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Winti-Vets

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Joachim "Joko" Winterscheidt Klaas Heufer-Umlauf
14.08.2021
04.12.2021
16
40.223
42
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Dieses Kapitel
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25.11.2021 2.626
 
Liebe Leser

Wie ihr gemerkt habt, ist mein Rhythmus völlig durcheinander. Ich hab zwar endlich weider meinen Laptop zurück, kann dementsprechend wieder schreiben, trotzdem kann ich nicht mehr garantieren, dass jeden Samstag ein Kapitel kommt. Die Twitter-User haben ja schon mitbekommen, dass ich eine Art Auszeit nehme, wo ich mich irgendwie vor allem etwas zurück ziehe und mir den Druck wegnehme, um mit allem in meinem Kopf etwas besser klarzukommen. Dazu gehört auch das Schreiben. Natürlich wird die Geschichte beendet und es kommen auch regelmässig Kapitel, nur halt vielleicht nicht immer alle 7 Tage, sondern auch ab und an mal vielleicht erst nach 2-3 Wochen. Ich hoffe ihr versteht das.

Liebe Grüsse
Heaven

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Dankend nimmt Klaas die Tasse Kaffee an, die Thomas ihm entgegen streckt. Sie haben es sich in Thomas Küche an dem kleinen Esstisch gemütlich gemacht. Gemütlicher wäre natürlich das Wohnzimmer mit der bequemen Sofaecke, welche sich Thomas relativ neu gekauft hat, aber Thomas hat gar nicht erst gefragt, ob Klaas ins Wohnzimmer möchte, weil er weiß, dass die Antwort sowieso nein wäre. Zu viel erinnert ihn schließlich dort an Mareike, denn im Gegensatz zu Klaas, hat Thomas alle Bilder und Erinnerungen an seine Schwester stehen lassen. Klaas konnte das damals nicht. Er konnte nicht in jeder Ecke seiner Wohnung an seine verstorbene Frau erinnert werden. Es zerriss ihm viel zu sehr das Herz. So sehr, dass er nicht mehr Atmen konnte. Also hat er alles, was irgendwie mit ihr zu tun hatte, in Kartonschachteln verpackt und in den Keller gestellt. Lediglich der Blumenladen, der Ehering und Ronja blieben.

Ronja.

Jetzt ist auch noch Ronja weg und Klaas ging es mit ihr nicht anders als mit Mareike. Er hat alles weggepackt, was er von ihr hatte. Körbchen, Halsband, Leine, Spielzeug, Fotos. Er konnte es nicht mehr ansehen. Er konnte nicht jeden Tag damit konfrontiert werden, dass sie weg war. Deshalb hat er sich auch lange nicht bei Thomas gemeldet. Das wäre zu viel Konfrontation gewesen. Thomas konnte sich seinen Teil denken. Er konnte erahnen, dass Klaas untergetaucht war, weil er gerade Abschied von Ronja genommen hat und auch wenn er gerne für Klaas da gewesen wäre und es begrüßt hätte, wenn Klaas sich ihm anvertraut hätte, so hat er es akzeptiert, wie er es damals bei Mareike akzeptiert hatte. Er ließ Klaas sich in dem Schmerz suhlen und wartete darauf, dass er auf ihn zu kam. Das tat er auch. Drei Wochen nach Ronja’s Tod hatte Klaas sich bei Thomas gemeldet und ihm das gesagt, was der eigentlich schon wusste. Und jetzt, knappt drei Monate später, sitzt Klaas bei Thomas in der Küche, weil er Hilfe braucht.

„Also? Was liegt dir auf dem Herzen?“, beginnt deshalb Thomas das Gespräch, nachdem er sich zu Klaas gesetzt hat.

„Gestern hat Dr. Winterscheidt angerufen“, erwidert Klaas.

„Dein Tierarzt?“, fragt Thomas zurück.

„Ja genau“, bestätigt ihm Klaas.

„Und was wollte er?“, fragt Thomas neugierig weiter, bevor er einen ersten Schluck nimmt.

