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Injustice

von Afaim
GeschichteDrama, Angst / P16 / Gen
Barry Allen Clark Kent / Kal-El John "Dig" Diggle Kara Danvers / Kara Zor-El Ray Palmer Sara Lance
17.08.2021
18.09.2021
18
60.663
 
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15.09.2021 3.944
 
15. Kapitel: Hoffnung



Es wäre eine Übertreibung zu behaupten, dass sie sich im Guten trennten, aber zumindest ging niemand mehr auf den anderen los. Superman ließ den Rest von ihnen zurück um wer-wusste-schon-was zu tun, Constantine gab Noras Sohn seine Stimme zurück und setzte sich dann ebenfalls ab, und die Legends kümmerten sich erst einmal um ihre wiedergewonnenen Freundin, die immerhin mehrere Jahrzehnte im Inneren eines Pilz-Aliens verbracht hatte. Dig und Barry brachten unterdessen Kara auf den neuesten Stand.

„Ray und Ryan sind tot?!“, wiederholte sie ungläubig, „Ich hatte befürchtet, dass er eines Tages zu weit gehen könnte, und ihm angekündigt mich ihm in diesem Fall in den Weg zu stellen. Deswegen hat er mich ja in die Phantom-Zone eingesperrt. Aber ich habe gehofft, dass ich mir irre.“ Sie schüttelte traurig den Kopf.

Ihr Blick fiel auf Noras Sohn. Sie trat hinüber zu der Guten Fee. „Wie ist sein Name?“, wollte sie wissen, „Er sieht aus wie sein Vater.“

„Ich habe ihn auch nach ihm benannt. Das hier ist Raymond Palmer II.“, erklärte sie.

Kara lächelte den kleinen Jungen zu. „Für ihn und Ryans Kind und alle anderen Kinder, die ihre Eltern verloren haben, wird es bald besser werden“, versprach sie, „Dafür werde ich sorgen.“

„Es hat sich aber auch noch einiges anderes in den letzten Jahren verändert. Es gab Anschläge und Opfer. Der Mars wurde zerstört, und J’onn ist gestorben - in den Augen der Öffentlichkeit hat Superman die Welt vor einem ähnlichen Schicksal bewahrt. Die Rhetorik des Widerstands wurde von Terroristen für sich beansprucht, und der Widerstand selbst hat auch keine reine Weste“, erklärte Barry, „Kate und Alex tun Dinge, die sie für notwendig halten, die aber trotzdem nicht unbedingt richtig sind. Aber zumindest tun sie etwas. Andere stehen einfach nur daneben. Jefferson will mit keiner Seite mehr etwas zu tun haben, er ist der Meinung die Helden wären so miteinander beschäftigt, dass sie auf die kleinen Leute vergessen haben. Und andere fürchten sich einfach etwas gegen Superman zu tun, immerhin leitet er jetzt das DOD, und es herrscht Kriegsrecht. Und er hat starke Verbündete.“

„Trotzdem bin ich überzeugt davon, dass wir ihn besiegen können, wenn wir zusammenstehen“, erklärte Dig.

„Allerdings ist die Frage, ob er nicht Recht hat, was die Pegasus-Hegemonie angeht. Wenn die planen uns anzugreifen, und wir damit beschäftigt sind unseren stärksten Kämpfer zu aus dem Spiel zu nehmen anstatt im Kampf gegen sie zu unterstützen….“ Barry ließ seine Worte einen Moment lang verklingen. „Die Frage ist, wie das richtige Vorgehen in diesem Fall aussieht“, schloss er.

„Manchmal mögen einen alle Wege falsch erscheinen, trotzdem gibt es einen richtigen“, erwiderte Kara, „Man muss ihn nur finden.“

„Was ist mit dir geschehen?“, wollte Barry wissen, „Du wirkst so … gefasst. Als du das letzte Mal in der Phantom-Zone warst, warst du danach verstörter.“

