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Silent Passion

GeschichteDrama, Romance / P18 / Het
Himiko Toga OC (Own Charakter) Touya Todoroki / Dabi
17.08.2021
15.09.2021
8
16.810
6
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15.09.2021 1.786
 
Werde ich es lebend aus diesem Chaos schaffen?


Das Essen war wirklich köstlich. Zufrieden lehnte ich mich zurück und streckte mich etwas, „Du siehst etwas ZU glücklich aus für so eine simple Mahlzeit!“. Dabi grinste, während er sich ebenfalls zurücklehnte und durch sein Handy scrollte. Zh… Schulterzuckend trank ich ein Schluck Wasser, als Dabi’s Handy ein kurzes Klingeln von sich gab. Scheinbar war die Nachricht nicht erfreulich, denn sein Gesicht verdunkelte sich schlagartig. „Oh Gott nö….“, knurrte er und rieb sich genervt den Nasenrücken. Hm? Er legte Geld auf den Tisch und war schon fast zur Tür raus. HEY! Ich rannte ihm nach und konnte gerade so seine Hand greifen,

„Was ist passiert? Und hast du für mich auch bezahlt?“.

Er sah mich nicht an, sondern blickte über seine Schulter zur alten Dame, die gerade aus der Küche kam, „Sorry. Muss schnell los, man sieht sich Großmütterchen!“, „Du musst bald wiederkommen. Und bring das Gör mit, damit ich sie erziehen kann!“. WAS?! Doch Dabi zog mich schon aus dem Restaurant auf die Straße. „Und ich mag zwar ein Arsch sein, aber ich habe auch Manieren. Du kannst ja das nächste Mal bezahlen, wenn du so INDEPENDENT sein willst. Es ist wohl besser, du gehst nachhause. Ich muss mich mit jemandem treffen. Die nächste Bushaltestelle ist…“, er wurde durch das Klingeln seines Handy unterbrochen und er fluchte lautstark. „Ich bin unterwegs… Ja… Nein! Du musst mich nicht abholen. Du weißt, ich hasse Autos… Du… was?“, und dann, mit dem Blick des Todes im Gesicht, drehte Dabi sich um und fluchte erneut. Seinem Blick folgend, sah ich, wie ein sehr teuer aussehender schwarzer Jeep die Straße entlangfuhr und neben uns hielt. Ich hatte plötzlich ein Déjà-Vu.

Die Beifahrertür öffnete sich und eine wunderschöne Fuchsdame stieg aus. Sie strich ihren beigen Rock glatt und sah sich um, ehe sie uns entdeckte. WOAH! Ihre Augen waren wie Ozeane, groß und sanft. Ihr Haar war schwarz, doch die Spitzen wurden weiß. Auch ihre Ohren waren weiß, hatten jedoch fluffiges, rotes Fell von innen. Und sie hatte drei Schwänze… drei… also ein Fuchsgeist-Quirk! COOL! Sie war etwas kleiner als ich und verbeugte sich nun, was ich schnell beantwortete. Sie hatte so eine edle Aura um sich, als würden wir aus unterschiedlichen Welten stammen. „Hallo Toya.“, ihre Stimme war sanft und etwa schüchtern. Wenn sie Dabi mit seinem richtigen Namen ansprach, mussten sie sich nahestehen? „Yui…“, auch Dabi verbeugte sich. Wow! Musste jemand wichtiges sein! „YO! Bro! Lange nicht gesehen!“, die tiefe Stimme stammt vom Fahrer des Jeeps, der nun auch ausstieg, IKKK! RIESE! Sein Gesicht war sehr maskulin, seine Augen stechend und wachsam. Auch er hatte fellige Ohren auf dem Kopf, sahen von der Form her aber etwas anders aus. „Saiichi… Warum bin ich NICHT überrascht?“, Dabi grinste gefährlich und schob mich etwas hinter sich. Okay, der Typ war also gefährlich.

„Es tut mir leid, dich mitten am Tag zu belästigen und sogar die Frechheit besitze, nach dir zu suchen!“, Yui, die Fuchsdame, verbeugte sich erneut. „Ich werde nicht kommen, Yui.“, Dabi schüttelte den Kopf, was die Fuchsdame seufzen ließ. „Ich verstehe, dass die Beziehung zu deinem Vater sehr schwierig ist und ein Treffen mit ihm scherzhafte Erinnerungen hervorrufen. Aber… Es ist für Shoto enorm wichtig, dass du kommst. Und für mich auch.“, „Sei nicht so langweilig, Toya!“. Der Typ namens Saiichi kam näher und klopfte Dabi auf die Schulter. „Ich bin nicht langweilig. Ich mache das alles, um euch alle zu schützen und deinen speziellen Tag nicht zu ruinieren.“, er sah dabei zu Yui, sein Gesichtsausdruck war verkrampft. „Er wäre ruiniert, wenn du nicht kommen würdest.“, die Stimme der Fuchsdame war nun etwas schärfer geworden. Ich fühlte mich fehl am Platz, denn dieses Gespräch beinhaltete scheinbar das Todoroki Familiendrama , von dem ich noch nichts wusste.