„Da ist wohl ne blinde Frau, die für ihren alten Blindenführhund einen Rentnerplatz sucht.“

„Und du sollst ihn nun aufnehmen?“, schlussfolgert Thomas goldrichtig, weshalb Klaas nickt.

„Und was denkst du darüber?“, fragt Thomas weiter, weil Klaas nicht von selbst weiterspricht.

„Ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht. Ich hätte nichts lieber, als wieder etwas Leben in der Bude. Wieder jemand an der Seite, der immer da ist ... aber ich kann Ronja nicht einfach so ersetzen.“

„Aber du ersetzt sie ja nicht“, erwidert Thomas, weshalb Klaas schmunzeln muss.

„Genau das hat Herr Winterscheidt auch gesagt.“

„Siehst du“, grinst Thomas.

„Aber Thomas, es ist ein Schäferhund. Ein alter Schäferhund. Das ist doch...ich weiß auch nicht.“, seufzt Klaas wieder ernster.

„Na und? Ronja war Ronja und ähm...“, fragend schaut Thomas Klaas an.

„Koda“, erklärt deshalb Klaas.

„Koda ist Koda“, beendet Thomas seinen Satz.

„Hmmm...“, brummt Klaas, während er sachte die Tasse in seiner Hand schwenkt und den darin wabernden Kaffee beobachtet.

„Du kannst ihn ja einfach mal kennenlernen“, meint Thomas schulterzuckend.

„Er ist nächsten Samstag in der Praxis. Herr Winterscheidt hat gesagt, wenn ich will, kann ich einfach mal vorbei kommen.“

„Na siehst du. Mach das doch. Du kannst dann ja immer noch nein sagen.“, kommt es euphorischer von Thomas.

Klaas bleibt lange Zeit still und beobachtet gedankenverloren das braune Gebräu.

„Und wenn ich ja sage? Dann muss ich mich doch nur in ein paar Jahren schon wieder von jemandem verabschieden.“

„Ach Klaas“; seufzt Thomas, weshalb Klaas zu ihm hochsieht.

„Es bringt doch auch nichts, wenn du dich nun dein Leben lang allem entziehst, was dir guttut, nur weil du dich irgendwann davon verabschieden musst. Der Tod gehört nun Mal zum Leben dazu. Aber er soll einem nicht daran hindern, sein Leben zu leben.“

Nachdenklich sieht Klaas Thomas an. Er weiß ja eigentlich, dass Thomas recht hat, aber das ändert halt nichts daran, was er fühlt und der Schmerz, auf den kann er wirklich verzichten.

„Schau ihn dir wenigstens an, okay? Und dann hörst du auf dein Bauchgefühl. Wenn das nein sagt, dann ist auch gut, aber entscheide das nicht jetzt schon.“

„Okay“, willigt Klaas ein, weshalb Thomas in zufrieden anlächelt.

Obwohl Klaas sich nach diesem Gespräch fest vorgenommen hatte, am Samstag in die Praxis zu gehen, um Koda kennen zu lernen, fühlte er sich am Samstagmorgen doch überhaupt nicht bereit dazu. Er war sogar kurz davor einfach nicht hinzugehen. Er hatte ja schließlich keine Verpflichtung dazu. Deshalb blieb er auf dem Sofa sitzen, blickte auf die Uhr und sah, wie sich die Zeiger tickend fortbewegten. Sah, wie die Zeit verging und er somit sowieso nicht mehr pünktlich da sein würde. Doch anstatt dass ihn diese Tatsache in dem Entscheid, nicht hinzugehen, bestätigt, geschieht das Gegenteil. Hastig springt er vom Sofa auf, eilt in den Flur, um sich Schuhe und Jacke anzuziehen, steckt sich Geldbeutel und Handy ein und verlässt die Wohnung. Wenn er sich sein Fahrrad schnappt, dann würde er es vielleicht noch irgendwie hinbekommen in der Praxis anzukommen, bevor die Dame mit Koda wieder weg ist.