Kara nickte. „Es ist ein schrecklicher Ort. Die Phantome saugen einem jede Lebensfreude aus dem Körper und jede Hoffnung. Man wird von den schlimmsten Erinnerungen, die man besitzt, heimgesucht, und auch von welchen, die eigentlich nie passiert sind“, erklärte sie, „Das letzte Mal hätte mich fast zerbrochen. Aber dieses Mal … Dieses Mal war anders. Am Anfang war es als würde mein schlimmster Alptraum wahr werden - ich war wieder an dem Ort, den ich im ganzen Universum am Meisten fürchte, und dieses Mal würde mich niemand retten kommen, weil keiner wusste, was mit mir passiert war; keiner außer Kal, der mir das angetan hatte. Mein Cousin. Mein Held. Der wusste, was ich dort durchgemacht habe, und mich trotzdem wieder dorthin geschickt hat.“ Sie schien zu erschauern, als sie sich daran erinnerte. „Aber dann wurde mir klar, dass ich nicht überleben würde, wenn ich mich meiner Verzweiflung überlassen würde. Mir wurde klar, dass ich die Hoffnung nicht aufgeben kann, nicht wenn ich wieder nach Hause kommen will. Also habe ich gekämpft, gegen die, die mich angegriffen haben, das ja, aber vor allem gegen meine eigene Dunkelheit, gegen den Schmerz und die Verzweiflung in mir, und ich habe mir geschworen niemals aufzugeben, solange mein Herz noch schlägt, und so habe ich es überstanden.“

„Der Paragon der Hoffnung“, murmelte Barry, „Sie haben dich uns zurückgegeben.“

Kara wirkte einen Moment lang verwirrt. „Was meinst du?“, wollte sie wissen.

„Ich habe mir nur gewünsche, dass es einen Weg gäbe dieser Welt hier ihre Hoffnung zurückzugeben“, erklärte der Speedster, „Und daraufhin haben sie dich zurückgebracht.“

„Sie?“

„Der Brunnen von Imperium. Und Oliver“, antwortete Barry.

Dig und Kara wechselten einen Blick. „Barry“, begann Kara, „Oliver ist…“

„Ich weiß“, unterbrach sie Barry, „Und vielleicht war es auch nur der Brunnen, aber ich konnte ihn noch einmal sehen, konnte noch einmal mit ihm sprechen, und vielleicht, nur vielleicht, war es ja doch Oliver. Oder zumindest das, was noch von ihm übrig ist.“

Diggle seufzte. „Ich wünsche mir, dass du Recht hast. Aber alles, was ich jemals von diesem Brunnen gehört habe, waren die Stimmen der Aliens, die ihn gebildet haben. Und Barry, wenn du dir Hoffnung gewünscht hast, und diesen Wunsch gewährt bekommen hast, was hat sich Superman gewünscht?“, wollte er wissen, „Und wurde es ihm ebenfalls gewährt?“

Der Speedster zuckte die Schultern. „Ich weiß es nicht“, gab er zu.

Alle schwiegen. Dann meinte Sara: „Also gut, der Brunnen ist fort, genau wie John und Superman. Was machen wir jetzt?“



„Bürger der Erde, die Pegasus-Hegemonie kommt. Sie kommt hierher mit feindlichen Absichten, dessen bin ich mir sicherer als jemals zuvor. Wir müssen sie irgendwie aufhalten, auch dessen bin ich mir sicherer als jemals zuvor. Aber fürchtet euch nicht, ich werde uns alle retten. Ich habe uns vor Warworld gerettet, ich werde uns auch vor diesen neuen Angreifern retten. Jeder, der mir dabei zur Seite steht, ist mir herzlich willkommen. Doch alle, die sich weigern mir zur Seite zu stehen, die beweisen damit, dass ihnen ihre eigenen Ziele wichtiger sind als das Wohl dieser Welt. Und wir werden sie als die Verräter behandeln, die sie sind. Darauf habt ihr mein Wort. Die Pegasus-Hegemonie mag ganze Welten ausgelöscht haben, doch unsere wird sie nicht auslöschen. Das kann ich euch versichern.“

Das war Supermans Ansprache, und sie lief auf allen Kanälen, wurde überall gestreamt. So wie einst Jonathan Carnes Nachricht überall abgespielt worden war, wurde nun diese überall abgespielt. Superman sprach zu seinem Volk, voller Überzeugung, siegessicher, überlegen.

Diese Botschaft hätte seine ehemaligen Kameraden dazu bringen sollen die Waffen mit ihm gemeinsam im Kampf gegen die Hegemonie zu ergreifen.

