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Cursed Souls (Inumaki x Oc)

von Emiwpad
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Megumi Fushiguro Nobara Kugisaki OC (Own Character) Toge Inumaki Yuji Itadori
09.08.2021
19.04.2022
10
30.202
15
Alle Kapitel
9 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
29.10.2021 2.840
 
Hello meine Freunde!

Erstmal ein riesiges Dankeschön an alle eure Rückmeldungen zu den ersten drei Kapiteln, ich bin euch wirklich unendlich dankbar.

Eigentlich sollte das Kapitel schon am Sonntag kommen, doch mir ist etwas dazwischen gekommen weswegen ich es nicht vorbereiteten konnte... deswegen Entschuldigung für das Warten!

Aber nun ist das Kapitel da und deswegen wünsche ich euch furchtbar viel Spaß damit!

...

Zusammen mit Itadori und meinem Lehrer betrat ich das Gelände und schaute mich neugierig um. Die städtische Fachoberschule für Flüche lag inmitten von einem Wald und Bergen. Die einzelnen Gebäude der Schule waren im traditionalen japanischen Style gebaut.

Gemeinsam mit Itadori liefe ich Gojo-Sensei hinterher. „So, ich stell euch beiden erstmal dem Direx vor." , meinte der weißhaarige und ich schaute ihn interessiert an. „Nur ein Fehler und das war mit deiner Aufnahme, Itadori. Bei dir Tsukinotomo-san wird er hoffentlich nicht so streng sein." , entgeistert blickte Itadori ihn an.

„Ich dachte du hättest hier das sagen." , murrte Itadori und plötzlich erklang die dunkle Stimme Sukunas: „Nur Stärke sollte eine Machtposition bestimmen." , knurrte die Stimme und ich blickte etwas panisch zu Itadori. Aus seiner Wange war ein Mund gewachsen, welchen er sofort zu hielt. „Sorry, manchmal poppt er einfach raus." , murrte er und ich guckte ihn mit weiten Augen an.

Er... poppt einfach raus?

„Du hast jetzt wirklich einen faszinierenden Körper." , murmelte Gojo-Sensei amüsiert. Der Mund bildete sich auf Itadoris Hand. „Ich hab noch eine Rechnung mit dir offen! Wenn der Bursche erstmal mir gehört, bringe ich dich als erstes um." , drohte der Fluch. „Es ist mir eine Ehre, dich als Feind zu haben. Sukuna." , meinte Gojo und Itadori stopfte auch dem zweiten Mund.

„Ist dieser Fluch wirklich so besonders?" , fragte ich interessiert und mein Lehrer nickte.

„Sukuna Ryomen, mit vier Armen und zwei Gesichtern, erscheint als boshafte Gottheit, aber er war mal ein richtiger Mensch! Das ist aber schon über tausend Jahre her. Damals standen Jujuzisten in voller Blüte da und gemeinsam war es den Jujuzisten gelungen, ihn zu besiegen. Aber, in Form eines Fluchobjekts überdauerte Sukuna die Generationen. Wir konnten nicht mal sein Leichen-Lipid vernichten, geschweige denn ihn selbst. Er ist zweifellos..., der König der Flüche." .

Der König?

Zu dritt gingen wir in eine Halle. „Wer ist stärker? Er oder Du?" , fragte Itadori und Gojo legte überlegend den Kopf zur Seite. „Hm... gute Frage. Wenn Sukuna seine vollen Kräfte zurück erlangen würde, wäre er eine harte Nuss." , verunsichert schaute ich zu unserem Lehrer. „Also, würden sie verlieren?" , er schüttelte den Kopf.

„Quatsch. Niemals!" .

„Gojo!" , erklang eine genervte Stimme und ich drehte mich zu dem Pochen um, welches ich vorher ausgeblendet hatte. Am anderen Ende der dunklen, leeren Halle saß ein muskulöser kahlköpfiger Mann inmitten von..., süßen Puppen. Verwirrt von diesem Gegensatz zog ich meine Augenbrauen zusammen.

Aber noch was verwirrte mich..., von den Puppen ging ein Pochen aus.

Seine schallende Stimme meckerte weiter: „Hab ich dir nicht gesagt, dass du es dir abgewöhnen solltest, immer nur ein paar Minuten zu spät zu kommen?" , er seufzte und blickte auf. Auf seiner Nase saß eine dunkle Sonnenbrille, wodurch man schwer einschätzen konnte wohin er blickte.