Er will diesen Hund kennenlernen. Schließlich hat Thomas absolut recht. Sollte es nicht passen, kann er immer noch nein sagen. Aber wenn er jetzt nicht hingeht, würde er sich wohl immer Fragen, ob es nicht doch die bessere Entscheidung gewesen wäre, dem Ganzen eine Chance zu geben. Hastig tritt er deshalb in die Pedale und kommt trotzdem erst mit 23 Minuten Verspätung bei der Praxis an. Er schließt das Fahrradschloss und hofft einfach, dass er noch nicht zu spät ist. Surrend öffnet sich die Schiebetür vor seiner Nase und die bimmelnde Glocke kündigt ihn an.

„Ist Koda noch da?“, fragt Klaas schnaufend Palina, die am Empfang sitzt.

Er ist ganz schön aus der Puste, weil er sich so beeilt hat, hierher zu kommen.

„Oh Herr Heufer-Umlauf, Sie sind ja doch gekommen“, kommt es überrascht zurück und Klaas nickt.

„Sie haben Glück, Frau Schröder ist noch nicht gegangen. Sie können ruhig rein gehen.“, erklärt sie weiter, während sie mit der Hand zum Behandlungszimmer zeigt.

Klaas nickt erneut, atmet erleichtert aus, murmelt ein Danke und geht dann zur Tür. Zaghaft klopft er an und hört gleich darauf ein ‚herein‘, weshalb er zögernd die Tür aufschiebt. Jetzt plötzlich ist er nämlich doch wieder sehr nervös und er fragt sich, ob er nicht doch lieber hätte daheimbleiben sollen. Sein Blick huscht in den Raum und bleibt als Erstes bei Koda‘s Besitzerin hängen, die mit einer Hand Koda am Halsband festhält, damit dieser nicht wegläuft. Automatisch wandert Klaas Blick direkt weiter zu Koda, welcher ihn mit schräg gelegten Kopf anschaut, die Ohren gespitzt hat und wohl sehr neugierig ist, wer da Neues rein kommt. Doch Klaas kann den Rüden nur kurz ansehen, denn als Joko’s Stimme an sein Ohr dringt, huscht sein Blick direkt zu dem großen Mann in dem hellblauen Kasack.

„Herr Heufer-Umlauf, Sie sind ja doch noch gekommen“, füllt die Stimme des Tierarztes den Raum und Klaas wird ganz flau im Magen, weil da so viel Freude in der Stimme liegt und das Gesicht richtig strahlt.

Sein Körper kribbelt, weil Joko sich anscheinend so sehr freut, dass Klaas doch noch vorbeigekommen ist.

„Ja das bin ich. Entschuldigen Sie bitte die Verspätung.“, erwidert Klaas verlegen, weil er sich plötzlich unendlich schlecht dabei vorkommt, dass er überhaupt in Erwägung gezogen hat, einfach nicht zu kommen.

Langsam schiebt er die Türe hinter sich zu und erst als Frau Schröder‘s Stimme sich erhebt, löst Klaas blinzelnd den Blickkontakt mit Joko und richtet ihn dafür wieder auf die Dame mit dem Hund. Schließlich ist er ja auch wegen den beiden hier und nicht wegen des Tierarztes.

„Oh Sie sind Herr Heufer-Umlauf?“, fragt die Frau in den Raum.

„Ja genau“, erwidert Klaas erneut.

„Dann kann ich Koda ja loslassen“, meint die Frau lächelnd, woraufhin Koda direkt schwanzwedelnd zu Klaas hüpft.

„Na du Hübscher, wie geht es dir?“, begrüßt er den Rüden, während er sich zu ihm runter bückt und die Hand hinhält, damit Koda ihn beschnüffeln kann.