Womit er wohl nicht gerechnet hatte war, dass sie stattdessen Panik unter den normalen Bürgern auslösen würde. Nach Smallville, nach Star City, nach Warworld und der Verwüstung durch deren Trümmer, nach der Besatzung durch das Militär und all den Aktionen des Widerstands, nach all dem war die Ankündigung einer neuen Invasion einfach zu viel.

Aufstände und Proteste begannen beinahe zeitgleich in vielen Ländern der Erde. Superman musste feststellen, dass er den Bewohnern der Erde zwar Sicherheit versprechen konnte, diese ihm dieses Versprechen aber nicht mehr glaubten.



„Wir erhalten Berichte von gewaltsamen Aufständen aus Europa und Asien. Der Kremel wurde gestürmt, Kasnia marschiert in Russland ein, Brasilien hat eine Militärdiktatur ausgerufen, der Präsident von Bolivien musste aus seinem Haus fliehen, Paraguay steht in Flammen, China hat eine Ausgangssperre verhängt, in Indien herrscht Bürgerkrieg, und unser Kontakt zum Jemen ist abgerissen“, erklärte Sam Lane Superman, „Es werden minütlich mehr Meldungen. Unser eigenen Bevölkerung ist in beinahe allen Großstädten auf die Straße gegangen und liefert sich Schlachten mit dem Militär.“ Er schüttelte den Kopf. „Ich habe dir gleich gesagt, dass diese Sendung keine gute Idee ist.“

„Die Menschheit hat ein Recht auf die Wahrheit“, erwiderte Superman, „Deswegen waren Lois und ich Reporter, weil wir das immer geglaubt haben. Ich habe schon einmal gelogen, aber ich bin nicht Lex Luthor. Ich bin kein Lügner, ich musste ihnen die Wahrheit sagen.“

„Nun, deine Wahrheit hat dazu geführt, dass sie Angst bekommen haben“, belehrte ihn Sam, „Wenn das so weiter geht, dann müssen wir gar nicht erst darauf warten, dass uns die Pegasus-Hegemonie erledigt. Das schaffen wir schon selbst.“

„Ich werde eine weitere Rede halten“, meinte Superman.

„Bei allem Respekt, ich glaube nicht, dass das etwas helfen wird“, wandte Sam ein.

„Wir werden sehen.“



Central City versank ihm Chaos. Die DOD-Truppen wurden von Zivilisten angeschrien, die ihnen vorwarfen ihre Stadt zu besetzen, aber sie nicht zu beschützen. „Ihr solltet so etwas verhindern, aber was habt ihr getan?! Was habt getan?!“, schrie eine hysterische Frau einen bewaffneten Soldaten an.

Barry, Kara, John Diggle und die Legends blickten sich beunruhigt um. „Das hier gerät jeden Moment mehr außer Kontrolle“, stellte Diggle fest, „Wir müssen etwas unternehmen.“

„Die Frage ist nur was“, meinte Nate Heywood, „Die Leute haben Angst, und ich kann gut verstehen warum. Die letzte Invasion hat ganze Landstriche verheert.“

„Ich werde zu ihnen sprechen“, meinte Kara.

„Superman hat gerade zu ihnen gesprochen“, rief ihr Ava in Erinnerung, „Und hat damit das alles ausgelöst.“

Kara warf ihr einen vielsagenden Blick zu, „Ja, aber ich bin nicht Superman“, erwiderte sie.



Tatsächlich war Superman dabei eine neue Rede zu halten, in der er wieder versicherte, dass er die Erde retten und die Hegemonie vernichten würde, dass er diesen Planeten wie immer vor dem Schlimmsten bewahren würde. Doch niemand hörte ihm zu, oder wenn sie ihm zuhörten, dann glaubten sie ihm zumindest nicht.

Andrea Rojas erwartete sie in CatCo mit einem Kamera-Team. „Wir sind bereit“, verkündete sie, „Auch wenn uns das hier mit Sicherheit ins Gefängnis bringt, sind wir bereit.“ Sie machte ein tapferes Gesicht. „Aber seit du weg warst, hat sich einiges verändert, Supergirl. CatCo hat nicht mehr die Reichweite, die es früher hatte. Ich bin mir nicht sicher wie viele Leute sich deine Rede ansehen werden“, gab sie zu bedenken.