„Und wer ist eigentlich das?“, fragte der riesen Typ und sah zu mir herab, als hätte er mich gerade erst bemerkt. Wie unhöflich! „Niemand. Und sie wollte sowieso nachhause gehen.“, Dabi gab mir Blick, der Tausend Bände sprach und ich nickte, verbeugte mich schnell und machte auf dem Absatz kehrt.

„Warten Sie!“, die Frau namens Yui streckte ihre Hand aus. UGH! Ich sah über meine Schulter, ihr Gesicht war nachdenklich. „Sie sind.. Toya’s Nachbarin, oder? Shoto hatte von Ihnen erzählt.“, wow… super… scheiße… Dabi sah nun NOCH genervter aus. JA IST JA NICHT MEINE SCHULD, DASS DEIN BRUDER DICH MIT MIR IN VERBINDUNG GEBRACHT HAT ODER?! Wollte ich ihm ins Gesicht schreien. Aber konnte ich nicht, also nickte ich nur höfflich. „Miyu war der Name? Verzeihung, er erwähnte Ihren vollständigen Namen nicht.“, die Fuchsdame lächelte Ich nickte erneut. „Du musst nicht schüchtern sein, Puppe! Sprich mit uns!“, der Typ namens Saiichi grinste und zwinkerte mir zu. Ugh… „Shoto sagte, sie kann nicht sprechen…“, nun sah Yui mich mitleidig an. UGH! Ich brauche kein Mitleid… Ich lächelte weiter, mein Gesicht fühlte sich schon völlig verkrampft an und hielt beschwichtigend die Hände hoch. „Das ist doch scheiße!“, knurrte Dabi und schüttelte die Hand von Saiichi ab. „Nicht so schnell, Bro!“, dieser packte Dabi jedoch am Arm und beide knurrten sich an. Woah! Die Spannung war greifbar. „Nimm deine Hände von mir, „Nö.“, besorgt sah ich zur Fuchsdame, die das ganze entspannter begutachtete, als ich dachte. Schien wohl öfter zu passieren.

„Ich werde dich nicht zwingen. Aber bitte… es würde Shoto und mir sehr viel bedeuten, wenn du zu unserer Hochzeit kommst. Und…“, sie schien über ihre weiteren Worte sorgsam nachzudenken. „Sie hätte das auch gewollt.“. Diese Worte bewirkte bei Dabi etwas. Seine Muskeln erschlafften, als hätte man die Fäden, die sie hielten, zerschnitten. Sein Blick war leer.

Als die Fuchsdame und der Riesentyp wieder weg waren, saß Dabi auf dem Bordstein und starrte auf den dunklen Asphalt. Okay, also irgendwas war gerade passiert, wie konnte ich helfen. Sollte ich was sagen? Ich entschied, mich erstmal einfach neben ihn zu setzen. Das war also Dabi’s zukünftige Schwägerin. Wer der Typ war, weiß ich nicht, aber von den Ohren beziehungsweise ihren Quirks her, waren sie wahrscheinlich verwandt. „Rede…“, sagte Dabi plötzlich, legte seine Hand neben meine und berührte sie mit dem kleinen Finger. Was?!

„Was?“,

„Rede! Über irgendwas. Mein Kopf dreht sich und ich kann keinen klaren Gedanken fassen…“. Oh… uhm…

„Wenn du Honig magst, magst du so gesehen die Kotze von Bienen.“.

Dabi zuckte zusammen und sah mich dann mit hochgezogener Augenbraue an, „Was?“.

„Honig ist… Die Kotze von Bienen. Habe ich kürzlich auf BlueBird (aka Twitter) gelesen.“.

