, während er sich weiter anzog.
“Riksa? Alles okay?”, fragte der einen Augenblick später verschlafen.
“Hei Hapa, sorry, dass wir schon wieder stören. Könntest du nach den Mädchen schauen, während ich Mel in die Klinik begleite?”, fragte Riku, während er seine Schuhe anzog.
“Oh, ist es diesmal ernst? Um diese Uhrzeit kann ich in etwa zwanzig Minuten da sein, leg den Schlüssel unter die Matte.”
“Danke Kumpel”, murmelte Riku, während er Mel in die Schuhe half.
“Alles Gute, Mel”, rief Samu noch, bevor er auflegte.
“Bereit?”, fragte Riku sanft, bevor er Mel aufhalf.
“Wird schon gut gehen.”

Sie waren noch nicht durch den Flur, als Mel laut aufstöhnte.
Sie stützte sich am Türstock ab, während sie sich krümmte.
Riku strich ihr ein wenig unbeholfen über den Rücken. “Geht es wieder?”, fragte er, als sie sich ein wenig entspannte.
Mel nickte nur.
“Papa? Was ist passiert? Ist etwas mit dem Baby?”
“Es will wohl auf die Welt. Geh wieder ins Bett, Aanni. -- Samu ist schon auf dem Weg, er wird bei euch bleiben”, erklärte Riku sanft.
Aanni nickte, bevor sie Mel vorsichtig umarmte. “Alles Gute”, flüsterte sie dabei.
Riku strich seiner Ältesten über den Schopf, bevor er Mel endlich zu seinem Wagen brachte.
Sie waren gerade erst losgefahren, als Samu ihnen auch schon entgegenkam und kurz Lichthupe gab.

Riku verzog das Gesicht, als Mel sich krümmte und dabei ihre Stirn gegen seine Brust drückte.
Der Doc hatte vorgeschlagen, dass sie ein paar Schritte ging, um die Wehen in Schwung zu bringen.
Er drückte sie behutsam an sich und strich ihr dabei immer wieder über den Rücken. “Ich würde dir so gern helfen.”
“Es geht schon, Riksa. Mom sagte mal, wenn er da ist, dann sind die Schmerzen vergessen.”
Er lächelte, als sie ihn ansah.
Mel drückte kurz ihre Lippen auf seine. “Ich mag nicht mehr laufen.”
Behutsam führte er sie zur Liege.

“Kannst du mich einfach in den Arm nehmen, Riksa?”, fragte Mel erschöpft, als der Arzt auch zwei Stunden später noch den Kopf schüttelte.
“Er lässt sich Zeit.”
“Aber es ist doch alles okay?”, fragte Riku besorgt.
“Ja, sein Herz schlägt kräftig, es ist alles in Ordnung.”
Er nickte, bevor er sanft über Mels Bauch strich. “Es wird Zeit, Kleiner. Alle warten nur auf dich.”
Mel lehnte sich lächelnd gegen seine Brust. “Ich liebe dich Riksa, das weißt du, oder?”
Riku nickte an ihrer Schulter.  “Ja. Und ich liebe dich mindestens genauso sehr”, murmelte er und drückte kurz seine Lippen auf ihren Puls. Er hielt Mel einfach nur fest, als sie sich unter der nächsten Wehe anspannte.

“Oh, ist der süß”, seufzte Aanni am nächsten Morgen, beim ersten Blick in das Bettchen.
Vaala nickte. “Unser kleiner Bruder.” Ganz vorsichtig strich sie dem Kleinen über die Fingerchen.
Aanni sah verwundert auf das Schild am Bettchen. “Aber warum steht hier, dass sein Name Juhani Rajamaa ist? Heißt er nicht wie seine Mama?”
Riku sah Mel abrupt an.
Sie schluckte trocken. “Ähm, ich habe immer gesagt, dass meine Kinder den Namen ihres Vaters tragen werden…”
Er blinzelte. “Danke”, flüsterte er an ihrem Ohr. “Ich liebe dich, Mel. So sehr, wie ich es mir nie erhofft hatte.”
Mel strich ihm sanft über die Wange, bevor sie ihn küsste.
Aanni und Vaala grinsten.
“Dann ist er ja auch vom Namen her unser Bruder”, flüsterte Vaala blinzelnd.
“Dürfen wir später mal auf ihn aufpassen?”
“Das hoffe ich doch, Aanni. Ihr seid Jujus große Schwestern. Ich hoffe, dass ihr immer auf ihn achtgeben werdet, wenn ihr in seiner Nähe seid”, erklärte Mel ernst.
Die Mädchen nickten rasch.

Einige Zeit später...

