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Cursed Souls (Inumaki x Oc)

von Emiwpad
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Megumi Fushiguro Nobara Kugisaki OC (Own Character) Toge Inumaki Yuji Itadori
09.08.2021
19.04.2022
10
30.202
15
Alle Kapitel
9 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
06.10.2021 3.598
 
Hey!

Wenn es für dich in Ordnung ist, würde ich dich einmal darum bitten dieses Vorwort zu lesen.

Höchstwahrscheinlich ist dir nicht aufgefallen, dass ich die Bitte um Feedback im Klappentext, wie auch im Vorwort des Prologs gelöscht habe. Das habe ich gemacht, weil ich nun mit der Planung dieser Geschichte fertig bin.

Bevor du aber das erste Kapitel durchliest, bitte ich dich einmal die folgenden Punkte aufmerksam zu lesen.

First off all, ich bin nicht perfekt.

Nur weil ich die Bitte um Feedback gelöscht habe, heißt es nicht das ich keins mehr entgegen nehme. Also, äußert euch bitte wenn euch etwas auffällt. Egal, ob positiv oder negativ.

Außerdem geh ich momentan in die zehnte Klasse, ein sehr stressiges Jahr, deswegen versuche ich zwar, so häufig wie möglich zu Uploaden kann euch aber definitiv keine regelmäßigen Uploads versprechen. Denkt aber nicht, das monatelang nichts von mir kommt, ich versuche meistens alle zwei Wochen ein Kapitel hoch zu laden!

Die ersten drei Kapitel (dieses eingeschlossen) werden täglich um 20 Uhr hochgeladen.

Momentan hab ich die ersten 13 Kapitel, bis ins kleinste Detail, geplant und einige warten  darauf überarbeitet zu werden, dadurch das diese Geschichte aber NICHT mein Hauptprojekt ist, sondern meine Bakugo FF, arbeite ich nicht regelmäßig vor (dafür sind die Kapitel meistens länger).

Anyways, ich fühle mich dafür verantwortlich eine Trigger Warnung rauszugeben. Diese Geschichte wird mit der Zeit sehr "dark" und bestimmte Themen werden angesprochen die ich aufgrund der Spoiler nicht nennen kann.

Wenn aber einer von euch unsicher ist ob er die Geschichte trotzdem lesen möchte, kann diese Person mich gerne per privat Nachricht oder Instagram DM anschreiben und privat nach Details zu der TW fragen (so laufe ich nicht Gefahr, Leute zu spoilern die dies gar nicht möchten).

Ich habe einen, extra für meine Geschichten eingerichteten, Insta Account ( emiwpad ), dort findet ihr Fun- und Kapitelfakten, einige Theorien näher erklärt und die "Synchronstimmen" meiner OC's, dort informiere ich euch auch darüber wann ein neues Kapitel kommt und ich gebe euch einige Sneakpeaks. Falls ihr Fragen oder Theorien habt könnt ihr mich entweder direkt hier oder eben über Instagram anschreiben.

Außerdem gibt es auch ein Amino (den Link findet ihr in meiner Instagram Bio und auf meinem Wattpad Profil) wo ich einiges noch viel tiefer gehend erkläre (zum Beispiel mit Zeichnungen) und in Zukunft auch Lieder hochlade, dessen Texte ich anhand meiner Charaktere verändert habe.

Also, das wars. Vielen Dank, das du/ihr euch die Zeit genommen habt das Vorwort zu lesen und ich wünsche nun ganz viel Spaß mit dem ersten Kapitel: "Nusspralinen und Monster".

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Schule.

Es gab nichts was langweiliger, anstrengender und schlafraubender war als diese.

Man sitzt ab 8:30 Uhr an seinem Platz und hört dem Lehrer zu, wie dieser monoton versucht einem den Stoff näher zu bringen. In den Pausen unterhält man sich mit seinen Freunden und isst dabei. Weder Lehrern noch Schülern macht es Freude tagtäglich das Gebäude zu betreten und doch wiederholte man diesen langweiligen Prozess Tag für Tag.

Das einzige was Schule besonders machte, war das ich Ihn sehen konnte.

Itadori Yuji.

Zusammen mit einem seiner Kumpels saß er zwei Reihen vor mir und grübelte angestrengt, über die Aufgabe nach, welche Teria-Sensei vor wenigen Minuten an die Tafel geschrieben hatte. Manche sahen es als Geschenk, dass sie mit ihrem Schwarm befreundet waren..., ich sah es als Bestrafung.