„Keine Sorge, wir haben eine Freundin, die sich darum kümmern wird, dass jeder diese Rede sehen wird“, erklärte der Flash, der zusammen mit Green Lantern neben Supergirl stand. Die Legends waren in Central City zurückgeblieben und hatten sich nach StarLabs begeben, nachdem Barry ihnen den Komplex als Hauptquartier angeboten hatte.

Felicity würde diese Rede überallhin übertragen, dank Archer wäre sie dazu in der Lage.

Kara nahm im Studio vor der Kamera Platz. Das hier war nichts Neues für sie, zumindest nicht wirklich, und zugleich war es aber auch etwas vollkommen Neues.

„Bürger der Erde, ich bin es Supergirl. Ja, ich weiß ich war lange weg, aber ich bin zurück. Meine Abwesenheit tut mir leid, sie war nicht selbstverschuldet … Nein, das ist eine Lüge, sie war selbstverschuldet, aber sie war nicht geplant. Ich war an einem anderen Ort, einem dunklen Ort, gefangen und konnte erst jetzt wieder zur Erde gelangen. Ich weiß, dass ihr in meiner Abwesenheit viel durchmachen musstest, dass ihr Freunde und Familie verloren habt, und vor allem auch das Gefühl von Sicherheit. Ich weiß, dass ihr denkt, dass ihr jeden Moment angegriffen werden könntet, und dass diejenigen, an die ihr euch deswegen gewendet habt, diejenigen, die euch Schutz versprochen haben, euch im Stich gelassen haben. Und ich weiß, dass ihr deswegen wütend sein. Und dass ihr Angst habt. Mehr Angst als jemals zuvor in euren Leben.“ Kara blickte direkt in die Kamera.

„Ich weiß das, weil ich mich genauso gefühlt habe wie ihr euch jetzt fühlt, als ich an diesen Ort eingesperrt war. An diesem Ort gab es Wesen, die mich angegriffen haben, wieder und immer wieder, die mir keine ruhige Minute gelassen haben, weil ich nie wusste, wann sie das nächste Mal über mich herfallen würden. Ich konnte nicht mehr schlafen, war immer hoch alarmiert, und war so wütend. Und dann, als mir klar wurde, dass es keinen Sinn hat wütend zu sein, war ich verzweifelt. Ich habe mich so hilflos gefühlt, und so alleine. Niemand ist gekommen um mich zu retten, und ich war mir sicher, dass ich mich den Rest meines Lebens so fühlen würde wie in diesem Moment – hilflos und alleine.“

Sie legte eine kurze Pause ein. „Aber ich bin nicht mehr an diesen Ort, ich bin jetzt wieder hier. Es wurde besser. Das Gefühl ist vorbei gegangen. Dass ich gerettet wurde, wieder hierher gekommen bin, war ein Wunder. Doch Wunder geschehen jeden Tag.

Ihr denkt vielleicht, dass es nichts gibt, dass uns noch retten kann, aber ihr irrt euch, denn eine Sache gibt es die uns alle noch retten kann, die mich gerettet hat und euch retten wird: Es gibt immer noch Hoffnung. Ich weiß, dass ihr während meiner Abwesenheit aufgegeben habt, dass ihr Anderen die Lösung eurer Probleme überlassen habt, weil ihr sowieso nichts tun könnt, und das einfacher ist. Und ich verstehe warum, ich verstehe es wirklich. Doch ich weiß auch, dass immer wieder ein neuer Morgen kommt, und auch wenn nicht jeder neue Morgen angenehm ist, so ist er doch immer der Beginn von etwas Neuem.

Als ich Kind war, wurde mein Heimatplanet zerstört. Ich wurde in einem Pod zur Erde geschickt und dachte, dass mein ganzes Volk verloren ist und, dass ich meine Familie nie wiedersehen werde. Doch Jahre später erfuhr ich, dass meine Heimat überlebt hat, dass meine Mutter und Vater noch leben. Ich wurde mit ihnen wiedervereint, gegen jede Wahrscheinlichkeit. Wenn mir das passiert ist, und das dabei herausgekommen ist, dann bedeutet das, dass es, ja, immer Hoffnung gibt, selbst auf die Unwahrscheinlichsten Dinge.

