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Par Excellence

von Gondorff
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
OC (Own Character) Po Tigress
11.08.2021
24.10.2021
20
37.837
2
Alle Kapitel
9 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
11.08.2021 1.038
 
Einen wunderschönen Guten Tag, Freunde :)

Nach dem Ende von «Eine innige Freundschaft» folgt nun «Par Excellence», der zweite Teil dieser FanFiktion. In besagtem zweitem Teil unserer Reise geht es um die Frage: «Was ist, wenn aus einer engen Freundschaft plötzlich Liebe wird und wie gilt es, diese zu bewahren

Anmerkung: Charaktere, die in dem ersten Teil bereits in Erscheinung getreten waren (Die Karakals, Song, etc.) kommen auch in dem zweiten Teil der FanFiktion vor.

Zusatzanmerkung: Vielen lieben Dank an die 2000 Leser, die den ersten Teil meiner FanFiktion bis zum Ende verfolgt und gelesen haben. Einen speziellen Dank dafür gilt dem guten Tai-Chi-Master, der mich mit seinen positiven Reviews immer wieder aufs Neue überrascht und mich umso mehr zum Schreiben motiviert hatte. Tausend Dank, Kumpel :)

Mit Freundlichen Grüssen

Egv Yr Tong


P A R  E X C E L L E N C E

K A P I T E L  I

P O  U N D  T I G R E S S


Was bisher geschah:

Was passiert, wenn aus Freundschaft plötzlich Liebe wird? Eine Frage, die aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden kann. Antworten gibt es zuhauf. Dieser interessanten und häufiger gestellten Frage wollen sich nun Po und Tigress gemeinsam stellen, denn sie haben einen Beweis erbracht, was passiert, wenn eine solch enge Freundschaft, wie die beiden sie pflegten, immer stärker und inniger wird und eines Tages daraus schliesslich die Liebe heranwachsen kann.

«Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll.»
© Johann Wolfgang von Goethe