Aber egal was passieren würde, ich würde definitiv und ohne zu zögern mein Leben für diesen Knallkopf opfern.

Ich kannte Itadori-kun mittlerweile seit neun Jahren. Wir gingen auf die selbe Grundschule und befreundeten uns dort. Seufzend blickte ich aus dem Fenster. Wir waren nie besonders enge Freunde und haben uns nur ein paar Mal bei ihm getroffen, doch seit dem sein Großvater im Krankenhaus lag sind wir etwas näher zusammen gewachsen. Es war wie verhext, neun Jahre lang war ich schon in ihm verliebt, doch er nahm mich nur als das war was ich nun mal bin:

Ichigo Tsukinotomo.

Das Mädchen welches ihre Freunde nie zu sich einladen konnte.

Gelangweilt schaute ich wieder auf das leere Blatt vor mir. Das Essen der letzten zwei Tage war aufgebraucht, dass bedeutete das Ich mich heute wieder an den Herd stellen musste um für Himawari, Mum und mich zu kochen. Falls Mutter sich heute überhaupt dazu durchbringt nach Hause zu kommen.

Blöd, dass wir nach der AG das Fluchobjeckt inspizieren wollten...

Zu viert legten wir unsere Zeigefinger auf die kleine Holzplatte des Ouija Bretts. „Seit ihr euch wirklich sicher?" , fragte Itadori und Iguchi-Senpai, Sasaki-Senpai und ich nickten. „Dann mal los." , zusammen blickten wir auf das Brett und Itadori stellte unsere erste Frage: „Ihr Geister, ihr Geister! Bitte nennt uns ein Wesen, das stärker ist als unser Schülersprecher." , unsere Finger bewegten sich und bildeten ein Wort.

W-U-R-M

Itadori und die anderen beiden brachen im schallenden Gelächter aus und auch ich konnte mir ein Schmunzeln kaum verkneifen. Kurz bevor die Tür aufging schaute ich zu dieser. „Da kommt einer." , meinte ich und zeigte zu der gelben Schiebetür und ich hatte recht, die Tür wurde aufgeschoben.

Solche Vermutungen verfolgten mich schon seit ich ungefähr sieben war. Ich wusste wenn sich mir jemand näherte, oder eher ich spürte es. Es fühlte sich so an als würde der Mensch den ich „spürte" an einer bestimmten Stelle pochen und dieses Pochen spürte ich in meinem Kopf.

Früher hatte ich mit Himawari darüber gemunkelt das wir von Magiern abstammen die eigentlich in der Unterwelt lebten und irgendwann die Weltherrschaft an sich reißen würden. Mittlerweile war es mir bewusst das es einfach nur Intuition gepaart mit Fantasie war.

„Hey, Okkult AG!" , rief der Junge, unser Schülersprecher, der die Tür knallend geöffnet hatte. Er stampfte in das Zimmer hinein und schob sich die Brille hoch: „Eine AG, die keine Aktivitäten-Berichte abliefert, kann hier nicht den Raum besetzten. So Groß ist die Schule auch wieder nicht!" , tadelte er und ich seufzte.

Diesen Vortrag hielt er uns mindestens zwei mal die Woche.

„Räumt sofort den Platz. Ab heute ist das der Umkleide Raum der Leichtathletik Damen!" , befahl er und ein Lächeln schlich sich auf meine Lippen und ich griff in meine Schultasche. „Du solltest unsere älteren Mitschüler nicht unterschätzen, Herr Schülersprecher." , meinte Itadori und ich knallte zwei Bücher auf den Tisch.

Provozierend starrten wir ihn an und Iguchi-Senpai, ein junger Mann mit einer halb Glatze, fing mysteriös an zu sprechen: „Wir haben neue Erkenntnisse, bei denen es um unsere Schule geht. Weißt du warum der Zutritt zum Rugby-Platz unserer Schule verboten ist?" , fragte er und unser Schülersprecher nickte: „Na ja. Weil viele Spieler unter körperliche Beschwerden litten und sogar ins Krankenhaus mussten, oder?".

Iguchi nickte: „So ungefähr! Findest du das nicht seltsam? Ausgerechnet unsere Rugby Spieler? Die sind doch Fit! Sollen wir dir was verraten?" , ohne auf eine Antwort zu warten fuhr er fort, „Kurz bevor sie zusammen gebrochen sind..., sollen Gegenstände komische Geräusche von sich gegeben haben!".

