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Die Suche

von spooky
Kurzbeschreibung
GeschichteÜbernatürlich / P18 / Gen
Megumi Fushiguro Nobara Kugisaki OC (Own Character) Ryomen Sukuna Satoru Gojo Yuji Itadori
14.08.2021
19.06.2022
104
62.086
9
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Dieses Kapitel
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14.08.2021 677
 
"Ich bestätige dir hiermit feierlich dass du eine Vollmeise hast." Mit einem müden Winken wedelte ich mit der Hand in der Luft, als ob die gesagten Worte damit ungehört an einer unsichtbaren Mauer abprallen würden.

"Viel Spaß in Tokio, vergiss während des Fluges nicht das Kotzbeutel für gewöhnlich vor dir in den Sitz geklemmt sind." Mit einem zuckersüßen Lächeln beobachte ich meine Nachbarin nun dabei, wie sie versuchte ihr Gepäck wieder einzusammeln, das ihr bei meinem Spruch aus der Hand gefallen war. Laut fluchend packte sie es schließlich in den Kofferraum des Taxis.

"Warum fliegst du nicht mit?" Das war der Satz mit dem die ganze Sache angefangen hatte zu eskalieren. Von den wütenden, zu einem fragenden Blick war alles binnen einer Sekunde wieder wie am Anfang der Diskussion, die zu nichts führte.

"Na fliegen gibt doch immer so einen Muskelkater in den Armen und…” grinsend fing ich die Tüte mit den gerösteten Sonnenblumenkernen auf, die mir meine Nachbarin gerade nachwurf.

"Blöde Kuh." Der Rest des Geschimpfe wurde vom startenden Motor des Taxi unterbrochen. Anscheinend hatte der Fahrer gerade seine Fassung wiedergefunden, und so winkte ich dem Wagen nach, während ich einige der Sonnenblumenkerne knabberte.
Noch lange konnte ich das Taxi dabei beobachten wie es sich den Weg durch die engen Bergstraßen erkämpfte, runter ins Tal, weg von dem Dorf versteckt in den Felsen der Berge. Ehe ich selbst wieder in die Höhle ging und die Tür schloss.

***
Japan war weit weg, hätte ich gewusst das es das letzte Mal war das ich mit ihr reden konnte, wäre es aber auch nicht viel anders gewesen. Diese Art von Humor war auf dem Archipel üblich.
Nahezu jedem Klischee folgend, sah ich Mißtrauisch auf das Glas mit der roten Flüssigkeit auf der Ablage vor mir fast fasziniert zu. Wie es dickflüssig hin und her schwappte, durch den Sitznachbarn der ständig nervös mit den Beinen wackelte. Rot wie Blut war der Tomatensaft bei dem wenigen Licht des Nachtflug. Als sei es ein böses Omen. Schnell trank ich den Saft aus um das Gefühl einer Vorahnung los zu werden, und ließ mir von den Flugbegleiter ein Wasser geben. Mein Sitznachbar war inzwischen auf die Toilette verschwunden. Seufzend schaute ich angestrengt wieder auf den Bildschirm des Handys, das inzwischen alle Informationen geladen hatte. Da es im Flugmodus war, hatte es sich etwas schwieriger gestaltet als gedacht.

"Jedes Jahr verschwinden 10.000 Menschen in Japan spurlos." Seit einer Woche war meine Nachbarin eine davon. Ihre Familie war es die nun mich losgeschickt haben um sie zu suchen. Müde steckte ich das Handy nach dem durchlesen der Berichte weg. Wollte mit geschlossenen Augen meine Gedanken zu dem Ganzen ordnen. Nur habe ich wohl inzwischen jedes Zeitgefühl verloren gehabt. Die Ansage lief über die Lautsprecher, das wir bald im Landeanflug waren. Aus meiner Tasche im Hoodie zog ich meine Papiere, und das nötige Visum. So hoffte ich das zumindest dies weniger ein Problem wäre als die Sprach Barriere.

***
Die Reisegruppe in die ich gequetscht war im Bus zur Unterkunft war nicht weniger seltsam, als das Gefühl dass etwas nicht stimmte. Eine der Frauen aus der Gruppe wollte nach der schwarzen Katze vor dem Inn treten. Die schnurrend aus dem alten Gebäude kam. Das verschreckte Tier sprang stattdessen in mein Gesicht, erstickte mich beinahe, und saß nun die Frau an fauchend in der Kapuze des grünen Hoodie den ich trug.
Im Inn war ich zum Glück dadurch von der Gruppe getrennt, und hatte ein eigenes Zimmer bekommen. "Schwarze Katzen sind wie gute Geister, und bringen Glück. Sie vertreiben das Böse." Das war der Grund warum ich von der Besitzerin ein eigenes Zimmer bekommen habe, weit weg von der Reisegruppe in einem sehr traditionellen Teil des Anwesen. Ihre Katze hatte anscheinend einen Narren an mir gefressen. Auch wenn ich es befremdlich fand auf der Tatami Matte zu sitzen, und wieder versuchte die Spur meiner Nachbarin zu verfolgen. Während mir die besagte Katze auf meinem Kopf sitzend, ihre Pfote auf meine Stirn klatschte.
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