Diese Welt hat die Angriffe der Dominators, der Daxamiten, der Weltenkiller, der bösen Kryptonier, von Leviathan und so vielen mehr überstanden. Sie hat auch Warworld überstanden. Und ja, es hatte seinen Preis, es gab Tote und Verletzte, und es gab Zerstörung. Aber wir sind immer noch da. Und wir werden auch nach der Pegasus-Hegemonie immer noch da sein.“

Sie überlegte einen Augenblick lang. „Superman hat euch gesagt, dass die Pegasus-Hegemonie hierher kommt um uns zu vernichten. Doch die Wahrheit ist, dass wir das nicht mit Sicherheit wissen. Vielleicht kommen sie in Frieden, vielleicht kann man mit ihnen reden. Ich werde mit ihnen reden, ich werde versuchen Frieden auszuhandeln. Doch wenn das scheitern sollte, nun, dann werde ich sie besiegen und vertreiben. Genau wie wir es mit den Dominators, den Daxamiten, den Weltenkillern, Leviathan und all den anderen getan haben.

„Die Wahrheit ist, dass wir diesen Planeten viel öfter gerettet haben als ihr auch nur erahnt. Und, ja, in den letzten Jahren habt ihr euch im Stich gelassen gefühlt, aber dieses Mal werden wir euch nicht im Stich lassen, dieses Mal werden wir aufstehen und für euch kämpfen anstatt den leichteren Weg zu wählen. Vor Jahren hat Oliver Queen sein Leben gegeben um uns alle zu retten. Ich bin bereit nicht weniger zu tun. Wir alle sind es. Jeder auf seine Art. Fürchtet euch nicht, Bewohner der Erde, ihr seid nicht alleine. Diese Welt ist noch zu retten. Und wir, meine Freunde und ich, wir werden sie retten. Wenn ihr daran glaubt, dass wir es können, dann werden wir dazu auch in der Lage sein. Danke, dass ihr mir zugehört habt.“



„Nun, es war eine nette Rede“, stellte Andrea fest, „Ob sie funktioniert hat, muss sich erst noch zeigen.“

Kara blickte sich suchend im Studio um. „Wo ist der Flash?“, wollte sie wissen.

„Der hat während deiner Rede verkündet, dass er noch etwas erledigen muss und war dann weg“, meinte John Diggle.

„Damit bleibt uns im Moment wohl nichts anderes übrig als abzuwarten“, stellte Kara fest.

„Vielleicht auch nicht.“ Nora Darhk tauchte zusammen mit Cecile Horton mitten in CatCo auf. „Sie hat gesagt, dass sie dich sprechen will“, erklärte die Gute Fee, „Ist in StarLabs aufgetaucht, als wir uns gerade re-organisiert haben.“

„Ich habe deine Rede gehört“, verkündete Cecile, „Ich will helfen. Ich will die Emotionen der Menschen nicht manipulieren, indem ich sie verändere, aber ich kann dafür sorgen, dass alle in der Lage sind deine Emotionen zu spüren. Deine Hoffnung zu spüren. Alles, was ich dafür brauche, bist du  - und der Stuhl des Thinkers.“

Kara nickte. „Das hört sich gut an“, meinte sie, „Ich habe gehofft, dass meine Worte ausreichen, aber wenn sie spüren können, dass ich es ehrlich meine, dann glauben sie mir vielleicht bereitwilliger.“

„Mir ist alles recht, was noch mehr Tote und Verletzte verhindert“, meinte Andrea, „Wir werden eine Wiederholung deiner Rede senden, und währenddessen könnt ihr dieses seltsame Emotionen-Übertragungs-Ding machen.“

John Diggle nickte. „Ich sag Felicity Bescheid“, meinte er.

Und dann machten sie sich an die Arbeit.



„Wohin willst du?“, wollte Kate Kane von Alex Danvers wissen, als sie die andere Frau dabei beobachtete wie sie ein paar Waffen in einen Seesack packte.

„Du hast es gesehen. Kara ist am Leben, ich muss zu ihr“, erklärte Alex.