Sasaki-Senpai hielt eine Zeitung hoch: „Und hier haben wir einen dreißig Jahre alten Zeitungsartikel. Darin geht es um das spurlose verschwinden eines Yoshida-kuns, Chef einer Baufirma! Und wo wurde er zuletzt gesehen? Hier! Während des Baus der dritten Oberschule von Sugisawa! Dieser Yoshida-kun schuldete verschiedenen Personen Geld. Die waren natürlich hinter ihm her! Das kann nur eins bedeuten!".

Sie holte tief Luft und schrie dann: „Yoshidas Leiche wurde unter dem Rugby Feld begraben! Hinter den Vorfällen steckt sein Rachegeist! Fall gelöst!" , geschockt blinzelte unser Schulsprecher und schüttelte dann den Kopf: „Die Ursache sollen doch Zecken gewesen sein.".

Sasaki ließ deprimiert die Schultern hängen. „Und wenn schon?!" , schrie Itadori, „Die Okkultismus-AG versucht eben unerklärliche Phänomenen auf den Grund zu gehen. Das war hervorragende Arbeit von uns!" , bewundert blickte ich zu ihm. Wie er uns verteidigte!

„Das hier ist kein Kindergarten! Ihr vertreibt nur alberne Gerüchte! Davon abgesehen seid ihr das Hauptproblem!" , plötzlich zeigten die Finger unseres schwarzhaarigen Schulsprechers auf mir und Itadori, „Ihr beiden! Itadori Yuji, Ichigo Tsukinotomo! Du, Itadori-kun bist hier gar nicht eingetragen sondern für Leichtathletik." , ein verwirrter Gesichtsausdruck schlich sich auf sein Gesicht, „Und von dir Tsukinotomo-san haben wir nicht mal die Erlaubnis deiner Mutter enthalten." , ich schaute zum Boden. „Tsukinotomo..., Itadori..." , knurrten unsere Partner. „Ich vergesse immer wieder meine Mutter zu fragen." , rechtfertigte ich mich.

Falsch.

Ich hatte sie gefragt.

Aber sie hatte Nein gesagt.

In ihren Augen wäre die Okkultismus AG, die ich wegen Itadori und dem frühen Ende bei steuern wollte, nicht perfekt genug. „Geh doch in eine AG die sich mit Mathe beschäftigt." , hatte sie gesagt.

„Und ich bin mir sicher, dass ich Okkult AG geschrieben hab." , rechtfertigte er sich und ich nickte. Als er seinen Zettel ausgefüllt hatte saßen wir zusammen an dem Tisch im Zimmer seines Großvaters. „Das hab ich geändert!" , erklang plötzlich eine sehr, sehr tiefe Stimme.

Tagaki, der Coach der Leichtathletik AG, stand in der Tür. „Itadori! Wir brauchen dich, um die Landesmeisterschaft zu gewinnen." , aufgebracht schaute Itadori zu ihm und rief: „Unglaublich! Wie oft muss ich denn noch Nein sagen!" , der Coach verschränkte seine Arme vor der Brust, „Nein, gibt es nicht! Aber, ich bin kein Unmensch! Wir werden das in einem Wettkampf austragen!" , ein verwirrtes: „Hä?" , enschlich sich meinem Schwarm. „Gewinnst du, gebe ich dich ein für alle mal auf,... aber gewinne ich..." , meinte Tagaki und ich schüttelte meinen Kopf.

Zusammen mit Ichigu und Sasaki lief ich Itadori und unserem Coach hinterher. „Ein Wettkampf zwischen dem Coach und Itadori von der Mittelschule West!" , rief ein Schüler hinter uns als wir stehen blieben. „In welcher Disziplin?" , fragte sein Kumpel und bekam prompt eine Antwort vom Coach: „Kugelstoßen!" , rief er und ein ganzer Schar von Jugendlichen rannte zu dem Kugelstoß Kreis welcher auf den Boden gemalt wurde.

Wenige Minuten später verkündete die Stimme eines Mädchens das Ergebnis des Coach: „14 Meter." . Langsam stellte sich Itadori in den Kreis und Applaus ertönte von den Schülern rechts und links neben mir.

Plötzlich spürte ich wie ich angetippt wurde. Ich blickte nach rechts und sah Sasaki die mich verwirrt anblickte. „Sag mal warum ist Itadori-kun so berühmt?" , fragte sie mich und ich zuckte mit den Schultern: „Schau selbst.". Der Coach und Yuji unterhielten sich kurz darüber, wie Itadori die Kugel zu werfen hat und dann begann dass, was mich seit neun Jahren immer wieder schockt.

