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Operation Wanderfalke

von Sunivaah
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Drama / P16 / Mix
Böse Hexe / Zelena Mills Böse Königin / Regina Mills Emma Swan Henry Mills jr. Killian "Hook" Jones
16.08.2021
15.05.2022
41
84.698
13
Alle Kapitel
108 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
16.08.2021 1.091
 
Hallo ihr Lieben!
Nach meinem Oneshot-Debüt versuche ich mich nun an einer etwas längeren Geschichte im OuaT-Universum. Ich werde versuchen, regelmäßig Kapitel verschiedener Längen zu veröffentlichen und freue mich auf eure Feedbacks!
Das erste Kapitel ist zum Reinschnuppern und daher nicht so lang.


Cover "[FF] Operation Wanderfalke"

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1. Kapitel - Wo bin ich?

Es war dunkel in dem Raum, in dem sie sich befand, als sie ihre Augen aufschlug. Sie sah an sich nach unten, wie sie lang ausgestreckt in dem mit weißer Wäsche bezogenen Bett lag, ihr Körper in ein hellrosa Nachthemd gehüllt. Viel zu viele helle Farben, dachte sie und ließ den Blick schweifen, um sich zu orientieren. Zu ihrer Rechten befand sich ein großes Fenster, das ihr einen sternenklaren Himmel zeigte. Ihr gegenüber hing ein Fernseher an der Wand. Zu ihrer Linken stand ein mit Kunstleder überzogener Sessel, in dem eine zusammengesunkene Gestalt lag und schlief. Angestrengt schob Regina die Bettdecke etwas von sich und schwang langsam ihre Beine aus dem Bett.

Sie hatte keine Ahnung, was passiert war, sie konnte sich noch nicht einmal daran erinnern, woraus ihre letzte Erinnerung bestand. „Zelena!“, kam es von ihr und der rot gelockte Schopf ihrer Schwester regte sich und sie hob den Kopf.

„Regina?!“, kam es müde von ihr, bevor sie aufsprang und an ihr Bett eilte. „Regina! Du bist wach!“ Regina jedoch schwieg und versuchte ihren Blick scharf zu stellen, nachdem Zelena sich für ihren Geschmack viel zu schnell bewegt hatte und vor allen Dingen viel zu laut sprach. Doch natürlich würde sie sich nicht die Blöße geben und ihr dies sagen.

„Natürlich bin ich wach. Wer von euch hatte die Idee, mich in ein Krankenhaus zu bringen? Ich trage ein verdammtes rosa Nachthemd!“, kam es stattdessen empört von ihr.

„Bitte verzeih, ich wusste nicht, dass dein Leben zu retten in der Prioritätenliste nach der Farbauswahl des Nachthemdes kommt. Ich werde es beim nächsten Mal auf jeden Fall berücksichtigen!“

Zelena ließ sich neben sie auf das Bett fallen und verschränkte die Arme vor ihrer Brust, während Regina die Augen verdrehte und sich von dem Bett hochstemmte.

„Wo willst du hin? Es ist mitten in der Nacht!“, kam es daraufhin von der rothaarigen Hexe und Regina winkte nur ab.

„Ich ziehe mich um. In dem Zeug würde ich mich nicht mal tot erwischen lassen“, entgegnete sie und machte eine forsche Handbewegung, um in einer Wolke aus lila Nebel zu verschwinden und ihr Outfit zu wechseln.



„Geben Sie ihr 10mg Diazepam.“

Die Worte hallten von irgendwo her durch den Nebel in ihrem Kopf und ließen sie verwirrt zurück. Sie wollte die Augen öffnen, doch es gelang ihr nicht. Sie wollte etwas sagen, war aber unfähig, zu sprechen. Ihr Herz schien nicht mehr zu wissen, wie es Sauerstoff in ihren Körper pumpen musste und ihre Lungen nicht, wie sie das Blut zuvor damit anreichern sollten. Jemand drückte ihr ein hartes Stück Plastik ins Gesicht, gegen das sie sich nicht wehren konnte.

Ihre Muskeln brannten, als sie endlich spürte, wie ihre Lunge die Funktion wieder aufnahm und das nervtötende Piepen, das ihr bis gerade eben gar nicht aufgefallen war, ein Ende fand.