Dabi starrte mich weiterhin an, ehe seine Gesichtszüge sich entspannten und sowas wie ein Lächeln auf seinen Lippen erschien, „Du bist wirklich das seltsamste Mädchen, dass ich je getroffen habe.“. Ich grinste breit, Ablenkung geglückt würde ich sagen. Dabi atmete tief durch und sah dann die Straße entlang, wohin der Jeep verschwunden war, „Yui und Shoto kennen sich seit der Schule. Sie ist quasi wie eine Schwester für mich. Sie war auch gut befreundet mit…“, er verstummte, doch ich konnte mir schon denken, wen er meinte. Seufzend ließ er sich nach hinten auf den Bürgersteig fallen und starrte in den Himmel. Ich tat es ihm gleich, „Hast du keine Angst, dass deine Haare dreckig werden?“. Dabi lachte leise, als ich den Kopf schüttelte. Klar war es etwas doof, aber es gab ja zum Glück Duschen! „Du bist so komisch… Bist du überhaupt eine Frau?“, EY! Ich schob die Unterlippe vor, was ihn noch mehr zum Lachen brachte. „Was mich am meisten nervt ist, dass sie nicht verstehen, dass ich das alles mache, um sie zu beschützen. Damit die Vergangenheit sich nicht wiederholt.“, seufzend legte er einen Arm über die Augen.

Ich wusste natürlich immer noch nicht, was genau damals passiert war, also konnte ich dazu auch nichts sagen… aber… Das nächste Stück Haut war seine Wange also berührte ich diese,

„Und wenn du deinem Vater einfach aus dem Weg gehst? Wenn er auftaucht, einfach weggehst? Mit jemand anderem sprechen, wenn er das Gespräch sucht?“.

Dabi drehte seinen Kopf zu mir und plötzlich war mein Finger auf seiner Nasenspitze. IIKKKK! Schnell zog ich meine Hand weg und starrte in den Himmel. Hoffentlich waren meine Ohren nicht so rot wie der Rest meines Gesichts. „Niemand wäre so unhöflich, sich weiter mit mir zu unterhalten, wenn der große Endeavor mit mir reden will… Und außerdem…“, plötzlich setzte Dabi sich auf. „Du wärst so.“, Ich wäre was? Verwirrt setzte ich mich ebenfalls auf, „Du wärst unhöflich genug, einfach weiter mit mir zu reden und meinen Vater zu ignorieren!“. Dabi hatte einen irren Gesichtsausdruck. Excuse me?! „Wenn du bei mir bleiben würdest und auf deine Art und Weise kommunizierst. Könnte uns NIEMAND unterbrechen! Weil du nur mit einer Person gleichzeitig reden kannst!“, nun das stimmte zwar, aber… „Und für meinen Vater sind Manieren das wichtigste. Zumindest, solange er Zuschauer hat. Er würde es nicht wagen, eine stumme Frau zu unterbrechen, die einen Telepathie-Quirk hat. Natürlich würde er es als völlig unnützen Quirk ansehen. Aber das würde er NIEMALS vor der Kamera sagen. Er würde sagen „Wir müssen alle Formen von Quirks unterstützen!“. Das ist DIE Idee!“, Dabi, nun mit einem fetten Grinsen im Gesicht, stand auf. Was genau war die Idee? Ich konnte seiner Erklärung nicht wirklich folgen…

„Du wirst als mein Date mit mir auf die Hochzeit kommen. Als Gegenleistung werde ich versuchen, „nett“ zu sein.“, das Wort „Nett“ hörte sich dabei so an, als würde er sagen, er müsste Gift trinken oder so… Aber was?! Nein! NÖ! Wild kopfschüttelnd hob ich beide Hände, um meine Meinung zu diesem Plan zu verdeutlichen. Reichte, dass ich durch diesen Albtraum schon genug verwickelt war. Dabi sah meinem Kopfschütteln missmutig zu, „Ich… Ich werde… dir von dem Vorfall erzählen. Es wird dich überzeugen, mir zu helfen.“. Er sprach dabei mehr zu sich selbst, sein Gesichtsausdruck war leicht verrückt.

„Du musst mir gar nichts erzählen, um mich zu überzeugen! Meine Antwort ist nein. Das ist doch Wahnsinn! Ich meine, der Plan hört sich an sich… gut an? Aber kannst du nicht jemand anderen finden, der diesen Part übernimmt?“,

fragte ich, während ich seine Hand leicht berührte. „Nein, du musst es sein. Shoto weiß bereits, dass du irgendwie mit mir in Verbindung stehst. Und nun wissen Yui und Saiichi es auch.“, das… machte zwar Sinn aber… „Mach dir keine Sorgen, Dumby! Das wird lustig. Und mögen Frauen nicht Hochzeiten und so nen Kram?“. Er grinste mich an, sah dabei so entspannt aus wie vorhin im Restaurant der alten Dame. Und ich war mir in dem Moment sicher, dass er ohne diese ganzen Narben… Das Wort „Gutaussehend“ kam mir in den Sinn, was mir das Blut in die Wangen schießen ließ. Schnell sah ich zur Seite. UGH! Was war bitte in mich gefahren?!
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