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Dein Zimmer, deine Regeln

von MarieSol
Kurzbeschreibung
OneshotLiebesgeschichte, Erotik / P18 / Het
OC (Own Character) Riku Rajamaa
13.08.2021
13.08.2021
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Verdammt, Mara hatte doch gesagt, der Kartenleseslot funktioniert dieses Mal! Was ist hier bloß los? Vorhin ihr Chef, der unbedingt noch ein Wort mit ihr wechseln musste. Dann die Fotografen, die noch ein Abschlussfoto mit allen Preisträgern wollten. Ich musste mich echt zusammenreißen, dass ich nicht anfange ungeduldig mit dem Fuß zu wippen. Alles Verzögerungen, die mir so gar nicht passten. Und jetzt klemmt dieses Mistding wieder, wie letztes Jahr schon! Meine Schulter brennt wieder wie Feuer, ich muss dringend mit Mara… boah, ich brauch unbedingt einen anderen Gedanken, sonst überlebe ich das nicht.

Es waren ja scheinbar nicht alle gegen uns, oder vielmehr dagegen, dass wir endlich alleine miteinander waren. Der Fahrer des Shuttleservices war schon eine Nummer für sich. Ich war, glaube ich, noch nie so dankbar, dass einer urplötzlich dermaßen taub, blind und stumm auf einmal werden konnte. Bei den ganzen Gästen, die auf eine Rückfahrt zum Hotel warteten, sah ich uns schon in einem überfüllten Großraumtaxi und die ersehnte Zweisamkeit wieder in die Ferne rücken. Doch der Fahrer musste Mara wohl erkannt haben, denn er signalisierte den anderen Wartenden, dass er voll besetzt sei. Noch bevor er losfuhr, bat er sie um ein Autogramm für seine Frau, die ihre Kolumne wie alle anderen Finninnen auch heiß und innig liebt. Als er dann bemerkt hatte, dass uns der Sinn nicht nach Smalltalk mit ihm stand, sondern eher nach Dirtytalk in kleiner Runde, zog er sich vornehm zurück. Dass seine Ohren nicht begannen zu glühen, war ein Wunder bei den Dingen, die wir uns gegenseitig zu flüsterten. Und Maras Hände waren auch nicht immer nur sittsam auf meinem Bein liegen geblieben und diesmal hing kein Tischtuch schützend darüber.

Jetzt schließt sie gerade ihre linke Hand um meine und tippt mit dem Fingernagel ihres Zeigefingers klackernd auf den Pfeil, der auf die kleine Plastikkarte aufgedruckt ist und dreht sie sanft in die richtige Richtung. Peinlich, wie konnte ich das nur übersehen? Ihre andere Hand schiebt sich unter mein Jackett und streichelt mir ganz langsam über den Rücken. Während sie sich etwas mehr an mich drückt dirigiert sie meine Hand wieder zum Kartenslot und flüstert „Sesam öffne dich!“ in mein Ohr. Ihr Atem an meinem Hals lässt mir eine Gänsehaut unter dem Hemd nach unten kriechen. Ich muss betont ruhig ausatmen als sich die Tür öffnet, sonst wird es hier auf dem Hotelflurmitten in der Nacht gleich etwas lauter – leider können wir nicht davon ausgehen, dass die anderen Hotelgäste über die gleichen Vorzüge verfügen wie der Taxifahrer.

Leise drücke ich die Zimmertür hinter uns zu und sehe dabei zu, wie sich Mara die schwarzen Highheels von den Füßen zieht und ihre Tasche an der Garderobe ablegt. Das habe ich bei noch niemandem als so erotisch empfunden wie bei ihr jetzt in diesem Moment. Wenig elegant, aber eilig stoße ich mir selbst die Schuhe von den Füßen und kämpfe mich aus dem Jackett. „Lass mich nur schnell die schweren Ohrringe loswerden, ich bin gleich bei dir.“ streichen ihre Hände über meine Brust und ihr Kopf bedeutet mir mit einem Lächeln, dass ich schon mal Richtung Sessel ins Zimmer gehen soll. Doch bevor sie an mir vorbei ins Bad huschen kann, ziehe ich sie noch einmal am Handgelenk für einen Kuss zu mir zurück. Und was für einen – mir bleibt die Luft weg, das Herz stehen und das Blut sackt mir nach unten.