Erst Gojo-Sensei mit seiner Augenbinde und nun auch noch dieser Typ hier?

Musste man als Jujuzist seine Augen verdeckt halten?

„So kann man dich noch nicht mal vernünftig zurecht weisen." , murrte er und unser Lehrer zuckte unberührt mit seinen Schultern. „Dann lassen sie es doch einfach sein." , murmelte er und klang etwas genervt.

Wieder seufzte der Mann und zeigte dann auf Itadori. „Sind das die neuen?" ,fragte er und unser Lehrer nickte. „Guten Tag. Ich bin Masamichi Yaga. Euer Direktor." , stellte sich der muskelöse Glatzkopf vor.

Sofort beugte ich meinen Rücken und verbeugte mich auf traditioneller japanischer Art. Aus dem Augenwinkel erkannte ich wie Itadori immer noch gerade stand und unseren Direktor und seine Puppen verwirrt musterte.

Unverblümt zog ich am Saum seines Hoodies. „Verbeug dich, Knalltüte." , zischte ich und er leistete meinem Befehl gehör.

„Ich bin Tsukinotomo Ichigo und bin im Februar 15 geworden. Zu meinen Hobbys gehört das Kochen. Es erfreut mich sie kennenlernen zu dürfen." , ratterte ich das runter was Mutter mir immer beigebracht hatte, und richtete mich dann wieder vorsichtig auf. Sobald ich gerade stand, stellte auch Itadori sich vor: „Itadori Yuji mein Name. Mein bevorzugter Frauentyp ist Jennifer Lawrence. Freut mich!".

Yaga-Sensei nickte und schaute dann zu unserem weißhaarigen Lehrer. „Bitte bring das Mädchen raus. Ich möchte mich als erstes um Sukunas Gefäß kümmern." , Gojo nickte und öffnete dann die Tür hinter sich. Zögerlich blieb ich stehen und schaute zu Itadori.

Ich wollte ihn ungerne alleine lassen...

Mit einem breiten Lächeln schaute er über seiner Schulter zu mir. „Keine Sorge, Tsuki-chan. Geh ruhig." , meinte er beschwichtigend und ich nickte. Langsam ging ich zur Tür hinaus und sah wie Gojo-Sensei sie wieder schloss.

Stille.

Sieben Minuten lang erklang absolut kein einiges Geräusch durch die Tür und mich beschlich der Verdacht, dass die rötliche Flügeltür gar nicht aus Holz war sondern aus einem schalldichten Material. Sonst hätte ich ja wohl gehört was die dort drinnen besprachen, schließlich hatte ich mein Gesicht seitlich fast schon an die Tür gepresst.

Plötzlich ging der linke Flügel der Tür offen und ich eilte schnell zurück und versuchte möglichst uninteressiert in die Gegend zu schauen. Doch mein Ausdruck der Desinteresse wechselte schnell mit dem weichen Ausdruck der Sorge, sobald ich ein Blick auf Itadori warf.

Sein rosa farbiges Haar war verwüstet, an seiner Stirn thronte eine Beule und seine linke Gesichtshälfte war besorgniserregend blau.

Noch bevor ich fragen konnte was passiert war, lächelte er mir zu: „Ich kann dir ansehen das du dir schon wieder Sorgen machst, Tsuki-chan." , ein Lachen verließ seinen Mund, „Aber, das brauchst du wirklich nicht. Der Direx will mit dir sprechen." , mit seinem Daumen zeigte er in die dunkle Halle und ich nickte.

Etwas verwirrt ging ich zurück.

„Tsukinotomo Ichigo. Eine Schwester, Mutter alleinerziehend. In der Okkultismus AG. Noten gut bis sehr gut." , erklang die dunkle Stimme und ein Stapel Papier wurde auf den Boden geworfen. „Stimmt das so?" , fragte der Direktor mich und ich nickte während ich vor ihm stehen blieb.

Kurz war es still bis der Direktor das Wort wieder ergriff: „Tsukinotomo-san. Wir haben dich, aufgrund deiner Wahrnehmung von Fluchkräften, zwar schon auf unserer Schule angenommen. Aber, trotzdem möchte ich dir eine Eignungsfrage stellen. Wenn du sie nicht, meines ermessens nach, gut beantwortest mach ich dir dein Leben, hier an meiner Schule, ungenießbar. Verstanden?" , verwirrt zog ich meine Augenbrauen zusammen und nickte dann.