„Gut, lassen Sie sie noch etwas schlafen und geben Sie mir bei Veränderungen Bescheid.“

Regina wollte fragen, was los war, doch der Nebel in ihrem Kopf verdichtete sich wieder und hüllte ihre Gedanken erneut in Stille und ihren Körper in Gefühllosigkeit.

__________

„Mom!“ Henrys Schrei hallte durch den dunklen Wald, während er über den mit Tannennadeln bedeckten Boden eilte und auf die am Boden liegenden Leute sah, die sich alle verwirrt die Köpfe hielten und einander anstarrten. „Mom!“

Hook war dabei, mehrere Menschen mit seinem Haken von Bauch- in Rückenlage zu drehen und irrte ebenso panisch wie Henry durch die Gegend. „Swan!“, rief er hingegen, bis die beiden schließlich aufeinandertrafen.

„Was ist hier los? Wo sind wir?“, fragte Henry den Piraten.

„Ich will nicht lügen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass wir im Zauberwald gestrandet sind, wie auch immer es dazu gekommen ist. Ich kann deine Mutter nicht finden, hast du sie gesehen?“, fragte er hoffnungsvoll.

Henry schüttelte den Kopf und ließ erneut seinen Blick über die Bewohner des Zauberwaldes gleiten, die sich nun nach und nach aufrappelten und in Gruppen zusammenstellten.

„Ich kann keine meiner Moms finden. Ich habe den Fluch gebrochen und dann... Oh Gott, Mom.“ Er brach ab, als ihm Tränen in die Augen traten. „Ich glaube, sie ist tot, Hook.“

Hook musterte ihn. „Das darfst du noch nicht mal denken.“ - „Aber sie ist nicht hier!“, entgegnete Henry.

„Ich kann auch Emma nicht finden, das hat nichts zu bedeuten.“ Er versuchte sich mit seinen Worten selbst zu beruhigen, doch bisher war er damit nicht besonders erfolgreich.

„Es ist nicht dasselbe“, kam es leise von Henry. „Ich habe sie gefunden, da war sie schon völlig leblos. Ich konnte mich plötzlich wieder an alles erinnern. Ich habe ihr gesagt, dass ich sie liebe, habe sie auf die Stirn geküsst und dann... Plötzlich sind wir alle hier. Hook, wenn sie nicht vorher schon tot war, dann ist sie es jetzt. Sie ist da ganz allein, wenn wir jetzt hier sind. Sie war verletzt, Gothel war da und...“

Er brach erneut ab, als Snow und David herbeigeeilt kamen und ihn umarmten. Neal lief ein Stück hinter ihnen und David legte seinem Sohn einen Arm um die Schultern, als er ebenfalls bei der Gruppe ankam.

„Henry, zum Glück geht es dir gut!“ Snow hielt das Gesicht ihres Enkels mit Freudentränen in den Augen fest und umarmte ihn dann erneut.

„Ihr seid alle hier. Ihr alle. Aber wir können Emma nicht finden und Regina ist auch nicht hier“, erklärte er sofort ernst, als sie ihn wieder losließ.

„Ich verstehe sowieso nicht, was los ist“, kam es von Snow. „Ich habe eben noch die Wäsche aufgehängt und plötzlich sind wir hier.“

„Das ist eine etwas längere Geschichte“, gab Henry zu. „Ihr müsst nur so viel wissen: Es gab einen Fluch, ich habe ihn gebrochen und nun sind alle Märchenfiguren wieder hier.“

Hook wand sich und sah zu seinem Stiefsohn. „Dann ist Emma nicht bei uns, weil sie in der echten Welt gelebt hat“, kam es mit bleichem Gesicht von ihm, doch Henry schüttelte sofort seinen Kopf.

„Dann dürften Neal und ich noch viel weniger hier sein und Regina sollte es an unserer Stelle sein.“

Auch wenn sie nun noch immer keinen Schritt weiter waren, atmete Hook kurz etwas erleichtert auf. „Dann bleibt uns nur eines: Machen wir uns auf die Suche nach den beiden. Vielleicht sind sie nur anderswo gelandet.“
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