Wenig später steht sie schmunzelnd vor mir. Die kleine Pause war bei dem Tempo, das wir hier an den Tag oder besser die Nacht legen, mehr als hilfreich. Ich war so vertieft, dass ich nicht bemerkt habe, wie sie auf mich zu kam. „Der Musiker hat zur Musik gefunden…“ lacht sie und dieses Lachen geht mir durch und durch. Ich habe ihren MP3-Player in der Hand, der neben den Laufschuhen lag. „Ich war heute Nachmittag laufen, musste den Kopf freibekommen.“ erklärt sie. „Warum?“ frage ich nicht sehr intelligent, aber egal. „Ein gewisser Preisträger, den ich von letztem Jahr kannte, ging mir nicht mehr aus dem Kopf, weißt du?“ Sie hat keine Ahnung, wie genau ich dieses Gefühl kenne. Um nicht näher darauf einzugehen, frage ich deshalb „Du hast hier allen Ernstes einen Ordner drauf, der Bad heißt. Was muss ich mir darunter vorstellen?“ Sie nickt mir zu als wollte sie sagen ‚Schau doch nach.‘ „Wenn ich dienstlich unterwegs bin und in Hotels übernachten muss, sieht das nicht immer so aus wie hier. Aber mit ein paar Teelichten und Musik in der Wanne, kann ich dann doch meist runterkommen.“ Die Bilder die jetzt ungebeten vor meinem inneren Auge tanzen, versuche ich beiseite zu schieben und öffne deshalb den Ordner. „Bist du sicher, dass der nicht eigentlich Schlafzimmer heißen sollte?“ frage ich bei der Playlist. Ihr Lächeln nimmt etwas Verruchtes, etwas zutiefst Sinnliches an „Brauchst du dafür ein Schlafzimmer und ein Bett?“ sie zwinkert mir zu und beißt sich kurz auf die Unterlippe „Also, ich nicht.“ Das glühende Brennen in meiner Schulter weitet sich immer mehr aus. Ich kopple das keine Kästchen mit meinem Handy und lasse die Playlist ‚Bad‘ einfach leise laufen.