Itadori holte aus und warf.

Und er warf so weit, dass die Kugel den Pfosten des Tors, welches in etwa dreißig Meter entfernt war, bog.

Kurz wurden die Schüler ganz leise. Doch als sich Itadori dann lässig umdrehte und zu uns lief erklang schallender Applaus. Itadori war sportlich. Sehr, sehr sportlich. Dafür bewunderte ich ihn. Denn im Gegensatz zu ihm war ich die Definition der Unsportlichkeit. Er blieb vor uns stehen und ich musste mich anstrengen, meinen Blick von ihm zu nehmen.

Ich hatte mich vor neun Jahren in ihn verliebt.

Und trotzdem schlug mein Herz in solchen Momenten wahnsinnig schnell.

In Momenten in denen er bewies, wie besonders er war.

„Hör mal Itadori du musst wirklich nicht in der Okkult AG bleiben..." , fing Sasaki-Senpai an und erntete ein verwirrten Gesichtsausdruck, „Dein Talent wäre in einem Sportverein besser aufgehoben, nicht war?" , etwas beschämt kratzte der rosa haarige sich am Kopf.

„Ach, ich hab da schon meine Gründe und ich will spätestens um fünf zu Hause sein... und wenn die Teilnahme an einer AG schon verpflichtend ist. Außerdem hast du selbst gesagt, dass ich ein Phantommitglied sein kann! Und ohne mich traut ihr euch doch eh nirgendswo hin wo es spukt." , mit einem Lächeln schaute er uns an: „Deswegen möchte ich im Club bleiben wenn es geht. Es gefällt mir bei euch." , die beiden nickten.

Während ich einen von meinen zwei Zöpfen enger zog blickte ich zur Uhr. „Itadori-kun. Wir haben halb fünf." , meinte ich und zog eine Schachtel aus meiner Tasche. „WAS?! Es ist schon halb?!" , fragte er und wollte aufgebracht losrennen.

An dem Saum seines Shirts hielt ich ihn auf und gab ihm die Schachtel. „Warte, Tiger. Hier gib sie ihm. Ich hab sie selbst gemacht." , Itadori nickte: „Mach ich. Er wird sich bestimmt freuen." .

In der Schachtel waren Nusspralinen. Diese mochte Itadoris Großvater sehr gerne und als ich ihm mal meine selbst gemachten zum probieren gab..., verliebte der sonst so garstige Herr sich in diese. Seit dem war es eine Art Ritual das ich alle zwei Wochen Nusspralinen für ihn machte.

„So, warten wir dann bis die anderen Schüler auch gehen?" , fragte Sasaki und ich nickte. „Ich muss aber noch einmal meine Schwester anrufen, ich komm dann mit dem Fluchobjekt zu euch. In Ordnung?" , sie nickte und ging zusammen mit Ichigu zurück in unserem Raum.

Im Schatten der Bäume tippte ich die vertraute Zahlenkombination ein und tippte dann auf das Anrufen-Symbol. Einige Sekunden tutete es doch dann teilte mir die bekannte Stimme mit das Himawari nicht erreichbar ist: „Die von ihn gewählte Nummer, ist zur Zeit leider nicht erreichbar. Bitte hinterlassen sie eine Nachricht nach dem Signalton." . „Also, ist sie noch in der Schule." , dachte ich mir während ich auf das hohe Piepen wartete.

„Hey, Hima-chan. Ich bin heute etwas länger in der Schule, wegen der AG. Wenn du Zuhause bist, bestell uns beiden doch was, in Ordnung? Ich hätte gerne das große Chicken Menü mit einer Cola. Dankeschön, Kleine. Ach, ja. Wenn Mutter kommt, sag ihr bitte das ich noch in der Schule am lernen bin. Hab dich lieb." , ich legte auf und steckte dann mein Handy weg.

Ich schaute in die Tasche und mein Blick fiel auf das mit Bannsiegel eingepackte Fluchobjekt, plötzlich spürte ich wieder das Pochen nur viel stärker als sonst. Mein Bauch schmerzte und ich beugte mich etwas nach vorne.

Irgendwie hatte ich ein ungutes Gefühl.

In dem Moment in dem ich den Blick von dem Objekt nahm und die Tasche schloss, verschwanden die Bauchschmerzen und das Pochen minimierte sich so das ich es kaum wahrnahm. Mir die Hand am Bauch haltend fragte ich mich ob ich eventuell krank wurde.