Es war wunderschön. Unbeschreiblich und gänzlich unmöglich in Worte zu fassen. Po und Tigress. Der Panda und die Tigerdame, vereint und verbunden unter dem Pfirsichbaum der Weisheit. Wer hätte gedacht, dass deren Geschichte sie eines Tages hierherführen und zusammenbringen würde?
Gedacht hatte dies keiner von beiden. Einzig und allein Po entwickelte eine gewisse Art von Wunschdenken bereits in seiner Kindheit, während Tigress sich seiner Existenz nicht einmal bewusst war.
Das erste Mal, dass sie ihn wahrnahm, war schliesslich damals, als er aus heiterem Himmel fiel und vor ihr und Meister Oogway landete und dieser ihn zum Drachenkrieger auserkoren hatte. Das erste Aufeinandertreffen war also diesbezüglich eine Farce. Zumindest aus Tigress’ Blickwinkel betrachtet, denn die lodernde Flamme der Verachtung für den Panda schürte sich bereits in ihrem Herzen.
Bereits nach dem ersten Trainingstag war klar ersichtlich, dass Meister Shifu und die Furiosen Fünf nicht sonderlich viel von dem Panda hielten. Und später am gleichen Abend, als eine wütende Tigress ihm direkt ins Gesicht sagte, dass er eine Schande für das Kung-Fu sei und nicht in den Jadepalast gehöre, hätte er allem Anschein nach tatsächlich aufgegeben, doch Meister Oogway verhinderte dies, durch seine Güte und seine weisen Worte.
Am nächsten Morgen, als Meister Shifu den Panda nicht in seinem Zimmer vorfinden konne, war sich dieser sicher, dass er aufgegeben hätte. Umso enttäuschter war er schliesslich, als er den Panda im Hof vor der Trainingshalle vorfand. So machte er es sich zu seiner Aufgabe, den Panda durch Trainingseinheiten mit voller Härte und allgemeiner Demütigung zu entmutigen und zum Aufgeben zu zwingen. Aber er tat es nicht. Selbst nachdem ihn Shifu wortwörtlich hinausgeworfen hatte, gab er immer noch nicht auf. Die Fünf, die sich beeindruckt zeigten von der unermüdlichen Hartnäckigkeit des Pandas, erwärmten sich fortan mehr für ihn und versuchten bereits, ihn als einer der ihren anzusehen. Mit Ausnahme von Tigress, verständlicherweise. Er war hartnäckig, klar, aber er konnte immer noch kein Kung-Fu.
Nachdem Tai Lung aus dem Chorh-Gom Gefängnis ausgebrochen war und sich auf den Weg zurück ins Tal des Friedens machte, setzten die Fünf, trotz der Bestimmung des Drachenkriegers, alles daran, den Schneeleoparden aufzuhalten, was ihnen jedoch letzten Endes misslang. Unterdessen trainierte Meister Shifu, nachdem Meister Oogway ihm die Prophezeiung nahegelegt hatte und seine letzte Reise antrat, den Panda mit deutlich ungewöhnlicheren Trainingsmethoden und machte aus ihm letzten Endes einen wahrhaftigen Kung-Fu Krieger.
Durch die Niederlage der Fünf und der Tatsache, dass die geheimnisvolle Drachenrolle leer war, wurde das Tal schliesslich evakuiert, während sich Shifu seinem Sohn höchst selbst entgegenstellte, um allen anderen die Flucht zu ermöglichen.
Als Shifu jedoch kurz davor stand, durch die Hand seines eigenen Sohnes zu sterben, erschien Po auf der Schwelle und lieferte sich einen finalen Kampf mit Tai Lung, den er schliesslich durch die Anwendung des legendären Wuxi-Fingergriffs, vernichten konnte.
So gewann er letzten Endes auch den Respekt aller Bewohner des Tals und vor allem den von Tigress, die ihn fortan «Meister» nannte und ihn nun als den einzig wahren Drachenkrieger akzeptierte.
Po merkte gar nicht, dass er einmal mehr in seinen Gedanken versunken war, als ihn schliesslich Tigress aus diesen riss. «Ist alles in Ordnung, Po?», fragte ihn die Tigerdame mit leichter Besorgnis, «Du warst gerade eben wie weggetreten.» Der Panda, der sich inzwischen wieder gefangen hatte, blickte seiner Freundin in die Augen und erzählte ihr, an was er gerade denken musste. Sie konnte jedoch nur müde darüber lächeln. «Das ist nur die Vergangenheit, mein Lieber», meinte Tigress, «die Vergangenheit heisst Vergangenheit, weil sie vergangen ist, also nicht mehr von Belang. Du und ich, wir befinden uns im Hier und Jetzt. Das ist das Einzige, was wirklich zählt.»
«Ja, hast recht», gestand sich der Panda wortkarg ein, «Es ist nur… Ich…» Tigress hob jedoch nur ihre Pfote und Po verstummte abrupt. Die Tigerdame schenkte ihm ein Lächeln, das Eis zum Schmelzen bringen würde.
«All unsere Probleme aus der Vergangenheit, Po, sind nicht mehr länger von Bedeutung für mich», entgegnete sie und küsste ihn, um seine Nerven zu beruhigen, «Mach dir keine Sorgen mehr deswegen. Wenn ich das hier nicht wollen würde, stünde ich jetzt mit Sicherheit nicht hier oben mit dir.» Da musste tatsächlich was dran sein, dachte sich der Panda und hörte auf, in der Mottenkiste der Vergangenheit herumzuwühlen.
«Ich will das hier doch auch», meinte Po und lächelte sie nun ebenfalls an, «und ich bin froh, hier zu sein, vereint mit dir.»
Als sie sich einen letzten, gemeinsamen Kuss unter dem Pfirsichbaum teilten und ihnen die gülden’ Sonne auf den Buckel schien, machten sie sich schliesslich auf den Weg zurück zum Jadepalast.
So fand ein neues Kapitel in der Geschichte des Drachenkriegers und der Tigerdame ihren Anfang.
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