Mittlerweile steht sie direkt vor mit, zwischen meinen Beinen und ich muss schlucken während ich zu ihr hochsehe. Sie sieht mir direkt in die Augen und ich habe das Gefühl, als könnte sie die Flammen sehen, die sich jetzt über meine Brust ziehen „Könntest du mir kurz helfen?“ fragt sie und dreht sich um, um sich auf meinen Schoß zu setzten. Mit dem Finger, mit dem sie mir schon den Pfeil gezeigt hatte, deutet sie nun auf eine Schar kleiner glänzender Knöpfchen in ihrem Nacken. Ich atme geräuschvoll aus „Wer hat sich diese Folter ausgedacht? Wie viele sind das?“ frage ich leise und rau. Ihr Lachen streichelt meine Haut „Fünf im Nacken und zwölf im Steiß…“ Oh nein, die habe ich ja gar nicht bemerkt, aber ich versuche sie möglichst rasch zu öffnen, was mit etwas zittrigen Fingern gar nicht so leicht ist. Als ich die oberen geschafft habe, lasse ich langsam meine Fingerspitzen rechts und links an dem Rückenausschnitt auf ihrer nackten Haut hinuntergleiten. Einen vorsichtigen Kuss hauche ich auf ihre Wirbelsäule und sehe, wie sich die feine Gänsehaut in Rekordgeschwindigkeit über ihren Rücken ausbreitet. „Magst du mir vielleicht noch was zu den Regeln erzählen, die heute hier gelten?“ frage ich flüsternd bevor ich am Steiß die ersten Knöpfe versuche zu öffnen. Währenddessen hauche ich immer abwechselnd einen Kuss auf ihren nackten Rücken, ein Knopf, ein Kuss, ein Knopf, ein Kuss… Ich bin schon sehr gespannt, was sie diesmal drunter trägt, bei dem Rückenausschnitt, kann das nicht wirklich viel sein. „Regel Nummer eins: Was immer in diesem Zimmer passiert, wird dieses Zimmer nicht verlassen.“ beginnt sie und ich nicke zustimmend an ihrem Rücken, das ist ja auch in meinem Sinne. „Regel Nummer zwei: Es wird nur das passieren, was uns beiden gefällt und unserer Lust dient.“ Auch das hört sich äußerst vernünftig an „Und weiter?“ frage ich. „Nichts und weiter. Mehr Regeln brauche ich nicht.“ Kein nicht Klammern, keine Exklusivität, … denke ich noch, da redet sie auch schon weiter „Ich will das heute hier mit dir einfach genießen, Punkt. Brauchst du noch etwas aus deinem Zimmer?“ Mir schwirrt irgendwie der Kopf, sie vernebelt mir die Sinne, was auch daran liegen könnte, dass sich mein Blut nicht wirklich im Hirn befindet. Deshalb antwortet mein Verstand fast automatisch „Ich habe nur ein Kondom in der Tasche, damit kommen wir nicht weit.“ Mara dreht sich auf meinem Schoß, streift dabei mittlerweile hervorgetretenen Körperteile auf höchst exquisite Weise und meint „Wenn die dort, die richtigen sind, sind wir erstmal versorgt.“ Das Feuer in ihren Augen lässt mich fast nicht den Blick zum Nachttisch wenden. Dort entdecke ich aber schließlich eine Packung derer, die wir letztes Jahr auch schon benutzt haben. „Sind sie.“ antworte ich nur knapp und beginne sie zu küssen, während ich mit der Hand die beiden Kleiderhälften an ihrem Steiß auseinanderschiebe. Ihre Hände wandern von meinen Wangen meinen Hals hinunter. Sie öffnet meine bereits gelöste Krawatte, zieht sie mit Schwung und einem herrlich prickelnden Geräusch aus dem Kragen und wirft sie Richtung Bett. Eine ihrer Hände bleibt auf meiner Schulter mit ihrem brennenden Biss liegen, während die andere die ersten Knöpfe meines Hemds öffnet, bis sie es schließlich aus dem Hosenbund zieht und komplett öffnet. Lange halte ich dieses Tempo nicht durch, mein ganzer Körper ist angespannt, die Flammen kriechen schon durch meine Adern und meine Lungen ächzen nach Luft. „Wenn du so weitermachst, schaffst du es heute nicht mehr aus diesem Kleid raus…“ geben ich zu bedenken. Wobei… es hätte sicherlich auch einen gewissen Reiz, es einfach nach oben zu schieben und sie hier an die Wand zu drücken. Aber hier drückt und spannt es fast schon unangenehm eigentlich an ganz anderer Stelle und Mara scheint das bemerkt zu haben. Sie stützt sich an den Armlehnen des Sessels auf und fährt mit ihrer Hüfte eine wahnsinnig sexy Kurve als sie aufsteht und sich sofort wieder zu mir umdreht. Sie beugt sich zum mir herunter, packt meine Kniee und schiebt meine Beine auseinander. „Was hast du vor?“ frage ich heißer. „Den Druck etwas aus dem Spiel nehmen.“ antwortet sie leise aber bestimmt. Ich umfasse ihre Handgelenke fest und sehe genau, welche Bilder von letztem Jahr in ihrem Gedanken kreisen, als sie zwischen meinen Beinen auf die Kniee geht. Und jetzt habe auch ich Bilder vor mir, allerdings andere, die aber die Vorfreude auf das was jetzt kommen wird nur noch mehr anheizen. Was habe ich das letztes Jahr genossen. Ich kann es kaum erwarten, dass sie endlich meinen Reißverschluss öffnet und beginnt.

Dass dieses Verwöhnprogramm an der Stelle ein sehr kurzes Vergnügen werden würde, ist uns beiden mehr als klar, schließlich haben wir uns schon den ganzen Abend gegenseitig hochgeschaukelt. Gerade deshalb ist mir dieses „Druck herausnehmen“ auch so willkommen. Es dauert nur einen kurzen Moment, in dem Erinnerung und Gegenwart miteinander verschmelzen und mich explodieren lassen. Umso länger brauche ich allerdings, bis ich wieder halbwegs normal atmen kann und sich mein krampfhafter Griff um ihre Handgelenke lösen lässt. Wenn ich nicht bereits wissen würde, was diese beiden Körper im Stande sind, einander an Lust zu bereiten, dann wäre ich wahrlich jetzt schon im Himmel.

Noch während ich am überlegen bin, was sie wohl als nächstes vorhaben könnte, richtet Mara sich wieder auf. Sie geht langsam rückwärts, lässt mich nicht aus den Augen und beginnt noch langsamer, aber im Takt der Musik sich das Kleid von den Schultern zu schieben. Wenn dieses Zimmer jetzt hier eine Stange hätte, ich schwöre, sie würde zum Einsatz kommen… Die pure Versuchung. ‚Man Rajamaa, Mund zu!‘ ermahne ich mich gerade selbst, als sie mir den Rücken zu dreht und das Kleid schließlich zu Boden geht. Ich sollte Recht behalten, viel hat sie wirklich nicht drunter und das Wenige, das ich jetzt sehe, besteht nur aus heißer schwarzer Spitze. Noch im Aufstehen streife ich mein Hemd ab und steige aus den Anzugshosen. Scheint wohl doch erstmal die nächstbeste Wand zu werden, denn schließlich steht ihr Vergnügen noch aus und ich kann nicht behaupten, dass ich jetzt unbedingt eine Pause brauche würde. Meine Pause dauerte ja nun schon ein Jahr.