„Was motiviert dich? Wieso bist du an diese Schule gekommen?" , ich blickte zu Gojo-Sensei und antwortete dann mit dem was mir als erstes einfiel: „Um zu lernen gegen Flüche anzukommen.".

Verägert knurrte der Direktor und hielt dann die Hand über einer seiner Puppen. Das Pochen welches von der grünen Puppe mit den grauen Haaren ausging wurde plötzlich stärker und die Puppe fing an in die Luft zu springen.

„Das war die falsche Antwort. Und somit werde ich dir jeden Tag zur Hölle machen, angefangen mit dem heutigen." , er zeigte auf mich und die Puppe folgte seinem Arm.

Mit einem Mal kam sie auf mich zu gesprungen und ballte eine Faust. Mittels unmessbarer Kraft schlug sie mir in den Magen und ich wurde nach hinten gegen eine Wand geschleudert.

„W...was?" , stammelte ich schmerzerfüllt und blickte zu der pochenden Puppe welche auf der Stelle hoch und runter sprang.

„Das ist ein Jugai. Eine Puppe welche ich mit einem Fluch belegt habe. Sie tut alles was ich ihr befehle." , erklärte Yaga-Sensei während er sich aufrichtete.

„Die wahren Absichten von Menschen zeigen sich in Gefahren-Situationen. Dieser Kampf wird solange weitergehen bis du mir eine zufrieden stellende Antwort gegeben hast. Wenn du mir heute keine gibst, wird dir morgen das selbe geschehen und das alles so lange bis ich das hab was ich möchte." .

Langsam richtete ich mich auf und die Puppe eilte sofort wieder auf mich zu.

„Also, überleg Tsukinotomo Ichigo. Was kommt nachdem du gelernt hast gegen Flüche anzukommen? Was gibt dir Kraft? Was ist dein Ziel für das Leben?".

Die Puppe brauchte nur wenige Schläge bis ich bewegungslos und desorientiert am Boden lag.

Teilnahmelos blickte ich an die hohe Decke.

Ich war immer nur gelangweilt durch das Leben gegangen, ohne ein wirkliches Ziel, ohne einen wirklichen Antrieb. Ich wusste dass es eine falsche Einstellung war, doch ich hab mich grundlegend für nichts interessiert.

All die Sachen die ich vor anderen als meine Interessen preisgab, waren nur die Sachen die Mutter mir als Pflichten aufgezwungen hatte.

Ich hatte keine wirklichen Hobbies und auch konnte ich kaum Erfahrungen sammeln die mir Spaß machten.

Selbst wenn der Direktor mich in den nächsten drei Jahren quälen würde, es würde mich beim Abendessen schon nicht mehr interessieren...

War da überhaupt etwas für das ich mich interessierte?

Plötzlich spürte ich wie das Pochen der Puppe sich mir nähert und der Direktor ebenfalls.

„Hast du den keine Erinnerung aus der du Kraft ziehst?" , fragte er mich so als hätte er meine Gedanken gelesen.

Eine Erinnerung..., aus der ich Kraft zog?

Nervös stieg ich aus dem froschgrünen Auto meiner Großmutter. In der Zeit in der Mama mich und Himawari verließ, rief ich sie immer an damit sie uns unterstützen konnte. Auf dem Bürgersteig blieb ich stehen und drehte mich zu ihr um. Sie holte gerade meinen violetten Schulrucksack wie auch meine Schultüte aus dem Kofferraum.

Sanft setzte sie mir den Rucksack auf den Rücken, und überreichte mir die Schultüte. Dann hockte sie sich vor mich hin. Mit einer schnellen Handbewegung zog sie mir noch ein mal meine schwarzen hohen Zöpfe eng und zog meinen Rock etwas runter. Dann schaute sie mir mit ihren großen blauen Augen in meine grauen.

