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GIVE IN TO ME

von Yui Pui
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Het
Michael Jackson OC (Own Character)
08.08.2021
12.08.2021
4
8.423
 
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Dieses Kapitel
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08.08.2021 2.191
 
Hallo erstmal :)
dies ist meine erste fanfiction und habe mich dafür Entschieden, etwas mit meinem allerersten Vorbild zuschreiben, den ich heute noch liebe.

Die Geschichte ist frei erfunden. Einige Fakten könnte ich eventuell übersehen oder einfach nicht eingebaut haben. Die Zeitspanne kann daher auch paar Fehler enthalten aber es sollen hier ja keine wahre Fakten geben, sondern eine kleine Story über Michael Jackson und meinem eigenen Charakter :)
Ich wünsche euch viel Spaß!


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Kapitel 1


In den Technikstudios geht es laut her. Viele Spezialisten sind vor Ort für einen Film, der bereits zu lange und zu kostspielig wurde aber dennoch wenige Szenen fehlen. Gerade schneiden zehn Leute an dem fertigen Material, spielen mit den Effekten und versuchen es so spektakulär wie möglich zu gestalten, so wie sie es beauftragt bekommen haben von der Musiklegende schlechthin. Michael Jackson erfüllt sich endlich den Traum vom eigenen Film. Seine künstlerische Seite wird mehr denn je entfacht. Jeden Tag kommen ihm neuere Ideen, die er hinzufügen möchte. Das Geld ist für den King of Pop nicht das Problem, jedoch die Zeit. Sie bekommen Druck, denn die Premiere steht vor der Tür, sollte bereits vor dem Album BAD erscheinen, das ein Jahr her ist und noch immer hat der Film kein perfektes Ende. Der erste Regisseur war mit den ganzen neuen Wünschen nervlich nicht mehr im Stande den Film zu beenden, weshalb er gefeuert und ein zweiter hervorgerufen wurde, Jim Blashfield. Auch der begabte Filmeffekt Spezialist Colin Chilvers ist dabei und legt sich ins Zeug. So wie es Michael Jackson haben möchte.

Doch gerade als sie fast fertig sind mit dem Schneiden, ertönt ein lautes warnendes Piepsen. Verwirrt schauen die Männer auf. Ein Rechner fängt an heftig zu qualmen. Ausgerechnet dieser Rechner, wo das fertige Material aufbewahrt wird und wartend auf dem finalen Mix. Die Männer fluchen als sie dies sehen und unternehmen sofort etwas. Sie stecken den Rechner ab, wobei der Techniker einen starken aber nicht gefährlichen Stromschlag erhält. Decken, die auf jeden Stuhl hängen für lange Überstunden, werden zur Löschung benutzt.

Wenn die Daten zerstört sind, ist der ganze Film zerstört!" ruft Colin Chilvers und versucht ebenso irgendwas zu retten. Aber der morsche Geruch, erklärt ihn, dass der Film verloren ist. Der Rechner muss innerlich überhitzt sein. Der Dampf legt sich langsam. Sofort wird der Computer geöffnet um zu sehen, wie es um die Daten stehen. Die Männer seufzen angespannt, verzweifelt und sogar ängstlich. Die Diskette, wo mehr als die Hälfte des Filmes bereits fertig abgemischt wurde, ist angeschmort. Der zweite Regisseur reibt sich seine schwitzende Stirn: „Der Film hatte ein Budget von 22 Millionen Dollar. Wenn Michael das hört, wird er ziemlich enttäuscht sein."

Man kann doch noch immer die Szenen verwenden, die wir nicht eingebaut haben." kommt von einem Crewmitglied der Vorschlag, ein anderer fügt hinzu: „Der ganze Film kann doch nicht einfach auf einer einzigen Disk sein. Oder?"

Mr Chilvers reibt sich den Nacken: „Die anderen Szenen können wir nicht benutzen. Michael hatte extra seine gewünschten Szenen ausgesucht, die er im Film haben wollte."

