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Be strong!

GeschichteLiebesgeschichte / P18 / FemSlash
Asami Korra
12.08.2021
20.10.2021
12
15.746
 
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14.10.2021 1.042
 
Hallo!
Dieses Kapitel ist zwar sehr kurz, aber dafür sehr wichtig. Ich wünsche euch viel Spaß.
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Asami wachte früh auf. Der Avatar schlief noch, die ruhigen Atemzüge bezeugten das. Sie lag mit dem Rücken zu Korra, welche einen Arm um ihre Hüfte geschlungen hatte. Die Schwarzhaarige musste lächeln. Es war aufregend und entspannend zugleich so nah neben ihrer Freundin zu liegen. Die Umarmung fühlte sich so natürlich an, so richtig. Sie drehte sich vorsichtig um, schließlich wollte sie sie nicht aufwecken. Korras Gesicht war so friedlich im Schlaf. Sanft strich sie ihr eine Strähne des kinnlangen Haares aus dem Gesicht, was den Avatar leise aufseufzen ließ, aber sie wachte nicht auf. Asami schmunzelte, doch dann wurde ihr Gesichtsausdruck ernst.

Plötzlich wurde ihr klar was das alles zu bedeuten hatte. Die Aufregung bei ihrer Freundin, die Sehnsucht nach ihrer Nähe und ihr andauerndes Rot werden. Sie hatte sich in Korra verliebt. Und das gegen jede Vernunft. Sie wusste doch, dass ihre Freundin auf Männer stand. Oder? Ja, der Avatar suchte zwar Nähe, aber sie waren schließlich beste Freundinnen. Da war das doch normal, richtig? Obwohl es bei ihr auch etwas anderes bedeutete. Also musste sie einfach aufmerksam sein, vielleicht würde sie ja irgendwelche Signale sehen. Sie konnte nur hoffen. Wobei, nein. Das würde nur falsche Hoffnungen machen. Sie sollte davon ausgehen, dass Korra ihre Gefühle nicht erwiderte. Aber das war schwer.

„Oh, Korra“, flüsterte sie. „Was machst du nur mit mir?“

Sie seufzte. Der Avatar murmelte etwas im Schlaf und tastete mit der Hand nach ihrer. Asami umfasste sie und streichelte sanft darüber. Korra lächelte und nuschelte etwas, das verdächtig nach „Asami“ klang. Diese atmete tief durch und gab dem Avatar einen Kuss auf die Stirn. Ihre Lippen prickelten, als sie ihre Haut berührte. Das war wohl endgültig der Beweis für ihre Gefühle, oder?

„Was soll ich nur tun?“, fragte sie sich leise. Die Jüngere durfte auf keinem Fall von ihren Gefühlen erfahren, sie wollte ihre Freundschaft nicht aufs Spiel setzen.

„Wie wär’s, wenn du noch weiterschläfst“, riss Korras müde Stimme sie aus ihren Gedanken. Der Avatar sah sie aus verschlafenen Augen an, die Augen waren fast noch zu. Asami biss sich auf die Lippen, so süß sah ihre Freundin dabei aus.

„Ich kann nicht schlafen“, murmelte sie.

„Warum nicht?“ Korra sah sie an, die Augen mit Gewalt ein wenig weiter geöffnet. Die Schwarzhaarige schmunzelte, ihre Freundin war wirklich müde.

„Nicht so wichtig“, meinte sie.

„Alles, was dich beschäftigt, ist mir wichtig“, war Korras leise Antwort und ließ so ihr Herz schneller schlagen. Neugierig sah sie die Ältere an, welche ihrem Blick auswich. Asami beschloss in dieser Sache ein wenig zu lügen. Es beschäftigte sie auch, aber gerade hatte sie nicht daran gedacht.