„Es tut mir wirklich, wirklich leid das ich dich an deinem ersten Schultag nicht begleiten kann. Aber, ich muss jetzt dringend mit Himawari zum Arzt." , murmelte sie und lächelte entschuldigend. Abwehrend schüttelte ich meinen Kopf und schaute ihr dann tapfer in die Augen: „Ist nicht schlimm, Omi." . Sie nickte und stand dann auf. Mit einem: „Viel Spaß. Ich liebe dich." , stieg sie in ihr Auto und fuhr dann in die Richtung des Kinderarzt.

Erst als das Auto nicht mehr in Sichtweite war, drehte ich mich zu den lauten Geräuschen im Hintergrund. Überall standen aufgeregte Kinder mit ihren Eltern welche sich unterhielten. Ab und zu wurden Bilder gemacht und  fröhliches Lachen erklang.

Plötzlich fühlte ich mich furchtbar nervös und meine, vorher selbstsichere Haltung fiel in sich zusammen. Wieso nur?

Wieso musste Mama auf diese bescheuerte Geschäftsreise?

Wieso musste Himawari ausgerechnet jetzt krank sein?

Wieso?

Wieso?

Wieso war ich ganz alleine?

Hatte ich so etwas wie Glück etwa nicht verdient?

„Hallo, weinst du etwa?" , eine Hand legte sich auf meine Schulter und ich drehte mich erschrocken um. Vor mir stand ein Junge, in der selben Schuluniform wie ich sie an hatte, ebenfalls mit Rucksack und bunter Schultüte ausgestattet. Erschrocken schüttelte ich meinen Kopf und fuhr mit meinem Unterarm über meine, doch leicht feuchten, Augen.

Als ich den Jungen wieder ansah lächelte er mich breit an. Seine braunen Augen strahlten und seine rosa farbigen Haare wehten im lauen Frühlingswind.

„Wo ist denn deine Mama und dein Papa?" , fragte er und ich blickte zu Boden. „Sie..., haben..., keine..., Zeit." , murmelte ich und spürte wie mir wieder Tränen in die Augen stiegen.

Ich. Durfte. Nicht. Weinen.

„Achso." , sagte der Junge und hielt mir seine Hand hin. Verwirrt schaute ich ihn an und er bekam leicht rosa farbige Wangen. „Ich habe weder eine Mama noch einen Papa. Deswegen können wir ja befreundet sein!" , den letzteren Satz rief er aufgeregt, schob dann aber ein nervöses: „Also, wenn du möchtest?" , hinterher.

Zögerlich nickte ich und sein Lächeln wurde nur noch breiter. „Das ist toll! Ich bin Itadori Yuji! Wie heißt du denn?" , er legte fragend den Kopf schief und erinnerte mich damit an einen süßen Welpen. „Tsukinotomo Ichigo." , murmelte ich und er nickte. „Okay! Tsuki-chan, wenn du möchtest kannst du bei mir und meinem Großvater bleiben?" , fragte er und ich nickte.

Sofort umschloss er meine Hand mit seiner und zog mich hinter sich her.

Das war der Moment in dem ich das erste mal rote Wangen bekommen hatte als ich Itadori anschaute. Das erste mal das Schmetterlinge in mir drin flogen. Das erste mal das ich mir selbst etwas schwor:

„Ich bleib für immer bei ihm!" .

Schwerfällig streckte ich meine Hand nach der Puppe aus und platzierte sie genau dort hin wo das Pochen herkam.

„Verschwinde."

Nach diesem einfachen Wort, welches ich kraftlos geflüstert hatte, hörte die Puppe plötzlich auf rum zu zappeln und fiel zu Boden.

Langsam setzte ich mich hin und fixierte den Direktor.

„Ich möchte eine Jujuzisten werden, um zu lernen wie ich Itadori Yuji vor Sukunas Seele schützen kann."

Nachdem ich mir meine Wunden von einer müde aussehenden Dame, welche sich mir als Shoko Ieiri vorgestellt hatte, behandeln ließ folgte ich ihrer Wegbeschreibung zu Itadoris Zimmer.

Genau in dem Moment in dem ich an der Tür klopfen wollte öffnete sich diese und Gojo-Sensei trat hinaus. „Oh! Tsukinotomo-san! Itadori ist gerade fertig mit dem Einräumen geworden." , berichtete er und ich nickte.

„Komm ruhig rein!" , rief Itadori von innen und ich ging durch die Zimmertür. Der Raum war groß und besaß alles was man sich wünschen konnte, überall lag Itadoris Kram herum und ich war mir sicher das er es nie wirklich aufräumen würde.