Etwa eineinhalb Stunden später versuchte Susaki das Siegel zu lösen. Vorsichtig zündete icn eine Kerze an. „Es geht nicht ab." , knurrte sie verzweifelt. Ich schmunzelte kurz bei ihrem verzweifelten Ton und nahm ihr das Objekt dann aus der Hand.

„Lass mich mal..." . Meine Augen weiteten plötzlich sich und der Griff um das Objekt wurde leichter so das dieses auf den Boden fiel. Susaki und Iguchi schauten mich verwirrt an. „Tsukinotomo-san?" , fragte Susaki als ich meine Hand vor meinem Mund schlug und ich schüttelte den Kopf. „Mir... schlecht.." , stammelte ich und rannte aus dem Zimmer.

Eine Hand vor meinem Mund und eine Hand um meinen Bauch eilte ich über den Flur und öffnete die Toilettentür. Dort schloss ich mich in die erst beste Kabine ein und übergab mich. Was war das?

In dem Moment, in dem ich den Finger berührt hatte vervielfachte sich das Pochen in meinem Kopf und mein Magen fing an zu rumoren. Ich wischte mir den Mund mit einem Stück Klopapier ab, spülte ab und setzte mich dann auf die geschlossene Toilette. Schwer atmend schloss ich meine Augen.

War ich jetzt wirklich krank?

Auf einmal erschrak ich.

Das so vertraute Pochen teilte sich plötzlich in verschiedene Teile und wurde stärker.

Das Gefühl ignorierend stand ich auf und wusch mir meine Hände. „Mal schauen ob die beiden das Siegel abbekommen haben." , murmelte ich und blickte in den Spiegel. Das Gefühl das irgendwas nicht stimmte wuchs.

Als ich wieder in den Raum ging waren die beiden plötzlich verschwunden und ich blickte mich verwirrt um. Plötzlich erklang ein lauter Schrei und ich drehte mich um.

Sasaki!

Ich rannte um die nächste Ecke und blickte dann auf etwas was ich nur als Monster bezeichnen konnte.

Es war riesig, braun und überall waren Hände und Echsen. Erschrocken wich ich zurück und stellte fest dass dieses... Ding... pochte. Ich konnte dieses Ding spüren!

Langsam drehte es sich um und ich schlug mir die Hand vor dem Mund. Ichigu und Sasaki klebten förmlich an diesem Monster und waren bewusstlos. Ich spürte noch ein Pochen welches sich mir näherte, doch ich ignorierte es und rannte auf dieses Ding zu.

„Lass sie los!" , schrie ich und schlug auf diese braune Masse. Plötzlich schloss eine dieser Hände sich um mein Handgelenk und ich spürte das dieses Pochen daher kam.

In der nächsten Sekunde geschah zu viel als das ich alles gleichzeitig wahrnahm konnte.

Ein schwarzhaariger Junge schrie laut: „Scheiße!".

Ein Fenster zerberste und Yuji trat dieses Monster.

Ich fasste genau an die Stelle wo ich das Pochen spürte und schrie: „Loslassen!" .

Plötzlich explodierte der Fluch und ich fiel auf die Knie.

„Tsuki-chan!" , schrie Itadori den Spitznamen den er mir vor neun Jahren gegeben hatte. Er rannte auf mich zu und half mir hoch: „Alles in Ordnung?" , ich nickte. „Fushiguro!" , rief Itadori als er den schwarzhaarigen Jungen sah, „Essen die da gerade den Fluch?" , fragte Itadori und zeigte zu einem weißen und einem schwarzen Hund, die auch irgendwie pochten, und verschiedene Teile dieses... Monsters im Mund hatten. Der Junge, Fushiguro, nickte und stellte sich dann vor.

„Guten Abend. Ich bin Fushiguro Megumi und komme von der Oberschule für Jujuzisten." , er streckte mir die Hand hin, „Das gerade war ein Fluch. Diese entstehen in den meisten Fällen durch negative Gefühle und Energien. Man kann sie eigentlich nur kurz vor dem Tod sehen oder in besonderen Fällen wie jetzt." , verständnislos blickte ich ihn an.

Bitte was?

Doch er hatte seine Aufmerksamkeit schon Itadori zu gewendet. „Du bist durch ein Fenster im dritten Stock gesprungen und hast einen Fluch exorziert... hattest du keine Angst?" , plötzlich legte sich ein betrübter Gesichtsausdruck auf Itadoris Gesicht.