Natürlich haben wir noch weitere Disketten mit Ausschnitten, aber" erwähnt Blashfield, „Wir haben nicht mehr viele Tage und können nicht nochmal alles schneiden und perfekt abmischen. Uns fehlt die Zeit."

Der Film hat bereits so schon fast ein Jahr gedauert." nuschelt der Tontechniker ermüdend, der mit verschränkten Armen da stand. Viele der Crewmitglieder finden diesen Film lächerlich aber sie arbeiten weiter für den skurrilen Ego von der Musiklegende und erfüllen ihn somit jeden Wunsch, der sich täglich zu ändern schien. Mr Chilvers seufzt abermals: „Michael wird in wenigen Stunden hier auftauchen. Auch wenn er absurde Ideen hat ist er ja kein-"

Ich hab eine Idee!" unterbricht Mr Blashfield seinen Kollegen, der gerade davon reden will, dass Michael diesen Unfall nachvollziehen kann und der Film daher noch länger bräuchte als geplant, was wieder mit mehr Geld zu tun hätte.
Ich muss nur einen Anruf machen!" erklärt er hoffnungsvoll, „Sagt Michael noch nichts, ich kenne da jemanden, der uns retten kann."

So läuft der Regisseur davon und lässt eine verwirrte Crew stehen, die nichts anderes tun kann als abzuwarten. Andere beschäftigen sich weiter mit ihrer Arbeit. Nur Chilvers starrt verzweifelt die morsche Diskette auf dem Tisch an als der Regisseur mit einem breiten Grinsen wieder kommt: „Sie kommt her."

Wer ist Sie?" fragt Chilvers.

Eine äußerst intelligente Frau, sie kann die Computersprache. Am Telefon habe ich von unserer Situation berichtet und sie meinte, dass dies kein Problem für sie sein wird."

Ich hoffe, dass sie uns wirklich helfen kann. Ansonsten sind wir geliefert. Nochmal diesen Film zu schneiden haben weder ich noch die anderen einen Nerv zu. Wollen wir es denn Michael sagen?"

Noch nicht. Erst wenn sie hier ist."

Chilvers runzelt die Stirn: „Ach so, um das finanzielle zu bereden? Sie wird locker um die hundert Tausend bekommen, so gütig wie Michael ist."

Das ist ja das schöne an sie." meint Blashfield, „Sie ist nicht auf Geld fixiert, hatte es am Telefon auch nicht verlangt. Sie weiß nicht einmal wer Michael Jackson ist."

Wie kann sie das nicht wissen?" fragt Chilvers überrascht.

Klar, hat sie von ihm gehört aber sie hat sich nie Notiz von ihm genommen." er lacht, „Als ich seinen Namen aussprach, sagte sie nur; 'Ist mir doch egal wer das ist, ich komme einfach und rette euren Arsch.'"

Sie scheint keck zu sein."

Aber sehr liebenswürdig, wenn man sie näher kennenlernt. Sie kommt aus einem ärmlichen Reservat."

Ah, Indianermädchen also?"

Ganz genau." stimmt Blashfield ein, „Sie hatte ihr ganzes Leben für eine ordentliche Arbeit gekämpft. Ich kenne ihre Geschichte. Ziemlich beeindruckend, was sie alles tat um dort raus zukommen. Schließlich war sie mal Roadie, hat Kabel getragen. Ich hatte auch mal ein Problem mit einem Film, die Effekte spinnten herum und der Rechner war kurz davor abzustürzen, der ganze Film wäre beinahe ausgelöscht bis sie mir dann half und meine Erschaffung rettete. Da entdeckte ich ihr außergewöhnliches Talent für Technik und stellte sie bei mir ein. Sie kann etwas mürrisch wirken aber ist genauso wie Michael eigentlich sehr gutmütig."

Chilvers erhebt die Brauen: „Sie ist jetzt unsere einzige Hoffnung."