Er hatte es nicht so mit Ordnung.

An den Wänden hingen Poster von..., halbnackten Frauen in Bikinis, wobei es eigentlich nur Jennifer Lawrence war. Ich seufzte leise und beschloss die Poster zu ignorieren und mich nicht mit diesem Weib zu vergleichen.

Itadori lag quer auf seinem Bett und hatte die Arme zu den Seiten ausgestreckt. Belustigt stellte ich fest das die Matratze nur halb von dem Bettlacken bedeckt wurde.

„Ist das jetzt so ein neuer Trend? Auf einer nicht bezogener Matratze zu schlafen?" , fragte ich schmunzelnd und Itadori verdrehte die Augen.

„Nein, aber dieses Bettlaken ist gemeingefährlich! Es hätte mich beinahe aufgefressen!" , berichtete er dramatisch und ich lachte.

„Lach nicht! Das ist die Wahrheit!" , beteuerte er laut und setzte sich auf.

Mit einem Grinsen auf den Lippen verdrehte ich die Augen, packte ihm am Ärmel und zog ihm vom Bett hoch.

„Komm, Tiger. Ich helfe dir im Kampf gegen das furchteinflößende Bettlaken-Monster.".

Nachdem ich die Matratze richtig bezogen hatte, wie auch Kissen und Bettdecke vernünftig hingelegt hatte, nahm ich mir den Schreibtischstuhl und setzte mich auf diesen.

„Tsuki-chan?" , erklang Itadoris Stimme plötzlich zögerlich und ich wendete mich ihm zu und signalisierte ihm das er meine Aufmerksamkeit hatte. „Wir sind mittlerweile schon seit neun Jahren miteinander befreundet und dies ist die vierte Schule die wir gemeinsam besuchen, richtig?" , ich nickte.

„Was hältst du davon das wir uns, als Zeichen unseres gemeinsamen neuen Lebens, nun beim Vornamen nennen?" , fragte er.

Glücklich schaute ich ihn an. Ich hatte schon eine ganze Weile, mindestens zwei Jahre, mit dem Gedanken gespielt ihn einfach mal beim Vornamen zu nennen doch wusste nie ob ihm das gefallen würde oder ob es für ihn in Ordnung wäre.

Das er mich jetzt von sich aus fragte..., brachte die Schmetterlinge in mir dazu nervös rumzuflattern.

Mit einem lockeren Grinsen nickte ich und fügte der Geste ein: „Das ist eine gute Idee, Yuji." , hinzu. Er lächelte breit: „Das finde ich auch Ichigo." .

Einige Sekunden lang war es leise in dem Raum bis ich das Pochen zweimal wahrnahm. Komischerweise konnte ich das eine sofort Gojo-Sensei zuordnen.

„Wir bekommen Besuch." , murmelte ich und deutete zur Tür welche genau in diesem Augenblick geöffnet wurde. Unser Lehrer stand da mit einer großen Tasche in der Hand und schaute uns erwartungsvoll an. „Habt ihr mich vermisst?" , fragte er mit einem breiten Grinsen und ich schmunzelte. „Natürlich, Sensei." , antwortete ich ihm und bemerkte wie das zweite Pochen näher kam.

„Wirklich jetzt?" , erklang Fushiguro-kuns genervte Stimme und auch er kam zur Tür hinein. „Direkt neben meinem Zimmer?" , er warf Gojo-Sensei einen wütenden Blick zu und dieser zuckte mit den Schultern. „Ich dachte das bringt Leben in die Bude." , rechtfertigte er sich und der schwarzhaarige rollte seine Augen: „Der Unterricht und die Missionen reichen mir aber schon." , brachte er hervor.

Ihn ignorierend wendete sich unser Lehrer mit der Augenbinde mir zu. „Hier Tsukinotomo, das ist die Schuluniform. Itadori, du kannst dir deine später aus der Waschküche holen." , wir beide bedankten uns und er schlug glücklich in die Hände.

„Gut. Morgen Vormittag treffen wir uns um 12 Uhr in Harajuku. Dort holen wir unseren letzten Neuzugang ab!" , trällerte er heiter.

„Tsukinotomo-san kann ja wohl kaum das einzige Mädchen unter uns bleiben."

2807 Wörter
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