„Natürlich hatte ich Angst. Weißt du, Menschen sterben irgendwann." , er bückte sich und hob Sasaki. „Ich will, dass die Menschen um mich rum..., wenigstens einen anständigen Tod haben." , er bückte sich nocheinmal und hob etwas auf.

„Das ist das Sonderrang Fluchobjekt! Sukuna Ryomen." , meinte Fushiguro und deutete auf den Finger in Itadoris Hand. „Gib es mir. Das ist gefählich" , befahl er. Ich weitete meine Augen und zog Itadori, welcher die Hand gerade zu dem Jungen hielt, zurück. Das Pochen! Da kam wieder so ein Monster!

Ich hatte recht!

Eine kleine Sekunde später stand ein dunkel grüner... Fluch vor uns und hielt Fushiguro in einer seiner Hände. Dieser faltete seine Hände: „Flugchimäre." , murmelte er doch der Fluch warf ihn weg.

Fushiguro wurde durch die Außenwand der Schule geworfen, flog frei durch die Luft und landete dann mit einem lauten Krachen auf dem Dach eines Zwischengangs. Sofort richte er sich auf und ich bemerkte wie Itadori-kun sich von mir löste und durch das Loch in der Wand sprang während er zu mir schrie: „Tsuki-san! Flieh du!" , er landete auf dem Kopf des Fluchs.

Sofort danach brach ein Kampf zwischen ihm und dem Fluch aus. Links ein Tritt, von Rechts ein Schlag, Springen. Verängstig schaute ich dem Kampf zu.

Was passierte hier?

Heute Morgen... war doch noch alles so normal.

Etwas schwerer atmend blieb Itadori stehen und ich sah wie dieses Monster einer seiner, mit großen Krallen ausgestattetn, Pfote hoch zog und Anstalten machte diese auf Itadori zu knallen.

Meine Augen weiteten sich. Nein! Das konnte ich nicht zulassen!

Wenn auch nur einer dieser Krallen ihn treffen würde..., ich schüttelte meinen Kopf und lief nach hinten und sprang dann mit Anlauf durch das Loch.

„Aber, egal was passieren würde, ich würde mein Leben für diesen Knallkopf opfern."

Mit einem lauten Schrei flog ich genau gegen Itadori und beförderte ihn damit aus der Bahn der sich schnell bewegenden Pfote. „Tsukinotomo!" , schrie Fushiguro als ich aufkam und die Pfote fast auf mir prallte.

Doch sie tat es nicht.

Itadori schlug sie feste zur Seite, so das nur ein kleiner Teil einer der Krallen mich am Bein streifte. „Leute! Einen Fluch kann man nur mit einem Fluch begleichen." , meinte Fushiguro ernst nachdem ich mich neben ihm, die blutende Wunde am Bein ignorierend, hockte. „Haut endlich ab. Schnappt euch die beiden und bringt euch in Sicherheit. Sonst gehen hier alle drauf! Ohne Fluchkräfte kommst du nicht weiter." , sagte er und zeigte auf Itadori welcher den Fluch fixierte.

„Warum ist der Fluch eigentlich hinter dem Finger her?" , fragte Itadori. „Weil, er stärker wird, sobald er den Finger isst." , murmelte Fushiguro und Itadori steckte seine Hand in die Bauchtasche in die Tasche seines Hoodies.

„Na, dann. Da hast du es! So können wir alle retten. Ich brauch nur die magischen Kräfte eines Fluchs." , stellte Itadori fest und steckte sich den Finger in den Mund.

Geschockt weitete ich meine Augen und blickte zu Fushiguro welcher Itadori auch entgeistert ansah. „Das ist ein Sonderrang-Fluch! Reines Gift! Das bringt dich um!" , schrie er. Plötzlich setzte sich der Fluch wieder in Bewegung und ich trat ein Schritt zurück.

„AH!" , schrie ich Schmerzerfüllt, sank auf die Knie und umklammerte meinen Bauch. Das Pochen welches Itadori schon immer begleitete vervielfachte sich plötzlich. Ich kniff meine Augen zusammen und schaute zu meinem Schwarm. Auf seinem Körper erschienen schwarze Markierungen und er riss seine Hand hoch.

Keine Sekunde später löste sich der Fluch auf.

Ein dunkles, böses, Lachen erklang und ich fing an zu zittern.

Etwas grausames war passiert.
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