Koda schnüffelt ein paar Sekunden daran, bevor er freudig seine Zunge über Klaas Handrücken gleiten lässt, woraufhin Klaas‘ Mundwinkel glücklich nach oben wandern. Er ist froh, sieht Koda wirklich komplett anders als Ronja aus. Er ist größer als Ronja, wirkt aber nicht so kräftig wie sie. Außerdem war Ronja eine altdeutsche Schäferhündin und bestand zu einem Großteil aus schwarzem, langem Fell. Koda hingegen hat eine schicke Kurzhaarfrisur wo vor allem ein hellbrauner Ton dominiert. Auch vom Charakter scheinen die beiden kreuzverschieden. Schließlich wäre Ronja niemals freiwillig freudig auf eine fremde Person zugelaufen, um sich streicheln zu lassen.

„Koda geht es gesundheitlich top“, meint Joko, schließlich hat er ihn gerade vorhin auf Herz und Nieren geprüft.

„Und wie alt ist er?“, fragt Klaas, während er beginnt Koda’s Kopf zu kraulen.

„Er wird in ein paar Monaten zehn“, erklärt frau Schröder und Klaas nickt, auch wenn sie das ja gar nicht sehen kann.

Er kann nicht leugnen, dass ihm das Bauchschmerzen bereitet, schließlich wurde Ronja ja nicht mal zehn. Klaas hat deshalb Angst, sich nun in Koda zu verlieben, ihn in sein Herz aufzunehmen und ihn dann in kürzester Zeit wieder loslassen zu müssen.

„Ich weiss, er ist nicht mehr der Jüngste und Agilste“, erklärt Frau Schröder.

„Das spielt für mich keine Rolle“, erwidert Klaas.

„Ich hab nur ein bisschen Angst, ihn viel zu schnell wieder zu verlieren“, fügt er leise an.

„Ich verstehe das. Koda ist nicht der erste Hund, den ich abgeben muss, und glauben Sie mir, es schmerzt wahnsinnig, wenn man sich von ihnen trennen muss, obwohl sie noch fit und munter sind, aber einfach zu alt, um ihre Arbeit auszuführen. Da ist das Einzige, was einem beruhigt, das Wissen, dass sie an einem tollen Platz sind und so wie Herr Winterscheidt von Ihnen geschwärmt hat, bin ich mir sicher, dass Koda solch einen Platz bei Ihnen hätte.“

Überrascht schaut Klaas hoch zu Joko, welcher verlegen den Blick abgewendet hat und sich auf den Computer vor seiner Nase konzentriert. Klaas blickt wieder in diese treuen, braunen Augen runter und krault durch das weiche Fell. Meine Güte wie hat er es vermisst, einen Hund zu streicheln. Dieses Gefühl unter seinen Fingern und diese Wärme in seinem Herzen. Koda scheint wirklich ein total lieber und toller Rüde zu sein, aber Klaas ist sich einfach immer noch nicht sicher, ob er sich dafür bereit fühlt, einem neuen Hund ein zu Hause zu schenken.

„Darf ... darf ich mit ihm mal eine kurze Gassirunde drehen ... um ihn etwas besser kennen zu lernen?“

„Ja natürlich. Wenn Sie wollen, können Sie direkt jetzt mit ihm kurz rausgehen und ich warte hier.“, kommt es von Frau Schröder zurück, während sie Koda’s Leine in die Richtung hält, in die sich Klaas und Koda aufgrund der Stimme vermutet.

„Okay, dann werd ich mal kurz mit ihm rausgehen“, meint Klaas, während er nach der Leine greift und diese an Koda’s Halsband befestigt.

Sofort hüpft Koda freudig in Richtung Tür, weil es losgeht, weshalb Klaas schmunzeln muss.

„Dann bis gleich“, verabschiedet er sich, bevor er die Tür öffnet und mit Koda zusammen die Praxis verlässt.

Koda trottet ihm nach, bleibt aber vor der Praxis stehen und schaut sich suchend nach Frauchen um.

„Na komm mein Grosser“, spricht Klaas ihn deshalb an und tatsächlich dreht sich Koda direkt wieder ihm zu, beginnt mit dem Schwanz zu wedeln und schließt zu Klaas auf.