Meine Arme schlingen sich wie von selbst um sie, meine Hände umfassen ihre Busen, die so herrlich darin zum liegen kommen und ihre harten Knospen drücken vorwitzig zwischen meine Finger, mit denen ich sanft zukneife. Ein erstes nicht ganz so leises Seufzen bekomme ich auf diese Weise. Doch nun reckt sie mir ihren Hintern entgegen und schiebt mich damit einen Schritt zurück. Warum, ich will sie doch fühlen? Maras Daumen haken sich im Slip ein und schieben ihn sanft wiegend über ihre Hüften und schließlich an den gestreckten Beinen hinunter. Oh Mann, was für ein Anblick, ich würde mich am liebsten gleich hier… Erst raus aus den Shorts, dann… hungrig küssend dränge ich mich an sie und schiebe uns Richtung Wand, ich kann nicht warten und sie soll endlich auch ihren Druck lindern können.

Wir habe ein irres Tempo drauf, nur Minuten später lasse ich sie langsam absinken und wieder auf eigenen Beinen stehen, presse sie aber immer noch atemlos gegen die Wand. Sie haucht mir zarte Küsse auf meine Schulter, das fühlt sich an wie Balsam. „Aber nicht, dass ich später deinen Biss nicht mehr fühlen kann…“ rutscht es mir heraus. Doch unglaublicher Weise fragt sie nicht nach, sondern führt einfach ihre Handgelenke zueinander und hält sie hoch über ihren Kopf. Ah ich verstehe, meine Krawatte hatte also ebenfalls den gleichen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Ich habe einen Wunsch…“ setzt sie leise an. Sie muss die Verblüffung in meinem Blick gesehen haben „Nein, keine Angst, es ist nichts, was deinen Regeln wiederspricht.“ Pfff, meine Regeln - von denen habe ich mich hier schon lange verabschiedet, weil ich, warum auch immer, festgestellt habe, dass ich die mit Mara nicht brauche. Sie legt sie sowieso anders, aber besser, aus, dann kann ich sie auch einfach machen lassen „Welchen Wunsch darf ich dir erfüllen?“ frage ich deshalb. „Nachdem wir es gerade so eilig hatten, können wir jetzt etwas langsamer weitermachen?“ Wie soll ich langsam machen, wenn sie sich wieder so auf die Unterlippe beißt? Wenn ich ihre Hitze spüre, aus der ich gerade komme? Wenn sich ihr weicher Körper an mich schmiegt? Wenn sie mich so ansieht? Die Antwort bleibe ich ihr schuldig, aber Mara braucht keine Worte, sie zieht mich mit sich ins Bad.

Keine Ahnung wie wir es wieder geschafft haben, aber die Pappschachtel neben dem Bett ist am Morgen leer. ‚Da hilft auch alles schütteln nichts, meine liebe Mara.‘ denke ich und stelle fest, mein Aufseufzen im Übrigen auch nicht. Aber wir haben trotz gedrosseltem Tempo nicht nur das geschafft: Nie wieder werde ich ohne rot zu werden vor einem großen Hotelzimmerwaschtisch stehen können und den beschlagenen Spiegel betrachten. Immer wird mir dann einfallen, wie Maras Hand den Nebel beiseite wischte und ich den Blick nicht mehr von ihrem Spiegelbild wenden konnte als ich sie zum Explodieren verleitet habe. Ganz zu schweigen von der in der Dusche eingelassenen Bank. Ob die wohl von allen Gästen so benutzt wird? Nein, ich will es gar nicht wissen… Aber auf der anderen Seite, wie hätte es auch anders enden sollen, wenn jemand vor dir so dermaßen in Flammen steht und die Flammen auf dich übergreifen ehe du dich versehen hast? Irgendwann im Laufe der Nacht sind wir der Bequemlichkeit halber dann doch im Bett gelandet und haben die absolute Langsamkeit Einzug halten lassen. Aber auch Langsamkeit will immer früher oder später Erlösung finden, nur eben jetzt auf andere Art. Fingerspitzen und Zungenstriche sollen mit dem richtigen Druck an erlesener Stelle ebenfalls sehr zielführend sein – habe ich mal gehört…