Mel saß, in eine dicke Decke gehüllt, schreibend auf dem Balkon. So war es Zufall, dass sie Samu vorfahren sah. Rasch ließ sie ihn ins Haus und legte den Finger an die Lippen.
Samu hob fragend die Augenbrauen, weshalb sie ihn still ins Wohnzimmer führte. Er lächelte sanft, als er Riku auf der Couch entdeckte.
Auf der Brust des Brünetten schlummerte selig sein Sohn.
“Was für ein schöner Anblick, so liebevoll”, flüsterte er.
Mel nickte. “So schlafen sie jeden Mittag. Bei Riksa schläft Juju ganz ruhig. -- Riku mag ihn manchmal gar nicht mehr hergeben und wenn dann noch die Mädchen hier sind, bekomme ich Juju nur, wenn er Hunger hat”, erzählte Mel, während sie auf den Balkon traten.
“Ist das nicht schlimm für dich?”, fragte Samu leise.
“Nein. Sie übernehmen ja nicht nur die schönen Dinge, wie kuscheln und so. Sie wickeln Juju auch. -- Ich muss ja nicht fragen, wenn ich ihn haben will. Sie ermöglichen mir meine Arbeit.”
Samu sah zum Laptop. Er warf einen Blick auf die Seitenzahl. “Dreihundertsieben Seiten? Also hast du es fast geschafft?”, fragte er grinsend.
Mel nickte. “Es floss förmlich aus mir heraus.”
“Ich freue mich schon darauf, es bald lesen zu dürfen.”
Sie sah nach drinnen, als der Kleine plötzlich zu quengeln begann.
“Zeit fürs Essen?”, fragte Samu, als Mel aufstand.
Sie nickte, bevor sie nach drinnen ging und Riku den Kleinen abnahm. “Samu ist auf dem Balkon”, hörte er sie noch sagen.
Schon einen Moment später kam Riku nach draußen. Er strich sich durchs verstubbelte Haar. “Hei Hapa.”
“Hei Riksa. Das sah eben total süß aus, wie ihr da geschlafen habt”, stellte Samu schmunzelnd fest.
Riku verzog das Gesicht. “Es fühlt sich so gut an, wenn der Kleine auf mir schläft.”
“Du hast ihn also lieb?”
Er nickte. “Ja.”
Samu grinste. “Und Mel liebst du auch noch, wie vorher?”
“Mehr noch. -- Ich habe es verstanden, Samu”, seufzte Riku. “Mit Juju ist es, wie es sein sollte, dass ein Kind die Liebe noch verstärken kann.”
“Auch wenn ich da nicht mitreden kann, genauso sollte es sein”, meinte Samu schmunzelnd.

Er lächelte, als Mel mit ihrem Sohn auf den Arm in der Tür auftauchte.
“Kaffee?”, fragte sie nur.
Samu nickte, während Riku zu ihr ging und ihr seinen warm eingepackten Sohn abnahm.
“Was machst du eigentlich hier, Samu? Ich meine, du hast doch bestimmt einen Grund, hier zu sein?”, fragte Mel.
Er nickte. “Hm, wir haben ja bald Weihnachten und ich mag nicht alleine feiern. Ich plane ein gemütliches Beisammensein am zweiten Feiertag und würde euch gern dazu einladen, wenn ihr Lust habt.”
Riku sah zu Mel. “Lust haben wir bestimmt, nur müsstest du mehr Gäste einplanen”, murmelte er.
“Die Mädchen sind gern eingeladen.”
Mel verzog das Gesicht.
“Nicht nur die Mädchen. Mels Eltern kommen zu Weihnachten rauf und Jade ebenfalls.”
“Die sind auch alle eingeladen, sie kennen mich ja schon”, meinte Samu grinsend.
Mel grinste ebenfalls. “Dann kommen wir gerne”, erklärte sie.
“Prima, es wird bestimmt lustig”, murmelte Samu und lehnte sich zurück. Er sah schmunzelnd zu, wie Mel sich wieder an ihren Laptop setzte. “Wie kannst du hier draußen schreiben? Mir würden die Finger einfrieren.”
Mel lachte. “Nur, wenn ich sie nicht bewege. -- Nee, es ist doch gerade außergewöhnlich warm, zumindest für einen Dezember.”
“Stimmt auch wieder. -- Du reichst die Story doch ein?”
“Der erste Teil ist schon im Verlag, sie warten nur noch auf die letzten beiden Kapitel. Am liebsten würden sie das Buch noch vor Weihnachten in die Läden bringen. Deshalb habe ich auch jede freie Minute genutzt.”
Riku nickte. “Mel nimmt den Laptop sogar mit ins Bett, wenn sie nicht schlafen kann”, erzählte er.
“Es ist nicht mehr lange, dann habe ich die Story fertig und  bin wieder ganz für dich da.”
Er lächelte. “Es ist okay, so ist das eben, wenn man mit einer Autorin zusammen ist, die Bestseller schreibt.”
Mel schnaubte. “Bestseller.”
Riku schüttelte den Kopf. “Wenn sie nur endlich mal an sich glauben würde. Der Verlag hat das unvollständige Manuskript angenommen und der Vorschuss war nicht gerade klein. Und doch zweifelt sie”, murmelte er. “Hältst du den Kleinen mal, ich muss kurz…”
Samu nickte perplex, als Riku ihm Juhani in den Arm legte. “Hei Kleiner, sag deiner Mom mal, dass sie an sich glauben muss, dass sie toll ist”, flüsterte er, als der ihn mit seinen dunklen Augen ansah. Samu erwiderte Mels Lächeln, als sie zu ihm sah.
“Steht dir ganz gut, so ein kleiner Kerl”, stellte sie leise fest.
Er grinste nur verschmitzt.
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