„Ich muss an meinen Vater denken. Er hat sein Leben für mich gegeben. Aber ich frage mich, war ich das überhaupt wert? Ich meine, er… er war ein berühmter Erfinder und ich war… bin nur seine Tochter. Bin ich das Opfer wert?“

Korra schüttelte entsetzt ihren Kopf. Sie sah ihr mit festem Blick in die Augen und umfasste ihre Schultern.

„Asami, so darfst du nie denken, ja? Du bist das wert! Das soll nicht heißen, dass ich deinen Vater nicht betraure, aber du… du hast noch dein ganzes Leben vor dir! Er gab sein Leben, um dich zu retten. Und das nicht ohne Sinn. Du bist so viel wert und er hat dich geliebt. Und er ist nicht der Einzige! Mir bedeutest du auch unglaublich viel. Denk ja nicht, dass es sinnlos war, was er getan hat!“

Asami schloss ihre Augen. Es hörte sich so logisch an was Korra sagte, aber gleichzeitig war sie so traurig über den Verlust ihres Vaters, dass es egal war was sie sagte. Sie hatte gedacht, dass sie ihre Trauer überwunden hatte, doch warum konnte sie dann Tränen in ihren Augenwinkeln spüren?

„Ich-“, sie brach ab und kuschelte sich an Korra. Diese nahm sie gleich in de Arm und strich ihr sanft über den Rücken. Asami hatte keine Ahnung was sie hatte, vielleicht war es die Erkenntnis über ihre Gefühle oder die Trauer wegen ihrem Vater, die sie überwältigte. Eigentlich war es auch egal. Es war nur wichtig, dass Korra sie im Arm hielt und sie tröstete.

„Bin ich dir wirklich so wichtig?“, fragte sie leise. Irgendwie brauchte sie gerade Bestätigung.

„Natürlich bist du mir wichtig! Du bist eine der wichtigsten Personen in meinem Leben“, erklärte die Jüngere ihr und schaute ihr eindringlich in die grünen Augen.

Asami lächelte leicht. „Danke.“ Sie atmete tief durch. „Danke, dass du für mich da bist, obwohl du doch ohne Bewusstsein warst. Eigentlich müsste ich mich um dich kümmern, stattdessen hast du mich schon mehrere Male getröstet, weil ich dich vollgeheult habe.“

Korra runzelte ihre Stirn. „Hey. Ist doch alles gut. Mir geht es schon viel besser und es stört mich nicht, dass ich dir häufiger schon Trost spenden musste. Für dich war das halt auch nicht leicht. Du musstest immerhin zusehen wie ich an furchtbaren Schmerzen gelitten habe“, das Gesicht beider verzog sich gequält, „und ich glaube nicht, dass man das so leicht wegsteckt.“

„Erinnerst du dich an die Krämpfe?“, wollte Asami wissen und kuschelte sich an die Brust des Avatars.

„Ja, ich erinnere mich an unausstehliche Schmerzen. Allerdings habe ich nicht gemerkt, dass ich geschrien und mich bewegt habe“, erzählte sie und ihre Mundwinkel waren nach unten gezogen. Zum Glück konnte Asami das nicht sehen, da sie ihr Gesicht an der Schulter vergraben hatte.

„Aber, Asami“, meinte Korra und legte sich so hin, dass sie ihrer Freundin in die Augen sehen konnte. Sanft legte sie eine Hand an die Wange der Schwarzhaarigen.
„Ich kümmere mich gerne um dich und wenn du das Gefühl hast einfach mal weinen zu müssen, dann weine an meiner Schulter. Ich habe immer eine für dich frei und ich möchte nicht, dass du deine Gefühle vor mir versteckst. Wenn du Trost brauchst, dann komm zu mir, ja? Ich bin für dich da.“

Asami konnte gar nicht sagen was sie fühlte. Sie war so bewegt und gerührt, von dem was Korra gesagt hatte, ihr fehlte die Sprache. Stattdessen fiel sie ihrer Freundin um den Hals, welche die Umarmung auch gleich erwiderte. Der Avatar konnte sich nicht vorstellen, was ihr das bedeutete.
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