„Um was zu tun?“, wollte Kate wissen, „Wenn Kara Superman stellt, dann braucht sie dazu niemandens Hilfe. Im Moment sieht es aber eher danach aus, als ob sie ihre Kräfte auf die Pegaus-Hegemonie konzentriert. Wir müssen also ohne sie weiterhin daran arbeiten Supermans Glaubwürdigkeit zu untergraben.“

Alex schüttelte den Kopf. „Kara war wieder in der Phantom-Zone, das habe ich deutlich herausgehört, sie braucht mich jetzt“, erklärte sie, „Es gibt Dinge, die wichtiger sind als der Kampf gegen Superman. Früher oder später werden wir ihn aufhalten, aber wenn wir an nichts anderes mehr denken als daran, dann sind wir nicht anders als er.“

„Du hast aufgegeben!“, warf Kate ihr vor, „Du glaubst nicht mehr daran, dass wir gewinnen können.“

„Im Gegenteil, zum erstem Mal seit langer Zeit, da glaube ich wieder daran“, gab Alex zurück, „Und deswegen ist es mir auch wichtig eine Welt zu haben, auf der wir leben können, sobald Superman besiegt wurde.“ Sie deutete auf Kelly, die bereits mit einer gepackten Tasche bereitstand. Nia tauchte hinter ihr auf. „Wir gehen, Kate. Wir gehen zu Kara, und wenn du wirklich daran glauben würdest, dass du Superman stürzen und damit die Welt retten kannst, dann würdest du mit uns kommen.“



Superman schwebte über Metropolis und starrte auf die Stadt hinab. Er konnte hören wie sich die Aufstände langsam legten und wie langsam aber sicher der Frieden einkehrte.

Eine Gestalt kam auf ihn zugeflogen. Er erkannte die Rüstung sofort wieder.

„Steel“, stellte er fest, „Bist du gekommen um wieder einmal zu versuchen mich umzubringen, John Henry? Willst du es zu Ende bringen?“

„Nein, ich bin gekommen um mit dir zu reden, Clark“, erwiderte der Mann in der eisernen Rüstung und öffnete sein Visier, „Ein letztes Mal. Ich habe immer angenommen, dass diese Welt genauso zum Untergang verdammt ist wie meine. Doch Supergirl hat recht, es gibt immer Hoffnung. Ich weiß, dass wir nicht immer einer Meinung waren, doch die Pegasus-Hegemonie stellt eine Gefahr für uns alle dar. Also sollten wir auch alle zusammenarbeiten um diese Gefahr zu bannen. Und gerade weil wir beide nicht immer eine Meinung sind, was unsere Methoden betrifft, bin ich hier; in der Hoffnung, dass du bereit bist auf jemand anderen als auf dich selbst zu hören.“

Superman musterte seine Gestalt einen Moment lang. Dann nickte er. „Also gut, John Henry, sag mir, was dir vorschwebt“, verlangte er dann.



Karas Rede wurde wiederholt, und Cecile Horton setzte sich auf den Stuhl des Thinkers, ergriff Karas Hand, und dann … begann es.



Sie versammelten sich alle in der Halle der Gerechtigkeit. Black Lightning, Thunder und Lighting kamen zusammen mit Grace Choi. Painkiller kam ebenfalls. Hawkgirl und Hawkman kamen, genau wie die Vixen-Schwestern. Frost und Elongated Man kamen ebenfalls. Sogar John Constantine tauchte auf.

Die Legends, Nora Darhk, Green Lantern, und Supergirl erwarteten sie zusammen mit Sentinel, Guardian, und Dreamer. Superman war zusammen mit Steel, Brainiac-5, und Kristen Kramer sowie Sam Lane gekommen.

Letztlich ließ sich sogar Kate Kane blicken mit dem Rest ihres Widerstands. Lita fiel ihrem Vater Mick Rory um den Hals. Andrea Rojas hielt ihr Amulett bereit. Sogar Mecha-Vibe und Argus traten an.

Die letzte Person, die eintraf, war Black Canary - es war Laurel Lance von Erde-2, die doch nicht verschwunden war, wie es schien.

Sie waren alle gekommen um die Erde zu verteidigen. Um ein letztes Mal an einem Strang zu ziehen, oder vielleicht auch ein erstes Mal.

„Barry ist nicht hier“, stellte Frost fest.

„Er wird kommen, er wird uns nicht im Stich lassen“, erwiderte Kara voller Überzeugung, „Er ist Barry.“

„Ja genau“, meinte Kate düster.