:::~:::


Die Zeit vergeht. Die Musiklegende ist bereits vor Ort am Filmset und spricht euphorisch mit Blashfield über neue, spektakulärere Ideen, dabei weiß er noch nicht von der vermutlichen Beschädigung seines bereits fertigen Filmes. Michael hat große, bizarre Ideen für den Schluss, die Blashfield als Wahnsinn empfindet. Obwohl die Ideen großartig, oscarreif und größenwahnsinnig sind, kann man sie schlecht umsetzen. Und in diesem Film kann man sie nicht mehr einsetzen. Dass würde das Budget in fünffacher Höhe sprengen. Und der Sinn ist schon lange nicht mehr wirklich im Film vorhanden. Schließlich ist der Schluss auch schon längst geplant und das Set wird bereits aufgebaut. Er legt seine Hand auf Michaels Schulter um seinen Redefluss zu unterbrechen: „Ich muss kurz nach hinten." sagt er, der Musiker fragt: „Kann ich mit? Ich wollte mal in eure Arbeit schauen wie weit ihr seid."

Blashfield stockt: „Eh, nein." genauso wie jeder andere hasst er es die große Musiklegende zu widersetzen aber es geht einfach noch nicht. Verwundert runzelt Michael die Stirn, bevor er reden kann fügt der Regisseur hinzu: „Du wolltest doch die eine Szene nochmal nachspielen. Bereite dich darauf vor, wärm dich auf. Ich komme gleich."

Michael ist noch immer verwundert aber macht was man ihn sagt. Zum erstaunen von Blashfield, der zum Tonstudio läuft und schaut wie die Lage ist. Fest in Konzentration sitzt die etwas dunkelhäutige Frau mit dem Namen Naira am Tisch und rettet die Diskette. Gespannt schauen einige Männer ihr dabei zu. Sie hat lange schwarze Haare, die sie mit einer Haarnadel hochgebunden hat, ihre Kleidung besteht aus einem langen weißen Pullover mit großen Kragen und eine lange Kette um ihren Hals, es zeigt einem Indianerpfahl mit Adlerflügeln. Für eine bequeme Position hat sie ein Bein an ihrem Körper gewinkelt und tippt energisch auf die Tasten. Am Tisch sind unzählige Verkablungen. Die Männer wissen kaum was die 26 Jährige dort leistet. Jeder fragt sich, wie sie das nur schafft, was sie da überhaupt macht. Sie betätigt die letzten Tasten, beißt nochmal kurz an ihrem Sandwich, dass sie bei einem Foodtruck kurzfristig bestellte und klatscht dann die Krümel von der Hand: „Fertig." nuschelt sie mit halbvollem Mund und öffnet die Datei. Der Film spielt ab. Sie erhöht die Geschwindigkeit: „Soll der Film so sein?" fragt sie verwundert. Chilvers und Blashfield sind mehr als erleichtert und beeindruckt zugleich, sie hat den Film gerettet.

Gott sei Ihnen selig." murmelt Chilvers, „Sie haben uns gerettet."

Ja, das ist der Film." antwortet Blashfield und rüttelt an ihren Schultern, „Du hast unseren Arsch gerettet, Naira!"

Sie muss lachen aber kann ihren Blick nicht vom schnell durchlaufenden Film lassen: „Der Film scheint Wahnsinn zu sein. Euer Star muss ein ziemlich großes Ego haben."

Aber kein arroganter Mistkerl, wie du es jetzt denkst."

Als hätte Blashfield Recht gehabt gibt Naira ihm einen kurzen Blick, ehe sie ihre Augenbrauen hebt und vom Stuhl aufsteht: „Meine Arbeit ist getan."

Willst du den Megastar nicht mal kennenlernen?" fragt Blashfield lose. Naira klopft sich den Staub von ihre engen, schwarzen Jeans und schüttelt den Kopf: „Ich denke nicht, dass der Megastar überhaupt Zeit hat."