Klaas kann nicht anders, als zu grinsen. Meine Güte sowas wäre mit Ronja niemals möglich gewesen. Hätte Klaas Ronja irgendjemand Fremdem in die Hände gedrückt, Ronja hätte ohne Klaas keinen Schritt getan. Aber Koda ist nicht Ronja und das ist gut so. Gemeinsam laufen sie über den Parkplatz und ein paar Blocks der Straße entlang, bevor sie den Park erreichen. Sofort beginnt Koda an jedem Busch und an jedem Grashalm zu schnüffeln. Er scheint sehr stark auf seine Nase orientiert zu sein, aber Klaas merkt schnell, dass er sofort wieder Koda’s Aufmerksamkeit hat, wenn er ihn anspricht. Des Weiteren hat Klaas schon auf dem Weg zu Park gemerkt, dass Koda perfekt leinenführig ist. Aber gut, was erwartet er auch von einem Blindenführhund. Der kann ja schlecht das blinde Frauchen hinter sich herziehen.

Als ihnen dann aber ein anderer Hund entgegenkommt, wird Klaas kurz unsicher. Er hat gar nicht gefragt, wie Koda auf andere Hunde reagiert. Sein Blick huscht zwischen Koda’s Beine und Klaas sieht, dass der Rüde unkastriert ist. Na hoffentlich ist er kein Macho, denkt er sich, während er den Griff um die Leine etwas verstärkt. Einfach um sicherzugehen. Doch Koda reagiert lieb und freundlich auf den anderen Hund. Lässt sich beschnüffeln und schnüffelt selbst, läuft aber auch direkt wieder brav mit Klaas mit, als dieser ihn dazu auffordert. Selbst als sie auf einen anderen Rüden treffen, der schon von weitem in der Leine hängt und Koda anpöbelt, bleibt Koda ruhig. Lässt sich nicht auf den Streit ein und folgt brav Klaas durch den Park.

Klaas hatte zwar auch mit Ronja nie Probleme mit anderen Hunden, weil Ronja das sozialste Wesen überhaupt war, aber Klaas ist durchaus bewusst, dass nicht jeder Hund so ist. Dann wiederum denkt er sich wieder, dass es ihm bei Koda hätte klar sein müssen. Erneut, welches blinde Frauchen kann einen Rüden gebrauchen, der andere Hunde anpöbelt.

Rund 20 Minuten ist Klaas mit Koda unterwegs gewesen, bevor er wieder die Praxis betritt, und Koda hat sich ihm in diesen 20 Minuten als den perfekten Hund präsentiert. Freundlich, gehorsam, verträglich, lieb. Als sie das Wartezimmer betreten und Koda sein Frauchen sieht, beginnt er das erste Mal an der Leine zu ziehen und Klaas Herz schmerzt etwas, wenn er sieht, wie sehr sich Koda freut, wieder bei Frauchen zu sein und wie sehr sich auch Frauchen freut, Koda wieder bei sich zu haben. Es erinnert ihn daran, wie es zwischen ihm und Ronja war. Wie sehr sich Ronja immer gefreut hatte, wenn Klaas zu ihr kam und umgekehrt. Es macht ihm bewusst, dass er sowas vermisst. Sehr sogar. Es zeigt ihm aber auch, wie stark die Bindung zwischen Koda und Frau Schröder ist und es schmerzt ihn, dass diese Verbindung getrennt werden muss.

„Und wie wars? Hat er sich benommen?“, fragt ihn Frau Schröder, nachdem sie Koda begrüßt hat.

„Er war der bravste Hund überhaupt“, erklärt Klaas lächelnd.

Jetzt lächelt auch Frau Schröder.

„Ja, das ist er“, bestätigt sie ihm.

„Ich werde ihn wahnsinnig vermissen“, schiebt sie leise hinterher, während sie ihm das Führgeschirr überstreift.

Klaas kann sehen, wie sich Koda’s ganze Körperhaltung verändert. Wie er fokussierter und ruhgier wird, bereit seinen Job zu tun.

„Bitte überlegen Sie es sich, ob Sie Koda bei sich aufnehmen wollen. Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen.“, meint sie dann, mit einem melancholischen Lächeln, bevor sie unter der Führung von Koda die Praxis wieder verlässt.
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