Später lasse ich meinen Nasenrücken an ihrer Wange entlanggleiten und flüstere „In einer Stunde müssen wir hier raus sein…“ den zerknirschten Unterton nehme ich sogar selbst wahr. Naja, ein wenig bedauere ich das Ende dieser Nacht schon, vielleicht auch ein bisschen mehr. Mara schüttelt jedoch mit dem Kopf „Ich habe Late-Check-Out zugebucht. Wenn du deine Sachen rüber holst, haben wir noch bis 14 Uhr.“ Selten hat mich eine Verlängerung so in Hochstimmung versetzt, wie jetzt. „Kluge Frau.“ lache ich und kann mir doch diese eine Frage nicht verkneifen „Hast du das geplant? Also letzte Nacht?“ Ihr Blick wird weich „Nein, geplant ganz bestimmt nicht…“ sie sieht mir direkt in die Augen und noch viel tiefer „… ich habe es gehofft, und ich habe es mir gewünscht.“ gibt sie dann zu.

Mit einem leisen Klacken ziehe ich die Zimmertür hinter mir zu um nur schnell auszuchecken. Doch mit diesem Geräusch habe ich plötzlich das Gefühl als würde mir alles durch die Finger rinnen. Es ist ernüchternd, eine gähnende Leere breitet sich in mir aus. Gleichzeitig beginne ich zu schwitzen, es ist irgendwie beängstigend und ein enormer Druck baut sich in meiner Brust auf. Meine Schulter brennt wie die Hölle, diesmal nicht als süße Qual, sondern als wahrhaftiger, kaum auszuhaltender Schmerz. Was passiert hier? Ich springe nur schnell in ein Paar frische Jeans und ein Shirt, schnappe meine Sachen und bringe das notwendige Prozedere an der Rezeption eilig hinter mich. Als ich wieder an Maras Tür ankomme, brüllt mich der Gedanke ‚DAS KANN ES SO NICHT GEWESEN SEIN!‘ förmlich an. In der Sekunde, als ich anklopfe, weiß ich was ich zu tun habe.

„Ich komme!“ ruft es mir aus dem Inneren entgegen und ich denke nur ‚Nein, noch nicht. Aber ich werde dafür sorgen, dass du es tust - verlass dich drauf!‘. „Oh, mein Hemd steht dir ausgesprochen gut.“ murmele ich, drücke ihr einen Kuss auf die Lippen und schiebe sie mit mir zurück ins Zimmer. „Das ging aber flott, ich dachte du wärst der Zimmerservice mit dem Frühstück. Ich wusste nicht, was du magst, deshalb war ich so frei und hab einfach ausgesucht.“ lächelt sie mich fast etwas verlegen an. „Kaffee und dich. Aber vorher würde ich gern noch was anderes…“ mir fällt im ersten Moment nichts Passendes ein und ihr strahlender Blick voll Vorfreude macht es nicht einfacher bis „Ich hätte da auch einen Wunsch…“ aufmerksame Augen sehen mich erwartungsvoll an „… also, wenn wir wieder zuhause in Helsinki sind, im normalen Leben, … ich glaube, ich würde dich gerne wiedersehen.“ Die Worte – oder besser mein Wunsch - stehen im Raum. „Nicht deshalb.“ ich lasse die Schachtel Kondome, die noch zusammen mit meiner Krawatte in meinem Hotelzimmer waren, auf den Nachtisch fallen und klettere zu ihr aufs Bett „Auch wenn das ehrlich gesagt absolut nach meinem Geschmack ist.“ dann greife ich nach ihrer Hand, denn die brauche ich als nächstes „Aus dem Kopf gehst du mir schon lange nicht mehr und dass du mir unter die Haut gehst, weißt du auch.“ jetzt lege ich ihre Hand auf mein laut trommelndes Herz und drücke sie dort fest „Wann du allerdings die Regentschaft hierüber übernommen hast, ist mir schleierhaft. Aber es fühlt sich zu gut an, um darauf zu verzichten, das ist mir jetzt klar geworden… Kannst du dir vorstellen, … würdest du einen Versuch mit mir wagen?“




Ende




So ihr Lieben,

schön, dass ihr die AfterGalaParty für zwei mit mir besucht habt. Vielen Dank dafür! Jetzt bleibt mir nur euch ein schönes Wochenende zu wünschen und vielleicht noch den Tipp, dass es am Montag wieder mit einer neuen Geschichte weitergeht, wenn ihr Lust habt.

Ich habe im Moment die Qual der Wahl, da ich zwei Geschichten fertig habe und mich nicht entscheiden kann, mit welcher ich weiter machen möchte. Vielleicht sollte ich würfeln oder eine Münze werfen…

Grüßle, hoffentlich bis bald,

eure MarieSol
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