Als wäre es sein Stichwort, platzt Michael in den Raum: „Ich hätte noch eine andere Idee, wie der Schluss werden kann." meint er, alle Blicke auf ihn gerichtet. Gerade als er anfangen will über seine neue Idee zu erzählen erblickt er Naira. Neugierig hört sie ihn an und ist ein wenig verwundert. Sie hatte ihn dunkler in Erinnerung. Sie kann sich an ein Musikvideo erinnern, was sie mal vor langer Zeit sah. Vor ihnen steht ein weißer Mann mit schwarzen lockigen Haaren, einer lockeren Hose, ein weißes Shirt und darüber ein offenes blaues Hemd, was zwei Nummern zu groß ist. Wie ein Gentleman unterbricht er seine Rede und begrüßt die junge Frau indem er ihre Hand nimmt und einen Handkuss andeutet. Sie findet es charmant. Als er sie nach ihrem Namen fragt und was sie hier tut, stellt sie sich vor : „Mein Name ist Naira Duncan. Ich habe nur Ihr Werk kurzfristig gerettet."

Hinter ihr schlucken Chilvers und Blashfield. Sie haben Naira nicht gesagt, dass er es noch nicht weiß und es eigentlich nicht wissen sollte. Michael blinzelt verwirrt: „Mein Werk gerettet?" er hält noch immer ihre Hand in seiner, blickt über sie zum Regisseur, der verlegen seine Schultern hebt: „Wir hatten einen kleinen Unfall. Der Rechner überhitzte." beichtet er. Chilvers fügt beruhigend hinzu: „Doch dank Naira ist alles wieder in Ordnung. Es gibt keine Probleme mehr."

Michael kann kaum glauben was er da hört. Sein Blick wendet sich zurück zur jungen Frau, die nur 10cm kleiner ist als er und ihm einen schüchternes Lächeln schenkt, was er kurzerhand erwidert und ihre Hand los lässt. Ihr Lächeln gibt ihm einen angenehmen Schauer, was ihn eine Gänsehaut bringt. Er hatte lange nicht mehr eine solch schöne Frau gesehen, wie er realisiert. Und gerade das macht ihn ein wenig nervös. Während die Regisseure nochmal erwähnen, was vor fiel, kann er nur kindlich kichern. Er fühlt sich wie ein Kleinkind, wenn die junge Frau ihn nur anschaut. Weil er ständig so lachen muss, steckt er Naira mit an. Wie zwei kleine Kindern kichern sie ohne Grund, was die Regisseure verwundern und lieber aufhören zu quatschen. Michaels Manager Frank Dileo kommt hinzu: „Michael, sie haben die Bühne fertig gebaut. Du kannst die erste Probe machen."

Michael bejaht sogleich und will seinen Manager folgen, doch er tritt schnell zurück und nimmt nochmal Nairas Hand in seine: „Ich hoffe Sie bleiben noch ein bisschen."

Eigentlich wollte Naira wieder los aber ihre Neugier siegt: „Ja klar, ich bleibe noch etwas."

Der Sänger freut sich sichtlich und grinst bis über beide Ohren ehe er schnell hinaus läuft. Naira wendet sich zu den Regisseuren, die schmunzeln. Besonders Blashfield: „Doch nicht so uninteressant hier, oder?"

Ich bleibe nur aus Höflichkeit hier." leugnet sie, was ihr niemand abnimmt. Obwohl Michael Jackson solch ein großer Star ist, wirkt er auf sie überhaupt nicht abgehoben. Sein Projekt hat zwar einen überdimensionalen Ego aber als Person wirkt er wie ein schüchterner Mann. Als er anfing zu lachen, musste sie einfach mit machen. Sie hatte noch nie solch ein schönes Lächeln an einem Mann gesehen, was so ehrlich und unschuldig schaute wie seines. Auch wenn der erste Eindruck angenehm war, ist sie noch immer verwundert warum er weiß ist. Sie erinnert sich an Fernsehauftritte, wo er gut erkennbar dunkelhäutig war. Sie erinnert sich an seine Hand, die ihre umschloss. Sie waren ein wenig dunkler als sein Gesicht. Schminkte er sich so blass? Fragt sie sich selbst aber sein Gesicht sah ungeschminkt aus. Er muss eine fantastische Visagistin haben, sind ihre Gedanken nur noch dazu und lässt sich von einem Crewmitglied zur aufgebauten Bühne bringen, wo gleich die ersten Proben stattfinden soll.
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