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Be strong!

GeschichteLiebesgeschichte / P18 / FemSlash
Asami Korra
12.08.2021
01.12.2021
18
26.841
3
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
06.10.2021 1.411
 
Hallo!
Ich wünsche euch ganz viel Spaß mit dem Kapitel.
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Die beiden rangelten noch eine Weile im Wasser, wurden dann aber von einem Klingeln unterbrochen. Keuchend und lachend stiegen sie aus dem Pool und Korra bändigte das Wasser aus ihren Kleidern. Asami zog sich im Nebenzimmer schnell um, während der Avatar das nebenan tat. Korra hätte es auch zusammen getan, glaubte die Schwarzhaarige zu wissen, aber sie hatte den Vorwand genutzt, dass ihre Kleidung hier war, dass sie sich in einem anderen Raum umzog.

Als sie wieder herauskam, stand nicht mehr nur Korra im Raum, sondern auch Mako, Bolin und ein anderes Mädchen, das die nicht kannte.

„Hey, was macht ihr denn hier?“, wollte sie verblüfft wissen.

„Als ihr nicht gekommen seid, haben wir uns Sorgen gemacht. Wir hatten Angst, dass irgendwas passiert sein könnte“, antwortete Mako mit etwas rotem Gesicht.

„Aber wir hätten nackt sein können“, meinte Asami.

„Äh, ja“, war die einzige Antwort des Feuerbändigers.

„Das ist der Grund für seine Gesichtsfarbe“, erklärte Korra lachend.

„Du warst nackt?!“, fragte sie entsetzt. Sie wusste nicht warum, aber aus irgendeinem Grund störte es sie ziemlich, dass Mako ihre Freundin nackt gesehen hatte.

„Nein, ich war schon fast angezogen“, beruhigte der Avatar sie grinsend. „Aber eben nur fast.“
Mako räusperte sich verlegen. „Ja, wir hätten auch hier nochmal anklopfen sollen, okay? Ich hab’s kapiert. Aber deswegen sind wir gar nicht hier.“ Er zeigte auf die fremde Frau. „Das ist Thia. Die neue Wasserbändigerin.“

„Hi“, begrüßte diese sie. Asami konnte hören wie Korra „vorübergehende Profi-Bändigerin“ murmelte und musste sich ein Grinsen verkneifen.

„Schön, dich kennenzulernen“, meinte die Schwarzhaarige und musterte die andere. Sie hatte blonde, kurze Haare und war kleiner als alle, die gerade hier waren. Ihren braunen Augen funkelten entschlossen.

Sie stieß Korra an, welche auch sagte: „Jaaaa, toll dich kennenzulernen. Freut mich echt.“
Asami musste fast lachen. Wie überzeugend! Mako bedachte den Avatar mit einem genervten Blick, was diese aber gar nicht bemerkte.

„Ich will dir deinen Platz im Team nicht wegnehmen“, meldete Thia sich plötzlich zu Wort. „Ich tue das nur, weil ich die Feuerfrettchen sehr mag und nicht möchte, dass ihr verliert. Und ich verspreche dir, dass ich mein Bestes tun werde, um das Team zum Sieg zu führen. Und wenn du wieder spielen kannst, dann werde ich ohne zu murren wegtreten.“

Erstaunt sah Korra sie an, Thia sah zurück und Mako grinste das neue Teammitglied an. Sie hatte eine emotionslose Miene aufgesetzt, was es unmöglich machte die Gedanken und Gefühle der Wasserbändigerin zu erahnen.

Der Avatar schluckte, man konnte sehen, dass sie nicht wusste was sie sagen sollte. Schließlich murmelte sie: „Äh, danke.“

Asami legte Korra einen Arm um die Schultern und diese lehnte sich gegen sie. Thia, die sie beobachtete, legte den Kopf schief und runzelte die Stirn. Aus irgendeinem Grund begann ihr Herz zu klopfen und sie gewann wieder etwas Abstand zu ihrer Freundin.

„Wollt ihr noch einen Tee oder so trinken oder müsst ihr wieder los?“, wollte sie vom neuen Feuerfrettchen-Team wissen, doch Mako schüttelte den Kopf.

„Nein, wir müssen ja noch so viel trainieren bis morgen“, erklärte Bolin genervt.

„Wir müssen halt bis morgen fit sein!“, hielt Mako dagegen. „Willst du etwa nicht gewinnen?“

„Natürlich will ich gewinnen, aber du hast selbst gesagt das neue Team von Cabbage Corp. ist nicht gut. Also hast du entweder gelogen oder wir müssen nicht mehr trainieren.“

Mako schnaubte und verschränkte seine Arme. „Ja, vielleicht sind sie besser, als ich gesagt habe. Aber du hattest solche Angst ohne Korra zu spielen, dass ich dich doch irgendwie beruhigen musste!“

„Du hast gelogen!“, rief Bolin entsetzt aus und sein großer Bruder seufzte. „Komm, wir gehen.“

Er zog seinen kleinen Bruder hinter sich her und der ließ sich mitziehen, doch als sie durch die Tür verschwunden waren, konnte Asami noch hören, wie Bolin krähte: „Du hast gelogen!“
„Ja, dann hab ich halt gelogen“, war Makos seufzende Antwort und sie musste grinsen.

Thia, die ein wenig langsamer gegangen war, drehte sich an der Tür nochmal um und meinte zwinkernd: „Einen schönen Tag noch.“ Besonders betonte sie „schön“.