John Constantine trat zu Zari Tarazi hinüber. „Als ich meine Magie verloren habe, da habe ich alles verloren, was mir Hoffnung gegeben hat. Alles, außer dir. Doch in mir war ein dunkler Teil, dem du nicht ausgereicht hast, für den du nicht genug warst. Also habe ich aufgegeben, habe nachgegeben, habe den schwachen Junkie hinter mir gelassen und der Dunkelheit in mir das Ruder überlassen“, erklärte er, „Es tut mir leid. Ich habe dir ja gleich gesagt, dass ich es in den Sand setzen werde.“

„Ja, das hast du“, erwiderte Zari, „Und ich wollte mich trotzdem darauf einlassen. Und ja, du hast mich enttäuscht, aber es war falsch dich hinauszuwerfen. Du warst krank, wir hätten dir helfen müssen anstatt dich zu verdammen.“

„Verdammt zu werden war notwendig“, meinte Constantine, „Ich musste einsehen, dass ich am falschen Weg bin. Aber das konnte ich erst, nachdem mich der Brunnen eines Besseren belehrt hat. Ich war so auf meinen Hass, meine Wut, meine Trauer, mein Leid und meine Rache konzentriert, dass ich übersehen habe, dass das Leben auch noch aus etwas anderem bestehen kann.“

Zari nickte. Sie blickten einander einen Moment lang an. „Nun, wie dem auch sei, und trotz des Endes … ich bereue keine Minute davon“, erklärte sie dann, „Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass wir haben können, was die andere Zari und Nate haben … eine ewige Liebe über die Zeitlinien hinweg, aber … Aber trotz allen hatten wir wahre Liebe, das ist auch etwas wert.“

„Was mich angeht, so haben wir sie immer noch“, erwiderte John, „Dich zu verlieren, zu denken, dass ihr alle tot seid, das war schlimmer als alles andere. Ich kann mich vielleicht nicht wirklich ändern oder nicht genug ändern, aber auch ich bereue nichts. Und werde dich immer lieben. Nur leider hat die Liebe von John Constantine noch niemanden besonders viel Glück gebracht.“

„Ich weiß nicht, immerhin hast du Astra gerettet“, gab Zari zu bedenken und deutete mit ihren Kopf in Richtung Astra und Spooner, „Und das hast du mit deiner Liebe geschafft. Vielleicht können wir ja noch einmal über alles reden. Ich habe Bedingungen, ziemlich harte Bedingungen, aber ich neige nicht dazu Türen für immer zu schließen, ich lasse sie gerne einen winzigen Spalt offen. Und wie würde Supergirl sagen: Es gibt immer Hoffnung.“

John nickte um anzudeuten, dass er verstanden hatte.

Superman ergriff das Wort. „Ich weiß es zu schätzen, dass ihr alle gekommen seid. Ich weiß, was die meisten von euch von mir halten. Aber ich bin hier um euch zu beweisen, dass ihr euch irrt. Zusammen können wir diesen Planeten retten, davon bin ich überzeugt. Ihr wollt, dass ich mit ihnen rede, also rede ich mit ihnen. Aber wenn das scheitern sollte, dann seid bereit zuzuschlagen“, verkündete er.

Und dann verließen sie alle die Halle der Gerechtigkeit und stellten sich vor dieser auf und beobachteten das helle Licht, das etwas vor ihnen nach Unten beamte.



A/N: Diese Fic neigt sich langsam dem Ende zu wie ihr unschwer erkennen könnt.



Ursprünglich hätte Hellstar in dieser Fic eine größere Rolle spielen sollen, doch nachdem ich einen Flame bekommen habe, weil ich es gewagt habe den entsprechenden Tag zu verwenden, obwohl Zari doch tot ist, hat sich das geändert. Wenn man beschimpft wird, verliert man eben die Lust daran über etwas Bestimmtes zu schreiben. Ich habe sogar überlegt Zari gar nicht zurück zu bringen. Stattdessen habe ich dann eben das hier gemacht – eine Aussprache, die notwendig war, aber viel mehr wird es wohl nicht mehr werden.





Aber wo ist eigentlich Barry abgeblieben? Nun, das erfahrt ihr im nächsten Kapitel.



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