Asami wurde ganz heiß. Warum sagte diese Thia das so? Was dachte sie denn? Etwa, dass sie und Korra…? Nein! Das stimmte nicht!
Korra lenkte sie ab indem sie einen Arm um ihre Schultern legte. Wie sie gerade eben…

„Wollen wir etwas essen? Ich habe Hunger.“
Asami nickte. „Klar, worauf hast du denn Lust?“
Die Angesprochene zuckte mit den Schultern und meinte: „Keine Ahnung. Was hättest du denn gerne?“

Die Schwarzhaarige überlegte und grinste dann. „Warte hier. Es wird eine Überraschung.“
Korra grinste. „Okay, cool. Ich gehe nochmal in den Whirlpool, das hat echt gutgetan.“
Asami nickte. „Gut.“


„Boah, hat das gut geschmeckt“, stellte Korra zum dritten Mal strahlend fest. Sie hatten gerade fertiggegessen und lehnten sich jetzt glücklich zurück.

„Das habe ich gebraucht“, seufzte der Avatar. Lächelnd beobachtete Asami die zufriedene Korra und bemerkte, dass diese ganz schön müde aussah. Es war gerade erst siebzehn Uhr, trotzdem deckte sie schnell den Tisch ab und fragte den Avatar dann: „Wollen wir ins Bett gehen?“

Sie selbst war auch müde und so war sie froh als Korra nickte. Die beiden zogen sich gemütlichere Sachen an und stiegen dann ins Bett. Asami in ihres und der Avatar in das andere.

Doch trotz ihrer Müdigkeit konnte sie nicht schlafen. Ihr war kalt, aber nicht wegen der Temperatur, sondern weil sie sich nach Nähe sehnte. Sie schielte zu Korras Bett. Wenn sie nur bei ihr sein könnte. Doch das durfte sie nicht. Sie wollte sich nicht aufdrängen und sie glaubte nicht, dass die andere mit ihr in einem Bett schlafen wollte. Ja, sie hatte es nicht schlimm gefunden, aber als sie nicht bei Bewusstsein gewesen war, hatte sie es ja auch nicht mitgekriegt. Asami konnte ja nicht ahnen, dass dem Avatar gerade ähnliche Gedanken durch den Kopf schwirrten.

Seufzend drehte sie sich auf die Seite und kuschelte sich noch mehr in die Decke, trotzdem gab sie ihr nicht das was sie sich wünschte. Körperwärme. Auch Korra seufzte und sie konnte am Rascheln der Decke hören, dass sie sich auch bewegte. Wieder war es eine Weile still, bis von Korras Seite ein Flüstern kam: „Willst du zu mir kommen? Ich kann nicht schlafen.“

Das ließ Asami sich nicht zweimal sagen. Sie stand sofort auf und lief zum Bett des Avatars. Diese hielt die Decke hoch, dass sie darunter kriechen konnte und dann lagen sie da und starrten zur Decke. Alles in Asamis Körper kribbelte. Sie berührte ihre Freundin zwar nicht, trotzdem konnte sie ihre Körperwärme spüren und allein das reichte, dass sie sich entspannte.

„Weißt du was ich denke?“, fragte sie schließlich. Korra gluckste.

„Ähm, nein“, schmunzelte sie.

Die Schwarzhaarige schlug unter der Decke sanft nach ihr.
„Du weißt was ich meine!

„Ja, ich weiß, was denn?“

„Ich denke, dass Mako in Thia verknallt ist“, ließ sie die Katze aus dem Sack und Korra sah sie erstaunt an.

„Wieso das denn?“

„Na ja, wie er sie ansieht! Ist dir das nicht aufgefallen?“

„Nein, wie denn?“

„Nun, er sieht sie an wie uns beide damals“, erklärte sie ihr. Der Avatar grübelte eine bisschen. „Ja, kann schon sein.“

Sie blieben wieder eine Weile still, jede hing ihren eigenen Gedanken nach. Schließlich seufzte Korra.

„Ich habe gelogen“, meinte sie plötzlich.

„Was?“ Verwirrt sah Asami ihre Freundin an. „Wobei denn?“

„Ich habe Angst. Ich habe Angst vor dem, was auch immer ich habe. Ob es nun ein Virus, eine andere Krankheit oder was auch immer ist, ich fürchte mich davor. Ich hatte nur Angst es zuzugeben.“

Die Schwarzhaarige lächelte und tastete nach Korras Hand, welche ihre auch gleich umschloss.

„Ich weiß.“

„Du wusstest, dass ich nicht die Wahrheit gesagt habe?“

„Ja, ich kenne dich, Korra“.

Sie lächelten sich an und Korra rückte ein wenig näher.

„Darf ich… dich umarmen?“, fragte sie ein wenig unsicher.

Asami schmunzelte. Statt einer Antwort schmiegte sie sich an den Avatar, welche zufrieden grinste.

Korras Hand streichelte ihr immer wieder über den Rücken. Genießend schloss sie die Augen.

„Ich mag das“, sagte die Jüngere unvermittelt. Asami öffnete ihre Augen wieder und sah ihre Freundin neugierig an.

„Was magst du?“, wollte sie wissen.

„Mit dir zu kuscheln. Ich fühl mich dann immer so… wohl.“

Die Schwarzhaarige wurde rot.

„Ja, das mag ich auch“, gab sie zu. „Nirgendwo fühle ich mich so sicher wie bei dir.“
Korra lächelte und schloss ihre Augen wieder. Asami tat es ihr gleich und nach kurzer Zeit schliefen sie fest umschlungen ein.
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